DE681589C - Elektromagnetische Wirbelstrombremse - Google Patents
Elektromagnetische WirbelstrombremseInfo
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Description
* t-Ü.ÄJ' ν.-- ■—
f. lad. "läger»dom
*2B MB^ 1943
*2B MB^ 1943
Bei Wirbelstrombremsen ist es bereits bekannt, die Bremswirkung von Hand zu regeln,
um während des ganzen bis zum Stillstand führenden Abbremsvorganges eine möglichst
S große Bremswirkung zu erzielen. Auch ist es bekannt, zum Bremsen von Maschinen bzw.
Fahrzeugen Wirbelstrombremsen zu benutzen, bei denen zur Erzielung eines praktisch gleichbleibenden
Bremsmomentes die Kopplung zwischen Ständer und Läufer der Bremse in Abhängigkeit von der Drehzahl verändert
wird. Diese Änderung der Kopplung erfolgte bisher bei den bekannten Anordnungen durch
Widerstandsänderungen, ζ. B. durch Kohledruckregler ο. dgl.
Durch die vorliegende Erfindung werden diese zusätzlichen Regeleinrichtungen dadurch
vermieden, daß das auf den Ständer bzw. Läufer der Bremse einwirkende Bremsmoment
durch kinematische Mittel den Wirbelstromzylinder gegenüber einem Topfmagneten bzw.
die Wirbelstromscheibe gegenüber dem zugeordneten Feldmagneten verschiebt. An sich
ist die Einstellung einer gewünschten Bremswirkung durch Verändern der Relativlage des
Erregermagneten gegenüber der Bremsscheibe bei den für Elektrizitätszähler, Uhren u. dgl.
bestimmten Wirbelstrombremsen bereits bekannt.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung werden die bei den bekannten komplizierten
Wirbelstrombremsen oft auftretenden Betriebsstörungen auf ein Minimum herabgesetzt.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Bremseinrichtung, wobei die Bremswirkung durch eine im Magnetfelde
umlaufende Kupferscheibe in bekannter Weise durch Wirbelstromwirkung erfolgt. Die
Wirbelstromscheibe α dreht sich zwischen den Polflächen des Feldmagneten b, der seine
Feldwirkung durch die Wicklung c erhält. Das Magnetsystem bjc ist an einem Schwenkhebel
d befestigt, der seinen Drehpunkt im Punkte e hat. Der Schwenkhebel, der in der
Bewegungsrichtung durch die Anschläge f und g begrenzt ist, wird in Ruhestellung
durch die Feder h gegen den Anschlag f gedrückt. Ausführungsgemäß ist das Drehmoment
des Schwenkhebels d durch Verände- . rung der Zugkraft der Feder h und Verstellung
der wirksamen Hebellänge durch Verschieben des Teiles i in seinem Größenwert regelbar
und hierdurch das gewünschte Bremsmoment in seinem praktisch unveränderlich bleibenden
Wert festzulegen. Dreht sich nun die Scheibe α
G81589
als Bremsglied eines Motors oder Fahrzeugs in Pfeilrichtung, so wirkt ihr die Wirbelstromwirkung
hemmend entgegen, sofern das Magnet-system elektrisch erregt ist. Bei plötzlicher
Einschaltung der Magnetwicklung c wird ein ebenso plötzliches Ausschwenken des
Magneten b in Richtung des Anschlages g verursacht, der seine wirksame Feldfläche
gegenüber der umlaufenden Scheibe verringert, um sich dann auf die Feldbreite einzuregeln,
bei der das Wirbelstrombremsmoment dem eingestellten Drehmoment des
Hebels d das Gleichgewicht hält. Bei hohen Umdrehungszahlen erfolgt also eineVerringerung
der -wirksamen Feldfläche, bei niedrigen Umdrehungszahlen eine Vergrößerung derselben,
so daß jeweils eine gleichbleibende Bremswirkung zustande kommt. Es ist ferner möglich, die vorgenannte feste Einstellung
des Bremsmomentwertes in Abhängigkeit von der Umdrehungszahl zu bringen, indem etwa
die Verschiebung des Teiles i oder die Verstellung der Zugkraft der Feder h durch einen
Fliehkraftregler oder zweckentsprechende Vorrichtungen bewirkt wird. An die Stelle
der Feder h mit ihrer nicht ganz gleichmäßig verlaufenden Zugkraft kann bei Vertikalanordnung
der Einrichtung auch ein Belastungsgewicht treten, so daß der Schwenkhebel hierdurch eine in allen Stellungen
gleichbleibende Belastung erfährt. Statt der Ausschwenkung des Magnetsystems kann bei
einem geänderten mechanischen Aufbau die selbsttätige Veränderung der wirksamen FeIdfläche
auch durch Verschiebung des Magnetsystems erreicht werden. Ferner ist eine Mehrfachanordnung von Bremsmagneten der
dargestellten Art um die Scheibe α herum möglich, wobei auch die Verschiebe- oder
Schwenkbewegungen mechanisch vereinigt sein können.
