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Selbsttätiger Kalender Es sind schon selbsttätige Kalender bekanntgeworden,
bei welchen das Datum mechanisch, z. B. durch ein Uhrwerk, eingestellt wird. Hierbei
befindet sich hinter einer mit Durchbrechungen versehenen Platte ein System von
mehreren mit Kalenderdaten versehenen und durch starre Zwischenlagen voneinander
getrennten Scheiben, welche verschiedenartig profilierte, sich teilweise überdeckende
Zähne und Zahnlücken von ungleicher Höhe bzw. Tiefe besitzen.
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Die Steuerung dieser Scheiben der bekannten selbsttätigen Kalender
erfolgt entweder durch ein Schaltwerkzeug, das aus mehreren Sperrklinken besteht,
oder es sind schon derartige Anzeigevorrichtungen mit springenden Zahlen bekanntgeworden,
bei welchen die mehrere Angaben tragenden Scheiben mit verschieden tiefen Ausschnitten
von einem gemeinsamen Schalthebel aus verstellt werden und ein Mitnehmen der anderen
Scheiben vexhindern oder gestatten. Die Erfindung, welche sich auf die erstgenannten
selbsttätigen Kalender bezieht, bedient sich zur Steuerung der Datumscheiben eines
solchen zuletzt erwähnten gemeinsamen Schaltwerkzeuges, das für den besonderen Zweck
des selbsttätigen Kalenders ausgebildet und in eigenartiger Weise geführt ist.
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Gemäß der Erfindung weisen die zwischen den drehbaren Anzeigescheiben
vorgesehenen, nicht verdrehbaren Zwischenlagen Ausnehmungen mit einer Führungskante
auf, längs welcher der periodisch bewegte Schalthebel gleitet. Hierbei greift dieser
in die gerade nicht verdeckten Kanten der herausragenden Zähne der Anzeigescheiben
ein und nimmt eine, zwei oder mehrere Scheiben des Systems mit.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt. In Fig. i bis 5 sind die mit den betreffenden Angaben versehenen fünf
Scheiben in Ansich von vorn veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig.
i die Scheibe I mit den Namen der Tage der Woche, Fig. 2 die Scheibe II mit Monatsnamen,
Fig. 3 die Scheibe III mit den Tageszahlen des Monats, .
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Fig. 4 die Scheibe IV mit den Einern der Jahreszahl, Fig. 5 die Scheibe'V
mit den Bezeichnungen »Vormittag« und »Nachmittag«.
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Fig. 6 ist eine Ansicht einer der zwischen die Angabescheiben eingesetzten
ringförmigen Einlagescheiben VI.
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Fig.7 ist eine Vorderansicht des durch ein Uhrwerk angetriebenen automatischen
Kaienders gemäß der Erfindung, Fig.8 eine Seitenansicht zu Fig. j mit teilweisem
Schnitt, Fig.9 eine Ansicht des Kalenders von rückwärts bei entferntem Uhrwerk,
Fig. io eine Hakenfeder, die die Zähne der Scheiben erfaßt, in Ansicht und Grundriß.
Der automatische Kalender besteht aus dem hinteren Deckel 0,, der mit dem Ausschnitt
s17 und der Öffnung P4 für die Bezeichnung »Vormittag« und »Nachmittag« versehen
ist und das Uhrwerk Qzc trägt, aus den fünf Scheiben I, 1I, 11I, IV, V und aus dem
vorderen Deckel 0, der drei Öffnungen besitzt: Die Öffnung P, für die Zahl des Tages
und den Namen des Monats, P2 für den Namen des Tages und P3 für die Einer der Jahre.
