DE687151C - Kleinselbstschalter mit Klinkenfreiausloesung in Sockelform - Google Patents

Kleinselbstschalter mit Klinkenfreiausloesung in Sockelform

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DE687151C
DE687151C DE1935ST054225 DEST054225D DE687151C DE 687151 C DE687151 C DE 687151C DE 1935ST054225 DE1935ST054225 DE 1935ST054225 DE ST054225 D DEST054225 D DE ST054225D DE 687151 C DE687151 C DE 687151C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H73/00Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism
    • H01H73/48Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism having both electrothermal and electromagnetic automatic release
    • H01H73/56Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism having both electrothermal and electromagnetic automatic release reset by push-button, pull-knob or slide

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Thermally Actuated Switches (AREA)

Description

  • Kleinselbstschalter mit Klinkenfreiauslösung in Sockelform Die Erfindung bezieht sich- auf überstromschalter mit Klinkenfreiauslösung in Sockelform, insbesondere auf solche; die mit Kleinstspannung betrieben werden. Überstromschalter, die zum Schutze des Verbrauchsnetzes gegen unzulässige Überlastung oder Kurzschluß dienen, werden nach neuerem Brauch als Kleinselbstschalter bezeichnet und hauptsächlich in Stöpsel- oder Elementform, ferner auch in Sockelform hergestellt, welch letztere auf einem' im Grundriß rechteckigen Sockel den Aufbau der Schaltwerksteile und Auslösemittel erkennen lassen. Das Bestreben geht dahin, unter Beibehaltung hoher Abschaltleistung dieAbmessungen solcher Kleinselbstschalter noch weitgehender herabzusetzen und das Gewicht herabzumindern. Man hat zu diesem Zwecke verschiedentlich versucht, den Aufbau der Kleinselbstschalter so durchzubilden, daß die Größe einer einfachen Schmelzsicherungspatrone nicht überschritten wird. Einen solchen Kleinselbstschalter in Patronenform kann man zwar wie eine gewöhnliche Schmelzpatrone in ein Sicherungselement einsetzen, gewinnt dabei aber deshalb keinen Raum; weil für die Unterbringung des Sicherungselementes Platz benötigt wird. Bei derartigen Klenselbstschaltern in Patronenform hat man zur Vereinfachung des Aufbaues von dem bekannten Mittel Gebrauch gemacht, als thermisches Auslöseelement einen Bimetallstreifen vorzusehen, der als auf dem beweglichen Schaltstück angebrachte Strombrücke und als Verrastungsteil des Schaltstückes dient. Gleichwohl können die bisherigen Versuche der Herabminderung der Abmessungen und des Gewichtes der bekannten Kleinselbstschalter noch nicht als vollkommen gelungen bezeichnet werden. Eine Schwierigkeit besteht darin, daß es mit den bekannten Kleinselbstschaltern z. B. in .Schmelzpatronenform wohl gelingt, einigermaßen einwandfrei bei Überlastung einen Wechselstrom zu unterbrechen, während die Schaltleistung bei Gleichstrom unzureichend ist. Ferner ist bei der Durchbildung der Kleinselbstschalter auf das Bedürfnis bzw. zum mindesten auf den Wunsch Rücksicht zu nehmen, mehrere solcher Kleinselbstschalter auf engstem Raum in einer oder mehreren Reihen anzuordnen. Eine solche Reihenanordnung hat bei richtiger Ausbildung der Kleinselbstschalter namentlich in Sockelform den besonderen Vorteil, daß die Selbstschalterreihe zugleich als Klemmenreihe dienen kann, also zum Anschluß der einzelnen Leitungen und beispielsweise zur Herstellung von Querverbindungen nicht besondere Klemmenreihen benötigt werden.
  • Zur Vereinfachung im Aufbau sowie zur Herabminderung der Abmessungen und -der Gewichte solcher Kleinselbstschalter in Sockelform mit thermischem Auslöseelement in Gestalt eines Bimetallstreifens, der als bewegliehe Schaltbrücke und als Verrastungsteil für ° das Schaltstück auszubilden ist, wird nacl.
