DE685041C - Verfahren und Vorrichtung zum Verschmelzen der Tellerfussrohre elektrischer Lampen oder Entladungsroehren mit den Glasgefaessen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verschmelzen der Tellerfussrohre elektrischer Lampen oder Entladungsroehren mit den GlasgefaessenInfo
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Description
- Patent -Treuhand-Gesellschaft für, elektrische Glühlampen m. b. H. in Berlin Verfahren und Vorrichtung zum Verschmelzen der Tellerfußrohre elektrischer Lampen oder Entladungsröhren mit den Glasgefäßen Die Tellerfußrohre elektrischer Lampen oder Entladungsröhren bestehen im allgemeinen aus einem rohrförmigen Teil, in welchem die Stromzuführungsdrähte und das Entlüftungsrohr eingeschmolzen sind, und aus einem flachen flanschförmigen Teil, meist Teller genannt, mit dem das Lampengefäß verschmolzen wird, indem nach dem Einsetzen des Fußes in das Gefäß der Hals des Lampengefäßes Flammenwirkung ausgesetzt wird, bis die Glasteile erweichen und sich miteinander verbinden. Dieses Verfahren ist in manchen Fällen ungünstig, da die Gasflammen einen Teil des Lampengefäßes verformen. Das ist besonders dann nicht erwünscht, wenn der Fuß in einer genau ausgerichteten Lage mit dem Lampengefäß verbunden werden soll. Außerdem können die Gasflammen eine unerwünschte chemische Einwirkung auf die Stromzuführungsdrähte ausüben.
- Durch vorliegende Erfindung wird ein neues Verfahren zum Verbinden des Fußes mit dem Gefäß elektrischer Lampen beschrieben, bei dem unter Vermeidung von Glasabfall keine unerwünschten Verformungen des Lampengefäßes in der Nähe der Verbindungsstelle von Gefäß und Tellerfußrohr auftreten. Außerdem ist das Verfahren schnell durchzuführen und ist frei von schädlichen Einwirkungen von Gasflammen auf die Stromzuführungsdrähte.
- Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß ein Tellerfußrohr, dessen Tellerranddurchmesser annähernd gleich oder auch etwas größer ist als der Durchmesser des Gefäßhalsrandes, zusammen mit dem Gefäßhals auf eine Scheibe oder auf einen Ring aus einem elektrisch erhitzbaren, am erweichtem; Gas aber nicht anhaftenden Stoff, z. B. Kohle oder Graphit, aufgesetzt und darauf dies Scheibe bis zum Erweichen und Verschmelzen der Ränder des Tellerfußrohres und des Gefäßhalses erhitzt wird. Dabei kann das Lampengefäß gegen die Scheibe gedrückt werden, um die Vereinigung der Glasteile zu begünstigen. Zur Erhitzung der Scheibe kann die an sich bekannte Induktionsheizung angewendet werden, indem die Scheibe von einer Hochfrequenzspu.le umgeben ist, oder aber die Seheibe wird in einem Isolierkörper eingelagert, in welchem Heizwicklungen eingebettet sind: Die Wärme wird von der Scheibe durch Leitung und Strahlung auf die Glasteile übertragen.
- In der Zeichnung zeigt Abb. i einen Längsschnitt mit teilweiser Ansicht durch ein röhrenförmiges elektrisches Entladungsgefäß und durch einen Teil einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung.
- Abb. z zeigt einen Längsschnitt durch das Ende der fertigen gesockelten Lampe.
- Abb.3 ist ein Längsschnitt durch einen Teil einer abgeänderten Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.
- Bei lern in Abb: i gewählten Beispiel ist ein röhrenförmiges Glasgefäß zo mit einem an seinem oberen Ende (hier bereits fertig verschmolzen gezeigt) angeschmolzenen Tellerfußrohr dargestellt, während ein zweites Tellerfußrohr i2 an seinem unteren Ende mit ihm verschmolzen werden soll. Das Tellerfußrohr 12, besteht aus einem Tellerrohr 13, mit dem ein Entlüftungsrohr 14 verbunden und in dessen oberen Ende 15 Strömzuführungsdrähte 16 eingeschmolzen sind. Am oberen Ende der Verschmelzung befindet sich dieAusmündung 17 des Entlüftungsrohres 14, durch welches die Lampe entlüftet und gegebenenfalls gasgefüllt werden kann. An die Stromzuführungsdrähte 16 ist bei dem gewählten Beispiel eine Glühelektrode i8 angeschlossen. Um solche Röhrenlampen auf ihrer gesamten Länge gleichmäßig zum Leuchten zu bringen, ist es erwünscht, die Fußrohre 12 so kurz wie möglich zu machen, so daß die Elektroden 18 so dicht wie möglich nach den Enden der Röhre gerückt werden.