Die Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer an sich bekannten Wirbelstrombremse
unter sinngemäßer Anwendung des Erfindungsgedankens. Ein Wirbelstromzylinder
α dreht sich mit seiner Mantelfläche in dem Luftspalt des Feldmagneten b, der als
Topf magnet mit einer Feldwicklung c ausgebildet ist. Der Kupfer zylinder a, der zur
Energieabfuhr mit einer Luftkühlvorrichtung ausgerüstet sein kann, ist dreh- und verschiebbar
auf der Welle k angeordnet und in einer für auf dem Wirbelstromprinzip beruhende
Kupplungen bekannten Weise mit einer Strebe / kugelgelenkartig mit der Scheibe in verbunden. Die Scheibe in ist
axial verschiebbar angeordnet und durch einen Mitnehmer mit der Welle k in Drehrichtung
verbunden. Zur Verstellung der Druckwirkung der Feder η zwischen den
Scheiben 0 und m dient der am Lagerbock
befestigte Gewindering p, der durch Zwischenlage eines Kugellagers gegen die axial verschiebbare
Scheibe Ot drückt. Mit der Erhöhung der Verringerung des Federdruckes
steigt oder fällt die Größe des eingestellten Bremsmomentes.
Dreht sich nun die Triebwelle k in Pfeilrichtung
und setzt die Wirbelstrombremsung durch Einschalten der Feldwicklung des Topfmagneten
ein, so wirkt die plötzliche Bremswirkung als Verdrehung der losen Scheibe 0
gegen die mitlaufende Scheibe m. Die Verbindung
der Scheiben durch das Gelenk Z bedingt bei der genannten \rerdrehung eine
axiale Verschiebung des Zylinders a, der beispielsweise bei plötzlich starker Bremswirkung
aus dem Magnetfeld heraustritt und dann unter Gegenwirkung der Feder η seine
Eintauchtiefe und damit seine Wirbelstromwirkung dem eingestellten Wert anpaßt. Durch das Gelenk / besteht eine Abhängigkeit
zwischen Eintauchtiefe und Drehmoment nach einer bestimmten Kennlinie. Diese Abhängigkeit
kann durch die Größenordnung des Verbindungsgelenkes / und der Durchmesser der
Scheiben 0 und m beeinflußt werden. Tritt an die Stelle der Gelenkverbindung eine ebenfalfs
zum Verändern der Eintauchtiefe der Wirbelstrombahn von Wirbelstromkupplungeu
bekannte schraubenartige Anordnung mit Kugelverbindung, so kann diese Abhängigkeit
auch nach einer geradlinigen Kennlinie verlaufen. Eine Gelenk- oder schraubenartige
Verbindung der Scheiben 0 und vi kann auch dadurch erübrigt werden, daß diese Scheiben
an den Enden der Feder η befestigt werden,
so daß eine Axialverschiebung durch die \rerkürzung
des Federraumes bei der Verdrehung erfolgt. Ferner kann die Einstellung
des Größenwertes des Bremsmomentes in eine selbsttätige Abhängigkeit von der Umdrehungszahl gebracht werden, indem beispielsweise
der Federdruck durch Einwirkung eines Fliehkraftreglers oder entsprechender Ein- »05
richtungen gesteuert wird. Die nach Fig. 2 dargestellte Wirbelstrombremse kann auch
derart durchgebildet sein, daß der ^lagnet b '
unter Zufuhr der Energie durch Schleifringe umläuft und der Wirbelstromzylinder an der no
in Drehrichtung dann feststehenden Scheibe m angebracht ist. Es ist hierdurch möglich, den
Wirbelstromzylinder in bekannter Weise mit. Wasserkühlung auszurüsten. In den vor-
enannten Ausführungsformen kann auch in Vertikalanordnung an die Stelle der Feder η
cine Gewichtsbelastung treten, die im Gegensatz zur Federwirkung einen völlig gleichmäßigen
Druck erzeugt.