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Die obengenannten Bestandteile liegen in der Reihenfolge O, I, 11,
11I, I V, V, 0, konzentrisch übereinander. Die Scheiben drehen sich lose um den
festen gemeinsamen Zapfen LT, der auch durch die Mittelpunkte der Platte O und des
Deckels 0, hindurchgeht. Zwischen den Scheiben sind die nichtdrehbaren Einlagen
VI angeordnet, die die Form flacher Kreisringe haben und verhindern, daß sich die
Scheiben gegenseitig mitnehmen. Gegen Verdrehen sind sie durch Vorsprünge N, gesichert,
die sich gegen die Kanten des Ausschnittes i1.7 im Deckel 0, abstützen. Sie haben
genau profilierte Ausschnitte ill, über welche der Haken Z gleitet. Der Ausschnitt
11.I im Deckel O, braucht nur ein ungefähres Profil zu haben. Die Scheiben tragen
Aufschriften bzw. Zahlen und besitzen Fensterchen L, bis L4, durch welche die Aufschriften
der unteren Scheiben zu sehen sind. Aufschriften und Fensterchen sind so angeordnet,
daß sich bei jeder richtigen Stellung Fensterchen und Aufschriften der einzelnen
Scheiben unter den drei Fensterchen der vorderen Platte in der Weise ergänzen, daß
sich in ihnen das betreffende volle Datum einstellt. An den Rändern sind alle Scheiben
mit Zähnen von ungleicher Höhe versehen. Die Höhe der Zähne und Tiefe der Zwischenräume
zwischen den Zähnen wird durch neun konzentrische Kreislinien A, B, C, . D, E,
F,
G, H, I bestimmt.
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Zu einer Zahl oder einem Namen, die auf einer und derselben Scheibe
stehen, gehört immer ein Zahn.
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So trägt die Scheibe I (Fig. i) die sieben Namen der Tage der Woche,
ist radial in 1-4 Teile geteilt, besitzt. am Umfang sieben Zähne und die Öffnung
L, für das Ablesen der Tageszahlen, Monatsnamen und Einer der Jahre.
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Die Scheibe II (Fig. 2) trägt 25 Monatsnamen, in 25 Teile geteilt
(zu je 2, für den Monat März 3), besitzt 25 Umfangszähne und Fensterchen L3 für
die Tageszahlen bei jedem zweiten Namen desselben Monats (für den Monat März beim
dritten Namen) ; beim ersten Namen ist die Scheibe voll und trägt die Tageszahl
i. Ferner besitzt sie Fensterchen L2 für die Einer der Jahre.
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Die Scheibe III (Fig. 3) trägt 31 Tageszahlen, ist radial in 31 Teile
geteilt, besitzt 31 Umfangszähne und Fensterchen L,, für die Einer der Jahre.
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Die Scheibe IV (Fig. 4) trägt 25 Zahlen (Einer der Jahre), ist radial
in 25 Teile geteilt, besitzt 25 Umfangszähne und keine F ensterchen. Die Zahlen
gehen zweimal von o bis 9, und hinter jeder Zahl eines Schaltjahres wiederholt sich
die nachfolgende Zahl einmal.
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Die Scheibe V (Fig. 5) trägt auf der hinteren, d'. i. auf der dem
Deckel Y zugekehrten Seite wechselweise acht Bezeichnungen »Vormittag« und »Nachmittag«,
ist radial in acht Teile geteilt, besitzt acht Umfangszähne und keine Fensterchen.
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Die Form der Zähne und ihrer Zwischenräume sind durch die Schnittpunkte
der betreffenden Kreislinien A, B, C usw. und der betreffenden Strahlen i, 2, 3
usw. bestimmt. Auf der Rückseite, d. i. auf der Seite des Deckels 0" bewegt sich
lose um den Zapfen U der flache Hebel I', der mit einer flachen Feder Z versehen
ist (s. auch Fig. io), dessen Ende um 9o° derart umgebogen ist, daß es auf den Zähnen
der Scheiben I bis V senkrecht zu ihrer Ebene liegt und in diese Zähne in den Ausschnitt
31 eingreift.
