DE68905545T2 - Brieffuelleinrichtung. - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einstecken von Schriftgut im Umschläge.
- Solche Vorrichtungen sind bekannt. Sie werden als Büromaschinen verwendet, um Schriftgut in Umschläge zu stecken oder sind Bestandteil von größeren Anlagen, die die automatische Postverarbeitung in großem Umfang sicherstellen und unter anderen insbesondere eine Vorrichtung zum Falten und/oder zum Zusammenstellen des Schriftguts und eine Vorrichtung zum Verschließen der gefüllten Umschläge aufweisen.
- In den Vorrichtungen zum Einstecken des Schriftguts in Umschläge werden die leeren Umschläge nacheinander in einer Ladestation vor einem Transferweg für das Schriftgut angeboten. Jeder Umschlag wird in dieser Ladeposition während der Dauer des Einsteckens des Schriftguts in den Umschlag angehalten. Über dem Weg der Umschläge sind Mittel montiert, um jeden leeren Umschlag in die Ladeposition zu bringen und dort zu halten. Diese Mittel können einen Satz von Rollen und einen zugeordneten Satz von Gegendruckrollen enthalten, zwischen die die Umschläge gelangen und die am Ende des Transferwegs für das Schriftgut angeordnet sind. Wenn die Rollen angetrieben werden, tragen diese und die Gegendruckrollen dazu bei, daß jeder Umschlag in die Ladeposition gebracht wird, indem der Körper des Umschlags soweit befördert wird, bis die Verbindungslinie zwischen dem Körper des Umschlags und der vorher geöffneten Verschlußklappe zwischen sie gelangt. Dann werden die Rollen nicht mehr angetrieben, und der Umschlag wird angehalten und in der Ladeposition in Höhe des Transferwegs für das Schriftgut festgehalten.
- Finger zum Öffnen des Körpers des Umschlags werden verwendet, um den Körper des in der Ladeposition angehaltenen Umschlags zu öffnen und um das Einführen des Schriftguts zu erleichtern. Diese Finger sind vor der Ladeposition montiert und normalerweise weggeschwenkt. Zum Einführen des Schriftguts werden sie in die Öffnungsposition des Körpers des Umschlags gebracht und dringen teilweise in den Körper des Umschlags ein. Außerdem ist der erwähnte Satz von Gegenrollen vorzugsweise bezüglich des Satzes von Rollen zurückziehbar montiert und befindet sich in der zurückgezogenen Position, sobald die Rollen nicht mehr angetrieben werden, um die Umsteuerung der Finger in die Öffnungsposition zu erlauben.
- In den bekannten derartigen Vorrichtungen sind verschiedene spezielle Mechanismen auch dem eigentlichen Einstekken des Schriftguts zugeordnet. Sie sind insbesondere dazu bestimmt, das Schriftgut bis an den Grund des Umschlags einzuführen. Ein Beispiel eines solchen Mechanismus ist insbesondere in der französischen Patentanmeldung FR-A-2 570 331 der Anmelderin beschrieben. Dieser Mechanismus enthält eine auf einem Wagen montierte Einführungsplatte, die hin- und herbewegt werden kann. Diese Einführungsplatte empfängt das in den Umschlag zu steckenden Schriftstück vom Schriftguttransferweg, dringt zusammen mit dem Schriftstück, das sie festhält, in den Umschlag ein und wird dann aus dem Umschlag herausgezogen, wobei sie das Schriftstück freigibt, den sie bis zum Grund des Umschlags begleitet hat. Die Verwendung eines solchen Mechanismus und seine Steuerung machen die Vorrichtungen etwas sperrig.
- In dem Patent GB-2 183 214 enthält die Einführvorrichtung einen Tisch, der jeden Umschlag von einer geneigten und an einen seiner Ränder gekoppelten Rampe empfängt, während jedes einzuführende Schriftstück über eine andere geneigte Rampe ankommt. Die Rampe für die Schriftstücke endet oberhalb des Tisches, dort wo der Umschlag mit seiner offenen Verschlußklappe angehalten wurde. Sie besitzt am Ende einen Satz Rollen, die mit einem Satz von durch den Tisch hindurchragenden Rollen zusammenwirken. Der Tisch kann um seinen mit der Rampe für die Umschläge gekoppelten Rand schwenken.
