DE68906332T2 - Zusammenklappbarer nadelschutz. - Google Patents

Zusammenklappbarer nadelschutz.

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DE68906332T2
DE68906332T2 DE89903434T DE68906332T DE68906332T2 DE 68906332 T2 DE68906332 T2 DE 68906332T2 DE 89903434 T DE89903434 T DE 89903434T DE 68906332 T DE68906332 T DE 68906332T DE 68906332 T2 DE68906332 T2 DE 68906332T2
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Description

    Technisches Gebiet
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine sicherheitsverbessernde relativ kostengünstige Nadelabdeckung, die integral verbunden ist mit einer wegwerfbaren Nadelkanüle einer hypodermischen Spritze, wobei die Abdeckung zusammenklappbar oder -legbar ist aus einer offenen ausgedehnten Konfiguration oder Anordnung, bei der die Kanüle zum Abgeben einer Injektion freigelegt ist, und zwar in eine geschlossene im allgemeinen ebene Konfiguration, bei der die Kanüle vollständig umgeben, abgeschirmt und isoliert ist nach der Verwendung.
  • Ausgangspunkt
  • Hypodermische Spritzen werden für unterschiedliche Zwecke verwendet. Zum Beispiel kann die Spritze verwendet werden, um Strömungsmittelmedizin an einen Patienten mittels einer hypodermischen Nadelkanüle abzugeben. Die Spritze kann jedoch verwendet werden, um einen Patienten mit einer übertragbaren Krankheit zu behandeln. Vor dem Wegwerfen der Spritze wird dessen Nadelkanüle manchmal zerbrochen, um die Wiederverwendung zu verhindern. Gesundheitspflegepersonal ist insbesondere anfällig für unbeabsichtigte und potentiell infizierende Nadeleinstiche infolge der unachtsamen Handhabung oder des Zerbrechens der Kanüle und des Wegwerfens der Spritze nach der Verwendung. Die resultierenden Kleinunfälle, die durch einen unbeabsichtigten Nadeleinstich bewirkt werden, machen normalerweise einen Bluttest für solche Krankheiten, wie AIDS und Hepatitis, notwendig. Die entsprechenden Kosten und Ineffizienz des Testens von Gesundheitspflegepersonal, die einen unbeabsichtigen Nadeleinstich erhalten haben, haben eine erhebliche Verschwendung zur Folge, die insbesondere für eine Gesundheitspflegeeinrichtung schädlich ist, die nach Wirtschaftlichkeit strebt.
  • In der US-A-4 139 009 ist eine Nadelabdeckung für eine Spritze gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
  • In unserer mitanhängigen Patentanmeldung, die gleichzeitig hiermit angemeldet wurde, und die den Titel "COLLAPSIBLE BLOOD COLLECTOR" besitzt, ist eine sicherheitsverbessernde relativ kostengünstige, zusammenklapp- oder legbare Nadelabdeckung beschrieben, die mit einer doppelseitigen hypodermischen Nadelkanüle und einem zusammenfaltbaren Blutsammelrohrhalter assoziiert ist, in dem eine Blutprobe automatisch von einem Patienten abgenommen werden kann. Die vorliegende Erfindung ist auf eine zusammenlegbare Nadelabdeckung gerichtet, die mit einer hypodermischen Nadelkanüle und einem Spritzenzylinder assoziiert ist, von der eine Strömungsmittelmedizin oder ähnliches an einen Patienten abgegeben werden kann.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Im allgemeinen bezieht sich die Erfindung auf eine sicherheitsverbessernde relativ kostengünstige Nadelabdeckung, die integral verbunden ist und zusammenklapp- oder faltbar ist, um eine wegwerfbare Einmalnadelkanüle. In einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Kombination aus Kanüle und zusammenfaltbarer Nadelabdekkung abnehmbar mit der distalen Bohrung einer hypodermischen Spritze verbunden. In einem zweiten Ausführungsbeispiel ist die Kombination aus Kanüle und zusammenfaltbarer Nadelabdeckung integral verbunden mit der distalen Bohrung einer Spritze, um eine einstückige wegwerfbare Spritzenanordnung zu bilden.
