DE68905944T2 - Vorrichtung und verfahren zum abheben des bodens von vertikalen behaeltern. - Google Patents

Vorrichtung und verfahren zum abheben des bodens von vertikalen behaeltern.

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DE68905944T2
DE68905944T2 DE8989300068T DE68905944T DE68905944T2 DE 68905944 T2 DE68905944 T2 DE 68905944T2 DE 8989300068 T DE8989300068 T DE 8989300068T DE 68905944 T DE68905944 T DE 68905944T DE 68905944 T2 DE68905944 T2 DE 68905944T2
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Allen S Malsbury
Ronald T Myszka
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Abheben des Bodens von vertikalen Behältern, wie Verkokungstrommeln, die für Fernbedienung geeignet sind. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Abhebevorrichtung zum Entfernen und Ersatz einer unteren Abdeckeinheit für Verkokungstrommeln und ein Verfahren für die Fernbedienung der Abhebevorrichtung.
  • Während des Betriebs von entfernten Verkokungstrommeln oder Einheiten zum Verkoken verschiedener schwerer Kohlenwasserstoffmaterialien in der Mineralölraffinerie wird der erhaltene Petrolkoks fortschreitend auf den inneren Wänden der Trommeln niedergeschlagen und muß entfernt werden, sobald diese voll sind, was üblicherweise in 36 bis 48 Stunden- Intervallen geschieht. Eine typische Entkokungsvorrichtung für derartige Verkokungstrommeln ist in dem US-Patent 4 611 613 offenbart. Ein derartiges Entfernen von Koks aus den Verkokungstrommeln erfolgt durch eine Öffnung im unteren Ende der vertikal ausgerichteten Trommel und wird üblicherweise durch das manuelle Entfernen einer unteren Flanschabdeckung und der Installation einer Schütte ausgeführt, um den entfernten Koks zu einer gewünschten Stelle, wie einem Sammelbunker oder einem Eisenbahnwaggon zu leiten. Da die Verkokungstrommel bei relativ hohen Temperaturen von 427 bis 482 Grad C (800 - 900 Grad F) arbeitet, kann das Entfernen der unteren Abdeckung der heißen Verkokungstrommel durch manuelle Einrichtungen nur langsam erfolgen und ist entsprechend gefährlich und ist daher unerwünscht.
  • Eine geeignete, fernbedienbare Abhebevorrichtung für Verkokungstrommeln ist in der EP-A-265 096 offenbart, für die die Bedingungen des Artikels 54 EPO gelten. Jedoch ist diese Vorrichtung noch mit einigen Mängeln behaftet, die durch die vorliegende Erfindung überwunden werden. Dementsprechend ist die vorliegende Erfindung auf eine Abhebevorrichtung für Verkokungstrommeln gerichtet, die ein fernbedientes, sicheres und wirksames Entfernen und Wiedereinsetzen der unteren Abdeckeinheit der Verkokungstrommel ermöglicht und ein besser geeignetes und schnelleres Entfernen von Koks von der Trommel während der Entkokungsvorgänge zuläßt.
  • Ein Verfahren nach der Erfindung zum Entfernen und Ersatz der unteren Abdeckeinheit eines Kessels und zum Entfernen des Materials von dem Kessel durch die Öffnung umfaßt folgende Schritte:
  • (a) Lösen einer Flanschverbindung zwischen einem unteren Flansch des Kessels und einer entfernbaren Abdeckeinheit, die daran befestigt ist, indem eine Anzahl von schwenkbaren Bolzen entspannt und die Bolzen nach außen und nach oben hin in Bezug auf die Flanschverbindung geschwenkt werden;
  • (b) Absenken der Abdeckeinheit von dem unteren Kesselflansch und seitliches Bewegen in eine Position an einer Seite der Öffnung;
  • (c) Anheben einer Schütte, um den unteren Kesselflansch zum Entfernen von Material aus dem Kessel zu berühren;
  • (d) Absenken der Schütte, Zurückführen der Abdeckeinheit seitlich in eine vertikal mit dem unteren Kesselflansch ausgerichtete Position und Anheben der Abdeckeinheit in eine Position gegen den unteren Flansch des Kessels; und
  • (e) Wiedersicherung der schwenkbaren Bolzen der Flanschverbindung zwischen der Abdeckeinheit und dem Kessel.
