DE676487C - Anordnung zur Lichtstrahlabtastung dreidimensionaler Gegenstaende beim Fernsehen - Google Patents

Anordnung zur Lichtstrahlabtastung dreidimensionaler Gegenstaende beim Fernsehen

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DE676487C
DE676487C DEF74667D DEF0074667D DE676487C DE 676487 C DE676487 C DE 676487C DE F74667 D DEF74667 D DE F74667D DE F0074667 D DEF0074667 D DE F0074667D DE 676487 C DE676487 C DE 676487C
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Expired
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DEF74667D
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English (en)
Inventor
Dr Rolf Moeller
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Robert Bosch Fernsehanlagen GmbH
Original Assignee
Fernseh GmbH
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  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)

Description

  • Anordnung zur Lichtstrahlabtastung dreidimensionaler Gegenstände beim Fernsehen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Fernsehserndeverfahren mittelsI;ichtstralilabtastung. Hierbei wird bekanntlich ein intensiver Lichtstrahl normalerweise in zeilenweiser Abtastung über den zu übertragenden Gegenstand herübergeführt und das reflektierte Licht von einer oder mehreren Photozellen aufgenommen. Diese Art der Abtastung besitzt zwar gegenüber dem Verfahren, bei dem die ganze zu übertragende Fläche gleichzeitig voll ausgeleuchtet wird (Tageslichtsender, Bühnensender), den großen Vorzug verminderter Blendwirkung, doch mußte man andererseits dafür verschiedene Nachteile in Kauf nehmen.
  • So ergeben sich begreiflicherweise Störungen, z. B. akustischer Natur, wenn die Photozellen in unmittelbarer Nähe des zu übertragenden Gegenstandes angeordnet werden, was in den meisten Fällen notwendig ist, um den Raumwinkel, welcher maßgebend ist für den den Photozellen zugeführten Lichtstrom, zu vergrößern und so die an und für sich schon geringe Lichtausbeute zu verbessern.
  • Im Zusammenhang hiermit steht auch ein weiterer Nachteil. Der für die Lichtausbeute maßgebende Raumwinkel zwischen Photozelle und abgetastetem Gegenstand ändert sich nämlich mit der gegenseitigen Entfernung, und zwar in quadratischer Abhängigkeit, so daß die Helligkeit eines Punktes des Gegenstandes im selben Maße mit seiner Entfernung von der Photozelle schwankt. Man hat zwar bereits versucht, durch seitlich vom zu übertragenden Gegenstand angeordnete spiegelnde Flächen in dieser Beziehung eine Abhilfe zu schaffen, .doch ist, wie noch später des näheren ausgeführt wird, der hierdurch °rzielte Erfolg sehr .gering.
  • Es wurde auch vorgeschlagen, eine Fernsprechzelle als Raum für die Lichtstrahlabtastung zu benutzen. Dabei zeigt sich aber als weiterer Mangel, daß bei den normalerweise übertragenen, räumlich ausgedehnten Gegenständen Schattenwirkungen vorgetäuscht werden, wenn Teile des abzubildenden Gegenstandes den Lichtstrahl zwischen momentan abgebildetem Gegenstandspunkt und z. B. seitlich angeordneter Photozelle abdecken.
  • Die Verwendung von Reflektoren nach Art der Ulbrichtschen Kugel ist für verschiedene Zwecke bekannt. In erster Linie für Meßzwecke, um das Integral der Lichtintensität einer Lichtquelle zu bestimmen, und auch zur Erzeugung indirekten Lichtes als Äquivalent zu einer Mattscheibe.
  • Gemäß der Erfindung werden die obenerwähnten Mängel des Lichtstrahlabtastverfahrens dadurch beseitigt, daß ,der zu übertragende dreidimensionale Gegenstand in einem allseitig geschlossenen Raum angeordnet ist und daß sämtliche Innenflächen des Raumes mit einem Werkstoff von hohem Reflexionsvermögen, wie Zinkweiß, versehen sind,, derart, daß mindestens ein solcher Teil des vom abzutastenden Gegenstand reflel@-' tierten Lichtes, der ausreicht, im Empfängr.= Bild vorgetäuschte Schattenbildungen zu vermindern und/oder schwankende Helligkeit bei Ortsveränderung ,des Gegenstandes im Raum zu beseitigen, ein photoelektrisches Organ erst erreicht, nachdem das Licht wie in einer Ulbrichtschen Kugel durch die Innenflächen des Raumes einmal oder mehrere Male reflektiert worden ist Dabei können die Innenflächen des Raumes -diffus und bzw. oder teilweise gerichtet reflektieren. Wie eingehende Versuche ergeben haben, erreicht man hiermit nicht nur Lichtausbeuten bis zum fünffachen Betrag gegenüber den bisher bekannten Anordnungen, sondern beseitigt auch falsche Schattenwirkungen und die Abhängigkeit der Bildhelligkeit der Bildpunkte von ihrem Abstand von der Photozelle. Bei den Versuchen zeigte sich, und das ist- ein wesentlicher Bestandteil der vorliegenden Erfindung, daß der Aufnahmeraum unbedingt allseitig geschlossen und mit solchen Innenflächen versehen sein muß, die ein kleines Absorptionsvermögen besitzen. Beispielsweise sinkt die Lichtausbeute bereits bis auf die Hälfte herab, wenn man in einem würfelförmigen Abtastraum nur eine Seitenwand irgendwie lichtabsorbierend ausführt. Der erfindungsgemäße Aufnahmeraum muß also im Idealfall die Eigenschaften einer Ulbrichtschen Kugel aufweisen.
