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Mit Saugeinrichtungen ausgerüstete Förderwalze in Papierbearbeitungsmaschinen
Es ist bekannt, Einzelblätter, z. B. bei Druckmaschinen, ;an Stelle von Greifern
mittels Ansaugung auf den Druckwalzen während der Bearbeitung festzuhalten. Diese
Führung der Blätter mittels Ansaugung hat gegenüber der Greiferführung den Vorteil,
daß sie bedeutend höhere Umdrehungszahlen zuläßt, weil dabei jede Hinundherbewegung
der Haltemittel wegfällt.
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Wenn es sich aber darum handelt, Einzelblätter mittels Ansaugung im
selben Arbeitsgang von einem in. ein anderes Walzensystem überzuleiten, wie es bei
gemischten Bearbeitungsmaschinen, z. B. kombinierten Druck-, Schneid- und Klebemaschinen,
nötig ist, so ließ bisher das Register zu wünschen übrig, d. h. der Passer ,ging
bei den Überleitungen in die verschiedenen Systeme mehr und mehr verloren, so daß
das Aussehen des fertigen Werkstückes niemals ganz einwandfrei war.
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Die Ursache des Passerverlustes bei den Überleitungen zu den Walzensystemen
war, wie auch der Erfolg vorliegender Erfindung bestätigt, in unbestimmten Verzögerungen
von Abgabe und Ansaugung beim übernahmevorgang zu suchen. In der Abgabe blieb trotz
Drosselung der Saugluft das Vakuum mehr oder weniger unregelmäßig lange bestehen..
Aber auch die Saugwirkung der übernahmewalze war zeitlich nie so genau herheizuführen.
Die Blätter waren deshalb nicht in allen Phasen des Übernahmevorganges. zwan;gs,-läufig
geführt.
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Je nach den Bauverhältnissen solcher Maschinen ist die Luftpumpe mehr
oder weniger weit von den Saugstellen untergebracht, so daß immer eine längere Zuleitung
nötig ist. Die längeren Zuleitungen, sind ebenfalls eine Ursache für die unbestimmte
Saugwirkung. Der Übelstand wurde bisher durch entsprechendes Früherstellen der Ventilbewegungen
behoben; indessen muß@ten diese Nachstellungen bei jeder Änderung in der Arbeitsgeschwindigkeit
der Maschinen vorgenommen werden.
Durch die Erfindung werden diese
Unregelmäßigkeiten dadurch ausgeschlossen, d,aß die jeweilige Abgabewalze mit einer
zweiten Ansaugstelle versehen ist, die um einen gewissen Betrag in der Umdrehungsrichtung
der Walze zurückliegt. Hierdurch bleibt das Blatt noch so lange in fester Verbindung
mit der Abgabewalze, bis die berste Ansaugung gedrosselt und das Blatt bereits mit
der übernahmewalz.e fest verbunden ist.
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Zweckmäßig wird hierbei gleichzeitig mit der Abdrosselung der Saugleitung
in .an sich bekannter Weise Außenluft zugeführt. Dadurch erfolgt die Freigabe des
Blattes plötzlich und endgültig. Verzögerungen in der Abgabe der Blätter unterbleiben.
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Die besondere Leitung der Saugwirkung und die plötzliche und restlose
Aufhebung des. Vakuums nach der Erfindung ist mit verschiedenen .bekannten Mitteln
zu erreichen.
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In der gezeigten Ausführungsform wird das bei derartigen Umlaufventilen
machteilige Festsaugen von umlaufendem Walzenkörper und ruhendem Flansch durch Einbau
eines Druckkugellagers an der Berührungssteile der Flanschen vermieden.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, und
zwar zeigen: Abb. i die Walzenanordnung ;geschnitten, Äbb. 2 dieAusgestaltung des
Flanschventils, speziell die Saug- und Frischluftzuführung, Abb. 3 die Hauptwalze,
zum Teil im Längsschnitt.
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In Abb. i ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
und zwar zeigt die Abbildung zwei Walzensysteme, dämlich eine Schneidvorrirhtun,g,
bestehend aus der Hauptwalze 4 und der Schneidwalze 5 sowie aus einer Druckvorrichtung,
bestehend aus einer Umleitwalz@e 6, der Plattenwalze 7, der Druckwalze 8 und einer
zweiten Umleitwalze 9.
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Als Ausführungsbeispiel ist eine Maschine gewählt bei welcher Briefumschlagformschnitte
.gedruckt und im selben Arbeitsgang mit einem Fensterausschnitt versehen werden.
