DE687184C - Verfahren und Vorrichtung zum ununterbrochenen, vom Feuchtigkeitsgehalt unabhaengigen Abmessen von Stoffen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum ununterbrochenen, vom Feuchtigkeitsgehalt unabhaengigen Abmessen von StoffenInfo
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Description
Seit Jahren wird für die Herstellung von Beton gewichtsmäßige Abmessung der Mischungsteile
gefordert. Die raummäßige Abmessung genügt nicht, denn es ist bekannt, daß die Stoffe je nach dem Feuchtigkeitsgehalt
verschiedenes Raumgewicht aufweisen. Nur die gewichtsmäßige Abmessung gewährleistet
den geringsten Zementverbrauch. Eine genaue gewichtsmäßige Abmessung genügt
>o jedoch nur dann für die Herstellung eines
hochwertigen Betongemisches, wenn das im Stoff enthaltene Wasser bei der Bemessung
der Wasserzugabe berücksichtigt wird. Bei ununterbrochener gewichtsmäßiger Abmessung
wird also der bei der raummäßigen Abmessung gemachte Fehler in der Mengenbestimmung
erheblich verringert, aber nicht beseitigt.
Es ist deshalb schon vorgeschlagen worden, in regelmäßigen Zeitabständen die Stofffeuchtigkeit
durch Trockenversuche zu bestimmen und darnach die Wasserzugabe zu regeln. Doch auch dieses Verfahren kann
nicht restlos befriedigen, denn in den meist mehr oder weniger langen Zwischenzeiten
können Änderungen und damit Ungenauigkeiten in der Wasserzumessung eintreten. Die
vorliegende Erfindung beseitigt diese, Nachteile. Ferner ist schon vorgeschlagen worden,
was aber nicht zum Stande der Technik gehört, den unter dem Auslauf eines Gutbehälters
angeordneten Waagebalken so auszubilden, daß seine eine Seite eine das abzumessende
Gut ununterbrochen fördernde Vorrichtung und seine andere Seite ein Gewicht trägt. Mit dieser Vorrichtung ist die Zulaufmenge
des Gutes selbsttätig regelbar, so daß die Fördervorrichtung in der Zeiteinheit die
gewünschte Gewichtsmenge fördert.
Abb. ι zeigt die einfachere Ausführungsform der Abmeßanlage. Sie besteht aus dem
Vorratsbehälter 1, unter dem ein Förderband 2 vorgesehen ist. Das Band bildet den
einen Balken einer im Punkt 3 gelagerten Waage, deren anderer Balken aus dem Gewicht
4 und seinem Hebelarm 5 besteht. Der Ausschlag des Bandes wird durch den Zeiger 6
gemessen, der zwischen dem Doppelkontakt 7 spielt. Mit dem Kontakt ist ein Antrieb 8 verbunden,
der den Auslaufschieber 9 öffnet und schließt. Pendelungen werden durch die einstellbare
Dämpfung 10 verbindert. Wird das Gewicht 4- auf einen bestimmten Betrag eingestellt,
so berührt das zunächst unbelastete Band 2 den oberen Kontakt Ja, wodurch der
Schieber 9 so lange geöffnet wird, bis die auf dem Band liegende Stoffmenge die Gewichtseinstellung etwas überschreitet. Der Zeiger 6
berührt den Kontakt yb, der Schieber wird
etwas geschlossen usw., bis je nach Dämpfungseinsteilung der Gleichgewichtszustand
erreicht ist.
In Abb. 2 zeigt Kurve a, wie das Einheits-
gewicht eines bestimmten Stoffes — in diesem Falle Sand ο bis 7 mm —- in Abhängigkeit
von der Feuchtigkeit schwankt. Da der in Ruhe befindliche Schieber 9 (Abb. 1) die
Höhe des vom Band 2 geförderten Stoffstreifens bestimmt, also am Anfang des Bandes
zunächst eine nur raummäßigeAbmessung vornimmt, drückt sich eine Erhöhung des
Feuchtigkeitsgehaltes durch Gewichtsverringe-Mi rung des auf dem Band befindlichen Stoffstreifens
aus. Der Zeiger 6 berührt Kontakt 7a und öffnet den Schieber so lange, bis
die raummäßige Abmessung durch den Schieber auch bei der veränderten Feuchtigkeit das
ursprünglich eingestellte Gewicht ergibt. Das Meßverfahren nach Abb. 1 beruht also auf
Raumabmessung mit feuchtigkeitsabhängiger Gewichtskontrolle.
Wie bereits dargelegt, ist es jedoch für hochwertigen Beton erforderlich, die Abmessung
der Mischungsanteile feuchtigkeitsunabhängig vorzunehmen. Während die Vorrichtung
nach Abb. 1 eine gleichbleibende Gewichtsmenge, bestehend aus Sand -j- Feuchtigkeit,
abmißt, wobei also sowohl die Sand- als auch die Feuchtigkeitsmenge mit dem prozentualen
Feuchtigkeitsgehalt des Sandes schwanken, bestimmt die Vorrichtung nach Abb. 3 eine veränderliche Gewichtsmenge, bestehend
aus gleichbleibender Sandmenge und veränderlicher Feuchtigkeitsmenge. Das bedeutet
also·, daß die Vorrichtung nach Abb. 3 auf ein um den jeweiligen Feuchtigkeitsgehalt
höheres Gewicht regelt. Dieses j eweilige Mehrgewicht zeigt Kurve b Abb. 2.
