DE68902299T2 - Backofen mit verschluss. - Google Patents

Backofen mit verschluss.

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    • E05CBOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Öfen, die mit einer durch eine schwenkbare Tür verschließbaren Öffnung ausgestattet sind.
  • Bei den bekannten Öfen weist die Tür einen starren Rahmen auf, der entlang einer seiner Seiten am Rande der Umschließung des Ofens bzw des geschlossenen Ofenraumes schwenkbar gelagert ist. Eine periphäre Dichtung bewirkt in der Schließstellung die Abdichtung zwischen der Innenseite der Tür und der Umschließung. Die Tür wird im allgemeinen durch einen im Körper des Ofens montierten Riegel festgehalten, der mit einem in der Tür montierten Haken zusammenwirkt, um den Haken mit der Tür in der Verriegelungsstellung zu halten und zum Öffnen der Tür den Haken mit der Tür freizugeben. Der Riegel ist im allgemeinen drehbar um eine feste Achse des Ofenkörpers montiert, und zwar zwischen einer axialen Stellung, in der er den Haken festhält, und in einer Ausweichstellung, in der er den Haken freigibt. Der Riegel weist eine Rückhalteausnehmung auf, in die der Haken in der Verriegelungsstellung eingreift, wenn sich der Riegel in Axialstellung befindet. Eine Rückhalterampe begrenzt die Rückhalteausnehmung und bildet eine Anliegefläche, um den Haken in der Verriegelungsstellung festzuhalten, und das Öffnen der Tür zu verhindern. An der Stirnseite des Riegels kann eine Auslöserampe vorgesehen sein, die zur Auslösung der Schwerkbewegung und der Ausweichbewegung des Riegels aus seiner Axiallage beim Eintreten des Hakens dient.
  • Bei den bekannten Ofenverschlüssen kann die Tür also zwei Stellungen einnehmen: eine geöffnete Stellung, in der sie nicht durch den Riegel festgehalten wird, und eine Verriegelungsstellung, in der sie fest im Riegel gehalten wird und nur durch eine Betätigung des Riegels selber geöffnet werden kann. Daraus folgt, daß sich bei der Betätigung des Riegels zum Entsperren der Tür die Tür plötzlich öffnet und die in der Umschließung des Ofens enthaltenen Gase und Dämpfe schlagartig entweichen läßt. Ein solches schlagartiges Entweichen der Dämpfe und-Gase beim Öffnen der Tür stellt bei modernen Öfen einen bedeutenden Nachteil dar, und zwar insbesondere bei Dampföfen, die zum Kochen und Backen von Lebensmitteln einen eingebauten Generator zur Erzeugung von Wasserdampf aufweisen.
  • Ein weiterer Nachteil der bekannten Öfen besteht darin, daß ihre Schließstellung, um die Verriegelungsstellung zu erreichen, durch eine kurze Bewegung entsprechend der Gleitbewegung des Hakens der Tür über die Auslöserampe des Riegels erreicht wird. Ein so kurzer Weg macht das dichte Verschließen, das man bei Dampföfen erreichen muß, zu einem Problem.
  • Die Dokumente US-A-4 163 443, US-A-4 554 907 und US-A-3 831 580 beschreiben Verriegelungskonstruktionen für Ofentüren, bei denen der feststehende Haken der Ofentür während der Schließ- oder Öffnungsbewegung der Tür durch einen Haken, der sich entlang einer schräggestellten Richtung bewegen kann, eingehakt wird, wobei der Riegel durch Führungsrampen geführt wird. Bei jeder Längsbewegung des Riegels kann dieser über seinen gesamten Laufweg zwischen einer Öffnungsstellung, in der der Haken aus dem Riegel ausgetreten ist, und einer Schließstellung, in der der Haken in den Riegel eingefügt ist, nur eine einzige Stellung in Längsrichtung einnehmen. Diese verbesserten Verschlußkonstruktionen vergrößern zwar den Weg zwischen der Schließstellung und der Öffnungsstellung, lösen aber nicht das Problem des schlagartigen Entweichens der in der Umschließung des Ofens enthaltenen Gase und Dämpfe im Augenblick der Öffnung des Ofens.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt vor allem die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Verschlußeinrichtungen zu vermeiden und eine neue Verriegelungskonstruktion zu schaffen, die drei verschiedene Betriebsstellungen definiert, nämlich eine Stellung bei geöffneter Tür, in der die Tür nicht durch die Einhakmittel festgehalten werden kann; eine Einhakstellung, in der die Tür lediglich festgehalten und durch die Einhakmittel gebremst wird, so daß die Tür durch einfaches Ziehen geöffnet werden kann; und eine Verriegelungsstellung, in der die Tür durch die Einhakmittel stramm zurückgehalten wird und nur durch Betätigung der Einhakmittel geöffnet werden kann. In der Verriegelungsstellung ist die Tür hermetisch geschlossen; und wenn die Einhakmittel entriegelt werden, wird die Tür nur teilweise freigegeben und nimmt dabei eine Einhakstellung ein, in der sie festgehalten wird. Das Öffnen und Schließen der Tür erfolgt also in zwei Schritten mit einem notwendigen Durchgang durch die Zwischeneinhakstellung.
