DE67954C - Noppengewebe mit einlancirten Grundroustern - Google Patents
Noppengewebe mit einlancirten GrundrousternInfo
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- DE67954C DE67954C DENDAT67954D DE67954DA DE67954C DE 67954 C DE67954 C DE 67954C DE NDAT67954 D DENDAT67954 D DE NDAT67954D DE 67954D A DE67954D A DE 67954DA DE 67954 C DE67954 C DE 67954C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D27/00—Woven pile fabrics
- D03D27/02—Woven pile fabrics wherein the pile is formed by warp or weft
- D03D27/06—Warp pile fabrics
- D03D27/08—Terry fabrics
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. W
Der Maschen- oder Schiingenstoff, auch bekannt unter dem Namen Frottirstoff oder englischer
Handtuchstorf, ist bekanntlich ein Gewebe, welches beiderseits zahlreiche, aus
Kettenfäden gebildete Schlingen aufweist, welche ohne Anwendung einzuschiefsender Nadeln,
wie solche bei Herstellung von Sammt in Verwendung kommen, erzeugt werden.
Bei der Bildung dieses durch Vor- und Rückarbeiten am Jacquard-Stuhl hergestellten
Stoffes findet eine stark gespannte und eine besondere, schwach gespannte Kette (Noppenkette)
Anwendung; letztere wird mit der GaI-lirung verbunden, während die erstere (Grundkette)
abwechselnd durch die Maillons zweier vor oder hinter der Gallirung angebrachter,
mit Doppelplatinen für die Vor- und Rückarbeit versehener Schäfte hindurchgezogen wird.
Es sind also auch zwei Kettenbäume nothwendig und werden nach Herstellung des
Saumes irgend eine gewählte Anzahl Schufsfäden dicht an einander, jedoch in einem gewissen
Abstand von dem letzten Schufsfaden, eingeschossen und dann gemeinsam gegen die früheren Schufsfaden angeschlagen. Diese
Schufsfaden ziehen die schwach gespannte Kette mit, während sie sich über die stark gespannte
hinschieben. Die Noppenkette stellt sich hierbei in Form einer Masche oder Noppe auf,
wobei der betreffende Kettenfaden vor der Bildung der Noppe (im Sinne der Arbeitsrichtung
genommen) im Grunde verschlungen wird.
Die Art der Herstellung solcher Schleifenstoffe unter Anwendung nur eines einzigen
Broschirschusses bietet nichts Eigenthümliches dar und ist allgemein üblich.
Bisher war man jedoch nicht im Stande, Schleifenstoffe als mehrschützige Waare derart
herzustellen, dafs ohne Beeinträchtigung der Schlingenbildung gleichzeitig mit den Maschen
im Grunde befindliche Figuren erzeugt werden konnten.
Vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung solcher zwei- oder
mehrschütziger Maschenstoffe mit in den Grund eingewebten oder einbroschirten Figuren.
Zu diesem Zwecke wird zuerst ein Dessin hergestellt, welches zunächst die erforderliche
Bindung für die Maschen nach der Ober- und Unterseite enthält, so dafs die diesem Dessin
entsprechenden Karten derJacquard- Maschine nur die Bildung von Maschen oder von glattem
Grund, wie es die Figur verlangt, bewirken.
In dieses Dessin wird hierauf die Zeichnung, welche in den Grund eingeschossen oder einbroschirt
werden soll, eingetragen.
In beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 eine so hergestellte Patrone beispielsweise für sieben
Schufs dar, in deren Dessin die einzuschiefsende oder einzubroschirende Figur eingetragen ist.
Sobald diese Patrone hergestellt ist, wird zur Verbindung der danach angefertigten Karten
geschritten, wobei hauptsächlich darauf zu sehen ist, dafs der Kurs des Rapportes mit
einer Karte für die Grundbindung anfängt bezw. bei der Aneinanderreihung der Kurse
mit einer solchen Karte endigt.
Mit Berücksichtigung dieses Umstandes ist die Verbindung der Karten und die Arbeit an
der Jacquard-Maschine hierbei folgende:
1. Karte Grundbindung
I. Karte Figurenschufs
2. Karte Grundbindung
II. Karte Figurenschufs
3. Karte Grundbindung
III. Karte Figurenschufs
4. Karte Grundbindung.
Es werden alle diese sieben Schüsse gemeinsam angeschlagen, wodurch die Schlingen
dem Muster entsprechend auf der Ober- oder Unterseite des Stoffes entstehen und durch den
letzten Schufs, wie verlangt, in ihrer Lage gehalten werden.
Der IV. Figurschufs kann dann gleich darauf an die Waare geschlagen werden, worauf
wieder der erste Schufs der Grundbindung (1. Karte des Kurses) folgen mufs, der dann
ebenfalls angeschlagen werden mufs u. s. w.
Wie man sieht, wechselt hier (zum Unterschied von der bisher üblichen Arbeitsweise
mit einem einzigen Broschirschufs) immer ein Grundschufs und ein Figurschufs ab, ohne
dafs hierbei die Maschenbildung beeinträchtigt würde.