- Auf dem Teil des Tisches vor dem Ausgang der Rampe für Schriftstücke sichern zwei Paare von Rollensätzen den Vorschub jedes Umschlags. Das erste dieser beiden Rollenpaare verleiht dem Umschlag eine Wölbung. Ein Schwenkhebel zwischen diesen beiden Rollenpaaren hält die Verschlußklappe des ankommenden Umschlags ihm gegenüber halb offen. In der Ladeposition ist die Verschlußklappe des Umschlags offen und bleibt gerade hinter dem Ausgang der Schriftstücke von ihrer Rampe. Der Tisch wird gekippt für die Einführung des Schriftstücks in den Umschlag.
- Das Patent GB-1 237 872 beschreibt eine Einsteckmaschine, in der die Einsteckstation durch eine Schwenkplatte am Ende des Transportwegs der leeren Umschläge und eines Transportwegs der zu kuvertierenden Schriftstücke definiert ist. Diese Schwenkplatte liegt im wesentlichen in der Verlängerung des Weges der Umschläge, um einen zu füllenden Umschlag aufzunehmen, dessen Verschlußklappe vorher mittels eines Schwenkmessers geöffnet und während des Vorschubs auf dem Weg befeuchtet wurde, wobei ein Schriftstück in den vorliegenden Umschlag gesteckt wird. Die Schwenkplatte wird für die Ausgabe des gefüllten Umschlags und dessen Verschluß zwischen zwei Rollen geschwenkt.
- Die vorliegende Erfindung hat insbesondere zum Ziel, das saubere Einführen der Schriftstücke bis zum Grund in die Umschläge mit Hilfe eines sehr einfachen Mechanismus zu erlauben, der nicht raumaufwendig ist und die erwähnten Montageschwierigkeiten nicht mehr aufweist.
- Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Einfügen von Schriftstücken in Umschläge
- - mit einem ersten Satz von Rollen und einem zugeordneten ersten Satz von Gegenrollen, die einen Umschlag in eine bestimmte Position gegenüber einem Schriftstücktransportweg bringen,
- - mit Vorschubrollen für Schriftstücke auf dem Weg für Schriftstücke, um ein Schriftstück zum Umschlag zu bringen, der sich in der Ladeposition befindet,
- - mit Mitteln, um den ersten Satz von Gegenrollen aus einer Andruckposition in eine zurückgezogene Position zu bringen, wenn der Umschlag sich in der Ladeposition befindet,
- - und mit Mitteln zum Öffnen des Körpers des Umschlags, die von einer zurückgezogene Position in eine Öffnungsposition gesteuert werden, wenn der Umschlag sich in der Ladeposition befindet, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Satz von Gegenrollen über einen Freilaufmechanismus an die Mittel zum Vorschub der Schriftstücke zum gemeinsamen Antrieb gekoppelt ist, wobei die Vorschubrollen ihrerseits in einem Abstand von den ersten Gegenrollensätzen montiert sind, der geringer als die Länge der in die Umschläge zu steckenden Schriftstücke ist, wobei die Vorschubstrecke für Schriftstücke im wesentlichen horizontal verläuft, und daß die Vorrichtung außerdem erste Mittel aufweist, um zu erfassen, ob das Schriftstück in den entsprechenden Umschlag teilweise hineingesteckt wurde, wenn das Schriftstück von den Vorschubrollen freikommt, wobei diese ersten Mittel mit den Betätigungsmitteln des ersten Gegenrollensatzes gekoppelt sind und letztere in die Andruckposition steuern, um das Schriftstück ganz in den Umschlag hineinzuschieben.
- Gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung enthalten die Vorschubmittel für die Umschläge ein Paar von zweiten Druckrollensätzen, das am Ausgang des Wegs für die Schriftstücke montiert ist und mit den ersten Rollensätzen und Gegenrollensätzen über eine feste Platte zur Führung der Schriftstücke gekoppelt ist.
- Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird der erste Satz von Gegenrollen von einem Paar von Armen getragen, das um die Achse eines der zweiten Rollensätze schwenkbar montiert ist.
- Das Paar von Armen trägt eine Steuerzwischenachse, die elastisch gegen einen Steuernocken gedrückt wird, der an seinem Umfang zwei im wesentlichen einander gegenüberliegende Profile zum Halten des ersten Satzes von Gegenrollen in der Druckposition, abwechselnd mit zwei zweiten Profilen zum Halten des ersten Satzes von Gegenrollen in der zurückgezogenen Stellung aufweist.
- Die Kennzeichen und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf ein in den beiliegenden Zeichnungen dargestelltes Ausführungsbeispiel klarer hervor.
- In der Zeichnung stellt die einzige Figur eine schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Einsteckvorrichtung dar.
- In dieser Figur ist ein Weg 1 für leere Umschläge zu sehen, die gefüllt werden sollen, und ein Weg 2 für das Schriftgut. Der Pfeil 1A gibt die Vorschubrichtung für Umschläge auf dem Weg 1 an und der Pfeil 2A die Vorschubrichtung für jedes Schriftstück auf dem Weg 2.
- Der Vorschub der aufeinanderfolgenden Umschläge auf dem Weg 1 führt diese in eine definierte Ladeposition vor dem Weg 2 für die Schriftstücke. Ein erster Rollensatz 3 und ein zugeordneter Gegenandruckrollen-Satz 4 definieren am Ende des Weges 1 die Ladeposition. Sie sind vor dem Weg 2 für die Schriftstücke montiert. Der erste Rollensatz 3, der in Richtung des Pfeils 3A angetrieben wird, und sein Satz von Gegenandruckrollen 4 bringen jeden Umschlag in die Ladeposition. Der erste Rollensatz 3 wird angehalten, wenn der Umschlag mit seiner Verbindungslinie zwischen dem Körper und der vorher geöffneten Verschlußklappe zwischen dem ersten Rollensatz 3 und dem Gegenrollensatz 4 ankommt. Ein zweites Paar von gegeneinander drückenden Rollensätzen 5 und 6, das vor dem Rollensatz 3 und dem Gegenro1lensatz 4 auf dem Weg 1 liegt, hält die vorher geöffnete Verschlußklappe des Umschlags offen. Diese Rollensätze und Gegenrollensätze 3, 4 und 5, 6 führen also jeden Umschlag in die Ladeposition und halten ihn dort während der Ladeoperation.
- Ein Motor 7 für die Umschläge fördert Umschläge auf dem Weg 1 bis in ihre Ladeposition. Er treibt die Rollensätze 3 und 5 an und wirft die Umschläge nach dem Laden aus.
- Der Weg 2 der Schriftstücke ist mit eigenen Schriftstückfördermitteln auf diesem Weg ausgerüstet. Diese Fördermittel für die Schriftstücke enthalten insbesondere ein drittes Paar von aufeinanderdrückenden Rollensätzen 8 und 9, die sich am Ausgang des Weges 2 für die Schriftstücke befinden. Nicht dargestellte elastische Mittel halten den Rollensatz 8 gegen den Rollensatz 9 in Andruck.
- Dieses dritte Paar von Rollensätzen 8 und 9 ist in einem Abstand von den Rollensätzen 3 und 4 angeordnet, der geringer als die Länge der gefalteten Schriftstücke ist. Diese Rollensätze 8 und 9 führen somit unmittelbar jedes Schriftstück in den in der Ladeposition befindlichen Umschlag teilweise ein. Eine feste Führungsplatte 10 ist zwischen dem Rollensatz 8 und dem Gegenrollensatz 4 montiert und führt jedes Schriftstück, während es in den Umschlag gesteckt wird. Eine Gegenplatte 11 zwischen dem Rollensatz 9 und dem Rollensatz 3 ist der Platte 10 zugeordnet.
