DE683938C - Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen des Feinststaubes aus feinem Gut von im wesentlichen 0 bis 2 mm Korngroesse - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen des Feinststaubes aus feinem Gut von im wesentlichen 0 bis 2 mm KorngroesseInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen des Feinststaubes aus feinem Gut ' - von im wesentlichen 0 bis 2 mm Korngröße Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abtrennen des Feinststaubes von etwa o bis 1/2 mm Korngröße aus feinem Gut von, im wesentlichen o bis 2 mm Korngröße durch Befördern des Gutes über einen Stufenboden, durch Behandeln mit einem Luftstrom und gegebenenfalls unter Absaugung des Feinststaubes.
- Eine solche Abtrennung des Feinststaubes ist beispielsweise bei der Herstellung von Kri.5tallzucker erforderlich, wo der Feinstzucker' unerwünscht ist. Ferner ist es auch erforderlich, bei Düngemitteln die feinsten Bestandteile zu entfernen, die beim Ausstreuen nutzlos von dem Wind fortgeführt werden. Insbesondere aber ist es von Wichtigkeit, aus dem Kohlenstaub, der bei der Kohleaufbereitung bei den bekannten Sichteranlagen, Staubabsaugungen usw. gewonnen, wird, den Feinststaub zu entfernen, da dieser in den meisten Fällen einen wesentlich größeren Bergegehalt besitzt als der gröbere Staub.
- Die Abtrennung des Feinststaubes ließ sich bisher auf trockenem Wege in dem gewünschten Maß nicht erreichen. Daher hat man das Abtrennen auf nassem Wege durchgeführt, z. B. durch den Waschprozeß oder durch die Schwimmaufbereitung. Bei der Naßscheidung ergibt sich aber der große Übelstand, daß der jetzt als Schlamm vorliegende Staub erst in besonderen Filteranlagen abgenutscht werden muß. Das* abgenutschte Feinstgut enthält aber noch so viel Wasser, daß dadurch der große Vorteil des Feinststaubes, die Möglichkeit des Trockenzusatzes zur Kokskohle verlorengeht.
- Es sind ferner Vorrichtungen bekannt, die den Zweck haben, Staub aus staubhaltigen Stoffen, wie Kohle, abzusaugen, d. h. den Staub von einem Gemisch aus feinem und grobem Gut oder grobem Grieß zu trennen. Diese Vorrichtungen 'besitzen eine schräge Siebfläche, an welcher waagerechte Stufenflächen angeordnet sind. Der durch das Sieb zwischen den Stufenflächen austretende Luftstrom bewegt sich waagerecht, wobei er den ganzen Raum zwischen den Stufenflächen erfüllt, und er trifft alsdann auf das über die Stufenflächen hinabrollende Gut.
- Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß einzelne an den Stufen eines gerüttelten oder auch feststehenden Stufenbodens austretende Luftströme zunächst durch Leitflächen: von oben mach unten geführt und nach Aufprall auf dem Stufenboden nach oben umgeleitet, dabei unter Wirbelung in Teilströme zerlegt und durch das Gut gedrückt werden.
- Mit Hilfe .dieses Verfahrens ist es möglich, die Gesamtmenge des Feinststaubes aus trokkenem Wege abzusondern. Dieser Feinststaub kann, wenn es sich um Kohle handelt, ohne weitere Nachbehandlung in Staubfeuerungen verbrannt werden, während der gröbere Staub gewaschener Feinkohle zur Kokserzeugung trocken: zugesetzt werden kann.
- Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß Betriebsstörungen vermieden werden, wie sie bei der Anwendung von Sieben, durch welche die Luft von unten nach oben hindurchgeführt wird, leicht eintreten können, weil bei leichter Überschreitung des Normalwassergehaltes grubenfeuchterKohle dieSieböffnungen sich sofort verstopfen.
- Auf der Zeichnung ist eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung beispielsweise schematisch dargestellt.
- Fig. i ist ein senkrechter Längsschnitt; Fig. 2 ist ein senkrechter Teilschnitt in vergrößertem Maßstab.
- Die Vorrichtung besteht aus einer Schwingrinne mit doppeltem Boden a, b und trichterförmigem Deckel c. Der obere Boden b ist stufenförmig ausgebildet und mit verstellbaren Luftschlitzen d und Luftleitflächen e versehen. Die Leitflächen e sind an dem Hinterende jeder Stufe ausgebildet. Das Vorderende jeder Stufe besitzt einen aufwärts gebogenen Rand f, der in einem geringen Abstand von der N achbarstüfe endet, wodurch der Luftdurchlaßspalt d gebildet wird.
