DE68909355T2 - Einrichtung zum Steuern der Lage eines selbstgetriebenen Bohrwerkzeuges. - Google Patents

Einrichtung zum Steuern der Lage eines selbstgetriebenen Bohrwerkzeuges.

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DE68909355T2
DE68909355T2 DE89308475T DE68909355T DE68909355T2 DE 68909355 T2 DE68909355 T2 DE 68909355T2 DE 89308475 T DE89308475 T DE 89308475T DE 68909355 T DE68909355 T DE 68909355T DE 68909355 T2 DE68909355 T2 DE 68909355T2
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein maulwurfartiges Bohrsystem, insbesondere, aber nicht ausschließlich, auf Systeme, die bei der Installation von Gasrohren oder anderen Versorgungseinrichtungen im Boden anwendbar sind.
  • Es wurde in der europäischen Patentanmeldung 247 767 vorgeschlagen, einen Schlagbohrkopf (Mole) niit dem vorderen Ende eines Bohrrohres zu verbinden. Der Bohrkopf hat eine Schrägfläche am vorderen Ende, und ein Drehmoment wirkt auf den Bohrkopf in einer Ebene senkrecht zur Schrägfläche. Das Bohrrohr wird vorgetrieben in dem Maße, wie der Bohrkopf vortreibt. Die Vorschubrichtung des Bohrkopfes kann somit durch Drehen des Bahrrohres, welches den Bohrkopf und die Schrägfläche um die Längsmittelachse des Bohrkopfes dreht, konstant gehalten werden. Die Vorschubrichtung wird geändert durch Aufhören der Drehung und Fortsetzung des Vorschubs des Bohrkopfes.
  • In der GB-A-2 197 078 ist vorgeschlagen worden, einen Bohrkopf vorzusehen mit nacheinander erregten Spulen, um ein bewegliches elektromagnetisches Feld zu erzeugen, das durch einen entfernten Empfänger ermittelt werden kann, um eine Anzeige für die Position des Bohrkopfes relativ zum Empfänger und für Bewegungen des Bohrkopfes um die Längs-, Quer- und Hochachse abzuleiten.
  • In der GB-A-2 175 096 wurde vorgeschlagen, einen Bohrkopf mit Spulen vorzusehen, die auf ferromagnetische Kerne aufgewickelt sind, um als Empfänger auf ein magnetisches Drehfeld anzusprechen, das durch ein entferntes langgestrecktes ferromagnetisches Übertragungselement erzeugt wird, das sich relativ zu einer mit Wechselstrom erregten Spule dreht. Die Position des Bohrkopfes relativ zur Übertragerspulen- und Element-Baugruppe und die Bewegung um die Längs-, Quer- und Hochachse des Bohrkopfes können durch Vergleich der gesendeten und empfangenen Signale ermittelt werden.
  • In der US-A- 4 621 698 wurde vorgeschlagen, einen Bohrkopf vorzusehen mit zwei Spulen, von denen die eine zur Roll- bzw. Längsachse des Bohrkopfes ausgerichtet ist, wobei sie sich in Längsrichtung des Bohrkopfes erstreckt, und die andere quer dazu verläuft. Die Spulen werden intermittierend durch Niederfrequenzstrom erregt, um so entsprechende Magnetfelder zu erzeugen. Die Magnetfelder werden durch gekreuzte Spulen ermittelt, die in einer im Boden ausgehobenen Grube angeordnet sind. Ausgänge von den Spulen können dazu verwendet werden, die Winkelstellung des Bohrkopfes um die Rollachse und die Winkelstellung der Rollachse in bezug auf die horizontale und vertikale Richtung zu bestimmen.
  • In der US-Patentschrift 4 646 277 wurde vorgeschlagen, einen Bohrkopf vorzusehen mit zwei Spulen, von denen die eine zur Rollachse des Bohrkopfes ausgerichtet ist, die sich in Längsrichtung des Bohrkopfes erstreckt, und die andere quer dazu angeordnet ist. Der überwiegende Teil der Beschreibung befaßt sich mit einer Erläuterung, wie das System einen Operateur in die Lage versetzt, die Ausgänge von sogenannten Y- und Z- Detektorspulen zu nullen, die senkrecht zueinander liegen, und zwar in einer Ebene quer zur Rollachse des Bohrkopfes, und sich in einer Erdgrube vor dem Bohrkopf befinden.
  • Das System erfordert eine zweite Grube im Boden, von der aus der Bohrkopf angesetzt wird, und eine feste Verdrahtung ist erforderlich sowohl zum Bohrkopf (von der zweiten Grube und durch das vom Bohrkopf hergestellte Bohrloch hindurch verlaufend) und zu den Detektorspulen in der ersten Grube. Außerdem ist eine feste Verdrahtung von den Detektorspulen zurück zu einer Kontrollstation über der Erde und vom Bohrkopf zurück zur Kontrollstation erforderlich.
