DE68907019T2 - Vorrichtung und Verfahren zum zeitweiligen Abschliessen einer Flüssigkeitstransportkanalisation. - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum zeitweiligen Abschliessen einer Flüssigkeitstransportkanalisation.Info
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf das vorübergehende Absperren der Bohrung eines Rohres, durch welches ein Strömungsmittel fließt, und ist insbesondere auf das vorübergehende Absperren von Hauptleitungen gerichtet, die Erdgas führen.
- Wo Reparaturen an einem Abschnitt einer Gasleitung auszuführen sind oder wo ein Abschnitt der Hauptleitung teilweise oder vollständig zu ersetzen ist, ist es häufig notwendig, vorübergehend die Bohrung oder Hauptleitung an einer Stelle oder an Stellen stromaufwärts dem Abschnitt abzusperren. Dies verhindert die Gasströmung zum Abschnitt der Hauptleitung stromabwärts der Absperrung, so daß die notwendige Arbeit ausgeführt werden kann.
- Zur Zeit wird eine solche vorübergehende Absperrung mit Hilfe eines expandierbaren Beutels des Typs durchgeführt, der einen inneren aufblasbaren Sack, üblicherweise aus Gummi aufweist, der in einem äußeren Schutzbeutel aus Nylon oder einem ähnlichen Material enthalten ist. Bei Gebrauch solcher Beutel wird ein Loch in die Wand der Hauptleitung gebohrt, und der Beutel wird in die Hauptleitung über eine Einführungsvorrichtung in Form eines abdichtbaren Schlauches eingeführt, der vorübergehend in dem so gebohrten Loch befestigbar ist. Wenn in der Hauptleitung befindlich, wird der innere Sack durch Zuführen eines Druckgases, z.B. komprimierter Luft, über ein Rohr auf geblasen, das mit dem Mundstück des Beutels verbunden ist, wobei das Rohr außerdem eine Einrichtung zum Lokalisieren des Beutels im Innern der Hauptleitung durch den Einführungsschlauch hindurch bietet, der eine gasdichte Abdichtung um das Rohr herum bildet.
- Das Aufblasen des Sackes führt dazu, daß der äußere Beutel ausgedehnt und in Wirkverbindung mit der Innenwand der Hauptleitung gedrückt wird, um eine Dichtung an der Wand der Hauptleitung zu bilden.
- Der Beutel wird durch Entleeren des Sackes und dann Herausziehen des Rohres aus der Hauptleitung über das Loch und den Einführungsschlauch entfernt.
- Unglücklicherweise werden der äußere Schutzbeutel und sogar der Innensack häufig aufgeschlitzt oder aufgerissen, wenn sie aus der Hauptleitung herausgenommen werden. Dies macht den Beutel total unbrauchbar, und es kommt nicht selten vor, daß solche Beutel selbst nach einmaligem Gebraucn irreparabel beschädigt werden. Da diese Beutel relativ teuer sind, wird der Gesamtaufwand für die Reparatur- oder Austauscharbeiten aufgrund des Verbrauchs solcher Beutel erhöht.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Mittel vorzusehen, durch welche diese Gesamtkosten reduziert werden können.
- Die GB 2157390 A (Steve Vick) offenbart eine Technik zum vorübergehenden Absperren der Bohrung eines Rohres, durch welches ein Strömungsmittel fließt, wobei diese Technik die Verwendung einer expandierbaren Beuteldichtung zum Einführen durch ein Loch hindurch einschließt, das in der Wand des Rohres vorgesehen ist, unter Verwendung einer Injektionseinrichtung, um in den Beutel nach dem Einführen desselben eine Materialmenge zu injizieren, die sich an Ort und Stelle innerhalb der Beuteldichtung ausdehnt (z.B. Polyurethanschaum) und die Beuteldichtung gegen die Innenseite des Rohres aufbläst.
- Einem Aspekt der Erfindung zufolge wird eine Einrichtung zum vorübergehenden Absperren der Bohrung eines Rohres vorgesehen, durch welches ein Strömungsmittel fließt, wobei die Einrichtung eine expandierbare flexible Beuteldichtung zum Einführen durch ein Loch, das in der Wand des Rohres vorgesehen ist, aufweist, ferner eine Materialmenge zum Injizieren in die Beuteldichtung nach dem Einführen derselben in das Rohr, wobei das Material in der Lage ist, an Ort und Stelle innerhalb der Beuteldichtung zu expandieren und die Beuteldichtung gegen die Innenseite des Rohres auf zublasen, sowie Mittel zum Injizieren des Materials in die Beuteldichtung aufweist, wobei eine Menge einer Substanz zum nachfolgenden Injizieren in die Beuteldichtung vorgesehen ist, um das Material innerhalb der Beuteldichtung nach der Expansion aufzulösen, so daß die Beuteldichtung zumindest teilweise durch Auflösung des Materials geschrumpft werden kann, um die Beuteldichtung aus dem Rohr über das Loch nach Gebrauch entnehmen zu können.
- Einem weiteren Aspekt der Erfindung zufolge wird ein Verfahren zum vorübergehenden Absperren der Bohrung eines Rohres vorgesehen, durch welches ein Strömungsmittel fließt, bei dem eine expandierbare flexible Beuteldichtung über ein in der Wand des Rohres vorgesehenes Loch eingeführt wird und dann in die Beuteldichtung ein Quantum eines Materials injiziert wird, das in der Lage ist, an Ort und Stelle in der Beuteldichtung zu expandieren und die Beuteldichtung auf zublasen,um gegen die Innenseite des Rohres abzudichten, wobei ein Quantum einer Substanz, die in der Lage ist, das Material innerhalb der Beuteldichtung aufzulösen, in die Beuteldichtung nach dem Aufblasen injiziert wird, um das Material innerhalb der Beuteldichtung aufzulösen, so daß die Beuteldichtung zumindest teilweise durch Auflösung des Material geschrumpft und nach Gebrauch über das Loch aus dem Rohr herausgenommen werden kann.
