DE677221C - Gummifadenzufuehrvorrichtung fuer flache Kulierwirkmaschinen - Google Patents

Gummifadenzufuehrvorrichtung fuer flache Kulierwirkmaschinen

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DE677221C
DE677221C DEH147619D DEH0147619D DE677221C DE 677221 C DE677221 C DE 677221C DE H147619 D DEH147619 D DE H147619D DE H0147619 D DEH0147619 D DE H0147619D DE 677221 C DE677221 C DE 677221C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Gummifadenzuführvorrichtung für flache Kulierwirkmaschinen.
Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art ist der Antrieb der den Gummifaden den Wirkwerkzeugen zuführenden Liefervorrichtung von dem Bremsstab abgeleitet, von dem kraftschlüssig diejenige Fadenführerschiene angetrieben wird, deren Fadenführer 'die Gummifäden in den Bereich der Wirkwerkzeuge bringen. Da der genannte Bremsstab stets einen größeren Weg zurücklegt als die angeschlossene Fadenführerschiene und da vor allem, jede Hinoderherbewegung des Bremsstabes länger dauert als die 'entsprechende Bewegung «der Fadenführerschiene, so müssen bei den bekannten Vorrichtungen besondere Hüfssteuervorrichtungen vorgesehen werden, durch die der Antrieb der Liefier-Vorrichtung für den Gummifaden dem tatsächlichen Verbrauch angepaßt wird.
Für diesen Zweck sollten z. B. nach einem bekannten Vorschlag auf dem Bremsstab Schaltscheiben befestigt werden, durch die der Antrieb des betreffenden Lieferwerkes jeweils dann abgeschaltet wird, wenn die Fadenführerschiene unter dem Einfluß der in ihrem Weg liegenden Anschläge ihre Bewegung beendet. Auf solche Weise läßt sich jedoch nicht die Bewegung der Fadenführerschiene in volle Übereinstimmung mit dem Antrieb des Lieferwerkes für den Gummifaden bringen. Denn wenn der Bremsstab seine Bewegung umkehrt, nimmt er die Fadenführerschiene sofort mit, während die an ihr befestigten Schaltscheiben den Antrieb des Lieferwerkes für den Gummifaden erst dann wieder einschalten, wenn der Bremsstab eine bestimmte Wegstrecke zurückgelegt, hat. In der Zwischenzeit zwischen dem Beginn der Rückbewegung der an den Bremsstab angeschlossenen Fadenführerschiene und dem. Anschalten der Liefervorrichtung an deren Antriebsvorrichtung wird der Gummifaden entsprechend seinem Verbrauch gespannt, was die Gleichmäßigkeit der Ware erheblich beeinträchtigt und innerhalb der letzteren Unterschiede in der Spannung des Gummifadens entstehen läßt, die sich sehr nachteilig im fertigen Wirkerzeugnis äußern können.
Außer den besprochenen Nachteilen weist die bekannte Vorrichtung noch den weiteren auf, daß sie ohne besondere Umstellung der Schaltscheiben nur für eine bestimmte Länge der vom Gummifaden gebildeten Maschenreihenstücke verwendbar ist. Daher ist jene Vorrichtung auch nur zum Einarbeiten von Gummifäden in ein rechteckiges Feld der herzustellenden Wirkware bestimmt und geeignet.
Die gleichen Nachteile, die der eben besprochenen Vorrichtung 'eigen sind, besitzt zum Teil auch eine andere vorbekannte Vorrichtung, bei der der Antrieb der Faden-
zuführvorrichtung nicht vom Bremsstab, sondern von dem Antriebshebel des letzteren abgeleitet wird. Hierzu dienen zwei Zahnstangen, die in je ein Ritzel eingreifen, das unter Zwischenschaltung einer Kupplung auf einer Zwischenwelle angeordnet ist. Die Gesamtanordnung ist derart getroffen, · daß letztere Welle bei jeder Hin- und jeder Herbewegung des Bremsstabes stets im gleichen Sinn ge-ίο dreht wird. Um diese Bewegung der Zwischenwelle nur zeitweise auf die Antriebswelle der Liefervorrichtung zu übertragen, ist zwischen beide Wellen, eine Rutschkupplung eingeschaltet und auf der genannten Antriebswelle des Lieferwerkes eine Sperrscheibe befestigt, die jene Welle unter dem Einfluß eines Klinkenwerkes in der jeweiligen Stellung festhält und sie nur zeitweise dem Einfluß der Antriebsvorrichtung freigibt. Die Steuerung der Sperrklinke erfolgt durch ein besonderes Schaltwerk, das seinerseits in Abhängigkeit von der Bewegung der Fadenführerschiene betätigt wird.
