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Vorrichtung zum Beringen von Zigarren Beim Beringen von Zigarren werden
bekanntlich die vermittels eines Saugkopfes o. dgl. zugeführten Ringzuschnitte R
so angelegt, daß sie sich mit ihrer Mitte auf die ZigarreZ auflegen (s. Abb. r derZeichnung).
Danach besorgen gesteuerte Mittel, z. B. Faltfinger F o. dgl., das Herumführen und
Anlegen der beiden Enden des Ringzuschnittes an die Zigarre. Zuerst wird das eine
Ende des Zuschnittes durch. einen Faltfinger F an die Zigarre angelegt (s. Abb.
2 der Zeichnung). Dann wird das andere Ende des Ringzuschnittes an die Zigarre herangebracht,
und zwar mittels eines zweiten Faltfingers Fa. Dieser Faltfinger kann jedoch sein
Ringzuschnittende nicht vollständig an die Zigarre heranbringen, weil dabei der
erste Faltfinger, welcher das vorher um die Zigarre gelegte Ende des Ringzuschnittes
festhält; ihm im Wege steht (s. Abb. 3 der Zeichnung). Es muß deshalb der erste
Faltfinger in dem Maße zurückweichen, wie der zweite Faltfinger vorwärts schreitet.
Weicht der erste FaltfingerF zurück, dann gibt er das Ende E des Ringzuschnittes
R frei, und dieses wird sperrig von der Zigarre Z abstehen (s. Abb. q, der Zeichnung).
Bei dieser Lage des Endes E kommt es erfahrungsgemäß leicht vor, daß durch die Arbeit
des Faltfingers F" beim Anlegen des anderen Ringzuschnittendes Ed das sperrig vorstehende
Ende E des Ringzuschnittes durchgebogen wird (s. Abb. 5 der Zeichnung), wobei es
sogar vorkommen kann, daß dieses Ende umgeknickt oder zusammengefaltet wird. In
jedem Falle gibt es keine ordnungsgemäße Verbindung der beiden Ringenden an der
Stelle, wo sie aufeinander zu liegen kommen und durch Klebstoff zusammengehalten
werden. Bei dem in Abb. 5 gezeichneten, am meisten vorkommenden Falle ist ein Luftraum
L entstanden, welcher bedingt, daß der Ring lose auf der Zigarre liegt, sich also
leicht verschiebt und unter Beschädigung des Deckblattes unter Umständen vollkommen
verlorengehen kann.
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Diesen. Übelständen zu begegnen, ist das Ziel der Erfindung.
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Erfindungsgemäß ist eine in bezug auf die Faltfinger derart angeordnete
Preßluftdüse vorgesehen, daß der Preßluftstrom das eine Ende
des
Ringzuschnittes R erfaßt und einschlägt, bevor das andere Ende durch seinen Faltfinger
an die Zigarre angedrückt wird.
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Auf diese Weise kann: man, ohne gezwungen zu sein, mit dem Faltfinger
F so weit vorzugehen; daß das ihm zugeteilte Ringzuschnittende vollkommen an der
Zigarre anliegt, doch erreichen, daß der Preßluftstrom dieses Ende vollkommen anlegt
und in der angelegten Stellung festhält. Dabei kann. man es leicht einrichten, daß
der Preßluftstrom auf das angelegte Ende so lange einwirkt, bis das ändere Ende
des Ringzuschnittes durch den ihm zugeordneten Faltfinger sich auf das zuerst angelegte
Ende auflegt. Dabei wird außerdem der Vorteil erzielt, daß der Preßluftstrom dem
ersten Faltfinger seine hauptsächlichste Steuerarbeit abnimmt, so daß dieser nicht
mehr einen so großen Weg zurückzulegen braucht wie bisher;- infolgedessen wird der
Vorgang des Anlegens des Ringzuschnittes zeitlich abgekürzt.
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Hier ist darauf hinzuweisen, daß es an sich bekannt ist, einen Preßluftstrom
beim Befestigen von Etiketten auf Packungen zu verwenden, indem ein Preßluftstrom
das von einem Greifer erfaßte, vom Stapel abgenommene Etikett gegen eine mit Leim
versehene Fläche drückt, und daß ferner das von der Beleimfläche abgezogene Etikett
durch einen zweiten Preßluftstrom gegen die Wand der Packung gedrückt und dadurch
an ihr befestigt wird. Dabei handelt es sich aberkeineswegs um das Herumlegen einesBandes
um die Packung, und es treten deshalb auch nicht die Schwierigkeiten in Erscheinung,
die erst dann entstehen, wenn die beiden Enden des Bandes zusammengefügt werden
sollen, insbesondere wenn das Band; wie bei dem Beringen von Zigarren, nicht an
das Werkstück angeklebt werden darf.
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Die erfindungsgemäße Preßluftdüse kann man gleich dazu benutzen, als
der an sich bekannte Drücker zu dienen, welcher nach dem vollständigen Umlegen des
Ringzuschnittes auf die Klebstelle sich eine Zeitlang aufsetzt. Zu diesem Zwecke
ist die Preßluftdüse durch einen Schlauch o. dgl. mit der Preßluftzüleitung beweglich
verbunden. Sie wird von einem Steuerhebel getragen und so gesteuert; daß der Düsenkopf
nach erfolgtem Umlegen des Ringes an die Zigarre herangeführt wird.
