DE68073C - Vorrichtung zur Herstellung von Eisplatten durch die Kälte der Luft - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Eisplatten durch die Kälte der Luft

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DE68073C
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Germany
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water
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coldness
ice sheets
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Application number
DENDAT68073D
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English (en)
Original Assignee
P. M. F. LAURENT in Paris, 70 rue de Rivoli
Publication of DE68073C publication Critical patent/DE68073C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25CPRODUCING, WORKING OR HANDLING ICE
    • F25C1/00Producing ice
    • F25C1/02Producing natural ice, i.e. without refrigeration

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Devices That Are Associated With Refrigeration Equipment (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Zweck vorliegender Erfindung ist, die Eiskeller im Winter mit Eis zu versehen, das an Ort und Stelle und unter Ausnutzung der Kälte der Luft hergestellt wird.
Das Verfahren besteht darin, dafs Wasser dadurch zum Gefrieren gebracht wird, dafs man es in Form dünner Schichten mit der Luft in Berührung bringt, wenn die Temperatur derselben weniger als o° beträgt, so dafs die Masse des Eises von innen nach aufsen zunimmt.
Bei diesem Verfahren ist das zum Gefrieren zu bringende Wasser immer mit der kühlenden Luft in Berührung und der Austausch der Wärme zwischen Luft und Wasser erfolgt viel leichter, als wenn man eine Eisschicht zwischen der Luft und dem Wasser entstehen läfst.
Es ist also das Verfahren nach vorliegender Erfindung durch die vorstehend beschriebene Art des Gefrierenlassens gekennzeichnet.
Wird auf eine Metallfläche, die in einen Luftraum von unter o° gestellt ist, Wasser in solcher Menge gegossen, dafs es durch Adhäsion an der Platte haften bleibt, so wird dieses Wasser in einer je nach Beschaffenheit der Luft veränderlichen Zeit zum Gefrieren gelangen. Giefst man dann auf diese Eisschicht eine an derselben haften bleibende Wassermenge, so bildet sich eine zweite Eisschicht, welche mit der zuerst gebildeten Schicht sich zu einem Körper vereinigt. Fährt man in der angegebenen Weise weiter fort, so erhält man — vorausgesetzt,- dafs die Kälte eine andauernde ist — eine Eisschicht von brauchbarer Stärke.
Man kann auch ohne Unterbrechung arbeiten, dadurch, dafs man auf das eine Ende der Fläche beständig Wasser in solcher Menge giefst, dafs dasselbe vollständig zum Gefrieren gelangt, was man dadurch erzielt, dafs man am anderen Ende nur einige Tropfen ablaufen läfst.
Die Fläche, auf welcher man arbeitet, kann eine beliebige Form, Neigung und Ausdehnung haben; zweckmäfsig ist aber die in Fig. 1 durch einen lothrechten Schnitt dargestellte Anlage.
Der Apparat mufs in unmittelbarer Nähe des Eiskellers aufgestellt werden, so dafs das Einbringen des Eises unter möglichster Beschränkung der Handarbeit bewirkt werden kann. Am besten findet der Apparat im Dach des Eiskellers Aufstellung.
Der Apparat besteht aus vier Eisenblechpfannen ABCD, die über einander liegen und bei denen das Wasser aus der obersten Pfanne der Reihe nach in die darunter liegenden Pfannen herabfällt. Die Ablaufflächen A1B1C1D1 sind mit Löchern oder Schlitzen von der in Fig. 2 ersichtlichen Gestalt versehen. Das Wasser fliefst auf die FlächeJ ohne einen merklichen Stand zu erreichen. Das Wasser strömt im Rohr T zu, und zwar in einer durch die Stellung des Hahnes R derartig geregelten Menge, dafs nur wenige Tropfen am Ablauf D1 der unteren Pfanne herab-
fallen. Diese Regelung kann mit der Hand oder in der nachstehend beschriebenen Weise selbsttätig erfolgen.
Das Wasser gelangt nach dem oberen Theil des Apparates durch ein Rohr T1, welches ein mit sehr feinen Löchern versehenes Rohr M speist.
Die genannten Rohre sind möglichst hoch über der Pfanne A A1 angeordnet, so dafs das in Gestalt sehr feinen Regens herabfallende Wasser unmittelbar mit der kalten Luft in Berührung ist, wobei die niedrige Temperatur, welche das Wasser annimmt, das Gefrieren in den Pfannen wesentlich beschleunigt.
Diese Art der Zuführung von Wasser ist jedoch nur bei genügend ruhigem Wetter anwendbar. Wenn der Wind zu stark ist, so läfst man das Wasser durch das Rohr T'2 unmittelbar in die Pfanne A A1 lau fen. . .
