DE681907C - Verfahren und Vorrichtung zur magnetischen Aufbereitung von fein gemahlenen Stoffgemischen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur magnetischen Aufbereitung von fein gemahlenen StoffgemischenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung -zur magnetischen Aufbereitung von fein gemahlenen Stoffgemischen Die magnetische Aufbereitung von Erzen und Schlacken hatte bisher zur Voraussetzung, daß die Korngröße des zu trennenden Stoffgemisches einen von seiner Beschaffenheit abhängigen Wert nicht unterschritt, weil in einem feinen Pulver die Teilchen zu stark aneinanderhaften und dadurch die Trennung nach den magnetischen Eigenschaften unzureichend wird. Auf der anderen Seite jedoch ist bei engverwachsenen Stoffen, wie etwa bei technischen Schlacken, eine weitgehende Zerkleinerung notwendig, um die Bestandteile mit verschiedenen magnetischen Eigenschaften voneinander lösen und trennen zu können. Jedoch auch dann, wenn keine weitgehende Zerkleinerung des aufzubereitenden Gutes be, absichtigt ist, fällt hierbei immer eine mehr oder weniger große Staubmenge an, deren Anreicherung Schwierigkeiten macht.
- Bisher konnte man für die Anreicherung feinerer Kornklassen, etwa unter o,3 mm, in der Hauptsache nur das naßmagnetische Verfahren verwenden, bei dem jedoch die Beseitigung der Schlämme und die notwendige Trocknung des Konzentrats große Schwierigkeiten -bereitet, die eine wirtschaftliche Aufbereitung insbesondere von geringwertigen Erzpulvern sehr erschwert. Für die Aufbereitung wasserlöslicher bzw. mit Wasser reagierender Stoffe ist das Verfahren überhaupt nicht brauchbar.
- Aus diesem Grunde ist es verschiedentlich schon versucht worden, das zu trennende pulverförmige Gut in einem Luftstrom der Einwirkung eines Magnetfeldes auszusetzen. Diesen Vorschlägen ist gemeinsam, daß das in einem Luft- oder Gasstrom aufgewirbelte Aufbereitungsgut geradlinig zwischen den magnetisch beeinflußten Flächen hindurchgeht, wobei der der Strömung zur Verfügung stehende Querschnitt, zumal beim Durchsatz größerer Mengen, nicht zu klein gewählt werden kann. Die magnetische Wirkung auf die im Innern des Luftstromes mitgeführten Teilchen ist deshalb naturgemäß nur gering, so daß ein nicht unbeträchtlicher Teil des Gutes gar nicht mit den magnetischen Flächen in Berührung kommt. Bei einem solchen bekannten Verfahren werden die angezogenen magnetischen Teile entgegen dem Luftstrom durch umlaufende endlose Bänder abgeführt und die unmagnetischen Bestandteile nach oben fortgeblasen.
- Ein weiterer Nachteil der bekanntgewordenen Verfahren ist darin zu sehen, daß das magnetisch Festgehaltene dauernd mit dem neu zugeführten Gut in Berührung kommt, so daß immer wieder unmagnetische Teile an den magnetischen haften. Zur Erzielung einer günstigen Trennwirkung muß man daher den Vorgang mehrere Male wiederholen, was unwirtschaftlich ist.
- Bei dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung werden nun derartige staubförmige Stoffgemische dadurch angereichert, daß sie durch Luft oder andere Gase aufgewirbelt werden, und daß die Staubluftströmung als inniges Staub-Luft-Gemisch in zwangsläufiger Führung unter Richtungsänderung immer wieder mit magnetischen Flächen in Berührung gebracht wird. Diese zwangsläufige Führung der Strömung kann durch Ablenkplatten oder ähnliche Vorrichtungen herbeigeführt werden. Auf diese Weise findet eine häufige Berührung der magnetischen Flächen durch das von der Strömung mitgeführte Gut und damit eine fast vollständige Erfassung der magnetischen Teilchen statt. Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform des Erfindungsgedankens stellt eine spiralföimige Führung des Luftstromes dar, wobei die äußere Begrenzung in Form eines Zylinders durch magnetische Flächen erfolgt.
