DE684871C - Verfahren und Einrichtung zur Erhitzung oder Kuehlung von pulverfoermigem Material - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Erhitzung oder Kuehlung von pulverfoermigem Material

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DE684871C
DE684871C DEA79473D DEA0079473D DE684871C DE 684871 C DE684871 C DE 684871C DE A79473 D DEA79473 D DE A79473D DE A0079473 D DEA0079473 D DE A0079473D DE 684871 C DE684871 C DE 684871C
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heat exchanger
heat exchange
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centrifugal mechanism
heating
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28DHEAT-EXCHANGE APPARATUS, NOT PROVIDED FOR IN ANOTHER SUBCLASS, IN WHICH THE HEAT-EXCHANGE MEDIA DO NOT COME INTO DIRECT CONTACT
    • F28D3/00Heat-exchange apparatus having stationary conduit assemblies for one heat-exchange medium only, the media being in contact with different sides of the conduit wall, in which the other heat-exchange medium flows in a continuous film, or trickles freely, over the conduits

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Heat-Exchange Devices With Radiators And Conduit Assemblies (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Erhitzung oder Kühlung von pulverförmigem Material In industriellen Betrieben müssen pulverförmige Stoffe vielfach in Wärmeaustauschapparaten behandelt werden, um sie entweder auf eine höhere Temperatur zu bringen oder um sie abzukühlen. Hierbei handelt es sich vielfach um die Verarbeitung sehr großer Mengen, wie sie z. B. in Zementfabriken, Kalkwerken oder Gipsmühlen bei der Vermahlung anfallen. Auch für Drehrohröfen verlassende Stoffe, wie z. B. Aluminiumoxyd, ist vielfach eine anschließende Kühlung erforderlich.
  • Für die Zwecke der Kühlung oder auch der Erwärmung von in fein verteiltem Zustande befindlichen Stoffen benutzt man Wärmeaustauschapparate, welche einseitig gekühlte oder beheizte Wände aufweisen, mit deren vom Heiz- oder Kühlmittel abgekehrter Seite die zu behandelnden Stoffe in Berührung gebracht werden. Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art erfolgt die Vorbeiführung der zu behandelnden Stoffe an der Wärmeaustauschwand in der Weise, daß das Gut in einer geschlossenen Masse durch den z. B. rohrartigen Behälterraum hindurchbewegt wird, so daß die Wärmeübertragung zwischen dem Gut und der Wärmeaustauschwand zum großen Teil nicht durch unmittelbare Berührung, sondern durch Wärmeleitung durch eine Materialschicht hindurch vor sich geht. Diese Art der Durchführung des Wärmeaustausches ist wenig befriedigend.
  • Für flüssige oder gasförmige Stoffe sind Wärmeaustauschvorrichtungen mit zwei ineinandergeschachtelten Gefäßen bekannt, die zwischen ihren Wänden nur einen schmalen Zwischenraum besitzen, durch den die zu kühlende oder zu erhitzende Flüssigkeit oder das Gas hindurchgeleitet wird, wobei der Wärmeaustausch zwischen dem strömenden Gut und den Austauschwänden noch dadurch beschleunigt wird, daß von den Gefäßen das eine feststehend und das andere umlaufend angeordnet ist. Einrichtungen dieser Art sind für pulverförmige Stoffe nicht verwendbar, da die engen Zwischenräume zwischen den ineinandergeschachtelten Gefäßen durch das pulverförmige Gut leicht verstopft werden können.
  • Vorliegende Erfindung bezweckt, den Wärmeaustausch zwischen pulverförmigen Stoffen und den Wänden von Wärmeaustauschgefäßen dadurch zu verbessern, daß die zu kühlenden oder zu erhitzenden Stoffe mittels eines in großer Geschwindigkeit umlaufenden Schleuderwerks 9 in erzwungener, schraubenförmiger Bahn und in dünner Schicht an der von außen beheizten oder gekühlten, feststehenden Wand entlang geführt werden. . Wenn dem zu behandelnden Gut eine solche Ausbreitung in Anlagerung an eine Wärmeaustauschwand verliehen wird, dann bestehen sehr günstige Bedingungen für den Wärmeaustausch zwischen den Stoffen und der Wärmeaustauschwand, und es lassen sich außerordentlich günstige Wärmeaustauschleistungen erzielen.
  • Die praktische Ausführung der Erfindung kann so geschehen, daß das pulverförmige Gut in einen sich nach oben hin erweiternden Wärmeaustauscher an dessen -unterem Ende eingeführt wird. In dem Behälter ist ein Schleuderwerk vorgesehen, welches das Gut erfaßt und ihm eine schraubenförnmige kreisende Bewegung erteilt, unter deren Einfluß es sich auf der Innenseite der Behälterwandung gegen den. am oberen Behälterende angeordneten Auslaß in dünner Schicht vorschiebt.
  • Anstatt das Gut in einem stehenden (mit senkrechter oder schräger Achse) und sich nach oben erweiternden Wärmeaustäuscher zu behandeln, kann es auch in einer liegenden Trommel behandelt werden, wobei das Gas durch Nachschub von der Einlaßöffnung her und unter Einfluß des Schleuderwerks in schraubenförmiger Bahn nach. der gegenüberliegenden Auslaßöffnung gefördert wird.
