DE681230C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von nur einseitig offenen Glashohlkoerpern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von nur einseitig offenen Glashohlkoerpern

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DE681230C
DE681230C DEG96574D DEG0096574D DE681230C DE 681230 C DE681230 C DE 681230C DE G96574 D DEG96574 D DE G96574D DE G0096574 D DEG0096574 D DE G0096574D DE 681230 C DE681230 C DE 681230C
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DE
Germany
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glass
mandrel
head
open
hollow
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Expired
Application number
DEG96574D
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English (en)
Inventor
Franz Gaschler
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FRANZ GASCHLER
Original Assignee
FRANZ GASCHLER
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00Other methods of shaping glass

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren und, Vorrichtung zum Herstellen von nur einseitig offenen Glashohlkörpern Außer der bekannten Art der Herstellung von Hohlglaskörpern von Hand oder durch Maschine, bei der ein Stück Gliasm.asse in einer entsprechenden Form mit Hilfe von Preßluft geformt und dann ausgeblasen wird, gibt es noch anders geartete Herstellungsverfahren, bei denen ein flüssiger Glasfaden auf einen Formkern spiralig aufgewickelt wird. Durch dieses Aufwickeln eines flüssigen Glasfadens insbesondere mit Hilfe maschineller Vorrichtung lassen sich röhrenförmige Körper herstellen, die weder oben einen Hals noch unten einen Abschluß haben, ferner auch Glashohlkörper, die nur an einer Seite offen sind, wie Gefäße, Flaschen, Hohlziegel u..dgl. Deren Herstellung erfordert allerdings dann einen verwickelten Steuermechanismus, um den Formkörper so zu steuern, daß sich der an ein und :derselben Stelle austretende Glasfaden darum herumlegt und -dabei auch einen Boden bildet. Dasselbe ist der Fall, wenn man die Form feststehen läßt und die Glasmasse, hier nur eine warmgemachte Glasstange, zur Bildung des Glashohlkörpers um diese herumführt, wobei dann nur die LTmrißlinien der Spiralbildung zum Zusammenschmelzen kommen.
  • Alle diese bekannten Herstellungsverfahren haben aber den Nachteil, daß sich dadurch keine einwandfrei glatte Außenseite erzielen läßt. Hier schafft nun die Erfindung Abhilfe. Es wird in :der bekannten Weise durch spiraliges Aufwickeln auf einen Formdorn eine geschlossene Glasschicht gebildet. Darauf wird nach dem Marbeln des Glaskörpers dieser an seinem offenen Ende mit einer Kopfform oder Kopfzange erfaßt und )dann der Formdorn oder Formkern aus dem Glaskörper herausgezogen. Dieser kann nach etwaigem Anwärmen durch Ausblasen in einer geeigneten Form zu dem gewünschten Glashohlkörper gestaltet werden.
  • Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, während sich die Glasmasse um den Formkörper wickelt, jedes Herabtropfen und jede ungleichmäßige Verteilung der Glasmasse dadurch zu verhindern, daß in dem mit entsprechenden Bohrungen versehenen Formkörper ein Unterdruck erzeugt wird, ein Vorgehen, welches beiden hier in Rede stehenden, auf der Grundlage eines aufgewickelten flüssigen Glasbandes beruhenden Herstellungsverfahren noch nicht bekannt ist, und das auch dessen Ausführung durch reine Handarbeit ermöglicht.
  • Ferner sehen alle vorbekannten Herstellungsverfahren dieser Art keine Möglichkeit vor, dem erhaltenen Hohlgefäß einen Halsabschluß zu geben. Zu diesem Zweck wird dem Formdorn in der Nähe des freien Endes (späteren Öffnung) des Glaskörpers eine Eindrehung gegeben, die sich während der Auf-Wicklung der Glasmasse damit anfüllt. Wird dann der Dorn herausgezogen, so wird dadurch ,die in der Eindrehung befindliche Masse in die Kopfform gestaucht, die dem endgültigen Kopf des herzustellenden Glaskörpers entsprechende Vertiefungen besitzt.