  • der Erfindung vorgeschlagen, den das Schaltstück über den Bimetallstreifen verriegelnden Betätigungsteil als der Rechteckform des Schaltersockels angepaßten, mit einer Ausnehmung zur Aufnahme der aus der Sockelausnehmung hervortretenden beweglichen Schalterteile versehenen gehäuseartigen Schieber auszubilden und für die ortsfeste Verklinkung mit einer parallel zur Sockelgrundfläche sowie in der Längsrichtung des Sockels angeordneten Blattfederverrastung zu versehen. Der besondere Vorteil einer derartigen Ausbildung eines Kleinselbstschalters in Sockelform liegt in der günstigen Ausnutzung des gebotenen Raumes, erzielt durch folgerichtige Anordnung der Einzelteile innerhalb dieses Raumes. Selbst bei rein thermischer Auslösung werden trotz der kleinen Abmessungen und Gewichte Leistungen erzielt, die denjenigen der sonst üblichen Kleinselbstschalter in Stöpsel-, Element- oder Sockelform mit elektromagnetischer und thermischer Auslösung nahekommen.
  • Die Verrastung des Schiebers erfolgt nach der Erfindung durch Einfallen der Blattfedern in Ausnehmungen eines feststehenden Bolzens, die Entrastting durch einen die Blattfederenden auseinanderbiegenden Konus. Diese Teile lassen sich sehr leicht und auf geringstem Raum innerhalb des Schiebers unterbringen. Durch entsprechende Ausbildung des Konus läßt sich ohne weiteres. Handauslösung erzielen, er wird dazu als von außen bedienbarer Druckknopf und als Doppelkonus ausgebildet, dessen zweite Konusfläche als Anschlag für einen vom beweglichen Schaltstück beeinflußbaren Auslöser dient.
  • Kleinselbstschalter dieser Art lassen sich auch mit elektromagnetischer Auslösung versehen. Nach der Erfindung wird zu diesem Zweck eine eigenartige Anordnung und Ausbildung des Elektromagneten gewählt, bei welcher zwei Auslösespulen vorgesehen sind, deren jede einen Kern mit T-förmig angeordneten Spulenflanschen verschiedener Länge besitzt und die derart angeordnet sind, daß der bewegliche Anker den Kraftfluß zwischen den beiden längeren Spulenflanschen der um 180 ° gegeneinander versetzten Spulen schließt, während die jenseits der Spulenkerne liegenden Flanschteile zwecks magnetischer Blasung bis an die Unterbrechungskontakte geführt sind. Es ist an sich bekannt, Auslöseelektromagnete zur Blasung des Unterbrechungslichtbogens heranzuziehen, doch - besteht bei den meisten derartigen Elektromagneten der Nachteil, daß beim Ansprechen der Magnetkreis durch den herangezogenen Anker vollkommen geschlossen wird und daher für die Blasung kaum noch ein nennenswertes Kraftfeld vorhanden ist. Die Anordnung nach der Erfindung ergibt eine überaus hohe Leistungsfähigkeit, und zwar sowohl hinsichtlich des zur Auslösung herangezogenen Kraftfeldes als auch bezüglich des zur Blasung dienenden Magnetfeldes.
  • Die Zeichnung läßt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.erkennen. Abb. i ist ein Längsschnitt durch den Kleinselbstsehalter, Abb.2 ein Querschnitt nach Linie A-B -der Abb. i. Abb. 3 veranschaulicht eine Draufsicht auf das Gesperre des Kleinselbstschalters nach Abnahme der äußeren Abdeckung. Abb.4 veranschaulicht die Ausbildung des Elektromagneten, Abb.5 zeigt eine Draufsicht und Abb. 6 eine Seitenansicht einer Anordnung mehrerer Kleinselhstschalter in einer Klemmreihe.
