DE673774C - Verfahren zum Entfernen des Fluorgehaltes aus Rohphosphaten - Google Patents

Verfahren zum Entfernen des Fluorgehaltes aus Rohphosphaten

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DE673774C
DE673774C DEE45902D DEE0045902D DE673774C DE 673774 C DE673774 C DE 673774C DE E45902 D DEE45902 D DE E45902D DE E0045902 D DEE0045902 D DE E0045902D DE 673774 C DE673774 C DE 673774C
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DE
Germany
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phosphates
rock
fluorine
silicon
slag
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Expired
Application number
DEE45902D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Willy Danker
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Eisenwerke Gesellschaf Maximilianshuette mbH
Original Assignee
Eisenwerke Gesellschaf Maximilianshuette mbH
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B13/00Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials
    • C05B13/02Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials from rock phosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Soil Conditioners And Soil-Stabilizing Materials (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entfernen des Fluorgehaltes aus Rohphosphaten Der Bedarf der Landwirtschaft an phosphorsäurehaltigen Düngemitteln, unter denen sich die fein gemahlene Thomasschlacke aufs beste bewährt hat, ist so außerordentlich groß, daß der Gedanke nahelag, den Phosphorsäuregehalt der Thomasschlacke durch Zuschlag von Rohphosphaten anzureichern.
  • Dem stand bisher entgegen, daß der Phosphorsäuregehalt der Phosphate durch die bisherigen Verfahren überhaupt nicht oder nur zu einem geringen Teil in zitronenlösliche Form übergeführt wurde. Einmal wurden die Phosphate vorher geglüht oder gebrannt und dann dem basischen Zuschlag des Thomaskonverters zugegeben, das andere Mal wurden sie gleichzeitig mit dem üblichen Zuschlag in den Konverter gebracht und das Verblasen in üblicher Weise vorgenommen.
  • Der Grund dafür, warum die bisher bekannten Verfahren versagten, liegt darin, daß der fast allen Rohphosphaten eigene Fluorgehaltdie Zitronensäurelöslichkeit der damit erzeugten Thomasschlacke stark beeinträchtigte.
  • Nur durch Sodazusatz, der jedoch für den laufenden Betrieb zu teuer ist, lassen sich einigermaßen befriedigende Ergebnisse erzielen.
  • Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, daß das Silicium in Form eines silicidhaltigen Metallbades, z. B. Roheisen, den Rohphosphaten zugegeben wird. Bringt man nämlich Rohphosphate mit flüssigem Roheisen zusammen und bläst, so verbindet sich das Silicium, aus seinen Bindungen an die Metallbadbestandteile. gerissen und sich somit in statu nascendi befindend, zunächst mit dem Fluor der Phosphorite und verflüchtigt dieses als Si F4.
  • Hierzu ist natürlich kein hochsiliciertes Roheisen erforderlich, da es sich nur um relativ geringe Mengen von Fluor handelt. Es ist hierbei wichtig, daß die Phosphorite mit noch nicht verblasenem Roheisen zusammengebracht werden, das also noch nicht seinen Siliciumgehalt in Schlackenform abgegeben hat, da naturgemäß Si 02 auf keinen Fall die Wirkung hat -wie Siilicide, in welcher Form sich Silicium in einem Metallbad befindet. Man wird daher das Phosphat mit oder ohne gleichzeitigen Sandzusatz in einen hocherhitzten Konverter bringen, sodann das Thomasroheisen eingießen, hochstellen und kurz blasen. Statt des Konverters kann natürlich auch ein anderer Ofen, beispielsweise ein Elektroofen oder Martinofen, für die Durchführung des Verfahrens benutzt werden.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird somit eine phosphorsäurehaltige Thomasschlacke in zitronensäurelöslicher Form erhalten.
  • Es empfiehlt sich hierbei nach einer weiteren Ausbildungsform des Verfahrens der vorliegenden Erfindung auch, den für die Schlackenbildung erforderlichen Kalkzusatz erst zuzusetzen, wenn das Fluor aus dem Rohphosphat entfernt ist. Verfährt man so, dann ist weitgehend Gewähr geboten, daß das noch übrige Silicium des Roheisens und der Sandkieselsäure sich ohne Störung durch Fluor mit der sich bildenden Phosphatschlacke bzw. mit dem Calciumphosphat der Phosphorite verbinden kann zwecks Bildung von in weitgehendem Maße bodenlöslichen kieselsauren Kalkphosphaten. Das Verfahren nach der Erfindung gibt in einfacher Weise die Möglichkeit, Rohphosphate im Thomasprozeß mitzuverarbeiten und eine hochzitronensäurelösliche Schlacke . zu erhalten, wie nachstehende Tabelle zeigt:
    Thomasschlacken mit Curacao-Phosphat-Zusatz
    Roheisen
    Roheisen Kalk Phosphat
    P Si Si0 C20 Ges. i citr. Löslichkeit
    k #c k P, 05 j P2 Gr,
    g
    ii ooo 1300 300 1,80 045 - 6,8o 501 18,44 18,09 98'I__
    ii ooo 1300 30o 1,8z o,49 7,28 48,2 ! 18,72 18,44 98,5
    ii ooo 1200 300 1,93 o,42, 6,96 5o;2 . 20,55 19,30 93,9
    ii ooo i Ioo 30o 1,94 o,39 7,45 49,8 i 20,90 20,o6 96,1
    ii ooo i ioo 30o 1,89 o,39 ' 7,54 48,5 20,72 20,o9 97,o

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCIIE: I. Verfahren zum Entfernen von Fluor aus Rohphosphaten durch Erhitzen derselben auf hohe Temperaturen unter Zusatz von siliciumhaltigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß das Silicium in Form eines silicidhaltigeri Metallbades, insbesondere nicht verblasenes Roheisen, den Phosphaten zugegeben -wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die schlackenbildenden Zuschläge (Kalk) erst zugegeben werden, nachdem das Fluor des Rohphosphates durch die Silicide des Metallbades entfernt bzw. größtenteils entfernt ist.
DEE45902D 1934-08-17 1934-08-17 Verfahren zum Entfernen des Fluorgehaltes aus Rohphosphaten Expired DE673774C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE920549C (de) * 1942-07-18 1954-11-25 Maria Amalie Haag Verfahren zur Umwandlung natuerlicher Phosphate in citronensaeureloesliche Duengephosphate

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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