DE674898C - Einrichtung zur Verhinderung der UEberlastung eines Metalldampfgleichrichters, dessen Anoden an den Seiten eng von einem zylindrischen Anodenschutzrohr umgeben sind - Google Patents

Einrichtung zur Verhinderung der UEberlastung eines Metalldampfgleichrichters, dessen Anoden an den Seiten eng von einem zylindrischen Anodenschutzrohr umgeben sind

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    • H—ELECTRICITY
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    • H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
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    • H01J2893/0072—Disassembly or repair of discharge tubes
    • H01J2893/0088—Tubes with at least a solid principal cathode and solid anodes
    • H01J2893/009—Anode systems; Screens
    • H01J2893/0092—Anodic screens or grids

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  • Discharge Heating (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Verhinderung der Überlastung eines Metalldampfgleichrichters, dessen Anoden an den Seiten eng von einem zylindrischen Anodenschutzrohr umgeben sind Bei Metalldampfgleichrichtern, deren Anoden an den Seiten eng von einem Anodenschutzrohr umgeben sind, besteht die Gefahr, daß durch ungleichmäßige Verteilung des Lichtbogenstromes auf die parallel geschalteten Anoden oder Anodenteile bei großer Stromstärke eine Überlastung eintritt. Diese Überlastung kann, solange der Strom einen bestimmten Wert nicht überschreitet, durch gleichmäßige Verteilung des Gesamtstromes auf alle zur Stromführung geeigneten Teile der Anoden vermieden werden. Das Ziel dieser Maßnahme ist, örtliche Überhitzungen, die zum Schmelzen oder Verdampfen bzw. zum Brüchigwerden der überlasteten Anodenteile führen, zu verhindern. Die örtliche Überlastung einzelner Anodenteile hat zudem den Nachteil, daß wegen der durch die hohe Temperatur begünstigten Elektronenemission des Anodenmaterials und der auf den Anoden durch Materialtransport im Lichtbogen stets vorhandenen Verunreinigungen die Rückzündungsgefahr vergrößert wird. Es ist deshalb gebräuchlich, für die Gleichrichter großer Stromstärke Anodenzahl und Abmessungen zu vergrößern. Dem Parallelschalten von Anoden und auch dem starken Vergrößern der Anoden steht jedoch die fallende Stromspannungskennlinie des Lichtbogens entgegen, die das Vorschalten von so großen Ohmschen oder induktiven Widerständen vor jede der an dieselbe Transformatorphase angeschlossenen Anoden erforderlich macht, daß diese Reihenschaltung von Widerstand und Lichtbogen eine steigende Stromspannungskennlinie hat. Dieses komplizierte Verfahren hat vor allem außer dem großen Aufwand an Kupfer und dem großen Platzbedarf den Nachteil, daß der Gleichrichter mehr vakuumdichte Stromeinführungen benötigt. Es ist deshalb vorgeschlagen worden, diese Widerstände dadurch in das Vakuumgefäß hineinzuverlegen, daß die Anode unterteilt wird und je ein Widerstand einerseits mit dem allen Teilen gemeinsamen Stromdurchführungsleiter, andererseits mit je einem dieser Anodenteile verbunden ist. Selbst wenn der spez. Widerstand des Anodenmaterials sehr groß ist, so daß durch einfaches Einfräsen tiefer Schlitze und Spalten in die Anode die den Oberflächenelementen vorgeschalteten Widerstände aus dem Anodenmaterial selbst in einfacher Weise gewonnen werden, haftet diesem Verfahren ein Mangel an, dessen Beseitigung der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist.