  • Die zahlreichen Bolzenbefestigungen der Abhebevorrichtung sind schwenkbar am unteren Flansch des Verkokungskessels befestigt, so daß sie radial nach außen und nach oben durch vertikal ausgerichtete Kolbenantriebe geschwungen werden können, die an dem Kessel befestigt sind, wodurch ein Absenken der Abdeckeinheit ermöglicht wird. Bevorzugt sind zwei benachbarte schwenkbare Bolzen an einem einzelnen Kolbenantrieb befestigt. Das Hebegerüst ist üblicherweise rechteckig, und die Kolbenantriebsmechanismen sind mit ihren unteren Enden an den Außenecken des Gerüsts und mit ihren oberen Enden an dem Verkokungskessel befestigt.
  • Eine Schütte kann an dem Gerüst angebracht sein und wird für das Entfernen des niedergeschlagenen Koks aus dem Kessel benutzt. Nachdem die an die Abdeckeinheit anliegenden Flansche losgelöst sind, können die Gerüste die Abdeckeinheit durch die Betätigung der vier vertikal ausgerichteten Kolbenantriebsmechanismen absenken, nachdem die Abdeckeinheit seitlich unterhalb der Verkokungstrommel durch die dualen horizontalen Kolbenantriebsmechanismen bewegt wurde, die entlang gegenüberliegenden Seiten der Abdeckeinheit angebracht sind. Die vier Kolbenantriebe der Gerüste heben die Koksschütte bis zum Kontakt mit dem unteren Flansch der Verkokungstrommel in die Entkokungsposition, so daß der angesammelte Koks aus dem Kessel über die Schütte entfernt werden kann. Nachdem das Entkoken des Kessels beendet ist, senken die vier Kolbenantriebe das Gerüst und die daran befestigte Koksschütte ab, danach wird die Abdeckeinheit seitlich in eine Position unterhalb des unteren Trommelflansches durch Betätigung der dualen horizontalen Kolbenantriebe zurückbewegt. Die Gerüsteinrichtungen heben dann die Abdeckeinheit in eine Miliegeposition zum Wiederverbolzen mit dem unteren Flansch der Verkokungstrommel an. Die Bolzenentspann- und Anhebemechanismen für die Abdeckeinheit und die Koksschütte werden in vorteilhafter Weise durch Hydraulikkolben, die ferngesteuert sind, betätigt. Diese Abhebevorrichtung und Schüttenanordnung kann in vorteilhafter Weise entweder bei neuen oder bestehenden, entfernten Verkokungstrommeln angewandt werden, um die Trommeln wesentlich schneller und mit gesteigerter Wirksamkeit und Sicherheit in Intervallen von 36 bis 48 Stunden zu entkoken.
  • Es ist ein Vorteil, eine untere Abdeckeinheit eines Kessels oder einer Verkokungstrommel zu haben, die zufriedenstellend und sicher von der Verkokungstrommel unter Verwendung einer fernbedienten Abhebevorrichtung entfernt wird, welche die Vielzahl von Bolzenverbindungen löst und die Bolzenverbindungen nach außen schwenkt, dann die Abdeckeinheit absenkt und seitlich wegbewegt. Eine derartige Abhebevorrichtung und die dabei angewandte Methode lassen eine schnellere und wirksamere Entfernung des in einer Verkokungstrommel niedergeschlagenen Koks zu, wodurch die zur Verfügung stehende Betriebszeit der Trommel erhöht wird und ebenso die Personalsicherheit verbessert wird, indem die unerwünschte Aussetzung des Personals gegenüber heißen Kohlenwasserstoffen, Dampf und Wasser während derartiger Abhebevorgänge verhindert wird. Vertikal ausgerichtete Kessel, an denen diese Abhebevorrichtung und das Verfahren vorteilhafterweise angewandt werden können, umfassen Verkokungstrommeln, Reaktoren oder jeden Kessel ähnlicher Konfiguration, bei denen das Personal während eines Abhebevorgangs gefährdet ist.
