DE684435C - Betriebsverfahren fuer eine Lokomotive mit einer als Dieselmaschine mit direktem Antrieb wirkenden Hauptmaschine - Google Patents
Betriebsverfahren fuer eine Lokomotive mit einer als Dieselmaschine mit direktem Antrieb wirkenden HauptmaschineInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C17/00—Arrangement or disposition of parts; Details or accessories not otherwise provided for; Use of control gear and control systems
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C15/00—Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels
- B61C15/08—Preventing wheel slippage
- B61C15/12—Preventing wheel slippage by reducing the driving power
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Description
Die Erfindung betrifft ein Betriebsverfahren für eine Lokomotive mit einer als Dieselmaschine
mit direktem Antrieb wirkenden Hauptmaschine, deren Hilfsmaschinen über Elektromotoren wechselweise von zwei Elektrogeneratoren
angetrieben werden, von denen der eine durch einen Hilfsmotor und der andere von der Hauptmaschine angetrieben
wird.
to Diesellokomotiven der beschriebenen Art haben sich als besonders zweckmäßig erwiesen,
weil sie eine wirtschaftliche Ausnutzung des der Hauptmaschine und dem Hilfsmotor
zugeführten Brennstoffes gewährleisten. Aufgäbe der Erfindung ist es nun, ohne den vorerwähnten
Vorteil zu gefährden, den Zugkraftverlauf einer solchen Diesellokomotive dem hyperbelartigen Verlauf der Zugkraftkurve
einer Dampflokomotive anzupassen.
Vergleicht man den bisherigen Zugkraftverlauf einer Diesellokomotive mit dem Verlauf
der bekannten Zugkrafthyperbel der Dampflokomotive, so findet man, daß die Zugkraft
im oberen Geschwindigkeitsbereich unnötig groß ist.
Die Verminderung der Zugkraft im oberen Geschwindigkeitsbereich wird nun erfindungsgemäß
durch ein neues Betriebsverfahren erreicht. Dies besteht darin, daß die elektrische
Leistung zum Antrieb der Hilfsmaschinenelektromotoren bis ungefähr zur halben Fahrgeschwindigkeit
der Lokomotive von dem für die halbe Nennspannung der Hilfsmaschinenelektrogeneratoren
bemessenen, vom Hilfsmotor angetriebenen Elektrogenerator und von da ab bis zur Höchstgeschwindigkeit
der Lokomotive von dem für die volle Nennspannung der Hilfsmaschinenelektromotoren
bemessenen, von der Hauptmaschine angetriebenen Elektrogenerator abgenommen wird. Außer der Anpassung des Zugkraftverlaufs
an den Verlauf einer Hyperbel ergibt sich durch die Erfindung noch ein besonders
günstiger Antrieb für die Hilfs-
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maschinen. Durch die besondere Bemessung der beiden Elektrogeneratoren in Verbindung
mit dem ernndungsgemäßen Betriebsverfahren stellt sich nämlich eine selbsttätige Änf
S passung der von den Elektrogeneratoren ab-" gegebenen Leistung an die notwendige Hilfs-"
leistung für die Hauptmaschine ein. :: ϊ
In der Zeichnung ist eine Lokomotive zur Ausübung des ernndungsgemäßen Verfahrens
ίο beispielsweise dargestellt.
Die Abb. ι zeigt die Lokomotive und die Abb. 2 deren Zugkraftverlauf.
Die in der Abb. ι dargestellte Lokomotive ι
hat eine direkt antreibende Hauptmaschine 2. Die Hauptmaschine 2 ist eine Zweitaktdieselmaschine,
die mit Druckluft anläuft und der .von den ersten Umdrehungen an Brennstoff
zugeführt wird. Die Druckluft wird von einem Verdichter 3 erzeugt, der von einem
Hilfsmotor 4 angetrieben wird. Der Hilfsmotor 4 treibt außerdem noch einen Elektrogenerator
5 an, dessen Strom wechselweise mit dem Strom eines anderen Elektrogenerators 6 über Elektromotoren zum Antrieb der
übrigen Hilfsmaschinen, z.B. der nicht dargestellten Kühlventilatoren, Kühlwasserpumpen usw., und des Spülgebläses 7 dient.
