-
Magnetgenerator Die Erfindung betrifft einen Magnetgenerator und hat
sich zur Aufgabe gesetzt, einen Magnetgenerator zu schaffen, der vollständig abgeschlossen
ist, um auf diese Weise Störungen von Rundfunksendungen zu vermeiden, der aber trotzdem
gedrungen gebaut und leicht zugänglich ist, so daß seine einzelnen Teile leicht
und schnell ein- und ausgebaut werden können. Es sind bereits Magnetgeneratoren
mit einem Magnetläufer, einem Verteilerläufer, einem die beiden Läufer verbindenden
Getriebe und einem Verteilerblock und einer Spule bekannt, bei dem Läufer, Getriebe
und Spule in Gehäuseabschnitten untergebracht sind; hierbei ist der die Spule aufnehmende
Gehäuseabschnitt keilförmig ausgebildet. Bei ,anderen Bauarten ist es auch bekannt,
Magnetzünder mit vollständig geschlossenem metallischem Gehäuse auszuführen. Die
einzelnen Teile der bekannten Magnetgeneratoren dieser Art konnten jedoch nur langsam
und mit Schwierigkeiten ein- und ausgebaut werden. Erfindungs,gem,äß werden die
Mängel der oben beschriebenen Magnetgeneratoren dadurch beseitigt, äaß der Magnetzünder
in an sich bekannter Weise von Gehäuseabschnitten vollständig umschlossen ist und
daß der keilförmige Gehäuseabschnitt durch neineinziges Mittel derart gehalten ist,
daß er die den Verteilerblock und den Magnetzünder umschließenden Gehäuseabschnitte
festhält. Im Zusammenhang hiermit ist zweckmäßigerweise das Getriebe, das die Läufer
antriebsmäßig miteinander verbindet, m einem getrennten Ölgehäuse untergebracht,
das mittels seines öldichten Deckels abgeschlossen und durch Packungsmittel öldicht
gemacht ist.
-
Um den Einbau des Verteilerblockes zwischen dem Läufer und der Spule
zu verlängern, ist weiter erfindungsgemäß der Verteilerblock mit einer zusammenfügbar
leitenden Vorrichtung versehen, die mit der Ausgangsklemme der Spule und mit dem
Kontaktarm des Verteilerläufers in Berührung steht und ein seitliches Einschieben
des Verteilerblockes
zwischen dein Läufer und der Spule gestattet.
Weitere Verbesserungen und zweckmäßigere Ausgestaltung sind an Hand der, beiliegenden
Abbildung beschrieben, die eint Ausführungsbeispiel der Erfindung darsteltt.: Es
zeigen Fig. i eine bevorzugte Ausführungsform der, Erfindung iti schaubildlicher
Darstellung, wobei gewisse Teile zum Teil auseinandergenommen sind, Fig.2 einen
lotrechten, im wesentlichen axialen Schnitt eines Magnetapparates nach der Erfindung,
Fig.3 .eine Einzelansicht der Teile der zusammendrückbaren leitenden Vorrichtung
zum Verbinden der Ausgangsklemme der Spule mit dem Läuferarm des Verteilers und
Fig.4 einen lotrechten Schnitt im wesentlichen nach der Linie 4-4 der Fig.2.
-
Fig. 2 der Zeichnungen zeigt zunächst einen Magnetapparat mit einem
Gehäuse i aus nichtmagentischem Metall, wie z. B. einer Aluminiumlegierung. Ein
aus Dauermagnetteilen 3 bestehender Läufer 2 ist im Gehäuse i z. B. durch Lager
4 und 5 in geeigneter Weise drehbar gelagert und trägt an einem Ende eine genutete
Muffe 6, die zur Aufnahmeeines Kupplungsteiles zum Antrieb des Läufers außerhalb
des Gehäuses vorspringt. Der genannte Läufer ist am anderen Ende reit einem Nocken
7 versehen, durch den ein im allgemeinen mit 8 bezeichneter Unterbrecher betätigt
werden. kann.
-
Ein Verteiler 9 ist in einem sich nach oben erstreckenden Teil i i
des Gehäuses i parallel zum Läufer 2 drehbar gelagert. Wie gezeigt, wird dieses
durch einen Wellenstumpf 12 @erreicht, der mit einem Flansch 13 versehen ist. Der
Flansch 13 ist in der bei. 14 gezeigten Weise am Läufer befestigt und zur Aufnahme
eines in einer Zwischenwand 16 des Gehäuseteils i i angeordneten Lagers 15 eingerichtet.
