DE684664C - Vakuum-Absperr-Vorrichtung - Google Patents
Vakuum-Absperr-VorrichtungInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04F—PUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
- F04F9/00—Diffusion pumps
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Measuring Fluid Pressure (AREA)
- Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
Description
Zum Abschluß von Vakuumleitungen bedient man sich sog. Barometervakuumverschlüsse,
die aus einem Barometerrohr bestehen, an das die abzuschließende Leitung angeschlossen ist, und das in einen mit
Flüssigkeit, regelmäßig Quecksilber, gefüllten Behälter taucht. Derartige Verschlüsse
werden beispielsweise in Pumpenaggregaten verwendet, die aus einer Diffusionspumpe und
einer vorgeschalteten Vorvakuumpumpe (rotierende ÖUuftpumpe) bestehen. Der Barometervakuumverschluß
liegt dann zwischen den beiden Pumpen in der Weise, daß die von der Diffusionspumpe kommende Druckleitung
an das Barometerrohr und die zur Vorvakuumpumpe führende Saugleitung an den Behälter
angeschlossen ist, in den das Barometerrohr hineinragt und der bei dieser Ausführung geschlossen
ist. Der Verschluß hindert bei Ausfall der Vorvakuumpumpe einen Übertritt von Luft in das Hochvakuum. Das ist von
besonderer Bedeutung bei Pumpenaggregaten an Großgleichrichtern.
Abb. ι bis 3 zeigen schematisch die Ausführung der bekannten Verschlüsse. ■
Eine Diffusionspumpe 1 in Verbindung mit einer Vorvakuumpumpe 2 dient zur Evakuierung
eines Rezipienten 3, beispielsweise eines Großgleichrichters. Zwischen 1 und 2 liegt der
Barometervakuumverschluß 4. Dieser besteht gemäß Abb. 2 und 3 aus einem an die Druckleitung
S der Diffusionspumpe 1 angeschlossenen Barometerrohr 6, welches in das in einem
geschlossenen Behälter 8 befindliche Quecksilber 7 eintaucht. Der Behälter ist bei 9 an
die Saugleitung der Vorvakuumpumpe 2 angeschlossen.
Ist die Vorvakuumpumpe außer Betrieb (Abb. 2), so herrscht im Behälter 8 Atmosphärendruck,
und das Quecksilber steigt im
Rohr 6 bis zur Stelle io und schließt das Vakuum völlig dicht ab. Die Eintauchtief eg
des Rohres 6 in das Quecksilber 7 darf in diesem Zustande ein bestimmtes Maß nicHt:
unterschreiten, damit bei Erschütterungen rfe's'
" Quecksilberspiegels Il im Behälter 8 nicfit
Luft in das Rohr 6 von unten eintreten kann". Arbeitet die Vorvakuumpumpe (Abb. 3),
so sinkt der Quecksilberspiegel im Rohr 6 bis »ο an dessen untere Mündung, Der Spiegel im
Behälter 8 dagegen steigt, so daß die Eintauchtiefe jetzt gleich h ist. ;
Während des Pumpens erzeugt der Barometerverschluß einen Drosselwiderstand,
• 5 dessen Größe von der Eintauchtiefe h abhängt.
Da h erheblich größer ist als g, ist der
Drosselverlust beträchtlich. In der Druckleitung der Diffusionspumpe herrscht somit
ein erheblich größerer Druck als in der Saugleitung der Vorvakuumpumpe. Man ist daher
genötigt, besonders leistungsfähige Diffusionsputnpen zu verwenden, die gegen einen Druck
von mehr als ι ο mm Hg zu arbeiten vermögen. Die Abhängigkeit der Eintauchtiefe des
,Barometerrohres vom Verhältnis der Drücke auf beiden Seiten des Verschlusses steht somit bei den bekannten Einrichtungen gerade
im Gegensatz zu dem Erstrebenswerten. Um die Eintauchtiefe des Barometerrohres bei
3<J Ausfall einer beispielsweise angeschlossenen
Vorvakuumpumpe zu vergrößern, wurde bereits vorgeschlagen, die eintauchende Mündung
mit einem Flansch zu versehen oder auch die Flächenanziehung zwischen derRohroberfläche
und der Absperrflüssigkeit auszunutzen. Die vorliegende Erfindung geht nun
von der Erkenntnis aus, daß nicht nur die Vergrößerung der Eintauchtiefe bei nichtarbeitender
Vorvakuumpumpe anzustreben ist, sondern auch die Verkleinerung der Eintauchtiefe
bei arbeitender Pumpe. Gemäß der Erfindung ist daher das eintauchende Rohrende ■:
mit seiner Mündung in der Senkrechten derart in Abhängigkeit vom Verhältnis der
Drücke in der abzuschließenden Leitung und in dem Flüssigkeitsbehälter beweglich, daß
die Eintauchtiefe bei zunehmendem Druck in dem Flüssigkeitsbehälter größer und um-.gekehrt
bei abnehmendem Druck in dem Be-Halter kleiner "wird. Auf das Beispiel der
Abb. ι angewendet, erhält man somit durch die Erfindung bei Ausfall der Vorvakuumpumpe eine große Eintauchtiefe, die eine
große Sicherheit gegen Lufteintritt bei Erschütterungen bietet, und ■ eine kleine Eintauchtiefe
bei arbeitender Vorvakuumpumpe, die den Drosselwiderstand des Verschlusses so weit herabsetzt, daß der Drack, gegen den
die Diffusionspumpe arbeitet, kleiner wird als io mm Hg, so daß man mit wesentlich einfacheren
Diffusionspumpen arbeiten kann.
