DE677883C - Verfahren zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern

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DE677883C
DE677883C DEB171372D DEB0171372D DE677883C DE 677883 C DE677883 C DE 677883C DE B171372 D DEB171372 D DE B171372D DE B0171372 D DEB0171372 D DE B0171372D DE 677883 C DE677883 C DE 677883C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F11/00Processes for making continuous lengths of paper, or of cardboard, or of wet web for fibre board production, on paper-making machines

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  • Paper (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren
zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern, wie Sisal oder Manila, gemäß dem die Hartfasern beidseitig in noch fließenden Papierstoff eingebettet werden.
Bei den bekannten Verfahren der vorerwähnten Art wird als Einlage ein verfilztes Faserfließ angewendet, in dem naturgemäß die einzelnen 'Fasern wirr durcheinanderliegen.
Ein Papier mit einer solchen Einlage ist nun aber nicht in dem Maße widerstandsfähig, wie das gewünscht wird, insbesondere wenn es sich darum handelt, das Papier als Packpapier u. dgl. zu verwenden, da die wirr durcheinanderlaufenden Fasern bei Beanspruchung auf Zug zuerst geradegezogen werden müssen, ehe sie in der Lage sind, den Zug aufzunehmen, wobei naturgemäß das Papier schon vorher zerreißt; läßt es sich doch nicht in dem Maße dehnen wie das Fließ. Hinzu kommt, daß die Fasern eines solchen Fließes bei der Herstellung desselben durch Krempeln, Kardieren, Zerreißen usw. geschwächt worden sind.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß bei der Herstellung derartiger Papiere, wonach also die Hartfasern beidseitig in noch fließenden Papierstoff eingebettet werden, als Einlage unzerkleinerte Einzelhartfasern in gestrecktem Zustand in Längs- und gegebenenfalls Querrichtung verwendet werden. Durch ein solches Papier werden Beanspruchungen auf Zug, Druck oder Stoß von den Fasern sofort in vollem Umfang aufgenommen, weil die Fasern in gestrecktem Zustand eingebracht worden sind und nicht erst geradegezogen werden brauchen, wodurch das Papier in der Lage ist, erheblich größere Beanspruchung auszuhalten, ohne vorher zu zerreißen. Weiterhin läßt sich aber auch ein solches Papier im Gegensatz zu jenen Papieren, wo ein Faserfließ als Einlage Verwendung findet, in weitgehendem Maße dünn herstellen, d. h. man erhält ein biegsames und für die verschiedensten Zwecke brauchbares Papier.
Es ist zwar weiterhin vorgeschlagen worden, unzerkleinerte Hartfasern in gestrecktem Zustand in Längs- und Querrichtung in den Papierstoff einzubringen, nachdem dieser bereits abgegautscht ist und sich infolgedessen in einem plastischen Zustand befindet. Hierbei können sich jedoch die einzelnen Papier stoff lagen nicht so innig zwischen den Hartfasern hindurch miteinander verbinden, wie_ das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich ist. Außerdem werden bei diesem bekannten Verfahren nicht Einzelhartfasern, sondern Hartfaserschichten verwendet, woraus sich auch erklärt, daß durch dieses Verfahren steife Kartons, nicht aber ein geschmeidiges Papier im Sinne der Erfindung hergestellt wird.
Es ist ferner bekannt, bei fertigen Papierbahnen eine Fadenauflage anzubringen oder zwischen solchen Bahnen Fadeneinlagen aus Garn oder Jutefäden einzubetten, die, so wie sie von der Garnspule kommen, unter Vermittlung eines Kleisters mit dem Papier verbunden werden. Ein derartiges Verfahren ist dem der Erfindung ebenfalls unterlegen, weil einmal der innige Zusammenhalt nicht in dem Maße geiö geben ist wie nach der Erfindung, da ja nach dieser die Hartfasern in den fließenden Papierstoff eingebettet werden, nicht aber mit fertigen Papierbahnen zur Vereinigung gelangen, zum andern deswegen, weil selbst minderwertiges Garn immerhin eine nicht unerhebliche Vorbereitungsarbeit erfordert, die bei der Verwendung von unzerkleinerten Hartfasern naturgemäß in Wegfall kommt.
Ein anderer bekannter Vorschlag geht dahin, ein aus Jute oder Flachs bestehendes Gewebe in den flüssigen Papierbrei einzubringen. Auch dieses Verfahren ist nicht so günstig, wie das der Erfindung, da die Herstellung des Gewebes größere Umstände bereitet als die Einbringung von unzerkleinerten Hartfasern.
Schließlich ist es auch bekannt, zwischen fertige' Papier- oder Pappbahnen gestreckte Fasern in Längs- und Querrichtung einzukleben. Abgesehen davon, daß es sich hierbei nicht um Hartfasern, sondern offenbar um weniger widerstandsfähige andere Textilfaden bzw. Fasern handelt, wird kein fließender Papierstoff, sondern fertiges Papier verwendet, so daß hierdurch naturgemäß kein so einheitliches und festes Erzeugnis wie nach dem Verfahren der Erfindung erhalten werden kann.