  • Gemäß einem weiteren Ziel der Erfindung erfolgt der Übergang von der Öffnungsstellung in die Schließstellung durch einfaches Andrücken der Tür, zunächst, um sie aus der Öffnungsstellung in die Einhakstellung zu bewegen, und dann, um sie von der Einhakstellung in die Verriegelungsstellung zu bewegen, wobei die Verriegelung automatisch eintritt. In gleicher Weise erfolgt das Öffnen der Tür in zwei Schritten, nämlich zunächst durch Betätigen der Verriegelungseinrichtungen zum Bewegen der Tür in die Einhakstellung, und dann durch Ziehen der Tür, um sie in die Öffnungsstellung zu bringen.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Erleichterung der Betriebsweise der Dampföfen, einerseits durch Schaffung einer Möglichkeit für das Entweichen der im Ofen enthaltenen Gase und Dämpfe, wenn sich die Tür in der Einhakstellung befindet, und andererseits zum Bremsen und Verzögern des Schließens der Tür durch den zwangsweisen Durchgang durch die Einhakstellung.
  • Um diese und weitere Ziele zu erreichen ist ein Ofen gemäß der Erfindung mit einer Schließvorrichtung ausgestattet, die folgende Komponenten aufweist:
  • einen Riegel, der längsbeweglich in einer Längsachse auf Führungsmitteln des Ofenkörpers zwischen einer zurückgezogenen Verriegelungsstellung, in der die Führungsmittel das Schwenken des Riegels verhindern, und einer vorgeschobenen Einraststellung, in der die Führungsmittel das Schwenken des Riegels aus seiner Axiallage um eine feste Achse zulassen;
  • erste elastische Mittel, die den Riegel anspannen, um ihn beim Schwenken um seine feste Achse in seine Axiallage zurückzuholen;
  • einen beweglichen Verriegelungsanschlag, der von Betätigungsgliedern angespannt wird, den Riegel in der zurückgezogenen Verriegelungsstellung festhält und ihn durch die Einwirkung der Betätigungsglieder freigibt.
  • In der Verriegelungsstellung hält also der Haken die Tür stramm zurück, die nur durch Auslösen der Betätigungsglieder des beweglichen Verriegelungsanschlags geöffnet werden kann. Durch diese Betätigung gelangen die Tür und der Haken in die Einhakstellung. Aus dieser Stellung kann die Tür durch einfaches Drehen des Riegels um seine feste Achse geöffnet werden
  • Gemäß einer der Möglichkeiten ist die Rückhalterampe des Riegels derart geneigt, daß in der Einraststellung die Tür durch Ziehen mit einer Kraft geöffnet werden kann, welche die vom Riegel und seinen elastischen Mitteln auf den Haken in Richtung der Rückhalterampe ausgeübte Rückhaltekraft überwinden läßt.
  • In entsprechender Weise kann man eine schräge Einrastrampe des Riegels vorsehen. Eine solche Rampe, die zweiten elastischen Mitteln zur längsgerichteten Betätigung des Riegels zugeordnet sind und den Riegel in seine vorgeschobene Einhakstellung ziehen, ermöglicht es, den durch die zweiten elastischen Mittel für längsgerichtete Betätigung durch Anliegen des Hakens auf der schrägen Auslöserampe angedrückten Riegel abzuheben, um den Übergang von der Öffnungsstellung der Tür in die Einhakstellung durch einfaches Drücken der Tür zu bewirken.