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Die Vorrichtung funktioniert in der folgenden Weise: Die Zähne und
Zwischenräume der konzentrierten Scheiben überdecken einander teilweise und haben
verschiedene Höhen. Wird der Hebel Y im Sinne des Uhrzeigers bewegt, dann nimmt
der Halsen Z nur die höchsten Zähne jeder Kombination der Scheiben mit und dreht
somit nur jene Scheiben, die diesen Zähnen entsprechen. Die übrigen Scheiben bleiben
in Ruhe. Der Haken Z
nimmt die Zähne immer nur bis zur Kante k-1
des Ausschnittes NI mit, wo er stehenbleibt, so daß sich in jeder Ruhelage die Eingriffskante
eines Zahnes jeder Scheibe mit dieser Kante k-1 deckt.
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Der Ausschnitt iVI ist folgendermaßen ausgebildet: Der Ausschnitt
ist etwas länger als 1/, des Umfanges der Kreislinie B, damit der Haken Z bei jeder
Bewegung den Zahn der Scheibe I noch erfassen kann, und die Innenkante des engen
Teiles des Ausschnittes M vom Punkt f bis zum Punkt g wird durch die lireislinie
B gebildet. Der Punkt g ist der Schnittpunkt der Kreislinie B und des Strahles,
der von der oberen Kante k-1 um =/2;, oder etwas weniger des Umfanges der Kreislinie
B konzentrischen Kreislinie entfernt ist. Vom Punkt g führt die Kante zum Punkt
h, ,l. i. zum Schnittpunkt der Kreislinie D mit dem Strahl, der von der Kante h-1
um 2/31 des Umfanges der konzentrischen Kreislinie entfernt ist. Vom Punkt h .führt
die Kante zum Punkt j, d. i. zum Schnittpunkt der Kreislinie I mit dem Strähl, der
von der Kante k-1 um 112,, oder etwas mehr des Umfanges der konzentrischen Kreislinie
entfernt ist. Dann folgt die Kante der Kreislinie I bis zur radialen Kante k-1.
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Bei den. Schwingbewegungen des Hebels I' wechseln die Schwingungen,
die das Datum (um Mitternacht) ändern, mit den Schwingungen, die nur :>Vormittag«
in »Nachmittag« (mittags) ändern, denn die Scheibe V ist so ausgebildet, daß an
ihrem Umfang die tiefen und seichten Einschnitte wechseln. Durch den tiefen Einschnitt
sinkt der Haken Z auf die Zähne der übrigen Scheiben und ändert das Datum; durch
den seichten Einschnitt bleibt der Haken gehoben und ändert das Datum nicht.
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Das Einstellen und Auswechseln der einzelnen Angaben geschieht in
folgender Weise, vorausgesetzt daß bei der Scheibe V der tiefe Einschnitt eingestellt
ist'.
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i. Normale Veränderungen der Daten des Kalenders während eines Monats.
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Diese normale Veränderung gilt für alle Tage zwischen dein 4. und
28. jedes Monats; dabei sind bei der Scheibe III nur die durch die Kreislinie D
und E begrenzten Zähne in Eingriff, d. i. vom Zahn Nr. 28 bis Nr. 4 im Sinne des
Uhrzeigers. Bewegt sich der Haken Z von f nach k-1, dann gleitet er zunächst
auf der Kante f, g, da er durch seine Elastizität gegen diese Kante ständig
gedrückt wird, und nimmt zuerst die Zähne der Scheiben V und I mit. Die Zähne der
übrigen Scheiben kann er noch nicht mitnehmen, da sie in radialer Richtung niedriger
als der feste Teil f, g und deshalb durch diesen Teil verdeckt sind. Hinter dem
Punkt g geht der Haken Z auf den Zahn der Scheibe II über, dessen obere Kante auch
in der Kreislinie B liegt. Der Haken Z kann diesen Zahn nicht mitnehmen, weil die
Eingriffskante dieses Zahnes von k-1 um zwei Zähne, d. i. um 2/.,, des Umfanges,
entfernt ist und die obere Eingriffsecke des Zahnes deshalb noch hinter dem Punkt
g- verdeckt ist. Der Haken Z gleitet also auf der Höhenkante des Zahnes der Scheibe
TI und rutscht, indem er durch die eigene Elastizität gegen den Umfang der Scheibe
III gedrückt wird, an ihrer schiefen Kante ab. Bei der weiteren Bewegung fährt er
auf den Zahn dieser Scheibe III auf, nimmt sie mit und drückt alle drei Zähne, d.
