DE677258C - Verfahren zur Gestaltung des Warenbildes von cellulosehaltigen Geweben durch Herstellung von Musterungen - Google Patents

Verfahren zur Gestaltung des Warenbildes von cellulosehaltigen Geweben durch Herstellung von Musterungen

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DE677258C DEH150410D DEH0150410D DE677258C DE 677258 C DE677258 C DE 677258C DE H150410 D DEH150410 D DE H150410D DE H0150410 D DEH0150410 D DE H0150410D DE 677258 C DE677258 C DE 677258C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06QDECORATING TEXTILES
    • D06Q1/00Decorating textiles
    • D06Q1/02Producing patterns by locally destroying or modifying the fibres of a web by chemical actions, e.g. making translucent

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  • Textile Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Gestaltung des Warenbildes, von cellulosehaltigen Geweben durch Herstellung von Musterungen Gegenstand des Hauptpatents ist ein Verfahren, nach dem durch das Zusammenwirken von pergarnentierender und schrumpfender Veredelungsbehandlung auf cellulosehaltigen Geweben neue und eigenartige Wirkungen erreicht werden. Das Gewebe wird dabei-nacheinander einer örtlich begrenzten Pergamentierbehandlung und einer ebenfalls örtlich begrenzten Einwirkung eines Schrumpfungsmittels in der Weisse unterworfen, daß die beiden Muster einander nur teilweise überdecken. Infolge dieser Behandlung erscheint das durch das Schrumpfmittel gebildete Muster an den nichtdurchscheinenden Stellen in Gestalt von geschrumpften und dadurch verdichteten Gewebeteilen, während es sich an den durchscheinenden Stellen nach Wunsch nur durch eine leichte Vertiefung der Transparenzwirkung zu erkennen gibt oder ganz verschwindet, wobei noch über das ganze Gewebe wellen- oder beulenförmige Erhebungen entstehen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die so erzielbaren Effekte noch wesentlich verschönern, bereichern und ausdrucksvoller gestalten kann, wenn man bei der Durchführung des Verfahrens nach dem Hauptpatent auf das Gewebe vor der örtlich begrenzten Transparierbehandlung örtlich begrenzte Muster mit einer mit Pigment versetzten cellulosehaltigen Paste aufdruckt, beispielsweise nach dem aus der Patentschrift 623 82o bekannten Verfahren. Beispielsweise druckt man also in einem Arbeitsgang, z. B. auf einer Mehrfarbsendruckmaschme, eine mit säurefestem Pigment versetzte cellulosehaltige Druckmasse und eine gewöhnliche Gummireserve auf das Gewebe auf, führt dieses dann durch die Pergamentierssäure und behandelt es dann, wie im Hauptpatent beschrieben, weiter. Es ist auch möglich, durchscheinende Musterungen auf dem mit der pigmenthaltigen Celluloselösung bedruckten Gewebe ebenfalls in einem Arbeitsgang durch Aufdruck des verdickten Pergamentiermittels, z. B. von Calciumrhodanid-oder Zinkchloridlösungen, zu erhalten, wie dies den Patenten 639 186 und 63967i zu entnehmen ist. Es muß dabei nur durch entsprechende Anordnung der Druckvorrichtung dafür gesorgt werden, daß der zuerst aufgebrachte Aufdruck von pigmenthaltiger Cellulose- oder Cellulosederivatlösung trocken ist, wenn der darüberfallende Calciumrhodanid- oder Zinkchloridaufdruck erfolgt.
  • Die erfindungsgemäß veredelten Gewebe weisen somit Stellen auf, die in üblicher Weise durchscheinend sind, solche, die versteift, aber nicht durchscheinend, solche, die mittels eines Schrumpfmittels geschrumpft, und schließlich solche, die überhaupt unverändert sind. In gleicher Weise wie beim Verfahren nach dem Hauptpatent treten auch hier wellen- und beulenförtnige Erhebungen auf.