  • Die Nadelabdeckung der vorliegenden Erfindung weist distal und proximal orientierte Paare von Nadelabdeckungssegmenten auf, wobei jedes der Segmente an einem benachbarten Segment zusammengefügt ist mittels eines integral ausgebildeten Gelenks oder Scharniers, um das sich die Abdeckungssegemente schwenken. Die Nadelabdeckung ist aus einer offenen, ausgedehnten Konfiguration, bei der die Nadelkanüle in einem fertigen oder geladenen Zustand zum Anlegen einer Injektion vorgespannt ist, zusammenfaltbar zu einer geschlossenen im allgemeinen ebenen Konfiguration, bei der die Nadelkanüle in einem abgeschirmten Zustand vorgespannt ist, um durch die Abdeckung vollständig umgeben und isoliert zu sein. Ein Paar von entgegengesetzt angeordneten, drehbaren Bewegungsübertragungsarmen ist mit der Nadelabdeckung verbunden, so daß das Gesundheitspflegepersonal manuell und selektiv die Abdeckung zwischen den offenen und geschlossenen Konfigurationen bewegen kann.
  • Eine Verriegelungsklinke oder -klaue ist mit einem der Nadelabdeckungsegmente verbunden und ist in der Lage, in einen entsprechenden Eingriff mit einem benachbarten Abdeckungssegment zu kommen, um die Nadelabdeckung entweder lösbar in der offenen Konfiguration zu halten, wo die Nadel in dem fertigen oder geladenen Zustand ist oder permanent in der Nadelabdeckung in der geschlossenen Konfiguration zu verriegeln, wo die Kanüle sich in dem abgeschirmten Zustand befindet. Demgemäß kann die Nadelkanüle sicher nach der Verwendung innerhalb ihrer zusammenfaltbaren Abdeckung weggeworfen werden, um zu verhindern, daß das Gesundheitspflegepersonal einem unbeabsichtigten Nadeleinstich ausgesetzt wird, und um die Verbreitung von ansteckenden und möglicherweise lebensgefährlichen Krankheiten zu verhindern.
  • Figurenbeschreibung
  • In der Zeichnung zeigt:
  • Fig. 1 die zusammenfalt- oder klappbare Nadelabdeckung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, die abnehmbar verbunden ist mit der distalen Bohrung einer hypodermischen Spritze und in eine geschlossene im allgemeinen ebene oder planare Konfiguration oder Anordnung zum Umgeben und Abschirmen einer wegwerfbaren Nadelkanüle bewegbar ist;
  • Fig. 2 die zusammenklappbare Nadelabdeckung gemäß Fig. 1 in einer offenen, im allgemeinen ausgedehnten Anordnung, um die Nadelkanüle zum Anlegen einer Injektion des Strömungsmittelinhalts der Spritze freizulegen;
  • Fig. 3 - 5 die Details zum Betätigen der Nadelabdeckung gemäß Fig. 1; und
  • Fig. 6 und 7 die zusammenklappbare Nadelabdeckung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung, die integral verbunden ist mit der distalen Bohrung einer hypodermischen Spritze um eine einstückige wegwerfbare Spritzenanordnung zu bilden.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
  • Die zusammenklappbare Nadelabdeckung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird am besten unter Bezugnahme auf die Fig. 1-5 beschrieben. Die Fig. 1 und 2 zeigen die Nadelabdeckung 1, die abnehmbar mit der distalen Bohrung eines hohlen Zylinders 3 einer herkömmlichen hypodermischen Spritze (durch gestrichelte Linien und durch das Bezugszeichen 2 dargestellt) verbunden ist. Die Nadelabdeckung 1 ist vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise aus einem strahlungsqualitativen Polypropylenmaterial hergestellt. Fig. 1 zeigt die Nadelabdeckung 1 in einer geschlossenen, im allgemeinen planaren Anordnung, um eine Nadelkanüle 4 vollständig zu umgeben abzuschirmen und zu isolieren, und dadurch einen unbeabsichtigten Nadeleinstich und die Verbreitung einer ansteckenden, möglicherweise lebensbedrohlichen Krankheit zu verhindern. Fig. 2 zeigt die Nadelabdeckung 1 in einer offenen, ausgedehnten Anordnung, um die Kanüle 4 freizulegen und dadurch der Kanüle zu ermöglichen, entweder mit einer Strömungsmittelquelle zu kommunizieren (so daß die Spritze 2 mit Medizin, Vitaminen oder ähnlichem aufgezogen werden kann) oder in die Haut eines Patienten ein- oder durchzudringen (so daß eine Injektion gemäß den medizinisch anerkannten Techniken durchgeführt werden kann). Wie noch nachfolgend beschrieben wird, sind die Nadelabdeckung 1 und die Nadelkanüle 4 integral miteinander verbunden, um als eine einstückige Kombination aus Kanüle/Abdeckung an der Spritze 2 befestigt oder von dieser abgenommen zu werden.