i. die Zähne der Scheiben I und II, die er bisher ständig mitgenommen hat, und den
Zahn der Scheibe III unter die Kante k-1, so daß sich die Eingriffskanten dieser
drei Zähne mit der Kante k-1 decken. Da dem Zahn der Scheibe I der Name des Tages
und dem Zahn der Scheibe III die Zahl des Tages entspricht, wurde dadurch das Datum
innerhalb des Monats ausgewechselt. Der Name des Monats ist geblieben, da der Zahn
der Scheibe II nicht bewegt wurde.
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a. Änderung der Monate.
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Nach dem 28. bzw. 29., 30. oder 31. Tage wird der betreffende Monat
geändert, und in den Fensterchen der Platte O erscheint der Name des nächsten Monats,
gegebenenfalls auch die Zahl des nächsten Jahres: Dieser Änderungen gibt es zwölf
für das Jahr, und sie können in vier Kategorien gemäß der Länge der Monate geteilt
werden.
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a) Funktion des Kalenders für einen Monat mit 31' Tagen (z. B. Januar).
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Am 28. Januar ist bei der Scheibe III der Zahn Nr. 29, der dem 29.
Tage entspricht, für den nächsten Eingriff vorbereitet. Der Zahn Nr. 30 ist
aber höher als Nr.29 und ragt deshalb über die Kante g, 1c heraus, so daß bei dem
nächsten Eingriff der Haken Z diesen Zahn erfassen und zwei Zähne der Scheibe III
mitnehmen würde. Dies geschieht jedoch nicht, weil dieser Zahn 111 2,9 durch den
Zahn Nr. 3 der Scheibe II überdeckt wird, die bis zum 3i. Tage in Ruhe bleibt. Unter
dem Zahn III 29 befindet sich der Zahn 11 2 in Eingriff, der jedoch von dem
Haken Z nicht erfaßt wird, weil der Zwischenraum hinter dem Zahn 11129. nicht genug
tief ist.
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Am 29. Januar ist der Zahn III 30 für den Eingriff bereit.
Der nächste höhere Zahn, das ist 1113 1, wird wieder durch den Zahn 11
3 verdeckt.
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Am 30. Januar kommt der Zahn 111 3 i in Eingriff. Der Zahn
III i ist noch immer durch den Zahn 113 verdeckt.
lern 31.
Januar kommt der dem i. Februar entsprechende Zahn III- i in Eingriff, wobei der
Zahn 111:2 wieder noch durch den Zahn 113 verdeckt ist. Da jedoch der Zwischenraum
hinter dem Zahn III i bis zu der Kreislinie I reicht, sinkt der Haken Z bis zu dem
Zahn 11 2, der jetzt frei (das ist nicht verdeckt) ist. Dadurch nimmt der Haken
Z bei seiner Bewegung die Scheiben II und III mit, und es erfolgt die Veränderung
auf den i. Februar. Jetzt ist jedoch neben 111:2 der große Zahn 11 3 für
den Eingriff bereit. Bei der Veränderung auf den 2. Februar wird dieser Zahn ebenfalls
mitgenommen, so daß in den betreffenden Fensterchen die zweite Aufschrift »Februar«
der Scheibe II (mit Fensterchen) erscheint, die jetzt schon bis zum Ende des Februars
stehenbleibt, weil dadurch der nächste Zahn 11 4 in die Eingriffslage gelangte,
der wieder niedriger als der Zwischenraum der nächsten Zähne der Scheibe III ist.
Vom 2. Februar beginnend sind die Zähne der Scheibe III wieder kurz, so daß der
Haken Z immer nur einen Zahn mitnehmen kann, trotzdem beim Monat Februar auf der
Scheibe II ein großer, die Kante g, h verdeckender Zahn fehlt, weil der zweite Zahn
der Scheibe III hinter der Kante la, j verdeckt ist.
