DE681141C - Klebmittel zum Verkleben von mit wasserabstossenden Oberflaechen versehenen Werkstoffen - Google Patents

Klebmittel zum Verkleben von mit wasserabstossenden Oberflaechen versehenen Werkstoffen

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DE681141C
DE681141C DEC50840D DEC0050840D DE681141C DE 681141 C DE681141 C DE 681141C DE C50840 D DEC50840 D DE C50840D DE C0050840 D DEC0050840 D DE C0050840D DE 681141 C DE681141 C DE 681141C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H11/00Adhesives based on glue or gelatine

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • Klebmittel zumVerkleben von mit wasserabstoßenden Oberflächen versehenen Werkstoffen Der gewöhnliche handelsübliche Leim liegt entweder in flüssiger Form vor, wobei die Klebkraft infolge eines hohen Prozentsatzes an Wasser verhältnismäßig gering ist, oder man verwendet ein weniger Wasser enthaltendes Leimgemisch, welches vor der Anwendung zunächst durch Erhitzen verflüssigt und heiß aufgetragen wird.
  • Es sind auch Klebmittel bekannt, welche wäßrige, verhältnismäßig hoch konzentrierte Leimlösungen darstellen, die infolge eines Gehaltes an verflüssigend wirkenden Zusätzen auch in der Kälte flüssig bleiben.
  • Die Erfindung bezieht sich demgegenüber auf die Verwendung einer stabilen, kaltflüssigen Leim- oder Gelatinelösung mit besonderen Zusätzen zum Verkleben von mit was= serabstoßenden Oberflächen versehenen Werkstoffen.. Das erfindungsgemäß verwendete Klebmittel ist eine auch in der Kälte flüssige Leim- oder Gelatinelösung mit einem Gehalt von mindestens zo°/o, berechnet auf die wäßrige, im allgemeinen 5oo/Qige Leimlösung, an in wasserlöslichen Lösungsmitteln gelöstem einwertigem Phenol, dessen Salzen oder Substitutionsprodukten sowie einem Gehalt an Lösungs- oder Quellungsmitteln für Celluloseverbindungen bzw. an deren Stelle Wachs-Lösungsmitteln. Gegebenenfalls kann das Klebmittel noch Emulgierungsmittel, wie z. B. sulfonierte Öle oder Derivate eines sulfonierten höheren Alkohols, enthalten. Diese stabile, kaltflüssige Leimlösung von hoher Klebkraft wird verwendet zum Kleben von Folien oder Schichten u. dgl. aus Celluloseestern, Celluloseäthern, Cellulosehydrat oder von gewachstem Papier sowie anderen mit wasserabstoßenden Oberflächen versehenen Werkstoffen.
  • Als Grundstoff der Klebmittel dienen verhältnismäßig konzentrierte wäßrige Lösungen bzw. Aufquellungen von Leim, Gelatine oder ähnlichen wasserlöslichen stickstoffhaltigen Kolloiden. Diesen wird Phenol bzw. ein Salz oder ein Substitutionsprodukt von Phenol unter Mitverwendung eines wasserlöslichen Lösungsmittels, wie z. B. Methylalkohol, zugesetzt.
  • Besonders geeignet ist Kresol oder Phenolnatrium. Außerdem enthält das Klebmittel ein Lösungs- oder Quellungsmittel für den zu klebenden Werkstoff mit wasserabstoßender Oberfläche, wie beispielsweise Tetrahydronaphthalin, Chloroform, Benzol, Toluol usw.
  • Flüssige leimähnliche Mischungen in Emulsionsform, welche unter Verwendung von Kresol hergestellt sind, können bei längerem Stehen zum Absetzen neigen. Wenn man daher Emulsionen erhalten will, welche während sehr langer Zeit stabil bleiben sollen, wird an Stelle von Kresol zweckmäßig Phenol verwendet.
  • Nachstehend werden einige Beispiele für die erfindungsgemäß verwendeten Klebmittel gegeben: Beispiel i 5o Gewichtsteile handelsüblicher Leim werden aufgelöst durch Erwärmen in 5o Gewichtsteilen Wasser, welchem i2 Gewichtsteile Kresol (99 bis iooo/oig) sowie 32 Gewichtsteile technischer Methylalkohol zugesetzt sind. Zu iq.o g der so erhaltenen Leim-Kresol-Lösung werden 0,5 g einer 6oo%igen Lösung des Natriumsalzes von sulfoniertem Laurylalkohol zugesetzt und vorzugsweise bei einer Temperatur von. etwa 6o° innig mit der Lösung vermischt. Zu dem Gemisch werden dann 30 ccm eines Lösungsmittelgemisches zugesetzt, welches aus gleichen Raumteilen Toluol und Trichloräthylen besteht. , Das Gemisch wird i Minute lang stark gerührt und stellt dann eine stabile Emulsion dar. Diese stabile kaltflüssige Mischung ist zum Kleben von gewachstem - Papier und ähnlichen mit Wachs imprägnierte Oberflächen aufweisenden Körpern geeignet.
  • Um die Emulsion zum Verkleben von Folien u. dg1. aus Cellulose oder Cellulosederivaten geeignet zu machen, wird an Stelle des Wachslösungsmittels ein Lösungsmittel oder Quellmittel -für die zu behandelnde Celluloseverbindung einverleibt; z. B. Tetrahydronaphthalin oder Dekahydronaphthalin im Falle von Folien aus Cellulosehydrat, Chloroform oder Benzol im Falle von Cellulosetriacetat oder Butylacetat im Falle der Nitrocellulose.
  • Beispiel e Zu iq.o g der in Beispiel z beschriebenen Leim-Kresol-Lösung werden o,5 g einer 6oo/oigen Lösung des Natriumsalzes von sulfoniertem Laurylalkohol zugesetzt und mit der Lösung zweckmäßig bei etwas erhöhter Temperatur gut vermischt. Zu der Mischung werden 2o ccm Tetrahydronaphthalin zugegeben und gut verrührt. Man erhält eine stabile Emulsion, welche zum Kleben von Folien aus Cellulosehydrat vorzüglich geeignet ist.
  • Gegenüber bekannten kaltflüssigen Leimlösungen ergibt sich bei Anwendung der beschriebenen Lösungen zum Verkleben von mit wasserabstoßenden Oberflächen versehenen Werkstoffen der Vorteil, daß trotz des wasserabweisenden Charakters eine innige Verbindung der verklebten Flächen erzielt wird.

Claims (1)

  1. PATRN TANSPRUCI3 Die Verwendung -einer in der Kälte flüssigen Leim- oder Gelatinelösung mit einem Gehalt von mindestens io°/a, berechnet auf die wäßrige, im allgemeinen 5oo(oige Leimlösung, in wasserlöslichen Lösungsmitteln gelöstem einwertigem Phenol, dessen Salzen oder Substitutionsprodukten, gegebenenfalls an Emulgierungsmitteln, wie sulfonierten Ölen, sowie Lösungs- oder Quellungsmitteln für Celluloseverbindungen oder an deren Stelle Wachslösungsmitteln zum Verkleben von mit wasserabstoßenden Oberflächen versehenen Werkstoffen.
DEC50840D 1934-08-22 1935-08-22 Klebmittel zum Verkleben von mit wasserabstossenden Oberflaechen versehenen Werkstoffen Expired DE681141C (de)

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