  • Nun wird gleichzeitig auf die Fig. 1 und 2 Bezug genommen, wo die Nadelabdeckung gezeigt ist, die distale und proximal orientierte Paare von Nadelabdeckungssegmenten 6-1 und 6-2 aufweist. Jedes Nadelabdeckungssegment 6-1 und 6-2 ist an seinem benachbarten Segment mittels eines entsprechenden integral ausgebildeten Gelenks oder Scharniers 7 zusammengefügt, um welches sich die Abdeckung schwenkt, wenn es zwischen den geschlossenen und offenen Anordnungen der Fig. 1 und 2 bewegt wird. Eine enge Zumeßöffnung 8 wird durch das Gelenk 7 an dem Schnittpunkt der distal orientierten Abdeckungssegmente 6-1 hergestellt, um das distale Ende der Nadelkanüle 4 dort hindurch aufzunehmen, wenn die Nadelabdeckung 1 in die offene ausgedehnte Anordnung gemäß Fig. 2 bewegt wird.
  • Das proximal orientierte Paar der Nadelabdeckungssegmente 6-2 ist mit einem Nadelträger 10 mittels integral ausgebildeten Gelenken 9 verbunden. Eine herkömmliche Luerverriegelungspassung 12 ragt proximal von den Nadelträger 10 vor. In der zusammengebauten Beziehung der Fig. 1 und 2 ist die Luerverriegelungspassung 12 der Nadelabdeckung 1 verbunden (d. h. in Eingriff gedreht) mit der distalen Bohrung des Spritzenzylinders 3, wodurch die Nadelabdeckung 1 abnehmbar mit der Spritze 2 verbunden ist. Der Nadelträger 10 ist integral verbunden (zum Beispiel gegossen oder thermisch verbunden) mit der Nadelkanüle 4, um die Kanüle in einer koaxialen Ausrichtung mit der Luerverriegelungspassung 12 und dem Zylinder 3 der Spritze 2 zu tragen und zu halten. Somit wird die Nadelabdeckung 1 und die Nadelkanüle 4 als eine einstückige Kombination aus Kanüle/Abdeckung verpackt und an die Gesundheitspflegeeinrichtungen geschickt. Darüber hinaus und in einer zusammengebauten Beziehung steht das proximale Ende der Kanüle 4 mit dem Inneren des Spritzenzylinders 3 über die Luerverriegelungspassung 12 in Verbindung, wodurch der Zylinder mit dem Strömungsmittel aufgezogen werden kann oder Strömungsmittel von dem Zylinder abgegeben werden kann (mit der Nadelabdeckung 1 in der offenen, ausgedehnten Anordnung gemäß Fig. 2).