-
Ein Zahnrad 17 ist in geeigneter bei 18 gezeigten Weise am Ende des
Wellenstumpfes 12 befestigt und so angeordnet, daB es mit einem Zahnrad i 9 kämmt.
Das Zahnrad i 9 ist auf dem Läufer 2 in der bei 21 gezeigten Weise aufgekeilt und
wird auf diesem durch eine Muffe 6 festgehalten. Auf diese Weise wird der Arm 22
des Verteilerläufers g in zeitlichem Zusammenhang mit dem Magnetläufer 2 in Drehung
versetzt.
-
Ein öldichter Deckel23 dient dazu, für die Zahnräder 17 und i 9 einen
geschlossenen Raum zu ergänzen, der durch geeignete Packungsmittel 24 und 25 für
das Lager 4 bzw. die genutete Muffe 6 und durch den Verschlußteil 26 für das Lager
15 des Wellen-Stumpfes 12 Öldicht gemacht wird. Eine Ableitung 27 ist zweckmäßig
im Gehäuse i vorgesehen, um das etwa an der Packung 24 vorbei durchsickernde Schmiermittel
abzuleiten. .
-
dem Gehäuse i sind magnetische Pol-2 8 vorgesehen, die mit den Polen
3 .z Aes Magnetläufers zusammenarbeiten und `-:durch geeignetes lamelliertes magnetisches
Material 29 und den Kern 31 einer Induktionsspule 32 in einem geschlossenen
magnetischen Stromkreis verbunden sind. Die nicht geerdete Primärklemme 33 der Induktionsspule
ist durch einen Leiter 34 mit dem Unterbrecher 8 verbunden, und das ungeerdete Ende
der Sekundärwicklung der Induktionsspule ist herausgeführt und an eine Ausgangsklemme
35 angeschlossen.
-
Erfindungsgemäß ist -ein im allgemeinen kreisförmiger Verteiler- und
Klemmenblock 36 zwischen der Spule 32 und dem Verteilerläufer 9 angeordnet. Der
genannte Block ist mit einer in der Mitte angeordneten zusammendrückbaren leitenden
Vorrichtung, die im allgemeinen mit 37 bezeichnet ist und den Block in der Mitte
durchsetzt, sowie mit einer auf dem Kreisumfang angeordneten Reihe von Kontakten
38 (s. Fig. 4) versehen. Die Kontakte 38 sind mit Verbindungs- und Befestigungsmitteln
39 für Ausgangskabel 41 versehen, die in Öffnungen 42 des Verteilerblockes eingreifen
können. Der Verteilerläufer ist mit einem Arm 22 versehen, der ein mittleres mit
einem Ende der Leitungsvorrichtung 37 zusammenwirkendes Kontaktstück 43 und .ein
radiales Kontaktstück 44 besitzt, das so angeordnet ist, daß es nacheinander mit
den Kontakten 38 des Verteilerblockes zusammenwirkt.
-
Damit der Verteilerblock durch eine lotrechte Bewegung desselben zwischen
dem Verteilerläufer 9 und der Spule 32 bequem herausgenommen bzw. eingesetzt werden
kann, ist die leitende Verbindung 37 in der am besten aus den Fig.2 und 3 ersichtlichen
Weise zusammendrückbar ausgebildet. Wie hier gezeigt, besitzt der Verteiler eine
darin geformte Metallmuffe 45, die mit inneren Schultern 46, 47 und 48 versehen
ist. Ein festes metallisches Kontaktstück 49 ist in einem Ende des Zylinders 45
verschiebbar gelagert, und ein Teil 51, der gegenüber demselben vorspringt, besitzt
eine Schulter 52, die gegen die Schulter 46 der Muffe stoßen kann, um die Bewegung
des Kontaktstückes nach außen zu begrenzen. Ein zweites Kontaktstück 53 ist am anderen
Ende der Muffe 45 vorgesehen und besitzt federnde Zungen 54: die in Schultern 55
.enden, die gegen die Schulter 48 der Muffe stoßen können, um deren Bewegung nach
außen zu begrenzen. Eine Feder 56 ist vorgesehen, um die Kontaktstücke nachgiebig
nach außen zu drücken.
Zum Zusammenbauen dieser Vorrichtung wird
zunächst das Kontaktstück 4.9 und dann die Feder 56 in die Muffe q.5 eingesetzt.
Alsdann werden die Zungen 54 des Kontaktstückes 53 zusammengedrückt und das Kontaktstück
so weit eingeschoben, bis die Schultern 55 hinter der Schulter q.8 der Muffe q.5
ausschnappen, worauf die Teile in ihrer Arbeitsstellung festgehalten werden. Wenn
sich der Verteilerblock in seiner Stellung befindet, so werden die Kontaktstücke
49 und 53 durch die Feder 56 gegen den Kontakt.q.3 des Verteilerarmes bzw. die Klemme35
der Spule 32 nachgiebig gedrückt.