- Das zu behandelnde Gut, z. B. Kohlenstaub, von im wesentlichen o bis 2 mm Korngröße gelangt durch eine Zuteilschleuse g vollkommen gleichmäßig in die Schwingrinne. und wird auf dem Stufenboden b langsam weiterbefördert. In den Raum zwischen dem unteren Boden a und dem Stufenboden b wird durch einen Ventilator Luft geblasen, die durch die Spalte d austritt und durch die Leitflächen e zunächst abwärts geführt wird, so daß sie auf die nächste Stufe aufprallt und von dieser nach oben zurückgeworfen wird. Hierbei erfolgt eine Zerlegung des Luftstromes in Teilströme sowie eine Wirbelbildung. Das Gut wird durch die aufwärts gerichteten Teilluftströme energisch aufgewirbelt, und der feinere Teil des Gutes bleibt in den Luftströmen in der Schwebe. Entsprechend dem Luftstromdruck und der Luftmenge werden auch entsprechende Korngrößen mitgerissen.
- Die Luft entweicht dann durch Öffnungen. h des Deckels c in über der Rinne angeordnete Abzugsrohre i, die an einen zweiten Ventilator angeschlossen sind,. der die aus der Rinne austretende, mit Staub gemischte Luft absangt und einem beliebigen Staubabscheider zuführt.
- Der Querschnitt der Abzugsrohre i nimmt nach oben hin ah. Die OOuerschnittsabnahme ist in bekannter Weise einstellbar, wie dies in punktierten Linien angedeutet ist.
- Um die Änderung der Ouerschiiittsabnahme zu erreichen., erhalten die Rohre i z. B. rechteckigen Querschnitt, zwei parallele und zwei nach oben hin konvergierende Wände.
- Durch die Veränderung der Querschnittsabnahnie kann man die Zone größerer Luftgeschwindigkeit in den Rohren i nach Bedarf in bekannter Weise heben oder senken, wodurch die Korngröße des mitzureißenden Feinststaubes geregelt werden kann. Wird die Zone gesenkt, wie in Fig. i in dem linken Rohr, so werden größere Körnchen mitgerissen; wird die Zone gehoben, wie in dem mittleren und rechten Rohr, so werden nur die feinsten Körnchen mitgerissen. Das unerwünscht große, aufgewirbelte Korn fällt in der Zone der geringeren Luftgeschwindigkeit wieder zurück auf den Stufenboden.
- Die Abzugsrohre i lassen sich mit Vorteil auch dann verwenden, wenn man das Gut ohne Verwendung einer Schüttelrinne mit Stufenboden in einem feststehenden Behälter durch Luft aufwirbelt und die mit Staub gesättigte Luft durch die oben beschriebenen Abzugsrohre hindurchleitet und einer Abscheidungskammer zuführt.
- Durch die Verstellbarkeit der Luftschlitze d im Stufenboden hat man es vollkommen in der Hand, das aufgegebene Gut bei fortschreitender Staubentnahme auch entsprechend anzufassen. In die Absaugeleitung sind einfache Drosselklappen k eingebaut, wodurch der Luftstrom in den Abzugsrohren i geregelt werden kann. Das entstaubte Gut wird am Ende der Schwingrinne über eine Schleuse in ausgetragen.
- Zwei Beispiele, die sich auf Staubkohle beziehen, lassen die Vorteile des Verfahrens erkennen.
Der durchschnittliche Aschegehalt errechnet sich wie folgt:Beispiel i Zusammensetzung der Staubkohle Anteile Asche Schwefel mm % or@ oh" 0 bis o,25 27,2 11,5 2,20 0,25 bis 0,50 15,2 9,2 1,90 0,5o bis i,oo 36,6 7,3 1,63 i,oo bis 2,0o 14,9 7,7 1,31 über 2,00 6,1 6,3 I 1,38 Summe ioo,o In gleicher Weise läßt sich der durchschnittliche Schwefelgehalt mit 1,76°/o feststellen. Diese Staubkohle ist als Zusatz zur Kokskohle nicht geeignet, weil sie zuviel Asche und Schwefel enthält. Wenn man nach dem vorliegenden Verfahren den feinsten; Anteil (o,o bis o,25 mm), der den meisten Asche-und Schwefelgehalt enthält, entfernt, so ergibt sich folgendes: Summe der Einheiten Asche 872,98. Anzahl der Einheiten für die Menge o bis 0,25 mm, also der Anteil von 27,2°/0 = 312,80 Einheiten. Diese 312,80 Einheiten sind von 872,98 Einheiten abzuziehen, was einen. Restbetrag von 56o,18 Einheiten ergibt.Anteile Asche Einheiten °1u % 27,2 11,5 = 312,50 15,2 9,2 = 13984 36,6 . 7,3 = 267,18 14,9 7,7 = 114,73 6,1 # 6,3 ° 3843 ioo,o = 872,98 872'98 = 8,73 °@o Asche. 100,00 - Da jetzt nur noch 10o-27,2 - 72,8°/a Anteile vorhanden sind, muß die Zahl 56o,18 durch 72,8 dividiert werden, woraus sich ein Aschegehalt von 7,7 °/o ergibt.
