DE687405C - Einrichtung zur objektiven Farbmessung mittels Photozellen - Google Patents

Einrichtung zur objektiven Farbmessung mittels Photozellen

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DE687405C
DE687405C DE1932S0104476 DES0104476D DE687405C DE 687405 C DE687405 C DE 687405C DE 1932S0104476 DE1932S0104476 DE 1932S0104476 DE S0104476 D DES0104476 D DE S0104476D DE 687405 C DE687405 C DE 687405C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J3/00Spectrometry; Spectrophotometry; Monochromators; Measuring colours
    • G01J3/46Measurement of colour; Colour measuring devices, e.g. colorimeters
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Description

  • Einrichtung zur objektiven Farbmessung mittels Photozellen Die Erfindung betrifft Einrichtungen zur objektiven Farbmessung oder Kontrolle mittels Photozellen. Sie ermöglicht es, z. B. farbige Gegenstände vollkommen exakt je nach ihrer Farbe zu sortieren. Diese Aufgabe tritt z. B. bei der Herstellung von Kacheln, bei der Textil-, Papier-, Farben-, Zigarrenfabrikation, in der Gerberei und vielen anderen Zweigen der Technik auf.
  • Sortiervorrichtungen, die allein die verschiedene Helligkeit der zu sortierenden Gegenstände anzeigen, reichen nicht aus, da es häufig vorkommt, daß vollkommen verschiedenfarbige Gegenstände den gleichen Photostrom erzeugen. Um dieser Schwierigkeiten Herr zu werden, hat man bereits Einrichtungen zur objektiven Farbmessung konstruiert, bei denen das vom zu prüfenden Körper kommende Licht spektral zerlegt und mittels einer Photozelle die Intensität in den einzelnen Spektralbereichlen nacheinander gemessen wird. Eine solche Einrichtung besitzt aber verschiedene Nachteile. Es ist nämlich erstens sehr zeitraubend und umständlich, von einem jeden Körper die Farbe splektral zu zerlegen und festzustellen, und man leistet zweitens mit einem derartigen Verfahren eine Arbeit, die weit über dasjenige hinausgeht, was zur Kontrolle der Farbe notwendig ist. Es genügt nämlich bekanntlich, eine Farbe durch drei Bestimmungsstücke festzulegen, und man kommt hierzu, wenn man von der Helligkeit absieht, sogar mit zwei Größen aus. Wenn also die spektrale Intensitätsverteilung des von dem zu untersuchenden Körper kommenden Lichtes bestimmt wird, so mißt man mehr Bestimmungsstücke, als zur Festlegung der Farbe erforderlich ist, und kann dadurch unter Umständen zwei solche Körper verschieden anordnen, deren physiologischer Farbeindruck der gleiche ist und die also bei subjektiver Kontrolle in die gleiche Gruppe eingeordnet werden.
  • Es sind nun bereits Anordnungen zur objektipen Farbmessung bekanntgeworden, bei denen das von dem farbigen Körper ausgehende Licht in mehrere Teile geteilt wird, deren jeder auf eine lichtelektrische Zelle fällt, die nur auf StrahLen eines bestimmten Spektralbereiches anspricht. Zu diesem Zweck werden den lichteLektrischen Zellen entsprechend abgestimmte Farbfilter vorgeschaltet.
  • Ferner ist bekannt, derartigen objektiven Strahlungsempfängern durch die vorgeschalteten Farbfilter den drei Grundempiindungen nach K ö n i g entsprechende Empfindlichkeiten zu geben.
  • Die vorliegende Erfindung besteht darin, daß bei einer Einrichtung zur objektiven Farbmessung mittels dreier Photozellen, die durch an sich bekannte Mittel, z. B. durch Farbfilter, in ihrer spektralen Empfindlicllkeit abgestimmt sind, die spektralen Empfindlichkeiten der Zellen lineare Transformationen der König-Kurven darstellen. Unter solchen linearen Transformationen ist folgendes zu verstehen: Man kann drei beliebige FarbenR, G, B durch Aufstellung von folgenden drei linearen Gleichungen aus den Werten r, g, b der König-Kurven entwickeln: ar+ßg+ffb=R :, αr+ß2g+γb=G, αr+ß3g+γb=B.
  • Dabei sind α1, ß1, γ1#γ3 die neun Kon= stanten, die durch die Filterbeschaffenheit gegeben sind, entsprechend den drei Koordinaten der drei Filter in bezug auf die drei Grundempfindungen.
  • Es hat sich nämlich gezeigt, daß es in den meisten Fällen sehr schwierig ist, Photozellen so abzustimmen, daß ihre Empfindlichkeiten den König-Kurven genau entsprechen.