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Die Einzelblätter- werden dem Blätterstapel i von unten her durch
das Walzenpaar 2 und 3 in bekannter Weise entnommen und in der Pfeilrichtung .der
Hauptwalze 4 zugeleitet, wobei die Blätter an ihren Vorderlmnten durch Saugwirkung
festgehalten werden. Die Hauptwalze 4 ist so eingestellt; daß, wenn die Vorderkante
des Blattes von Walze 2 in die Berührungslinie von 3 und 4 kommt, die Sauglöcher
io und später die Sauglöcher i i das Blatt erfassen können. Das Blatt wird nunmehr
bis zu der Berührungslinie der Walzen 4 und 6 mitgenommen. Hier wird es von der
Walze 6 übernommen, während die Saugwirkung der Löcher i o, aufgehoben wird. Die
Saugwirkung der Löcher i i bleibt jedoch aufrechterhalten, bis das Blatt von der
Walze 6 fest erfaßt ist.
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Durch die Umleitwalze 6 wird das Blatt der Walze 8 übergeben. Auch
hier wird es, genau wie bei 6 und 4, von Sauglöchern übernommen, durch die Druckvorrichtung,
bestehend aus den Walzen 7, 8, geführt und endlich gegen die zweite Umleitwalze
9 wieder von der Hauptwalze 4 übernommen. Es wird jetzt von der Walze 4 durch die
Schneidstufe, hestehend aus der Walze 5, geführt, wo die gewünschte Fensteröffnung
ausgeschnitten wird: Um die zur überleitung der einzelnen Werkstücke von dem einen
in das andere Walzensystem notwendige plötzliche Herstellung und Vernichtung des
Vakuums zu erreichen, ist ein feststehender Flansch 13 vorgesehen, dessen Stirnseite
die eine Stirnseite der Walze q. bedeckt. In dem feststehenden Flansch 13 ist der
Saugkanal. 14 und der Frischluftkanal15 eingefräst (Abb.2).
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In der Stirnseite der Walze sind rechteckige, mit den Kanälen 14,
15 korrespondierende Öffnungen 17 und 18 vorhanden, die wieder durch je eine in
den Walzenkörper eing@elassene Saugleitung 16, 16' mit den Sauglöchern io und i
i verbunden sind.
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Um eine Hemmung, Wärmeentwicklung und damit zusätzlichen Kraftverbrauch
durch Festsaugen des feststehenden Flansches mit der Stirnseite der Walze 4 zu vermeiden,
ist zwischen Flansch 13 und der Stirnseite der Walze 4 ein Druckkugellager i9 eingebaut.
Das Kugellager i9 ist so cingepaßt, daß Flansch und Stirnseite der Walze sich gerade
berühren. In den feststehenden Flansch 13 mündet die von einer nicht gezeichneten
Rotationsluftpumpe kommende Saugleitung 20; die mit der Kammer 15 in Verbindung
steht: Die Saugleitung 2o hat eine Abzweigung 21: Sowohl die Saugleitung 20 und
die AbzweigUng 21 können durch die Absperrhähne,22 und 23 abgesperrt werden. Die
Abzweigung 21 dient zur Frischluftzuführung in die Kammer 15, wenn die Einzelblätter
über das Druckwerk laufen sollen: In diesem Falle ist der Hahn 23 der Leitung 21
geöffnet. Wenn Blätter bearbeitet werden, die nicht bedrückt werden, also nicht
über das Druckwerk, sondern direkt in die Schneidstation laufen sollen; so wird
.der Hahn 23 geschlossen und der Hahn 22 geöffnet. Die Kammer 15
wird also
unter Vakuum gesetzt.
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Gleichzeitig wird durch eine nicht gezeichnete Absperrvorrichtung
auch die Saugwirkung der Walze 6 aufgehoben, so daß das Blatt von der Walze 4 direkt
durch die Schneidstufe geführt wird. Von der nicht dargestellten Luftpumpe kommt
eine zweite Saugleitung 24, die in die Saugkammer 14 führt. Diese Kammer steht dauernd
unter -Vakuum.
An den 'feststehenden Flansch 13 ist, von der Luftpumpe
kommend, eine dritte Saugleitung 25 für die Saugkammer 26 angeschlossen. Durch die
Saugkammer 26 wird die Ansaugung des Blattes bis zur endgültigen Ablage aufrechterhalten.
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In Abb. ?. ist der Vorgang in vergrößertem Maße dargestellt.
In der Darstellung ist der Moment festgehalten, wo die erste Saugleitung bzw. die
Öffnung 17 im Walzenkörper q. die Frischluftkammer 15 erreicht hat, während
die zweite Saugleitung bzw. die öffnun;g 18 im Walzenkörper q. :noch unter
dem Vakuum der Kammer i ¢ steht.