  • Gemäß einer besonderen Ausführungsform weist der Verschluß der Tür gemäß der Erfindung zwei identische Riegel auf, die relativ zur Längsachse symmetrisch gegeneinanderliegend angeordnet sind, wobei die Riegel von denselben Führungsmitteln geführt und von denselben Verriegelungsmitteln sowie symmetrischen, elastischen Mitteln angespannt werden und mit demselben Türhaken zusammenwirken, wobei diese Mittel die Riegel beiderseits in der Verriegelungsstellung und in der Einraststellung festhalten.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist ein mit einem Verschluß gemäß der Erfindung ausgestatteter Ofen eine doppelte Tür mit einer Außenwand und starrem Rahmen auf, die entlang einer seiner Seiten schwenkbar an der Umschließung gelagert ist; die Tür weist weiter eine innere Platte auf, die so gestaltet ist, daß sie sich formschlüssig über die Öffnung der Umschließung fügt und diese in der Schließstellung schließt; die innere Platte ist auf der Außenwand gegenüber ihrer Innenseite montiert, wobei sie mit dieser durch Verbindungsmittel verbunden ist, die die Relativverschiebung zwischen der inneren Platte und der Tür parallel zur Verstellung der Tür um ihre Gelenke ermöglichen; die Verbindungsmittel weisen elastische Vorrichtungen auf, die die innere Platte von der Außenwand auf Abstand halten. Auf diese Weise bewirkt beim Schließen der Tür der in der Einraststellung stehende Riegel eine Abbremsung der Tür und verlangsamt das Auftreffen der inneren Platte auf der Öffnung der Umschließung. Eine solche Verlangsamung ist von Vorteil für das korrekte Anlegen der Dichtung an den Wänden der Umschließung des Ofens, wodurch eine verbesserte Abdichtung bewirkt wird.
  • Vorzugsweise ist der Verschiebungsweg des Riegels zwischen seiner Verriegelungsstellung und seiner Einraststellung geringfügig größer als der Verschiebungsweg der inneren Platte relativ zur Außenwand der Tür. Auf diese Weise wird bei der Verriegelung die Tür in die Einraststellung gebracht, in der sich die innere Platte geringfügig vom Körper des Ofens entfernt und die im Inneren des Ofens befindlichen Gase und Dämpfe freisetzt.
  • Weitere Ziele, Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung von besonderen Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen hervor.
  • Fig. 1 stellt eine Seitenansicht der Funktionsorgane eines Ofenverschlusses gemäß der vorliegenden Erfindung in der Einhakstellung dar;
  • Fig. 2 stellt eine Seitenansicht des Verschlusses gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung in der Einhakstellung dar;
  • Fig. 3 stellt eine Seitenansicht des Verschlusses der Fig. 2 in der Verriegelungsstellung dar;
  • Fig. 4 stellt eine Teilansicht der Verschlußorgane der Fig. 2 in der Zwischenposition zwischen der Öffnungsstellung und der Einhakstellung dar; und
  • Fig. 5 stellt eine Teilquerschnittsansicht durch einen Ofen, von oben gesehen, dar, der mit einer Verschlußvorrichtung gemäß der Erfindung ausgestattet ist.
  • Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist der Ofenkörper 1 durch eine schwenkbare Tür 2 verschließbar, die in der Verriegelungsstellung und in der Einhakstellung durch eine Verschlußkombination 3 gehalten wird, die mit dem Ofenkörper 1 fest verbunden ist. Die Verschlußkombination 3 umfaßt eine feststehende Platte 4, die mit zwei quergestellten Führungsstiften 5 und 6 versehen ist, die senkrecht zur Platte 4 und parallel zueinander verlaufen und entlang der Längsachse I-I der Vorrichtung einen gegenseitigen Zwischenabstand einnehmen. Ein Riegel 7 besteht aus einem flachen Körper 8 mit einem hinteren Längsloch 9 und einem vorderen Längsloch 10. Der Stift 5 gleitet mit geringem Spiel im hinteren Längsloch 9, während der Stift 6 mit geringem Spiel im vorderen Längsloch 10 gleitet. Das hintere Längsloch 9 liegt in der Längsachse I-I der Vorrichtung. Das vordere Längsloch 10 besitzt die Form eines L, wobei sich ein Längsschenkel 11 und ein Schenkel 12 des L in senkrechter Richtung im hinteren Abschnitt des Längsschenkels 11 miteinander verbinden. Das vordere Ende des flachen Körpers 8 des Riegels tritt zur Außenseite des Ofenkörpers 1 aus, wie Fig. 1 zeigt, und weist eine Rückhalteausnehmung 13 auf, die nach oben offen ist und in die ein fest mit der Tür 2 verbundener Haken 14 eingreift, wenn sich die Tür in der Verriegelungsstellung, und der Riegel in Axiallage befindet. Die Rückhalterampe 15 begrenzt die Rückhalteausnehmung 13 und bildet eine Anliegeoberfläche zum Zurückhalten des Hakens 14 in der Verriegelungsstellung. An der Stirnseite des Riegels ist eine Auslöserampe 16 vorgesehen, die mit dem Haken 14 beim Andrücken der Tür 2 in die Einhakstellung zusammenwirkt.
