DE677883C - Verfahren zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus HartfasernInfo
- Publication number
- DE677883C DE677883C DEB171372D DEB0171372D DE677883C DE 677883 C DE677883 C DE 677883C DE B171372 D DEB171372 D DE B171372D DE B0171372 D DEB0171372 D DE B0171372D DE 677883 C DE677883 C DE 677883C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- paper
- fibers
- hard fibers
- paper stock
- production
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000000835 fiber Substances 0.000 title claims description 38
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 12
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 6
- 239000000123 paper Substances 0.000 description 39
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 8
- 240000000491 Corchorus aestuans Species 0.000 description 2
- 235000011777 Corchorus aestuans Nutrition 0.000 description 2
- 235000010862 Corchorus capsularis Nutrition 0.000 description 2
- 239000011111 cardboard Substances 0.000 description 2
- 238000009960 carding Methods 0.000 description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 244000198134 Agave sisalana Species 0.000 description 1
- 240000006240 Linum usitatissimum Species 0.000 description 1
- 235000004431 Linum usitatissimum Nutrition 0.000 description 1
- 229920001131 Pulp (paper) Polymers 0.000 description 1
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 description 1
- 239000003292 glue Substances 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000011087 paperboard Substances 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 239000012265 solid product Substances 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 239000004753 textile Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F11/00—Processes for making continuous lengths of paper, or of cardboard, or of wet web for fibre board production, on paper-making machines
Landscapes
- Paper (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren
zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern, wie Sisal oder Manila, gemäß dem
die Hartfasern beidseitig in noch fließenden Papierstoff eingebettet werden.
Bei den bekannten Verfahren der vorerwähnten Art wird als Einlage ein verfilztes
Faserfließ angewendet, in dem naturgemäß die einzelnen 'Fasern wirr durcheinanderliegen.
Ein Papier mit einer solchen Einlage ist nun aber nicht in dem Maße widerstandsfähig, wie
das gewünscht wird, insbesondere wenn es sich darum handelt, das Papier als Packpapier
u. dgl. zu verwenden, da die wirr durcheinanderlaufenden Fasern bei Beanspruchung auf
Zug zuerst geradegezogen werden müssen, ehe sie in der Lage sind, den Zug aufzunehmen,
wobei naturgemäß das Papier schon vorher zerreißt; läßt es sich doch nicht in dem Maße
dehnen wie das Fließ. Hinzu kommt, daß die Fasern eines solchen Fließes bei der Herstellung
desselben durch Krempeln, Kardieren, Zerreißen usw. geschwächt worden sind.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß bei der Herstellung derartiger Papiere,
wonach also die Hartfasern beidseitig in noch fließenden Papierstoff eingebettet werden, als
Einlage unzerkleinerte Einzelhartfasern in gestrecktem Zustand in Längs- und gegebenenfalls
Querrichtung verwendet werden. Durch ein solches Papier werden Beanspruchungen auf
Zug, Druck oder Stoß von den Fasern sofort in vollem Umfang aufgenommen, weil die Fasern
in gestrecktem Zustand eingebracht worden sind und nicht erst geradegezogen werden
brauchen, wodurch das Papier in der Lage ist, erheblich größere Beanspruchung auszuhalten,
ohne vorher zu zerreißen. Weiterhin läßt sich aber auch ein solches Papier im Gegensatz
zu jenen Papieren, wo ein Faserfließ als Einlage Verwendung findet, in weitgehendem Maße
dünn herstellen, d. h. man erhält ein biegsames und für die verschiedensten Zwecke brauchbares
Papier.
Es ist zwar weiterhin vorgeschlagen worden, unzerkleinerte Hartfasern in gestrecktem Zustand
in Längs- und Querrichtung in den Papierstoff einzubringen, nachdem dieser bereits
abgegautscht ist und sich infolgedessen in einem plastischen Zustand befindet. Hierbei können
sich jedoch die einzelnen Papier stoff lagen nicht so innig zwischen den Hartfasern hindurch
miteinander verbinden, wie_ das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich ist. Außerdem
werden bei diesem bekannten Verfahren nicht Einzelhartfasern, sondern Hartfaserschichten
verwendet, woraus sich auch erklärt, daß durch dieses Verfahren steife Kartons, nicht
aber ein geschmeidiges Papier im Sinne der Erfindung hergestellt wird.
Es ist ferner bekannt, bei fertigen Papierbahnen eine Fadenauflage anzubringen oder
zwischen solchen Bahnen Fadeneinlagen aus Garn oder Jutefäden einzubetten, die, so wie
sie von der Garnspule kommen, unter Vermittlung eines Kleisters mit dem Papier verbunden
werden. Ein derartiges Verfahren ist dem der Erfindung ebenfalls unterlegen, weil einmal der
innige Zusammenhalt nicht in dem Maße geiö
geben ist wie nach der Erfindung, da ja nach dieser die Hartfasern in den fließenden Papierstoff
eingebettet werden, nicht aber mit fertigen
Papierbahnen zur Vereinigung gelangen, zum andern deswegen, weil selbst minderwertiges
Garn immerhin eine nicht unerhebliche Vorbereitungsarbeit erfordert, die bei der Verwendung
von unzerkleinerten Hartfasern naturgemäß in Wegfall kommt.
