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Selbstkassierende Freistempelvorrichtung Die Erfindung betrifft eine
selbstkassierende Freistempelvorrichtung, bei der für jede Einzelstempelabgabe ein
besonderer Münzeinwurf erforderlich ist.
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Die bekannten Vorrichtungen dieser Art werden ,der . Erfindung gemäß
dadurch verbessert, daß ihnen eine Einrichtung zugeordnet wird, welche die Freistempelvorrichtung
nach Ablauf einer bestimmten Zeit oder nach Vornahme einer einem bestimmten Gesamtwerte
entsprechenden Anzahl von Abstempelungen sperrt. Derartige Sperreinrichtungen sind
an sich bei Stempelvorrichtungen Bohne Münzeinwurf für jede einzelne Abstempelung
bekannt.
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Die Anordnung dieser Sperreinrichtungen an den eingangs geschilderten
Freistempelvorrichtungen bringt besondere Vorteile mit sich, die eine wesentliche
Erweiterung des Anwendungsgebietes derartiger Freistempelvorrichtungen erwarten
lassen.
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Bisher mußten nämlich solche an öffentlichen Straßen und Plätzen aufgestellten
selbstkassierenden Freistempler in kurzen Zwischenräumen von der Post überwacht
werden, insbesondere ,deshalb, um die täglich anfallenden Barbeträge zu entnehmen.
Ein längeres Ansammeln derselben zu größeren Beträgen im Selbstkassierer würde einen
erhöhten Anreiz zur Beraubung derselben geben. Eine laufende Überwachung in kurzen
Zeitabständen von zahlreichen weit voneinander entfernt aufgestellten Selbstkassierern
stellt sich einmal außerordentlich teuer, zum anderen erfordert sie zahlreiche und
zuverlässige Hilfskräfte, so daß bisher selbstkassierende Freistempler kaum öffentliche
Aufstellunggefunden haben. Bringt man nunmehr gemäß der Erfindung an der eingangs
erwähnten Gattung von Freistemplern die an sich bekannten Sperrungen an, die den
Selbstkassierer nach einer bestimmten Zeit oder nach einer bestimmten Zahl von Abstempelungen
sperrt, so ist es möglich, solche Geräte nunmehr, gegebenenfalls ,gegen eine feste
Pacht oder einen .bestimmten Gewinnanteil, durch nahe dem Aufstellungsort des Gerätes
wohnende Firmen oder zuverlässige Einzelpersonen laufend überwachen zu lassen.
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Die eingehenden Beträge werden von den Betreuern in kurzen Zeitabschnitten
laufend entnommen. Die der Post zustehenden Beträge werden bei Veranlassung .der
Entsperrung seitens des überwachenden bei der Post an die Post abgeführt, z. B.
in Form der Bezahlung einer Wertkarte, die der Entsperrung dient, oder durch Abführung
des vom Wertaddierwerk des Apparates angezeigten addierten und gedruckten Wertes
an den Kontrollbeamten.
Wesentlich ist, daß durch die Anwendung
der Einrichtung auch das unzulässige Einbehalten von vereinnahmten Beträgen durch
die privaten Betreuer der Einrichtung zuverlässig verhindert ist.
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Die Aufstellung dieser Geräte kann selbstverständlich nicht nur auf
öffentlichen Plätzen, sondern gegebenenfalls auch in Warenverkaufsg.eschäftcn o.
dgl. erfolgen, deren Inhaber die Betreuung überlassen wird: Der Aufsteller des Gerätes,
im allgemeinen die Reichspost, hat es nur in größeren Zeitabständen nötig, sich
um :das ,aufgestellte Gerät zu kümmern, wodurch seine Benutzung weit eher möglich
wird als bisher. Der Aufsteiler behält vollkommen die Übersicht über seine Geräte,
da er selbstverständlich jederzeit in der Lage ist, die eingebauten Überwachungsvorrichtungen,
z. B. das Wertaddierwerk, oder die Zählvorrichtungen sowie sonstige übliche Sicherungsvorrichtungen
auf Stand; Zuverlässigkeit und unbeschädigten Zustand nachzuprüfen.
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Die Zeichnungen veranschaulichen zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
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Die Abb. i bis 5 zeigen ein,a. erste Ausführungsform, und zwar zeigt
Abb. i einen senkrechten Querschnitt durch den Selbstkassierer, Abb.2 einen Schnitt
gemäß Linie IV-IV der Abb. i, Abb.3 einen Schnitt gemäß Linie I-I der Abb. 5, Abb.
q. einen-Schnitt gemäß Linie II-II der Abb. 5 und Abb. 5 eine Draufsicht.
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Die Abb. 6 und 7 zeigen eine zweite Ausführungsform, und zwar ist
Abb.6 .ein Schnitt gemäß Linie III-III der Abb.7, während Abb.7 .eine Vorderansicht
auf das innere Räderwerk gibt.
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Zum leichteren Verständnis der Ausführungsbeispiele wird zunächst
deren Arbeitsweise in großen Zügen angegeben und erst dann Bauart und Wirkungsweise
im einzelnen erläutert.
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Der Selbstkassierer ist mit einer Stempelvorrichtung versehen, die
selbsttätig durch das Einwerfen der Geldstücke entsprechend dem Münzwert eingestellt
wird. Gleichzeitig wird durch ,das Einwerfen der Geldstücke ein Addierwerk dem Wert
entsprechend fortgeschaltet und bei der ersten Ausführungsform ein Suhtrahieriverk
entsprechend zurückgeschaltet. Von dem Addierwerk und auch von dem Subtrahierwerk
wird eine Sperrung oder aber nur eine Kontrollvorrichtung, z. B. Druckwerk o. dgl.,
betätigt, sobald ein bestimmter Gesamtwert verstempelt ist. Mit der Sperrung oder
der Betätigung der sonstigen Kontrollvorrichtung werden zugleich die Münzeinwurfschlitze
des Automaten verschlossen.
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Durch den Einwurf des ersten der Vorbereitung ei!ies Druckvorganges
dienenden Geldstückes wird der Betriebsstrom eingeschaltet, und damit werden der
Antriebsmotor und das Hauptgetriebe in Bewegung besetzt. Von diesem Hauptgetriebe
bleibt zunächst das Druckwerk entkuppelt. Die Kupplung wird im weiteren Verlauf
hcwirkt, wenn nach Eimv erfen des erforderlichen Betrages und Einführen der Stempelsache
durch eine die Briefeinwurföffnung für gewöhnlich schließende Klappe 29 .ein Handschalter
34. betätigt wird.
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Der Einwurf des ersten Geldstückes bei Vorbereitung eines Druckvorganges
entriegelt zugleich die erwähnte Klappe a9. Die Druckvorrichtung tritt dann erst
in Tätigkeit, nachdem der Benutzer sich von der richtigen Einzahlung und Einführung
des Briefes überzeugt hat und den Handschalter 3¢ betätigt.
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Im einzelnen ist die Bauart und Wirkungsweise der Vorrichtung folgende:
Der Zahl der für den Automaten benutzbaren Geldsorten entsprechend sind ein oder
mehrere Münzkanäle i vorgesehen. In jede der Rinnen ragt eine Klinke z, die mit
einem Quecksilberschalter 3 zum Einschalten eines Motors 7 starr verbunden ist.
Durch das niederfallende Geldstück wird der Quecksilberschalter in seine Einschaltlage
geschwenkt und in dieser durch eine federbeeinfl ußte Klinke :l gehalten. Am Ende
des Geldkanals legt sich das Geldstück zunächst auf eine Klinke 5 auf. Diese wird
durch einen Nocken 6, der vom MOtOr 7 her über die Zwischenräder 8, 9, io angetrieben
wird; um den Bolzen 13 verschwenkt, da ein mit der Klinke 5 starr verbundener Arm
i i auf dem Nocken 6 aufruht, und zwar unter Wirkung einer Feder 12. Die Klinke
5 wird zunächst entgegengesetzt dem Sinne der Uhrzeigerbewegung verschwenkt. Dabei
wird ein mittels eines Bolzens 14. an der Klinke 5 angelenkter Fühler 15 in demselben
Sinne verschwenkt, und zwar zunächst um einen Zapfen 16, der im Ende eines Schlitzes
einer Stange 17 ruht. Bei dieser Bewegung trifft der Fühler 15 auf das Geldstück
und verschwenkt sich infolgedessen nunmehr um den Zapfen 14 im Sinne der IThrzeigerbewegung,
so daß der Zapfen 16 eine an ihm und der Stange 17 befestigte Feder 18 und damit
auch die Stange 17 selbst mitnimmt. Diese verschwenkt dabei einen an ihr angelenkten
Hebel 19, der frei drehbar atif einer Achse 2o gelagert ist und der zweierlei
Tätigkeiten hat. Zunächst sei nur die eine Tätigkeit und die dieser dienenden Teile
verfolgt:
Der Hebel i9 trifft bei seiner Schwenkung auf eine Anschlagschiene
2 i, die starr mit .der Achse 2o verbunden ist. Die Achse 2o wird beim Weiterschwenken
also gedreht und verschwenkt infolgedessen einen gleichfalls mit ihr starr verbundenen
Hebel 22, der über eine Zugstange 23 ein Armkreuz 24 um einen Zapfen 25 im Sinne
der Uhrzeigerbewegung vcrschwenkt. Das Armkreuz gibt seine Bewegung durch eine Zugstange
26 und einen Hebel 27 an einen Riegel 28 weiter, so daß dieser einen mit der Briefeinwurfklappe
29 starr verbundenen Ansatz 30 freigibt. In der ausgeschwenkten Stellung
wird der Riegel 28 durch eine Klinke 3 i aufgefangen. Es kann jetzt für den
Briefeinwurf die Klappe 29 geöffnet werden. Dabei stößt ein :oberer Arm des Ansatzes
3 0 an die Klinke 3 i, so daß diese den Riegel 28 wieder freigibt. Der Riegel
28 kann sich aber unter Wirkung seiner Feder 32 zunächst nur bis zur Nase
eines Sperrhebels 33 zurückbewegen, also zunächst das Öffnen der Klappe nicht hindern.
Die Klappe kann demgemäß, wenn etwa beim Hineinführen des Briefes dem Benutzer noch
irgendein Fehler in der Adresse o. dgl. auffällt, noch ein zweites Mal geöffnet
werden.
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Nachdem der Brief eingeworfen ist und der Benutzer sich überzeugt
hat, daß der den gewünschten Frankierungen entsprechende Betrag in die Münzkanäle
i eingeworfen ist, drückt er auf den Handschalter 34 und hebt dadurch den Sperrhebe133
von dem Riegel 28 ab. Dieser wird infolgedessen durch seine Feder 32 in .die Verriegelungslage
zurückgeschwenkt, und vermittels der Stange 26 wird in der weiter urfiten noch im
einzelnen beschriebenen Weise der Motor 7 mit der Drucktromme135 gekuppelt, der
Druckvorgang also eingeleitet. Zuvor sind die Typenräder der Drucktrommel eingestellt
worden. Diese Einstellung steuert ebenfalls der bereits erwähnte Hebel i9. Darin
besteht seine zweite Tätigkeit.
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Der Hebel i9 hat nämlich eine Nase I9a, die beim Verschwenken durch
die Stange 17 aus einer in älteren Patenten mehrfach beschriebenen Kupplungseinrichtung
herausgeschwenkt wird, wodurch eine durch den Motor über die Zahnräder 8, 9, 10,
36 angetriebene Welle 37 mit Zahnrädern 38, 39 und dadurch mit einem Schaltrad 4o
gekuppelt wird. Dieses Schaltrad 4o stellt die Drucktrommel 35 ein und schaltet
die entsprechende Stelle des Additionswerkes 4I um den Wert der eingeworfenen Münzen,
gleichzeitig auch das Subtrahierwerk 42.
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Das obenerwähnte Kuppchz des Motors 7 mit der Drucktrommel
35 geschieht in folgender Weise: Das Gesamtgetriebe bleibt vom Motor entkuppelt,
solange eine der beiden Blinken 43 bzw. 4.4 der .lrinkreuze 24 bzw. 46 sich ia Eingriff
mit einem Schaltglied für eine Kupplung befindet, die in den Getriebezug unmittelbar
hinter dem Motor eingeschaltet ist. Im Ruhezustand des Selbstkassierers ist die
Klinke 43 in Eingriff. Durch die oben beschriebene Drehung des Armkreuzes 24 im
Drehsinne des Uhrzeigers ist außerdem die Klinke 44 in Eingriff gebracht worden.
Das Anstoßen des oberen Armes des Ansatzes 3o der I%lappe 29 an die Klinke 3 i hat
zur Folge, daß letztere im Sinne der Uhrzeigerbewegung wer schwenkt wird. Dadurch
hat ein Lenker 45 das zweite Armkreuz 46 entgegengesetzt dem Sinne .der Uhrzeigerbewegung
verschwenkt und die an diesem zweiten Armkreuz 46 sitzende Klinke 43 ausgehoben.
Durch das Drücken des Handschalters 34 - und das dadurch ermöglichte Verschwenken
des Riegels 28 in. seine Verriegelwlgsstellung ist auch mittels des Lenkers 26 das
Armkreuz 24 wieder entgegengesetzt dem Sinne der Uhrzeigerbewegung zurückgedreht
und damit die Klinke 44 armer Eingriff gebracht worden, so daß nunmehr die Kupplung
hergestellt ist.
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Kurz vor Vollendung einer Umdrehung der Kupplungsscheibe im Sinne
des in Abb. i eingezeichneten Pfeiles stößt eine an ihr angebrachte Nase 47 gegen
den Arm 46a des Armkreuzes 46 und schwenkt dadurch die Klinke 43 wieder in die Kupplung
ein, so daß damit der Motor wieder entkuppelt wird. Kurz vor Ende der Umdrehung
stößt ein weiterer Zapfen 48 der Kupplungsscheibe gegen eineu Hebel 49. Dieser verschwenkt
mit seinem Arm 5o die Klinke 4, so daß der QuecksilberschaP-ter 3 in die Ausschaltstellung
(Abb. i ) zurückschwenkt.
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Durch das Getriebe wird während des Arbeitsvorganges eine zur Aufnahme
der Stempelsache dienende Tasche 51 uni ihre Drehachse 51' verschNvenkt. Sie trifft
dabei mit ihrer Nase 51" auf einen federnden Puffer 53 (Abb.2), wodurch sie in eine
Rüttelbewegung gerät, so daß die Stempelsache reit Sicherheit in die untere Ecke
hineinrutscht. Nachdem die Tasche wieder in ihre alte Lage zurückgelangt ist, wird
die Andruckwalze 54 durch die Hebel 55 gegen die Stempelsache geschwenkt
und diese dadurch gegen die Stempelwalze 35 gedrückt. Zugleich wird durch einen
nockengesteuerten Hebel 56 der von einem zweiarmigen Hebel 57 getragene
Boden 58 der Tasche ausgeschwenkt, so daß der Brief durch die Stempelwalze unter
Ausführung des Stempeldruckes nach unten gefördert werden kann.