- Die Rollensätze 8 und 9 sind beide angetrieben dargestellt. Pfeile 8A und 8B geben die Drehrichtung an. Alternativ kann nur ein Rollensatz angetrieben werden, beispielsweise der untere Rollensatz 8. Ein Motor 12 für die Schriftstücke ist mit dem Rollensatz 8 und ggfs. dem Rollensatz 9 gekoppelt.
- Für das Einstecken eines Schriftstücks in einen Umschlag, der sich in der Ladeposition befindet, ist der Satz von Gegenrollen 4 geringfügig bezüglich des Rollensatzes 3 zurückziehbar montiert. Außerdem sind Finger 13 zum Öffnen des Körpers des Umschlags diesen Rollen und Gegenrollen 3 und 4 zugeordnet. Diese Finger 13 sind normalerweise vor den Rollen und Gegenrollen 3 und 4 unter die Führungsplatte 10 für die Schriftstücke weggeschwenkt. Sie werden in Richtung des Pfeils 13A betätigt, wenn die Gegenrollen 4 zurückgezogen werden und nehmen dann eine Öffnungsposition ein, indem sie zwischen die Rollen 3 und Gegenrollen 4 und in den Körper des Umschlags eingreifen.
- Ein Nocken 14 dient zur Steuerung der Gegenrollen 4 in die Andruckstellung gegen die Rollen 3 bzw. in ihre zurückgezogene Stellung. Ein anderer Nocken 15 dient der Steuerung der Finger 13 in ihre zurückgezogene Stellung vor den Rollen 3 und Gegenrollen 4 bzw. in ihre Umschlagsöffnungsstellung. Diese beiden Nocken sind auf einer gemeinsamen Steuermotorwelle 16 montiert. Letztere wird in Richtung des Pfeils 16A über ihren eigenen Steuerkreis 17 durch einen Schrittschaltmotor angetrieben und bewirkt die Drehung der Nocken synchron mit den verschiedenen Schritten eines Kuvertierzyklus.
- Ein Paar von Armen 20 ist schwenkbar gelagert und betätigt den Satz von Gegenrollen 4, der von diesem Paar getragen wird. Jeder dieser Arme trägt eine Rolle 21, die auf den Nocken 14 drückt. In ähnlicher Weise betätigt ein Satz von schwenkbaren Hebeln 22 die Finger 13. Jeder dieser Hebel trägt eine Rolle 23, die auf den Nocken 15 drückt. Jeder dieser Nocken 14 und 15 besteht aus einem Doppelnocken für das Paar von Armen 20 ebenso wie das Paar von Hebeln 22. Mit 20A wurde die Schwenkachse der Arme 20 und mit 22A die der Hebel 22 bezeichnet.
- Der Satz von Gegenrollen 4 ist mit dem Rollensatz 8 zum Antrieb der Schriftstücke gekoppelt. Ein Treibriemen 25, der nur teilweise dargestellt ist, um unnötige Überfrachtung der Zeichnung zu vermeiden, koppelt den Rollensatz 8 mit einem Freilaufmechanismus 26, der auf der Achse des Satzes von Gegenrollen 4 montiert ist. Nicht dargestellte Spannrollen sind dem Treibriemen 25 zugeordnet, um ihm eine konstante Spannung unabhängig davon zu verleihen, ob sich der Satz von Gegenrollen 4 in der zurückgezogenen oder der Andruckposition gegen den Rollensatz 3 befindet. Ein Pfeil 4A deutet die Drehrichtung des Satzes von Gegenrollen 4 an, und zwar entweder durch Reibung gegen den angetriebenen Rollensatz 3 oder durch Kopplung mit dem Rollensatz 8.