  • Ein Paar von Bewegungsübertragungsarmen 14 ragt nach außen und in entgegengesetzten Richtungen von entsprechenden proximal orientierten Nadelabdeckungssegmenten 6-2. Wie noch nachfolgend unter Bezugnahme auf Fig. 4 beschrieben wird, können die Bewegungsübertragungsarme 14 manuell in Richtung zueinander gedreht werden, wodurch bewirkt wird, daß sich die Nadelabdeckungsegmente 6-1 und 6-2 um ihre entsprechenden Gelenke 8 und 9 schwenken, wodurch bewirkt wird, daß sich die Nadelabdeckung 1 von der geschlossenen, im wesentlichen planaren Anordnung gemäß Fig. 1 zu der offenen, ausgedehnten Anordnung gemäß Fig. 2 bewegt, so daß die Nadelkanüle 4 von einem abgeschirmten Zustand in einem geladenen Zustand vorgespannt wird.
  • Eine Verriegelungsklinke 16 erstreckt sich von einem der proximal orientierten Abdeckungssegmente 6-2. Eine erste Nut 18 ist in dem anderen der proximal orientierten Abdeckungssegmenten 6-2 ausgebildet. Eine zweite Nut 20 ist in dem distal orientierten Abdeckungssegment 6-1 ausgebildet, die direkt über und als Verlängerung mit dem proximal orientierten Abdeckungssegment 6-2 ausgebildet ist, von dem sich die Verriegelungsklinge 16 erstreckt. Wie noch nachfolgend beschrieben wird, und zwar unter Bezugnahme auf die Fig. 4 und 5, führt die Verriegelungsklinke 16 eine Zweifachfunktion aus. In einem ersten Fall wird die Verriegelungsklinke 16 durch die Nut 20 gedreht, um automatisch und lösbar die Nadelabdeckung 1 in der offenen, ausgedehnten Anordnung gemäß der Fig. 2 und 4 zu halten, um dadurch zu ermöglichen, daß der Zylinder 3 der Spritze 1 mit Strömungsmittel aufgezogen wird, und zwar zum Durchführen einer Injektion. In einem zweiten Fall wird die Verriegelungsklinke 16 durch die Nut 18 gedreht, um automatisch die Nadelabadeckung 1 in der geschlossenen im wesentlichen planare Anordnung gemäß der Fig. 1 und 5 zu verriegeln, wodurch die Nadelkanüle 4 umgeben, abgeschirmt und isoliert wird, um zu ermöglichen, daß die Kanüle nach der Verwendung sicher gehandhabt und weggeworfen werden kann, während ein unbeabsichtigter Nadeleinstich verhindert wird.
  • Die Betätigung der zusammenklappbaren Nadelabdeckung 1 wird nun unter Bezugnahme auf die Fig. 3, 4 und 5 beschrieben. Fig. 3 zeigt die Nadelabdeckung 1 direkt nach ihrer Herausnahme aus einer Verpackung, in der die Abdeckung zu der Gesundheitspflegeeinrichtung transportiert wird. Insbesondere ist eine zuvor sterilisierte Nadelabdeckung 1 in einem im wesentlichen zusammengeklappten Zustand verpackt, wobei die Nadelabdeckungssegmente 6-1 und 6-2 um ihre entsprechende Gelenke 7 und 9 in die geschlossene im allgemeinen planare Anordnung geschwenkt sind, um die Nadelkanüle 4 zu umgeben. Um der Abdeckung 1 jedoch zu ermöglichen, durch das Gesundheitspflegepersonal aus dem zusammengeklappten Zustand bewegt zu werden, wodurch die Nadelkanüle 4 in den fertigen oder geladenene Zustand (siehe Fig. 4) von dem abgeschirmten Zustand (siehe Fig. 3) vorgespannt werden kann, so daß eine Injektion durchgeführt werden kann, ist die Verriegelungsklinke 16 neben, aber außerhalb der Nut 18 in dem benachbarten proximal orientierten Abdeckungssegment 6-2 angeordnet. Das heißt, die Nadelabdeckung 1 wird in die geschlossene im allgemeinen planare Anordnung bewegt, aber nicht verriegelt.
  • Die Kombination aus Nadelabdeckung 1/Nadelkanüle 4 wird aus ihrer Verpackung genommen, und zwar mit der Abdeckung in der zusammengeklappten Anordnung und der Nadelkanüle 4 in dem abgeschirmten Zustand. Die Abdeckung wird dann abnehmbar an der Spritze 2 angebracht, und zwar durch Drehen der Luerverriegelungspassung 12 der Abdeckung in Eingriff mit der distalen Bohrung des Spritzenzylinders 3.