- Das Material kann die Form eines vorgeformten expandierbaren Kunstharzschaumes haben. Ein geeigneter Schaum kann produziert werden, indem Verbindungen CDN 15A und CDN 15B, hergestellt von Chemence Ltd., zusammengemischt werden, wobei das Gemisch in den Beutel injiziert wird.
- Alternativ kann das Material Komponenten zum Mischen innerhalb der Beuteldichtung aufweisen, um den expandierbaren Schaum zu bilden.
- Ein geeignetes Lösungsmittel zum Auflösen des Schaums ist Azeton.
- Die Beuteldichtung kann einen Einzelbeutel anstatt einen Doppelbeutel aufweisen. Der Beutel kann aus einem relativ billigen Material wie Polyethylen bestehen.
- Da der Beutel selbst, der Schaum und das Lösungsmittel aus relativ billigen Materialien bestehen können, sind die Komponenten entsorgbar, und das System bietet eine billige entsorgbare Einrichtung zum vorübergehenden Absperren der Bohrung einer Gas-Hauptleitung.
- Der Beutel aus beispielsweise Polyethylen kann, wie üblich, in die Hauptleitung über ein abdichtbares Rohr eingeführt werden, dessen Ende vorübergehend in einem Loch, das in die Wand der Hauptleitung gebohrt wird, lokalisiert wird. Das Mundstück des Beutels wird zunächst am Ende eines Rohres vor dem Einführen befestigt, und der Beutel wird in die Hauptleitung eingeführt, indem das Rohr durch den Schlauch in die Hauptleitung geschoben wird, wobei der Schlauch eine gasdichte Abdichtung um das Rohr herum bildet. Eine entsprechende Menge von vorgeformtem expandierbarem Schaum, der durch Zusammenmischen von CDN 15A und CDN 15B erzeugt wird, wird dann in den Beutel über das Rohr injiziert. Dem Schaum wird die Möglichkeit gegeben zu expandieren und den Beutel auf zublasen, um eine Abdichtung gegen die innenwand der Hauptleitung zu bilden.
- Um den Beutel herauszunehmen, wird ein Quantum einer Substanz, die in der Lage ist,den Schaum aufzulösen, in den Beutel über das Rohr injiziert. Eine geeignete Substanz ist Azeton, und dieser wird die Möglichkeit gegeben, den Schaum aufzulösen, so daß der Beutel zumindest teilweise geschrumpft wird. Das Rohr wird dann durch den Schlauch hindurch herausgezogen, um den Beutel aus der Hauptleitung zu entfernen. Da der Beutel, der Schaum und das Lösungsmittel entsorgbar sind, macht es nichts aus, wenn der Beutel beschädigt wird, da er nicht wiederverwendet wird.
Claims (6)
1. Einrichtung zum vorübergehenden Absperren der
Bohrung eines Rohres, durch welches ein Strömungsmittel
fließt, wobei die Einrichtung eine expandierbare flexible
Beuteldichtung zum Einführen über ein Loch, das in der Wand
des Rohres vorgesehen ist, aufweist, ferner eine Materialmenge
zum Injizieren in die Beuteldichtung nach deren Einführen
in das Rohr aufweist, wobei das Material in der Lage ist, an
Ort und Stelle innerhalb der Beuteldichtung zu expandieren
und die Beuteldichtung gegen die Innenseite des Rohres
aufzublasen, sowie Mittel zum Injizieren des Materials in
die Beuteldichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Menge einer Substanz zum nachfolgenden Injizieren in
die Beuteldichtung vorgesehen ist, um das Material innerhalb
der Beuteldichtung nach der Expansion aufzulösen, so daß die
Beuteldichtung zumindest teilweise durch Auflösung des
Materials geschrumpft werden kann, um die Beuteldichtung aus
dem Rohr über das Loch nach Gebrauch entnehmen zu können.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Material ein vorgeformter expandierbarer
Kunstharzschaum ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Material Komponenten zum Mischen innerhalb der
Beuteldichtung aufweist, um den expandierbaren
Kunstharzschaum zu bilden.
4. Verfahren zum vorübergehenden Absperren der Bohrung
eines Rohres, durch welches ein Strömungsmittel fließt, bei
dem eine expandierbare flexible Beuteldichtung über ein in der
Wand des Rohres vorgesehenes Loch eingeführt wird und dann in
die Beuteldichtung ein Quantum eines Materials injiziert wird,
das in der Lage ist, an Ort und stelle in der Beuteldichtung
zu expandieren und die Beuteldichtung auf zublasen, um gegen
die Innenseite des Rohres abzudichten, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Quantum einer Substanz, die in der Lage ist, das
Material innerhalb der Beuteldichtung auf zulösen, in die
Beuteldichtung nach dem Aufblasen injiziert wird, um das Material
innerhalb der Beuteldichtung aufzulösen, so daß die
Beuteldichtung zumindest teilweise durch Auflösung des
Materials geschrumpft und die Beuteldichtung nach Gebrauch
über das Loch aus dem Rohr herausgenommen werden kann.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Material expandierbarer Kunstharzschaum ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Material Komponenten zum Mischen innerhalb der
Beuteldichtung aufweist, um den expandierbaren
Kunstharzschaum zu bilden.
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