- Außerdem ist die Schwenkachse 20A des den Satz von Gegenrollen 4 tragenden Paars von Armen 20 unmittelbar durch die Achse des Satzes von Rollen 8 zum Vorschub der Schriftstücke definiert. Dieses Paar von Armen 20 erstreckt sich seitlich zu beiden Seiten der Platte 10 zur Führung der Schriftstücke. Es koppelt mechanisch den Gegenrollensatz 4 und den Rollensatz zum Antrieb der Schriftstücke, wobei der Satz von Gegenrollen 4 um die Achse des Rollensatzes 8 schwenkt.
- Am der Achse 20A entfernten Ende bildet jeder Arm 20 eine nicht mit Bezugszeichen versehene Endschulter. Eine Steuerachse 30 ist als Zwischenachse zwischen dem Paar von Armen 20 montiert und durchdringt die Schulter jedes dieser Arme. Diese Achse 30 erstreckt sich bis zur Außenseite der Seitenwangen, z.B. der Seitenwange 31 der Maschine. Jedes ihrer Enden trägt die erwähnte Rolle 21, die auf dem Nocken 14 aufliegt. Ein kleiner, im wesentlichen senkrechter Ausschnitt 31A ist in jeder der Wangen 31 vorgesehen, um die Verschiebung der Steuerachse 30 bei der durch den Nocken 14 hervorgerufenen Steuerung zuzulassen. Der Pfeil 20F deutet die Schwenkbewegung des Paars von Armen 20 um die Schwenkachse 20A an.
- Die Steuerachse 30 wird elastisch gegen die untere Lage im Fenster 31A gedrückt, wobei die Rollen 21 auf den Nocken 14 drücken. Hierzu besitzt jeder Arm 20 in der Nähe des Ausschnitts 31A, in dem die Achse 30 gleitet, einen quer zur Schulter vorstehenden Finger 32. Eine Nadelfeder 33 ist auf dem Finger 32 montiert und liegt mit einem Endbereich an der Steuerachse 30 im Anschlag, während sie mit ihrem anderen Endbereich am Rand des Tragarms 20 verankert ist.
- Diese Feder drückt also die Rolle 21 gegen den Nocken 14 und erzeugt einen elastischen Druck des Gegenrollensatzes 4 auf den Rollensatz 3, um unterschiedliche Dicken der Schriftstücke zu berücksichtigen.
- Bezüglich der mechanischen Kopplung und der Antriebskopplung zwischen dem Satz von Gegenrollen 4 und dem Rollensatz 8 zum Antrieb der Schriftstücke besitzt der Nocken 14 auf seinem Umfang zwei Profile 14A und 14C, die im wesentlichen an einander gegenüberliegenden Stellen zentriert sind und den Satz von Gegenrollen 4 in die Andruckposition bringen und dort halten. Diese Profile wechseln mit zwei anderen Profilen 14B und 14D ab, die den Satz von Gegenrollen 4 in die zurückgezogene Stellung bringen und dort halten. Im Vergleich dazu besitzt der Nocken 15 auf seinem Umfang nur ein Profil 15A, um die Finger 13 in die Ruhestellung zu bringen, und ein Profil 15B, um diese Finger 13 in die Stellung zum Öffnen des Umschlags zu bringen.
- Diese Profile der Nocken 14 und 15 entsprechen spezifischen Winkelsektoren unter Berücksichtigung der Steuerung, die sie bewirken. Die Profile 14A, 14B und 14D entsprechen Winkelsektoren von je etwa 60º und das Profil 14C einem Winkelsektor von etwa 180º. Das Profil 15A entspricht einem Winkelsektor von etwa 240º und das Profil 15B einem Sektor von etwa 120º. Diese Nocken sind außerdem so zueinander eingestellt, daß die Rolle 21 gerade in Andruck auf das Profil 14A kommt, wenn die Rolle 23 im wesentlichen dreiviertel der Länge des Profils 15A überstrichen hat. Diese relative Position der Nocken gemäß der Darstellung entspricht einer Bezugsposition der Motorwelle 16, auch Ruheposition genannt. Sie ergibt sich aus einer Scheibe 18 mit einer Nut 18A, der ein als optische Gabel montierter Detektor 19 zugeordnet ist. Dieser Detektor 19 bewirkt das Anhalten der Welle 16 für die Nocken 14 und 15.
