DE68905922T2 - Einrichtung zum variablen ventilhub. - Google Patents

Einrichtung zum variablen ventilhub.

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Description

    Anwendungsgebiet
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Änderung des Grades an Ventilhub in einer Brennkraftmaschine und insbesondere auf eine Anordnung, die eine solche Änderung zuläßt, ohne dabei gleichzeitig die Öffnungsphase des Ventils zu verschieben.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Das Volumen der Einlaßcharge eines jeden Zylinders ändert sich mit den Betriebsbedingungen, und wenn ein feststehender Ventilhub unter allen Betriebsbedingungen eingesetzt wird, wie dies bei herkömmlichen Motoren der Fall ist, ändert sich die Geschwindigkeit der die Randzone durchströmenden Charge und die daraus resultierende Verwirbelung der Charge über den Betriebsbereich des Motors. Es ist daher eindeutig wünschenswert, den Ventilhub derart ändern zu können, daß die Strömungsverhältnisse der Luft über den gesamten Betriebsbereich optimiert werden können, und daß insbesondere höhere Luftströmungsgeschwindigkeiten bei niedriger Geschwindigkeit und unter Teillastbedingungen erzielt werden.
  • Der bisherige Stand der Technik beschreibt Anordnungen, die zu dem gleichen Zweck eine Änderung der Geometrie der Einlaßöffnung erlauben, diese Vorrichtungen sind jedoch in bezug auf die Regulierung der Luftströmungsgeschwindigkeiten weniger wirkungsvoll, da diese Geschwindigkeit im Randbereich von Wichtigkeit ist, und je näher der Steuermechanismus an diesem Bereich liegt, um so wirkungsvoller ist er.
  • Es sind Ventile mit veränderlichem Ventilhub vorgeschlagen worden (siehe z.B. GB 1201872, GB 1201558 und GB 682628), bei welchen die Position eines Drehpunktes eines zwischen einer Stößelstange und einem Ventil arbeitenden Kipphebels so verändert werden kann, daß die mechanische Übersetzung des Kipphebels und damit der Ventilhub verändert werden. Solche Anordnungen haben den Nachteil, daß sie nicht in Motoren mit obenliegenden Nockenwellen eingesetzt werden können, in welchen die Nockenwelle mit den Ventilen fluchtend montiert ist und über den Ventilschäften verläuft.
  • In der EP-A-0 280 667 und FR-A-992 780 wird ein Mechanismus zur Erzielung eines verstellbaren Ventilhubes für einen Motor mit einer Steuerwelle mit festem Profil offengelegt. Ein zwischen der Steuerwelle und dem Ventil angeordnetes Hebelsystem umfaßt einen ersten Hebel mit festem Drehpunkt, auf welchen die Steuerwelle wirkt, und einen zweiten Hebel mit festem Drehpunkt, der zur Betätigung des Ventils angeordnet ist. Eine relativ zu den Drehpunkten der beiden Hebel bewegliche Kupplung überträgt die Bewegung des ersten Hebels auf den zweiten Hebel. In diesen Bezugsanordnungen jedoch ist die Steuer- oder Nockenwelle nicht über den Ventilen angebracht.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Mechanismus zur Erzielung eines verstellbaren Ventilhubes in einer Brennkraftmaschine mit einer Nockenwelle mit festem Profil gestellt, bei welchem eine Hebelanordnung zwischen Nockenwelle und Ventil angebracht ist, welche Hebelanordnung einen ersten, von der Nockenwelle betätigten Hebel mit festem Drehpunkt aufweist, einen zweiten Hebel mit festem Drehpunkt, welcher so angeordnet ist, daß er das Ventil betätigt, und ein relativ zu den Drehpunkten der beiden Hebel bewegliches Kupplungsglied zur Übertragung der Bewegung des ersten Hebels auf den zweiten Hebel, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenwelle eine obenliegende Nockenwelle ist, und daß das Kupplungsglied zwischen den Hebeln einen Stift oder eine Walze aufweist, die über die Länge der Überlappung der Hebelarme verschiebbar ist.