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b) Funktion des Kalenders für einen Monat mit 28 Tagen, z. B. den
Februar eines normalen Jahres.
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Am 28. Februar ist der Zahn 11129 eingriffsbereit, der nächste Zahn
111 30 ist jedoch höher und überragt die Kante g-h, so daß der Haken Z bei
der weiteren Bewegung diesen Zahn erfaßt und die Scheibe III um zwei Zähne dreht,
so daß sich demzufolge in dem betreffenden Fensterchen gleich der 30. Februar zeigen
würde. Da jedoch der Zwischenraum III 3o bis 111 31 zur Kreislinie F reicht
und der Zahn 11 4 zur Kreislinie E, erfaßt der Haken Z nach dem Abgleiten in den
Zwischenraum 11130 bis 11131 auch den Zahn 114 und verdreht die Scheibe II
um einen Teil, wodurch im Fensterchen die volle Aufschrift der Scheibe II »i. März«
erscheint; die Scheibe III ist dabei durch II verdeckt.
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Am i. März ragt über die Kante g-h der Zahn III i heraus, der von
dem Haken Z erfaßt wird, so daß III wieder um zwei Teile verdreht wird, wodurch
unter das betreffende Fensterchen in der Platte O die Zahl des ersten Tages gelangt.
Zugleich wird aber der Zahn 115 mitgenommen, und dadurch ist unter das betreffende
Fenster das Datum »2. März« eingestellt, das wieder .die Scheibe III verdeckt.
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Am 2. März wird der Zahn 111 3 eingestellt, der zwar nicht
höher ist als die Kante g-h, jedoch hinter der Ecke h. ein wenig hervorgezogen ist,
weil der Zahn III i, durch welchen die Scheibe auf das vorhergehende Datum eingestellt
worden ist, oben eine Nase besitzt, gegen die sich der Haken Z abgestützt hat, so
daß die Scheibe III um etwas mehr als um 1/3i des Umfanges vorgeschoben und dadurch
der Zahn 111 3 hinter der Ecke 7a etwas hervorgezogen wurde. Der Haken Z
hat sich gegen die Nase des Zahnes III i abgestützt, weil er unter diesen nicht
herabrutschen konnte, und zwar wurde er durch die nicht genügende Tiefe des Zwischenraumes
11 5 bis 11 6 daran gehindert. Der Haken Z erfaßt nämlich jetzt bei
seiner Bewegung die Zähne 111 3 und 11 6; dadurch erscheint auf der
Scheibe III die Tageszahl 3 und auf der Scheibe II das Wort »März« in dem Fensterchen
für die Tageszahlen. Bei allen diesen Veränderungen haben sich selbstverständlich
auch die Scheiben I und V mitgedreht.
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Die nächsten Datumveränderungen sind schon normal wie bei Punkt i.
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c) Funktion des Kalenders für den Monat Februar mit a9 Tagen, d. i.
in einem Schaltjahr.
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Hier wird der Einfluß der dritten Scheibe, d. i. der Scheibe für die
Einer der Jahre IV, geltend gemacht. Sie enthält 2o Jahre, d. i. zweimal die Zahlen
o bis g. Jedes vierte Jahr ist ein Schaltjahr, und da 2o durch vier teilbar ist,
entstehen nach 2o Jahren, d. i. einer Umdrehung der Scheibe IV, dieselben Verhältnisse.
Deshalb ist dieFunktion derScheibe IV gemäß den bisher geltenden Regeln des Kalenders
zeitlich fast uneingeschränkt. Die Scheibe IV kann nur in dem Falle versagen, wo
ein Jahr des Jahrhunderts (z. B. igoo) durch 4 teilbar, aber durch 400 nicht teilbar
ist, so daß es kein Schaltjahr ist. Dann muß das Datum von Hand aus vom 28. Februar
auf den i. März über den 2g. Februar gestellt werden.
