DE687481C - UEbertreibeschutzeinrichtung - Google Patents

UEbertreibeschutzeinrichtung

Info

Publication number
DE687481C
DE687481C DE1935SC108388 DESC108388D DE687481C DE 687481 C DE687481 C DE 687481C DE 1935SC108388 DE1935SC108388 DE 1935SC108388 DE SC108388 D DESC108388 D DE SC108388D DE 687481 C DE687481 C DE 687481C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
guide rails
brake shoes
brake
basket
exaggeration
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1935SC108388
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1935SC108388 priority Critical patent/DE687481C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE687481C publication Critical patent/DE687481C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B5/00Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators
    • B66B5/28Buffer-stops for cars, cages, or skips

Landscapes

  • Maintenance And Inspection Apparatuses For Elevators (AREA)

Description

  • Übertreibeschutzeinrichtung Es sind übertreibsicherungen für Schachtförderung bekannt, bei denen ein Prellschlitten an den Spurlatten durch Mehrschneidehobel geführt wird, die in der Ruhestellung in entsprechende Ausschnitte der Spurlatten eingreifen und die in den Übertreibzonen die Spurlatten zerspanen, bis der Korb zum Stillstand gebracht ist.
  • Diese Einrichtung ist bekanntlich sehr umständlich, teuer und erfordert regelmäßige Kontrollen und Wartungen. Ferner weist sie den Nachteil auf, daß beim Korbabsturz die Messer leicht die Spurlatten abdrücken, so daß sich die Klauen der Hobel zwischen Korb und Spurlatten setzen, wodurch die Einrichtung unwirksam wird.
  • Es sind ferner Sicherheitseinrichtungen für Schachtförderanlagen nicht mehr neu, bei denen anschließend an den Förderweg hintereinanderliegend mehrere nachgiebige und in den Weg des Förderkorbes ragende Bremsglieder angeordnet sind. Bei diesen Einrichtungen werden diese Bremsglieder einzeln und nacheinander derart zerstört, daß ihr Widerstand von Null bis zu einem Höchstwert in dauerndem Wechsel ansteigt. Es entsteht also keine gleichbleibende und der Berechnung zugängliche Bremswirkung. Außerdem klemmt sich der Korb beim Übertreiben fest und muß danach erst wieder gelöst werden. Die Spurlatten müssen aus einzelnen Stücken zusammengesetzt und in der Nähe der Bremsglieder so gelenkig miteinander verbunden sein, däß im Falle des Übertreibens eine sichere Führung des Korbes erreicht wird. Schließlich muß der Korb beim Zusammenpressen der gegeneinander geneigten Spurlatten auch horizontale Kräfte aufnehmen, wodurch leicht Beschädigungen des Korbes eintreten.
  • Bei einer weiteren bekannten Einrichtung wird ein Verformungskörper als Bremskörper benutzt, der, wenn er biegsam ist, unter Spannung stehen muß, damit er eine genügende Bremswirkung ergibt, und, der, wenn er starr ist, einer besonderen Führung bedarf. Zur Herbeiführung der Spannung des Verformungskörpers ist eine besondere Vorrichtung notwendig, die die Anlage umständlich und teuer macht. Auch die besondere Führung macht die Anlage umständlich und teuer. Bei diesen bekannten Einrichtungen ist überdies die Größe der Bremskraft unbestimmt, da sie von dem unter dem Einfluß der Temperatur der Schmierung usw. schwankenden Reibungskoeffizienten abhängig ist. Schließlich erhitzt sich auch der Verformungskörper stark, wodurch sich die Verformungsarbeit und deshalb auch die Bremskraft ändert.
  • Es sind schließlich auch Vorrichtungen bekannt zum Abbremsen von Förderkörben, bei denen das Abbremsen des Korbes mit zunehmender Bremskraft erfolgt.
  • Weil der vorhandene Bremsweg im Schachtgerüst beschränkt ist und ein gewisses Maß der Bremskraft nicht überschritten werden darf, weil damit eine Gefahr für die Insassen des Korbes verbunden wäre, kann ein Höchstwert der Bremsarbeit nur erreicht werden, wenn die höchstzulässige Bremskraft sofort beim Übertreiben auftritt.