Das Spülgebläse 7 wird durch den Elektromotor 8 angetrieben. Der Generator 6 ist in
bekannter Tatzlageranordnung in den Rahmen 9 der Lokomotive ι eingebaut und wird
von der Hauptmäschine 2 aus über die Treibachse
10 und die Zahnräder 11 und 12 angetrieben.
Der Elektrogenerator 5 ist so bemessen, daß er bei mit voller Drehzahl umlaufendem
Hilfsmotor 4 die halbe Nennspannung der Elektromotoren abgibt, die zum
Antrieb der Hilfsmaschinen dienen. Der Elektrogenerator 6 gibt dagegen bei höchster
Fahrgeschwindigkeit der Lokomotive 1 eine Spannung ab, die der vollen Nennspannung
■ der Hilfsmaschinenelektromotoren entspricht.
Die Wirkungsweise der Lokomotive ist folgende. Da der Druckluftverbrauch der Hauptmaschine 2 beim Anfahren am größten
ist, wird der den Verdichter 3 antreibende Hilfsmotor 4 zum Anfahren auf seine höchste
Drehzahl eingestellt. Da damit gleichzeitig der Elektrogenerator 5 mit höchster Drehzahl
angetrieben wird, erhalten die Elektromotoren 8 usw. zum Antrieb der Hilfs-
- maschinen einen Strom mit einer ihrer halben Nennspannung entsprechenden Spannung.
Nachdem die Lokomotive angelaufen und deren Geschwindigkeit ungefähr auf ihre halbe
Höhe gestiegen ist, gibt auch der Elektrogenerator 6 eine der halben Nennspannung
der Elektromotoren 8 usw. entsprechende Spannung ab. In diesem Augenblick werden
die Elektromotoren 8 von dem Elektrogenerator 5 abgeschaltet und an den Elektrogenerator
6 angeschlossen. Da beide Elektrogeneratoren S und 6 im Augenblick des Umschaltens
einen Strom von gleicher Spannung ab-' "geben, erfolgt die Umschaltung ohne Strom-'■stoß
für die Elektromotoren 8. Bis zur höchsten Geschwindigkeit der Lokomotive
vgibt nun der Elektrogenerator 6 einen Strom von stetig wachsender Spannung ab, d. h. die
Elektromotoren 8 treiben die Hilfsmaschinen 7« mit einer der stetig wachsenden Hilfsleistung
entsprechenden Drehzahl an. Es erfolgt somit im oberen Geschwindigkeitsbereich der
Lokomotive eine selbsttätige Regelung der von der Hauptmaschine verlangten Hilfsleistung.
Außer der selbsttätigen Regelung der Hilfsleistung wird durch die zweckmäßige Belastung der Hauptmaschine durch die
Hilfsleistung eine weitgehende Annäherung der Zugkraft der Lokomotive an die erstrebte
Zugkrafthyperbel erreicht. Dies zeigt die Abb." 2. . .
Die Abb. 2 stellt ein Diagramm dar, in dem in senkrechter Richtung die Zugkräfte und in
waagerechter Richtung die Geschwindigkeiten der Lokomotive aufgetragen sind. Die über
der Geschwindigkeit aufgetragenen Linien geben die verschiedenen Zugkraftverläufe an.