  • In Fig. 4 wird die Nadelabdeckung 1 aus dem zusammengefalteten oder -geklappten Zustand bewegt, so daß die Nadelkanüle 4 in den fertigen oder geladenen Zustand vorgespannt werden kann. Insbesondere, mit der Nadelabdeckung 1 am Zylinder 3 der Spritze 2 befestigt, legt der Gesundheitspfleger eine axiale und proximal gerichtete Kraft an jeden des Paars von Bewegungstransferarmen 14 (in die Richtung der Bezugspfeile 22 in Fig. 3) an. Demgemäß drehen sich die Arme 14 zueinander in einer allgemeinen proximalen Richtung, wodurch dementsprechend bewirkt wird, daß sich die Nadelabdeckungssegmente 6-1 und 6-2 um ihre entsprechenden Gelenke 7 und 9 zur Bewegung in die offene ausgedehnte Anordnung gemäß Fig. 4 schwenken. Während der Zurückstellung der Nadelabdeckung 1 (in die Richtung des Bezugspfeiles 24) wird die Verriegelungsklinke 16, die sich von einem proximal orientierten Abdeckungssegment 6-2 erstreckt, durch die Nute 20 vorgeschoben, wodurch sie automatisch in Eingriff mit ihren benachbarten aufeinanderfolgend angeordneten und distal orientierten Abdeckungssegment 6-1, in dem die Nut 20 gebildet ist, um lösbar und verläßlich die Nadelabdeckung 1 in der offenen, ausgedehnten Anordnung zu halten. Darüber hinaus erstreckt sich das distale Ende der Nadelkanüle 4 durch die Öffnung 8 in dem Gelenk 7, und zwar zwischen den benachbarten distal orientierten Abdeckungssegmenten 6-1, so daß die Kanüle 4 in dem fertigen oder geladenen Zustand ist, in dem der Spritzenzylinder 3 mit Strömungsmittel für eine darauffolgende Injektion durch die Haut eines Patienten aufgezogen wird.
  • Nachdem eine Injektion durchgeführt wurde, und bezugnehmend auf die Fig. 5 wird die Nadelabdeckung 1 wieder zusammengeklappt oder -gelegt, wodurch die Abdeckungssegmente 6-1 und 6-2 zu der geschlossenen, im allgemeinen planaren Anordnung zurückgebracht und die Nadelkanüle 4 in den abgeschirmten Zustand vorgespannt wird. Insbesondere löst der Gesundheitspfleger die Verriegelungsklinke 16 aus dem distal orientierten Nadelabdeckungssegment 6-1 (d. h. dreht die Verriegelungsklinke 16 aus dem Eingriff), so daß die Klinke aus der Nut 20 bewegt wird. Mit seinem Daumen und Zeigefinger legt der Gesundheitspfleger dann gleiche oder entgegengesetzte seitlich gerichtete Kräfte (in die Richtung der Bezugspfeile 26) auf das proximal orientierte Nadelabdeckungssegment 6-2 an, um zu bewirken, daß sich die Segmente 6-1 und 6-2 um ihre entsprechenden Gelenke 7 und 9 schwenken und dadurch die Nadelabdeckung 1 und die Nadelkanüle 4 zusammengefaltet oder geklappt wird. Das weitere Anlegen der seitlich gerichteten Kräfte schiebt die Verriegelungsklinke 16 durch die Nut 18 in das proximal orientierte Abdeckungssegment 6-2, in dem die Nut ausgebildet ist.