  • Der senkrechte Schenkel 12 des vorderen Längsloches 10 verläuft in der Öffnungsrichtung der Rückhalteausnehmung 13 des Riegels. Der Riegel 7 kann also in Längsrichtung entlang der Längsachse I-I zwischen einer ersten bzw. Einhakstellung gemäß Fig. 1 gleiten, in der die Stifte 5 und 6 gegen das jeweilige hintere Ende des hinteren Längsloches 9 und des vorderen Längsloches 10 anliegen, und zwischen einer zweiten bzw. Verriegelungsstellung, in der die Stifte 5 und 6 gegen die vorderen Enden der Längslöcher 9 und 10 anliegen. In der in Fig. 1 dargestellten Einhakstellung ermöglicht der Schenkel 12 die Schwenkbewegung des Riegels 7 um den Stift 5 innerhalb eines begrenzten Winkelabschnittes: in der in Fig. 1 dargestellten Stellung befindet sich der Haken 14 in der Rückhalteausnehmung 13. Wenn der Riegel 7 schwenkt, gelangt der Stift 6 zum Boden des senkrechten Schenkels 12; der Riegel gibt den Haken 14 frei, der sich jetzt entlang der Längsachse I-I verschieben kann, da er nicht mehr von der Rückhalterampe 15 festgehalten wird.
  • Der Riegel 7 wird durch eine Zugfeder 17 schräg nach vorne und nach oben gezogen, deren eines Ende am flachen Körper 8 des Riegels befestigt ist, während ihr anderes Ende an der Platte 4 befestigt ist. Somit versucht die Feder 17 den Riegel 7 in seine Axiallage entlang der Längsachse I-I zurückzubringen, wenn dieser für das Übertreten des Hakens 14 in seitlicher Richtung verschoben wurde. Weiter zieht die Feder 17 den Riegel 7 in seine in Fig. 1 dargestellte vordere Einhakstellung, wenn dieser nach hinten in die Verriegelungsstellung bewegt wurde.
  • Der vordere Abschnitt des Riegels 7 tritt aus dem Ofenkörper 1 durch einen Schlitz 18 aus, der in die Wand des Ofenkörpers eingearbeitet ist. Zum Verschließen dieses Schlitzes 18 bei geöffneter Tür oder in der Einhakstellung weist der Riegel 7 zu beiden Seiten des Riegels zwei Erweiterungen 19 und 20 auf, die gegen die Vorderwand des Ofenkörpers 1 anliegen und so in der Einhakstellung den Schlitz 18 verschließen.
  • Die Tür 2 des Ofens ist mit einer Stoßplatte 21 versehen, die bei der Bewegung der Tür aus der Einhakstellung in die Verriegelungsstellung gegen das vordere Ende des Riegels 7 stößt, um den Riegel in die Verriegelungsstellung zurückzudrücken.