  • Bei der Anordnung gemäß. der Erfindung wird der Widerstand in die Gsstrecke gelegt. Es wird eine Anordnung gewählt, die im Gegensatz zu anderen Vorschlägen sich durch besondere Einfachheit und Betriebssicherheit auszeichnet. Es ist nämlich vorgeschlagen worden; unmittelbar angrenzend an die Anodenoberflache ein System von parallel geschalteten Röhrchen aus Isoliermaterial vorzusehen, die die Anodenoberfläche berühren und so eng sind, daß sie den Rückzündungsstrom, der nur durch einen der Kanäle fließt, auf ein erträgliches Maß einschränken. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß die Anode in unmittelbarer Berührung mit Isoliermaterial steht, das bekanntlich in erwärmtem Zustand in besonders hohem Maße die Einleitung von Rückzündungen begünstigt. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, die Anode mit einer Anzahl von tiefen Bohrungen zu versehen und die Anodenstirnflache mit Isoliermaterial zu überziehen, so daß der Lichtbogen nur auf der Innenseite der Bohrungen ansetzen kann. Auch diese Anordnung hat den Nachteil, daß die Rückzündungsgefahr wegen des unmittelbaren Kontaktes zwischen der Anode und dem Isoliermaterial erheblich gesteigert wird. Es ist andererseits auch vorgeschlagen worden, im Anodenschutzrohr in größerem Abstand von der Anode ein System von konzentrischen Rohren anzuordnen, durch die eine weitgehende Entionisierung der Entladungsstrecke während der Sperrperiode erzielt wird. Die bekannte Einrichtung eignet sich jedoch nicht dazu, eine gleichmäßige Verteilung des Stromes auf die Anodenoberfläche zu erzwingen. Dazu ist erstens ihr Abstand von der Anode zu groß, und zweitens ist sie nicht aus radialen Führungsflächen zusammengesetzt, sondern aus zueinander konzentrischen Rohren. Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß die inneren Rohre infolge der schlechten Wärmeableitung an das Anodenschutzrohr eine bedeutend höhere Temperatur als bei der Anordnung gemäß der Erfindung annehmen. Die radialen Führungsflächen können nämlich ohne Schwierigkeit in guten wärmeleitenden Kontakt mit dem bedeutend kühleren Anodenschützrohr gebracht werden.
  • Erfindungsgemäß werden deshalb im Anodenschutzrohr mit Abstand vor der Anodenstirnflache angeordnete radiale Führungsflächen nach Breite, Länge und Abstand von der Anodenstirnfläche derart bemessen, daß der Lichtbogen bei geringer Belastung des Gleichrichters praktisch von einem der durch die Führungsflachen gebildeten Kanäle und der ihm entsprechenden Anode bzw. dem ihm entsprechenden Anodenteile übernommen wird und erst, wenn der Lichtbogenstrom einen Wert erreicht hat, der in der Nähe der maxifinal zulässigen Belastung dieser Anode bzw. dieses Anodenteiles liegt, bei weiter steigendem Strom der Lichtbogen auch auf andere mit ihr bzw. mit ihm parallel geschaltete Anoden bzw. Anodenteile übergeht. Auf diese Weise wird also der zur Stabilität der Parallelschaltung beim Betriebsdruck erforderliche, mit zunehmendem Druck zunehmende Spannungsabfall in unmittelbarer Nähe der Anode mindestens bei Strömen von solcher Größe erreicht, bei denen eine ungleichmäßige Verteilung der Ströme auf die parallel geschalteten Anoden bzw. Anodenteile eine unzulässige Belastung der Anodenoberfläche bedeuten würde.
  • Die Abbildungen: zeigen in zum Teil schematischer Darstellung Ausführungsbeispiele der Erfindung.
  • In Abb. z ist eine Quecksilberdampfgleichrichteranlage dargestellt, bei der gemäß der vorliegenden Erfindung Einrichtungen vorgesehen sind, die das Parallelschalten der Anoden auch ohne äußere Vorschaltwiderstände gestatten.
  • Abb. 2 zeigt die Stromspannungskennlinie für den einzelnen zu einer Anode brennenden Lichtbogen und den durch die parallel geschalteten Anoden bei verschiedener Belastung fließenden Strom.
  • Abb. 3 und q. stellen eine bewährte Form der Anodenkammer dar und die Abb. 5 eine andere Ausführungsform.