  • Diese Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben, in denen:
  • Fig. 1 eine vertikal ausgerichtete, entfernte Verkokungstrommel zeigt, die ein Stützgerüst und eine entfernbare untere Abdeckeinheit am unteren Ende der Trommel aufweist;
  • Fig. 2 eine vergrößerte perspektivische Ansicht der unteren Abhebevorrichtung zeigt, die entfernbar an dem unteren Flansch der Verkokungstrommel befestigt und durch ein Gerüst gemäß der vorliegenden Erfindung abgestützt ist, mit der Abdeckeinheit und Befestigungsbolzen, die an Ort und Stelle angebracht sind;
  • Fig. 3 eine vergrößerte Seitenansicht der Abdeckeinheit ist, die entfernbar am unteren Flansch des Verkokungskessels befestigt ist und den Stützrahmen und eine Koksschütte unterhalb der Abdeckeinheit;
  • Fig. 4 ein vergrößerter Querschnitt in Draufsicht entlang der Linie 4-4' der Fig. 3 ist, der die Anordnung der Entspann- und Betätigungseinrichtungen für das Entfernen der zahlreichen Befestigungselemente im unteren Flansch der Verkokungstrommel zeigt;
  • Fig. 5 im Detail eine Draufsicht auf eine Flanschklemme entlang der Linie 5-5' der Fig. 3 zeigt;
  • Fig. 6 und 7 Schnittansichten entlang der Linien 6-6' und 7-7' der Fig. 5 zeigen;
  • Fig. 8 eine vergrößerte Seitenansicht ähnlich zu Fig. 3 zeigt, bei der die Flanschbefestigungsbolzen nach außen geschwungen und die Abdeckeinheit von dem unteren Flansch der Verkokungstrommel abgesenkt ist;
  • Fig. 9 eine Seitenansicht ist, die den Rahmen abgesenkt auf Lagestifte und die Abdeckung und Stützeinheit seitlich wegbewegt zeigt;
  • Fig. 10 eine Seitenansicht der Fig. 9 ist, in der die Abdeckeinheit seitlich wegbewegt und der Rahmen und die Koksschütte nach oben bewegt gezeigt sind, um den unteren Flansch der Verkokungstrommel zum Entfernen des Koks von der Trommel zu berühren; und
  • Fig. 11 eine Draufsicht auf die abgedeckte Vorrichtung entlang der Linie 11-11' der Fig. 9 zeigt.
  • Wie Fig. 1 der Zeichnung allgemein zeigt, ist eine Verkokungstrommel oder ein Verkokungskessel 10 vertikal ausgerichtet und durch ein unteres Plattformgerüst 12, angeordnet unterhalb der Trommel 10, abgestützt. Eine derartige entfernte Verkokungstrommel 10 für den Einsatz in Mineralölraffinerien hat üblicherweise einen Durchmesser von 6,1 bis 7,62 m (20 - 25 ft) und eine Höhe von 23 bis 30 m (75 - 100 ft) und besitzt einen konischen unteren Abschnitt 10a, der an einem unteren Flansch 13 befestigt ist, der im allgemeinen einen Durchmesser von 1,5 bis 2,2 m (5 - 7 ft) aufweist. Eine entfernbare untere Abdeckeinheit 14 ist druckdicht an dem unteren Flansch 13 durch eine Anzahl von Klemmeinrichtungen 20 befestigt. Der fortschreitend im Verkokungskessel 10 nach Bedarf gelagerte Koks wird entfernt, indem die untere Abdeckeinheit 14 entfernt wird und der Koks innerhalb des Kessels hydraulisch abgeschnitten wird, so daß der Koks durch eine Schütte 15 in eine Speichergrube oder einen nicht gezeigten Eisenbahnwaggon für die weitere Verwendung fällt.