Diese Regelung wird selbsttätig durch eine mechanische und elektrische Kopplung des
Auslauf Schiebers 9 mit dem Doppelkontakt 7 erreicht. Angenommen, daß das Band 2 Sand
mit o°/o Feuchtigkeit fördert, so stellt sich der Schieber auf eine entsprechende Stellung ein.
Durch Versuche können ferner die sich ergebenden Schieberstellungen für i°/o, 2°/0)
3°/o usw. ermittelt werden. Wird nun der Kontakt 7 beweglich angeordnet und mit dem
Schieber etwa über ein Kurvengelenk 11 gekoppelt, so kann der Schieber so gesteuert
werden, daß seine Bewegungen der Kurve c entsprechen. Die Kurve c stellt das Gewichtsverhältnis
der trockenen Einheitsmenge zuzüglich der jeweiligen prozentualen Feuchtigkeit (Kurve b) zu der diese prozentuale
Feuchtigkeit enthaltenden Einheitsmenge (Kurve a) dar. Der Kontakt 7 regelt den
Schieber (elektrische Kopplung) infolge eines durch das Kurvengelenk (mechanische Kopplung)
bestimmten Vorlaufes auf ein demMehr an Wasser entsprechendes Mehrgewicht nach
Kurve c und gewährleistet so, daß das Band 2 unabhängig vom Feuchtigkeitsgehalt stets die
gleiche tatsächliche Stoffmenge liefert.
Claims (5)
1. Verfahren zum ununterbrochenen, vom jeweiligen Feuchtigkeitsgehalt unabhängigen
gewichtsmäßigen Abmessen von Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaufquerschnitt des Vorratsbehälters
selbsttätig nach einer Kurve geändert wird, die das Verhältnis
Raumgewicht trociien + °/0 Feuchtigkeit
Raumgewichtfeucht
darstellt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Veränderung des
Auslaufquerschnittes zur Abmessung von weiteren Stoffen oder Flüssigkeiten in gleichem oder verändertem Verhältnis benutzt
wird.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2 mit
einem unter einem Auslauf angeordneten Waagebalken, dadurch gekennzeichnet,
daß dessen eine Seite eine das abzu- 8g messende Gut ununterbrochen fördernde Vorrichtung aufnimmt, während die
andere Seite des Balkens ein verschiebbares Gewicht -trägt, wobei ein \'on der
Waage betätigter Regelkontakt einen gegenüber dem Absperrschieber des Auslaufes veränderlichen Vorlauf besitzt, der
dem prozentualen Feuchtigkeitsgehalt des abzumessenden Gutes proportional ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das auf den
Förderer des Waagebalkens auflaufende Gut selbsttätig- mit an sich bekannten Mitteln seinen Zulauf so· regelt, daß der
Förderer in der Zeiteinheit die eingestellte Gewichtsmenge fördert.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelkontakt
mit dem Absperrschieber sowohl elektrisch als auch mechanisch gekoppelt
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1936V0033101 DE687184C (de) | 1936-09-08 | 1936-09-08 | Verfahren und Vorrichtung zum ununterbrochenen, vom Feuchtigkeitsgehalt unabhaengigen Abmessen von Stoffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1936V0033101 DE687184C (de) | 1936-09-08 | 1936-09-08 | Verfahren und Vorrichtung zum ununterbrochenen, vom Feuchtigkeitsgehalt unabhaengigen Abmessen von Stoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE687184C true DE687184C (de) | 1940-01-24 |
Family
ID=7587852
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1936V0033101 Expired DE687184C (de) | 1936-09-08 | 1936-09-08 | Verfahren und Vorrichtung zum ununterbrochenen, vom Feuchtigkeitsgehalt unabhaengigen Abmessen von Stoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE687184C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE851922C (de) * | 1942-03-10 | 1952-10-09 | Hans Mann | Wasserzumess- und Aufgabevorrichtung fuer Mischmaschinen |
| EP0431378A3 (en) * | 1989-12-02 | 1991-12-27 | Elba-Werk Maschinen-Gesellschaft Mbh & Co. | Method for measuring moisture content of bulk materials in the batch production of building material compositions |
-
1936
- 1936-09-08 DE DE1936V0033101 patent/DE687184C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE851922C (de) * | 1942-03-10 | 1952-10-09 | Hans Mann | Wasserzumess- und Aufgabevorrichtung fuer Mischmaschinen |
| EP0431378A3 (en) * | 1989-12-02 | 1991-12-27 | Elba-Werk Maschinen-Gesellschaft Mbh & Co. | Method for measuring moisture content of bulk materials in the batch production of building material compositions |
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