- Das an den magnetischen Flächen festgehaltene Gut wird in an sich bekannter Weise entweder durch eine Abstreifvorrichtung oder durch eine Bewegung der Flächen selbst aus dem Bereich des Luftstromes und des Magnetfeldes ausgetragen. An der Stelle, an der die das Gut enthaltende Strömung die Fläche trifft, wird eine vergleichsweise größere Menge an magnetischem Gut zu finden sein als dort, wo sie die Fläche verläßt, weil die Konzentration des magnetischen Anteils in der Strömung um so mehr abnimmt, je mehr sie sich dem Ende der Fläche nähert. Es wird jedoch in der Nähe der Auftreffstelle der Strömung auf die Fläche nie der magnetische Anteil allein anzutreffen sein, weil das durch die Luftströmung immer wieder zugeführte unmagnetische Gut bei der Berührung mit dem an der Fläche sitzenden magnetischen Anteil durch die Kohäsionskräfte der Teilchen untereinander festgehalten wird. Um nun diese eingeschlossenen unmagnetischen Teilchen zu entfernen, soll erfindungsgemäß beim Austragen des festgehaltenen Gutes die magnetische Einwirkung aufrechterhalten werden und gleichzeitig eine zweite staubfreie Luftströmung auf die Teilchen einwirken, wobei unter Umständen gleichzeitig- die an der Fläche haftenden Schichten aufgelockert und dadurch der Einwirkung der Luftströmung verstärkt ausgesetzt werden. Diese Auflockerung kann man unter Umständen dadurch verbessern, daß man die Austragsvorrichtung mit Bürsten versieht, oder daß man durch eine zeitweise Änderung des magnetischen Feldes die Teilchen an der magnetischen Fläche in Bewegung versetzt.
- Bei Benutzung der schon als besonders zweckmäßig gekennzeichneten spiralförmigen Führung des Luftstromes an zylindrischen magnetischen Flächen entlang ist es sehr vorteilhaft, diese Führung durch eine gleichzeitig als Austragsvorrichtung arbeitende Schnecke zu bewirken. Eine besondere Ausführungsform dieses Erfindungsgedankens ist in der beiliegenden Zeichnung wiedergegeben.
- Die Vorrichtung besteht aus einem Zylinder a, dessen Wandung aus abwechselnd nord-und südmagnetischen Polen b und c gebildet wird. Dabei ist es für die Wirkungsweise der Anordnung gleichgültig, ob diese Flächen Pole von Dauer- oder Elektromagneten sind. Die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform ist mit Elektromagneten ausgerüstet. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Polen sind mit einem unmagnetischen Werkstoff d so ausgekleidet, daß ein geschlossener Hohlkörper entsteht. Im Innern des Hohlkörpers befindet sich eine Schnecke e aus einem unmagnetischen Werkstoff. Die Schnecke wird bei f angetrieben und ist bei g und k gelagert. Das untere Lager wird von nach oben dachförmig zulaufenden Streben i aus einem unmagnetischen Werkstoff getragen. Die Wandungen des inneren Zylinders können zum Schutz gegen den Verschleiß mit einem auswechselbaren Schutzmantel h aus einem unmagnetischen harten Werkstoff ausgekleidet werden.
- Wird das zu trennende Gut etwa in der Mitte des Zylinders bei l mit einem Luftstrom eingeführt, so wird es, da der Zylinder am unteren Ende durch das Auffanggefäß m verschlossen ist, den Windungen der Schnecke e folgend nach oben geblasen. Dabei werden in erster Linie die magnetischen Teilchen an der Wand festgehalten. Die dem Luftstrom durch die Windungen der Schnecke aufgezwungene spiralförmige Bahn bewirkt, daß die mitgeführten Staubkörner immer wieder mit der Wand in Berührung kommen. Die Schnecke e dreht sich nun. so, daß das an der Wand festgehaltene Gut entgegen dem Luftstrom bewe#"t wird. Dabei wird es über die Eintrittsstelle des .Staubstromes bei L in den unteren Teil des Zylinders geführt, wo es in den Bereich eines bei n eintretenden Frischluftstromes gelangt. Dieser bläst die unmagnetischen Teilchen aus dem an der Wand festgehaltenen Anteil heraus, wobei dessen Auflockerung durch. die Bewegung der Schnecke die Einwirkung des Luftstroms begünstigt.