  • In Abb. fi= bedeutet ro das Gleichrichtergefäß mit den Anoden xz bis 22, von denen jede mit einer ungeraden Nummer versehene Anode parallel mit der darauffolgenden, mit einer geraden Nummer bezeichneten Anode an eine der Sekundärphasen eines Transformators 23 angeschlossen sind. Dieser Transformator besteht aus einer Dreiphäsenprimärwicklung; welche an die Wechselstromklemmen 25 angeschlossen ist, und aus einer Sechsphasensekundärwicklung, welche in zwei Dreiphasenteile 26 und 27 aufgeteilt ist, die durch einen Zwischentransformator 28 miteinander verbunden sind. Der Mittelpunkt 29 des Transformators 28 stellt den negativen Pol des Gleichstromkreises dar.
  • Bei ähnlichen Anlagen hat man es in der letzton Zeit für nötig gehalten, in jeden der Anodenstromkreise Stromteilerdrosseln einzubauen, die die parallel geschalteten Stromkreise induktiv miteinander so verbinden, daß eine gleichmäßige j Verteilung des Stromes auf die parallel zueinander geschalteten Anoden bewirkt wird. Es hat sich nun herausgestellt, daß es bei geeigneter Bemessung des Gleichrichters möglich ist; bei geeignetem Dampfdruck im Gleichrichtergefäß i den Anodenstrom in jeder Gruppe von parallel geschalteten Anoden so zu verteilen, daß eine zufriedenstellende Stromverteilung auch ohne die erwähnten Anoden- oder Stromverteilerdrosseln herbeizuführen ist.
  • Es ist bekannt, daß der Spannungsanfall von Quecksilberdampflichtbogen von kleinem Strom bis zu dem Strom, den man bisher als Vollast angesehen hat, mit zunehmendem Strom abnimmt. Solche Stromspannungscharakte- i ristiken nennt man fallend, oder man spricht auch von einem negativen Widerstand. Wird ein solcher Widerstand von Strom durchflossen, so wird nach dem Jouleschen Gesetz auch in ihm Wärme erzeugt wie in einem ebenso großen positiven Widerstand.
  • Es ist bekannt, daß bei höherem Strom der Spannungsabfall wieder zunimmt und schließlich bei großem Strom auf einen beträchtlichen Wert ansteigt. Diese Zunahme des Lichtbogenabfalles mit zunehmendem Strom ist kennzeichnend für Quecksilberdampfgleichrichter mit niedrigem Dampfdruck und hoher Belastung, während in dem vorher erwähnten Bereich des negativen Lichtbogenwiderstandes trotz hohen Dampfdruckes die Stromstärke niedrig ist. Der positive Widerstand ist daher wahrscheinlich eine Folge der Annäherung an den Zustand restloser Ionisation aller in dem Raum vor den Anoden befindlichen Quecksilberatome. Ein Beispiel einer derartigen Kurve ist mit a in Abb. 2 gezeichnet.
  • Es hat sich ferner herausgestellt, daß der Grenzstrom, der mit Sicherheit durch eine Anode bewältigt werden kann, beträchtlich über dem Wert liegt, bei dem der Lichtbogenwiderstand positiv wird.
  • Wenn mehrere Anoden parallel geschaltet sind, führt die Anode, die die kleinste Zündspannung hat, bei kleiner Belastung praktisch den Gesamtstrom, und dieser Zustand bleibt bei zunehmendem Gesamtstrom während des ganzen fallenden Teiles der Stromspannungskennlinie des Lichtbogens und im steigenden Teil dieser Kurve bis zu dem Punkt bestehen, bei dem die Zündspannung einer anderen der parallel geschalteten Anoden überwunden wird. Dann beginnt auch diese Anode Strom zu führen.