Trotz dieser umständlichen Bauweise konnte der Antrieb der Liefervorrichtung mit den vorbekannten Mitteln nur für den Fall in Übereinstimmung mit den Hinundher bewegungen der Gummifadeinführerschiene gebracht werden, daß die letztere mittels einer sog. Bremse vom Bremsstab so weit mitgenommen wird, bis sie durch einen dafür vorgesehenen Anschlag stoßartig angehalten wird, vorausgesetzt, daß der Schlupf der Bremse der Fadenführerschiene demjenigen der vorerwähnten Rutschkupplung entsprach'. Für andere Antriebsarten der genannten Fadenführerschiene, z. B. für einen Kettenantrieb, ist jene vorbekannte Zuführvorrichtung ungeeignet, da in solchem Fall die Zuführung des Gummifadens nicht der Bewegung seines Fadenführers entsprechen würde. Um die besprochenen Mängel der vorbekannten Gummifadenzuführvorrichtungen zu vermeiden, werden 'erfindungsgemäß die im Werk der Gummifäden angeordneten Lieferwerke unmittelbar durch Vermittlung derjenigen Fadenführerschiene angetrieben, durch deren Fadenführer die Gummifaden den Wirkwerkzeugen zugeleitet werden, wobei die Hinundherbewegung der Fadenführerschiene in an sich bekannter Weise in eine Drehbewegung der Lieferwerke umgewandelt wird. Da auf die eben angegebene Weise der Antrieb der Lieferwerke für die Gummifäden stets in genauer Übereinstimmung mit der dem Fadenverbrauch entsprechenden Hinundherbewegung der Gummifadenführer ist, so sind die bei den vorbekannten Vorrichtungen unvermeidlichen Hilfsvorrichtungen entbehrlieh. Dies bedeutet eine erhebliche bauliche Vereinfachung der Gummifadenzuführvorrichtung, die um so bemerkenswerter ist, als dank der abgeänderten Antriebsweise der Lieferwerke, deren Bewegung stets in genauer Übereinstimmung mit der Hinundherbewegung der Fadenführerschiene steht. Außerdem ist es von besonderem Vorteil, daß bei einer Änderung des Fadenführerweges, wie an sich bekannt, ohne weiteres auch in entsprechender Weise der Antrieb der Fadenzuführvorrichtung geändert wird.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfrndungsgegenstandes. Abb. ι stellt die für das Verständnis der "Erfindung wesentlichsten Teile einer flachen Kulierwirkmaschine teils in Seitenansicht, te'ls im Schnitt dar.
Abb. 2 ist eine Vorderansicht zu Abb. 1. Der Gummifaden 1 wird von der Vorratsrolle 2 abgezogen, die lose drehbar auf einem vom Maschinengestell gehaltenen Bolzen 3 abgestützt ist. Der Gummifaden durchwandert dann eine Führungsöse 4, die von dem Drahtbügel 5 getragen wird. Dieser umfaßt mit seinen Enden die Bolzen 6 bzw. .7 und ist dabei waagerecht verstellbar. In der jeweiligen Einstellung wird er durch nicht dargestellte Flügelmuttern festgestellt.
Nach dem Durchgang durch das Führungsöhr 4 läuft der Gummifaden 1 in an sich be- kannter Weise durch das aus zwei kegeligen Rollen 8 und 9 bestehende Lieferwerk hindurch. Je nach der Einstellung des Bügels 5 wird der Gummifaden 1 schneller oder langsamer befördert. Man hat es also in der Hand, die Fördergeschwindigkeit des Gummis auf den günstigsten Wert einzuregeln. Die Rolle 8 sitzt auf dem Bolzen 1 o, der in seinen Lagern so viel Spiel hat,. daß die Rolle 8 immer auf der Rolle 9 aufliegt. Die Rolle 9 ist auf der Antriebswelle 11 befestigt und erhält durch letztere ihren Antrieb.