- In gleicher Weise kann man. den Schwefelgehalt mit 1,53 % feststellen, woraus sich ergibt, daß die Staubkohle nunmehr als Zusatz zur Kokskohle geeignet ist.
Diese Staubkohle besitzt einen: durchschnittlichen Aschegehalt von 9,32°/0, einen durchschnittlichen Schwefelgehalt von 1,99°/0, so daß sie als Zusatz zur Kokskohle nicht brauchbar ist. Nach Entfernung des feinsten Anteils von o,o bis o,25 enthält die Staubkohle nur noch 6,63 °/o Asche und 1,5:2/, Schwefel, so daß sie als Zusatz zur Kokskohle geeignet ist.Beispiel 2 Zusammensetzung der Staubkohle Anteile Asche Schwefel mm ° o °/n "n 0 .bis o,25 6o,2 11,1. 2,30 0,25 bis 0,5o 28,o 6,9 1,62 0,5o bis i,oo 10,4 5,7 1,26 i,oo bis 2,0o 1,4 8,4 1,40 ioo,o
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Abtrennen des Feinststaubes von etwa o bis 1/2 mm Korngröße aus feinem Gut von im wesentlichen o bis 2 mm Korngröße durch Befördern des Gutes über einen Stufenboden, durch Behandeln mit einem Luftstrom und gegebenenfalls unter Absaugung des Feinststaubes, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne an den Stufen des Bodens austretende Luftströme zunächst durch Leitflächen von oben nach unten geführt und nach Aufprall auf dem Stufenboden nach oben umgeleitet, dabei unter Wirbelung in Teilströme zerlegt und durch das Gut gedrückt werden.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jede Stufe des Bodens (b) am Vorderende einen aufwärts gebogenen Rand (f) besitzt, und daß das Hinterende jeder Stufe als Leitfläche (e) ausgebildet ist, die den aufwärts gebogenen Rand (f) der Nachbarstufe übergreift und welche den unter ihrer Unterseite zugeführten Luftstrom umleitet und an dem Vorderende der folgenden Stufe zum Aufprallen bringt.
- 3. Vorrichturng nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorderende (f) oder das Hinterende (e) oder beide Enden jeder Stufe frei tragend ausgebildet sind, so daß die Höhe der zwischen zwei-Stufen gebildeten Luftdurchlaßspalte durch Formänderung der Stufenenden regelbar ist.
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|---|---|---|---|
| DEB175046D DE683938C (de) | 1936-07-31 | 1936-07-31 | Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen des Feinststaubes aus feinem Gut von im wesentlichen 0 bis 2 mm Korngroesse |
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| DE683938C true DE683938C (de) | 1939-11-18 |
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ID=7007623
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|---|---|
| DE (1) | DE683938C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2689646A (en) * | 1951-08-09 | 1954-09-21 | Allen E Dilliard | Fluid flotation separator and method for separating pulverized materials |
| DE1091952B (de) * | 1957-09-19 | 1960-11-03 | Rheinische Braunkohlenw Ag | Foerderer fuer Massengueter wie Kohle u. dgl. mit Windsichtung |
| US3506119A (en) * | 1967-02-21 | 1970-04-14 | Hans Rumpf | Method and apparatus for classifying by gravity a granular material mixture |
| DE1507686B1 (de) * | 1966-04-06 | 1972-05-25 | Alpine Ag | Steigrohr-Windsichter |
-
1936
- 1936-07-31 DE DEB175046D patent/DE683938C/de not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
| US2689646A (en) * | 1951-08-09 | 1954-09-21 | Allen E Dilliard | Fluid flotation separator and method for separating pulverized materials |
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