  • Diese Verhältnisse sind in Abb. 2 dargestellt. Mit a ist die Stromspannungskennlinie eines mit niedrigem Dampfdruck arbeitenden Queck, silberdampfgleichrichters wiedergegeben, bei dem der Lichtbogenabfall, also die Spannung zwischen Anode und Kathode als Ordinate und der Anodenstrom als Abszisse aufgetragen sind. Der Grenzstrom für eine einzelne Anode liegt beispielsweise ungefähr beim Punkt 3o der Kurve a, und er entspricht einer Spannungsdifferenz von ungefähr 50 V zwischen Anode und Kathode. Die Kurven b und c stellen den Strom dar von zwei parallel geschalteten Anoden, beispielsweise von den Anoden i= und 12 der Abb. i. Wenn der als Abszisse aufgetragene Strom klein ist, wird er vollkommen durch eine Anode, z. B. die Anode 1ß, des Anodenpaares fließen, wie es die Kurve b wiedergibt. Der Lichtbogenabfall nimmt nämlich bei so kleinem Strom mit zunehmendem Strom ab, so daß der Gesamtverlust kleiner ist, wenn eine Anode den ganzen Strom führt, als wenn zwei parallel geschaltete Anoden je etwa den halben Strom führen. Wenn der Strom den Bereich des negativen Lichtbogen= widerstandes überschritten und einen bei 31 angedeuteten Wert erreicht hat, der dem Punkt 32 im positiven Bereich des Widerstandes der Kurve a entspricht, bei dem der Spannungsabfall gerade so groß ist wie die Zündspannung der zweiten Anode (Anode ii), beginnt diese Anode Strom zu führen, wie Kurve c darstellt. Von diesem Punkt an beginnt die gleichmäßigere Verteilung des Stromes auf die parallel geschalteten Anoden. Der noch bestehende Unterschied des von ihnen geführten Stromes ist hauptsächlich eine Folge des durch die Verschiedenheit der Länge des Lichtbogens zwischen Anode und Kathode verursachten Unterschiedes im Lichtbogenwiderstand.
  • Da beim Punkt 31 der Strom kleiner ist als der höchste für eine einzelne Anode zulässige Strom, nämlich kleiner als der Strom bei Punkt 30, ist die ungleichmäßige Verteilung bis zu dieser kleinen Belastung nicht nachteilig für die allein brennendeAnode. BeigroßenBelastungen, die sich dem Grenzwert 3o nähern, verteilt sich der Strom ziemlich gleichmäßig auf die Anoden. Es ist demnach der Gesamtstrom, der durch das Anodenpaar übertragen werden kann, ungefähr doppelt so groß wie der, der mit Sicherheit durch eine einzige Anode übertragen werden kann. In derselben Weise können drei oder mehr Anoden miteinander oder mit einer einzigen Transformatorklemme verbunden werden. Der gesamte Anodenstrom kann dann auf das drei- oder mehrfache desjenigen Stromes vergrößert werden, der durch eine einzige Anode gleicher Größe übertragen werden kann, ohne daß äußere Mittel zur Stabilisierung der Parallelschaltung erforderlich sind.
  • Ein weiterer Schritt, der besonders für Gleichrichter mit Metallgefäß, bei denen der Querschnitt des Durchführungsleiters sehr groß gewählt werden kann, von Bedeutung ist, besteht in der Vereinigung dieser kleinen Anoden zu einer großen Anode mit einem bis dicht vor die Anodenoberfläche unterteilten Lichtbogenführungsrohr. Anstatt also die parallel geschalteten Anoden außerhalb des Metallgefäßes miteinander zu verbinden, können sie innerhalb des Gefäßes miteinander verbunden oder sogar zu einer einzigen großen Anode vereinigt sein, zu der der Lichtbogen über zwei oder mehr parallele Wege geleitet wird. Es -hat sich herausgestellt, daß eine Anode, der in dieser Weise der Strom zugeführt wird, denselben Strom mit Sicherheit führen kann wie zwei oder mehr kleinere in der oben beschriebenen Weise parallel geschaltete Anoden. Wenn jedoch eine einzelne große Anode innerhalb eines großen Anodenarmes mit einem einzigen zu ihr führenden Durchlaß angeordnet ist, arbeitet sie bei demselben Dampfdruck nicht so zufriedenstellend wie die kleineren Anoden bei demselben Dampfdruck. Es muß vielmehr der Druck so weit erniedrigt werden, daß die große Anode nicht mehr Strom führt als eine einzelne kleine Anode. Beispielsweise muß eine in einem Arm von 25 cm Durchmesser angeordnete Anode bei einem Druck von ungefähr o,ooo6 mm Hg arbeiten, damit sie denselben Strom führen kann wie eine in einem Arm von 7,5 cm :angeordnete und bei ungefähr 0,005 mm Dampfdruck arbeitende Anode. Falls in beiden Fällen nur eine Gleichspannung von 3000 V entnommen werden soll, ist es nicht erforderlich, daß die parallelen Wege zu der Anode vollkommen getrennt verlaufen, sondern sie können- auch dicht nebeneinander liegen.
