DE679217C - Zusammengesetzter elektrischer Isolierkoerper - Google Patents
Zusammengesetzter elektrischer IsolierkoerperInfo
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- DE679217C DE679217C DES99345D DES0099345D DE679217C DE 679217 C DE679217 C DE 679217C DE S99345 D DES99345 D DE S99345D DE S0099345 D DES0099345 D DE S0099345D DE 679217 C DE679217 C DE 679217C
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Description
- Zusammengesetzter elektrischer Isolierkörper Zuqatz zum Patent 677 718 Das Patent 677 718 bezieht sich auf aus für sich fertiggestellten Einzelteilen zusaminengesetzte Isolierkörper, insbesondere aus keramischein Material für elektrische Apparate, bei denen die Einzelteile an ihren Stoßflächen derart fein aufeinander abgestimmt sind, daß die elektrische Festigkeit der Stoßfugen, die wesentlich kürzer sind als die Überschlaghöhe des Isolators, in der Größenordnung derjenigen der Einzelteile selbst liegt.
- Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung der in diesem Patent 677 71S geschützten Erfindung.
- Gemäß der Erfindung werden in die vorzugsweise mit Dichtungsmaterial ausgefüllte Fuge zwischen den vor der Zusammensetzung an den Stoßflächen zweckmäßig glattgeschliffenen Isolierkörperteilen wenigstens eine oder mehrere Kammern eingeschaltet, die wenigstens teilweise von Dichtungsmaterial frei sind. Vorzugsweise erstrecken sich die Kammern in Form einer Rinne an der - Stoßfläche über die ganze Fugenläng# und verlaufen senkrecht zum elektrischen F, el de. Besonders vorteilhaft ist es, die Kammern hoch zu evakuieren. Auf diese Weise wird in die Fuge eine Strecke von praktisch unbegrenzter elektrischer Festigkeit eingeschaltet, Die von Füllmitteln wenigstens teilweise freien Kammern in der Stoßfuge des Erfindungsgegenstandes sind nicht nur dann von Vorteil, wenn sie evakuiert sind, sondern sie können mit Vorteil auch angewendet werden, Wenn der Isolierkörper etwa nach Art einer Kondensatordurchführung mit schichtartig unterteiltem Dielektrikum ausgeführt werden soll.
- Sie erleichtern ferner den Feinschliff, da die Schleiffläche infolge ihrer Anbringung verkleinert werden kann. Auch können die Kammern namentlich bei größeren Isolierkörpern das Zusammenpressen erleichtern, da sie bei zu stark auf die Stoßflächen aufgetragenem Fülldielektrikum den überschuß dieses Stoffes in sich aufnehmen können.
- An sich sind bei einer aus mehreren Teilen zusammengesetzten ölgefüllten Hochspannungsdurchführung Rillen in den Stoßfugen der den Durchführungskörper bildenden Teile, in denen zur Abdichtung gegen das Auslaufen der Ölfüllung elastische Dichtungen z.B. aus geöltem Löschpapier angeordnet sind, bereits bekannt. Diese Mittel sind jedoch lediglich vorgesehen, um im Interesse der Abdichtung einen möglichst hohen' Flächendruck zwischen den Teilen.der Durchführung züi erzielen.
- Auch die - Verwendung von evakuierten Räumen zur Erhöhung der Durchschlagsicherheit von Isolierkörpern ist an sich bereits bekannt.
- - Im folgenden soll die Erfindung näher an Hand der in der Zeichnung dargestellten Beispiele erläutert werden.
- In Fig. i ist im Schnitt eine zusammengesetzte Porzellankapsel zur Isolierung einer Meßwandlerwicklung dargestellt. i ist die gekapselte Wicklung, 2 ist der eine, 3 der andere Teil des Isolierkörpers. A, B ist die Fuge. An den Stoßflächen sind die Körper -9 und 3 glattgeschliffen; der Fugenspalt ist durch gehärtetes Kunstharz o. dgl. ausgefüllt.