  • Der hintere Abschnitt des flachen Körpers 8 des Riegels 7 besitzt eine obere Schulter 22, die mit einem unteren Zahn 23 zusammenwirkt, der einen beweglichen Anschlag bildet und an einem Hebel 24 sitzt, der um eine feste Achse 25 der Platte 4 drehbar gelagert ist. Der Hebel 24 wird durch eine Betätigungsstange 26 angeschoben, dessen Ende den Kern 27 eines Elektromagneten 28 sowie einen Handgriff 29 aufweist. Der Elektromagnet 28 ist elektrisch in Reihe an eine erste Versorgungsquelle 30 mit einem ersten Schalter 31, der von einem dem Benutzer zugänglichen Knopf 32 zum Öffnen der Tür betätigt wird, und an einen zweiten Schalter 33 angeschlossen, der von einer Rampe 34 des Riegels 7 betätigt wird. Der zweite Schalter 33 ist geschlossen, wenn sich der Riegel in der Verriegelungsstellung oder in der zurückgezogenen Stellung befindet; er ist geöffnet, wenn sich der Riegel in allen sonstigen Stellungen befindet, und insbesondere in der in Fig. 1 dargestellten Einhakstellung.
  • Die Wirkungsweise der Schließvorrichtung ist folgende: in der Offnungsstellung befindet sich der Riegel 7 in der in Fig. 1 wiedergegebenen Stellung, in der er durch die Feder 17 parallel zur Längsachse I-I angezogen wird. Wenn die Tür 2 gegen den Ofenkörper 1 gedrückt wird, gelangt die Nase 14 in Berührung mit der Auslöserampe 16 und bewirkt das seitliche Ausweichen des Riegels 7, der durch die von der Feder 17 ausgeübte Andruckkraft in Längsrichtung festgehalten wird. Dadurch wird der Übertritt des Hakens 14 und sein Eingreifen in die Rückhalteausnehmung 13 ermöglicht. Die Vorrichtung befindet sich dann in der in Fig. 1 dargestellten Einhakstellung. Wird die Tür 2 weiter angedrückt, drückt die Stoßplatte 21 gegen die Rückhaltekraft der Feder 17 den Riegel 7 nach hinten und bringt ihn in die Verriegelungsstellung, in der die Stifte 5 und 6 in Anschlag mit den vorderen Böden der Längslöcher 9 und 10 stehen. In dieser Stellung senkt sich der Hebel 24 durch Schwerkraft nach unten, und der Zahn 23 legt sich gegen die Schulter 22 und hält den Riegel 7 zurück. In dieser Stellung befindet sich der Stift 6 im engen Abschnitt des vorderen Längsloches 10, d.h. in seinem Längsschenkel 11, und verhindert jede seitliche Schwenkbewegung des Riegels 7. Die Vorrichtung befindet sich also in der Verriegelungsstellung, die ein Entweichen des Hakens 14 und damit das Öffnen der Tür 2 verhindert.
  • Aus der Verriegelungsstellung heraus erfordert das Öffnen der Tür die Betätigung des ersten Schalters 31, der den Elektromagneten 28 an Spannung legt, wodurch der Hebel 24 über die Stange 26 angehoben wird. Der Zahn 23 gibt die Schulter 22 frei, und der Riegel 7 kehrt unter der Wirkung der Feder 17 in die Einhakstellung zurück. Die Tür 2 wird also in der Fig. 1 dargestellten Einhakstellung festgehalten, wobei der Haken 14 in die Rückhalteausnehmung 13 eingreift. Zum vollständigen Öffnen der Tür 2 muß die Tür gezogen werden, um den Haken 14 in Längsrichtung zu verschieben, der dann in Anschlag mit der Rückhalterampe 15 steht. Die Verschiebung des Hakens 14 verursacht die Schwenkbewegung des Riegels 7 gegen die von der Feder 17 ausgeübte Rückhaltekraft. Der Riegel 7 kehrt dann in seine Einhakstellung zurück
  • In der Verriegelungsstellung und im Falle des Stromausfalls kann der Elektromagnet 28 nicht mehr betätigt werden. Die Entriegelung der Tür kann dann durch Betätigung des Handgriffes 29 erfolgen, wobei das Verfahren zum Öffnen der Tür nach wie vor das gleiche ist, d.h. die Zwischenphase des Einhakens umfaßt.
  • Es wurde bereits bemerkt, daß im Laufe der Zeit die Türen des Ofens dazu neigen, sich relativ zum Ofenkörper leicht zu verschieben. Daraus entsteht dann eine fehlerhafte Ausfluchtung zwischen Haken 14 und Riegel 7, was zu einer Veränderung der für den Übertritt des Hakens in die Rückhalteausnehmung 13 bzw. aus dieser heraus erforderlichen Kraft führt.