Die zum Zustandekommen dieses Gewebes erforderliche Einrichtung des Jacquard-Stuhles
zeigt Fig. 2 der Zeichnung. Wie ersichtlich, sind α und b die beiden Kettenbäume,
a1 und bl die Ober- bezw. die Unterkette;
A ist die durch den Tritt T in Bewegung zu setzende Jacquard-Maschine, in
deren Gallirung c beide Ketten eingezogen sind, und d1 bis d"' sind vier Flügel mit langen
Litzen / zur Erzeugung des glatten Maschenstoffes. ■ Die Fig. 3 stellt die Schnürung, die
Einziehung der beiden Ketten α1 und i»1 in
die Gallirung c und den Zettel dar.
Die vier Flügel d! bis d* mit den langen
Litzen / werden durch die gewöhnliche Schnürung des sogen. Contremarches mit den erforderlichen
Tritten D verbunden.
Im gegebenen Falle sind drei solcher Tritte D vorhanden, wie dies aus dem in
Fig. 3 rechts dargestellten Zettel auch ersichtlich ist.
Wie beim gewöhnlichen Webstuhl sind die vier Schäfte d' bis d* an vier doppelarmigen
Hebeln h befestigt und (vier) lange, sowie (vier) kurze Quertritte e1 bis e4 bezw.y1 bis f* angeordnet,
deren Verbindung mit den Tritten D durch den Zettel festgestellt ist. Es ist also
beispielsweise der III. Tritt D mit den langen Quertritten e1 und e4 und den kurzen Quertritten
/2 und /3, der II. Tritt D mit den
langen Quertritten e'2 und e4 und den kurzen
Quertriften fl und f3 verbunden, so dafs
durch Tritt III dl und dl gehoben und gleichzeitig
d- und d3 gesenkt werden u. s. w. In der Zeichnung ist der Deutlichkeit halber blos
der III. Tritt D dargestellt.
Wie erwähnt, dient zur Herstellung des glatten Schiingenstoffes die im Vorhergehenden
beschriebene Einrichtung am Webstuhl, während zur Erzeugung des Saumes die Jacquard-Maschine
A in Thätigkeit gesetzt werden mufs.
Da hierbei das Anschlagen der Lade erst nach dem siebenten Schufs erfolgt, ist es von
Vortheil, die Lade während der ersten sechs Schüsse derart zu halten, dafs sie nicht angeschlagen
werden kann.
Zu diesem Zwecke ' ist ein Hemmgitter g vorhanden, welches das Bestreben hat, die
Lade zu halten, so dafs diese nicht in das Fach geschlagen werden kann. Das Ende gl
des Hemmgitters ist durch eine Schnur s1 mit einem Hebel 5 verbunden (s. Fig. 4), der, wie
ersichtlich, vorn Maschinentritt T nur dann bethätigt wird, wenn letzterer in der Richtung
des Pfeiles α gegen den Hebel s verschwenkt wird. Nach dem siebenten Schufs verschiebt
nun der Weber mittelst des Fufses den Tritt T derart, dafs er in die punktirte Lage gelangt,
wodurch Hebel s und Hemmgitter g nach abwärts bewegt und die Lade freigegeben wird.
Die in Fig. 4 gezeichnete Einrichtung kann in mannigfacher Weise abgeändert werden.
So könnte, da bei Herstellung glatter Maschenstoffe die Lade schon bei dem dritten Tritt D
angeschlagen werden mufs, das Hemmgitter mit dem Tritt III (D) durch eine Schnur oder
dergleichen verbunden werden.
In Fig. 2 ist ein Hemmgitter g gezeichnet, welches nicht vom Maschinentritt T, sondern
von der Maschine A selbst bethätigt wird. Es ist nämlich im Vordergeschirr der Maschine
eine besondere Platine vorhanden, welche durch eine Schnur k mit dem Hemmgitter,
derart verbunden ist, dafs beim Anheben der Platine das Hemmgitter von der Lade entfernt
und diese freigegeben wird. Es wird dann die entsprechende Karte der Maschine mit
einer Durchlochung versehen. Im gegebenen Falle würde jede siebente Karte eine solche
Durchlochung erhalten.. Der Weberegulator m des Webstuhles wird von den Hebeln D aus
mittelst Schnüre η η und eines doppelarmigen Hebels 0 bewegt (Fig. 2).
Die mit dem derart eingerichteten Jacquard-Stuhl vorgenommene, im Vorstehenden beschriebene Arbeitsweise empfiehlt sich aus dem
Grunde, weil der Stoff sonst nicht rein wird, sondern im glatten Grunde Schlingen entstehen,
welche das Aussehen der Waare beeinträchtigen.
Wie leicht einzusehen, kann der Stoff auch als broschirter Stoff hergestellt werden, d. h.
der Figurschufs durch Anwenden von Broschirladen blos auf die der Figur entsprechende
Breite hin- und hergeführt werden. ■
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Noppengewebe (Frottirtuch), in doppeltem Sinne dergestalt gemustert, dafs die linke Seite beliebig gestaltete (mit dem Jacquard-Getriebe hergestellte) Noppenmuster auf glattem Grün de j die rechte Seite die ergänzenden Noppenmuster auf einem Grunde darbietet, der mit Hülfe besonderer Figurschüsse nach Art eines bestickten Gewebes gemustert (lancirt) ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67954C true DE67954C (de) |
Family
ID=341532
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67954D Expired - Lifetime DE67954C (de) | Noppengewebe mit einlancirten Grundroustern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67954C (de) |
-
0
- DE DENDAT67954D patent/DE67954C/de not_active Expired - Lifetime
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