  • Die Abdeckeinheit 14 ist an dem unteren Flansch 13 des Kessels 10 durch eine Vielzahl schwenkbarer Klemmeinrichtungen 20 befestigt, wie sie im Detail in den Fig. 2 und 3 gezeigt sind. Die Abdeckeinheit 14 umfaßt ein Stützgerüst 16, das duale horizontale Gleitschutzteile 18 besitzt, die sich längs gegenüberliegenden Seiten des Gerüstes erstrecken und die durch ein rechteckförmiges Gerüst 30 abgestützt sind. Es ist anzumerken, daß die Abdeckeinheit 14 ebenso eine seitliche Leitung 19 umfaßt, die zum Transportieren von Kohlenwasserstoff, Dampf und Wasser in die Verkokungstrommel 10 und zum Abführen von Wasser aus der Trommel verwendet wird. Wie in den Fig. 2 und 3 und des weiteren in Fig. 4 gezeigt ist, sind 16-48 Klemmeinrichtungen 20 vom Schwenktyp, wobei deren Anzahl vom Flanschdurchmesser und von dem Druck abhängt, in gleichen Abständen rings um den Umfang des Flansches 13 vorhanden, um die Abdeckeinheit 14 druckdicht auf dem unteren Flansch 13 des Kessels 10 festzuklemmen.
  • Wie im größeren Detail in den Fig. 5 und 7 gezeigt ist, ist jede Kleinmeinrichtung 20 gleich aufgebaut und funktioniert in der gleichen Weise und umfaßt einen Klemmarm 21, der schwenkbar mit seinem oberen Ende 21a an dem Flansch 13 durch einen Schwenkstift 22 befestigt ist, der schwenkbar zu der oberen Fläche des Flansches 13 nahe dem äußeren Durchmesser des Flansches gesichert ist. Das andere oder untere Ende 21b des Klemmarmes 21 ist schwenkbar an einem unteren Ende eines Kolbenantriebs 24 befestigt, und das obere Ende des Antriebs 24 ist schwenkbar an der Stelle 25 des äußeren Wandteils 10a der Verkokungstrommel 10 befestigt. Das untere Ende 21b jedes Klemmarmes 21 ist ebenso fest über einen Schwenkstift 22 mit dem oberen Ende eines Befestigungsbolzens 26 verbunden, der in einem Vertikalschlitz 27 vorgesehen ist, der sich sowohl durch den unteren Flansch 13 des Kessels 10 als auch die anliegende Abdeckeinheit 14 erstreckt. Des weiteren ist eine fernbedienbare Spanneinheit 28 vorhanden, die mit jedem Bolzen 26 unterhalb der Abdeckeinheit 14 verbunden ist. Die Bolzenspanneinheit 28 ist ähnlich zu derjenigen, die in dem US-Patent 3.015.975, Erfinder Biach, und das durch die Bezugnahme in dem Umfang, der für eine adäquate Offenbarung der vorliegenden Erfindung notwendig ist, in die vorliegende Beschreibung mit eingeschlossen ist. Die Spanneinheiten 28 werden üblicherweise durch eine geeignete Hydraulikdruckquelle betätigt, die mit jeder Spanneinheit verbunden ist. Bevorzugt sind je zwei benachbarte schwenkbare Bolzen 26 mit einem einzelnen Kolbenantrieb 24 verbunden, der an einem verlängerten Schwenkstift 23 befestigt ist.
  • Wenn es erwünscht ist, die Flanschverbindung zwischen dem unteren Flansch 13 der Trommel und der Abdeckeinheit 14 zu öffnen, werden die Bolzenspanneinheiten 28 zunächst fernbetätigt, um die Bolzen 26 zu entspannen und dadurch die Abdeckeinheit 14 und das Stützgerüst 16 um eine Distanz von 0,04 bis 2,54 cm (0,25 - 1") durch das Hebegerüst 30 abzusenken. Danach werden die Schwingantriebskolben 24 betätigt, um die Bolzen 26 radial nach außen und nach oben in eine Trenn- oder Entspannposition zu bringen, wie sie in Fig. 8 gezeigt ist.