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung läßt sich, wie schon erwähnt, ein sehr dünnes Papier herstellen, und man kann dabei so weit gehen, daß die Fasern aus dem Papiergefüge gleichsam rippenartig hervortreten, wobei aber immer noch die Oberfläche der Fasern von dem Papierstoff eingehüllt wird.
Eine im wesentlichen an sich bekannte Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens der Erfindung ist in der Zeichnung schaubildlich wiedergegeben.
Mit einem als endloses Band ausgebildeten Sieb i, das mit seitlichen Abdeckungen 2 und 3 versehen ist, wirken zwei Vorrichtungen zur Zuführung des flüssigen Papierstoffes zusammen. Die eine Vorrichtung ist als Überlaufbehälter 4, die andere als Gitter- oder Käfigtrommel 5 ausgebildet. Der Überlaufbehälter 4 ist zweckmäßig mit einem Einsatz 6 ausgestattet, der nicht bis an den Boden des Behälters reicht und den Papierstoff zwingt, den Behälter 4 in Richtung der Pfeile 7 zu durchlaufen.
Der Papierstoff wird der Käfigtrommel 5
So aus einem tiefer gelegenen Behälter 8 zentral zugeführt. Zu diesem Zweck sind zwei Rohrstützen 9 und 10 in der Mittelachse der Trommel 5 angeordnet. Mit diesen Stutzen steht eine Mulde 11 in Zusammenhang. Die aus unzerkleinerten Einzelhartfasern bestehende Einlage 12 wird von Zuführungswalzenpaaren 13 her über einen Tisch 14 dem Trommelumfang in gestrecktem Zustande zugeführt.
Mit der vorerwähnten Mulde 11 ist dann noch ein Lappen 15 aus Gummi oder Leder unter 7 ο Zwischenschaltung eines Schlitzes 16 verbunden. Dieser Lappen schleift an der Innenfläche der Trommel, wenn diese sich in Richtung des Pfeiles 17 dreht.
Am hinteren Ende des Siebes 1 sind Abfuhrwalzen 18 vorgesehen, die das mit der Fasereinlage versehene Papier der weiteren Verarbeitung zuführen. Der Abstand zwischen der Stelle des Siebes, wo der flüssige Papierstoff durch den Überlaufbehälter zugeführt wird, und der Stelle, wo sich der Papierstoff mit der Einlage vereinigt, wird möglichst kurz gewählt, damit sich -der Papierstoff während des Einbringens der Fasereinlage in noch fließendem Zustand befindet. Zu diesem Zweck kann dieser Abstand mit Hilfe von irgendwelchen, in der Zeichnung nicht dargestellten Mitteln regelbar gestaltet werden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende. Das Sieb, das in Richtung des Pfeiles 19 umläuft, führt den aus dem Überlaufbehälter 4 kommenden flüssigen Papierstoff zu der Käfigtrommel 5 .hin. Diese führt die erfindungsgemäße Fasereinlage 12 zu, indem gleichzeitig der in der Trommelmitte zugeführte flüssige Papierstoff durch den Trommelumfang austritt. Infolgedessen wird die Fasereinlage beim Einbringen in den Papierstoff von diesem in noch völlig flüssigem Zustand umspült, und zwar gleichzeitig auf beiden Seiten. Das hat zur Folge, daß der Papierstoff eine ganz innige Verbindung mit den Fasern der Einlage eingeht, so daß eine untrennbare Einheit geschaffen wird, wie dies an sich bekannt ist. ' Die Fasereinlage ist in dem Ausführungsbei- «05 spiel als Längsfasereinlage dargestellt. In vielen Fällen wird es aber zweckmäßig sein, auch noch Querfasern gleicher Beschaffenheit einzubringen.
An Stelle der Zuführung des Papierstoffes im durch die Gittertrommel hindurch kann auch eine Zuführungseinrichtung in Form eines Überlaufkastens vorgesehen sein, die in der Nähe der Trommel aufgestellt wird. Die Trommel dient dann lediglich zur Einführung des Fasergutes zwischen den aus dem Überlaufkasten auf das Siebband abgegebenen flüssigen Papierstoff. In diesem Falle wird man auch den Abstand des zweiten Überlaufkastens in be- ;ug auf die Einführungsstelle der Fasereinlage regelbar gestalten.
Vorteilhaft wird der Abstand zwischen der
Zulaufstelle des Papierstoffes und der Einführungsstelle der Fasereinlage so gewählt, daß auf dem Sieb in dem Augenblick der Zuführung der Einlage der aufgegebene Papierstoff bereits in der untersten Lage anfängt sich zu verfilzen, wobei naturgemäß noch eine genügend hohe Schicht gänzlich flüssigen Stoffes über dieser ersten Schicht vorhanden ist, in welche die Einlage eingeführt wird.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: '
    Verfahren zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern, gemäß dem die Hartfasern beidseitig in noch fließenden Papierstoff eingebettet werden, dadurch gekennzeichnet, daß unzerkleinerte Einzelhartfasern in gestrecktem Zustand in Längsund gegebenenfalls Querrichtung verwendet werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEB171372D 1935-10-12 1935-10-12 Verfahren zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern Expired DE677883C (de)

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