  • Demgemäß wird die Verriegelungsklinke 16 automatisch in Eingriff mit dem Abdeckungssegment 6-2 geschnappt, wodurch die Nadelabdeckung 1 permanent in der geschlossenen, im allgemeinen planaren Anordnung mit der Nadelkanüle 4 in dem abgeschirmten Zustand vorgespannt wird. Da die Nadelabdeckungssegmente 6-1 und 6-2 die Kanüle 4 somit umgeben, abschirrnen und isolieren, kann die Spritze 2 sicher gehandhabt werden, ohne daß das Gesundheitspflegepersonal einem unbeabsichtigten Nadeleinstich ausgesetzt wird und ansteckende und möglicherweise lebensgefährdende Krankheiten übertragen werden. Da die Verriegelungsklinke 16 die unbeabsichtigte Rückkehr der Nadelabdeckung 1 in die offene, ausgedehnte Anordnung (siehe Fig. 4) verhindert, kann die Nadelabdeckung 1 von dem Spritzenzylinder 3 abgenommen werden. Jedoch muß, im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Spritzenanordnungen die Nadelkanüle 4 nach der Verwendung nicht direkt gehandhabt, geschnitten oder in anderer Weise zerstört werden, sondern sie kann einfach und sicher in dem abgeschirmten Zustand gemäß Fig. 5 innerhalb der zusammengeklappten Nadelabdeckung 1 weggeworfen werden.
  • Eine zusammenklappbare Nadelabdeckung 31 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Fig. 6 und 7 beschrieben. Wie die Nadelabdeckung 1 gemäß den Fig. 1-5 ist die Nadelabdeckung 31 der Fig. 6 und 7 integral verbunden (zum Beispiel gegossen oder zusammengefügt) mit einer Nadelkanüle 34. Die Nadelabdeckung 31 ist jedoch auch integral verbunden mit der distalen Bohrung eines Zylinders 33 einer Spritze 32, um eine einstückige wegwerfbare Spritzenanordnung zu bilden.
  • Die Nadelabdeckung 31 weist distal und proximal orientierte Paare von Nadelabdeckungssegmenten 36-1 und 36-2 auf, die gelenkmäßig miteinander verbunden sind und die in der Lage sind, sich zu schwenken, wenn die Abdeckung 31 zwischen den offenen und geschlossenen Anordnungen bewegt wird. Das heißt, die Fig. 6 zeigt die Nadelabdeckung 36 in einer geschlossenen, im allgemeinen ebenen Anordnung mit den Nadelabdeckungssegmenten 36-1 und 36-2 vollständig die Kanüle 34 umgebend, abschirmend und isolierend, um einen unbeabsichtigten Nadeleinstich zu verhindern. Fig. 7 zeigt die Nadelabdeckung 31 in der offenen, ausgedehnten Anordnung, um die Kanüle 34 durch eine Zumeßöffnung 38 in der Abdeckung 31 freizulegen und dadurch zu ermöglichen, den Strömungsmittelinhalt der Spritze 33 durch die Haut eines Patienten zu injizieren.
  • Ein Paar von Kraftübertragungsarmen 44 ragen nach außen und in entgegengesetzte Richtungen von entsprechenden proximal orientierten Nadelabdeckungssegmenten 36-2. Wie oben unter Bezugnahme auf die Fig. 4 und 5 beschrieben, können axial und proximal gerichtete Kräfte manuell auf die Bewegungsübertragungsarme 44 (in die Richtung der Bezugspfeile 46 in Fig. 6) angelegt werden, um zu bewirken, daß sich die Arme drehen, wodurch die Nadelabdeckungssegmente 36-1 und 36-2 um ihre entsprechenden Gelenke geschwenkt werden. Die Nadelabdeckung 31 wird somit zu der offenen, ausgedehnten Anordnung in Fig. 7 bewegt, bei der die Nadel 34 in dem fertigen oder geladenen Zustand vorgespannt ist. Das fortwährende Anlegen von Kraft auf die Bewegungsübertragungsarme 46 (in Richtung der Bezugspfeile 50) bewirkt auch, daß eine Verriegelungsklinke 48, die sich von einem proximal orientierten Abdeckungssegment 36-2 erstreckt, sich durch eine Nut 52 bewegt und in Eingriff mit dem benachbarten und kontinuierlich angeordneten distalen Abdeckungssegment 36-1, in dem eine solche Nut geformt ist, in Eingriff schnappt. Demgemäß wird die Nadelabdeckung 31 lösbar in der offenen, ausgedehnten Anordnung gemäß Fig. 7 gehalten, so daß eine Injektion durchgeführt werden kann.
