DE684328C - Verfahren zur Erzeugung von modulierten kurz- und ultrakurzwelligen Schwingungen - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von modulierten kurz- und ultrakurzwelligen SchwingungenInfo
- Publication number
- DE684328C DE684328C DER90440D DER0090440D DE684328C DE 684328 C DE684328 C DE 684328C DE R90440 D DER90440 D DE R90440D DE R0090440 D DER0090440 D DE R0090440D DE 684328 C DE684328 C DE 684328C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- electron
- anode
- short
- path
- ultra
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03C—MODULATION
- H03C5/00—Amplitude modulation and angle modulation produced simultaneously or at will by the same modulating signal
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J25/00—Transit-time tubes, e.g. klystrons, travelling-wave tubes, magnetrons
- H01J25/66—Tubes with electron stream crossing itself and thereby interacting or interfering with itself
Landscapes
- Particle Accelerators (AREA)
Description
Zur Erzeugung ultrakurzer Wellen ist es bekannt, eine Röhre zu verwenden, bei der
ein Kathodenstrahl durch ein elektrisches Feld derart gekrümmt wird, daß seine Bewegungsrichtung
am Ende der Bahn die Anfangsrichtung kreuzt und sich auf diese Weise periodisch selbst unterbricht. Bei der bekannten
Röhre verläuft der Kathodenstrahl innerhalb eines Metallgefäßes, das so geformt
ίο ist, daß die Elektronen nach anfänglich gradliniger
Flugbahn im Kreis geführt werden und nach Durchkreuzung der eigenen Bahn auf eine Auffanganode auftreffen. Die Krümmung
der Elektronenbahn wird hier dadurch bewirkt, daß das Metallgehäuse auf Kathodenpotential
liegt oder negativ gegen die Kathode vorgespannt ist, so daß der Elektronenstrahl
nicht auf die Wandung auftreffen kann, sondern an ihr entlang geführt wird. Dieses
Verfahren eignet sich zur Erzeugung von Schwingungen konstanter Amplitude. Sollen
jedoch die erzeugten Schwingungen moduliert werden, so ergeben sich dadurch Schwierigkeiten,
daß durch die sich ändernde Geschwindigkeit der Elektronen jeweils verschiedene Ablenkverhältnisse vorliegen und
daher der ganze Mechanismus der Schwingungserzeugung in Frage gestellt ist.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Modulation der in einer Röhre mit sich selbst
durchkreuzendem Kathodenstrahl erzeugten kurz- und ultrakurzwelligen Schwingungen,
wobei die obenerwähnten Schwierigkeiten überwunden werden. Dies Verfahren ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Modulationsspannungen einer Gitterelektrode oder der mit dem Nutzkreis gekoppelten Anode zugeführt
wenden, welche die Bahn des Elektronenstromes vor seiner Abkrümmung ganz
oder teilweise umsäumt, und daß nach Passieren der Anode, insbesondere nach Durchlaufen
einer Hohlzylinderanode, die Krümmung der Elektronenbahn dadurch bewirkt wird, daß
der Elektronenstrom längs eines annähernd zylindrisch geformten Isolierstoffgehäuses,
insbesondere Glasgehäuses, geführt wird, welches sich an den Innenteilen, die dem
Elektronenaufprall ausgesetzt sind, von selbst in dem jeweils erforderlichen Maße negativ
auflädt.
Es ist an sich bekannt, die Selbstaufladung der Glaswandung einer Röhre durch Aufprall
von Elektronen zur Erzielung einer Bremselektrodenwirkung auszunützen. Bei dieser
bekannten Anordnung war jedoch die Fläche, die für eine Aufladung in Frage kommt, rela*
tiv klein und die Aufladung selbst an align Punkten dieser Fläche gleichwertig, so daß·
die Fläche tatsächlich in ihrer Wirkung einer ■ negativ vorgespannten Bremselektrode gleichkam.
Demgegenüber wird dieSelbstauflädung eines Isolierkörpers durch Elektronenaufprall
bei der Erfindung dazu ausgenützt, einen Elektronenstrahl längs eines beschriebenen
Weges zu führen, wobei die einzelnen Stellen des aufgeladenen Körpers elektrisch unter-
1S einander nicht mehr gleichwertig sind, sondern
in verschieden starkem Maße aufgeladen werden. Gerade diese Verschiedenartigkeit
der Ladungen an den einzelnen Stellen der Gefäßwandung ergibt die Möglichkeit, den
ao Betrieb der Röhre auch bei-Modulation der
Elektronengeschwindigkeit durchzuführen.
Weiterhin ist die Selbstaufladung von Isolierkörpern
bei Entladungsröhren mit Glühkathode und Quecksilberdampffüllung be-Z5
kannt, d. h. "bei Dampfentladungen, bei denen
- zum Unterschied von der reinen Elektronenentladung, wie sie bei der Erfindung vorausgesetzt
ist, die Führung eines Elektronenstrahles in vorgeschriebener, sich selbst kreuzender,
gekrümmter Bahn allein durch Wandaufladung nicht möglich erscheint. .