  • Jeder der beiden Hebel kann als einarmiger Hebel ausgebildet sein, je nach der Geometrie des Zylinderkopfes können allerdings auch ein Hebel oder beide Hebel als zweiarmige Hebel ausgebildet sein. Wichtig ist vor allem, daß ein Arm des ersten Hebels einen Arm des zweiten Hebels überlappt, so daß die Bewegung des einen direkt auf den anderen übertragen werden kann.
  • Der Hub des zweiten Hebels ändert sich mit der Position des Kupplungsgliedes, und in einigen Fällen, je nach Hubhöhe und Abstand der Hebel, kann der untere Hebel die Stellung des oberen Hebels in einer horizontalen Ebene überlagern. Eine Kollision der beiden Hebel kann dadurch vermieden werden, daß einer der Hebel in der horizontalen Ebene einseitig versetzt wird, diese Maßnahme alleine würde jedoch an der Kupplung zwischen den Hebeln ein Biegemoment bewirken. Daher wird in diesem Falle der erste Hebel vorzugsweise gabelförmig ausgebildet und ist rittlings dem zweiten Hebel gegenüber angebracht. Diese Gabelung des ersten Hebels ist außerdem wirksam zur Vermeidung einer Kollision zwischen dem ersten Hebel und dem Federteller der Ventilfeder.
  • Das Kupplungsglied kann vorteilhafterweise in einem Blechkäfig gelagert sein, und die Bewegungen des Kupplungsgliedes können über ein Zahnstangen- und Ritzelgetriebe bewirkt werden, wobei die Zahnstange durch den Käfig gebildet oder getragen wird, während das Ritzel an einer Welle angeformt ist oder von dieser angetrieben wird, auf welcher einer der Hebel drehbar gelagert ist.
  • Alternativ dazu kann das Kupplungsglied auch aus einer Walze bestehen, die in einem weiteren Hebel gelagert ist, der schwenkbar am äußeren Ende eines von jener Welle vorspringenden Armes angelenkt ist, auf welcher einer der Hebel drehbar gelagert ist. Wird diese Welle verdreht, werden die weiteren Hebel aller Zylinder synchron verstellt, so daß sie die Position ihrer zugehörigen Walzen relativ zu den ersten und zweiten Hebeln verändern.
  • Ein bedeutender Vorteil der Erfindung liegt darin, daß sich der Berührungspunkt zwischen dem zweiten Hebel und dem Ventil nicht mit dem Ventilhub ändert, und daher ein herkömmlicher hydraulischer Ventilstößel in den zweiten Hebel mit einbezogen werden kann, so daß das Spiel zwischen Nocke und Ventil jederzeit ausgeglichen wird. In diesem Falle kann der Öldruck für die hydraulischen Stößel über die Trägerwelle und die zweiten Hebel übertragen werden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Die Erfindung wird nun beispielartig anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert, wobei:
  • Figur 1 eine schematische Darstellung einer Anordnung zur Erzielung eines verstellbaren Ventilhubes gemäß dem bisherigen Stand der Technik ist,
  • Figur 2 eine Draufsicht einer Ausbildungsform der vorliegenden Erfindung zeigt, und
  • Figur 3 eine der Ansicht nach Figur 1 ähnliche Darstellung der Ausbildungsform gemäß Figur 2 zeigt.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausbildung
  • Figur 1 zeigt eine Nockenwelle 10, welche auf ein Ventil 18 gegen die Kraft einer Ventilfeder 20 wirkt, und zwar mittels eines Getriebes mit einem Nockenbahnverfolger 12 und einem um ein Drehlager 16 schwenkbaren Kipphebel 14.
  • Während das Drehlager des Kipphebels eines herkömmlichen Motors gewöhnlich feststeht, ist das Drehlager 16 in der in Figur 1 dargestellten Anordnung verstellbar, so daß die mechanische Übersetzung des Hebels und damit der maximale Hub des Ventils 18 verstellt werden kann, auch wenn die Nocke 10 ein festes Profil hat. Zu diesem Zweck umfaßt das Drehlager 16 zwei Blöcke 24 und 26, die über eine Schwenkachse 28 aneinandergefügt sind. Block 26 ist auf einer Bahn 22 verschiebbar, während Block 24 über die Länge des Kipphebels 14 verschiebbar ist, der ebenfalls mit einer geeigneten Bahn zur Führung des Blocks 24 versehen ist. Zwar ist die Anordnung in der Zeichnungsebene verschiebbar, der Schwenklagermechanismus verhindert jedoch eine Bewegung des Kipphebels 14 aus der Zeichnungsebene heraus.
