DE676302C - Zahnwurzelfuellmittel - Google Patents

Zahnwurzelfuellmittel

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DE676302C
DE676302C DESCH114004D DESC114004D DE676302C DE 676302 C DE676302 C DE 676302C DE SCH114004 D DESCH114004 D DE SCH114004D DE SC114004 D DESC114004 D DE SC114004D DE 676302 C DE676302 C DE 676302C
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DE
Germany
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tooth root
gelatin
mass
filler
root filler
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Expired
Application number
DESCH114004D
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English (en)
Inventor
Dr Erich Czapp
Dr Friedrich Schoenbeck
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FRIEDRICH SCHOENBECK DR
ERICH CZAPP DR
Original Assignee
FRIEDRICH SCHOENBECK DR
ERICH CZAPP DR
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00—Preparations for dentistry
    • A61K6/60—Preparations for dentistry comprising organic or organo-metallic additives
    • A61K6/69—Medicaments

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Preparations (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

  • Zahnwurzelfüllmittel Zur Füllung der Wurzeln toter Zähne sind Pasten, Zemente, Salben usw. verschiedener Zusammensetzung im Gebrauch; sie enthalten u. a. Desinfizientien, z. B. J@odoform oder Silber in feinster Verteilung, außerdem meistens einen für Röntgenstrahlen undurchlässigen Stoff. Oft werden zur Füllung der Wurzelkanäle auch Silberstifte verwendet.
  • Der Gehalt der Füllmittel an Formalin, Kreosiot, J,odoform u. dgl. m. hat oft Reizerscheinungen zur Folge, die zu schweren Entzündungen führen können.
  • Vorliegender Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, ein neues Wurzelfüllmittel zu schaffen, das nicht nur die Funktionen eines ähnlichen Füllmittels besitzt, sondern der Pulpa in ihren äußeren physikalischen Eigenschaften möglichst ähnlich ist und auf _ das umgebende Gewebe keine Reizwirkung ausübt. Eine der Pulpa ähnliche Substanz m!uß vor .allem eine gallertartige Konsistenz besitzen,' um den physikalischen Eigenschaften der Nervensubstanz möglichst nähezukommen. Das Füllmittel muß des weiteren leicht verarbeithar sein, d. h. sich in den Wurzelkanal. leicht abfüllen lassen und eine ausreichende Wandständigkeit besitzen und, soweit es durch das Forainen durchgepumpt wird, zum Teil resorbierbar sein.
  • Es hat sich nun gezeigt, da.ß ein Füllmute, diese Eigenschaften besitzt, welches z.' . .' x, geringen Mengen Formaldehyd angegex4A Gelatine, Glycerin und feste Fettalkohole, z.i: Wachsalkohole, enthält.
  • Ein Füllmittel derartiger Zusammensetzung vereinigt die Eigenschaften von Glycerin-Fettalkohol-Gemischen, die salbenartige Beschaffenheit, mit den wässerigen Glycerin-Gelatine-Mischungen, die feste und gallertartige Beschaffenheit haben.
  • 'Durch geringe Zusätze von unterschüssiger Formaldehydlösung, d. h. einer so geringen Menge Formaldehydlösung, daß 'die Gelatine nicht gehärtet wird, kann man die Gelatine leicht angerben und den Schmelzpunkt der Masse regulieren. Die geringe Menge zugesetzter Formaldehydlösung wird beim Angerben der Gelatine verbraucht, ist also nicht mehr frei in der Masse vorhanden und kam daher auch keine Reizwirkung auf das Gewebe ausüben.
  • Nach einem bekannten Verfahren zur Herstellung von Zahnwurzelfüllungen werden Eiweißstoffe mit einer ungewöhnlich großen Menge hochprozentigen Formaldehyds versetzt, um dadurch gehärtet zu werden. Der hohe Formaldehydzusatz, der die Eiweißstoffe nach den Angaben des bekannten Verfahrens in ihrer ganzen Masse härtet, müß schwere gesundheitliche Schädigungen unmittelbar nach sich ziehen. Des weiteren besteht der Nachteil, daß das Endprodukt unmittelbar nach seiner Herstellung angewandt und in jedem Einzelfall neu hergestellt werden muß.
  • Im Sinne vorliegender Erfindung wird die Gelatine mit geringsten Mengen äußerst verdünnter Formaldehydlösung lediglich schwach angegerbt, und die Endprodukte bilden eine haltbare Gallerte, die, in Tuben gefüllt, jeden Augenblick zur Wurzelfüllung dem Zahnarzt zur Verfügung steht.