- Erfindungsgemäß sind die Isolierkörper 2, 3 an den Stoßflächen mit Rinnen 20 und 30 versehen, die nach dein Zusammensetzen des Isolierkörpers in die Fugen eingeschaltete Kammern bilden. Die Kammern sind hochevakuiert und wenigstens teilweise von dem Füllmaterial der Fuge frei.
- Zwecks Evakuierung der Kammer werden beispielsweise die mit ungehärtetem Kunstharz benetzten Teile 2, 3 zusammengesetzt und in den Vakuumbehälter gebracht, wo sie zunächst evakuiert werden. Dabei kann das Evakuieren dadurch erleichtert werden, daß in der Stoßfuge schmale Kanäle zwischen dem Kunstharz frei gelassen werden. Sobald die Evakuierung genügend weit vollzogen ist, wird der Isolierkörper durch Bestrahlung oder Beheizung auf die für die Härtung des ]Füllmaterials erforderliche Temperatur gebracht; gleichzeitig wird ein solcher Druck auf die Teile ausgeübt, daß das Füllmaterial die ganze Stoßfuge anfüllt und die vorher zum Zwecke der Evakuierung vorgesehenen Kanäle beseitigt werden.
- Auch ist es möglich, die Kammern vor dein Zusammensetzen des Isolierkörpers ganz oder teilweise mit Kunstharz anzufüllen und sie erst nach dem Aufeinandersetzen der Isolierkörperteile zu evakuieren. Das Kunstharz wird dann beim Evakuieren zum Teil herausgesaugt, bleibt aber noch in solchen Mengen an den Stoßflächen haften, daß eine genügende Benetzung gesichert ist.
- Fig. ?- zeigt einen ähnlichen Isolierkörper, bei dem jedoch der Teil 2 teilweise doppelwandig ausgeführt ist, um durch Zwischenschaltung von hochevakuierten Kammern 4 auch an den der Fuge A, B ferner liegenden Teilen des Isolierkörpers die elektrische Festigkeit zu erhöhen.
- 11-1 Fig. 3 zieht sich die Vakuumkainmer4 durch den auf der oberen Seite der FugeA, B liegenden Abschnitt des Isolierkörpers vollständig hindurch; dieser Abschnitt besteht aus zwei ineinandergeschobenen Teilen 5, 6.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i.
- Aus für sich fertiggestellten Einzelteilen zusammen- setzter Isolierkörpe "e r, insbesondere aus kerainischem Material für elektrische Apparate, dessen Einzelteile an den Stoßflächen derart fein aufeinander abgestimmt sind, daß die elektrische Festigkeit der Stoßfuge, die wesentlich kürzer ist als die Überschlaghöhe des Isolators, in der Größenordnung des ungeteilten Materials liegt, nach Patent 677718, dadurch gekennzeichnet, daß in die Fuge wenigstens teilweise von Füllmitteln freie Kammern eingeschaltet sind. :2.
- Isolierkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Kammern in Form von Rinnen o. dgl. über die ganze Länge der Fuge erstrecken und vorzugsweise senkrecht - zu den elektrischen Feldlinien verlaufen. 3. Isolierkörper nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern hoch evakuiert sind,
- 4. Verfahren zur Herstellung von Isolierkörpern nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Fugen eingeschalteten Kammern spätestens vor vollständiger Erhärtung oder Durchhärtung des Fugenfüllmaterials durch die Dichtungsfuge hindurch evakuiert werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99345D DE679217C (de) | 1931-06-21 | 1931-06-21 | Zusammengesetzter elektrischer Isolierkoerper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99345D DE679217C (de) | 1931-06-21 | 1931-06-21 | Zusammengesetzter elektrischer Isolierkoerper |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE679217C true DE679217C (de) | 1939-07-31 |
Family
ID=7522173
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES99345D Expired DE679217C (de) | 1931-06-21 | 1931-06-21 | Zusammengesetzter elektrischer Isolierkoerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE679217C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE754570C (de) * | 1940-05-23 | 1953-03-23 | Aeg | Topfstromwandler |
-
1931
- 1931-06-21 DE DES99345D patent/DE679217C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE754570C (de) * | 1940-05-23 | 1953-03-23 | Aeg | Topfstromwandler |
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