Ein anderer bekannter Vorschlag geht dahin, ein aus Jute oder Flachs bestehendes Gewebe
in den flüssigen Papierbrei einzubringen. Auch
dieses Verfahren ist nicht so günstig, wie das der Erfindung, da die Herstellung des Gewebes
größere Umstände bereitet als die Einbringung von unzerkleinerten Hartfasern.
Schließlich ist es auch bekannt, zwischen fertige' Papier- oder Pappbahnen gestreckte
Fasern in Längs- und Querrichtung einzukleben. Abgesehen davon, daß es sich hierbei nicht um
Hartfasern, sondern offenbar um weniger widerstandsfähige andere Textilfaden bzw. Fasern
handelt, wird kein fließender Papierstoff, sondern fertiges Papier verwendet, so daß hierdurch
naturgemäß kein so einheitliches und festes Erzeugnis wie nach dem Verfahren der Erfindung
erhalten werden kann.
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung läßt sich, wie schon erwähnt, ein sehr dünnes
Papier herstellen, und man kann dabei so weit gehen, daß die Fasern aus dem Papiergefüge
gleichsam rippenartig hervortreten, wobei aber immer noch die Oberfläche der Fasern von dem
Papierstoff eingehüllt wird.
Eine im wesentlichen an sich bekannte Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens der
Erfindung ist in der Zeichnung schaubildlich wiedergegeben.
Mit einem als endloses Band ausgebildeten Sieb i, das mit seitlichen Abdeckungen 2 und 3
versehen ist, wirken zwei Vorrichtungen zur Zuführung des flüssigen Papierstoffes zusammen.
Die eine Vorrichtung ist als Überlaufbehälter 4, die andere als Gitter- oder Käfigtrommel 5
ausgebildet. Der Überlaufbehälter 4 ist zweckmäßig mit einem Einsatz 6 ausgestattet, der
nicht bis an den Boden des Behälters reicht und den Papierstoff zwingt, den Behälter 4 in
Richtung der Pfeile 7 zu durchlaufen.
Der Papierstoff wird der Käfigtrommel 5
So aus einem tiefer gelegenen Behälter 8 zentral zugeführt. Zu diesem Zweck sind zwei Rohrstützen
9 und 10 in der Mittelachse der Trommel 5 angeordnet. Mit diesen Stutzen steht eine
Mulde 11 in Zusammenhang. Die aus unzerkleinerten Einzelhartfasern bestehende Einlage 12
wird von Zuführungswalzenpaaren 13 her über einen Tisch 14 dem Trommelumfang in gestrecktem Zustande zugeführt.
Mit der vorerwähnten Mulde 11 ist dann noch
ein Lappen 15 aus Gummi oder Leder unter 7 ο Zwischenschaltung eines Schlitzes 16 verbunden.
Dieser Lappen schleift an der Innenfläche der Trommel, wenn diese sich in Richtung des
Pfeiles 17 dreht.
Am hinteren Ende des Siebes 1 sind Abfuhrwalzen
18 vorgesehen, die das mit der Fasereinlage versehene Papier der weiteren Verarbeitung
zuführen. Der Abstand zwischen der Stelle des Siebes, wo der flüssige Papierstoff
durch den Überlaufbehälter zugeführt wird, und der Stelle, wo sich der Papierstoff mit der
Einlage vereinigt, wird möglichst kurz gewählt, damit sich -der Papierstoff während des Einbringens
der Fasereinlage in noch fließendem Zustand befindet. Zu diesem Zweck kann dieser
Abstand mit Hilfe von irgendwelchen, in der Zeichnung nicht dargestellten Mitteln regelbar
gestaltet werden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende.
Das Sieb, das in Richtung des Pfeiles 19 umläuft, führt den aus dem Überlaufbehälter
4 kommenden flüssigen Papierstoff zu der Käfigtrommel 5 .hin. Diese führt die
erfindungsgemäße Fasereinlage 12 zu, indem gleichzeitig der in der Trommelmitte zugeführte
flüssige Papierstoff durch den Trommelumfang austritt. Infolgedessen wird die Fasereinlage
beim Einbringen in den Papierstoff von diesem in noch völlig flüssigem Zustand umspült, und
zwar gleichzeitig auf beiden Seiten. Das hat zur Folge, daß der Papierstoff eine ganz innige
Verbindung mit den Fasern der Einlage eingeht, so daß eine untrennbare Einheit geschaffen
wird, wie dies an sich bekannt ist. ' Die Fasereinlage ist in dem Ausführungsbei- «05
spiel als Längsfasereinlage dargestellt. In vielen Fällen wird es aber zweckmäßig sein, auch
noch Querfasern gleicher Beschaffenheit einzubringen.
