DE674801C - Sicherungspatrone des normalen zweiteiligen Schraubstoepselsystems (D-Systems) - Google Patents

Sicherungspatrone des normalen zweiteiligen Schraubstoepselsystems (D-Systems)

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DE674801C
DE674801C DES109614D DES0109614D DE674801C DE 674801 C DE674801 C DE 674801C DE S109614 D DES109614 D DE S109614D DE S0109614 D DES0109614 D DE S0109614D DE 674801 C DE674801 C DE 674801C
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Germany
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cartridge
fuse
normal
screw plug
part screw
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Expired
Application number
DES109614D
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English (en)
Inventor
Joseph Feil
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/30Means for indicating condition of fuse structurally associated with the fuse
    • H01H85/303Movable indicating elements

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description

  • Sicherungspatrone des normalen zweiteiligen Schraubstöpselsystems (D-Systems) Die Erfindung bezieht sich auf auswechselbare Sicherungspatronen, und zwar ausschließlich auf die Patronen des in Deutschland genormten zweiteiligen D-Systems. Diese Sicherungen zeichnen sich gegenüber solchen anderer Bauart durch eine Reihe von Vorzügen aus. Sie haben ein- dicht geschlossenes Patronengehäuse aus unverbrennbarem keramischein Material und bieten die Gewähr für Feuersicherheit, d. h. Sicherheit gegen Beschädigungen des Sicherungseliementes und des Stöpselkopfes. Die Patronen haben dabei kleinere Abmessungen als Sicherungen .anderer Systeme und. außerdem eine einfache -und wirksame Unverwechselbarkeitseinrichtung.
  • Zur Erzielung der Feuersicherheit hat man bisher die metallenen Kontaktkappen der D-Patronen durch Scheiben .aus Asbestoder anderem unverbrennbarem. Material gegen das Einwirken der beim Ansprechen @entstehenden Schaltflammen geschützt. Während bei Sicherungen, die nicht von Laien bedient werden und nicht s,o. geringe Abmessungen zu haben brauchen wie die D-Patronen, solche Schutzmittel nicht immer erforderlich sind, wurden sibei läeinen, geschlossenen Starkstromsicherungen allgemein angewendet, und zwar auch schon bei den Vorläufern der D-Sicherungen, den einteiligen Edisonsicherungen. Man bemühte sich sogar, besonders reines Asbest als Schutzmaterial anzuwenden. Man schuf ferner Konstruktionen, bei denen der keramische Patronenkörper an einer Seite bis auf einige Durchtritts,öffnungen geschlossen ist, so daß die hier befindliche Kontaktkappe durch das keramische Material gegen Schaltflammen geschützt ist. Es sind auch Patronen vorbekannt, bei denen in einem Patronenkörper aus keramischem Werkstoff ' die Schmelzleiter ohne Lötung, z. B. durch Klemmung, befestigt sind und bei -denen unter Fortlassung von besonderen Schutz-oder Dichtungsscheiben die Sandfüllung von der Innenfläche der einen bis zur Innenfläche der anderen metallischen Außenkappe durchgeht.
  • Gemäß der Erfindung wird bei einer Sicherungspatrone des normalen zweiteiligen Schraubstöpselsystems die Öffnung in der einen Außenkappe für den Durchtritt des Kenndrahtes durch ein von einer erhärtenden Dichtungsperle gebildetes Häutchen z. B. aus Kollodium verschlossen; der Schmelzleiter geht bei der Patrone ohne besandere Schutz-,oder Dichtungsscheibe von der Innenfläche der einen bis zur Innenfläche der anderen metallischen Außenkappe durch, und zur Verbindung der Schmelzdrähte mit den Außenkappen dient eine lötfreie Verbindung. Die durch zahlreiche Versuche bestätigte Verbesserung der Sicherungspatronen beruht auf folgendem: Die Asbestscheiben haben außer ihrer Wirkung,, die Kontaktkappen gegen Verbrennen zu' schützen, noch eine Nebenwirkung, die bisher unbeachtet geblieben ist. Sie leiten die Wärmie schlechter von den sich erhitzenden ab als der im übrigen Patronenraum vorgesehene Sand. Infolge dieser Wärmestauung in der Nähe der Dichtungsscheiben erhitzt sich. hier der Schmelzdraht stärker, so