  • Andererseits erhält man abler auch bei einer Abstimmung auf beliebige lineare Transformationen der König-Kurven genaue Meßergebnisse. In diesem Falle zeigen die Zellen zwar nicht die auf die Grundempfindungen bezogenen Koordinaten der untersuchten Farbe an. Es sind jedoch zwei Farben dann und nur dann physiologisch übereinstimmend, wenn alle drei Zellen den gleichen Strom oder die gleiche Spannung liefern. Sieht man dabei noch von der Helligkeit der zu prüfenden Farbe ab, so genügt es, zwei voneinander unabhängige Quotienten aus den drei Meßwerten zu bilden, um festzustellen, ob zwei Farben physiologisch übereinstimmen oder nicht. Zu beachten ist dabei nur, daß die spektrale Intensitätsverteilung des von der für die Prüfung dienenden Lichtquelle ausgesandten Lichtes übereinstimmt mit der Intensitätsverteilung in demjenigen Licht, für das die Farben gemessen oder verglichen werden sollen. Im allgemeinen blezieht man die Farbe der Gegenstände auf Tageslicht.
  • Will oder kann man Idie Lichtquellen nicht in geeigneter Weise anpassen, so muß man hierauf bei der Bestimmung der Empfindlichkeiten der Zellen Rücksicht nehmen.
  • Die Anpassung der Empfindlichkeiten der Photozellen an die betreffenden linearen Transformationen der König-Kurven kann dann in an sich bekannter Weise durch geeignete Sensibilisierung der Zellen und des zu ihrer Herstellung verwandten Materials und gegebenenfalls durch das Vorschalten passend gewählter Farbfilter erreicht werden.
  • Die Farbfilter stellt man vorzugsweise so her, daß man den Quotienten aus den beiden Funktionen bildet, die die spektrale Empfindlichkeit der Zelle tatsächlich und in der erstreben Form darstellen, und daß man die auf diese Weise neu gewonnene Funktion als Transparenzkurven des vorzuschaltenden Filters betrachtet. Filter mit gewünschter Durchlässigkeit lassen sich, wie bekannt, in bequemer Weise, z. B. durch Färben von Gelatine, herstellen.
  • Die vorliegende Erfindung wird dadurch weiter ausgestaltet, daß die Umrechnung auf die Grundempfindungen (König-Kurven) oder andere Farbdreiecke durch elektrische Netzwerke bewirkt wird. Gemäß weiterer Erfindung sind als Netzwerke drei Transformatoren mit je ; drei Primär- oder drei Sekundärwicklungen vorgesehen. Ferner sind erfindungsgemäß die drei Primär- bzw. Sekundärwicklungen des gleichen Transformators gegenseitig abgeschirmt.
  • Ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist in der Figur dargestellt. I ist der zu prüfende Körper, auf den das Licht in Richtung der Pfeile 2 auftrifft. Das Licht kann vorzugsweise intermittierend sein, um leichter die Möglichkeit zu hablen, die Photozellenströme zu verstärken. Das vom Körper reflektierte Licht wird durch die Linse 3 gesammelt. Es trifft auf Seine Lichtzerlegungsvorrichtung 4, die es in drei Strahlenbündel aufspaltet. Die Lichtzerlegungsvorrichtung kann z. B. in der Weise ausgebildet sein, wie sie für die Herstellung von Farbfilmen an sich bekannt ist. Im Ausführungsbeispiel besteht sie aus zwei sich unter goO kreuzenden Gittern von Spiegeln, die einen Teil des Lichtes nach rechts, leinen anderen Teil nach links reflektieren und einen dritten Teil gerade hindurchtreten lassen. Das von der Lichtzerlegungsvorrichtung kommende Licht wird durch die drei Linsen 5, 6 und 7 auf die lichtempfindliche Schicht der drei Photozellen 8, 9 une 10 konzentriert. Vor den Photozellen können sich die drei Farbfilter 20, 21 und 22 befinden. Die Photozellen erhalten ihre Spannung von der gemeinsamen Batterie 1 1. In den Photozellenkreisen befinden sich Transformatoren 12, I3 und 14, deren Sekundärwicklungen an die Gitter von drei Verstärkerröhren I5, I6 und I7 gelegt sind. Die Verstärkerröhren können vorzugsweise so vorgespannt sein, daß sie teilen Gleichstrom liefern. Der vom Rohr I6 gelieferte Anodenstrom durchfließt nacheinander je eine Wicklung von Kreuzspulinstrumenten I8 und 19.
  • Die andere Wicklung des Instrumentes 18 wird von dem vom Rohr 15 gelieferten Strom durchflossen, während der Anodenstrom des Rohres 17 die zweite Wicklung des Kreuzspulinstrumentes 19 durchfließt. Die Instrumente sind in an sich bekannter Weise so ausgebildet, daß sie die Quotienten der hindurchfließenden Ströme anzeigen. An Stelle der Meßgeräte oder außer diesen können auch Relais vorgesehen sein, die zur Betätigung von Einrichtungen dienen, die den Prüfling I je nach der Farbe sortieren.