  • Durch die erfindungsgemäße Art können alle nur irgendwie möglichen Enghalsgefäße oder Hohlkörper hergestellt werden, gleichviel welche Größe und welche Gestalt sie besitzen, und gleich ob sie bisher auf .dem Blaswege oder vermittels Gießens oder Pressens hergestellt werden mußten.
  • Die Abbildungen zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung. Die Abb. i, 2 und 3 zeigen einen erfindungsgemäßen Drehkörper mit Glasmantel im Längsschnitt in den verschiedenen Herstellungsphasen. Die Abb. q. stellt einen ähnlichen Schnitt wie Abb. i dar, nur mit dem Unterschied, daß für den Kopf des Glaskörpers eine besondere Ausgestaltung vorgesehen ist. Die Abb.-5 zeigt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Drehkörper mit darumliegenden Glasmantel. Die Abb.6, 7, 8, 9, io stellen den Werdegang eines Hohlziegels aus Glas dar.
  • Auf der Alb. i ist ein als Bolzen oder Stift ausgebildeter Drehkörper i (Formdorn) dargestellt, der in seinem Inneren mit einem Hohlraum 2 versehen ist. Vom Hohlraum, und zwar am abgerundeten Ende oder an anderen Stellen, führen siebartige kleine Öffnungen (nichteingezeichnet) nach außen. Der Drehkörper i liegt als umlaufender Kern drehbar und verschiebbar in einem passend ausgebohrten Rundstück 3, ,das nach dem Drehkörper zu abgeschrägt ist. Zweckmäßigerweise ist das Rundstück kurz, rauh und kantig ausgestaltet, während der Drehkörper eine runde und glatte Ausgestaltung hat. Man läßt nun auf das Rundstück einen Glasfaden 4.Q herabfließen, welcher dann seitlich auf den Drehkörper i abfließt. Dieser wird nun in Drehung versetzt, und dadurch legt sich der Glasfaden, insbesondere wenn man den Drehkörper schräg hält oder ihm eine seitliche Bewegung zuerteilt, um ihn herum und schließt sich an seinem Ende, so daß sich eine geschlossene Glasmasse q. um den Drehkörper gebildet hat (vgl. auch Abb. 5). Zweckmäßigerweise wird während dieses Herstellungsverfahrens das Rundstück erhitzt und der Drehkörper dabei auf einer derartigen Temperatur gehalten, daß das Glas nicht fest hängenbleibt. Das vorübergehend nötige Haften der Glasmasse wird durch den im Drehkörper erzeugten Unterdruck erreicht.
  • Dieser Vorgang wird nun in der bereits oben beschriebenen Weise wiederholt, bis sich eine genügende Masse um den Drehkörper gebildet hat. Dann wird der Drehkörper mitsamt der ihm umgebenden Glasmasse in eine Marbelform 5 gebracht, deren Gestaltung annähernd der Hälfte der Außenform des zu erhaltenden Glaskörpers entspricht, vgl. Abb. 2. In .dieser Form wird .der Glaskörper gedreht, damit seine Außenfläche die gewünschte Glätte und endgültige Form erhält.
  • Die Abb. 3 zeigt dann, wieder Drehkörper darauf innerhalb des Rundstückes 3 nach Aufhebung .des Vakuums zurückgezogen wird. Nun ist in der Glasmasse der Hohlraum 6 entstanden. Der so erhaltene Glaskörper, dessen Öffnungsende immer noch in der in Abb. 3 gezeigten Weise der Drehkörper i anliegt, kann nun in die Fertigform gestellt und in dieser zu endgültigen Gestalt ausgeblasen werden. Darauf wird er vom Drehkörper i bzw.dein Rundstück 3 abgeschränkt.
  • Wenn man einen Hohlglaskörper mit besonderem Kopfstück oder einem glatten Rand erhalten will, dann läßt man zweckmäßigerweise das Glasband am Drehkörper i selbst beginnen: In diesem Fall ist der Drehkörper mit einer dem gewünschten Rand entsprechend ausgebildeten Kopfform 7 versehen. Wird der Drehkörper dann aus der Glasmasse herausgezogen, .dann wird die noch plastische Glasmasse in die Ausbohrung dieser Kopfform hineingestaucht, wobei die gewünschte Randgebung entsteht.