  • Eine Beschreibung des Zurückkehrens der Nadelabdeckung 31 in die geschlossene, im allgemeinen ebene Anordnung gemäß Fig. 6, bei der die Nadelkanüle 34 in dem abgeschirmten Zustand ist (geeignet, um zu ermöglichen, die einstückige Spritze 32 des zweiten Ausführungsbeispiels sicher nach der Verwendung wegzuwerfen) ist ähnlich zu der vorhergehenden Beschreibung als auf Fig. 5 Bezug genommen wurde. Daher wird aus Kürzungszwecken diese Beschreibung ausgelassen.
  • Durch die vorliegende Erfindung ist eine verläßliche, sicherheitsverbessernde Nadelabdeckung erhältlich, die integral mit einer Nadelkanüle verbunden ist und die leicht manipuliert werden kann zwischen offenen und geschlossenen Anordnungen, wodurch entweder eine Injektion durchgeführt werden kann oder die Kanüle vollständig umgeben, abgeschirmt und isoliert ist, um zum Wegwerfen nach einem einzelnen Gebrauch geeignet zu sein, ohne es notwendig zu machen, daß die Nadel gehandhabt, zerschnitten oder zerstört wird. Demgemäß wird ein Gesundheitspfleger nicht dem Risiko eines unbeabsichtigten Nadeleinstiches und der Verbreitung von ansteckenden und lebensbedrohlichen Krankheiten ausgesetzt.
  • Es sei bemerkt, daß, während das bevorzugte Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt und beschrieben wurde, zahlreiche Modifikationen durchgeführt werden können, ohne von dem Umfang der Ansprüche abzuweichen. Nachdem somit ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt wurde, wird nun folgendes beansprucht.

Claims (10)

1. Nadelabdeckung für eine Spritze (2), mit einem Zylinder (3), in dem ein Strömungsmittel aufgenommen wird und eine Nadelkanüle (4), die strömungsmittelmäßig mit dem Inneren des Zylinders in Verbindung steht, wobei die Nadelabdeckung (1) von einer offenen expandierten Anordnung, bei der die Kanüle freigelegt ist, zum Inkontaktkommen eines in Frage kommenden Gewebebereichs zusammenklapppbar ist zu einer geschlossenen Anordnung, bei der die Kanüle abgeschirmt ist, um einen ungewollten Nadeleinstich zu verhindern, die Nadelabdeckung ist gekennzeichnet durch:
eine Vielzahl von Segmenten (6-1, 6-2) die schwenkbar miteinander verbunden sind und eine Vielzahl von Gelenken (7) aufweist, die entsprechend zwischen aufeinanderfolgenden Abdeckungssegmenten angeordnet sind, so daß die Abdeckung an den Gelenken von der offenen in die geschlossene Anordnung zusammenklappbar ist;
erste Verriegelungsmittel (16, 20) zum Verriegeln der Nadelabdeckung in der offenen Anordnung, wenn sich die Kanüle nach außen von der Abdeckung erstreckt zum Inkontaktkommen mit dem in Frage kommenden Gewebebereich; und
zweite Verriegelungsmittel (16, 18) zum Verriegeln der Nadelabdeckung in der geschlossenen Anordnung, wobei die Segmente der Abdeckung die Nadelkanüle umgeben und dadurch abschirmen.
2. Nadelabdeckung (1) für die Spritze (2) gemäß Anspruch 1, wobei die Gelenke (7) integral zwischen einem entsprechenden Paar der Segmente (6-1, 6-2) der Nadelabdeckung verbunden sind.
3. Nadelabdeckung (1) für eine Spritze (2) gemäß Anspruch 1, wobei die ersten Verriegelungsmittel eine Verriegelungsanordnung oder -klinge (16) umfassen, die sich von einem der Vielfalt der Nadelabdecksegmente (6-2) erstreckt zum Verbinden mit einem zweiten der Vielzahl von Segmenten (6-1), und zwar zum Halten der Nadelabdeckung in der offenen Anordnung, wobei sich die Nadelkanüle (4) nach außen davon erstreckt.