An Stelle der Zuführung des Papierstoffes im
durch die Gittertrommel hindurch kann auch eine Zuführungseinrichtung in Form eines Überlaufkastens
vorgesehen sein, die in der Nähe der Trommel aufgestellt wird. Die Trommel
dient dann lediglich zur Einführung des Fasergutes zwischen den aus dem Überlaufkasten
auf das Siebband abgegebenen flüssigen Papierstoff. In diesem Falle wird man auch den
Abstand des zweiten Überlaufkastens in be- ;ug auf die Einführungsstelle der Fasereinlage
regelbar gestalten.
Vorteilhaft wird der Abstand zwischen der
Zulaufstelle des Papierstoffes und der Einführungsstelle der Fasereinlage so gewählt,
daß auf dem Sieb in dem Augenblick der Zuführung der Einlage der aufgegebene Papierstoff
bereits in der untersten Lage anfängt sich zu verfilzen, wobei naturgemäß noch eine
genügend hohe Schicht gänzlich flüssigen Stoffes über dieser ersten Schicht vorhanden
ist, in welche die Einlage eingeführt wird.
Claims (1)
- Patentanspruch: 'Verfahren zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern, gemäß dem die Hartfasern beidseitig in noch fließenden Papierstoff eingebettet werden, dadurch gekennzeichnet, daß unzerkleinerte Einzelhartfasern in gestrecktem Zustand in Längsund gegebenenfalls Querrichtung verwendet werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB171372D DE677883C (de) | 1935-10-12 | 1935-10-12 | Verfahren zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB171372D DE677883C (de) | 1935-10-12 | 1935-10-12 | Verfahren zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE677883C true DE677883C (de) | 1939-07-13 |
Family
ID=7006763
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB171372D Expired DE677883C (de) | 1935-10-12 | 1935-10-12 | Verfahren zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE677883C (de) |
-
1935
- 1935-10-12 DE DEB171372D patent/DE677883C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69806168T2 (de) | Kraftpapier und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE60118322T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von geprägtem Papier und Prägezylinder | |
| DE1560701A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines ungewebten Faserstoffes und Vorrichtung zu dessen Durchfuehrung | |
| DE1632236C3 (de) | Tabakfilter und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| EP0543959B1 (de) | Verfahren zur herstellung eines mehrlagigen kartons | |
| DE7424964U (de) | Erhitzungs- und verdichtungsvorrichtung in einer einrichtung zum herstellen einer fasermaterialbahn und damit hergestellte materialbahn | |
| DE10202137B4 (de) | Zweisiebformer | |
| DE646957C (de) | Verfahren zur Herstellung von weichem, zaehem und saugfaehigem Papier | |
| DE677883C (de) | Verfahren zur Herstellung von Papier mit Einlagen aus Hartfasern | |
| DE2550071A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum abtrennen einer faserbahn von einem sie tragenden band | |
| DE1133621B (de) | Verfahren zur Erhoehung der Dehnbarkeit bzw. Elastizitaet eines Bandes oder eines Blattes aus Festpapier oder plastischem Material | |
| AT143161B (de) | Ungewebter Stoff aus Textilfasern und einem Bindemittel sowie Verfahren und Vorrichtung zu dessen Herstellung. | |
| DE693153C (de) | Verfahren zum Impraegnieren von lockeren unversponnenen zusammenhaengenden Fasermassen mit duennfluessigen saessrigen Kautschukdispersionen oder Kautschukloesungen | |
| DE1511281C3 (de) | ||
| DE2530661C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Polsterungsbogens für Verpackungszwecke o.dgl | |
| DE3238946C2 (de) | Verfahren zum Herstellen von mehrschichtigen Papier- oder Kartonbahnen auf Rundsiebformern | |
| DE681768C (de) | Verfahren zur Herstellung von fuellstoffhaltigem Papier, insbesondere Druck- oder Kunstdruckpapier | |
| DE1596658B1 (de) | Nichtstarres formrohr fuer glasfasern und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE2510564A1 (de) | Verfahren fuer das hochverstrecken von stapelfaserbuendeln in nassem zustand, anwendung dieses verfahrens bei der herstellung von drehungsfreiem oder nahezu drehungsfreiem garn | |
| AT298218B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung mehrschichtiger Papiere, Kartone, Pappen, Faserstoffplatten od.dgl. | |
| AT80432B (de) | Gewebe mit verdichteten Öffnungen sowie Verfahren Gewebe mit verdichteten Öffnungen sowie Verfahren und Einrichtung zu dessen Herstellung. und Einrichtung zu dessen Herstellung. | |
| DE2120060A1 (de) | Verfahren und Anordnung zum Herstellen von einem nicht gewebten Fasermaterial | |
| DE969305C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fuellstoffe enthaltenden Zellstoffbahnen | |
| DE333951C (de) | Verfahren zur Herstellung von Textilersatz aus uebereinandergeschichteten Lagen von Zellstoff | |
| DE2109277C3 (de) | Schweißfaden |