  • Ohne sich auf eine bestimmte Theorie festzulegen, kann man annehmen, daß das Kriterium für eine geeignete Bauart von der Wahrscheinlichkeit abhängt, mit der ein Elektron, das von der Anode zur Kathode wandert, die Wände der Lichtbogenführung oder des Gefäßes berührt, bevor es mit einem Quecksilberatom zusammentrifft. Wenn diese Wahrscheinlichkeit unterhalb eines bestimmten Wertes liegt, ist ein zufriedenstellendes Arbeiten möglich. Wenn diese Wahrscheinlichkeit größer ist, können Rückzündungen auftreten. Die kritische Zusammenstoßwahrscheinlichkeit hängt von der gleichzurichtenden Spannung ab, und sie ist um so kleiner, je höher die Spannung ist.
  • Die Lichtbogenführungsrohre müssen so bemessen sein, daß oberhalb eines Stromwertes, bei dem ein einem Führungsrohr zugeordnetes Oberflächenelement durch den Gesamtstrom überlastet würde, der Lichtbogenwiderstand positiv ist und groß genug, um eine ausreichende gleichmäßige Verteilung des Stromes auf die parallel geschalteten Rohre zu bewirken. Es ist klar, daß die Lichtbögenführung ihren Zweck nur erreicht, wenn die Führungswände bis an die Anoden geführt werden. Beträgt der Abstand zwischen ihrem Ende und der Anode mehr als zo cm, so hört die Wirkung vollkommen auf. Die günstigste Entfernung ist etwa i cm. Bei zu kleinem Abstand stört die im Anodenfall frei werdende Wärme, weil durch sie die Führungswände schmelzen. Hinsichtlich der Abmessungen der Führungskanäle hat man einen weiten Spielraum, da mit langen, weiten Kanälen dieselbe Wirkung erzielt werden kann wie mit kurzen, engen.
  • Die durch diese Führungen erzwungenen Lichtbogenverluste sollten schon mit Rücksicht auf den Wirkungsgrad nicht unnötig groß gemacht werden: Es besteht aber auch die Gefahr; daß bei zu großem zusätzlichen Lichtbogenabfall, der eine Potentialdifferenz zwischen dem Eingang und Ausgang des Bogens in den Kanal darstellt, diese Differenz sich über die Führungswände des Kanals, falls sie aus Leitern bestehen, ausgleichen. Es bildet sich dann an der der Anode zugewandten Seite ein Kathodenfleck und auf der abgewandten Seite eine anodische Entladung. Diese Gefahr kann durch Verwendung von Führungswänden aus Isoliermaterial oder auch durch Unterteilen der Führungswände in voneinander isolierte Abschnitte beseitigt werden.
  • Wenn andererseits die Stromdichte zu groß gewählt wird; ist ein zu großer Prozentsatz der Dampfatome ionisiert. Diese Ionen werden aus dem Führungskanal durch das elektrische Feld entfernt, und es tritt ein Mangel an Dampf und damit an Ionen ein. Der Lichtbogenabfall nimmt dann während jeder Stromperiode von Anfang bis zum Ende zu. Der Lichtbogen reißt dann häufig gerade bei großer Stromstärke in so kurzer Zeit ab, daß wegen der Induktivität des vom Anodenstrom durchflossenen Kreises sehr hohe Überspannungen auftreten.
