DE6845C - Bezirks-Telegraph - Google Patents
Bezirks-TelegraphInfo
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- DE6845C DE6845C DENDAT6845D DE6845DA DE6845C DE 6845 C DE6845 C DE 6845C DE NDAT6845 D DENDAT6845 D DE NDAT6845D DE 6845D A DE6845D A DE 6845DA DE 6845 C DE6845 C DE 6845C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B25/00—Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
Landscapes
- Business, Economics & Management (AREA)
- Emergency Management (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
1878.
Klasse
OSCAR LEUNER und OSCAR HUGO SIEGMUND TEUCHER
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. September 1878 ab.
Der Bezirks - Telegraph dient dazu, mittelst eines einzigen Leitungsdrahtes die an entfernteren
Orten sich geltend machenden Bedürfnisse nach der Centralstelle zu berichten, mit specieller
Angabe des Ortes und der Art des Bedürfnisses. Nach von der Centralstelle genommener
Notiz giebt der Empfangsapparat selbstthätig das Signal als Bestätigung des richtigen
Empfanges an den Ort des Abgangs zurück.
Der Signalgeber, Fig. 7 bis 11. Derselbe besteht aus einem Laufwerk mit vier Rädern
und einem Windfang. Auf Triebrädaxe α ist
Contäctscheibe b drehbar aufgesteckt. Der Rand der Cpntactscheibe b ist mit mehreren Kämmen
versehen, auf welche sich die vom Gestell des Laufwerks isolirte Contactfeder c legt. Auf der
Fläche der Contäctscheibe b befinden sich vier Klinkkämme d e f g und im Innern derselben
eine Spiralfeder, deren äüfseres Ende an der Contäctscheibe und deren inneres an der Axe
des Triebrades befestigt ist. Die Rückseite dieser Contäctscheibe trägt einen Anschlagstift,
welcher sich in der Ruhelage der Contäctscheibe an einem Vorsprung auf der Laufwerkplatte
anlegt. Vor der Contäctscheibe b ist der Klinkarm h befestigt und vor dem letzteren das
.Steigrad i drehbar aufgesteckt, an welchem der Signalflügel k befindlich ist. In das Steigrad i
greift der Anker /, welcher mit dem Elektromagnetanker m verkuppelt ist. Im Innern des
Laufwerks sitzt auf der Triebrädaxe a die Scheibe η mit vier Stiften, welche in ihrer
Stellung der der Klinkkämme an der Contäctscheibe entsprechen. Diese Stifte heben beim
Drehen der Axe den Hammer der Glocke. Der Umschalterhebel 0, dessen einer Schenkel durch
eine Elfenbeinbüchse vom Gestell des Laufwerks isolirt ist, dient zur Ausschaltung des
Elektromagneten aus der Leitung. Dreht man nun die Kurbel / rechts herum, so gleitet der
Klinkarm h über die Kämme der Contäctscheibe b hinweg; läfst man die Kurbel los,
so läuft das Werk ab und es nimmt Klinkarm h die Contäctscheibe b soweit mit, bis er auf den
keilförmig anlaufenden Anschlag q gelangt, wodurch die Contäctscheibe wieder ausgelöst und
durch die Feder im Innern in ihre Ruhelage zurückgedreht wird.
Der Signalempfänger, Fig. 1 bis 6, besteht gleichfalls aus einem Laufwerk mit drei Rädern
und einem Windfang. Auf Triebrädaxe r sitzt vor der Platte des Laufwerks der Arretirungshebel
s; an dessen längeren Schenkel ragt ein Stift durch einen kreisförmigen Ausschnitt in
das Innere des Laufwerks. Vor· besagtem Hebel s befindet sich fest auf der Axe die Scheibe t
mit vier beweglichen Armen und einem festen; vor dieser wiederum ist das Steigrad u mit der
Scheibe ν drehbar aufgesteckt, deren vordere Fläche der Zahl der Zähne des Steigrades u
entsprechend eingetheilt ist. Im Innern des Steigrades u befindet sich eine Spiralfeder,
deren inneres Ende an der Axe und deren äüfseres an dem Steigrade befestigt ist; in letzteres
greift der Anker w, welcher durch den Hebel χ mit dem Elektromagneten verkuppelt
ist. Eine Verlängerung dieses Hebels tritt durch einen kreisförmigen Ausschnitt gleichfalls
in das Innere des Laufwerks. Vor der Scheibe ν befindet sich, mit der Triebrädaxe fest verbunden,
die Scheibe y, welche durch vier Ausschnitte verschiedene Kreistheile der Scheibe ν
sichtbar machen läfst. Das Ganze ist verdeckt durch eine Platte mit einem der Eintheilung der
beiden Scheiben entsprechenden Schauloch z. Knopf tz ist mit der Axe fest verbunden und
dient zum Aufziehen des Werkes. Winkelhebel st liegt mit seinem kürzeren Schenkel auf
dem Elektromagnetanker χ und hält mit seinem längeren Schenkel die Signalscheibe fs fest,
welche nur beim Vorhandensein mehrerer Apparate in einem Zimmer deshalb von Bedeutung
ist, weil sie in ausgelöster Stellung sofort den Apparat kenntlich macht, welcher in Function
tritt.