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Damit nur das von den Faltmitteln freigegebene eine Ende des Ringzuschnittes
vom PreB-luftstrom beeinflußt werden kann, sind die Faltmittel in bekannter Weise
derart ausgebildet, @daß sie in einem an seinen Enden federnd aufgehängten Bande
bestehen, das über Leitrollen, die an den freien Enden von Schwenkhebeln sitzen,
gelegt- ist, die beim Niedergehen die Zigarre zwischen sich nehmen und Faltfinger
tragen, welche das Band um die Zigarre herumführen. Auf diese Weise wird das an
zweiter Stelle um -die Zigarre zu legende Ende des Ringzuschnittes durch das Band
abgestützt und kann nicht durch den Preßlüfstroin, der in den Winkel eintritt, den
dieses Zuschnittende mit der Zigarre bildet, aus seiner Lage geblasen werden.
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In dieser Ausführung ist ein Beispiel auf der Zeichnung dargestellt.
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Abb. 6 zeigt die Ringumlegevorrichtung in einer Ansicht von vorn.
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Abb. 7 zeigt einen senkrechten Querschnitt nach der Linie VII-VII
der Abb. 6.-Abb. 8 zeigt einen Teil der Abb. 6 in einer anderen Wirkungsstellung
im vergrößerten Maßstab.
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Die zu beringenden Zigarren Z werden durch Fördermulden i o. dgl.
in an sich bekannter Weise unter eine Ringumlegevorrichtung geführt. Diese besteht
in einem Hebelpaar 2, 3, dessen obere Enden mittels Drehzapfen q. an Hebeln 5, 6
angelenkt sind. Die Hebel 6 erhalten in an sich bekannter Weise eine Steuerbewegung
in Richtung der in Abb. 6 eingezeichneten Pfeile. An den unteren Enden 2, 3 sind
fingerartige Ansätze 7, 8 angebracht; die je eine Rolle g tragen. An dem unteren
Ende der Hebel 2; 3 sind weiterhin Leitrollen =o angebracht, über die das Band =i
gelegt ist, welches mit seinen Enden durch Federn i2 an Haken 13 festgelegt ist.
Die Haken 13 sind an den Hebeln 2 und 3 befestigt: An den Hebeln 2 und 3 sind Rollen
14 gelagert, die mit Kurvenstücken 15 und 16 zusammenwirken. Die Kurvenstücke 15
und 16 sind auf Schwenkachsen 17 und 18 befestigt, die von einer Kurvenscheibe eine
aus dem Folgenden zu entnehmende Steuerung erfahren.
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Unter der Tischplatte =g, auf der der Lagerbock ,2o für die Ringumlegevorrichtung
2 bis 1ß befestigt ist, ist eine Preßluftdüse 21 angeordnet, die von einem Hebel
22 getragen wird. Der Hebel 22 ist auf einer am Tisch xg gelagerten Achse 23 befestigt.
Auf der Achse 23 sitzt weiterhin ein Hebel 2¢, an dessen Ende eine Rolle 25 gelagert
ist. Eine an dem Hebel 22 angreifende Zugfeder 26 ist bestrebt, die Rolle 25 an
eine Hubkurve 27 zu legen, die auf einer Welle 28 befestigt ist. Die Welle 28 ist
in einem unter dem Tisch =g befestigten Lagerböckchen 29 gelagert und wird im Vorschubrhythmus
der Mulden i angetrieben. Die Preßluftdüse steht durch eine Schlauchleitung 30 über
ein Ventil mit einem Kompressor o. dgl. in Verbindung.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende Durch eine auf der
Zeichnung nicht mit dargestellte, aber an sich bekannte Greifereinrichtung wird
von einem Ringzuschnittstapel ein Ringzuschnitt R abgenommen und in der aus Abb.
6 ersichtlichen Weise über die Zigarre Z
geführt, worauf dann die
Ringumlegevorrichtung 2 bis 18 etwa in der Weise zur Wirkung kommt. Zunächst werden
die Hebel 5. und 6 nach unten gesteuert, so daß das Band zz den Zuschnitt R auf
die Zigarre aufdrückt. Sobald die Finger 7, 8 etwa in die aus Abb. 8 ersichtliche
Lage gelangt sind (der Finger 7 ist durch leichte Verschwenkung der Kurve z5 um
die Zigarre etwas herumgetreten, so daß der linke Lappen des Ringzuschnittes R die
schräg nach unten gerichtete, durch gestrichelte Linien angedeutete Stellung einnimmt),
wird durch eine auf der Zeichnung nicht mit dargestellte Steuerung das in die Preßluftleitung
30 geschaltete Ventil geöffnet, so daß aus der Düse 21 ein Preßluftstrahl
P tritt, der das betreffende Ende 3i in der aus Abb. 8 ersichtlichen Weise um die
Zigarre herumlegt. Während das betreffende Ende 31 in dieser Lage gehalten wird,
wird durch entsprechendes Verschwenken derKurve 16 der Finger 8 nach links bewegt,
wobei sich der andere Lappen 32 des Ringzuschnittes auf das Ende des Lappens 31
auflegt. Beim weiteren Nachlinksgehen des Fingers 8 wird der Lappen 32 endgültig
auf den zuerst angelegten Lappen 31 aufgedrückt, wobei der entweder außen auf den
Lappen 3= oder innen an den Lappen 32 aufgetragene Klebstoff zur Wirkung kommt.
Während der Finger 8 wieder in die aus Abb. 8 ersichtliche Stellung zurückgesteuert
wird, geht der als Drücker 33 augebildete Düsenkopf, von der Hubkurve 27 nach oben
gesteuert, an die Zigarre heran und drückt die verklebten Enden 31, 32 de"s Ringzuschnittes
R kurze Zeit aufeinander. Inzwischen werden die Hebel 2 und 3 wieder in ihre Ausgangsstellung
nach Abb. 6 zurückgeführt. Kurz bevor diese Endstellung erreicht ist, wird der als
Drücker ausgebildete Düsenkopf 33 wieder nach unten zurückgeführt.