DE687632C - Aus kreuzweise angeordneten Teilen bestehender Stuetzpfeiler, insbesondere fuer den Grubenausbau - Google Patents
Aus kreuzweise angeordneten Teilen bestehender Stuetzpfeiler, insbesondere fuer den GrubenausbauInfo
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Description
- Aus kreuzweise angeordneten Teilen bestehender Stützpfeiler, insbesondere für den Grubenausbau Im Bergbau ist es zur Unterstützung des Hangenden, sei es in Abbaubetrieben oder zum Ausbau von Strecken u. dgl., üblich, das Hangende durch Pfeiler oder Kästen zu stützen, die aus kreuzweise übereinandergelegten Hölzern, Stahlschienen oder Formeisen bestehen. Wegen ihres geringen Gewichtes sind Hölzer, die meist aus altem runden Grubenholz bestehen, zwar handlich, jedoch infolge des an den Kreuzungsstellen zur Auswirkung gelangenden Gebirgsdruckes trotz zusätzlicher Hilfsstützmittel einem baldigen Zerquetschen ausgesetzt. Es besteht also kaum oder nur eine geringe Wiederverwendungsmöglichkeit. Zur Verwendung gelangende Stahlschienen oder Formeisen, für die im ersteren Falle alte Grubenschienen und im letzteren Falle T-, U- o. dgl. Eisen dienen, sind allein wegen ihres Gewichtes bei den örtlich meist engen Betriebsverhältnissen wenig handlich. Dazu erleiden sie vielfach insbesondere beim Rauben eines Pfeilers Verformungen, die, falls es sich überhaupt noch verlohnt, unter Tage sich schwerlich beseitigen lassen.
- Es wurde bereits vorgeschlagen, kreuzweise vereinigte eiserne Schalen zwischen den Pfeilerhölzern anzuordnen. Zunächst ist bezweckt, ein Auseinanderrollen der runden Hölzer zu verhindern, und ferner soll eine gewisse Nachgiebigkeit des Stützpfeilers gewahrt bleiben, weshalb die Schalen die Hölzer nur teilweise umgreifen.
- Bei einer anderen Art Pfeilerstücke oder -stäbe bestehen die Enden aus T-Eisen, die mittels [.- oder 1-Eisen verbunden sind. Dadurch sollen die Pfeilerstücke oder -stäbe leichter als durchgehende T-Eisen werden. Sie sind aber immer noch mehr als 1/g schwerer als Pfeilerhölzer. Ein besonderer Nachteil besteht noch darin, daB beim Rauben eines Pfeilers die L- oder 1-Eisenverbindungen der I-Eisenenden einem Verbiegen oder Verwinden ausgesetzt sind. Ein Wiederausrichten solcher Pfeilerstäbe ist aber unter Tage schwerlich durchzuführen, um die Druckendenstücke wieder in gleichlaufende Richtung zu bringen, .anderenfalls die Wiederbenutzung bei Aufbau eines Pfeilers eine unsichere Lage der einzelnen Stücke entsteht, wobei der Pfeiler einer von vornherein mög lichst großen Starrheit entbehrt. Dies und eine notwendige Verkeilung sind aber für den Bergmann gefahrvoll.
