DE687183C - Schuhform zur Erreichung einer Geradstellung des Fusses im Absatzschuh - Google Patents

Schuhform zur Erreichung einer Geradstellung des Fusses im Absatzschuh

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DE687183C
DE687183C DE1935SC107028 DESC107028D DE687183C DE 687183 C DE687183 C DE 687183C DE 1935SC107028 DE1935SC107028 DE 1935SC107028 DE SC107028 D DESC107028 D DE SC107028D DE 687183 C DE687183 C DE 687183C
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    • A43D3/00Lasts
    • A43D3/02Lasts for making or repairing shoes
    • A43D3/021Lasts for making or repairing shoes for orthopaedic footwear

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Schuhform zur Erreichung einer Geradstellung. des Fußes im Absatzschuh Die Erfindung betrifft eine Schuhform, insbesondere zur Erreichung einer Geradstelel Jung des Fußes in einem mit einem Absatz versehenen Schuh. Das Neue der Erfindung wird darin erblickt, daß der hintere Teil der Fersenmuldung bis -zum Auftrittspunkt des Fersenbeinskugelig (symmetrisch) ausgebildet und weiterhin die Fersenmuldung selbst'derart unsymmetrisch geformt ist, daß die innere (mediale) Kante stärkei- überhöht ist als die Außenkante der die Fersenmuldung begrenzenden Barriere, wobei die vordere Brandsohle außen, insbesondere unter den Köpfchen der Mittelfußknochen, hochgestellt ist, und zwar in Abhängigkeit von der jeweiligen Höhe des Absatzes.
  • ' Es ist bekannt, die verschiedenartigsten Formen von orthopädischem Schuhwerk herzustellen, und zwar geschieht dies durch Einbau von verschiedenen UnterstÜtzungs- und Redressionsmitteln in den Schuh. Der Schuhform gemäß der Erfindung liegt der Grundgedanke zugrunde, daß sie bewußt unter Verzicht auf sog. orthopädische Hilfsmittel von dem Bau des gesunden Fußes ausgeht und bestrebt ist, eine Geradstellung ödes Fußes in einem Absatzschuh herbeizuführen.
  • Die normale Stellung des gesunden Fußes ist in der medizinischen Literatur ausdrücklich behandelt worden. Alle diese Betrachtungen gehen jedoch immer von der Grundstellung des unbekleideten Fußes aus, der unbeschuht auf ebenem Boden in Gleichgewichts-Jage steht. Die dabei gefundenen Regeln wurden im allgemeinen ohne weiteres auf den im Absatzschuh befindlichen Fuß übernommen. Auf Grund von vielen Überlegungen, die teilweise auch den eine Gehbewegung ausführenden Fuß mit in Betracht ziehen, wurden gleichzeitig unter dem Einfluß der t' el orthopädischen Forschungen in dem Schuh Teile vorgesehen, die den Fuß abstützen sollen, und Einrichtungen entsprechend dem Grundbegriff der Redression. So entstanden beispielsweise Fersenmuldungen und Unterkeilungen der Innenferse gegen 17,nickungen und Außenhebungen des Kleinzehenballens. Diesen Schuhkonstruktionen ist jedoch immer die starre Gelenkversteifung eigentümlich, und in dein Falle, wo ein Schuh mit einem gleschineidigen Gelenk angewandt wurde, gingen die getroffenen Anordnungen ebenfalls mir el von einem auf ebenem Boden aufstehenden Fuß aus, ohne daß die durch den Absatz bedingte*Hoch- und Umstellung des Fußes eine Berücksichtigung fand.
  • Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß die bisher bekannten Einrichtungen, wie Einlagen, eüigcarbeitete Erhöhungen und Keile, den Bewegungen des schreitenden Fußes in einem Absatzschuh nicht folgen können und in dieser Hinsicht eher hinderlich als förderlich sind. Infolgedessen wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, eine Schuliform zu schaffen, die eine Kombination der oben angegebenen Einzelmerkmale darstellt, die nur in dieser Gesamtheit wirksam sind und, #inzeln angewandt, nicht den durch den Erfindungsgegenstand erreichten Zweck herbeiführen. Durch die angegebene Kombination -wird nämlich erreicht, daß dem Fuß bei jeder beliebigen Absatzhöhe eine optimale Geradstellung im Schuh gegeben wird, die ihm als Ausgangsstellung für die Gehbewegung gesichert ist. Diese Grundstellung ist hierbei für den sich in einem Absatzschuh bewegenden Fuß derart ausgebildet, daß er für alle beim Gehen auftretenden Phasen die Vorbedingungen der Sohlengestaltung findet, die für die Gehbewegung erforderlich sind. Hierdurch werden auch die in der Natur eines Lederschuhe,s liegenden Widerstände auf das geringstmögliche Maß verringert, so daß ein leichtes Gehen in der Schuhform gemäß der Erfindung möglich ist.
  • Bekanntlich überträgt der Fuß die Körperlast auf den Boden über die Abwicklungslinie- Ferse, Außengewölbe, Außenballen, Mittelfußköpfchen, Innenballen, Großzehe. Diese Abwicklung führt der Fuß auf ebenem Boden aus. Wird jedoch beim Gehen in einem Absatzschuh, gleichgültig welcher Höhe, die Ferse angehoben, so erfolgt dadurch eine bestimmte Umstellung des Fußwurzelgelenkes, die durch die besondere Anordnung der Fußwurzelgelenkflächen bedingt ist. Der Fuß nimmt also immer in einem Absatzschuh, eine Hohlfußstellung ein, die um so größer ist, je stärker die Ferse angehoben wird. Hierbei sind zwei besondere Merkmale festzustellen: Das Fersenbein wird nämlich in verstärkter Weise supiniert, und zwar im Sinne der konkav-konvexen Gelenkflächenanordnung zwischen Fersen- und Sprungbein. Der rückwärtige Teil des Calcaneus führt dabei eine Einwärtsdrehung aus. Gleichzeitig hebt sich die Außenballenpartie vom Boden ab, und zwar um so mehr, je höher sich die Ferse anhebt. Durch diesen Vorgang werden aber alle Muskeln des Fußes angespannt. Die angespannten Muskeln halten in der Bewegung den Fuß so, daß bei hoher Ferse nur ein einziger Stützpunkt, und zwar das Gebiet des Großzehenballens, den Boden berührt. Wenn der Fuß durch einen Absatz unterstützt ist, kommt noch der Fersenstützpunkt hinzu. Der Fuß müßte auf diesen beiden Stützpunkten ruhen. Das kann er aber auf die Dauer nicht, sondern wird sich einen dritten Stützpunkt suchen, und zwar den Außenballen. Soll nun die bei einer geraden Gehbewegung sich ergebende ausgeglichene Hohlstellung des Fußgerüstes nicht gestört werden, so müßte der b ganze Fuß zusammen mit dem Bein bis zum Auftreffen des Außenballens umkippen. Dieser Bewegung kann das Bein aber nicht nachkommen, und das hat zur Folge, daß der Vorfuß supiniert und der Rückfuß proniert. Damit lockert sich aber das Knochen- und Kluskelgerüst, und der Fuß wird zum Knickfuß. Dieser Zustand wird aber unweigerlich beim Tragen der bisher üblichen Absatzschuhe dem Fuß bei jedem Schritt anerzogen.
  • Die Ausführungen haben gezeigt, daß allein mit der Anwendung eines einzigen Elernentes der hier beanspruchten Kombination, nämlich etwa durch Anbringung eines Keiles unter der Knickstelle an der Ferse und eines sog. Gegenkeiles unter dem Außenballen, keine Besserung erzielt wird. Erst wenn die obenerwähnte und den Gegenstand der Erfindung bildende Kombination angewandt wird, wird der Stellung des Fußes Rechnung getragen, wie sie sich aus der Gehbewegung bei gerader Beinhaltung ergibt, und zwar angepaßt an die Umstellung und verschiedenen Lagen des Fußes, welche durch die verschiedenen Ab- satzhöhen bedi - ngt sind.