  • Man setzt dann die eingangs geschilderten Fehler der schwankenden Helligkeit bei ortsveränderlichen Gegenständen und dieSchattenwirkungen bei: seitlicher Anordnung .der Photozellen auf ein sehr kleines Maß herab.
  • Das Prinzip der Ulbrichtschen Kugel beruht bekanntlich darauf, daß die Lichtstrahlen in sich immer wiederholender Reflexion so lange im Raum umherwandern, bis sie einmal von der Photozelle aufgefangen worden sind. Obwohl an und für sich diese vielfache Reflexion eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, besteht bei den derzeitigen Bildpunktzahlen trotzdem keine Gefahr, daß eine Bildpunktüberlagerung dadurch eintritt, daß noch nicht alles Licht eines Bildpunktes in die Photozelle gelangt ist, wenn bereits der nächste Bildpunkt abgetastet und übertragen wird.
  • Zu diesem Zweck wird man den Aufnahmeraum nicht zu groß .dimensionieren. Man muß aber bedenken, daß der zu übertragende Gegenstand naturgemäß selbst etwas Licht absorbiert. Es ist daher zweckmäßig, das Verhältnis zwischen .der Oberfläche des abzutastenden Gegenstandes und der Oberfläche der Innenflächen des Aufnahmeraumes möglichst klein zu halten. Es wird sich aber in allen Fällen ein Verhältniswert finden lassen, der beiden Gesichtspunkten Rechnung trägt.
  • Im übrigen wird man die das abtastende eifbtstrahlenbüschelhindurchlassendeöffnung @@xt'lichst klein halten, also z. B. das abbil-de Objektiv direkt in die Wandung des aumes einlassen.
  • Die Eigenschaften der Ulbrichtschen Kugel machen es auch möglich, daß die Photozelle ausschließlich von indirektem Licht getroffen wird. Eine solche Anordnung, die ein weiteres wesentliches : Kennzeichen der vorliegenden Erfindung darstellt, beseitigt jegliche Gefahr einer Schattenwirkung und gewährleistet völlige Unabhängigkeit von. Lagenveränderungen des übertragenen Gegenstandes.
  • Die Form und Ausstattung des Aufnahmeraumes müß, wie bereits gesagt, sich möglichst der Idealform einer Ulbrichtschen Kugel nähern. Es genügt aber meist, wenn normale, z. B. winklig gestalteteRäume mit stark reflektierenden Innenflächen versehen werden, wenn auch eine Verbesserung beispielsweise bei zylindrischer Form des Raumes eintritt. Als Wandanstrich wird man Stoff mit hohem Albedo; wie z. B. Zinkweiß, Titanweiß, Magnesiumoxyd üsw., vorsehen. Unter Umständen kann man auch Teile der Innenflächen als bis zu einem gewissen Grade gerichtet reflektierende oder spiegelnde Flächen ausbilden: Die Anordnung der Photozellen kann eine beliebige sein. Man kann sie entweder ganz aus dem direkten Strahlenbüschel herausnehmen und sie beispielsweise auf der Rückwand der Aufnahmekulisse anbringen oder sie auf der Vorderseite der aufzunehmenden Szene einzeln oder zu mehreren anordnen; evtl. kann man einen Teil der Photozellen von :direktem; einen anderen Teil von indirektem Licht beeinflussen lassen. Normalerweise wird man .die Photozellen im Aufnahmeraum oder an seinen Innenflächen anordnen; es ist aber auch möglich, in die Wand eine lichtdurchlässige Öffnung anzubringen und durch diese Öffnung hindurch die außerhalb des Raumes aufgestellten Photozellen zu beeinflussen. Als Photozellen wird man unter Umständen zweckmäßig solche verwenden, die beiderseitig mit lichtempfindlicher Schicht versehen sind.
  • Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht darin; die Innenflächen ganz oder teilweise zu färben, um beispielsweise eine ausgeprägte Farbenempfindlichkeit der Photozellen zu kompensieren.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i, Anordnung zur Liclltstrahlabtastung dreidimensionaler Gegenstände beim Fernsehen, dadurch gekennzeichnet, daß der abzutastende Gegenstand in einem allseitig geschlossenen Raum angeordnet ist und daß sämtliche Innenflächen des Raumes mit einem Werkstoff von hohem Reflexionsvermögen, wie Zinkweiß, versehen sind, derart, daß mindestens ein solcher Teil d@:es vom abzutastenden Gegenstand reflektieiten Lichtes, 'der ausreicht, im Empfangsbild vorgetäuschte Schattenbildungen zu vermindern und/oder schwankende Helligkeit bei Ortsveränderung des Gegenstandes im Raum zu beseitigen-, ein photoeIelztrisches Organ erst erreicht, nachdem das Licht wie in einer Ulbrichtschen Kugel durch die Innenflächen des Raumes einmal oder mehrere Male reflektiert worden ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des abzutastenden Gegenstandes klein ist gegenüber der Gesamtoberfläche der Innenflächen des Raumes.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ,die photoelektrischen Organe derart angeordnet sind, daß sie ausschließlich von an den Innenflächen des Raumes reflektiertem Licht getroffen werden. q..
  4. Anordnung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Innenflächen als gerichtet reflektierende oder spiegelnde Flächen ausgebildet ist.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Innenflächen des Raumes ganz oder teilweise gefärbt sind.
DEF74667D 1932-12-14 1932-12-14 Anordnung zur Lichtstrahlabtastung dreidimensionaler Gegenstaende beim Fernsehen Expired DE676487C (de)

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