Abb. 4 und 5 zeigen schematisch ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung, . Abb. 6 einen Schnitt durch den unteren • .Teil der Vorrichtung in den Einzelheiten und
-;>', Abb. 7 schematisch ein zweites Ausfüh-.fjrungsbeispiel.
Bei der Vorrichtung nach Abb. 4 und 5 ist das Barometerrohr 6 im oberen Teil 12 schraubenförmig
gewunden, so daß es in axialer Richtung federn kann. Am unteren Ende ist eine Glocke 13 angeschlossen. Die Teile sind
so bemessen, daß bei nichtarbeitender Vorvakuumpumpe (Abb. 4) die Glocke 13 tief in
das Quecksilber 7 eintaucht, so daß g groß wird. Arbeitet dagegen die Vorvakuumpumpe
(Abb. 5), dann vermindert sich die Eintauchtiefe bis zu einem bestimmten kleinen
Betrage h, so daß der Drosselwiderstand beträchtlich
herabgesetzt wird. Die Eintauch- So tiefe ist außer von dem Druckverhältnis noch
von dem Eigengewicht und dem Auf trieb des Barometerrohres und ferner beispielsweise
von der Kraft der Feder 12 abhängig.
An Stelle der Windungen des Rohres 6 kann auch ein Hohlfederkörper mit axial zusammendrückbarer
zylindrischer Wandung treten. Man ist indessen nicht einmal auf Federkräfte angewiesen, kann vielmehr allein
Auftrieb und Gewicht des eintauchenden Rohres öder der Glocke benutzen, indem man
zwischen das eintauchende Rohr und den Leitungsanschluß z. B. einen Schlauch schaltet.
Maßgebend für die Erfindung ist, daß das untere Rohrende mit seiner Mündung in der
Senkrechten beweglich ist.
Der untere Teil der Vorrichtung kann gemäß Abb. 6 aus einem dünnwandigen Srahlzylinder
14 mit starkwandiger Stirnwand 15 und einem daran angeschweißten dünnwandi- '°o
gen Stahlrohr 16 bestehen, das oben z. B. in eine Rohrfeder übergeht. Anschläge 17, die
am Boden des Behälters 8 befestigt sind, verhindern, daß der untere Rand 18 auf den
Boden stößt. Kleine Vorsprünge 19 am Zylinder 14 geben der Glocke eine gewisse Führung
an der Seitenwand des Behälters 8 mit so viel Spiel, daß sich die Glocke reibungsfrei
bewegt.
An Stelle einer einfachen Schraubenfeder »«o
sieht Abb. 7 ein winkelförmig gebogenes Rohr 6 vor, das aai den beiden Krümmungsstellen einige Windungen 20 enthält, so daß
der waagerechte Teil 21 ,gewissermaßen als Hebelarm wirkt. Die Federung: ist hier
besser als in Abb. 4 und 5. Das Gehäuse 22 ist dem Rohr 6 entsprechend geformt.
Ein Vakuumversehluß gemäß vorliegender
Erfindung ist nicht nur für den allerdings häufigsten Fall der Einschaltung zwischen »20
eine Vorvakuumpumpe und eine Hochvakuumpumpe praktisch brauchbar. Er kann
in allen Fällen verwendet werden, wo es sich darum handelt, eine Saugleitung selbsttätig
abzusperren, wenn die Saugwirkung aufhört. Denkt man sich beispielsweise in Abb. ι der Zeichnung an Stelle des Gleichrichters
3 irgendeinen Rezipienten und läßt man ferner die Hochvakuumpumpe ι fort,
so würde der Vakuumverschluß 4 ein Mittel darstellen, den Unterdruck im Rezipienten 3
unter allen Umständen zu erhalten, auch wenn die Pumpe 2 ausfällt. Der Vakuumverschluß
arbeitet daher ganz allgemein gewissermaßen als Rückschlagventil.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Vakuum-Absperr-Vorrichtung für einen zu evaliuierenden Apparat zu dessen vakuumdichtem Abschluß gegen eine Entlüftungspumpe, insbesondere als Abschluß zwischen Hoch- und Vorvakuumpumpe für Gleichrichteranlagen, bestehend aus einem Barometerrohr, das mit seiner Mündung in einen mit einer Absperrflüssigkeit gefüllten Behälter taucht, dadurch gekenn-zeichnet, daß das Barometerrohr in Abhängigkeit der innerhalb und außerhalb von ihm herrschenden Drücke derart gehoben und gesenkt wird, daß die Eintauchtiefe bei zunehmendem Außendruck größer und bei abnehmendem Außendruck kleiner wird.
- 2. Vakuum-Absperr-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beweglichkeit des Barometerrohres durch Einschaltung schraubenförmiger nachgiebiger Windungen (12) in das Rohr hergestellt ist.
- 3. Vakuum-Absperr-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beweglichkeit der Rohrmündung durch eine winkelförmige Biegung des Rohres (6) mit einigen Windungen (20) an den Krümmungsstellen hergestellt ist.
- 4. Vakuum-Absperr-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Absperrflüssigkeit eintauchende Mündung des Barometerrohres glockenförmig ausgebildet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG94291D DE684664C (de) | 1936-12-05 | 1936-12-05 | Vakuum-Absperr-Vorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG94291D DE684664C (de) | 1936-12-05 | 1936-12-05 | Vakuum-Absperr-Vorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE684664C true DE684664C (de) | 1939-12-02 |
Family
ID=7140071
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG94291D Expired DE684664C (de) | 1936-12-05 | 1936-12-05 | Vakuum-Absperr-Vorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE684664C (de) |
-
1936
- 1936-12-05 DE DEG94291D patent/DE684664C/de not_active Expired
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