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Infrarotkamera für Reihenaufnahmen mit Einrichtungen zum sofortigen
Entwickeln und Betrachten der -Bilder Mit Hilfe von infrarotempfindlichen Platten
oder Filmen und einem für infrarote Strahlen eingestellten bzw. korrigierten Objektiv
mit vorgeschaltetem Infrarotfilter photographische Aufnahme von Gegenständen zu
machen; die mit bloßem Auge schwer oder gar- nicht zu sehen sind, und- diese Aufnahmen
nach Behandlung in einer Schnellentwicklungs- und Fixiervorrichtung der Betrachtung
zugänglich zu machen, ist bekannt. Hierbei wurde von einer Seite ein bereits belichtungsfertiger
infrarotempfindlicher Film zur Anwendung gebracht, während von anderer Seite vorgeschlagen
wurde, ein geschlossenes blankes Filmband zu verwenden und dieses ununterbrochen
mit einer infrarotempfindlichen Schicht zu versehen, zu trocknere belichten. entwickeln,
.fixieren und zu betrachten und danach die Schicht wieder zu entfernen und das getrocknete
Band sofort von neuem wieder mit der empfindlichen Schicht zu versehen. Bei der
erstgenannten Arbeitsweise kann der erhaltene Dauerfilm nach der sofortigen Betrachtung
im Gerät aufgerollt und aufbewahrt werden und so als Belegfilm dienen, der auch
nachträglich wieder betrachtet werden kann, was bei der zuletzt genannten Arbeitsweise
nicht möglich ist. Dafür zeichnet sich diese durch wesentliche Kostenersparnis an
blankem Rohfilm aus, was besonders für langandauernde Beobachtungen wichtig ist.
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Da für die verschiedenen Zwecke einmal die eine; das andere Mal die
andere Arbeitsweise vorteilhafter sein wird, die dauernde Bereitschaft von jeweils
zwei verschiedenen Geräten aber kostspielig wäre, ist eine Vorrichtung von Vorteil,
bei der einfach und rasch von der einen Arbeitsweise zur anderen übergegangen werden
kann, ohne daß um-. fangreiche und zeitraubende Änderungen an der Vorrichtung vorgenommen
zu werden brauchen, wie es bei einem bekannten Zwischenfilmsender für Fernsehzwecke
erforderlich war, wenn in diesem an Stelle von Fertigfilm ein im Kreislauf be- und
entschichtetes Filmband verwendet werden sollte. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe
dadurch gelöst, daß die Emulsionsgießvorrichtung gegen eine Ab- und Aufspulvorrichtung
für bereits fertigbeschichteten Film auswechselbar ist und Mittel zum Umleiten des
Films um die Emulsionstrockenvorrichtung und die Entschichtungsvorrichtung vorhanden
sind.
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Das neue Gerät wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels
in seinen Einzelheiten näher beschrieben mit ununterbrochenem Filmkreislauf und
mit rascher Umstellbarkeit für Dauer- bzw. Belegfilme. Als selbsttätige Filmfortschalt-
und Belichtungsvorrichtung wurde ein normales kinematographisches Werk angenommen
und ein entsprechend abgeändertes gleiches Werk auch für die Beobachtungsvorrichtung.
Abb: i zeigt das ganze Gerät in einem senkrechten Längsschnitt durch die optische
Achse des Aufnahmeobjektivs und veranschaulicht insbesondere den ganzen Filmlauf
im Kopf- und
Rumpfstück des Gerätes. Abb:2 zeigt nach dem Übergang
des Gerätes vom kontinuierlichen Kreisiaufbetrie@ zum Däuerfilmbetrieb die Umleitung
des Filmbandes in der alsdann außer Betrieb: gesetzten Waschvorrichtung und Abb.
3 zu dem gleichen Zweck die Ab-und Aufspulvorrichtung mit Filmführung; die dann
an Stelle der Emulsionierungseinrichtung gesetzt wird. Der Antrieb der Aufspulvorrichtung
erfolgt in bekannter Weise durch gleitende Reibung und ist nicht besonders gezeichnet,
i (Abb. i) ist ein Emulsionierungsgefäß zur selbsttätigen Aüftragüng der infrarotempfindlichen
Emulsion auf den ein in sich geschlossenes Band f bildenden glasklaren Rohfilm.