  • Es wurde schon erwähnt, daß die Formung der Brandsohle im Vorfußteil in Abhängigkeit von der jeweiligen Höhe des Absatzes erfolgt. Die Höhe des Außenballenausgleichstückes richtet sich nach der jeweiligen Absa.tzhöhe. Im übrigen fällt dieses Außenballenausgleichstück in Richtung der Schuhspitze gemuldet ab, läuft allmählich aus und folgt mit einem rippenartigen Verlauf den Metatarsenköpfchen des Fußes und geht dann nach rückwärts flach in das ansteigende Gelenk über. Durch diese Ausgestaltung des Ausgleichstückes werden bei allen Absatzhöhen für sämtliche Metatarsenköpfchen Unterstützungsflächen geliefert, ohne daß diese aus der günstigen Lage gebracht werden, die sie bei der Normalstellung des Fußes einnehmen. Die Außenhebung des Außenballenausgleichstückes beträgt etwa % der Absatzhöhe. ' Außerdem richtet sich die Supination der Ferse - nach der jeweiligen Absatzhöhe, wobei das Fersenbein gleichzeitig mit der" Supination entsprechend einwärts gedreht wird. Durch die Stipination der Ferse ergibt sich auch von selbst die Gestaltung der Fersenbarriere, die sinngemäß außen weni '-er und innen mehr überhölit sein muß. Die Geradstellung des Fußes in jeder Absatzhöhe führt dann weiterhin zu einer Verlagerung der Fußlängsachse zur Symmetrieachse des Schuhes.
  • Es ist an sich bekannt, den Leisten so zu formen, daß die Symmetrieachse in der Schwerpunktsachse des Fußes lielgt. Diese Anordnung ist jedoch bei den bisher üblichen planparallelen Leisten unzweckmäßig und funktionswidrig und wird erst brauchbar mit der oben gekennzeichneten Kombination. Bei der Schuhform gemäß der Erfindung ist es möglich und zweckmäßig, die bei der Herstellung eines Schuhoberleders erforderlichen Nähte parallel zur Querachse der Knöchel anzuordnen. Diese Qu#erachse schneidet die Symmetrieachse in einem Winkel von 79'. In der gleichen Winkellage muß auch die Vorderkante des Absatzes liegen, um dem Fuß die günstigen Bedingungen im Schuh zu bieten und um zu erreichen, daß die Barriere ebenfalls in dieser Winkellage gehalten wird. Es ist an sich bekannt, unter der Ferse Barrieren vorzusehen. Diese haben aber lediglich den Zweck, ein einfaches Wippen des Fersenbeins zu bewirken, berücksichtigen aber nicht die Gelenkflächenanlage in ihrer Schrägstellung und arbeiten so einer hemmungslosen Fußbewegung entgegen.
  • Die Schuhform gemäß der Erfindung ermöglicht es, daß die bisher immer für erforderlich gehaltene Gelenkversteifung eines Schuhes, die insbesondere bei hochgesprengten Damenschuhen für notwendig erachtet -wurde, fortfallen kann. Der Fuß kann so besser und unbehinderter seine Gehbewegungen ausführen.
  • Die wesentlichen Kennzeichen und Ausgestaltungen der Erfindung seien nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert.
  • Die Zeichnung zeigt in Fig. i eine Schuhform gemäß der Erfindung im Grundriß.
  • t# 2n Fig. 2 zeigt Schnitte durch- den Fers,enteil eines Schuhes auf den Linien A-A bzw. B-B.
  • Fig. 3 ist -ein schematischer Längsschnitt durch einen Damenschuh mit verschiedener Absatzhöhe.
  • Fi-. 4 zeigt eine Innensohle im fertigen Zustand im Grundriß, wobei die Erhöhungen und Vertiefungen durch Eintragung von Höhenlinien hervorgehoben sind.
  • Fig. 5 zeigt ebenfalls im Grundriß mit Höhenlinien die Gestaltung einer Innensohle bei großer Absatzhöhe.
  • Fig. 6 und 7 zeigen verschiedene Schnitte durch den Schuhboden auf den entsprechenden Linien der Fig. 4 und 5.