  • Um eine solche Veränderung zu vermeiden, und um die Übertrittskraft und damit auch die Bremskraft zu erhöhen, die von der Schließvorrichtung auf die in der Einhakstellung stehende Tür ausgeübt wird, kann eine in den Fig. 2 bis 4 dargestellte Ausführungsform verwendet werden In dieser weist die Verschlußvorrichtung zwei identische Riegel 7 und 107 auf, die gegeneinanderliegend symmetrisch zur Längsachse I-I angeordnet sind, wie die genannten Figuren zeigen. Die beiden Riegel 7 und 107 werden von den gleichen Stiften 5 und 6 geführt und von den gleichen Verriegelungsmitteln, wie etwa dem Hebel 24, zurückgehalten. Sie wirken mit dem gleichen Haken 14 zusammen, den sie beidseitig in der in Fig. 3 dargestellten Verriegelungsstellung sowie in der Fig. 2 dargestellten Einhakstellung festhalten. Der Riegel 7 wird von seiner Feder 17 in die Schrägstellung gezogen, während der Riegel 107 von der Feder 117 angezogen wird, die in symmetrischer Schrägstellung zur Feder 17 angeordnet ist. Die Wirkungsweise der beiden Riegel 7 und 107 verläuft symmetrisch zur Achse I-I.
  • In Fig. 2 ist die Betriebsstellung der Schließvorrichtung mit zwei Riegeln dargestellt, wenn sich die Tür in der Einhakstellung befindet; beide Riegel können zum Einhaken oder zum Aushaken des Hakens 14 um den Stift 5 schwenken.
  • Gemäß Fig. 3 sind die beiden Riegel in der Verriegelungsstellung zurückgezogen und werden durch den Hebel 24 festgehalten. In dieser Stellung wird das Verschwenken der Hebel durch den Stift 6 unmöglich gemacht, der im vorderen Abschnitt der entsprechenden vorderen Längslöcher 10 und 100 steht.
  • In Fig. 4 ist die Relativstellung der Riegel 7 und 107 während des Übertritts des Hakens 14 zwischen der Öffnungsstellung und der Einhakstellung dargestellt, wobei die beiden Riegel 7 und 107 durch Drehung um den Stift 5 gegen die Längsebene I-I auf Abstand gebracht sind.
  • Die Fig. 5 stellt partiell in einer geschnittenen Draufsicht einen Ofen mit einer Schließvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung dar. Bei dieser Ausführungsform weist der Ofenkörper 1 eine von der Tür 2 geschlossene Öffnung 40 auf. Die Tür 2 umfaßt eine Außenwand 41, die durch einen starren Rahmen 42 begrenzt ist, der entlang einer senkrechten Kante 43 des Ofenkörpers 1 schwenkbar gelagert ist. Die Schließvorrichtung 3 ist an der entgegengesetzten Seite des senkrechten Schwenkverbindungsrandes 43 angeordnet, wobei man die Haken 7 und 107 unterscheidet, die mit dem Haken 14 zusammenwirken, der mit der senkrechten Strebe des Rahmens 42 fest verbunden ist.
  • Die Tür umfaßt weiter eine innere Platte 44, die so gestaltet ist, daß sie sich auf die Öffnung 40 der Umschließung anlegt und diese in der Schließstellung verschließt. Die innere Platte 44 ist auf der Außenwand 41 der Tür gegenüber ihrer Innenseite 45 befestigt, an die sie mit Verbindungsmitteln angeschlossen ist, die die Relativverschiebung der inneren Platte 44 gegen die Außenwand 41 der Tür parallel zur Bewegung der Tür um ihre Gelenke 43 ermöglichen. Die Verbindung wird durch Führungsstifte, wie etwa die Stifte 46 und 47, bewirkt, wobei Druckfedern die innere Platte 44 relativ zur Außenwand 41 auf Abstand drükken, um sie in Kontakt mit nicht dargestellten Anschlägen der Stifte 46 und 47 zu bringen.
  • Beim Schließen der Tür erzeugen die Riegel 7 und 107 sowie die mit ihnen in Verbindung stehenden Federn 17 und 117 die Abbremsung der Tür 2 sowie die Verlangsamung des Auflegens der inneren Platte 44 auf die Öffnung 40 der Umschließung des Ofens.