- Ein Erfassungshebel 35 dient der Erfassung jedes Schriftstücks während seines Einfügens in den Umschlag. Dieser Hebel ist um eine Achse 35A schwenkbar. Eines seiner Enden 35B dient als Schranke vor dem Rollensatz 3 und dem Gegenrollensatz 4 und ragt durch die Führungsplatte 10 hindurch. Das andere Ende 35C dieses Hebels 35 bildet eine Erfassungsfahne. Ein schematisch dargestellter optischer Detektor 36 erfaßt die Fahne 35C und meldet das Vorliegen oder Nichtvorliegen eines in den Umschlag zu steckenden Schriftstücks unter seinem Ende 35B. Diese Detektoreinheit 35, 36 erlaubt es, aufgrund der Kenntnis der Lage dieses Schriftstücks den Zeitpunkt des partiellen Einfügens des Schriftstücks in den Umschlag und dann den Zeitpunkt des vollständigen Einsteckens zu bestimmen. Dieser Zeitpunkt des vollständigen Einsteckens des Schriftstücks wird vorzugsweise von der Rückkehr des die Schranke bildenden Endes 35B des Hebels 35 bestimmt, die wieder von der Fahne 35C und dem Detektor 36 erfaßt wird. Diese Detektoreinheit 35, 36 steuert den Kreis 17 und auch den Motor für die Schriftstücke 12 über eine vorgewählte Zeitverzögerung oder einen Vorwärts-Rückwärtszähler (nicht dargestellt), der die Einheitsverschiebungen des ihn auslösenden Schriftstücks zählt, um den Motor 12 anzuhalten, wenn das Schriftstück ganz in den Umschlag hineingesteckt ist.
- Im Betrieb wird der Motor 16 der Nocken 14 und 15 von seiner Ruhestellung, die durch die Scheibe 18 und den zugeordneten Detektor 19 bestimmt ist, in Drehung versetzt, wenn ein Umschlag zur Ladeposition befördert wird. Wenn der Umschlag in der Ladeposition angekommen ist, wird der Motor 7 angehalten und der Umschlag wird so für das Einstecken eines Schriftstücks festgehalten. Während der für das Instellungbringen des Umschlags in der Ladeposition erforderlichen Zeitdauer und für eine kurze Zeit danach liegt die Rolle 21 auf dem Profil 14A auf, während die Rolle 23 sich auf dem Profil 15A befindet. Sobald der Umschlag sich in der Ladeposition befindet, geht die Rolle 21 auf das Profil 14B über und die Rolle 23 auf das Profil 15B. Aufgrund des Profils 14B kippt der Gegenrollensatz 4 in die zurückgezogenen Stellung; aufgrund des Profils 15B gelangen die Finger 13 in die Position zum Öffnen des Körpers des Umschlags.
- Der Motor 12 für die Schriftstücke wird mit einer Verzögerung in Betrieb gesetzt, sobald der Umschlag in seiner Ladeposition angekommen ist. Er fördert das Schriftstück auf dem Weg 2 vor den Rollen 8 und 9 und dann mithilfe der Rollen 8 und 9 auf die Führungsplatte 10 und durch die Rollen 3 und Gegenrollen 4 hindurch bis schließlich in den Umschlag. Während dieses Vorschubs ruht die Rolle 21 auf dem Profil 14B. Die Gegenrollen 4 werden mit den Vorschubrollen 8 angetrieben, sind aber zurückgezogen. Sie bleiben ohne Wirkung auf das Schriftstück.
- Sobald das Schriftstück teilweise in den Umschlag gelangt ist und praktisch oder sogar ganz der Wirkung der Vorschubrollen 8 und 9 entzogen ist, geht die Rolle 21 auf das Profil 14C über und die Gegenrollen 4 gelangen in die Andruckposition. Diese angetriebenen Gegenrollen 4 stecken dann das Schriftstück ganz in den Umschlag.