  • Das Abbremsen des Korbes mit zunehmender Bremskraft muß also für die Sicherheit der Korbinsassen @ einen Nachteil der Erfindung gegenüber bedeuten.
  • Diese Nachteile werden bei Übertreibeschutzeinrichtungen mit an der Grenze zwischen den Fahr- und Übertreibezonen an den Spurlatten angebrachten Bremsschuhen, die beim Übertreiben durch den Korb mitgenommen werden, gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß die Bremsschuhe einander gegenüberstehende und in der Übertreiberichtung keilförmig. auseinandergehende Flankenstücke aufweisen und die sie in der Bereitschaftslage haltenden Spurlatten dementsprechend verjüngt ausgebildet sind, wodurch beim Übertreiben eine gleichbleibende Bremswirkung ausschließlich durch Reibung an den Spurlatten und Zusammendrücken des Holzes der Spurlatten zustande kommen kann. Die Bremswirkung tritt, wie die Praxis einwandfrei ergeben hat, schnell in voller oder berechenbarer Größe derart auf, daß die Insassen des Schachtkorbes nicht verletzt werden und Betriebsstörungen nicht eintreten können.
  • In der Zeichnung ist die neue Übertreibeschutzvorrichtung in mehreren als Beispiele dienenden Ausführungsformen dargestellt.
  • In Fig. i ist a eine Spurlatte, und die Grenze zwischen der Fahr- und Übertreibezonen ist mit I-I angegeben. Die Spurlatte a ist unterhalb dieser Grenze durch seitliche Einschnitte oder Zusammenpressungen keilförmig in ihrer Breite bis auf das übertrieben dargestellte Maß p vermindert. An dieser Stelle ist ein Bremsschuh c angeordnet.
  • Der Bremsschuh besteht aus zwei in den Einschnitten der Spurlatten liegenden und geneigt zueinander stehenden Bremsplatten d, die untereinander durch Versteifungsbügel e verbunden sind. Dieser Versteifungsbügel e ragt mit seinen zwei hakenförmigen Enden na mit Spiel hinter ein U-Eisen n, das entsprechend dem Ouerschnitt der Spurlatte ausgebildet ist und fest an dieser anliegt, so daß sie geschützt und das seitliche Abrutschen des Bremsschuhes von der Spurlatte verhindert wird.
  • Der Bremsschuh, der aus Metall besteht, kann zweckmäßigerweise aus einem Stück angefertigt sein.
  • Beim Übertreiben prallt der Korb bei I-I gegen den Bremsschuh und drückt diesen auf die Verbreiterung der Spurlatte a auf, wodurch die Spurlatte a bis auf das Maß p zusammengedrückt werden kann.
  • Der Schachtkorb kann, sobald er durch die Bremsvorrichtung zum Stillstand gebracht worden ist, ohne weiteres seine Bewegung in umgekehrter Richtung fortsetzen, so daß die Förderung nicht gestört wird.
  • Das Zusammenpressen des Holzes gewährleistet eine über die ganze Länge des Bremsweges unveränderliche, höchstzulässige Bremskraft und damit einen Höchstwert der Bremsarbeit. Für die Korbinsassen bedeutet dies die größte Sicherheit, daß der Korb rechtzeitig zum Stehen kommt.
  • Die Form des Bremsschuhes kann z. B. dadurch abgeändert werden, daß die Bremsplatten d an ihren einander zugekehrten und mit den Spurlatten in Berührung tretenden Flächen nicht glatt, sondern mit Riefen oder sehr kleinen Zähnen versehen sind, so daß eine rauhe Bremsfläche entsteht, die jedoch eine Spanbildung nicht hervorrufen soll. Auch durch Auswahl geeigneter Holzarten kann die Bremswirkung verändert werden.
  • Die schädliche Wirkung eines heftigen Stoßes auf den Förderkorb, wenn dieser mit großer Geschwindigkeit auf die Bremsschuhe auftrifft, kann dadurch verringert werden, daß man auf den Bremsschuhen Federn oder nachgiebige Auflagen aus Blei, Holz oder Gummi anordnet. Die gleiche Wirkung kann man auch erreichen, wenn man diese Federn oder Auflagen an denjenigen Stellen des Korbes anbringt, mit denen er auf die Bremsschuhe auftrifft.