  • In der Abb. 5 und 6 ist der Werdegang eines Hohlziegels dargestellt.
  • Ähnlich wie Abb. i stellt ,auch Abb. 6 dar, wie um den Drehkörper i ein Mantel aus Glasmasse gebildet wird. Die Abb.7 zeigt dann, wie der Glasmasse mit Hilfe einer (nicht gezeichneten) Marbelform eine ziegelartige Form 8 gegeben wird. Die Abb. 8 stellt den Ziegel im Schnitt dar, wenn der Drehkörper fast ganz aus der Glasmasse herausgezogen ist. Aus der Abb. 9 ist dann zu erkennen, daß der Glaskörper in einer geeigneten Fertigform zu einer größeren Gestalt 9 ausgeblasen werden kann, wobei er auf einen größeren Umfang gebracht wird. Die Abb. io stellt schließlich den fertigen Hohlziegel io aus Glas dar, bei dem .das Halsstück abgeschränkt ist.
  • Handelt es sich darum, Körper, und zwar insbesondere große Körper, herzustellen, bei denen sich das Glas während des Herstellungsprozesses nicht plastisch genug erhält, dann empfiehlt es sich, den Glaskörper vor dem Ausblasen noch besonders zu erwärmen, indem man ihn beispielsweise durch eine Wärmetrommel führt.
  • Das ganze Verfahren kann selbstverständlich maschinell in beliebiger Art ausgebildet werden, so daß sich eine wirtschaftliche Arbeitsweise leicht erreichen läßt. Hierbei ist besonders vorteilhaft, daß (das ganze Verfahren nur eine ganz einfache Vorrichtung erfordert, die auch sehr niedrig gehalten werden kann. Naturgemäß werden dadurch auch ,die Unterhaltungskosten viel geringer.
  • An sich ist die Herstellung des Glasfadens oder Glasbandes, das für dieses Herstellungsverfahren wesentlich ist, technisch gelöst. Unter Umständen ist es aber zweckmäßig, die Bildung des Glasbandes für die besondere Art der hier geplanten Verwendung durch zusätzliche Einrichtungen noch zu vervollkommnen.
  • Durch die vorliegende Erfindung lassen sich Gegenstände herstellen, die bisher praktisch überhaupt nicht oder wenigstens nicht wirtschaftlich lohnend hergestellt werden konnten. Daher sind die Aussichten, die sich durch diese Erfindung für die Glastechnik ergeben, gar nicht abzusehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von nur einseitig offenen Glashohlkörpern, bei denen ein Band flüssigen Glases um einen sich drehenden, nur an seinem,einen Ende gelagerten Formdorn oder Formkern so gewickelt wird, daß auf dem Dorn oder Kern eine geschlossene Glasschicht entsteht, -dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem Marbeln des Glaskörpers diesen an seinem offenen Ende mit einer Kopfform oder Kopfzange erfaßt, den Formdorn oder Formkern aus dem Glaskörper herauszieht und nach etwaiger Anwärmung ihn durch Ausblasen in einer Form zu den gewünschten Glashohlkörpern gestaltet. a. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach .Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Formdorn oder Formkern mit einem Hohlraum in seinem Inneren versehen ist, von dem kleine Öffnungen nach außen reichen, um die aufgeflossene Glasschicht auf dem Formdorn durch Unterdruck zu halten. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, ,daß der Formdorn in der Gegend des freien Endes des Glaskörpers eine Eindrehung besitzt, die mit Glasmasse ausgefüllt wind, welche beim Herausziehen des Dornes durch diesen in die dem endgültigen Kopf des herzustellenden Gläshohlkörpers entsprechenden Vertiefungen oder Ausdrehungen der dem Glaskörper haltenden Kopfform gedrückt wird.
DEG96574D 1937-11-03 1937-11-03 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von nur einseitig offenen Glashohlkoerpern Expired DE681230C (de)

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