  • Eine dritte Detektorspule (die X-Spule) wird außerdem verwendet, die in der ersten Grube senkrecht zu den Y- und Z- Spulen liegt (mit anderen Worten in der Rollachse des Bohrkopfes). Die Funktion dieser Spule besteht darin, die variable Eigenart der Signale in den Y- und Z-Spulen zu beseitigen, sobald sich der Bohrkopf den X-, Y- und Z-Spulen nähert.
  • Es wird in der Beschreibung darauf hingewiesen, daß die Verlagerung seitlich zum Durchstoßpunkt des Bohrkopfes durch die relative Stärke der Signale von den Y- und Z-Spulen angezeigt wird. Das System wird als ein solches beschrieben, das den Operateur in die Lage versetzt, den Bohrkopf durch eine Nullungsaktion an den zwei Signalen zu positionieren.
  • Der Bohrkopf muß einen geraden Kurs zwischen zwei Erdlöchern verfolgen, und das System ist ein solches, bei dem der Bohrkopf sich auf die Detektorspulen X, Y, Z einpeilt.
  • Nur das Verhalten des Bohrkopfes wird durch die Signale in den Y- und Z-Spulen angezeigt. Es findet keine Messung der Planposition oder der Tiefe des Bohrkopfes statt.
  • Am Ende der Beschreibung wird eine Abweichung im Kurs des Bohrkopfes erwähnt, um Hindernisse zu meiden und (den Bohrkopf) auf den Kurs zurückzubringen.
  • Es wird vermutet, daß die Verlagerung des Bohrkopfes entlang dem Bohrloch durch Messen der Länge der Nabelleitungen ermittelt wird, die in das Bohrloch eingeführt werden, oder durch Anwendung eines Entfernungs-Anzeigepotentiometers, das durch den Bohrkopf betätigt wird.
  • Es wird ferner vermutet, daß Informationen (d.h. die Strecke, die durch den Bohrkopf im Bohrloch zurückgelegt wird) mit Signalen von den Y- und Z-Spulen kombiniert werden könnten, wobei auf diese Weise es dem Operateur ermöglicht wird, jederzeit bezüglich der Position des Bohrkopfes Spur zu halten.
  • Allerdings wird nicht offenbart, wie dies geschehen soll.
  • Eine weitere Anregung ist, die Detektorspulen X, Y, Z in der Ansetzgrube in Stellung zu bringen, vorausgesetzt, der Bohrkopf wird im wesentlichen auf der X-Achse gehalten. Dies bedingt eine wiederholte Bestimmung der Orientierung des Bohrkopfes unter Verwendung der Y- und Z-Spulen und den zunehmenden Vorschub des Bohrkopfes entlang dem Bohrloch.
  • Es ist nicht klar, wie dieser Prozeß zu irgendeiner brauchbaren Bestimmung der Bohrkopf-Position führt. In jedem Fall ist die Anregung beschränkt auf den Fall, wo der Bohrkopf im wesentlichen auf der X-Achse gehalten wird. Mit anderen Worten: Der Bohrkopf wird auf einem bekannten Weg in einer bekannten Tiefe unter der Erdoberfläche gehalten.
  • Es ist keine Beschreibung für die Bestimmung der Planposition oder Tiefe eines Bohrkopfes gegeben, wenn der tatsächliche Kurs des Bohrkopfes nicht festgestellt werden kann und wenn zwei Gruben nicht verwendet werden. Ferner gibt es keine Bestimmung der Rollposition des Bohrkopfes.
  • Aus der US-Patentschrift 4 621 698 ist ein maulwurfartiges Bohrsystem bekannt, mit einem Bohrkopf mit einer Schrägfläche am vorderen Ende und mit Mitteln zum Erhalten von Anzeigen über die Position des Bohrkopfes um eine Rollachse, die sich in Längsrichtung des Bohrkopfes erstreckt, wobei der Bohrkopf eine magnetische Einrichtung aufweist, deren magnetische Achse quer zur genannten Rollachse verläuft und die ein Magnetfeld weg vom Bohrkopf erzeugt, und wobei die genannten Mittel auf das Magnetfeld ansprechen, um die genannten Anzeigen über die Winkelstellung des Bohrkopfes zu liefern.