Nach den Filmführungsrollen 2 und 3 wird der mit der Emulsion versehene Film durch
einen Trockenraum 4 geleitet; den er bei der Antriebsrolle 5 verläßt, um durch das
Halsstück 6 zum Kopf A des Gerätes zu kommen. Über Rollen 7 und' 8 gelangt der Film
zu einer selbsttätigen Schalt-und Belichtungsvorrichtung, beispielsweise zu einer
kinematographischen Aufnahmevorrichtung 9, die in Sonderausführung für Infrarötaüfnahmen
eingerichtet ist. Hier wird der Film mittels einer Verschlüßvörrichtung belichtet
und gelangt dann über Rollen io und zi in einen Entwicklungstank i2, in einen Wässerüngsbehälter
13, in einen Fixiertank 1q., in einen Wässerungsbehälter 15 und von hier
über eine Rolle 16 nach einer Beobachtungsvorrichtung 17, woselbst die Beobachtung
des Films mit Hilfe einer dem Aufnahmobjektiv entsprechenden oder noch stärker vergrößernden.
Lupe 18 unter Verwendung einer Beleuchtungsvorrichtung beobachtet wird; und zwar
jeweils nur während des Stillstandes des Films in der Filmschaltv orrichtung der
Betrachtungseinrichtung, wobei die Filmschältvorrichtung der Betrachtungseinrichtung
zeitlich- gleichlaufend mit der Filmfortschaltung der Aufnahmevorrichtung läuft.
Eine Suchervorrichtung z9 dient unter anderem -zur Einstellung des Gerätes in die
allgemeine Richtung des Beboachtungs-Objektes. Von der Beobachtungsvorrichtung gelangt
der Film über eine Rolle 2o in eine Abwaschvorrichtung .2r; wo die Emulsionsschicht
mittels rotierender Bürsten 22 von dem Filmstreifen wieder entfernt wird. Hierauf
gelangt dieser über eine Ralle 23 durch einen Trockenkanal 24 über eine Rolle 25
wieder zurück nach der Emulsionierungseinrichtung i, von wo sich der beschriebene
Vorgang ununterbrochen von neuem wieder-: holt. In dem Entwicklungstank r2 und in
dem senkrechten Teil des Trockenkanals 24 erfolgt jeweils eine Schränkung des Films
um- 18o°, damit dieser sich an jeder Bearbeitungsstelle mit seiner richtigen Seite
befindet.
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Die ganze Vorrichtung wird durch einen mit einem Schneckenvorgelege
versehenen Elektromotor z6 betrieben, der mittels einer Kette 27 ein Kegelradgetriebe
28 des Kopfes und mittels einer anderen Kette 29 die Vorrichtungen und den Filmlauf.
des Rumpfes B antreibt. Letztere Antriebe sind in der Zeichnung nicht eingetragen,
, ebenso nicht die Trocken- und Heiz- bzw. Kühlvorrichtungen.
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Zum Zwecke des raschen Übergangs von der Kreislaufarbeitsweise zur
Herstellung -eines Dauer- bzw: Belegfilms ist die Emülsionierungsvorrichtung i gegen
die in Abb. 3 !schematisch dargestellte selbsttätige Ab-und Aufspulvorrichtung auswechselbar.
Von einer Abrollspule 30 wird der gebrauchsfertige für infrarote Strahlen
empfindliche Film über eine Förderrolle 3: durch den ausgeschalteten Trockenraum
.4 hindurch unmittelbar zur Ausgleichrolle 7, über die Leitrolle B (Abt: i) und
so fort zur Aufnahmekamera g geführt. Der weitere Filmlauf ist der gleiche bis zur
Abwaschvorrichtung 2r. In dieser wird der Film nicht wie in Abb. i, sondern, wie
auf Abb. 2 dargestellt, über eine Umgehungsrolle 31 durch die abgeschaltete Waschvorrichtung
ohne: deren Einwirkung hindurch über die Leitrolle 23 durch den Trockenkanal 24
über die Rolle 25 und die Förderrolle :2 einer Aufspülrolle 32 zugeführt: Die ganze
Spulvorrichtung ist in einem Gehäuse 33 eingeschlossen. Ebenso: einfach vollzieht
sich das Auswechseln der Spulvörrichtung gegen die Emulsionsvorrchtüng in umgekehrter
Weise beim Übergang vom Dauerfilm zum Kreislauffilm: