DE687355C - Vorrichtung zum Spalten von Kohlenwasserstoffoelen in fluessiger Phase - Google Patents

Vorrichtung zum Spalten von Kohlenwasserstoffoelen in fluessiger Phase

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DE687355C
DE687355C DE1933ST050463 DEST050463D DE687355C DE 687355 C DE687355 C DE 687355C DE 1933ST050463 DE1933ST050463 DE 1933ST050463 DE ST050463 D DEST050463 D DE ST050463D DE 687355 C DE687355 C DE 687355C
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    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G9/06Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils by pressure distillation
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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Description

  • Vorrichtung zum Spalten von Kohlenwasserstoffölen in flüssiger Phase Die Erfindung betrifft Verbesserungen an Vorrichtungen zum Spalten von Kohlenwasserstoffölen in flüssiger. Phase unter Anwendung von Druckerhitzung mit nachfolgender Entspannung und mit Ausnutzung der Eigenwärme der Entspannungserzeugnisse in einer nachgeschalteten Destillierkolonne, wobei der aus der Entspannungsvorrichtung austretende Strahl von oben her unmittelbar gegen eine geneigte Prallplatte stößt.
  • Das Neue der Erfindung besteht darin, daß ein Entspannungsventil mit zweckmäßig senkrechter Achse oberhalb des geneigten Bodens eines Behälters angeordnet ist, der seitlich und außerhalb des als Sammelgefäß ausgebildeten Unterteils der Destillierkolonne angebracht und mit einem Zufuhrrohr für eine über den geneigten Boden zu führende Flüssigkeit ausgestattet ist.
  • Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird der untere Teil des besagten Sammelgefäßes durch eine Flüssigkeitsleitung und eine darin angeordnete Förderpumpe mit dem Zufuhrrohr für Flüssigkeit, die über den geheigten Boden des Behälters zu führen ist, verbunden. Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der unten folgenden Erläuterung der_ Zeichnung.
  • Durch Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird erreicht, daß beim Zusaminentreffen des von oben her gegen den geneigten Boden prallenden Entspannungsstrahls von Spalterzeugnissen mit der über diesen Boden geführten Flüssigkeit einerseits das Abfließen der aufprallenden Spalterzeugnisse durch die Spülwirkung der Flüssigkeit unterstützt, anderseits das Abdestillieren von Dämpfen aus den abströmenden Flüssigkeiten unter der Wärmewirkung der Entspannungserzeugnisse befördert wird, so daß alle leichter siedenden Bestandteile freigemacht werden und als Dämpfe in die nachgeschaltete Destillierkolonne übertreten, während gleichzeitig die schwersiedenden Bestandteile. der Flüssigkeit durch ihren wiederholten, mittels der Förderpumpe hervorgerufenen Kreislauf durch den Behälter hindurch bis zu einem pechartigen Erzeugnis eingedickt werden. Dieser durch die geschilderte Wechselwirkung herbeigeführte Erfolg begründet den Fortschritt der Erfindung.
  • Bei der bekannten Vorrichtung, die die eingangs erläuterte Gattung verkörpert, wird über die geneigt liegenden Prallplatten lediglich die Masse der den Entspannungsstrahl selbst bildenden Flüssigkeiten und Dämpfe geführt, mit dem Ziel, die Flüssigkeiten über eine darunterliegende Heizfläche zu verteilen. Es fehlt das wesentliche Erfindungsmerkmal der Zufuhr einer besonderen Flüssigkeit über die besagten geneigten Platten hinweg und damit auch die vorstehend geschilderte, für die Erfindung charakteristische Einwirkung zwischen dieser besonders zugeführten Flüssigkeit und den Entspannungserzeugnissen.
  • Bei einer anderen bekannten Vorrichtung zum Spalten von Ölen in flüssiger Phase unter Anwendung von Druckerhitzung mit nachfolgender Entspannung wird das unter Druck stehende flüssige Gemisch von Spalterzeugnissen durch eine Mehrzahl von waagerecht ausstoßenden Düsen gegen eine senkrecht stehende, in einer Expansionskammer befindliche Prallplatte geführt, um durch den so erzeugten Prallstoß und die heftige Wirbelung den Spaltvorgang zu verstärken, wonach die frei werdenden Dämpfe einer Dephlegmierkolonne zugeführt werden. Abgesehen davon, daß hierbei die Prallplatte nicht geneigt, sondern senkrecht zur Strahlrichtung steht, was einem glatten Abströmen von Flüssigkeit über die Prällplatte in einer bestimmten Richtung hinweg hinderlich ist, fehlen auch bei dieser Anordnung wie bei der ersterwähnten das Zuführen einer besonderen Flüssigkeit über die Prallplatte hinweg und die hiermit einhergehenden oben geschilderten Wirkungen.
  • Es sind schließlich auch Entspannungsventile mit senkrechter Achse für Spaltzwecke bekannt, die innerhalb einer ruhenden Schicht von Öl in einem Behälter angeordnet sind, der auch eine Verbindung mit einer nachgeschalteten Destillierkolonne haben kann. Ventilvorrichtungen dieser Art haben den Zweck, durch unmittelbare Einwirkung der vorgelegten Ölschicht auf den Entspannungsstrahl das Zusetzen des Ventils zufolge von Abscheidungen schwersiedender oder koksartiger Körper zu verhüten. Diesen bekannten Vorrichtungen fehlt die durch eine Prallplatte ermöglichte Einwirkung zwischen einem freien Entspannungsstrahl und einer über die Prallplatte geführten Flüssigkeit gemäß der Erfindung. Die statt dessen bei der bekannten Anordnung bestehende Wechselwirkung zwischen dem Entspannungsstrahl und der vorgelegten Schicht von Flüssigkeit, die schwersiedende pechartige Bestandteile enthält, führt dazu, daß solche Flüssigkeitsbestandteile in die Destillierkolonne hineingetragen werden und deren Betrieb stören. Bei der Vorrichtung nach der Erfindung wird dieser Nachteil vermieden.
  • In der Zeichnung ist eine die erfindungsgemäße Vorrichtung enthaltende Gesamteinrichtung zum Spalten mit Abb. i in einer Aufrißdarstellung, zum Teil als senkrechter Schnitt, wiedergegeben, während die Abb. 2 einen Teil der Abb. i in vergrößertem Maßstab zeigt.
  • Die Gesamteinrichtung besitzt als Hauptteile einen Druckerhitzungsofen i mit einer Rohrschlange :2 und einer Befeuerung durch einen Gasbrenner 3, ein Entspannungsventil .4, 15 (Abb. 2) innerhalb eines Behälters 5 mit geneigtem Boden i9, eine Destillierkolonne 6 mit oben aufgebautem Dephlegmator 37 und einem als Sammelgefäß für den Destillationsrückstand ausgebildeten Unterteil 7, verschiedene Sammelbehälter 8, 9, 1 a, ii sowie zwei Druckpumpen 12 und 29 und eine Förderpumpe 2q.. Gemäß der Erfindung ist der Behälter 5 (vgl. besonders Abb. 2) seitlich und außerhalb des Unterteils 7 der Destillierkolonne 6 angebracht und mit einem Zufuhrrohr 25 für eine über den geneigten, in Richtung nach dem Sammelbehälter 7 hin abfallenden Boden i9 zu führende Flüssigkeit ausgestattet, das demgemäß an dem obersten Punkt dieses Bodens einmündet. Gegenüber dieser Einmündung ist zur Flüssigkeitsverteilung eine stehende, oben mit Zacken versehene Überlaufwand 39 von geringer Höhe angeordnet. Das obenliegende Zufuhrrohr 13 des Entspannungsventils ist senkrecht in dem Deckel 14 des Behälters 5 befestigt, und der Ventilkegel 15 wird von unten her gegen seinen Sitz mittels der Spindel 16 des Hebels 17 und des an diesem verschiebbaren Gewichts 18 mit einer dadurch bestimmt einstellbaren Kraft gedrückt. Außerdem ist das unterste Ende der Ventilspindel 16 durch eine mit gewisser Nachgiebigkeit ausgestattete Gelenkverbindung 43 mit der Welle des Schneckenrades q.o verbunden, das von einer (nicht gezeichneten) Schnecke angetrieben wird; hierdurch ist für die Spindel 16 des Ventilkegels 15 außer der senkrechten Hubbewegung auch die Möglichkeit einer Drehbewegung gegeben. In der senkrechten Fortsetzung des Ventilkegels 15 nach oben hin ist an ihm der prismatische Schaber 41 befestigt, und die Ventilspindel 16 wird im unteren Teil durch das Halsstück einer Stopfbüchse geführt, das etwas über den Schrägboden i9 des Behälters 5 nach oben hinausragt, um das unmittelbare Eindringen der über den Boden rieselnden Flüssigkeit in die Stopfbüchse zu vermeiden.