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Die Scheibe IV besitzt für jede fünfte Zahl einen größeren Zahn, -der
demjenigen der Scheibe II ähnlich, jedoch um einen Kreisring niedriger ist, also
nur bis zur Kreislinie C reicht.
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Die Änderung erfolgt in folgender Weise: Am 28. Februar ist der Zahn
11129 für den Eingriff bereit. Der nächste die Kante g-la überragende höhere Zahn
11130 wird durch den höheren Zahn der Scheibe IV überdeckt: dadurch erfaßt
der Haken Z nur den Zahn 111 29 und stellt den 2g. Februar ein. Nun ragt über den
Zahn der Scheibe IV der Zahn 1113 1. Bei der folgenden Datumänderung erfaßt
Z somit den Zahn 1113 1, so daß er wieder die Scheibe III um zwei Teile verdreht,
wodurch die Zahl des 31. Tages erscheint. Da der
Zwischenraum III
3 i bis III i genügend tief ist, nimmt Z auch den Zahn 11 4 mit, wodurch das Datum
»März« eingestellt wird, das die Scheibe III verdeckt. Nun überragt den Zahn der
Scheibe IV der Zahn 111 2, der bei der r ichsten Datumänderung gleichzeitig mit
dem -i, el gleichzeitig Zahn 11 5 mitgenommen wird. Auf der Scheibe III erscheint
dadurch die Zahl e, auf der Scheibe II das Datum »2. März«.
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Bei der nächsten Datumverschiebung wird nur noch der Zahn 1113
erfaßt, denn der Zahn 4 ist niedrig und wird deshalb schon verdeckt. Gleichzeitig
wird der Zahn Il 6 bewegt, wodurch das Datum »3. März« zustande kommt. Die nächsten
Datumveränderungen sind normal wie bei Punkt i.
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d) Funktion des Kalenders für einen Monat mit 3o Tagen (z. B. April).
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In diesem Falle ist ein kurzer Zahn der Scheibe II, welcher einem
Monat von 3o Tagen entspricht und die Veränderung bewirkt, z. B. der Zahn 11
9 für die Veränderung von April auf Mai, um einen Kreisring höher als der
gleiche Zahn für einen Monat von 31 Tagen. Er ragt deshalb schon in dem Zwischenraum
111 31 bis III i hervor, der der Zahl des 3i. Tages entspricht. Bei der Bewegung
des HakensZ dreht sich zwar die ScheibeIII normal auf das Datum 31, nimmt
aber den Zahn 11 9
finit, wodurch die Scheibe von dem Datum »i. Mai« verdeckt
wird. Der Zahn II i o, der vorher die von k-1 uin 2g1 entfernten höheren Zähne der
Scheibe III verdeckt hat, hat sich jetzt um 1/,5 weiterbewegt, wodurch der Zahn
111 2 abgedeckt ist. Bei der nächsten Änderung nimmt Z den Zahn 111 2 mit, wodurch
er die Zahl des Tages 2 einstellt und den Zahn II i o, mittels welchen er unter
das zugehörige Fensterchen in der Platte 0 den anderen Namen »Mai«mit dem Fensterchen,
durch welches die Zahl 2 zu sehen ist, verschiebt.
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Die nächsten Datumänderungen sind nor-, mal (wie bei Punkt i). 3.
Jahresänderungen.
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a. Normales Jahr Am 31. Dezember sind auf der Scheibe III und auf
der Scheibe 1I die tiefsten Zwischenräume 111 2 bis III i und 1I i bis 11
25 eingestellt. Bei der Änderung vom 31. Dezember auf den i. Januar sinkt
Z bis auf die Zähne der Scheibe für die Einer der Jahre IV und führt eine Bewegung
um einen Teil auf das weitere Jahr aus.