- Zur Verbindung des Fußrohres 12 mit dem Lampengefäß io kann die in Abb. i gezeigte Vorrichtung dienen, die zunächst aus einem Block ig aus schwer schmelzbarem; . B. keramischen Isolierstoff besteht, auf dessen oberen Ende eine Scheibe öder ein Ring 2o aus einem Stoff aufgelegt ist, der elektrisch erhitzbar ist; aber an dem erweichtenGlas nicht anhaftet, z. B. Kohle oder Graphit. Das Fuß-...gohr 12 ist mit seinem Teller :2i auf die Seheibe 2o aufgesetzt, wobei das EntlüftungsrOh.z- 14 und die Stromzuführungsdrähte 16 '@,'tuldurch eine Längsöffnung 22 indem Block erstrecken. Das Lampengefäß io wird dann durch nicht gezeigte Klemmbacken erfaßt und so auf die Vorrichtung aufgesetzt, daß es mit seinem Halsteil 23 auf lern Teller ruht. Eine Spule 24, welche an eine geeilt; riete Hochfrequenzwechselstromquelle angeschlossen ist, wird langsam so über die Scheibe 2o geführt, daß diese durch Induktion allmählieh erhitzt und ihre Wärme dem Hals 23 des Lampengefäßes und dem Tellerrohr 21 mitgeteilt wird. Es kann nun noch während des Einschmelzens ein senkrechter Druck auf das Lampengefäß io ausgeübt werden, z. B. durch Auflegen eines Gewichtes 25. Bei diesem Verfahren wird der Hals 23 des Lampengefäßes nicht verformt und auch nicht die Schulter 26, ebensowenig wie der Lampenfuß 1z irgendwelche unerwünschten Verformungen erleidet> Es ergibt sich auch gegenüber den meist übliehen Verfahren keinerlei Glasabfall. Nach der Verschmelzung kann man das Lampengefäß io mit dem Fuß 12 noch eine kurze Zeit auf der Scheibe 2o nach dem Abschalten des Stromes in der Spule 24 ruhen lassen, so daß die Glasverbindung langsam erkaltet und das'Glas entspannt wird.
- Wenn man den Teller 2o so groß wählt; daß er ein kurzes Stück über den Hals 23 des Gefäßes hinausragt, so bleibt nach dem Verschmelzen ein schmaler Flansch 27 bestehen, der für die Verbindung des Gefäßes mit dem Sockel sehr erwünscht sein kann. In Abb. 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines Sockels dar- ` gestellt, der aus einer Hülse 28 aus Isolierstoff besteht, die sich gegen die Schulter 26 am Lampengefäß legt und mit dein Hals 23 durch etwas Kitt 2g verbunden wird. Hierbei wird der schmale Flansch 27 in dem Kitt eingebettet und erhöht so die Festigkeit der Verbindung. Da die Schulter 26 beim Einschmelzvorgang nicht verformt wurde, so kommen die Sockel 28 bei den verschiedenen Lampen immer an die gleiche Stelle, so daß die Lampen mit sehr engen Toleranzen ihrer Längenabmessungen hergestellt werden können: Jeder der Sockel 28 ist bei diesem Beispiel mit zwei Kontaktstiften so versehen, welche mit den Stromzuführungsdrähten 16 verbunden werden.
- An Stelle der Erhitzung,der Scheibe 2o mit Hilfe einer Hochfrequenzspule kann die Erhitzung auch so vorgenommen werden, däß Heizdrahtwicklungen unmittelbar in den die Scheibe tragenden Isolierkörper eingebettet werden. Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Vorrichtung ist in Abb.3 dargestellt. Sie besteht "wieder aus einem Block ig aus schwer schmelzendem Isolierstoff, der eine mittlere Öffnung 22 für den Durchtritt des Entlüftungsrohres und der Stromzuführungsdrähte besitzt. An seinem oberen Ende ist in einer Vertiefung 3 i eine Scheibe 2o aus schwer schmelzbarem, elektrisch erhitzbarem Stoff eingelegt, der jedoch am erweichten Glas nicht anhaftet, z. B. Kohle oder Graphit. In der Nähe dieser Scheibe sind in dem Isolierkörper ig Heizdrahtwicklungen 32 eingebettet, durch welche die Scheibe 20 erhitzt wird. Die Wicklung 32 kann sich bis in den oberen halsförmigen Teil 33 des Isolierkörpers ig erstrecken, so daß von hier aus eine zusätzliche Erhitzung der aufgesetzten Glasteile bewirkt wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verschmelzen der Tellerfußrohre elektrischer Lampen oder Entladungsröhren mit den Glasgefäßen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tellerfußrohr (i2), dessen Tellerranddurchmesser annähernd gleich oder auch etwas größer ist als der Durchmesser des Gefäßhalsrandes, zusammen mit dem Gefäßhals (23) auf einer Scheibe (2o) oder einen Ring aus einem elektrisch erhitzbaren, am erweichten Glas aber nicht anhaftenden Stoff, z. B. Kohle oder Graphit, aufgesetzt und darauf die Scheibe (2o) bis zum Erweich-en und Verschmelzen der Ränder des Tellerfußrohres und des Gefäßhalses erhitzt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß während des Verschmelzens der Glasteile das Lampengefäß (io) an die Scheibe (2o) gedrückt wird.
- 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Block (ig) aus schwer schmelzbarem, z. B. keramischem Isolierstoff mit einer mittleren Öffnung (22) für den Durchtritt des Entlüftungsrohres (1q.) und der Stromzuführungsdrähte (i6) des Tellerfußrohres (i2), durch eine in der Stirnseite des Blocks (ig) eingelegte Scheibe (2o) aus elektrisch leitendem, an dem erweichten Glas aber nicht anhaftenden Stoff, z. B. Kohle oder Graphit, und durch eine diese Scheibe(2o) umschließende Spule (2q.), die an eine Hochfrequenzwechselstromquelle angeschlossen werden kann. q.. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Blockig) aus schwer schmelzbarem Isolierstoff mit einer mittleren Öffnung (22) und einer Vertiefung (3i) an der Stirnseite, in welcher eine Scheibe (2o) aus schwer schmelzbarem, elektrisch erhitzharem, aber am erweichten Glas nicht anhaftenden Stoff eingelassen ist, und durch in den Block (ig) nahe der Scheibe (2o) eingebettete Windungen (32) eines elektrischen Heizdrahtes.
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