  • Zum Abstützen und Absenken der Abdeckeinheit 14 von dem unteren Flansch 13 des Verkokungskessels ist das Hebegerüst 30 unterhalb und in Stützverbindung mit den Gleitschutzteilen 18 vorgesehen, wie dies in den Fig. 2, 3 und 8 gezeigt ist. Das Hebegerüst 30 ist für den Kontakt mit der unteren Fläche des Wagens des Stützgerüstes 16 und der Gleitschutzteile 18 der Abdeckeinheit 14 ausgelegt. Das Hebegerüst 30 umfaßt vier vertikal sich erstreckende Stützen 32, die an seinen vier Ecken angeordnet sind und von denen jede schwenkbar mit einem vertikal ausgerichteten Kolbenantrieb 34 verbunden ist, der für das geregelte Anheben und Absenken des Hebegerüstes 30 ausgelegt ist. Das obere Ende jedes Kolbenantriebs 34 ist schwenkbar an dem konischen Teil 10a der Verkokungstrommel 10 befestigt. Nachdem die Befestigungsbolzen 26 losgelöst sind und die Abdeckeinheit 14 um eine Strecke von 0,64 bis 2,54 cm (0,25 - 1") anfänglich abgesenkt ist und durch das Hebegerüst 30 abgestützt ist, werden die Bolzen 26 radial nach außen und nach oben von dem Flansch 13 weggechwungen. Dann wird die Abdeckeinheit 14 durch das Hebegerüst 30 weiter abgesenkt, wie dies in Fig. 8 gezeigt ist, und danach seitlich wegbewegt, wie dies die Fig. 9 und 10 darstellen. Die Vertikalbewegungen der Abdeckeinheit 14 werden durch die vier vertikal beweglichen und vertikal ausgerichteten Kolbenantriebe 34 ausgeführt. Das Hebegerüst 30 wird auf zumindesrt zwei und im allgemeinen vier Ausrichtstifte 31 abgesenkt, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist, so daß das Hebegerüst 30 in einer fixierten Horizontalstellung relativ zu dem Flansch 13 der Verkokungstrommel 10 verbleibt.
  • Nachdem die Abdeckeinheit 14 durch Betätigen der vertikalen Kolbenantriebe 34 des Hebegerüstes 30 abgesenkt wurde, wie dies in Fig. 8 gezeigt ist, wird die Abdeckeinheit 14 anschließend seitlich durch duale, horizontale Kolbenantriebe 36 bewegt, die sich im wesentlichen horizontal entlang jeder Seite der Abdeckeinheit 14 erstrecken. Jeder der Antriebe 36 ist an seinem vorderen Ende 36a mit der Abdeckeinheit 14 über einen Ansatz 35 verbunden, und jeder ist mit seinem hinteren Ende mit Ankerelementen 37 verbunden. Die Ausrichtung und relative Position der Teile des Hebegerüsts 30 sind zusätzlich in einer Draufsicht der Plattformstützeinrichtung in Fig. 11 gezeigt.