Angenommen nun, der vorliegende Apparat dient städtischen Zwecken mit den Bedürfnissen
»Gas, Wasser, Feuer, Polizei« und es ist Beistand wegen »Gas« in einem Hause erforderlich,
so wird an dem vorhandenen Signalgeber die Kurbel rechts herum bis auf die Marke
»Gas« gedreht, wobei ein Glockenschlag die richtige Stellung angiebt. Nachdem man die
Kurbel losgelassen, läuft das Werk ab, Klinkhebel h legt, sich an Klinkkamm d und nimmt
Contäctscheibe b mit; die Einschnitte der letzteren gleiten unter der Contactfeder c weg,
wodurch der elektrische Strom, welcher bei diesem Apparate fortwährend durch die Leitung
circulirt, unterbrochen wird. Durch die Unter-
brechung des elektrischen Stromes in der Leitung wird der in der Centralstelle vorhandene
Signalempfänger in Function gesetzt, indem der Anker des Elektromagneten ebenso oft losgelassen,
als der elektrische Strom in dem Signalgeber unterbrochen wird. Die Bewegung des
Elektromagnetankerhebels wird dem Steigradanker mitgetheilt und das Steigrad dreht sich
bei jeder Unterbrechung um einen Zahn weiter. Gesetzt nun, es wird der Strom 14 mal unterbrochen,
so wird das Steigrad u mit Scheibe ν auch einen Weg von 14 Zähnen zurückgelegt
haben und im Schauloch die 14. Stelle mit z. B. »Annenstrafse 14« erscheinen. Sobald der
Strom unterbrochen wird, setzt sich das Laufwerk in Bewegung und läuft so weit, bis der
erste bewegliche Arm der Scheibe t sich an den kurzen Schenkel des Arretirungshebels s
anlegt, wodurch sich das Laufwerk selbst arretirt; dann ist das auf der Scheibe y befindliche
Wort »Gas« durch das Schauloch sichtbar. Sobald nun der Strom wieder geschlossen wird,
drückt der Winkelhebel a', welcher mit seinem
kurzen Schenkel auf dem Elektromagnetankerhebel χ aufliegt, den federnden Arm der Scheibe t
zurück und der Arretirungshebel springt wieder in seine alte Lage. Die Bewegungsgeschwindigkeit
des Laufwerks ist so regulirt, dafs dasselbe sich selbst »eher« arretirt, als der Signalgeber
in seine Ruhelage kommt. Durch Ziehen an der Schnur b wird die Scheibe ν auf Null
gestellt und dadurch die im Innern des Sperrrades u befindliche Feder gespannt.
Durch Rechtsdrehen des Knopfes wird das Laufwerk aufgezogen und die Scheibe y gleichzeitig
auf ο gestellt. Bei dieser Manipulation drückt einer der im Innern des Laufwerks auf
der Triebradaxe angebrachten vier Kämme C1
gegen den federnden Arm dlt drängt diesen
zurück und öffnet dadurch auf einen kurzen Moment den Strom. Dadurch wird der Elektromagnetanker
m im Signalgeber losgelassen, das Sperrrad mit Signalflügel k um einen Zahn gedreht
und im Schauloch erscheint das Wort »Gas«. Der Umschalterhebel 0 dient dazu, in
der Ruhelage des Signalgebers den Elektromagneten in die Leitung einzuschalten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die durch vorstehende Beschreibung und Zeichnung nachgewiesene Construction eines Bezirks-Telegraphen, mittelst dessen jeder Laie von beliebig vielen Orten (Signalgebern) durch nur eine elektrische Leitung mehrere Bedürfnisse an eine Centralstelle (Signalempfänger) zur Kenntnifs bringen kann, sowie auch am Signalempfänger jeder Laie das Signal erkennen und das Verstandene an den Ort des Abganges (Signalgeber) wieder zurückgeben kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6845C true DE6845C (de) |
Family
ID=284874
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT6845D Active DE6845C (de) | Bezirks-Telegraph |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6845C (de) |
-
0
- DE DENDAT6845D patent/DE6845C/de active Active
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