  • Gemäß der Erfindung ist die Schuhform so ausgebildet, daß die Mittellinie des Schuhoberbaues als Symmetrieachse zwischen den Fußaußenlinien ausgebildet ist, wobei die Fußaußenlinien durch die Tangenten an die Fersen- bzw. Außenballenpartie und die Fersen- bzw. Innenballenpartie gegeben sind. Die Ristlinie des Schuhes wird über der Mittellinie angeordnet und die Verbindungslinie von Außen- und Innenballen bzw. der entsprechenden Rundungen als Parallele zu der durch die Fersenknöchelhöcker gehenden Linie vorgesehen. Die Parallelen durch Außen- und Innenballen bzw. durch die Fersenknöchelhöcker schließen dabei einen Winkel mit der Mittellinie von etwa 79' ein.
  • Die Zeichnung zeigt in Fig. i die Fußaußenlinien i und :2, die Fersenknöchelquerachse 3 und die parallel dazu liegende Querlinie 4 durch den Ballen." Die Mitte12 linie 5 zwischen den beiden Linien i und 2 ist im Sinne der Erfindung Symmetrieachse für den Schuhgrundriß, d. h. ein Leisten für die Schuhform gemäß der Erfindung, senkrecht durch die Mittellinie 5 durchschnitten, zerfällt in zwei annähernd gleich schwere Teile. In der senkrecht durch die Mittellinie 5 gehenden Ebene liegt auch die Ristlinie# 7. Gegenüber dies-er Mittellinie 5 schließen die- Querlinien 3 und 4 einen stets gleichen Winkel von 791 ein.
  • Den vorerwähnten Linien sinnfällig entsprechend sind auch die Schaftnähte angeordnet, d. h. die Nähte verlaufen etwa parallel zur Mittellinie 5 und Querlinie 4, sie folgen also den sich aus der Funktion der Gelenke ergebenden Be-wegungslinien.
  • Bei Auftreffen des Rückfußes am Boden während des Schreitens liegt die gesamte Last auf dem Rückfuß bzw. dem Absatz des Schuhes. Um Schwankungen aus der durch die Mittellinie 5 bestimmten Richtung mög lichst zu verhindern und die Aufnahme der Last zu sichern, ist in weiterer Ausgestaltung. der Erfindung der Absatz mindestens so weit nach vorn gezogen, daß die vordere Absatzbegrenzungslinie mindestens bis, unter die Barriere vor der Fürsenmuldung reicht, d. h. mindestens bis zur Linie 3, die etwa dieser Barriere entspricht.
  • Der Stellung des Fußes entsprechend ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Hinterkappe des Schuhes im waagerechten Schnitt, d6r üaber der Branidsohlenhöhe durch die Hinterkappe gelegt ist, nach innen stärker ausgerundet. Es ist dies besonders deutlich aus Fig. 2 ersichtlich, in der die Linie 9 die Begrenzun,gslinie der Brandsohle, die Linie io die etwa i cm darüber geführte Schnittlinie durch die Hinterkappe darstellt. Durch diese Ausbildung des Schuhes wird Gewähr dafür geboten, daß die Hinterkappe, nach beiden Seiten gleichmäßig beansprucht und somit ein Übertreten verhindert wird. Um die S chlingerbewegung ungestört verlaufen zu lassen, ist es zweckmäßig, den Gelenkteil des Schuhes aus weichem Material, aus entsprechenden Teilstücken oder im Drehpunkt so schmal. herzustellen, daß die Schlingerbewegung von Fersenteil und Sohlenteil gegeneinander nicht behindert wird.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die Innensohle so gestaltet, daß' die Schlingerbewegung herausgefordert wird. Es erfolgt dies dadurch, daß die in ihrem Endteil kugelig gehöhlte Fersenmuldting nach dem Vorfuß zu durch eine Barriere 12o begrenzt wird, deren innere (mediale) Kante stärker überhöht ist als die außen (lateral) gelegene Kanpe dieser Barriere i:2o. Es ist dies deutlich aus Fig. 4 und 5 ersichtlich, in der iio den etwa kugelig gehöhlten Teil der Fersenmuldung darstellt. Die in der Figur eingezeichneten Höhenlinien lassen deutlich das stärkere Ansteigen der Barriere i2o an der Innenseite des Fußes bzw. Schuhes erkennen.