  • Vorzugsweise ist der Laufweg der Riegel 7 und 107 zwischen ihrer Verriegelungsstellung und ihrer Einhakstellung etwas größer als der Weg der inneren Platte 44 relativ zur Außenwand 41. Auf diese Weise wird bei der Entriegelung die Tür in die Einhakstellung gebracht, in der die innere Platte 44 vom Körper 1 des Ofens leicht absteht und die Gase und Dämpfe freiläßt, die im Inneren der Umschließung enthalten sind.

Claims (10)

1. Ofen mit einer Schließvorrichtung, die einen Riegel (7) aufweist, der im Körper des Ofens (1) montiert ist und mit einem Haken (14) zusammenwirkt, der in der Tür (2) montiert ist, um den Haken und die Tür in Verriegelungsstellung zu halten und um den Haken und die Tür zum Öffnen des Ofens freizugeben, wobei der Riegel (7) eine Rückhalteausnehmung (13) aufweist, in die der Haken (14) in der Verriegelungsstellung eingreift, wenn der Riegel die Axiallage einnimmt, wobei eine Rückhalterampe (15) die Rückhalteausnehmung (13) begrenzt und eine Anliegefläche zum Festhalten des Hakens (14) in der Verriegelungsstellung bildet, und wobei eine Einrastrampe (16) auf der Stirnseite des Riegels (7) vorgesehen ist, um das Schwenken und Entweichen des Riegels aus seiner Axiallage beim Eintreten des Hakens (14) zum Schließen der Tür zu bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß
- der Riegel (7) längsbeweglich in einer Längsachse (I-I) auf Führungsmitteln (5, 6) des Ofenkörpers zwischen einer zurückgezogenen Verriegelungsstellung, in der die Führuhgsmittel (5, 6) das Schwenken des Riegels (7) verhindern, und einer vorgeschobenen Einraststellung, in der die Führungsmittel (5, 6) das Schwenken des Riegels (7) aus seiner Axiallage um eine feste Achse (5) zulassen, montiert sind,
- erste elastische Mittel (17), die den Riegel anspannen, um ihn beim Schwenken um seine feste Achse (5) in seine Axiallage zurückzuholen,
- ein beweglicher Verriegelungsanschlag (24), der von Betätigungsgliedern (26, 28, 31, 32) angespannt wird, den Riegel (7) in der zurückgezogenen Verriegelungsstellung festhält und ihn durch die Einwirkung der Betätigungsglieder freigibt, derart, daß in der Verriegelungsstellung der Riegel (7) die Tür (2) fest zurückhält, die nur durch Auslösen der Betätigungsglieder (32) des beweglichen Verriegelungsanschlags geöffnet werden kann, und daß in der Einraststellung die Tür durch drehende Krafteinwirkung auf den Riegel (7) um seine feste Achse (5) geöffnet werden kann.
2. Ofen nach Anspmch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhalterampe (15) des Riegels derart geneigt ist, daß in der Einraststellung die Tür durch Ziehen mit einer Kraft geöffnet werden kann, welche die vom Riegel und seinen elastischen Mitteln (17) auf den Haken (14) in Richtung der Rückhalterampe (15) ausgeübte Rückhaltekraft überwinden läßt.
3. Ofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß:
- die Einrastrampe (16) des Riegels schräg ist,
- zweite elastische Mittel (17) für längsgerichtete Betätigung vorgesehen sind, um den Riegel (7) in Richtung seiner vorgeschobenen Einraststellung anzudrücken, derart, daß beim Schließen der Tür in der Absicht, sie in die Einraststellung zu bringen, der im Anschlag mit der schrägen Einrastrampe (16) stehende Haken (14) den durch die zweiten elastischen Mittel (17) für längsgerichtete Betätigung in der Längsrichtung festgehaltenen Riegel (7) seitlich auslenkt und sich in die Rückhalte ausnehmung (13) einschiebt
4. Ofen nach Ansprnch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten elastischen Mittel aus einer eizzelnen Feder (17) bestehen, die in einer schrägen Lage angeordnet ist und eine Zugkraft liefert, die gleichzeitig eine Längskomponente zum Zurückholen des Riegels in die vorgeschobene Einraststellung, und eine senkrechte Komponente zum Zurückholen des Riegels in die Axiallage aufweist.