  • Da man es durch Wahl der Umlaufgeschwindigkeit des Schleuderwerks in der Hand hat, die an der Wärmeaustauschwand entlang lewegte Materialschicht hinreichend dünn zu halten und demzufolge die Möglichkeit besteht, die Geschwindigkeit des Gutes an der Behälterwand erheblich zu vergrößern, kann man auf die angegebene Weise eine außerordentlich günstige Wärmeübertragung durch die Behälterwand -auf das Gut erreichen. Die Bewegung der die dünne Schicht bildenden Materialteilchen gegeneinander hat zur Folge, daß alle Teilchen häufig in Berührung mit der Wärmeaustauschfläche gelangen; wodurch sie in die Lage versetzt werden, Wärme durch unmittelbare Leitung von der Wand schnell aufzunehmen oder an diese abzugeben, je nachdem es sich um die Erhitzung oder Kühlung des Gutes handelt. Es findet demnach zwischen dem zu behandelnden Gut und der Wandung ein unmittelbarer Wärmeaustausch statt im Gegensatz zu bekannten Anlagen, bei denen die Wärmeübertragung zum großen Teil durch Wärmeleitung über eine Materialschicht erfolgen muß.
  • Zur näheren Erläuterung der Erfindung sind zwei Ausführungsformen von für die Durchführung des Verfahrens geeigneten Wärmeaustauschvorrichtungen auf den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht; und zwar zeigen: Fig. i und 2 einen aufrechtstehenden, nach oben sich erweiternden Wärmeaustauscher; Fig. 3 und q. einen Wärmeaüstauschapparat in Gestalt einer liegenden Trommel im Längsschnitt und im Querschnitt, Fig. 5 einen Teilschnitt durch die in Fig. 3 dargestellte Trommel und veranschaulicht die Verteilung der Materialschicht in der Trommel auf deren Unterseite.
  • In Fig. i und 2 ist der wesentlich konische Wärmeaustauscher, der hier als Kühler wirken soll; mit i bezeichnet. Die zu kühlenden pulverförmigen Stoffe werden durch eine Förderschnecke ii über Öffnung io dem Kühler zugeführt. Bei seinem Durchtritt durch die Einlaßöffnung wird das Gut von dem Sehleuderwerk erfaßt und unter der Einwirkung desselben in dünner Schicht und in schraubenförmiger Bahn nach oben gefördert, wo es durch den Auslaß 2 austritt. Die Enden der Arme 9 des Schleuderwerks sind an Armkreuzen 6 und 8 befestigt, deren Naben bzw. 7 fest auf die Schleuderwerkswelle 3 aufgesetzt sind, welche in einem oberen Lager q. des Wärmeaustauschers läuft. Die Arme 9 führen nun die von unten zugeführten Stoffe mit großer Geschwindigkeit entlang der Innenseite der Behälterwand i unter dauernder Bewegung der Materialteilchen gegeneinander, schraubenförmig nach oben.
  • Bei ihrer Bewegung relativ zueinander kommen die Materialteilchen in häufige Berührung mit der Behälterwandung, welche von außen durch Kühlwasser dauernd gekühlt wird. Das Kühlwasser wird durch ein ringförmiges Rohr 12 zugeführt. Wenn das Gut am oberen Ende des Behälters angelangt ist, tritt es durch den Auslaß 2 aus.
  • Bei der in den Fig. 3 und q. dargestellten Ausführungsform besteht der Wärmeaustauschbehälter aus einer liegenden zylindrischen Trommel ia. Im Innern der Trommel ist ähnlich wie bei dem konischen Behälter der Fig. i und 2 ein Schleuderwerk vorgesehen. Das Gut wird durch einen Einlaßstutzen ioa zugeführt und häuft sich an der Mündung dieses Einlaßstutzens an, wie es in Fig. 5 dargestellt ist. Dadurch wird den Armen des Schleuderwerks die Möglichkeit gegeben, das Gut zu erfassen und es mit hoher Geschwindigkeit auf schraubenföruriger Bahn an der Innenwand des Zylinders entlang zu führen, bis es zum Auslaß am anderen Trommelende gelangt. Die Teile des Schleuderwerks sind mit den gleichen Bezugszeichen wie in den Fig. i und 2 versehen, unter Zufügung des Buchstabens a.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Erwärmen oder Kühlen von Zement, Kalk und ähnlichen pulverförmigen Stoffen in einem geschlossenen Wärmeaustauscher, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffe mittels eines in großer Geschwindigkeit umlaufenden Schleuderwerks (9) in erzwungener schraubenförmiger Bahn und in Jänner Schicht an der von außen beheizten oder gekühlten, feststehenden Wärmeaustauschwand entlang geführt werden. a. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen aufrechtstehenden, nach oben sich erweiternden Wärmeaustauscher, dem das zu behandelnde Gut von unten zugeführt wird, welches, durch das Schleuderwerk allmählich ansteigend, nach dem am oberen Ende des Wärmeaustauschers befindlichen Auslaß gefördert wird. 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeaustauscher liegend angeordnet ist, wobei das zu behandelnde Gut durch Nachschub von der Einlaßöffnung her und unter Einfluß des Schleuderwerks in schraubenförmiger Bahn nach der gegenüberliegenden Auslaßöffnung befördert wird.
DEA79473D 1935-05-31 1936-05-21 Verfahren und Einrichtung zur Erhitzung oder Kuehlung von pulverfoermigem Material Expired DE684871C (de)

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DEA79473D Expired DE684871C (de) 1935-05-31 1936-05-21 Verfahren und Einrichtung zur Erhitzung oder Kuehlung von pulverfoermigem Material

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