  • Es ist selbstverständlich auch möglich, alle diejenigen Stellen, die der Einwirkung dgs Pergamentiermittels unterworfen werden sollen, vorher mit der pigmenthaltigen Cellulö@e=-lösung zu bedrucken. Das veredelte Gewebe enthält dann keine durchscheinenden Stellen mehr. Das überraschende Zusammenwirken der mit Pigment bedruckten, der pergamentierten und der geschrumpften Stellen ergibt aber dennoch wertvolle neue Wirkungen.
  • Beispiel i Ein gebleichtes und mercerisiertes Baumwollmusselingewebe wird auf einer Mehrfarbendruckmaschine in einem Arbeitsgange mit nachfolgenden Drucknassen bedruckt. Die Muster sind so gewählt, daß sie überhaupt nicht übereinanderfallen.
  • I. Gummi arabicum i oo g, Wasser . . . . . . . . i 3 o g, Türkischrotöl : ... z g.
  • 1I. Acetylcellulose . . 509, Aceton . . . . . . . . . 4509, Äthylalkohol .... ioo g, Amylacetat ..... ioog, Titanweiß ...... 3009-Die bedruckte und getrocknete Ware wird darin i o Sekunden der Einwirkung einer Schwefelsäure von 53° B6 ausgesetzt, unmittelbar ausgewaschen und auf dem Spannrahmen getrocknet. Auf das so behandelte Gewebe wird mit Reserve I ein Muster aufgedruckt, das sich über durchscheinende und nichtdurchscheinende Stellen erstreckt. Das Gewebe wird dann lose 3 Minuten in eine Natronlauge von 32'B6 .eingelegt, gut ausgewaschen und unter geringer Spannung getrocknet.
  • Beispiel a Ein gebleichtes und mercerisiertes BaumwoIlmusselingewebe wird auf einer Mehrfarbendruckmaschine so mit den nachfolgenden Massen bedruckt, daß III .ein Muster bildet und I !den gesamten übrigen Teil des Gewebes abdeckt.
  • III. Handelsübliche Nitrocellulose mit etwa 35 o/o Butanolgehalt . . . . . . . . 180 g, Amylacetat ..... 4509, Äthylacetat ..... i 5o g, Äthylalkohol .... 2o g, Titanweiß ...... 200g. Dann wird wie im Beispeil I weitergearbeitet.
  • Beispiel 3 Eine Acetylcelluloselösung folgender Zus,ammensetzung wurde neben folgender Gummireserve auf mercerisiertes Musselingewebe gedruckt Acetylcelluloselösung 5o g Acetylcellulose, q8og Aceton, i oo g Phenol, 9o g destilliertes Wasser, 27o g Titanweiß. Gummireserve i oo g Gummi ar abicuin, ioog Wasser.
  • Darauf wurde mit Schwefelsäure 54° Bc während 8 Sekunden pergamentiert. Nach dein Waschen und -Trocknen wurde die Gummireserve örtlich so aufgedruckt, daß die durchscheinenden Stellen teilweise überdeckt werden. Dann lvurde das Gewebe mit Alkalilauge von 38° Be 3 Minuten behandelt.
  • Beispiel 4 Auf mercerisiertes Musselingewebe wurde folgende Reserve mustergemäß aufgedruckt. 69,5 g Zinkchlorid, 3015 g Wasser, 1,8 g Viscoseseidenabfälle, und zwar über die vorher aufgebrachte pigmenthaltige Acetylcellulosereserve, die wie im Beispiel i zusammengesetzt ist. Nach dem Trocknen bei ioo° C wurde gewaschen, getrocknet und eine Gummireserve so aufgedruckt, daß die durchscheinenden Stellen teilweise überdeckt werden. Dann wurde das Gewebe wie im Beispiel i einer schrumpfenden Behandlung unterworfen.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRUCII: Verfahren zur Gestaltung des Warenbildes von cellulosehaltigen Geweben durch Herstellung von Musterungen nach Patent 654155 dadurch gekennzeichnet, daß die Flächengebilde hier vor der örtlich begrenzten Pergamentierbehandlung mustergemäß mit Reserven aus pigmenthaltigen Lösungen von Cellulose oder deren Abkömmlingen bedruckt und dann derartig örtlich mit Schrumpfungsmitteln behandelt werden, daß die der Pergamentierbehandlung unterworfenen Stellen nur teilweise von den Schrumpfungsmitteln überdeckt werden.
DEH150410D 1937-01-28 1937-01-28 Verfahren zur Gestaltung des Warenbildes von cellulosehaltigen Geweben durch Herstellung von Musterungen Expired DE677258C (de)

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