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Von den erwähnten Einzelheiten sind die Stempelwalze 35 mit der Einfärbvorrichtung,
das Additionswerk 41 und das Subtraktionswerk
42 in einem herausnehmbaren
Gehäuse G angeordnet (Abb.3, 4). Das Subtraktions,-werk wird mittels eines bei der
überwachenden Behörde befindlichen Schlüssels auf den der Vorauszahlung entsprechenden
Wert eingestellt. Bei den Stempelungen wird es entsprechend dem verstempelten Wert
zurückgeschaltet. Sobald die Markstellen auf o kommen, wird der Selbstkassierer
gesperrt, und zwar auf folgende Weise: Mit den Zählrädchen der Markstellen sind
kreisförmige Scheiben verbunden, die am Umfang eine Aussparung besitzen. In diese
fällt eine über sämtliche Markstellen sich erstreckende Klinke 59 ein, wenn sämtliche
Markstellen auf o stehen. Dadurch wird eine zweite Klinke 6o freigegeben, so daß
diese unter der Wirkung ihrer Feder 6 i entgegengesetzt dem Sinne der Uhrzeigerb:ewegung
ausschwenkt und hierdurch über zwei Stößel 62 und 63 einen Quecksilberschalter 64
in die Ausschaltstellung bringt. Dieser steuert den Stromkreis eines Magneten 77
(Abb. i), der während seiner Erregung einen Sperrschieber 78 für den Münzeinwurf
offen hält und der nun nach seiner Aberregung durch öffnen des Schalters 64 den
Sperrschieber 78 in seine Sperrlage bringt: Um nun den Selbstkassierer wieder zu
.entsperren, muß das herausnehmbare Gehäuse G zu der überwachenden Behörde gebracht
und das Subtraktionswerk 42 wieder vorgestellt werden. Für gewöhnlich ist das Gehäuse
G jedoch durch Wellen 65 verriegelt, und zwar greift ein drehbar .am Gehäuse
des Selbstkassierers gelagerter; am Vnde schlüsselförmiger Schaft 66 in eine Aussparung
der Welle 65 ein, und zwar derart, daß er bei der Drehung der Welle 65 mitgenommen
wird. Das Lager der Welle 65 ist schloßartig ausgebildet, also mit Zuhaltungen versehen,
welche ein Abziehen der Welle 65 vom schlüsselförmigen Schaft 66 so lange verhindern,
bis durch eine halbe Umdrehung der Welle 65 der Schlüssel in bezug auf die Zuhaltungen
in die Freistellung gebracht wird. An dieser halben Umdrehung nimmt auch ein auf
'dem Schaft 66 angebrachter Nocken 67 teil (Abb.3): Dieser verschwenkt den Quecksilberschalter
64 in die Ausschaltstellung, sofern dies nicht bereits vorher durch Sperrung der
Maschine geschehen ist. In der Ausschaltstellung wird der Schalter durch die Klinke
68 gehalten, bis nach Wiedereinfügung des herausnehmbaren Gehäuses G und Weiterdrehungder
Welle 65 unddes Schaftes 66 indie Ruhelage der auf dem Schaft 66 angeordnete Nocken
68a die den -Quecksilberschalter 64 in seiner ausgeschalteten Lage haltende Klinke
68 wieder in ihre Entsperrungslage bringt.
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Um die Vorrichtung weiter gegen Mißbrauch zu schützen, wird bei der
ersten Hälfte der Drehung der Welle 65 noch folgende Sicherung vorgenommen: Eine
von der Welle 65 durch Kegelräder 6t> angetriebene Welle 70 trägt eine Nockenscheibe
71 (Abb. 3). Diese wirkt auf einen Hebel 72, der beim Verschwenken
aus der Stellung nach Abb. g mit einer Einstellscheibe für 'die Einstellung,der
Drucktypen in Eingriff kommt und diese dadurch gegen Drehung feststellt. Weiter
wird durch die erste halbe Umdrehung der Welle 65 die Drucktrommel 35 gegen Drehung
gesperrt, indem ein Sperrhebel 73 gegen Zurückschwenken aus der in Abb. 4 gezeigten
Sperrlage gehalten wird durch eine auf der Welle 70 sitzende Nöcken. Scheibe
74; die in der Ruhelage der Welle 65 infolge der gewählten Form dem Sperrhebel 73
genügend Spiel gibt. Im Prinzip in derselben Weise werden das Addierwerk und das
Subtrahierwerk gesperrt mittels eines Sperr-Nebels 75 und mittels eines Nockens
76 (Abb. 3).