Bei allen genannten Ausführungsformen des '
Erfindungsgedankens kann ferner zur Erhöhung des Wirkungsgrades der Wirbelstrom-
bremse der Wirbclstromkörpcr in Richtung
der magnetischen Kraftlinien des Feldes mit magnetisch leitendem Material, beispiels-Aveise
kleinen Eisenstiften, regellos durchsetzt werden, um den hohen magnetischen Widerstand des Luftspaltes zu verringern.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Elektromagnetische Wirbelstrombremse für Fahrzeuge oder Maschinen mit durch Veränderung der Kopplung zwischen Ständer und Läufer der Bremse herbeigeführter selbsttätiger Regelung des Bremsmomentes im Sinne einer praktisch gleichbleibenden oder von der Drehzahl gewünscht abhängigen Bremswirkung·, dadurch gekennzeichnet, daß das auf den Ständer bzw. Läufer der Bremse einwirkende Bremsmomcut durch kinematische Mittel den Wirbelstromzylinder gegenüber einem Topf magneten bzw. die Wirbelstromscheibe gegenüber dem zugeordneten Feldmagneten verschiebt:
- 2. Elektromagnetische Wirbelstrombremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirbelstromteil zur Vermeidung des hohen magnetischen Widerstandes mit in Richtung der magnetischen Kraftlinien vorgesehenen magnetisch leitendem Material durchsetzt ist.
- 3. Elektromagnetische Wirbelstrombremse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirbelstromteil von regellos verteilten Eisenstiften durchsetzt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL87789D DE681589C (de) | 1935-03-27 | 1935-03-27 | Elektromagnetische Wirbelstrombremse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL87789D DE681589C (de) | 1935-03-27 | 1935-03-27 | Elektromagnetische Wirbelstrombremse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE681589C true DE681589C (de) | 1940-02-28 |
Family
ID=7286385
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL87789D Expired DE681589C (de) | 1935-03-27 | 1935-03-27 | Elektromagnetische Wirbelstrombremse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE681589C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1024615B (de) * | 1955-02-05 | 1958-02-20 | Walter Holzer | Zeitschalter als Nockenschalter mit einem durch eine Wirbelstrombremse in der Ablaufgeschwindigkeit beeinflussten Laufwerk |
| DE1297748B (de) * | 1962-03-15 | 1969-06-19 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Wirbelstromkupplung |
| SG85167A1 (en) * | 1999-04-01 | 2001-12-19 | Mannesmann Ag | Brake, in particular for a drive of a hoist |
-
1935
- 1935-03-27 DE DEL87789D patent/DE681589C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1024615B (de) * | 1955-02-05 | 1958-02-20 | Walter Holzer | Zeitschalter als Nockenschalter mit einem durch eine Wirbelstrombremse in der Ablaufgeschwindigkeit beeinflussten Laufwerk |
| DE1297748B (de) * | 1962-03-15 | 1969-06-19 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Wirbelstromkupplung |
| SG85167A1 (en) * | 1999-04-01 | 2001-12-19 | Mannesmann Ag | Brake, in particular for a drive of a hoist |
| US6460828B1 (en) | 1999-04-01 | 2002-10-08 | Demag Cranes & Components Gmbh | Brake, in particular for a drive of a hoist |
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