  • Zur Mitnahme der Bremsschuhe beim Über= treiben des Förderkorbes o (Fig. 3) können die an dem Förderkorb angebrachten Führungsschuhe q dienen. Es ist jedoch zweckmäßig, um Beschädigungen der Führungsschuhe q bei heftig auftretenden Stößen, die Betriebsstörungen zur Folge haben. können, zu vermeiden, auf beiden Seiten des Förderkorbes o an den Führungsschuhen besondere Prallstützen g, 1a anzuordnen, die beim Übertreiben gegen Prallstützen i, k der Bremsschuhe d, e treffen und diese in die Bremsstellung mitnehmen. Die Prallstützen, die mit Federn oder nachgiebigen Auflagen ausgestattet sein können, können auch unmittelbar an dem Förderkorb angeordnet sein.
  • Bei der Anordnung von Federn., die zweckmäßigerweise zum Abbremsen sehr großer Massen benutzt werden, ist es vorteilhaft, die Bremsplatten d in ihren Ausgangsstellungen nicht auf ihrer ganzen Länge fest an den Spurlatten ca anliegen zu lassen, sondern, wie dies die Fig. q. und 5 zeigen, einen Zwischenraum zwischen den Spurlatten a und den Bremsplatten d der Bremsschuhe bestehen zu lassen, der durch eingesetzte Weichholzkeile y gesichert sein kann. Dadurch wird bewirkt, daß beim Gegeneinandertreffen der Pral1stützfedern des Korbes und der Bremsschuhe nach dem Wegdrücken der Keile r die Bremsschuhe bis auf die Gesch@vindigkeit des Übertreibenden Förderkorbes beschleunigt werden, ehe die Bremsplatten d die Spurlatten berühren. Infolgedessen brauchen die Federn die Beschleunigungskraft für die Masse der Bremsschuhe und die Bremskraft nicht gleichzeitig aufzunehmen, wodurch die Verwendung außergewöhnlich starker Federn vermieden wird.
  • Zweckmäßigerweise werden die Spurlattenenden im Schacht so lang gewählt, daß, auch wenn das Übertreiben mit großer Wucht erfolgt, der Korb sicher abgebremst ist und noch rechtzeitig zum Stehen kommt.
  • Es ist ferner zweckmäßig, an den Bremsschuhen in der unteren Übertreibezone, wie beispielsweise Fig.6 und 7 zeigen, eine Bühne f vorzusehen und auf diese einen nachgiebigen Belag anzubringen. Eine solche Einrichtung kann außer als Übertreibeschutzeinrichtung auch als Sicherheitsvorrichtung zum Auffangen eines bei Seilbruch nicht genügend abgefangenen Schachtkorbes sowie als Standort bei Unterseilprüfungen oder auch zum Auffangen von in den Schacht gefallenen Gegenständen dienen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Übertreibeschutzeinrichtun.g reit an der Grenze zwischen den Fahr- und Übertreibezonen an den Spurlatten angebrachten keilförmigen Bremsschuhen, die auf entsprechend keilförmig ausgeschnittenen Spurlatten aufgesetzt sind und die beim Übertreiben durch den Korb mitgenommen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsschuhe zwei mit unveränderlichem Abstand einander gegenüberstehende und in der Übertreiberichtung keilförmig auseinandergehen.de Flankenstücke (d) aufweisen, derart, daß beim Übertreiben eine gleichbleibende Bremswirkung ausschließlich durch Reibung an den Spurlatten und Zusammendrücken des Holzes der Spurlatten zustande kommt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schachtkorb und die Bremsschuhe mit Prallstützen versehen sind, die beim Übertreiben den Stoß zwischen dem Schachtkorb und den Bremsschuhen aufnehmen.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallstützen mit Federn oder nachgiebigen Auflagen versehen sind. q..
  4. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ausgangsstellung der Bremsschuhe zwischen den Bremsplatten der Schuhe und den Spurlatten ein kurzer Leerweg vorhanden ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den Bremsschuhen in der unteren Übertreibezone eine Bühne zweckmäßig mit einem nachgiebigen Belag vorgesehen ist.
DE1935SC108388 1935-11-06 1935-11-06 UEbertreibeschutzeinrichtung Expired DE687481C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1935SC108388 DE687481C (de) 1935-11-06 1935-11-06 UEbertreibeschutzeinrichtung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1935SC108388 DE687481C (de) 1935-11-06 1935-11-06 UEbertreibeschutzeinrichtung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE687481C true DE687481C (de) 1940-01-30