  • Je nach der gewünschten Absatzhöhe, die bei Damenschnhen stark ansteigen kann, ist eine besondere Berücksichtigung bei der Gestaltung der Innensohle notwendig, damit die gemäß der Erfindung erstrebte Schlingerbewegung ungehindert bleibt. Es erfolgt diese Berücksichtigung in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch, daß Fersenteil und Vordersohle des Schuhes je nach der Absatzhöhe in verschiedenen Winkeln zueinander geneigt werden. Dieser Winkel be- stimmt sich dadurch, daß bei ein-er Absatzhöhe von etwa 45 mm der Fersenteil bodenparallel angeordnet wird, während bei kleineren Absatzhöhen die Mittellinie der Fersenauflagefläche gegen die Bodenparallele bis zu etwa 7' nach rückwärts geneigt wird. Bei Absatzhöhen über etwa 45mm wird hingegen die Fersenauflagefläche nach vorn geneigt, und zwar, mit der Absatzhöhe ansteigend, bis zu einem Winkel von etwa i i '. Diese Winkelverhältnisse sind in Fig. 3 im Aufriß deutlich dargestellt, die auch dieverschiedenenHöhenlagen der inneren und der äußeren Kante der Brandsohle besonders im Gelenkteil lind in der Gegend der Mittelf-ußknochenköpfchen erkennen läßt.
  • Bei den üblichen industriell hergestellten Schuhen ist die Vordersohle etwa bodenparallel und flach ausgebildet. Dadurch wird eine Lockerung des Fußgerüstes hervorgerufen, die gemäß der Erfindung durch eine. bestimmte Ausbildung, d. h. eine Anpassung an die Funktion des im Absatzschuh stecken-den Fußes, vermieden wird. Diese Anpassung erfol igt dadurch, daß der Außenteil der Sohle, d.h. der unter,demAußenballen liegend-eTeil, gegenüber dem unter dem Großzehenballen liegenden Teil höher gelegt wird. Diese Höherlegung erfolgt, wie aus Fig. 4 und 5 ersichtlich, in ganz besonderer Weise derart, daß der höchste Punkt je nach Absatzhöhe unter dem fünften bzw. fünften und vierten Mittelfußköpfchen liegt und diese Erhöhung eine in der Richtung der Mittelfußköpfchen verlaufende Rippe 3 in Fig. 4 bzw. 13 in Fig. 5 aufweist, nach der Mitte der Vordersohle verhältnismäßig rasch und längs der Außenkante der Sohle allmählich verläuft. Diese verlaufenden Flächen sind gehöhlt ausgeführt, so daß der Fuß keine Neigung hat, nach außen -e- n das Oberleder zu drücken.
  • cl 23e Die im absatzlosen Schuh auf dem flachen Boden voll aufliegende Vorderpartie des Fußes stellt sich mit wachsender Absatzhöhe so um, daß sich die Außenpartie, insbesondere das Köpfchen des fünften Mittelfußknochens bzw. aucli vierten, vom Boden abhebt. Es entsteht dadurch der sog. Auftrittsverlust. Die Überhöhung, die unter dern Köpfchen des fünften bzw.. vierten Mittelfußknochens angeordnet ist, wird stets im Verhältnis zur Absatzhöhe gehalten, etwa derart, daß sie stets 1/5 der Absatzhöhe beträgt. Gegen den Gelenkteil der Sohle zu verläuft die Erhöhung in einer möglichst wenig gekrümmten Fläche. Fig. 4 zeigt an Hand von im Grundriß eingetragenen Schichtlinien die Gestaltung der vorbeschriebenen Erhöhung unter dem Köpfchen des fünften Mittelfußknochens bei einer Absatzhöhe von 25 mm. Ein Vergleich dieser Figur mit Fig. 5, die im Grundriß durch Eintragung von Schichtlinien. die Gestaltung der Innensohle bei einem Schuh mit 75 mm Absatzhöhe zeigt, läßt deutlich erkeimen, daß bei wachsender Absatzhöhe der sog. Auftrittsverlust durch diese Erhöhung ausgeglichen wird. Wesentlich ist stets, daß die vorstehenderläuterte Gestaltung der Innensohle . den Auftrittsverlust ausgleicht und auch an allen anderen Stellen die anatomisch richtige Aufla ge der Fußsohle im Schuh sichert.