-
Erfindungsgemäß ist für den Verteilerblock in der am besten aus der
Fig. i ersichtlichen Weise ein .aus nichtmagnetischem Metall und aus mehreren Teilen
bestehendes Gehäuseteil vorgesehen. Dieser Gehäuseteil besteht aus zwei Hälften
57 und 58, die beispielsweise durch Bolzen 59 auf dem Verteilerblock aufgespannt
sein können und so ausgebildet sind, daß sie mit einem Flansch 61 des Teiles i i
des Gehäuses i zusammenpassen, so daß der Verteilerblock mit seinem Gehäuseteil
als Ganzes vom Magnetapparat abgenommen werden kann, jedoch nach Einsetzen .desselben
dicht am Gehäuse des Magnetapparates angepaßt ist. Dieser Gehäuseteil kann so ;ausgebildet
sein, daß die Kabel in der aus Fig. i ersichtlichen Weise lotrecht oder in der aus
Fig. 2 ersichtlichen Weise waagerecht herausgeführt werden.
-
Ein Gehäuseteil 62 (s. Fig. i) aus nichtmagnetischem Material ist
für die Spule 32 vorgesehen und besitzt einen Flansch 63,, der in eine im anliegenden
Rand des Gchäuses 57, 58 des Verteilerblockes vorgesehene Nut 64 eingreifen kann,
sowie einen zweiten Flansch 65, der so angeordnet ist, daß er zu deinem sich aufwärts
erstreckenden Flansch 66 des Gehäuses i paßt. Der Gehäuseteil 62 ist etwas keilförmig
ausgebildet, d. h. der Winkel zwischen den Flanschen 63 und 65 ist bedeutend kleiner
als ein rechter Winkel, und der Flansch 66 des Gehäuses ist entsprechend nach oben
geneigt, so daß, wenn ein Druck von oben nach unten auf den Gehäuseteil
62
ausgeübt wird, dieser sich zwischen denn Flansch 65 des Gestelles und den
Gehäuseteilen 57, 58 des Verteilerblockes einklemmt.
-
Eine einheitliche Haltevorrichtung zum Ausüben eines Druckes auf den
Gehäusetei162 ist vorgesehen und als Klemmbügel 67 ausgebildet, der in der
bei 68 gezeigten Weise am Gestell drehbar befestigt und mit einer geeigneten, mit
69 bezeichneten Befestigungsvorrichtung versehen ist.
-
Es ist nun leicht .ersichtlich, daß durch die Erfindung ein vollständig
gegen Rundfunkstörungen eingekapselter Magnetapparat geschaffen wurde, bei dem die
übertragungsfeile in einem getrennt geschlossenen Raum in Öl laufen können und bei
dem die Spule und die Verteilerteile zur Besichtigung oder für deren Bedienung leicht
zugänglich sind. Um die Spule zugänglich zu machen, genügt es, die einzige Befestigungsvorrichtung
69 zu lösen und den Bügel 67 beiseite zu schieben, worauf sich der Gehäuseteil
62 leicht ,abnehmen läßt. Der Verteilerblock in seinem Gehäuse und mit den angeschlossenen
Ausgangskabeln kann dann als eine Einheit dadurch abgenommen werden, daß man denselben
einfach nach oben. schiebt und von seinem Sitz abhebt. Durch den umgekehrten Vorgang
läßt sich die Vorrichtung wieder zusammenbauen, wobei die Teile durch die einzige
abnehmbare Befestigungsvorrichtung 67, 69 vollständig vereinigt werden.
-
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Durch die Drehung des
magnetischen Läufers 2 wird in der Primärwicklung der Induktionsspule 32 ein Strom
induziert, der durch den durch die Hubvorrichtung 7 betätigten Unterbrecher gesteuert
wird. Der an der Ausgangsklemme 35 der Induktionsspule abnehmbare entsprechende
Sekundärstrom, wird durch die leitende Vorrichtung 37 dem Läuferarm 22 zugeführt,
von wo aus er den Kontakten 38 nacheinander und von dort durch die Kabel 41 den
Zündkerzen zugeführt wird, die durch den Magnetapparat mit Strom versorgt werden
sollen. Es versteht sich von selbst, daß eine genügende Schmlermittelmenge in den
Raum für das Getriebe 17, 19 eingeführt werden kann, um das Arbeiten des letzteren
während längerer Zeit ohne irgendwelche Bedienung zu ermöglichen.