Family

ID=7448626

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1935SC108388 Expired DE687481C (de) 1935-11-06 1935-11-06 UEbertreibeschutzeinrichtung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE687481C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69203697T2 (de) Doppelseitige Fangvorrichtung.
EP1433736B1 (de) Bremsbacke zum Bremsen eines Seils
CH397999A (de) Fördereinrichtung für Personen und Sachen
DE2807267C2 (de)
DE2613451C3 (de) Meß- und/oder Anreißgerät
CH633495A5 (de) Vertikale foerdereinrichtung mit fangvorrichtung.
EP0787676A1 (de) Sicherheitseinrichtung
DE925071C (de) Keilfangvorrichtung an Personen- und Lastenaufzuegen
DE3438831C2 (de)
DE622510C (de) Einrichtung zum Zerlegen von Eisenbahngueterzuegen auf Rangierbahnhoefen
DE2047024C (de) Vorrichtung zur Notbremsung eines ent lang eines vorbestimmten Weges bewegten Gegenstandes, insbesondere eines Forder korbes, Aufzuges od dgl
DE1232183C2 (de) Bremsvorrichtung fuer Laufwerke von Haengebahnen
DE2907111A1 (de) Ausloeseeinrichtung, vorzugsweise fuer hubwerksbremsen
DE202013100837U1 (de) Energieabsorbierender Terminal einer seitlich neben einer Fahrbahn befindlichen Schutzeinrichtung
DE2718477A1 (de) Durchlaufregal
DE1215322B (de) Gleit- oder Bremsfangvorrichtung fuer Aufzuege
DE459922C (de) Gleitfangvorrichtung mit beweglichem Widerlager
DE413350C (de) Gleitschuh fuer Foerdergestelle mit federnden Seitenbacken
EP0139148B1 (de) Notbremseinrichtung für Fördergefässe und -gestelle in Schächten auf freien Höhen
DE599797C (de) Einrichtung zur Vernichtung kinetischer Energie
DE1203933B (de) Selbstsperrende Fangvorrichtung fuer schraege Aufzuege
DE439858C (de) UEbertreibsicherung fuer Schachtfoerderung
DE467473C (de) Fangvorrichtung fuer Foerderwagen
AT383539B (de) Sicherungseinrichtung fuer vertikal bewegbare maschinen oder maschinenteile, insbesondere fuer reifenvulkanisationspressen
DE499943C (de) Verlegbare Gleisendverriegelung gegen seillos gewordene Foerderwagen in einfallendenBetrieben, bestehend aus einem an den Schienen angebrachten Kaefig