  • Eine andere wichtige Bedeutung hat die Beseitigung der Ionen, welche am Ende eines Stromwechsels in dem Raum unterhalb der Anoden verbleiben. Wenn diese Ionen nicht schnell absorbiert werden, können sie die Anode bombardieren und auf ihr einen Kathodenfleck erzeugen. Um diese Ionen zu absorbieren, ist der Räum unterhalb der Anode innerhalb der Anodenkammer in die erwähnten engen und verhältnismäßig langen Räume unterteilt, deren Oberflächen zum Absorbieren von Ionen geeignet sind. Auch für diese Wirkung der Führungswände ist es nicht erforderlich, daß sie aus leitendem Material bestehen; Wände aus Isoliermaterial haben dieselbe Wirkung. Selbstverständlich dürfen Wände aus leitendem Material weder mit der Anode noch mit der Kathode in leitender Verbindung stehen. Die wichtigste Dimensionierung von Größe und Abstand derartiger Oberflächen hängt von der an die Anoden anzulegenden Spannung und vom Strom ab.
  • Abb. 3 und q., welche einen Querschnitt nach der Linie 4-4 in der Abb. 3 in Richtung der Pfeile darstellt, zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Anodenkammer unterhalb der Anode durch Enbeulungen4z der Kammerwandung verengt ist. Die Anzahl und Größe dieser Einbeulungen ist derart, daß die hierdurch geschaffenen Durchlässe in Breite und Länge so sind, daß sie wiederum den obengenannten Bedingungen entsprechen. Die Länge der Einbeulungen ist größer als der Durchmesser der Anodenkammer.
  • Abb. 5 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, bei dem Teile 42 und 43 aus Graphit oder anderem geeigneten Material vorgesehen sind, die senkrecht aufeinanderstehend die Anodenkammer kreuzen. Dadurch wird die Kammer in mehrere getrennte parallele Kammern aufgeteilt und verschiedene Wege für den Lichtbogen geschaffen. Es herrscht dann derselbe Zustand wie bei mehreren getrennten parallel geschalteten Anoden (vgl. Abb. z).

Claims (3)

  1. PATEN TA NSPRÜCHR i. Einrichtung zur Verhinderung der Überlastung eines Metalldampfgleichrichters, dessen Anoden an den Seiten eng von einem zylindrischen Anodenschutzrohr umgeben sind und bei dem im Anodenschutzrohr mit Abstand vor der Anodenstirnfläche radiale Führungsflächen angeordnet sind, durch ungleichmäßige Verteilung des Lichtbogenstroms auf die parallel geschalteten Anoden oder Anodenteile, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Führungsflächen von der Anodenstirnfläche und die Breite und Länge der Führungsflächen derart bemessen sind, daß der Lichtbogen bei geringer Belastung des Gleichrichters praktisch vollständig von einen der durch die Führungsflächen gebildeten Kanäle und der ihm entsprechenden Anoden bzw. dem ihm entsprechenden Anodenteil übernommen wird und erst, wenn der Lichtbogenstrom einen Wert erreicht hat, der in der Nähe der maximal zulässigen Belastung dieser Anode bzw. dieses Anodenteiles liegt, bei weiter steigendem Strom der Lichtbogen auch auf andere mit ihr bzw. mit ihm parallel geschaltete Anoden bzw. Anodenteile übergeht.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß die Verengungen oder Unterteilungen durch Einbeulüngen des Anodenschutzrohres bzw. der Kammerwandung hergestellt werden.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verengungen oder Unterteilungen durch sich kreuzende radiale Querwände hergestellt werden. q.. Einrichtung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Querwände (Einbeulungen) in axialer Richtung des Anodenschutzrohres größer ist als der Durchmesser der Anodenkammer.
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