5. Ofen nach einem beliebigen Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß:
- der Riegel (7) ein in der Längsachse (I-I) liegendes hinteres Längsloch (9) aufweist, in welchem ein erster Stift (5), der die Drehachse des Riegels bildet, quer zum Ofenkörper (1) gleitet,
- der Riegel ein L-förmiges vorderes Längsloch (10) aufweist, wobei ein Schenkel (11) des L in Längsrichtung und ein Schenkel (12) des L in senkrechter Richtung verläuft und beide sich im hinteren Abschnitt des Längsschenkels (11) miteinander verbinden und in der Öffnungsrichtung der Rückhalteausnehmung (13) des Riegels ineinanderübergehen, wobei ein zweiter Stift (6) quer zum Ofenkörper in gleitendem Eingriff mit dem vorderen Längsloch (10) montiert ist,
- die Querstifte (5, 6) und die Längslöcher (9, 10) die Führungsmittel des Riegels zwischen der Verriegelungsstellung und der Einraststellung bilden
6. Ofen nach einem beliebigen Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Verriegelungsanschlag ein drehbar um eine feste Achse (25) des Ofenkörpers gelagerter Hebel (24) ist, der über einen unteren Zahn (23) mit einer oberen Schulter (22) des Riegels zusammenarbeitet und durch eine Betätigungsstange (26) bewegt wird, deren Ende den Kern (27) eines Elektromagneten (28) sowie einen Betätigungshandgriff (29) trägt, wobei der bewegliche Anschlag (23) durch Einwirkung der Schwerkraft hinter die Schulter (22) des Riegels greift, wenn der Riegel in die Verriegelungsstellung zurückgestoßen wird
7. Ofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (28) mit einem ersten Schalter (31), der mit einem dem Benutzer erreichbaren Türöffnungsknopf (32) betätigt wird, und mit einem zweiten Schalter (33), der von einer Rampe (34) des Riegels (7) betätigt wird, elektrisch in Reihe geschaltet ist, wobei der zweite Schalter (33) geschlossen ist, wenn der Riegel in Verriegelungsstellung steht, und geöffnet ist, wenn der Riegel in den anderen Stellungen steht
8. Ofen nach einem beliebigen Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß er zwei identiscbe Riegel (7, 107) umfaßt, die relativ zur Längsachse (I-I) symmetrisch gegeneinanderliegend angeordnet sind, dabei von denselben Führungsmitteln (5, 6) geführt und von denselben Verriegelungsmitteln (24) sowie symmetrischen, elastischen Mitteln (17, 117) angespannt werden und mit demselben Türhaken (14) zusammenwirken, wobei diese Mittel die Riegel beiderseits in der Verriegelungsstellung und in der Einraststellung festhalten.
9. Ofen nach einem beliebigen Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
- die Tür (2) weiter einen starren Rahmen (42) aufweist, der entlang einer ihrer Seiten (43) um eine Kante der Umschließung des Ofens schwenkbar ist und eine Außenwand (41) umgrenzt,
- die Tür (2) weiter eine innere Platte (44) aufweist, die so gestaltet ist, daß sie sich formschlüssig über die Öffnung (40) der Umschließung fügt und diese in der Schließstellung schließt,
- die innere Platte (44) auf der Außenwand (41) gegenüber ihrer Innenseite (45) montiert ist, wobei sie mit dieser durch Verbindungsmittel (46, 47) verbunden ist, die die Relativverschiebung zwischen der inneren Platte (44) und der Tür parallel zur Verstellung der Tür um ihre Gelenke ermöglichen,
- die Verbindungsmittel elastische Vorrichtungen aufweisen, die die innere Platte (44) von der Außenwand (41) auf Abstand halten, derart, daß beim Schließen der Tür der in der Einraststellung stehende Riegel (7) eine Abbremsung der Tür bewirkt und das Auftreffen der inneren Platte (44) auf der Öffnung (40) der Umschließung verlangsamt.
10. Ofen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschiebungsweg des Riegels (7) zwischen seiner Verriegelungsstellung und seiner Einraststellung geringfügig größer als der Verschiebungsweg der inneren Platte (44) relativ zur Außenwand (41) der Tür ist, derart, daß bei der Verriegelung die Tür in die Einraststellung gebracht wird, in der sich die innere Platte (44) geringfügig vom Körper (1) des Ofens entfernt und die im Inneren des Ofens befindlichen Gase und Dämpfe freisetzt.
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