  • Zwar kann mit dem in Figur 1 dargestellten Mechanismus der Ventilhub bei einem Motor verstellt werden, in welchem die Nocke 10 einseitig neben den Ventilen 18 angebracht ist, er kann jedoch nicht bei Motoren mit obenliegender Nockenwelle eingesetzt werden, in welchen die Nockenwelle über den Ventilschäften der Ventile angeordnet ist.
  • Die in den Figuren 2 und 3 abgebildete Ausbildung gemäß der vorliegenden Erfindung löst dieses Problem und umfaßt zwei zusammenwirkende Hebel 50 und 52, die zwischen der Nockenwelle 10' und dem Ventil 18' angeordnet sind. Hebel 50 ist ein um eine Achse 54 schwenkbarer Hebel mit festem Drehpunkt, auf welchen die Nockenwelle 10' direkt wirkt. Hebel 52 hat zwei Arme 52a und 52b, die synchron um eine Welle 56 schwenkbar sind. Der Hebelarm 52a ist unter dem Hebel 50 angeordnet und wird von letzterem über ein Kupplungsglied 58 bewegt, das hier ein Form eines Stiftes dargestellt ist. Die sich daraus ergebende Bewegung des Hebelarms 52b bewirkt das Öffnen des Ventils 18' gegen die Kraft der (nicht dargestellten) Ventilfeder.
  • Die mechanische Übersetzung des die Hebel 50 und 52 aufweisenden Mechanismus hängt von der Position des Kupplungsgliedes 58 ab. Damit diese Position verstellt werden kann, ist das Kupplungsglied 58 an einem Kuppelgestänge 60 angebracht, das von zwei Platten gebildet wird, welche das Kupplungsglied 58 beidseitig halten und um die Achse eines Stiftes 62 schwenkbar gelagert sind, der durch einen von der Welle 56 radial vorspringenden und zur Drehung zusammen mit der Welle 56 auf dieser montierten Einstellarm 64 geführt ist.
  • Wird die Welle 56 verdreht, verstellt der Einstellarm 62 die Position des Stiftes 62, der wiederum den Kuppelarm 60 so bewegt, daß dieser die Position des Kupplungsgliedes 58 zwischen den beiden Hebeln 50 und 52a verstellt. Je näher das Kupplungsglied 58 an der Welle 54 liegt, desto geringer ist der Hub des Ventils 18'.
  • In jeder beliebigen Position des Kupplungsgliedes 58 ergibt sich beim Öffnen des Ventils eine Schwenkbewegung der Hebel 50 und 52a gegenüber dem Kupplungsglied 58, und es kann nur Linienberührung gehalten werden. Aus diesem Grund ist das Kupplungsglied als Stift anstatt in Form eines flachen Blockes dargestellt. Eine solche Linienberührung kann jedoch zu erheblichem Verschleiß führen, und so ist es möglich, den Stift durch einen zweiteiligen Block zu ersetzen, welcher eine in ihrer Art analoge Lagerfläche wie bei dem Block gemäß Figur 1 aufweist.
  • Die Ventilfedern 20 sind relativ steif, und je nach Drehwinkel der Nockenwelle 10 ist die eine oder andere Feder eines Motors immer zusammengedrückt. Daher muß, wenn alle Kupplungsglieder 58 gleichzeitig bewegt werden sollen, die erforderliche Kraft den Widerstand der Ventilfedern überwinden. Zu bestimmten Zeitpunkten jedoch kann das einem Zylinder zugehörige Kupplungsglied mit einem minimalen Kraftaufwand bewegt werden, nämlich dann, wenn das Ventil ganz geschlossen ist. Um diese Tatsache zu nutzen, können die Bewegungen der einzelnen Kupplungsglieder gestaffelt durchgeführt werden, so daß das Drehlager eines jeden Gliedes 58 dann verschoben wird, wenn es den geringsten Widerstand bietet.