  • Innerhalb des Sammelgefäßes 7 ist durch eine stehende Zwischenwand 38 ein Nebenabteil 2o auf der dem Behälter 5 zugewandten Seite so abgetrennt, daß es unten durch eine Öffnung 21 mit dem übrigen Hauptteil des Sammelgefäßes 7 in offener Verbindung steht. Der obere Teil der Wand 38 ist so nach der Seite abgebogen, daß der Überlauf 2", des untersten Bodens der Kolonne 6 in das Abteil 2o hineinleitet. Am Fuß des Abteils 2o zweigt eine Flüssigkeitsleitung 23 nach der Saugseite einer Förderpumpe 24 ab, während. deren Druckseite durch eine Rohrleitung 25 mit dem Behälter 5 in Verbindung steht. Außerdem ist die Saugseite der Pumpe durch die Leitung 26 an den Sammelbehälter 9 angeschlossen. Absperrorgane 27, 28 in den Leitungen 23, 26 ermöglichen eine Regelung des Durchflusses durch beide Leitungen. Ferner ist noch eine Druckpumpe 29 vorgesehen, deren Saugseite durch die Leitung 30 ebenfalls mit dem Behälter 9 in Verbindung steht, während ihre Druckseite durch die Leitung 3 i in die Verbindungsleitung 32 zwischen der Druckerhitzungsrohrschlange 2 und dem Ventilzufuhrrohr 13 einmündet. Die Böden des mittleren und unteren Teils der Kolonne 6 besitzen einzeln regelbare Abläufe 33, die durch die senkrechte Leitung 34 und die Fortsetzungsleitung 35 mit den Behältern io und i i in Verbindung stehen. Der Fuß des Sammelgefäßes 7 ist mit einem absperrbaren Ablaß 36 versehen, der in den Behälter ä einmündet.