Die selbsttätige Regelung des Wassers wird in folgender Weise bewirkt. Das aus der letzten Pfanne bei D1 ablaufende Wasser wird in einem Trichter H aufgefangen und gelangt in einen mit Ablauf versehenen Behälter V. Dieser Behälter kann behufs Aenderung des Niveaus des Ablaufes höher oder niedriger aufgestellt werden und steht durch ein biegsames Rohr mit einem feststehenden Behälter X in Verbindung, in welchem ein hinsichtlich seines Gewichtes ausgeglichener, auf den Hahn R wirkender Schwimmer Y sich befindet. Die Durchgangsöffnung dieses Hahnes hängt also von dem Wasserstand im Behälter X' ab. An genanntem Behälter X sitzt ein mit zwei Hähnen U und Z versehenes Ablaufrohr, von denen U ganz geöffnet oder geschlossen wird, während Z zur Regelung des Ablaufens dient.
Die Ingangsetzung und der Betrieb des Apparates ist folgender:
Man stellt den Hahn Z so ein, dafs der Ablauf des Wassers tropfenweise erfolgt; da Hahn U offen ist, so entleert sich der Behälter X allmählich und Hahn R öffnet sich.
Wenn diejenige Wassermenge, welche in dem Apparat zum Gefrieren gebracht werden kann, überschritten ist, so läuft der Ueberschufs in den Trichter und steigert, nachdem das Wasser durch den Behälter V geströmt ist, den Wasserstand im Behälter X, was ein Schliefsen des Hahnes R zur Folge hat.
Das Gleichgewicht stellt sich her, wenn der Ueberschufs an nicht in Eis verwandeltem Wasser gleich dem Abflufs von Wasser aus dem Hahn Z ist. In gewissen Fällen ist es von Vortheil, das Wasser mit Unterbrechung zuströmen zu lassen.. Man erzielt dies dadurch, dafs man das Niveau des Ablaufes am Gefäfs F über die Linie F verlegt, welche im Gefäfs X der völligen Absperrung des Hahnes entspricht. In diesem Falle wird der Ueberschufs des nach dem Trichter strömenden Wassers die Behälter V und X bis zum Niveau des Ablaufes anfüllen, wobei der Hahn R während der gesammten Zeit geschlossen bleibt, welche nöfhig ist, damit der Ablauf aus dem Hahn Z den gewöhnlichen Wasserstand auf die Linie F zurückbringt.
Die Ingangsetzung oder die Aufserbetriebstellung des Apparates wird durch Oeffhen und Schliefsen des Hahnes U bestimmt, welcher durch eine Metallplatte S bethätigt wird, gegen welche man ununterbrochen Wasser in Form von Tropfen antreffen läfst.
So lange das Gefrieren nicht stattfindet, ist das Gewicht der Metallplatte zum Oeffhen des Hahnes ungenügend, sowie aber die Platte mit einer Eisschicht bedeckt wird, öffnet sich der Hahn. Wenn die Temperatur wieder über o° steigt, so verschwindet das Eis von der Platte, welche ihr normales Gewicht wieder erhält und den Hahn verschliefst.
Man kann den Hahn auch mit der Hand bewegen oder ihn durch einen Elektromagneten bethätigen, dessen Magnetisirung durch ein Thermometer bestimmt wird.
Das Einsammeln des Eises erfolgt, nachdem es eine genügende Stärke erhalten hat; man zertheilt es dann in regelmäfsige Blöcke, welche man von der metallenen Wandung durch geringes Anwärmen der letzteren mittelst eines fahrbaren Herdes oder mittelst Dampfstrahles ablöst. Man bringt an der einen Wand einer jeden Pfanne einen verschiebbaren Theil an, den man zur Entfernung der Blöcke wegnehmen kann.
Die Mündungen der Rohre M oder T'2 müssen gegen Frost geschützt werden, der die ersteren verstopfen und dadurch den Gang des Apparates aufhalten kann. Diese Rohre erhalten deshalb eine Mantelung, in welcher man die heifseh Gase einer Feuerungsanlage oder einen Dampfstrahl circuliren läfst.
Um Eis von homogener Beschaffenheit zu erhalten und die Fähigkeit der Kältebildung seitens der Atmosphäre bestmöglich auszunutzen, müssen sowohl die Anordnung des Apparates, sowie die Regelung des Wasserzulaufes in gewissem Mafse sich den klimatischen Verhältnissen anpassen.
Für sehr niedrige Temperaturen kann man etwas geneigt stehende Pfannen anwenden und das Wasser ununterbrochen laufen lassen. Wenn dagegen die Temperatur weniger kalt ist, so empfiehlt es sich, den Pfannen eine starke Neigung zu geben und das. Wasser mit Unterbrechungen zulaufen zu lassen.

Claims (1)

  1. Patent-Α nsPRUCη:
    Eine Vorrichtung zur Herstellung von Eisplatten durch die Kälte der Luft, dadurch gekennzeichnet, dafs mehrere Pfannen (A D), in welchen die Eisplatten gebildet werden sollen, über einander angeordnet sind, und von dem in Sprühregenform aus dem Rohr M herabfallenden oder unmittelbar über der obersten Pfanne aus dem Rohr T2 eintretenden Wasser der Reihe nach durchströmt werden, wobei eine selbstthätige Regelung des Wasserzulaufes zu den Pfannen durch das von der letzten Pfanne ablaufende Wasser mittelst der beiden communicirenden Behälter VX, des in letzterem angeordneten Schwimmers Y und des durch diesen Schwimmer zu verstellenden Hahnes -R in der Wasserzuleitung erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT68073D Vorrichtung zur Herstellung von Eisplatten durch die Kälte der Luft Expired - Lifetime DE68073C (de)

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