  • Beim Ausführungsbeispiel ist angenommen; daß mehrere Kleinselbstschalter auf einem gemeinsamen Sockel a angeordnet und dadurch zu einer Klemmenreihe vereinigt sind: In jeder Phase sind auf dem Sockel a Anschlußklemmen b, c angeordnet, an denen Kontaktfedern 2 befestigt sind. Die Strombrücke zur stromleitenden Verbindung der Kontaktfedern 2 wird durch timetallstreifen 3 dargestellt, von denen zwei je zu beiden Seiten des aus Isolierstoff bestehenden Schaltstückes 4 befestigt sind. Jeder der Bimetallstreifen zeigt in der Seitenansicht T-Form mit einem Schlitz 5. Der untere Teil 6 eines jeden der Bimetallstreifen 3 biegt sich bei Erwärmung nach außen. In dem Schlitz 5 der Bimetallstreifen 3 gleitet ein an einem Bolzen 8 befestigter Steg 9. Der Bolzen 8 ist an dem Schieber ? befestigt, der die Schaltteile abdeckt und mit einer besonderen Kappe fo versehen ist. Im Sockel a sind zwei Bolzen i i befestigt; die einerseits zur Führung des Schaltstückes 4 dienen und in der Nähe ihres oberen Endes mit seitlichen Einschnitten 12 versehen sind. In der dargestellten Einschaltstellung der Teile liegen zu beiden Seiten der Bolzen ii in deren Einkerbungen i2 Blattfedern 13, deren freie Enden über die Bolzen i i hinausstehen. Sie liegen hier im Bereiche eines Konus 14, der zu einem von außen bedienbaren Druckknopf 15 gestaltet ist. In dem Schieber 7 ist ein Bolzen 16 verschiebbar gelagert, den eine nicht dargestellte Feder in seine untere Stellung drücken kann. Der Bolzen 16 liegt ebenfalls an dem Konus 14 an. Die Festhaltung der Schaltbrücke 4 in der dargestellten Einschaltstellung wird also dadurch erzielt, daß zufolge der Anlage der Bimetallstreifen 3 am Steg 9 entgegen der Wirkung der Federn 17 das Schaltstück 4 sich gegenüber den Bolzen 8 nicht bewegen kann und dieser sowie der mit ihm verbundene Schieber 7 durch den Eingriff der Federn 13 in die Ausnehmungen r2 der Bolzen i i festgehalten sind.
  • Die Wirkungsweise des Schalters ist die folgende: Tritt eine Überlastung in dem an den Klemmen b, c angeschlossenen Stromkreis ein, so biegen sich die Bimetallstreifen 3 nach außen, bis sie den Steg 9 freigeben. Nunmehr kommen die gespannten Federn 17 zur Wirkung und schnellen das Schaltstück q. mit der Strombrücke 3 nach oben. Dabei wird der Stromkreis an den Kontaktfedern 2 geöffnet, das Schaltstück q. trifft außerdem auf die Bolzen 16, die gegen die Konusse 1q. gedrückt werden. Diese können sich in der von dem Schieber 7 und dessen Kappe io gebildeten Höhlung 18 nur seitlich verschieben, der Doppelkonus 1q. dringt also zwischen die Enden der Blattfedern 13 und preßt diese so auseinander, daß nunmehr auch der Schieber 7 unter der Einwirkung der Federn 17 nach oben gedrückt wird. Diese Aufwärtsbewegung ist begrenzt durch an den Bolzen i9 befestigte Anschläge 2o (von denen der Deutlichkeit halber nur einer gestrichelt dargestellt ist). Da die Aufwärtsbewegung des Schaltstückes q. durch an den Bolzen i i vorgesehene Splintscheiben 2i begrenzt ist, bleibt das Schaltstück nach Auslösen des Schiebers 7 in der an den Scheiben 2i anliegenden Stellung stehen, so daß nach der Aufwärtsbewegung des Schiebers 7 die erkaltenden Bimetallstreifen 3 sich wieder hinter den Steg 9 legen können. Nunmehr ist die Ausschaltstellung endgültig erzielt, gleichzeitig aber auch erreicht, daß durch bloßen Druck- auf den Schieber 7 oder seine Kappe io, gegebenenfalls unter gleichzeitigem Eindrücken der beiden Druckknöpfe 15, die Einschaltstellung wieder erreicht werden kann.