  • Während die Abdeckeinheit 14 seitlich in eine Versetzungsposition, wie die Fig. 9 und 10 zeigen, bewegt wird durch eine Ausfahraktion der Kolbenantriebe 36, wird das untere Gleitschutzteil 18 durch zwei Führungsflächen 33a und 33b zurückgehalten, die sich entlang gegenüberliegenden Seiten des Hebegerüstes 30 erstrecken. Das vordere Endteil des Stützgerüstes 16 ist bevorzugt teilweise durch doppelte Rollen 38 abgestützt, die entlang parallelen Spuren 39 in einer Tragfläche 40 laufen. Das hintere Ende des Stützgerüsts 16 liegt auf einem Stuhltei 41 auf, der auf der Tragfläche 40 befestigt ist. Nachdem die Abdeckeinheit seitlich auf die eine Seite bewegt wurde, wird die zusammengeklappte Schütte 15, die an dem unteren Teil des Hebegerüstes 30 befestigt ist, gleichzeitig durch die Aktion der vier Kolbenantriebe 34 angehoben, so daß die Schütte 15 den unteren Flansch 13 des Verkokungskessels 10 berührt. Eine vergrößerte Teilansicht der Schütte 15, die in Kontakt mit dem unteren Flansch 13 des Verkokungskessels 10 steht, ist in Fig. 11 gezeigt. Der Koks wird innerhalb der Verkokungstrommel 10 entfernt und fällt durch die Schütte 15 in eine Speichergrube oder in einen nicht gezeigten Eisenbahnwaggon für die Weiterverarbeitung oder Weiterverwendung.
  • Nachdem der Entkokungsvorgang für die Verkokungstrommel 10 beendet ist, werden das Hebegerüst 30 und die daran befestigte Schütte 15 abgesenkt, und danach kehrt die Abdeckeinheit 14 in ihre ursprüngliche Position zurück und wird wieder mit dem Trommelflansch 13 verbunden, wie dies in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist. Die Rückkehrbewegung der Abdeckeinheit 14 wird zuerst durch Absenken des Hebegerüstes 30 und der Koksschütte 15 durch die vier Kolbenantriebe 34 eingeleitet, dann werden die doppelten Kolbenantriebe 36 zurückgezogen, um die Abdeckeinheit 14 seitlich in eine Position in vertikaler Ausrichtung unterhalb des Flansches 13 zu bewegen, anschließend wird das Hebegerüst 30 angehoben, so daß die Abdeckeinheit 14 wieder ausgerichtet gegen den unteren Flansch 13 anliegt. Als nächstes werden die Schwingantriebe 24 ausgefahren, um die Bolzen 26 nach unten in die Schlitze 27 zu schwenken, wie dies in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist. Danach werden die zahlreichen Spanneinheiten 28 betätigt, um den mit der Abdeckeinheit 14 zusammengefügten Flansch 13 wiederum dicht aneinanderzuklemmen.
  • Die Erfindung wird des weiteren durch das folgende Beispiel der Betriebsabläufe beschrieben, das jedoch keineswegs den Erfindungsgedanken begrenzt.
  • Beispiel
  • In einer Verkokungstrommel, die für die verzögerte Verkokung von Mineralölbestandsmaterialien verwendet wird, ist nach 36 bis 48 Stunden Betriebsdauer ausreichend Koks auf der Innenwand der Trommel fortschreitend niedergeschlagen worden, so daß die Koksentfernung erforderlich ist, bevor der Betrieb fortgesetzt werden kann. Die Verkokungstrommel, die mit einer unteren Flanschabdeckeinheit ausgerüstet ist, die konstruiert und entsprechend dieser Erfindung betrieben wird, wird abgeschaltet, druckentlastet und die untere Kopfabdeckeinheit entfernt. Wichtige Kenndaten der unteren Abdeckeinheit der Verkokungstrommel und der Abhebevorrichtung sind folgende:
  • Unterer Flanschdurchmesser der Verkokungstrommel in " 72
  • Flanschdurchmesser der Abdeckeinheit in " 72
  • Länge der Abdeckeinheit in " 18
  • Anzahl der verschwenkbaren Befestigungsbolzen 36
  • Durchmesser der verschwenkbaren Bolzen in " 1,25
  • Bolzenschlitzbreite im Flansch in " 1,5
  • Vertikalbewegung des Hebegerüstes in " 12
  • Seitenbewegung der Abdeckeinheit in " 105
  • Hydraulikdruck der Antriebe für das Hebegerüst in psig 1500
  • Nach dem Ausschalten der Zufuhr von schweren Kohlenwasserstoffen, Dampf, Wasserlöschung und des Ablaufs der Verkokungstrommel wird die untere Abdeckeinheit durch die folgende Prozedur entfernt und wieder eingesetzt:
  • a) Loslösen der schwenkbaren Befestigungsbolzen, die die Abdeckeinheit mit dem unteren Flansch der Verkokungstrommel zusammenklemmen durch Druckbeaufschlagung der hydraulisch betätigten Bolzenspanneinheiten, um die Bolzen ausreichend zu lockern, um so die Abdeckeinheit 0,25 - 1" auf einem Hebegerüst abzusenken und es zu ermöglichen, die Bolzen von dem Flanschumfang nach außen zu schwenken.