daß er die Neigung hat, in der Nähe der Asbestdichtungen abzuschmelzen. Es wird also durch die Asbestscheiben zwar einerseits sein Schutz der Kappe gegen Flammen bewirkt, aber andererseits auch die Gefahr vergrößert, daß die Flammen gerade in der Nähe der Kappen auftreten. Der verminderte Schutz der Kontaktkappe, der sich beim Weglassen der Asbgestscheib.e ergibt, hat demnach keinen Nachteil zur Folge, weil gleichzeitig auch die Gefahr vermindert wird, daß Flammen an die Kappe gelangen. Voraussetzung ist allerdings, daß die übrige Konstruktion der Sicherung keinen Anlaß zur Ausbildung von Schaltflammen in der Nähe der Kontaktkappen gibt. Es ist daher für die Erfindung wesentlich, daß die Schmelzdrähte mit den Kappen nicht durch Weichlot verlötet, sondern durch Schweißen, Festklemmen oder seine andere kurzschluß- und überstrombeständige Verbindung befestigt sind, die keine Gefahr zum Abschmelzen des Drahtes gerade an dieser Stelle bildet. Man kann auch in bekannter Weise durch Verschwächen Moder Verzinnen des Schmelzleiters in seiner Mitte dafür sorgen; däß der Leiter in möglichst großer Entfernung von. den Kontaktkappen zuerst abschmilzt. Außerdem muß, wie schonerwähnt, das Füllen der Patrone mit Sand sorgfältig durchgeführt werden.
  • Die bisher verwendeten Abdichtungen hatten noch die Wirkung, daß bei ihrem Einbringen die Füllmasse zusammengedrückt und dadurch das Entstehen von Lufträumen im Patroneninnern vermieden wurde. Wenn man nun die Asbestscheiben wegläßt,.sgo müß darauf geächtet werden, daß trotzdem keine Hohlräume in dem Patroneninnern entstehen. Ferner müß vermieden werden, daß der Füllsand beim Transport der Sicherungspatrone aus der Durcharittsöffnung des Kenndrahtes heraussickert. Zu diesem Zweck sieht man an der Durchtrittsstelle einen kleinen Dichtungspfropfen vor, dessen Durchmesser wesentlich kleiner ist als der Gesamtdurchmesser der Patronenbohrung. Beispielsweise kann .unter dem Kennplättchen aber an der InnensHte der K.ontakakappe ein solcher Pfropfen angebracht sein. Unter Umständen genügt es, die öffnung durch ein Kollodiumhäutchen zu verschließen Köder auf den Irienndraht im Patroneninnern goder ,außen ein Kollodiumtröpfchen @oa. dgl. aufzubringen.
  • Die Erfindung ist besonders vorteilhaft bei Sicherungspatronen, deren Schmelzkanal eine im Verhältnis zum Durchmesser große Länge hat. In diesem Fall befindet sich zwischen der Abschmelzstelle und den Kappen im allgemeine. eine .so große Sandmenge, daß schon durch sie ein vollkommener Schutz gegen die Schaltflammen erzielt ist.
  • Eine Patrone nach der Erfindung ergibt eine Reihe von Vorteilen. Durch den der Dichtungsscheiben wird nicht nur der Materialbedarf verringert, sondern außerdem die Herstellung der Patrone wesentlich vereinfacht.. Beim Herstellen der Patrone liegt nämlich die größte Schwierigkeit und der teuerste Arbeitsgang darin; die Schmelzdrähte und den Kenndraht durch die Dichtungspfropfen oder einen anderen Abschluß der Patronenbohrung durchzufädeln. Es wäre erwünscht, die Sicherungspatrone rein maschinell herzustellen. Das ist aber bisher daran gescheitert, däß das Aufbringen der Asbestscheiben urid das Durchfädeln der Schmelzleiters wirtschaftlich nur von Hand durchgefühi-t werden konnte: Auch diese Schwierigkeit, die der Einführung einer automatischen Herstellung der Patrone im Wege stand, ist beseitigt worden.

Claims (1)

  1. PATRNTA,NSPRUCII: Sicherungspatrone des normalen zweiteiligen Schraubstöpselsystems. (D-Systems ), bei der Schmelzleiter und Sandfüllung ohne besondere Schutz- @odeä- Dichtungsscheibe von der Innenfläche der einen bis zur Innenfläche der anderen metallischen Außenkappe durchgehen und zur Verbindung der Schmelzdrähte mit den Außenkappen .eine lötfreie Verbindung dient, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung in der einen Außenkappe für den Durchtritt des Kenndrahtes durch ein von einererhärtenden Dichtungsp erle b ebildetes Häutchen z. B. aus Kollodium verschlossen; wird.
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