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Spielzeugreittier oder Sportgerät Die Erfindung bezieht sich auf ein
Spielzeugreittier oder Sportgerät und bildet einen Zusatz zu dem Patent 685 835-Bei
der Bauart des Gerätes gemäß Hauptpatent wird der zur Fortbewegung des Fahrzeuges
erforderliche Kraftbedarf dann sehr groß, wenn sich die Vorrichtung nur langsam
bewegt, da kein genügendes Trägheitsmoment vorhanden ist, um die Kurbelstange über
ihme beiden toten Punkte hinwegzubewegen.
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Die vorliegende Erfindung sieht eine Verbesserung vor, welche die
genannten Nachteile beseitigt.
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Die Erfindung besteht demgemäß darin, daß der den Kopf tragende Hals
als doppelarmiger Hebel ausgebildet und die Kurbelstange am Ende des oberen Hebelarmes
an; gelenkt ist.
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In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen
AusfüW rungsform veranschaulicht. Obwohl beim gewählten Ausführungsbeispiel dem
Spielzeug oder Sportgerät die äußere Form eines Pferdes' wegen der Ähnlichkeit seiner
Fortbewegung mit der diesen Tieren eigenen Galoppgangart gegeben wurde, ist die
Erfindung jedoch keineswegs auf diese besondere Form beschränkt. Sie kann vielmehr
leicht irgendeiner anderen Tierform oder auch der Form anderer Fahr- und Fortbewegungsmittel,
z. B. eines Bootes, angepaßt werden. Auch ist es durchaus denkbar, das Spielzeug
oder Sportgerät in zweckentsprechender Weise der Unterbringung des Benutzers ohne
Nachahmung besonderer Formen anzupassen: Abb. i ist eine schaubildliche Ansicht
eines Ausführungsbeispieles der Erfindung, wobei die im Innern angeordneten Teile
in gestrichelten Linien dargestellt sind.
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Abb. z ist eine schematische Darstellung des freigelegten Triebwerkes.
Sie läßt alle wesentlichen Teile in zwei verschiedenen Endlagen des Gesamtaufbaues
erkennen.
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Abb..3 ist eine Endansicht des Trägers der Hinterräder und zeigt die
Kurbelwelle und die Übertragungsräder.
In Abb.2 ist z ein Rahmen
aus Flacheisen, dessen im wesentlichen rechtwinklig gebogene Arme annähernd senkrecht
bzw. waagerecht liegen. Die senkrechten Armei' bilden den vorderen Teil des Fahrzeuges
und sind in dem dargestellten Beispiel an den Vorderbeinen des Reittieres 2 befestigt.
Der untere Teil dieser Vorderbeine besitzt mit gelenkiger Befestigung im Punkt 3
eine Drehschemelachse q. mit einem Räderpaar 5, welches mit Hilfe der Füße des Fahrzeugführers
herumgeschwenkt werden kann. Der waagerechte Arm i trägt an seinem hinteren Ende
einen Gelenkzapfen 6, an welchem ein Gestell 7 hängt, dessen unteres Ende Lagerbuchsen
7a trägt. Durch diese treten die beiden Enden der Hinterradachse des Fahrzeuges
8 und tragen an ihren äußeren Enden ein Räderpaar 9. Auf dem zwischen den beiden
das Gestell ? bildenden Flacheisen befindlichen Teil der Achse 8 ist ein Kettenritzel
i o befestigt, das über einen Kettentrieb i i mit dem Kettenrad 12 verbunden ist.
Das Kettenrad 12 ist durch eine Welle 13 zwischen dem Flacheisenpaar 7 gelagert.
Die Welle 13 ist zwecks Bildung einer Kurbel 14 gekröpft.
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In dem die Arme i und i' des Rahmens verbindenden Winkel öder Bogen
ist ein Laschenpaar 15 befestigt; durch die Durchbohrung desselben ist ein Gelenkstift
16 hindurchgesteckt. Auf diesem Gelenkstift befindet sich, um bei dem gewählten
Beispiel zu bleiben, der Hals 17 des Pferdes, an dessen freiem Ende der Kopf sitzt.
Der Hals 17 ist auf diese Weise schwingbar angeordnet, und sein unteres Ende, durch
dessen Mitte der Gelenkzapfen 16 tritt, bildet einen zweiarmigen Hebel, dessen Enden
von den Gelenken 18 und i 9 gebildet werden. Der Punkt 18 ist mit dem Lenker 2o
gekuppelt, und letzterer greift mit einer Gabe12o' an ein im Träger 7 unterhalb
der Welle des Kettenrades 12 befindliches - Gelenk 21 an. Der Punkt i9 trägt eine
Kurbelstange 22, deren anderes Ende an der Kurbel 14 des Kettenrades 12 angreift.
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Um die Pferdegestalt zu vervollständigen, sind noch äußere Verschalungen
aus Holz oder Blech, ein Sattel 23, Hinterbeine 24., einen Schwanz 25 und -Zügel
26 vorgesehen (Abb. i).
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Wenn jemand auf dem
Sattel 23 (oder irgendeiner entsprechend vorgesehenen Sitzgelegenheit) Platz
nimmt und mit den Händen die Zügel 26 oder einen am Kopf befestigten Handgriff
3 faßt und, daran ziehend, den Kopf und Hals 17 nach hinten bewegt, so werden die
Träger 7 der Hinterräder g mit diesen zusammen in ihre Endlage nach vorn verschoben
und heben den hinteren Teil des Rahmens i hoch (Abb. i). Dann wird der Kopf 17 wieder
nach vorn gedrückt, und zwar mit Hilfe des erwähnten Handgriffes 3, so daß der Träger
7 der Hinterräder 9 mitsamt den letzteren nach hinten verschoben wird; gleichzeitig
zieht die Kurbelstange 22 an der Kurbel 14 und versetzt dieselbe in eine Drehung
in entgegengesetzter Richtung der Uhrzeiger. Die Verbindung der rückwärtigen Bewegung
der Räder 9, das Zahnrad 12 und die entgegengesetzte Zugkraft, welche von der Kurbelstange
22 auf die Kurbel 1 4. ausgeübt wird, veranlaßt die Drehbewegung des Rades 12, welche
über die Kette i i auf das Ritzel i o übertragen wird, und die Räder 9 in eine rasche
Vorwärtsbewegung versetzt, wobei gleichzeitig der Kopf 17 vor- und rückwärts bewegt
wird. Außerdem hebt und senkt sich das Hinterteil und erzeugt dadurch die eigenartige
Galoppbewegung. Durch eine rasche Aufeinanderfolge dieser Bewegung ist es möglich,
je nach der Geschicklichkeit des Reiters, dem Gefährt eine Geschwindigkeit von etwa
18 Stundenkilometern zu erteilen. Die relative Lage der Organe der Antriebseinrichtung
wird kinematisch durch die schematische Darstellung gemäß Abb.2 veranschaulicht,
in welcher eine der Endlagen in vollen, die andere in gestrichelten Linien dargestellt
werden. Das Gefährt wird mit den Füßen gelenkt, indem der Vorderachse q. eine Schwenkung
um den Drehzapfen erteilt wird.