  • Man kann außerdem auch ein Meßinstrument oder entsprechendes Relais vorsehen, das zur Anzeige der Summe der von den drei Photozellen gelieferten Ströme dient.
  • Dieses Instrument kann z. B. in der Weise ausgebildet sein, daß es eine dreifache Wicklung hat und jeder Teil dieser Wicklung von je einem der drei Anodenströme durchflossen wird. Die Windungszahlen der drei Wicklungen müssen entsprechend den physiologischen Helligkeiten gewählt sein.
  • Zwei verschiedene Körper sind nun dann und nur dann in ihrer physiologischen Farbe gleich, wenn die Anzeigen der Instrumente I8 und 19 übereinstimmen. Sie besitzen außerdem die gleiche Helligkeit, wenn das Instrument 23 für beide Körper den gleichen Strom anzeigt.
  • Um nun die auf die Grundempfindungen bezogenen Koordinaten der zu untersuchenden Farbe festzustellen, müssen die drei Photozellenströme mittels der drei linearen Gleichungen auf die Grundempfindungen, wie sie durch die König-Kurven gegeben s:ind, umgerechnet werden. Diese Umrechnung kann gemäß der Erfindung durch elektrische Netzwerke erfolgen.
  • Falls es sich darum handelt, Farbmessungen vorzunehmen, z. B. um die für die Wiedergabe nötigen Anteile dreier Wiedergabefarben festzustellen, so kann man mit einer Einrichtung gemäß der Erfindung auch die Umrechnung auf ein von Iden Grundempfindungen verschiedenes Farbdreieck vornehmen.
  • Als Netverle für die Umrechnung der Photozellenströme sind in dem Ausführungsbeispiel drei Transformatoren mit je drei Sekundärwicklungen 24a, 24b... 26e vorgesehen, deren Primärwicklungen 24, 25, 26 mit den Primärwicklungen der drei Transformatoren 12, 13, 14 in Reibe geschaltet sind.
  • Das Kopplungsverhältnis zwischen jeder Primär- und Sekundärwicklung ist veränderbar, um die neun Konstanten α1, ß1, γ1#γ3 der drei linearen Gleichungen einstellen zu können. Die Sekundärwicklungen des gleichen Transformators sind erfindungsgemäß so gegeneinander abgeschirmt, daß ihre gegenseitigen Kopplungsglieder gleich Null sind.
  • Die Wicklungen 24a, 25a und 26a sind hintereinandergeschaltet. Das Entsprechende gilt für die mit dem Index und ebenso für die mit dem Index bezeichneten Sekundärwicklungen. Die auf diese Weise erhaltenen Ströme werden durch die Röhren 27, 28 bzw.
  • 29 verstärkt und gleichgerichtet. Ihre Anodenströme können mit Hilfe der Instrumente 30, 31 und 32 abgelesen werden. Diese geben dann die auf die drei Grundempfindungen bezogenen Werte r, g, b an.
  • An Stelle der beschriebenen Transformatoren mit je drei Sekundärwicklungen können auch solche benutzt werden, die je drei Primärwicklungen und nur eine Sekundärwicklung besitzen. Auch kann man statt dessen eine Widerstands- oder Kapazitätskopplung benuten.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur objektiven Farbmessung mittels dreier Photozellen, die durch an sich bekannte Mittel, z. B. durch Farbfilter, in ihrer spektralen Empfindlichkeit abgestimmt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die spektralen Empfindlichkeiten der Zellen lineare Transformationen der König-Kurven darstellen.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch I, gekennzeichnet durch elektrische Netzwerke, die die Umrechnung auf die Grundempfindungen (König-Kurven) oder andere Farbdreiecke bewirken.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch drei Transformatoren mit je drei Primär- oder drei Sekundärwicklungen.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Primär- bzw. Sekundärwicklungen des gleichen Transformators gegenseitig abgeschirmt. sind.
DE1932S0104476 1932-05-05 1932-05-05 Einrichtung zur objektiven Farbmessung mittels Photozellen Expired DE687405C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2623432A (en) * 1949-01-27 1952-12-30 Lange Maurice Means for automatic color selection
US2720811A (en) * 1950-09-19 1955-10-18 Rca Corp Tristimulus photometer
US2869415A (en) * 1954-11-15 1959-01-20 Perkin Elmer Corp Color measuring circuit
US2882786A (en) * 1954-11-08 1959-04-21 Perkin Elmer Corp Color measuring circuit
US2921498A (en) * 1957-09-12 1960-01-19 Simmon Brothers Inc Electrical control device for use with photographic color enlargers and printers

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