  • b) Druckbeaufschlagung der schwenkbaren Kolbenantriebe, um die Befestigungsbolzen zurückzuziehen und nach außen und nach oben zu schwingen, wodurch der Abdeckeinheitflansch von dem Verkokungstrommelflansch freigegeben wird.
  • c) Druckbeaufschlagung der Hebegerüstantriebe und Absenken der Abdeckeinheit, anschließend seitliche Bewegung dieser durch Druckbeaufschlagung und Ausfahren der doppelten seitlichen Kolbenantriebe.
  • d) Umgekehrte Druckbeaufschlagung der vier Antriebe des Hebegerüsts, um die Koksschütte nach oben zu bewegen, so daß diese an dem unteren Flansch der Verkokungstrommel anliegt, um so die Entfernung des Koks zu ermöglichen.
  • e) Nachfolgendes Entfernen des angesammelten Koks von der Verkokungstrommel, seitliche Bewegung der Abdeckeinheit zurück bis zur vertikalen Ausrichtung mit dem Verkokungstrommelflansch und anschließendes Anheben der Abdeckeinheit bis zum Anliegen an dem Verkokungstrommelflansch.
  • f) Umgekehrte Druckbeaufschlagung der schwenkbaren Kolbenantriebe zum Ausstrecken und Schwenken der Bolzen nach unten in die Bolzenschlitze des Flansches der Abdeckeinheit, danach Betätigen der Spanneinheiten, um die Flanschbolzen neuerlich zu spannen, und die Abdeckeinheit sicher mit dem unteren Flansch der Verkokungstrommel zusammenzuklemmen.

Claims (14)

1. Abhebevorrichtung zum Entfernen und Ersatz einer unteren Abdeckeinheit (14), die durch Bolzen (26) abdichtend an einem unteren Flansch (13) eines vertikalen Kessels (10) befestigt ist, und ein Stützgerüst (16) umfaßt, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest acht schwenkbare Klemmeinrichtungen (20), von denen jede eine Entspanneinrichtung (28) umfaßt, in gleichen Abständen, um den Umfang der Abdeckeinheit (14) angeordnet und dafür geeignet sind, die Bolzen (26) zu entspannen und von der Abdeckeinheit (14) und dem unteren Flansch (13) des Kessels Abhebevorrichtung schwenkbar zu entfernen, um die Abdeckeinheit von dem Kessel (10) loszulösen, daß ein Hebegerüst (30) unter der Abdeckeinheit und dem Stützgerüst (16) angeordnet ist, wobei das Hebegerüst von dem Kessel (10) durch vier vertikal ausgerichtete, gleich beabstandete Kolbenantriebsmechanismen (34) in der Schwebe gehalten wird, und daß das Stützgerüst (16) zumindest teilweise durch das Hebegerüst abgestützt ist und für eine Seitenbewegung relativ hierzu durch duale horizontale Kolbenantriebsmechanismen (36) ausgelegt ist, wobei die Abdeckeinheit von dem unteren Kesselflansch abgesenkt und seitlich so wegbewegt wird, daß der Zugang zu dem Kessel (10) durch eine untere Öffnung möglich ist.
2. Abhebevorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß jede Klemmeinrichtung (20) schwenkbar an dem unteren Kesselflansch (13) befestigt ist und eine Anzahl von Paaren benachbarter Klemmeinrichtungen an einem Hydraulikkolbenantrieb (24) angebracht sind, wodurch die Bolzen (26) der Klemmeinrichtungen radial nach außen und nach oben schwingbar sind, um die Flanschverbindung zu lösen.
3. Abhebevorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Entspanneinrichtungen (28) an einem unteren Ende jedes Bolzens (26) vorgesehen sind und für eine Betätigung mittels Hydraulikdruck ausgelegt sind.
4. Abhebevorrichtung nach jedem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß das Hebegerüst (30) beim Absenken durch eine Vielzahl von vertikal ausgerichteten Stiften (31), die mit Öffnungen in dem Gerüst zusammenwirken, in Horizontalrichtungen gehalten ist.
5. Abhebevorrichtungen nach jedem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, daß eine Schütte (15) an dem Hebegerüst (30) befestigt ist und für den Kontakt mit dem unteren Kesselflausch (13) geeignet ist, um Material aus dem Kessel (10) zu entfernen.
6. Abhebevorrichtung nach jedem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sechzehn bis achtundvierzig schwenkbare Klemmeinrichtungen (20) mit daran befestigten Bolzen - Entspanneinrichtungen (28) in gleichen Abständen zueinander über den Umfang der Abdeckeinheit (14) verteilt sind.
7. Abhebevorrichtung nach jedem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Entspanneinrichtung eine Spanneinheit (28) umfaßt, die an dem zugehörigen Bolzen unterhalb der Abdeckeinheit (14) befestigt ist.
8. Abhebevorrichtung nach jedem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kessel (10) eine vertikal ausgerichtete Verkokungstrommel ist.
9. Abhebevorrichtung nach jedem der voranstehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kessel (10) ein vertikal ausgerichteter Reaktor ist.
10. Verfahren zum Entfernen und Ersatz der unteren Abdeckeinheit eines Kessels (10), um Material aus dem Kessel durch eine Öffnung zu entfernen, bei dem
a) eine Flanschverbindung zwischen einem unteren Flansch (13) des Kessels (10) und einer entfernbaren Abdeckeinheit (14), die daran befestigt ist, gelöst wird, indem eine Anzahl von schwenkbaren Bolzen (26) entspannt und die Bolzen nach außen und nach oben in bezug auf die Flanschverbindung geschwenkt werden;
b) die Abdeckeinheit (14) von dem unteren Kesselflansch (13) abgesenkt und seitlich in eine Position an einer Seite der Öffnung bewegt wird;
c) eine Schütte (15) angehoben wird, um den unteren Kesselflansch (13) zum Entfernen von Material aus dem Kessel (10) zu berühren;
d) die Schütte (15) abgesenkt, die Abdeckeinheit (14) seitlich in eine vertikal mit dem unteren Kesselflansch (13) ausgerichtete Position zurückgeführt wird, und die Abdeckeinheit in eine Position gegen den unteren Flansch (13) des Kessels (10) angehoben wird; und
e) die schwenkbaren Bolzen (26) der Flanschverbindung zwischen der Abdeckeinheit (14) und den Kessel (10) wiedergesichert werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10. dadurch gekennzeichnet daß die Bolzen (26) in der Flanschverbindung durch nach außen und unten Schwingen zum Eintritt in Schlitze der Flanschverbindung wiedergesichert werden und daß die Bolzen in der Flanschverbindung zwischen der Abdeckeinheit (14) und den unteren Kesselflansch (13) wiedergespannt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder Anspruch 11, wobei die Abdeckeinheit (14) von einem hydraulisch angetriebenen Gerüst in seiner Vertikalbewegung relativ zu dem unteren Kesselflansch (13) abgestützt ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Abdeckeinheit (14) seitlich an eine Seite eines Stützgerüsts (16) durch duale horizontale Kolbenantriebsmechanismen (36) bewegt wird.
14. Verfahren nach jedem der Ansprüche 10 bis 13, wobei jeder der Bolzen (26) der Flanschverbindung durch fernbediente Hydraulikeinrichtungen (28), befestigt an jedem Bolzen, gespannt wird.
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