  • Das Kupplungsglied 58 kann z.B. mittels eines zwischen dem Einstellarm 64 und der Welle 56 angeordneten federbelasteten Totganggetriebes verschoben werden. Die Feder des Totganggetriebes ist ausreichend stark, das Kupplungsglied 58 zu bewegen, wenn das Ventil geschlossen ist, sonst jedoch nicht. Sollen die Kupplungsglieder 58 aller Zylinder eingestellt werden, wird die Welle 56 verdreht, so daß die Federn aller Totganggetriebe zusammengedrückt werden. Die einzelnen Kuppelarme 60 bewegen sich jedoch erst dann, und verschieben so ihr entsprechendes Kupplungsglied 58, wenn das zugehörige Ventil geschlossen ist und das Kupplungsglied 58 nicht zwischen den beiden Hebeln 50 und 52 eingeklemmt ist.
  • Wird gewünscht, einen hydraulischen Ventilstößel einzubauen, wird dieser zwischen der Spitze des Ventils 18' und dem Hebelarm 52b angeordnet. Öl für den hydraulischen Stößel kann entlang der Lagerwelle 56 und des Hebelarmes 52b zugeführt werden.
  • Es kann somit gesagt werden, daß die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung eine Verstellung des Ventilhubes bei einem Motor mit obenliegender, über den Ventilen angeordneter Nockenwelle ermöglicht, und daß sie außerdem den Vorteil bietet, diese Verstellung mittels einer besonders einfachen und wirksamen Steuervorrichtung zu ermöglichen. Die für die Bewegung des Steuersystems erforderliche Kraft kann minimal sein, was zur Vermeidung von Leistungsverlusten wichtig ist.

Claims (6)

1. Mechanismus zur Erzielung eines verstellbaren Ventilhubes in einer Brennkraftmaschine mit einer Nockenwelle mit festem Profil, bei welchem eine Hebelanordnung zwischen Nockenwelle und Ventil angebracht ist, welche Hebelanordnung einen ersten, von der Nockenwelle (10') betätigten Hebel (50) mit festem Drehpunkt aufweist, einen zweiten Hebel (52) mit festem Drehpunkt, welcher so angeordnet ist, daß er das Ventil (18') betätigt, und ein relativ zu den Drehpunkten der beiden Hebel (50, 52) bewegliches Kupplungsglied (58) zur Übertragung der Bewegung des ersten Hebels (50) auf den zweiten Hebel (52), dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenwelle (10') eine obenliegende Nockenwelle ist, und daß das Kupplungsglied (58) zwischen den Hebeln (50, 52) einen Stift oder eine Walze (58) aufweist, die über die Länge der Überlappung der Hebelarme (50, 52a) verschiebbar ist.
2. Mechanismus nach Anspruch 1, worin jeder der beiden Hebel (50, 52) als einarmiger Hebel ausgebildet ist.
3. Mechanismus nach Anspruch 1, worin einer der Hebel oder beide Hebel (50, 52) als zweiarmige(r) Hebel ausgebildet ist (sind).
4. Mechanismus nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, worin das Kupplungsglied einen Stift (58) aufweist, der von einem weiteren Hebel (60) getragen wird, welcher an dem äußeren Ende eines Armes (64) schwenkbar angelenkt ist, der von der Welle (56) vorspringt, auf welcher einer der Hebel (52) drehbar gelagert ist.
5. Mechanismus nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, worin ein hydraulischer Stößel zwischen dem Ventilbetätigungshebel (52b) und dem Ende des Ventils (18') angeordnet ist.
6. Mechanismus nach Anspruch 5, worin der Öldruck für die hydraulischen Stößel entlang der Lagerwelle (56) übertragen wird, auf welcher die zweiten Hebel (52) gelagert sind.
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DE68905922D1 DE68905922D1 (de) 1993-05-13
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