Die strichpunktierte Linie gibt den für die üblichen Geschwindigkeitsbereiche richtigen
Verlauf der Zugkraft an, während die gestrichelte Linie den bisherigen Zugkraftverlauf
einer Diesellokomotive angibt. Die zwischen den beiden Linien verlaufende stark
ausgezogene Linie gibt den Zugkraftverlauf einer Lokomotive wieder, die nach dem erfindungsgemäßen
Betriebsverfahren arbeitet. Der durch die stark ausgezogene Linie ausgedrückte Abfall der Zugkraft ergibt sich durch
die erfindungsgemäße Belastung der Hauptmaschine mit der Hilfsleistung. Diese Belastung
der Hauptmaschine ist im ernndungsgemäßen Fall so gewählt, daß bei höchster
Fahrgeschwindigkeit die Zugkraft der Lokomotive mit dem Ende des· durch die Hyperbel
angegebenen Zugkraftverlaufs übereinstimmt. - Im Rahmen der Erfindung sind noch verschiedene
Änderungen des Z,ugkraftverlaufes möglich. Diese Änderungen ergeben sich
durch den Betrieb der Hilfsmaschinen, ins- "» besondere durch den Betrieb des Verdichters
3. Bei dem vorbeschriebenen Betriebsverfahren bleibt der Verdichter 3 über den
ganzen Geschwindigkeitsbereich der Lokomotive in Betrieb. Es ist aber auch möglich,
den Verdichter 3 beim Umschalten oder auch vor oder nach dem Umschalten von dem Elektrogenerator
5 auf den Elektrogenerator 6 stillzusetzen, um mit der Hauptmaschine 2 im
normalen Dieselbetrieb, d. h. ohne Druckluftzuladung, weiterzufahren. Dadurch ergibt
sich ebenfalls eine Änderung der Zug-
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kraft der Lokomotive, die der erwünschten Erhöhung der Elastizität der Lokomotive
dient.
Sollte z. B. im unteren Geschwindigkeitsbereich der Lokomotive an irgendeinen Hilfsbetrieb,
z. B. an die Kühlventilatoren 6, besonders hohe Anforderungen gestellt werden, so können deren Antriebselektromotoren so
ausgelegt werden, daß sie eine dem Strom des i,o Elektrogenerators S entsprechende Nennspannung
haben. Diese Motoren werden dann parallel an den vom Elektrogenerator S und
hintereinander an den vom Elektrogenerator 6 gelieferten Strom gelegt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Betriebsverfahren für eine Lokomotive mit einer als Dieselmaschine mit direktem Antrieb wirkenden Hauptmaschine, derenHilfsmaschinen über Elektromotoren wechselweise von zwei Elektrogeneratoren angetrieben werden, von denen der eine durch einen Hilfsmotor und der andere von der Hauptmaschine angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leistung zum Antrieb der Hilfsmaschinenelektromotoren bis ungefähr zur halben Fahrgeschwindigkeit der Lokomotive von dem für die halbe Nennspannung der Hilfsmaschinenelektromotoren bemessenen, vom Hilfsmotor (4) angetriebenen Elektrogenerator (5) und vonda ab bis zur Höchstgeschwindigkeit der Lokomotive von dem für die volle Nennspannung der Hilfsmaschinenelektromotoren bemessenen, von der Hauptmaschine (2) angetriebenen Elektrogenerator (6) abgenommen wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH157332D DE684435C (de) | 1938-10-13 | 1938-10-13 | Betriebsverfahren fuer eine Lokomotive mit einer als Dieselmaschine mit direktem Antrieb wirkenden Hauptmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH157332D DE684435C (de) | 1938-10-13 | 1938-10-13 | Betriebsverfahren fuer eine Lokomotive mit einer als Dieselmaschine mit direktem Antrieb wirkenden Hauptmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE684435C true DE684435C (de) | 1939-11-28 |
Family
ID=7182577
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH157332D Expired DE684435C (de) | 1938-10-13 | 1938-10-13 | Betriebsverfahren fuer eine Lokomotive mit einer als Dieselmaschine mit direktem Antrieb wirkenden Hauptmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE684435C (de) |
-
1938
- 1938-10-13 DE DEH157332D patent/DE684435C/de not_active Expired
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