  • Beim Betriebe der Vorrichtung werden in dem Behälter 9 die den Ausgangsstoff oder das Rohgut bildenden Kohlenwasserstoffe, z. B. Steinkohlenteer, Braunkohlenteer, Ölschieferteer, Mineralöle o. dgl., in dem Behälter 8 die Destillations- und Spaltungsrückstände aus dem Sammelgefäß ;7 der Kolonne 6 und in den Behältern io und ii die aus der Kolonne 6 durch die Abläufe 33 abgezogenen Rücklaufkondensate aufgespeichert. Das Zufuhrrohr 13 des Entspannungsventils q. wird aus der Rohrleitung 3-2 mit den unter Druck stehenden Spalterzeugnissen der Erhitzungsrohrschlange2 beschickt, die durch die Pumpe 12 mit Spaltöl aus dem Behälter ii gespeist wird; außerdem kann in die Rohrleitung 32 hinein mittels der Druckpuznpe a9 flüssiges Rohgut aus dem Behälter 9 über die Rohrleitungen 30 und 31 zugeführt werden. Der aus dem Ventil 4, 15 senkrecht nach unten herausschießende und sich dabei kegelförmig ausbreitende Entspannungsstrahl von heißen Spalterzeugnissen stößt gegen den als Prallplatte wirkenden geneigten Boden i9 und trifft hierbei auf die über diesen Boden hinwegströmende Flüssigkeit, die durch das Zufuhrrohr 25 mittels der Förderpumpe 24 eingeführt wird. Diese Flüssigkeit ist teils Kolonnenrückstand aus dem Seitenbehälter2o des Kolonnenunterteils 7, die durch die Rohrleitung 23 entnommen wird, teils Rohgut aus dem Behälter 9, das über die Rohrleitung 26 zugeführt wird. Das im Behälter 5 freigemachte Dämpfegemisch, das teils aus den bei der Entspannung in Dampf verwandelten Teilen der Spalterzeugnisse, teils aus den von der Berieselungsflüssigkeit zufolge der Wärmeeinwirkungen des Entspannungsstrahls abgegebenen Dämpfen besteht, zieht in den anschließenden unteren ','.'eil der Kolonne 6 hinein und wird in dieser teilweise zu Rücklauf kondensiert, der durch die Abzweige 33 als das dem Druckerhitzungsofen zuzuführende Spaltöl abgezogen wird, während die leichtest flüchtigen Bestandteile, d. h. die benzinartigen Spalterzeugnisse und die Spaltgase, aus dem oberen Teil der Kolonne nach dem Dephlegmator 37 und aus diesem durch die Dämpfeleitung 46 in einen (nicht gezeichneten) Schlußkühler zu ihrer Verdichtung zu flüssigem Benzin übertreten. Die schwerst siedenden Rückstandserzeugnisse der Kolonnendestillation und der Spaltung werden durch den untersten Überlauf 22 zunächst in das Nebenabteil 2o des Sammelgefäßes 7 und schließlich durch die Bodenöffnung 2i in das Sammelgefäß 7 selbst hinein überführt: Das in dessen tiefstem Teil sich sammelnde flüssige Gut, das infolge der Einwirkungen sowohl im Behälter 5 als auch in der Kolonne 6 ein stark eingedicktes pechartiges Erzeugnis darstellt, wird durch das Ablaßrohr 36 in den Sammelbehälter 8 abgeleitet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: ' i. Vorrichtung zum Spalten von Kohlenwasserstoffölen in flüssiger Phase unter Anwendung von Druckerhitzung mit nachfolgender Entspannung und mit Ausnutzung der Eigenwärme der Entspannungserzeugnisse in einer nachgeschalteten Destillierkolonne, wobei der aus der Entspannungsvorrichtung austretende Strahl von oben her unmittelbar gegen eine geneigte Prallplatte stößt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Entspannungsventil (q.) mit zweckmäßig senkrechter Achse oberhalb des geneigten Bodens (i9) eines Behälters (5) angeordnet ist, der seitlich und außerhalb des als Sammelgefäß ausgebildeten Unterteils (7) der Destillierkolonne (6) angebracht und mit einem Zufuhrrohr (25) für eine über den geneigten Boden zu führende Flüssigkeit ausgestattet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil des Sammelgefäßes (7) durch eine Flüssigkeitsleitung (23) und eine Förderpumpe (24) mit dem Flüssigkeitszufuhrrohr (25) des Behälters (5) verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Sammelgefäßes (7) auf der dem Behälter (5) und der Flüssigkeitsleitung (23) zugewendeten Seite durch eine stehende Zwischenwand (38) ein Nebenabteil ,(2o) so abgetrennt ist, daß es am Boden des Sammelgefäßes mit seinem Flüssigkeitsraum. und oben mit seinem Dämpferaum in offener Verbindung steht und sowohl den Zufluß aus dem Ventilbehälter (5) empfängt als auch den Abfluß nach der Umlaufleitung (23, 25) und der Förderpumpe (2q.) abgibt.
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