- Während des Vorschubs des Schriftstücks auf der Führungsplatte 10 hat die Detektoreinheit 35, 36 das Vorliegen des in den Umschlag zu steckenden Schriftstücks erfaßt. Von diesem Zeitpunkt an kann der Steuerkreis 17 den Zeitpunkt des partiellen Einsteckens dieses Schriftstücks in den Umschlag bestimmen. Die Detektoreinheit 35, 36 stoppt bei Ankunft des Schriftstücks am Grund des Umschlags den Motor 12 und damit auch die Gegenrollen 4.
- Wenn das Schriftstück ganz in den Umschlag hineingesteckt ist und der Motor 12 für die Schriftstücke angehalten wurde, dann wird der gefüllte Umschlag gemäß dem Pfeil 1B durch Wiedereinschalten des Motors 7 für die Umschläge ausgeworfen, während das Profil 14C immer noch den Satz von Gegenrollen 4 in Andruckstellung hält.
- Während dieses Auswerfens des gefüllten Umschlags gelangt die Rolle 21 auf das Profil 14D, und der Satz von Gegenrollen 4 wird zurückgezogen. Dadurch kann der gefüllte Umschlag während seines Auswurfs weiterbehandelt werden, wobei jeder Umschlag in Gegenrichtung zum Pfeil 1B befördert werden kann, während der Satz von Gegenrollen 4 ohne Wirkung bleibt. Nach dieser Behandlung wird der gefüllte Umschlag erneut in Richtung des Pfeils 1B befördert, und die Rolle 21 gelangt auf das Profil 15A, um die Gegenrollen wieder in Andruckstellung zu bringen.
- Der Steuerkreis 17 der Welle 16 und sein gesteuerter Schrittschaltmotor bewirken die Vorschubsteuerung der Nocken synchron mit den verschiedenen Schritten eines Kuvertierzyklus. Wenn die Welle 16 in der Bezugsposition ankommt, die vom Detektor 19 erfaßt wird, dann wird sie angehalten. Sie wird erst wieder für einen neuen Kuvertierzyklus für eine volle Umdrehung angetrieben.
- Die wesentlichen Vorteile dieser Einsteckvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung liegen in dem einfachen Aufbau des Einführungsmechanismus und seiner Steuerung, in der einfachen Montage der Vorrichtung und dem geringen Raumbedarf. Dieser Mechanismus und seine Steuerung sind außerdem sehr robust und im Betrieb zuverlässig. Der Mechanismus hat nur geringe Trägheit.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Einfügen von Schriftstücken in Umschläge
- mit einem ersten Satz von Rollen (3) und einem zugeordneten
ersten Satz von Gegenrollen (4), die einen Umschlag in eine
bestimmte Position gegenüber einem Schriftstücktransportweg
(2) bringen,
- mit Vorschubrollen (8, 9) für Schriftstücke auf dem Weg (2)
für Schriftstücke, um ein Schriftstück zum Umschlag zu
bringen, der sich in der Ladeposition befindet,
- mit Mitteln (14, 20), um den ersten Satz von Gegenrollen (4)
aus einer Andruckposition in eine zurückgezogene Position zu
bringen, wenn der Umschlag sich in der Ladeposition befindet,
- und mit Mitteln (13) zum Öffnen des Körpers des Umschlags,
die von einer zurückgezogene Position in eine Öffnungsposition
gesteuert werden, wenn der Umschlag sich in der Ladeposition
befindet, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Satz von
Gegenrollen (4) über einen Freilaufmechanismus (26) an die
Mittel (8, 9) zum Vorschub der Schriftstücke zum gemeinsamen
Antrieb gekoppelt ist, wobei die Vorschubrollen (8, 9)
ihrerseits in einem Abstand von den ersten Gegenrollensätzen (4)
montiert sind, der geringer als die Länge der in die Umschläge
zu steckenden Schriftstücke ist, wobei die Vorschubstrecke für
Schriftstücke im wesentlichen horizontal verläuft, und daß die
Vorrichtung außerdem erste Mittel (17, 35-36) aufweist, um zu