Nach dem Verlassen des Lieferwerkes 8,9 läuft der Gummifaden 1 dem Fadenführer 12 zu, wobei er durch die Öse 13 hindurchgeht Die Fadenführer 12 sind an der Fadenführerschiene 14 befestigt, die waagerecht verschiebbar am. Maschinengestell gelagert ist und in bekannter Weise ihren Antrieb erhält. Das eine Seitenende der Fadenführerschiene 14 steht auf irgendeine Weise, z. B. durch einen Bügel, mit der Führungsbuchse 15 in Verbindung, die gleitbar auf der Tragschiene 16 angeordnet ist. Die Führungsbuchse 15 führt demzufolge genau die gleichen Bewegungen wie die Fadenführerschiene 14 aus. Wird die Hinundherbewegung der letzteren verkürzt oder verlängert, so nimmt an diesen Bewc-. gungsänderungen auch die Führungsbuchse 15 teil.
Parallel zu der Welle 16 ist am Maschinengestell ι drehbar die Welle 17 gelagert, in
die zwei steile, gegenläufige Gewinde eingearbeitet sind. Auf dieser Spindel sitzt das Gehäuse 18, das gegen Drehbewegungen gesichert ist und durch den Finger 19 von der S Führungsbuchse 15 bei deren Hinundherbewegungen mitgenommen wird. Diese Bewegungen werden in an sich bekannter Weise in Drehbewegungen der W'elle 17 umgewandelt. Zu diesem Zweck können z. B. in dem
ίο Gehäuse 18 zwei die Welle 17 lose umschließende Treibringe drehbar, aber unter Zwischenschaltung von je einer Freilaufkupplung angeordnet sein. Letztere Kupplungen sind derart eingerichtet, daß sich der eine Treibring in dem Gehäuse 18 nur in der einen Richtung und der andere Ring in entgegengesetzter Richtung drehen kann. Jeder der beiden Treibringe besitzt einen Zahn, der in einen Gewindegang der Welle 17 eingreift, und zwar greift der Zahn des einen Treibringes in das eine Gewinde der Welle 17 und der andere Zahn in das andere Gewinde ein. Infolgedessen wird bei einer Verschiebung des Gehäuses 18 in der einen Richtung einer der beiden Treibringe· sich lose in dem Gehäuse 18 drehen, während der andere Treibring durch seine Freilaufkupplung gegen eine Drehbewegung innerhalb des Gehäuses 18 gesichert ist und dadurch die Verschiebung des letzteren durch Vermittlung seines Zahnes in eine Drehung der Welle 18 umgewandelt. Beim Rückgang des Gehäuses 18 werden die beiden Treibringe innerhalb des Gehäuses 18 selbsttätig umgeschaltet, so daß sich dann trotz der Bewegungsumkehr der letzteren die Welle 17 in der gleichen Richtung weiterdreht, in der sie vorher gedreht wurde.
Die Welle 17 überträgt mittels der Zahnräderübersetzung 20, 21 ihre Drehbewegung auf die Welle 11, so daß letztere und damit zugleich auch alle Lieferwerke 9, 8 jeweils dann gedreht werden, wenn die Fadenführerschiene 14 eine Seitwärtsverschiebung ausführt. Die Gesamtanordnung ist so getroffen, daß die Anlieferung des Gummifadens 1 zu dem Fadenführer 12 ebenso groß ist wie die Seitwärtsbewegung des letzteren, so daß der Gummifaden praktisch spannungsfrei in genau dem gleichen Maße den Wirkwerkzeugen zugeführt wird, wie es dem Weg des Fadenführers 12 entspricht.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι. Gummifadenzuf ührvorrichtung für flache Kulierwirkmaschinen, dadurch ge- 5S kennzeichnet, daß die im Weg der Gummifaden angeordneten Lieferwerke unmittelbar durch Vermittlung derjenigen Fadenführerschiene angetrieben werden, durch deren Fadenführer die Gummifaden den Wirkwerkzeugen zugeleitet werden, wobei die Hinundherbewegung der Fadenführerschiene in eine Drehbewegung der Lieferwerke umgewandelt wird.
  2. 2. Gummifadenzuf ührvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Umwandlung der Hinundherbewegung der Fadenführerschiene in eine Drehbewegung ein Getriebe dient, das aus einer mit zwei gegenläufigen Gewinden versehenen Welle und zwei auf letzterer verschiebbaren Treibringen besteht, die mit je einem Zahn in die genannten Gewinde eingreifen und unter Zwischenschaltung je einer Freilaufkupplung in einem gemeinsamen Gehäuse gelagert sind, das mit der betreffenden Fadenführerschiene verbunden ist.
    .Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEH147619D 1936-05-20 1936-05-20 Gummifadenzufuehrvorrichtung fuer flache Kulierwirkmaschinen Expired DE677221C (de)

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