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Klebmittel zumVerkleben von mit wasserabstoßenden Oberflächen versehenen
Werkstoffen Der gewöhnliche handelsübliche Leim liegt entweder in flüssiger Form
vor, wobei die Klebkraft infolge eines hohen Prozentsatzes an Wasser verhältnismäßig
gering ist, oder man verwendet ein weniger Wasser enthaltendes Leimgemisch, welches
vor der Anwendung zunächst durch Erhitzen verflüssigt und heiß aufgetragen wird.
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Es sind auch Klebmittel bekannt, welche wäßrige, verhältnismäßig hoch
konzentrierte Leimlösungen darstellen, die infolge eines Gehaltes an verflüssigend
wirkenden Zusätzen auch in der Kälte flüssig bleiben.
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Die Erfindung bezieht sich demgegenüber auf die Verwendung einer stabilen,
kaltflüssigen Leim- oder Gelatinelösung mit besonderen Zusätzen zum Verkleben von
mit was= serabstoßenden Oberflächen versehenen Werkstoffen.. Das erfindungsgemäß
verwendete Klebmittel ist eine auch in der Kälte flüssige Leim- oder Gelatinelösung
mit einem Gehalt von mindestens zo°/o, berechnet auf die wäßrige, im allgemeinen
5oo/Qige Leimlösung, an in wasserlöslichen Lösungsmitteln gelöstem einwertigem Phenol,
dessen Salzen oder Substitutionsprodukten sowie einem Gehalt an Lösungs- oder Quellungsmitteln
für Celluloseverbindungen bzw. an deren Stelle Wachs-Lösungsmitteln. Gegebenenfalls
kann das Klebmittel noch Emulgierungsmittel, wie z. B. sulfonierte Öle oder Derivate
eines sulfonierten höheren Alkohols, enthalten. Diese stabile, kaltflüssige Leimlösung
von hoher Klebkraft wird verwendet zum Kleben von Folien oder Schichten u. dgl.
aus Celluloseestern, Celluloseäthern, Cellulosehydrat oder von gewachstem Papier
sowie anderen mit wasserabstoßenden Oberflächen versehenen Werkstoffen.
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Als Grundstoff der Klebmittel dienen verhältnismäßig konzentrierte
wäßrige Lösungen bzw. Aufquellungen von Leim, Gelatine oder ähnlichen wasserlöslichen
stickstoffhaltigen Kolloiden. Diesen wird Phenol bzw. ein Salz oder ein Substitutionsprodukt
von Phenol unter Mitverwendung eines wasserlöslichen Lösungsmittels, wie z. B. Methylalkohol,
zugesetzt.
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Besonders geeignet ist Kresol oder Phenolnatrium. Außerdem enthält
das Klebmittel ein Lösungs- oder Quellungsmittel für den zu klebenden Werkstoff
mit wasserabstoßender Oberfläche, wie beispielsweise Tetrahydronaphthalin, Chloroform,
Benzol, Toluol usw.
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Flüssige leimähnliche Mischungen in Emulsionsform, welche unter Verwendung
von
Kresol hergestellt sind, können bei längerem Stehen zum Absetzen
neigen. Wenn man daher Emulsionen erhalten will, welche während sehr langer Zeit
stabil bleiben sollen, wird an Stelle von Kresol zweckmäßig Phenol verwendet.
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Nachstehend werden einige Beispiele für die erfindungsgemäß verwendeten
Klebmittel gegeben: Beispiel i 5o Gewichtsteile handelsüblicher Leim werden aufgelöst
durch Erwärmen in 5o Gewichtsteilen Wasser, welchem i2 Gewichtsteile Kresol (99
bis iooo/oig) sowie 32 Gewichtsteile technischer Methylalkohol zugesetzt sind. Zu
iq.o g der so erhaltenen Leim-Kresol-Lösung werden 0,5 g einer 6oo%igen Lösung
des Natriumsalzes von sulfoniertem Laurylalkohol zugesetzt und vorzugsweise bei
einer Temperatur von. etwa 6o° innig mit der Lösung vermischt. Zu dem Gemisch werden
dann 30 ccm eines Lösungsmittelgemisches zugesetzt, welches aus gleichen
Raumteilen Toluol und Trichloräthylen besteht. , Das Gemisch wird i Minute lang
stark gerührt und stellt dann eine stabile Emulsion dar. Diese stabile kaltflüssige
Mischung ist zum Kleben von gewachstem - Papier und ähnlichen mit Wachs imprägnierte
Oberflächen aufweisenden Körpern geeignet.
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Um die Emulsion zum Verkleben von Folien u. dg1. aus Cellulose oder
Cellulosederivaten geeignet zu machen, wird an Stelle des Wachslösungsmittels ein
Lösungsmittel oder Quellmittel -für die zu behandelnde Celluloseverbindung einverleibt;
z. B. Tetrahydronaphthalin oder Dekahydronaphthalin im Falle von Folien aus Cellulosehydrat,
Chloroform oder Benzol im Falle von Cellulosetriacetat oder Butylacetat im Falle
der Nitrocellulose.
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Beispiel e Zu iq.o g der in Beispiel z beschriebenen Leim-Kresol-Lösung
werden o,5 g einer 6oo/oigen Lösung des Natriumsalzes von sulfoniertem Laurylalkohol
zugesetzt und mit der Lösung zweckmäßig bei etwas erhöhter Temperatur gut vermischt.
Zu der Mischung werden 2o ccm Tetrahydronaphthalin zugegeben und gut verrührt. Man
erhält eine stabile Emulsion, welche zum Kleben von Folien aus Cellulosehydrat vorzüglich
geeignet ist.
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Gegenüber bekannten kaltflüssigen Leimlösungen ergibt sich bei Anwendung
der beschriebenen Lösungen zum Verkleben von mit wasserabstoßenden Oberflächen versehenen
Werkstoffen der Vorteil, daß trotz des wasserabweisenden Charakters eine innige
Verbindung der verklebten Flächen erzielt wird.