erfassen, ob das Schriftstück in den entsprechenden Umschlag
teilweise hineingesteckt wurde, wenn das Schriftstück von den
Vorschubrollen (8, 9) freikommt, wobei diese ersten Mittel mit
den Betätigungsmitteln (14, 20) des ersten Gegenrollensatzes
(4) gekoppelt sind und letztere in die Andruckposition
steuern, um das Schriftstück ganz in den Umschlag
hineinzuschieben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sie weiter zweite Mittel (35, 36) aufweist, um zu erfassen,
wann das Schriftstück in den Umschlag ganz hineingesteckt
wurde, wobei diese zweiten Mittel an die Vorschubrollen (8, 9)
gekoppelt sind, um deren Drehung zu beenden und auch die
Drehung des ersten Satzes von Gegenrollen (4) zu beenden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnete daß
die Vorschubrollen ein Paar von zweiten Sätzen von
Andruckrollen (8, 9) besitzen, das am Ausgang des Wegs für die
Schriftstücke montiert ist, wobei zumindest eine Rolle an
einen Motor (12) zum Antrieb der Schriftstücke gekoppelt ist,
und daß die Vorrichtung weiter eine feste Führungsplatte (10)
für die Schriftstücke zwischen dem ersten Satz von Rollen und
Gegenrollen (3, 4) und dem zweiten Rollensatz (8, 9) enthält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Betätigungsmittel für den ersten Satz von Gegenrollen (4)
ein Paar von Armen (20) enthält, die den Satz von Gegenrollen
tragen und schwenkbar auf der Achse (20A) eines der zweiten
Rollensätze (8) montiert sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Betätigungsmittel für den ersten Satz von Gegenrollen (4)
außerdem einen Nocken (14) aufweisen, dessen Umfang zwei
erste, im wesentlichen einander gegenüberliegende Profile (14A,
14C) zur Steuerung des ersten Satzes von Gegenrollen in die
Andruckposition besitzen, zwischen denen sich zwei zweite
Profile (14B, 14D) zur Steuerung des ersten Satzes von
Gegenrollen in die zurückgezogene Position befinden, wobei eines
der erste Profile (14C) dem Halten der Andruckposition des
ersten Satzes von Gegenrollen von dem partiellen Einstecken
des Schriftstücks in den Umschlag bis mindestens zum
vollständigen Hineinstecken zugewiesen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die ersten und zweiten Mittel, mit denen das partielle und
vollständige Einstecken des Schriftstücks in den Umschlag
erfaßt wird, einen Erfassungshebel (35) aufweisen, der ein vom
Schriftstück entfernbares Hindernis (35B) während dessen
Einfügung über die Führungsplatte (10) und vor dem ersten Satz
von Rollen und Gegenrollen (3, 4) bildet, und daß weiter eine
zugeordneter optischer Detektor (36) mit einem Steuerkreis
(17) für den Nocken (14) und über eine Verzögerung mit dem
Motor (12) für die Schriftstücke gekoppelt ist, um den ersten
Satz von Gegenrollen in die Andruckposition zu bringen, sobald
das Schriftstück partiell in den Umschlag gesteckt ist, und um
dem Motor für Schriftstücke anzuhalten, sobald das
Schriftstück ganz im Umschlag steckt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Paar von Armen (20) eine steuerachse
(30) trägt, die als Zwischenachse ausgebildet ist und durch
den Arm hindurch verläuft und deren Enden je eine Andruckrolle
(21) auf dem Nocken (14) bilden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerachse (30) elastisch gegen den Nocken (14) mithilfe
einer Nadelfeder (33) gedrückt wird, die auf den Armen (20)
sitzt und sich mit einem Ende auf der steuerachse (30)
abstützt.
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