Schließlich ist darauf hinzuweisen, daß selbstverständlich die Zuführung der Modulationsspannung
zu einer Gitterelektrode oder der Anode an sich nicht neu ist, sondern der
Modulation einer: Elektronenströmung in Röhrenschaltungen entspricht, jedoch hat eine
solche Modulation bei Röhren mit sich selbst durchkreuzendem Elektronenstrahl, wie eingangs
auseinandergesetzt, wesentlich andere Wirkungen zur Folge, die besondere Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebes
notwendig machen. Diese Maßnahmen stellen daher in Kombination mit der Modulation
des Elektronenstromes die Erfindung dar.
Die Erfindung soll an Hand, der Abbildungen näher erläutert werden:
Die Anordnung gemäß Abb. i* enthält ein
evakuiertes Gefäß ι mit einem röhrenförmigen Ansatz 6, in dessen Ende eine Kathode 2
liegt, die von der Stromquelle io geheizt
wird. Diese Röhre 6 mündet in einen annähernd runden Körper 4 aus Isolations stoff,
der mit einer Öffnung 7 versehen ist, in die die Anode 8 eingesetzt ist, die mit der Anodenspannungsquelle
3 verbunden ist. Die negative Klemme von 3 ist mit der Kathode und mit Erde verbunden. Die Anode ist von
einer Isolierbuchse 9 eingefaßt. Zwischen dem Heizfaden 2 und der Anode 8 liegt ein Steuergitter
11, dem entsprechend den zu senden- I
den Signalen wechselnde Spannungen zugeführt werden. An den Ausgang des Senders
ist über einen Transformator 25 die Antenne 12 angekoppelt. Zur Abstimmung des Aus- 6S
gangskreises dient ein Kondensator 13, dessen ..eine Platte mit Erde und dessen andere Platte
"mit einem Schieber 14 verbunden ist, der über der Anodenleitung 15 verschoben werden
kann. In der Antennenleitung liegen an sich bekannte Posaunenschieber 16 und 17 zur Abstimmung.
Die Arbeitsweise ist folgende: Von der Kathode werden Elektronen
emittiert, die durch die positiv vorgespannte 7S
Anode 8 auf das z. B. aus Glas bestehende Gefäß 4 hin beschleunigt werden und zum
Teil auf dieses auftreffen. Diejenigen Stellen des Gefäßes, an denen Elektronen aufprallen,
werden negativ aufgeladen, so daß sich insgesamt eine Ladungsverteilung auf
der Innenwandung des Gefäßes ergibt, durch die die Elektronen auf der punktiert eingezeichneten
Bahn geführt werden. Die verschiedenen Teile der Innenwandung nehmen
automatisch die richtigen Spannungen für die geeignete Arbeitsweise der Anordnung an.
Die zu sendenden Signale können dem Gitter der Röhre bei Telegraphiesignalen durch
ein Tastrelais 19 oder bei Telephoniesignalen durch ein Mikrophon 20 über einen Verstärker
21 zugeführt werden. Durch Veränderung der Gitterspannung wird die Zahl der
Elektronen verändert, die an der Schwingungserzeugung teilnehmen. Auf diese Weise
werden die erzeugten kurz- und ultrakurzwelligen Schwingungen getastet ader tonmoduliert.
Die Schaltung gemäß Abb. 2 unterscheidet sich von der gemäß Abb. 1 durch eine andere
Ausbildung der Anode und durch Verwendung einer besonderen Modulatorröhre 23.
Die Anode 22 ist als Rohr ausgebildet, das mit seiner Achse im Elektronenstrom liegt.