- Allen geschilderten Nachteilen bei vorgenannten Stützpfeilern begegnet der Erfindungsgegenstand, demgemäß für einen Stützpfeiler zur Druckaufnahme entsprechende, nur an den sich kreuzenden Pfeilerteilen befindliche ProfileisenstückeAnwendung finden. Unter Benutzung einzelner einen beliebigen Ouerschnitt besitzender Hölzer sind .diese an iOhren sich kreuzenden Enden entsprechend deren Höhe mit zur Aufnahme des Gebirgsdruckes dienenden ein- oder angesetzten Stahl- oder Eisenformstücken einheitlich bewehrt. Die Bewehrungsstücke haben im wesentlichen flachebene Auflagerflächen. Außer der dadurch im wesentlichen beibehaltenen leichten Handhabung vier Hölzer erleiden diese an ihren Kreuzungsstellen kein Zerquetschen mehr, vielmehr werden die hier durch den Gebirgsdruck erzeugten Flächenpressungen durch die eingesetzten Stahlstücke oder beigelegten Profileisenstücke aufgenommen. Als Einsätze werden vorzugsweise alte Grubenschienen oder 1 Eisenstücke benutzt, für deren Aufnahme die Enden der Hölzer entsprechend angepaßte Einschnitte erhalten haben. Als Beilagen lassen sich beispielsweise [-Eisenstücke benutzen. Besondere Außenflanschenstücke finden Anwendung, wenn die Eisen- oder Stahlstücke in die Hölzerenden eingesetzt sind. Mit ,den in dieser Weise an ihren Enden bewehrten Hölzern ist der Vorteil einer leichten Handhabung mit dem einer Abbaudruckaufnahme, wie bei durchgehenden Schienen oder Formeisen, vereinigt, wobei sich noch eine erhöhte Lebensdauer der Hölzer einerseits und eine große Ersparnis an Stahl oder Eisen andererseits ergeben.
- Die Zeichnung veranschaulicht verschiedene Ausführungsbeispiele der Pfeilerhölzerenden in Abb. i bei einem in Seitenansicht und in Abb. z in Draufsicht dargestellten Stützpfeiler. Die Abb. 3, q. und 5 lassen Stirnansichten bewehrter Rundhölzer ersehen.
- Bei den in den Abb. i und 2 im Querschnitt kantigen Hölzern a sind die Enden in Anpassung an die eingesetzten Schienenstücke c gegabelt. Unter Vermittlung äußerer Laschen d und eines oder mehrerer quer durchgehender Schraubenbolzen e werden die gabelförmigen Hölzerenden mit den Schienenstücken c innig vereinigt gehalten. Statt der Schienenstücke lassen sich auch Z-Eisenstücke anbringen (Abb.5).
- Die Hölzer b zeigen an den Enden beiderseits angesetzte r-Eisenstücke f durch Schraubenbolzen e mit den Hölzerenden verbunden.
- Bei den aus den Abb. 3, 4 und 5 ersichtlichen, wie vorstehend erläutert bewehrten Rundhölzern, ist je nach deren Durchmesser mit Rücksicht auf die Höhe und Breite der eingesetzten oder beigelegten Bewehrungsstücke noch eine geringe Zurichtung der äußeren Hölzerendenfläche zweckdienlich. Für solche Hölzer läßt sich altes rundes Grubenholz verwenden, wobei infolge der ebenflächigen Bewehrung an den Enden ein seitliches Abrollen der Hölzer und somit ein Auseinanderschieben und Zusammenfallen eines Pfeilers möglichst verhütet wird, wenn nicht senkrechte Gebirgsdrücke auftreten. Der gleiche Vorteil ergibt sich auch, wenn ein Pfeiler in unter einem größeren Einfallen liegenden Streben errichtet wird.
Claims (1)
- YATENTANsPRIJcHE: i. Aus kreuzweise angeordneten Teilen bestehender Stützpfeiler, insbesondere für den Grubenausbau, wobei zur Druckaufnahme entsprechende, nur an den sich kreuzenden Pfeilerteilen befindliche Profileisenstücke Anwendung finden, dadurch gekennzeichnet, daß unter Benutzung einzelner einen beliebigen Querschnitt besitzender Hölzer, diese an ihren sich kreuzenden Enden entsprechend deren Höhe mit zur Aufnahme des Gebirgsdruckes dienenden ein- oder angesetzten Stahl-oder Eisenformstücken (c, f) einheitlich bewehrt sind. z. Stützpfeiler n?.ch Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewehrungsstücke im wesentlichen flachebene Auflagerflächen bilden. 3. Stützpfeiler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei in die Hölzerenden eingesetzten und durch Schraubenbolzen (e) gehaltenen Bewehrungsstücken gegebenenfalls äußere Laschen (d) Anwendung finden. 4.. Stützpfeiler nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Laschen (d) einer äußeren Hölzerwölbung angepaßt sind.
Priority Applications (1)
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