4. Nadelabdeckung (1) für eine Spritze (2) gemäß Anspruch 3, weiterhin gekennzeichnet durch eine Nut (20), die durch das zweite der Vielzahl von Nadelabdecksegementen (6-1) gebildet ist, um darin die Verriegelungsklinge (16) aufzunehmen und dadurch die Nadelabdeckung in der offenen Anordnung zu halten.
5. Nadelabdeckung (1) für eine Spritze (2) gemäß Anspruch 1, wobei die zweiten Verriegelungsmittel eine Verriegelungsanordnung oder -klinge (16) umfassen, die sich von einem der Vielzahl von Nadelabdecksegmenten (6-2) erstreckt zum Verbinden eines zweiten der Vielzahl von Segmenten (6-2), und zwar zum Halten der Nadelabdeckung in der geschlossenen Anordnung, wobei die Nadelkanüle (4) umgeben und abgeschirmt ist.
6. Nadelabdeckung (1) für eine Spritze (2) gemäß Anspruch 5, weiterhin gekennzeichnet durch eine Nut (18), die durch das zweite der Vielzahl von Nadelabdecksegmenten (6-2) gebildet ist, um darin die Verriegelungsklinge (16) auf zunehmen und dadurch die Nadelabdeckung in der geschlossenen Anordnung zu halten.
7. Nadelabdeckung (1) für eine Spritze (2) gemäß Anspruch 1, wobei die ersten und zweiten Verriegelungsmittel eine Verriegelungsklinge (16) umfassen, die sich von einem der Vielzahl von Nadelabdecksegmenten (6-2) erstreckt, wobei eine erste Nut (20) durch ein zweites der Nadelabdecksegmente (6-1) gebildet ist und wobei eine weitere Nut (18) durch ein drittes der Nadelabdecksegmente (6-2) gebildet ist, wobei die Verriegelungsklinge (16) innerhalb der ersten Nut (20) aufgenommen wird zum Verbinden der Verriegelungsklinge mit dem zweiten Nadelabdecksegment und dadurch zum Halten der Nadelabdeckung in der offenen Anordnung, oder wobei die Verriegelungsklinge (16) innerhalb der anderen Nut (18) aufgenommen wird zum Verbinden der Verriegelungsklinge mit dem dritten Nadelabdecksegment und dadurch zum Halten der Nadelabdeckung in der geschlossenen Anordnung.
8. Nadelabdeckung (1) für eine Spritze (2) gemäß Anspruch 1, wobei die Abdeckung integral mit dem Zylinder (3) der Spritze verbunden ist, um eine einstückige, nicht abnehmbare Spritze und Nadelabdeckanordnung zu bilden.
9. Nadelabdeckung (1) für eine Spritze (2) gemäß Anspruch 1, wobei der Zylinder (3) der Nadelkanüle (4) und die Nadelabdeckung (1) integral miteinander verbunden sind und nicht abnehmbar voneinander sind, um eine einstückige Spritzenanordnung zu bilden.
10. Nadelabdeckung (1) für eine Spritze (2) gemäß Anspruch 1, weiterhin gekennzeichnet durch mindestens einen Bewegungsübertragungssarm (1), der sich von der Abdeckung erstreckt, so daß das Anlegen einer axialen Kraft auf den Arm bewirkt, daß sich die Segmente (6-1, 6-2) der Nadelabdeckung bezüglich einander verschwenken und die Nadelabdeckung sich zwischen einer offenen und geschlossenen Anordnung bewegt.
DE89903434T 1988-02-23 1989-02-23 Zusammenklappbarer nadelschutz. Expired - Fee Related DE68906332T2 (de)

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US15937388A 1988-02-23 1988-02-23
CA000595594A CA1324049C (en) 1988-02-23 1989-04-04 Collapsible needle cover

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