  • In Abb. i ist lediglich gestrichelt auf einer Seite die Anordnung eines Elektromagneten angedeutet. Zur elektromagnetischen Auslösung ist ein Anker 22 (in den Abb. 2 und q. gestrichelt angedeutet) vorgesehen, der bei seinem Anziehen die Bimetallstreifen 3 nach außen drückt und dadurch die bereits erwähnte Freigabe des Schaltschlosses bewirkt. Der Elektromagnet besteht aus zwei Kernen 23 mit ihren Spulenwindungen. Die Spulen-$ansche 2q., 25 eines jeden der Kerne 23 sind verschieden lang; sie sind so am Kern 23 befestigt, daß etwa ein T-förmiges Gebilde unsymmetrischer Art entsteht. Die beiden Kerne z3 mit ihren Flanschen 2q., 25 sind so um i8o° zueinander versetzt angeordnet, daß der Anker 22 von den längeren Schenkeln 25 angezogen wird. Die außen nach beiden Seiten vorstehenden kurzen Flanschteile 26 sind (gestrichelt in Abb. i dargestellt) bis zu den Unterbrechungsstellen 2, 3 geführt. Die Anordnung und Ausbildung der Elektromagnete ist insofern sehr eigenartig,als stets einNordpol einem Südpol gegenübersteht, und zwar sowohl hinsichtlich der beiden Pole, an die der Anker 22 angezogen wird, als auch hinsichtlich der beiden Polpaare 26, die dem Zwecke der magnetischen Blasung an den Unterbrechungsstellen dienen. Die Blaswirkung ist deshalb auch nach dem Anziehen des Ankers 22 eine außerordentlich wirksame, weil in keinem Falle die Flansche 24 und 25 eines jeden Magneten durch den angezogenen Anker 22 kurzgeschlossen werden; die Blaswirkung zwischen den Enden 26 eines jeden Magneten ist also eine ungeschwächte. Es ist gelungen, mittels eines Kleinselbstschalters nach der Erfindung ohne magnetische Blasung einen Gleichstrom von 24 V bis zu Zoo A zu unterbrechen; bei Hinzufügung der magnetischen Blasung stieg die Leistungsfähigkeit auf die bei Selbstschaltern für Hausinstallationszwecke mögliche Leistung.
  • In den Abb. 5 und 6 ist die Klemmenreihe in ihrem Zusammenbau dargestellt; es ist noch eine besondere Kappe 27 vorgesehen, die Durchtrittsstellen für die Schieber 7 mit ihrer Kappe io aufweisen. An Stelle einer Kappe 27 kann selbstverständlich bei Unterputzanordnung o. dgl. auch eine gemeinsame Abdeckplatte vorgesehen sein.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kleinselbstschalter mit Klinkenfreiauslösung in Sockelform, insbesondere für mit Kleinstspannung betriebene Netze, mit einem thermischen Auslöseelement in Form eines Bimetallstreifens, der als auf dem beweglichen Schaltstück angebrachte Strombrücke und als Verrastungsteil des Schaltstückes dient, dadurch gekennzeichnet, daß der das Schaltstück (q.) über den Bimetallstreifen (3) verriegelnde Betätigungsteil (7) als der Rechteckform des Schaltersockels (a) angepaßter, mit einer Ausnehmung zur Aufnahme der aus der Sockelausnehmung hervortretenden beweglichen Schalterteile (3, q.) versehener gehäuseartiger Schieber ausgebildet und für die ortsfeste Verklinkung mit einer parallel zur Sockelgrundfläche sowie in der Längsrichtung des Sockels angeordneten Blattfederverrastung (i3) versehen ist.
  2. 2. Kleinselbstschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verrastung des Schiebers (7) durch Einfallen der Blattfedern (i3) in Ausnehmungen (i2) des feststehenden Bolzens (ii) und die Entrastung durch einen die Blattfederenden (i3) auseinanderbiegenden Konus (i4) erfolgt.
  3. 3. Kleinselbstschalter nach. Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Konus (14) zwecks Handauslösung als von außen bedienbarer Druckknopf (15) und als Doppelkonus ausgebildet ist, dessen zweite Konusfläche als Anschlag für einen vom beweglichen Schaltstück (4) beeinflußbaren Auslöser (16) dient.
  4. 4. Kleinselbstschalter nach Anspruch i und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks elektromagnetischer Auslösung zwei Auslösespulen vorgesehen sind, deren jede einen Kern (23) mit T-förmig angeordneten Spulenflanschen (24, 25) verschiedener Länge besitzt und die derart angeordnet sind, daß der beweglicheAnker (22) den Kraftfluß zwischen den beiden längeren Spulenflanschen (25) der um 18o° gegeneinander versetzten Spulen schließt, während die jenseits der Spulenkerne (23) liegenden Flanschteile (26) zwecks magnetischer Blasung bis an die Unterbrechungskontakte (2, 3) geführt sind:
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