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Bei der zweiten Ausführungsform nach den Abb. 6 und 7 ist statt des
Subtraktionswerkes folgende Einrichtung vorgesehen: Unterhalb des Additionswerkes
41 ist eine Walze 78 in Form eines sechsflächigen Prismas drehbar gelagert: Die
sechs Flächen sind mit Haltemitteln für sog. für andere Freistempelvorrichtungen
bekannte Wertkarten 8o versehen. Über der Walze 78 befinden sich Prägeräder 8 i,
die vom Additionswerk aus geschaltet werden, außerdem evtl. Zählprägeräder, die
dazu dienen, die Karten mit fortlaufenden Nummern zu versehen. Ferner ist über der
Walze ein Stanzmesser 82 vorgesehen. Wenn der einer Wertkarte entsprechende Wert
aufgebraucht ist, kommt ein Nocken 83 eines der Zählrädchen des Additionswerkes
zum Anschlag an einen Hebel 84. so daß dessen Nase 85 von dem Schaltglied der Kupplung
86 zurücktritt. Diese schaltet infolgedessen ein mit zwei Nockenscheiben 87 und
einer weiteren Nockenscheibe 88 verbundenes Zahnrad 89 für eine Umdrehung ein. Die
Nockenscheiben 87 verschwenken ein Hebelpaar 9o, das mit seinem gegabelten Ende
9oa die Achse 9 i der sechsflächigen Walze 78 trägt und das infolgedessen die Walze
und damit die auf ihr befindliche Wertkarte gegen die Prägerädchen 8 1 und
gegen das Stanzmesser 82 drückt. Dieses stanzt eine öffnung in die Karte; die einem
später zu erörternden Zweck dient.
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Die Nockenscheibe 88 schaltet gegen Ende der Umdrehung des Rades 89:
die Walze 78 dadurch um eine Sechstelumdrehung weiter, daß sie einen zweiarmigen
Hebel 92 um seinen Zapfen 93 entgegengesetzt dem Sinne der L:lirzeigerbetvegung
vcrschwenkt. Hierdurch wird der auf der Achse 9 t gelagerte zweiarmige
Hebel
94, dessen gegabeltes Ende einen Zapfen am Ende des Hebels 92 umfaßt, gleichfalls
verschwenkt, und zwar im Sinne der Uhrzeigerbewegung, so daß eine am Hebel 94. angelenkte
Klinke 95 das mit der Walze 78 starr verbundene Schaltrad 96 um einen Zahn weiterschaltet
und eine neue Wertkarte in Wirkungslage bringt. Durch eine Klinke .97 ist die Walze
gegen umbeabsichtigtes Verdrehen gesichert.
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Die Flächen der Walze 78 sind an @ den Stellen mit Vertiefungen versehen,
an denen das Stanzmesser 82 in die unmittelbar unter ihm liegende Karte ein Loch
einstanzt. Das Stanzmesser 8 i ist an einem Arm eines mehrarmigen Fühlhebels 98
angebracht, der sich an einer nicht dargestellten Anlage zur Aufnahme des Stanzdruckes
abstützt, sich aber unter bestimmten Bedingungen absenken kann, sobald er nicht
durch eine auf der oberen Fläche der Walze 78 befindliche ungelockte Karte abgestützt
wird. Er senkt sich also, wenn er einer unbeschickten Fläche der Walze 78 oder einer
bereits benutzten, also schon gelochten Karte gegenübersteht. Der Fühlhebel führt
sich mit seinem Arm 98 an einer .mit dem Zahnrad 89 fest verbundenen Scheibe 99
mit einer Aussparung ioo, die in der Ruhelage der Scheibe 99 dem Ende des Hebels
98 gegenübersteht und . so das Ausschwenken des Hebels zuläßt, wenn es nicht eine
Karte verhindert.
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Beim Ausschwenken gibt ein Arm i o i des Fühlhebels einen Kippschalter
102 frei, so daß dieser den von ihm gesteuerten Strom. unterbricht, wodurch z. B.
der Geldeinwurfsperrschieber geschlossen wird.
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Die Walze 78 ist durch eine vom Besitzei oder Dauerbenutzer des Selbstkassierers
zu öffnende Tür so weit zugänglich, daß er zu allen Flächen der sechsflächigen Walze
bis auf die zur Zeit in Wirkung befindliche zwecks Auswechslung der Karte gelangen
kann. Im übrigen ist das Innere der Vorrichtung nur der überwachenden Behörde zugänglich.