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b. Schaltjahr Bei einem Schaltjahr sind die großenZähne der Scheibe
IV über die Kante g-h eingestellt. Damit diese Zähne außer Eingriff, d. i. unter
der Kante k-1, gelangen, muß die Veränderung des Jahres auf zweimal erfolgen. Der
Haken 7_ erfaßt in den Zwischenräumen III r bis 111 2 und II i bis 11
25, d. i. bei der Änderung auf den i. Januar, den niedrigen Zahn der Scheibe
IV und bei der Änderung auf den 2. Januar den hohen Zahn derselben Scheibe. Die
ScheibeIV besitzt deshalb die dem Schaltjahr folgende Jahreszahl zweimal. Dann tritt
wieder der normale Zustand ein.
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Damit die Aufschriften der Scheiben genau in den Fensterchen der Platte
0 erscheinen und die gegenseitige Ergänzung eine gefällige sei, müssen die Aufschriften
in einer ganz bestimmten Lage angeordnet sein.
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Die Längsachse der Öffnungen P1 und P, bildet die Gerade a,
b, c. Die Verlängerung der Kante k-1 bis zum Punkt b, der nicht im Mittelpunkt
der Scheibe liegen muß, schließt mit der Geraden a, b, c einen Winkel r ein. Deshalb
müssen alle die Tage und Monate betreffenden Aufschriften in den Achsen
a, b
bzw. b, c liegen, die auf den einzelnen Scheiben mit den verlängerten
Eingriffskanten der betreffenden Zähne im Punkt b einen Winkel r einschließen. Die
Einer der Jahre, die zu einer bestimmten, eben in das Fensterchen für die Monate
und Tage der Platte 0 eingestellten Achse a, b, c gehören, liegen auf Senkrechten
zu dieser Geraden a, b, c, ebenso die Be7eichnungen »Vormittag« und »Nachmittag«
(der Winkel S ist ein rechter).
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Die beschriebene Vorrichtung kann leicht mit Vorteil als Ziffernblatt
einer Uhr (Fig.7, 8, 9) verwendet werden. In diesem Falle gehen durch die Hohlwelle
U des Kalenders die Zeiger hindurch, und auf der vorderen Platte 0 ist das Ziffernblatt
aufgezeichnet. Das Uhrwerk Qu kann ein normales sein, muß nur eine Vorrichtung enthalten,
durch welche immer, z. B. um i-2 Uhr mittags und um 12 Uhr Mitternacht, der Kalender
verschoben wird. Ein Beispiel einer solchen Vorrichtung ist in Fig. 8 und 9 ersichtlich.
Der Hebel I' ist um den Zapfen R drehbar, wird durch die Feder R1 in Richtung zur
Kante k-1 gedrückt und besitzt am Ende die Feder Z mit einem Haken. Der Hebel stützt
sich mittels des Zapfens S gegen die SpiraleX ab, die auf die Welle des kleinen
Zeigers fest aufgesetzt ist und sich somit in 12 Stunden :einmal vollständig umdreht.
Dabei hebt sie den Hebel Yin Richtung zum Punkte f ; um 12 Uhr endet die Spirale
unter dem Zapfen S und bewegt sich, da sie von der Feder R1 gedrückt wird, rasch
in Richtung zu k-1 und ändert das Datum bzw. dreht die Scheibe V von »Vormittag:;
auf »Nachmittag«. Eine allzu rasche Bewegung des Hebels wird durch die Kante z,
der Spirale vermieden, entlang welcher der Zapfen S gleitet, denn diese Kante weicht
von der Kreislinie x, deren Mittelpunkt sich im Zapfen R befindet, etwas ab.
Das
Datum kann auch von Hand aus eingestellt werden, wenn die Uhr etwa von selbst oder
durch Vergessen des Aufziehens längere Zeit stehenbleiben sollte, und zwar in der
Weise, daß man mittels eines spitzen Gegenstandes u. dgl. die Scheiben direkt in
den Fensterchen verschiebt. Nach dem Einstellen des richtigen Datums von Hand aus
und Aufziehen der Uhr arbeitet der beschriebene Kalender wieder vollkommen selbständig
und verläßlich weiter.