Die Modulationsspannungen werden über einen Transformator 24 dem Steuergitter der
Modulatorröhre 23 zugeführt, die nach Art der Heising-Schaltung die der Anode 22 zugeführte Spannung moduliert. Die kurz-
und ultrakurzwelligen Schwingungen werden no hier durch die Änderungen der Anodenspannung
anstatt durch die gegenseitigen Abstoßungen freier Elektronen direkt erzeugt. Die Vorrichtung wird zweckmäßig so bemessen,
daß die Zeit, die ein Elektron zum Durchfliegen der Röhre 6 benötigt, dieselbe
ist wie die Zeit zum Hindurchtritt durch den Hohlkörper 4. Im übrigen ist die Arbeitsweise
dieselbe wie bei der Schaltung gemäß Abb. i. Naturgemäß kann man die Modulierung
gemäß Abb. 2 auch bei der Schaltung gemäß Abb. 1 vorsehen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Erzeugung von modulierten kurz- und ultrakurzwelligen Schwingungen, bei dem der aus einer Emissionsquelle austretende Elektronenstrom durch ein elektrisches Feld so beschleunigt und durch ein zweites elektrisches Feld derart gekrümmt wird, daß seine Bewegungsrichtung am Ende der Bahn die Anfangsrichtumg kreuzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Modulationsspannungen einer Gitterelektrode oder der mit dem Nutzkreis gekoppelten Anode zugeführt werden, welche die Bahn des Elektronenstromes vor seiner Abkrümmung ganz oder teilweise umsäumt, und daß nach Passieren der Anode, insbesondere nach Durchlaufen einer Hohlzylinderanode, die Krümmung der Elektronenbahn dadurch bewirkt wird, daß der Elektronenstrom längs eines annähernd zylindrisch geformten Isolierstoffgehäuses, insbesondere Glasgehäuses, geführt wird, welches sich an den Innenteilen, die dem Elektronenaufprall ausgesetzt sind, von selbst in dem jeweils erforderlichen Maße negativ auflädt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US667357A US2059863A (en) | 1933-04-22 | 1933-04-22 | High frequency oscillator and modulation circuit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE684328C true DE684328C (de) | 1939-11-25 |
Family
ID=24677897
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER90440D Expired DE684328C (de) | 1933-04-22 | 1934-04-20 | Verfahren zur Erzeugung von modulierten kurz- und ultrakurzwelligen Schwingungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2059863A (de) |
| DE (1) | DE684328C (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2423968A (en) * | 1944-08-26 | 1947-07-15 | Farnsworth Television & Radio | High-frequency apparatus |
| US2457980A (en) * | 1944-09-01 | 1949-01-04 | Forest Lee De | Method of and apparatus for bunching electrons |
| CH265655A (de) * | 1947-09-23 | 1949-12-15 | Bbc Brown Boveri & Cie | Einrichtung zur Beschleunigung von Elektronen. |
| US2953707A (en) * | 1957-03-29 | 1960-09-20 | Bell Telephone Labor Inc | Electron beam focusing system |
| US3167684A (en) * | 1960-01-20 | 1965-01-26 | Johann R Hechtel | Klystron tubes |
-
1933
- 1933-04-22 US US667357A patent/US2059863A/en not_active Expired - Lifetime
-
1934
- 1934-04-20 DE DER90440D patent/DE684328C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2059863A (en) | 1936-11-03 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE927157C (de) | Anordnung zur Ausuebung eines Verfahrens zur Aufrechterhaltung einer im wesentlichenkonstanten Ausgangsleistung bei Ultrakurzwellenroehren | |
| DE706780C (de) | Einrichtung zum Abtasten von Magnetogrammen | |
| DE726142C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Phasenmodulation | |
| DE846754C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Beschleunigung von geladenen Teilchen, insbesondere Elektronen | |
| DE644342C (de) | Roehre zur Erzeugung ultrakurzer Wellen | |
| DE639357C (de) | Roehrengenerator | |
| DE925057C (de) | Elektrische Entladungsroehre, die Mittel zur Dichtemodulation einer Elektronenstroemung enthaelt | |
| DE706327C (de) | Einrichtung zur Modulation kurzer und ultrakurzer Wellen | |
| DE625242C (de) | Entladungsroehre zur Erzeugung elektrischer Schwingungen | |
| DE710452C (de) | Anordnung zur Erzeugung oder zum Empfang hochfrequenter Schwingungen | |
| DE603298C (de) | Anordnung fuer traegheitslose Verteilung bei Mehrfachsignaluebertragung mit Anschaltung der UEbertragungskanaele in fortlaufender Folge | |
| DE614181C (de) | Generator fuer ultrakurze Wellen | |
| AT93408B (de) | Hochevakuiertes Entladungsgefäß mit Elektronenquelle und Anode. | |
| DE475895C (de) | Hochevakuiertes Entladungsgefaess | |
| DE933694C (de) | UEberlagerungsanordnung | |
| DE938553C (de) | Verfahren zur Verstaerkung hochfrequenter Schwingungen | |
| AT79829B (de) | Schaltungsweise für ein mit ionisierter Gass?reckeSchaltungsweise für ein mit ionisierter Gasstrecke arbeitendes elektrisches Relais, insbesondere für arbeitendes elektrisches Relais, insbesondere für die Zwecke der drahtlosen Telegraphie und Telepho die Zwecke der drahtlosen Telegraphie und Telephonie. nie. | |
| AT146913B (de) | Entladungsröhre zur Erzeugung elektrischer Ultrahochfrequenzschwingungen. | |
| DE927758C (de) | Anordnung zur Ausuebung eines Verfahrens zum Betrieb von Laufzeitroehren | |
| DE666136C (de) | Verfahren zum Betrieb einer Roehre mit Laufzeitschwingungen | |
| DE825562C (de) | Bildaufnahmeroehre fuer die Zwecke der Fernsehuebertragung | |
| DE944864C (de) | Modulationsanordnung fuer sehr kurze elektrische Wellen | |
| DE639190C (de) | Sendeanordnung fuer ultrakurze Wellen | |
| DE927589C (de) | Strahlerzeugungssystem fuer Kathodenstrahlroehren | |
| DE730106C (de) | Magnetfeldroehre zur Erzeugung und zum Empfang von Ultrakurzwellen, insbesondere Zentimeterwellen |