- Es wird sich natürlich nicht vermeiden lassen, daß auch magnetisierhares Gut von der Strömung erfaßt wird. Dieses wird aber infolge der Einwirkung des- Magnetfeldes im Vergleich zum unmagnetischen Anteil nur verhältnismäßig kurze Strecken nach oben zurücklegen. Das Konzentrat wird über den den magnetischen Teil des Zylinders abschließenden Ring o aus unmagnetischem Werkstoff in das Auffanggefäß m befördert. Die Berge hingegen werden vom Luftstrom nach oben geführt und treten bei p aus. Zur Erzielung der günstigsten Anreicherungsbedingungen ist eine getrennte Regelung der durch die beiden Öffnungen n und L in den Zylinder eintretenden Luftmengen vorgesehen. Ebenso ist die Drehzahl der Schnecke und die Magnetisierungsstromstärke, sofern Elektromagnete verwendet werden, regelbar. Unter Umständen kann auch eine Verschiedenheit der Windungsbreite und -tiefe der Schnecke zur Erzielung ungleicher Strömungsgeschwindigkeiten der Luft in den einzelnen Abschnitten der Anordnung wünschenswert sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur magnetischen Aufbereitung von fein gemahlenen Stoffgemischen, insbesondere von Erzen und Schlacken, bei dem das in einem Luft- oder Gasstrom aufgewirbelte Aufgabegut an magnetischen Flächen vorbeigeführt wird und die angezogenen magnetischen Teile entgegen dem Luftstrom nach unten abgeführt und die unmagnetischen Bestandteile nach oben fortgeblasen werden, dadurch gekennzeichnet, daß das durch einen Luftstrom eingebrachte Aufgabegtit als inniges Staub-Luft-Gemisch, durch die Form des Strömungskanals selbst oder darin angebrachte Leitflächen veranlaßt, unter Richtungsänderung in zwangsläufig wiederholte Berührung mit den magnetischen Flächen gebracht wird und die magnetischen Teile im Strömungskanal einem staubfreien Luftstrom entgegenbewegt werden, der die unmagnetischen Bestandteile aus diesen an den Magnetflächen sich ständig fortbeivegenden und dabei sich auflockernden magnetischen Teilchen herausbläst. z. Vorrichtung des Verfahrens nach Anspruch r, - gekennzeichnet durch einen zylindrischen Hohlkörper (a), der aus durch Fugen (d) aus unmagrnetischean Werkstoff getrennten magnetischen Flächen besteht, durch eine vollständig aus unmagnetischem Werkstoff hergestellte, in dem Zylinder umlaufende Schnecke (e), durch die Zuführung (l) für das Aufgabegut-Luft-Gemisch etwa in der Mitte des Zylinders (a) und durch eine Zuführung nur für Luft am unteren Ende des Zylinders (n). 3. Vorrichtung gemäß Anspruch. z, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe oder die Breite der Schneckenwindungen in den einzelnen Abschnitten verschieden ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK148864D DE681907C (de) | 1937-12-15 | 1937-12-15 | Verfahren und Vorrichtung zur magnetischen Aufbereitung von fein gemahlenen Stoffgemischen |
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| DE681907C true DE681907C (de) | 1939-10-04 |
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| DEK148864D Expired DE681907C (de) | 1937-12-15 | 1937-12-15 | Verfahren und Vorrichtung zur magnetischen Aufbereitung von fein gemahlenen Stoffgemischen |
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|---|---|
| DE (1) | DE681907C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2711248A (en) * | 1951-06-01 | 1955-06-21 | Jones & Laughlin Steel Corp | Concentration of iron ores |
| DE1061019B (de) * | 1952-11-17 | 1959-07-09 | Argo Feinmechanik | Magnetfilter |
| US3045821A (en) * | 1953-01-05 | 1962-07-24 | Cavanagh Daniel Alfred | Magnetic concentration method |
| US3595391A (en) * | 1969-02-24 | 1971-07-27 | Byron C Schmid | Magnetic separator |
| EP0083331A1 (de) * | 1981-12-16 | 1983-07-06 | Inabac Corporation | Magnetischer Abscheider |
-
1937
- 1937-12-15 DE DEK148864D patent/DE681907C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2711248A (en) * | 1951-06-01 | 1955-06-21 | Jones & Laughlin Steel Corp | Concentration of iron ores |
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