  • Die Endreife der Produkte nach der Erfindung, d. h. der -endgültige Schmelzpunkt, läßt .sich durch Einstellung des ps ,auf 7 bis 8 auf etwa 4.5° festlegen.
  • Die Wurzelfüllmittel nach der Erfindung weisen sowohl eine gallertartige, also nervenähnliche Konsistenz auf, als auch lassen sie sich schon bei schwach erhöhter Temperatur plastifizieren und so in den Wurzelkanal leicht abfüllen.
  • Mit Thoriumhydro:xyd oder ähnlich wirkenden Stoffen kann die Masse röntgendicht gemacht werden; außerdem ist z. B. Thoriumhydroxyd in der Lage; Säuren zu neutralisieren, ohne selbst .alkalisch zu wirken.
  • Durch Zumischung von Desinfektionsmitteln wird die Füllmasse aseptisch und bakterizid. Man verwendet zweckmäßig milde und völlig reizlose Desinfektionsmittel, wie _B. Para.oxybenzoesäurebenzylester.
  • Ausführungsbeispiel , i o Teile reinster Gelatine werden in 25 Teilen Wasser im Wasserbad von 8o° gelöst und mit einem Gemisch von in .einer Pastenreibmaschine angeriebenen 65 Teilen 95o/oigem reinstem Glycerin und 4o Teilen voluminösen und feinstpulverisierten Thoriumhydroxyd in der Wärme in der Pastenreibmaschine vermischt. Der Masse «-erden o,5 Teile p-Oxybenzoesäurebenzylester und 5 Teile eines Gemisches höherer Fettalkohole (Schmelzpunkt etwa 52°) zugesetzt. Unter dauerndem Weiterrühren kann das PH in der Maschine mit Natronlauge auf etwa 7,8 eingestellt werden, da es zweckmäßig ist, daß .die Wurzelfüllmasse möglichst neutral oder ganz schwach alkalisch reagiert. Schließlich setzt man o,6 Teile i o/oiger Formaldehydlösung unter dauerndem Mischen zu, läßt schnell etwas abkühlen und füllt die Masse noch warm in Tuben ab.
  • Diese Reihenfolge ist nur beispielsweise gewählt. Das Gemisch von Glycerin und Thoriumhydroxyd kann auch einem bereits mit Formaldehydlösung versetzten Gemisch von Gelatine und Glycerin zugesetzt werden. Andererseits kann auch zu dem Gemisch von Glycerin und Thoriumhydroxyd mit Formaldehyd oder ähnlich wirkenden Stoffen versetzte Gelatine zugelnischt werden.
  • Die weiße, gallertartige feste Masse kann in verschiedener Form, zweckmäßig als Tubenfüllung, abgegeben werden. Bei letzterer Verwendungsart wird die Tube vor dem Gebrauch in einem verschlossenen Behälter mittelbar durch ein Wasserbad oder einfacher unmittelbar unter sorgfältigem Abschluß gegen Wasser auf beispielsweise 45 bis 5o° erwärmt. Die Masse ist nun genügend pastös geworden, um in leicht dosierbarer Menge der Tube entnommen zu werden. Die benötigte Menge wird nun auf eine auf etwa 5o° erwärmte Heizplatte, z. B. eine im Querschnitt viereckige, liegende Flasche, ausgepreßt. Die pastöse Masse kann dann in üblicher Weise mit einem Lentulobohrer in den erwärmten Zahn gefüllt werden, wobei die benutzten Instrumente zweckmäßig vorher auf etwa :15° erwärmt werden. Überschüsse der im Zahn schnell wieder .erstarrten Masse lassen sich leicht mit notfalls erwärmten Instrumenten oder einfacher mit dem nicht erwärmten Bohrer entfernen. Die Elastizität der Masse verhindert hierbei :ein Herausziehen der Füllung aus dem Wurzelkanal.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zahnwurzelfüllmittel, dadurch gekennzeichnet, ddP) dieses n#ngegerbte Gelatine, Glycerüi und feste Fettalkohole:: enthält. z. Verfahren zur Herstellung einfies Zahnwurzelfüllmittels nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß wässerige Gelatine mit Glycerin und gegebenenfalls einem für Röntgenstrahlen undurchlässigen Stoff, wie Thoriumhydroxyd, vermischt und die Masse mit festen Fettalkoholen und so geringen Mengen Formaldehydlösung vermischt wird, daß die Gelatine nur schwach angegerbt wird.
DESCH114004D 1937-10-09 1937-10-09 Zahnwurzelfuellmittel Expired DE676302C (de)

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DESCH114004D DE676302C (de) 1937-10-09 1937-10-09 Zahnwurzelfuellmittel

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2935810A1 (de) * 1979-09-05 1981-04-02 Colgate-Palmolive Co., 10022 New York, N.Y. Fuer roentgenstrahlen undurchlaessige zahnfuellmassen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2935810A1 (de) * 1979-09-05 1981-04-02 Colgate-Palmolive Co., 10022 New York, N.Y. Fuer roentgenstrahlen undurchlaessige zahnfuellmassen

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