  • Die besondere Gestaltung der Innensohle kann durch unter der Brandsohle eingelegte Zwischenstücke, durch Auflagen auf der Brandsohle oder in beliebiger anderer Weise erfolgen. Wesentlich ist-stets, daß durch die Gestaltung der Innensohle die vorstehend erläuterte Verteilung des Fußdruckes gesichert wird.

Claims (1)

  1. PA TEN TAN S PRÜ C 1-1 E: i. Schuhform zur Erreichung einer Geradstellung des Fußes im Absatzschuh, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Teil der Fersenmuldung bis zum Auftrittpunkt des Fersenbeins kugelig (symmetrisch) ausgebildet und weiterhin die Fersenmuldung unsymmetrisch derart ausgebildet ist, daß die innere (mediale) Kante stärk-er überhöht ist als die Außenkante der die Fersenmuldung begrenzenden Barriere, wobei die vordere Brandsohle außen, insbesondere unter den Köpf- chen der Mittelfußknochen, hochgestellt ist, und zwar in Abhängigkeit von der je- weiligen Höhe des Absatzes. 2. Schuhform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet daß die Höherstellung der Außenballenauilagefläche gegenüber der Innenballenauflagefläche im Ver2ältnis zur Absatzhöhe derart ansteigt, daß die überhöhung etwa % der Absatzhöhe beträgt. 3. Schuhform nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsohle derart ausgebildet ist, daß sie von der Auflagestelle g des fünften Mittelfußknochens als höchsten Punkt allmählich muldenartig nach vorn verlaufend in einer Ri pe in Richtung der Mittelfußp t' knochenköpfchen und etwa flach zum ansteigenden Gelenk verläuft. 4. Schuhform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fersenauflagefläche (innere Absatzfläche) bei Absatzhöhen bis etwa 45 nim nach hinten von etwa 711 bis 0', bei höheren Absätzen bis zu 110 nach vorn geneigt ist. 5. Schuhform nach Anspruch I -bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hinterkappe des Schuhes etwas über der Brandsohlenhöhe im waagerechten Schnitt nach innen stärker ausgerundet ist. 6. Schuhform nach Anspruch i, da-,durch gekennzeichnet, daß die Mittellinie des Schuhoberbaues als Symmetrieachse ausgebildet ist zwischen den aus der Fersenaußenballenpartie bzw. durch die Ferseninnenballenpartie gegebenen Fußaußenlinien. 7. Schuhform nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Ristlinie des Schuhes der erwähnten Mittellinie entspricht. # 8. Schuhform nach Anspruch 1, 6 und 7, da-durch gekennzeichnet, daß die Verbindungslinie von Außen- und Innenballen bzw. den entsprechenden Rundungen des Schuhes parallel zur Querachse der Fersenknöchel liegt. g. Schuhform nach Anspruch i und 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die vörerwähnten parallelen Linien gegenüber der Mittellinie einen Winkel von etwa 790 einschließen. io. Schuhform nach Anspruch i und 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die #7erbindungsnähte der verschiedenen Schaftteile etwa parallel und entsprechend den in Anspruch i bis 4 angegebenen Linien angeordnet sind und den Bewegungslinien des Fußes folgen. ii. Schuhform nach Anspruch i und 6 bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Absatzbegrenzungslinie mindestens bis unter die Barriere vor der Fersenmuldung reicht und parallel zur Querachse der Fersenknöchel verläuft.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968858C (de) * 1950-07-11 1958-04-03 Hermann Koch Schuhwerk
DE1075012B (de) * 1958-01-07 1960-02-04 Johannes Schaller, Lmdenfels (Odenw I Schuhwerk mit mindestens einer im Gelenkbereich Ausschnitte auf weisenden Sohle
WO2014037108A1 (de) 2012-09-04 2014-03-13 Carprice Schuhproduktion Gmbh & Co. Kg Einlegeelement für schuhe zur fixierung der fussstellung des trägers in einem schuhwerk und schuh

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WO2014037108A1 (de) 2012-09-04 2014-03-13 Carprice Schuhproduktion Gmbh & Co. Kg Einlegeelement für schuhe zur fixierung der fussstellung des trägers in einem schuhwerk und schuh

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