DE688906C - Verfahren zur Herstellung von Salzen der Polythionsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Salzen der Polythionsaeuren

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DE688906C
DE688906C DE1934D0068765 DED0068765D DE688906C DE 688906 C DE688906 C DE 688906C DE 1934D0068765 DE1934D0068765 DE 1934D0068765 DE D0068765 D DED0068765 D DE D0068765D DE 688906 C DE688906 C DE 688906C
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ELISABETH CHARLOTTE VON DEINES
HILDEGARD VON DEINES GEB VON G
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HILDEGARD VON DEINES GEB VON G
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/64—Thiosulfates; Dithionites; Polythionates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Salzen der Polythionsäuren o. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Salzen -der Polythionsäuren durch gleichzeitige Einwirkung von Schwefelclioxcd lind Schwefelwasserstoff auf gelöste oder aufgeschlämmte alkalisch -%virkende Stoffe.
  • Die Erfindung beruht auf der neuen Erkenntnis, daß wenn man 1-1,S im Überschuß gleichzeitig mit SO. in Lauge bis zum Eintritt der neutralen Reaktion einleitet, man aus der Lösung reine Thiosulfate gewinnen kann.
  • Setzt man das Einleiten fort, nunmehr aber so, dal3 ein ('herschuß von SO. vorhanden ist, so entstehen reine Polvthionate. Beispiel 1 Darstellung von reinem Natriumthiosulfat In einem Kolben werden 30g NaOH in 2o0 cin3 H"0 gelöst und H, S und SO, in kräftigem Strom so eingeleitet, daß der H2 S-Strom ein wenig stärker ist als der SO2-Strom. Man kann dabei die Gase ungetrockiiet verwenden, sie brauchen nicht gemischt, sondern können einzeln eingeleitet werden. Statt der Strömungsmesser braucht man nur Waschflaschen von gleichen Abmessungen einzuschalten und das Verhältnis der Blasenzahl in ihnen abzuschätzen. Wenn gegen Ende des Versuchs freier Schwefel auftritt, muß der Kolben kräftig umgeschwenkt werden, wobei S meist vollständig wieder in Lösung geht. Jetzt kann der H2 S-Strom abgestellt werden. Sobald die vorher gelbe Lösung farblos wird und Lackmus neutrale Reaktion anzeigt, ist auch mit dem Einleiten von S02 aufzuhören. Die Lösung wird, wenn nötig, filtriert, unter Rühren weitgehend eingedampft und zum Kristallisieren hingestellt. Ausbeute etwa i8og Na. S203-5H20. Beispiele Es wird mit einer Calciumhydroxy daufschwemm'ung wie im Beispiel i gearbeitet, und es werden nach Filtration durch Eindampfen reine Calciumtliiostilfate erhalten. Beispiel 3 Darstellung von reinem Calciumtetrathionat 5o g CaO werden abgelöscht und mit 20o cm3 H20 in einem 1/2 Literkolben aufgeschlämmt. In die Aufschlämmung wird unter kräftiger Rührung etwa i I/Min. H2 S und o,5 1/Min. SO2 bis zur Neutralisation eingeleitet, wobei Calciumthiosulfat gebildet wird. Sodann wird das Verhältnis der Gase auf o,i 1/Min. H, S und o,51/Min. S02 geändert und so lange eingeleitet, bis eine vom Schwefel abfiltrierte und mit Vakuum von gelösten Gasen befreite Probe mit Hg N 03 fast rein gelbe Fällung ergibt (Dauer etwa io Stunden). Nun wird der im Laufe des Einleitens .abgeschiedene Schwefel abgesaugt und das Filtrat bei 40° unter Wasserstrahlvakuum -annähernd bis zur Trockne eingedampft. Die Salzmasse wird auf der Nutsche und später auf einem Tonteller möglichst gut abgepreßt. Darauf wird sie in wenig trockenem Alkohol (etwa roo cm3) gelöst, wobei etwas Calciumsulfat zurückbleibt, das abfiltriert werden muß. Die Lösung wird nun in 500 cm3 trockenen Äther langsam eingegossen, wobei Calciumtetrathionat als weißes, fein kristallines Pulver abfällt, das abgesaugt, mit wenig Alkoholäther und darauf mit Äther gewaschen und im Vakuumexsikkator über Paraffinöl von Äther befreit wird. Ausbeute etwa 70 g.
  • Dieses Salz war bisher nicht bekannt und deshalb von besonderem Interesse, weil bisher überhaupt noch keine Calciumpolythionate dargestellt werden konnten. Beispiel 4 Verfährt man, wie im Beispiel 3 angegeben ist, und benutzt eine benzolische Anilinlösung, so entsteht, ohne daß Schwefel ausfällt, unmittelbar Anilintetrathionat, das direkt verwendet oder mit anderen Salzen umgesetzt werden kann, z. B. mit einer alkoholischen Lösung von Kaliumacetat, wobei reines Kaliumtetrathionat ausfällt.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, Thiosulfate durch Einwirkung eines Gemisches von Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxyd auf Hydroxyde in wäßriger Lösung oder Aufschlämmung zu gewinnen, vgl. die britische Patentschrift 239 846.
  • Eingehende Versuche haben jedoch ergeben, .daß eine Thiosulfatbildung ohne jede andere Nebenreaktion nur dann stattfindet, wenn man die Regel anwendet, -daß H2 S gegenüber S 02 so lange im Überschuß eingeleitet wird, bis der Neutralitätspunkt der Lösung erreicht. ist. Wird dieser H2 S-Überschuß während des Einleitens der Gase nicht eingehalten, so erhält man neben Thiosulfaten sehr viel Sulfit und erhebliche Mengen Trithionat. Wird aber der Neutralitätspunkt der Lösung während des Einleitens der Gase überschritten, so tritt neben Thiosulfat Tetra-und Pentathionat auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Salzen der Polythonsäuren durch gleichzeitige Einwirkung von Schwefeldioxyd und Schwefelwasserstoff auf gelöste oder aufgeschlämmte, alkalisch wirkende Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß bis zur Erreichung des Neutralitätspunktes Schwefelwasserstoff im Überschuß angewandt wird, wobei zur Gewinnung der Salze der höheren Polythionsäuren nach Erreichung des Neutralitätspunktes Schwefeldioxyd im Überschuß angewandt wird.
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