  • Erfindungsgemäß ist ein System dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Mittel Messungen der Planposition und Tiefe des Bohrkopfes erzeugen und die magnetische Einrichtung ein Magnet oder dessen Äquivalent ist und das genannte Magnetfeld von konstanter Amplitude ist und die genannten Mittel Magnetometereinrichtungen umfassen, die aufgrund von Scheinschwankungen des Magnetfeldes infolge der Rotation des Bohrkopfes um die genannte Rollachse betätigbar sind, um Anzeigen über die Winkelstellung des Bohrkopfes zu liefern, wobei die genannten Mittel auf der Erdoberfläche oberhalb des Bohrkopfes entfaltbar sind.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Systems weist die magnetische Einrichtung zwei Magnetometer-Detektoren auf, der eine mit seiner sensitiven Achse horizontal und der andere mit seiner sensitiven Achse vertikal, wobei die Ausgänge von den Detektoren an Filter- und Konditionierungseinrichtungen weitergeleitet und dann in einem Auflöser bzw. Koordinatenwandler (Resolver) kombiniert werden, der einen an einen Zeiger gekoppelten Magneten antreibt, um die Winkelstellung des Bohrkopfes um die Rollachse anzuzeigen.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens werden die Planposition und die Tiefe des Bohrkopfes unter Verwendung einer Bezugsvorrichtung bestimmt, die Detektorpositionen in einer vorgegebenen Beziehung vorsieht, und unter Verwendung von Detektormitteln, die in jeder der Detektorpositionen aufgrund von Schwankungen des Magnetfeldes infolge der Rotation der genannten Magneteinrichtungen mit dem Bohrkopf um die Rollachse betätigbar sind, um eine Anzeige bei jeder Detektorposition zu liefern, die dem Abstand der magnetischen Einrichtung von der Detektorposition entspricht.
  • Vorzugsweise sind die Detektoreinrichtungen Magnetometer, die in jeder der Detektorpositionen Anzeigen der Amplitude des Magnetfeldes liefern, wobei die Spitzenamplitude desselben den genannten Abstand wiedergibt und die Amplitude der Schwankung und die Richtung der Amplitudenänderung zu jeder Zeit die Winkelstellung des Bohrkopfes um die Rollachse wiedergeben.
  • Zweckmäßig weisen die Mittel zur Erlangung von Anzeigen eine Sendeeinrichtung im Bohrkopf, die betätigbar ist, um ein elektromagnetisches Wechselfeld auszusenden, und ferner eine Empfangseinrichtung auf, die betätigbar ist, um das Wechselfeld zu ermitteln und Anzeigen für die Draufsicht bzw. Planposition und Tiefe des Bohrkopfes zu erhalten.
  • Ausführungsbeispiele eines maulwurfartigen Bohrsystems und bevorzugte Wege zur Anwendung desselben für die Ausführung von Verfahren des maulwurfartigen Bohrens werden nunmehr beispielsweise mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben. Dabei zeigen
  • Fig. 1 einen schematischen Längsvertikalschnitt durch den Boden mit dem in Gebrauch befindlichen System;
  • Fig. 2 eine schematische Draufsicht einer dreieckigen Bezugsvorrichtungs-Position in bezug auf den Boden über einem Bohrkopf unter dem Boden;
  • Fig. 3 und 4 Diagramme, die ein Dreieck zeigen, aufgebaut jeweils (I) aus der einen Seite der Bezugsvorrichtung nach Fig.2 und zwei Seiten mit Längen, die die Abstände zwischen der magnetischen Einrichtung im Bohrkopf und zwei Detektorpositionen wiedergeben, und zwar eine an jedem Ende der Seite der Bezugsvorrichtung; und (II) aus einer Linie, die den Scheitel der Bezugsvorrichtung mit dem Mittelpunkt der gegenüberliegenden Seite verbindet, und aus zwei Linien mit Längen, die die Abstände zwischen der magnetischen Einrichtung im Bohrkopf und dem Scheitel sowie jenem Mittelpunkt repräsentieren;
  • Fig. 5 einen schematischen Vertikalschnitt durch einen Teil einer zweiten Ausführungsform des Systems;
  • Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5;
  • Fig. 7 bis 10 schematisch die Variation im Ausgang des Magnetometers mit Rollwinkel;
  • Fig. 11 einen schematischen Vertikalschnitt durch einen Teil einer dritten Ausführungsform des Systems;
  • Fig. 12 Magnetometer-Ausgänge für verschiedene Rollwinkel für das System nach Fig. 11; und
  • Fig. 13 Magnetometer-Detektoren des Systems nach Fig. 11.
  • Das maulwurfartige Bohrsystem nach Fig. 1 besteht aus den folgenden Grundkomponenten: einem pneumatisch betätigbaren Schlagbohrkopf 10, einem Strang 12 von an den Enden miteinander verbundenen hohlen Bohrstangen; einem Start- bzw. Einsetzrahmen 14; einem Hydraulikaggregat 16, das einen Hydraulikmotor 18 am Rahmen 14 beliefert, um den Strand 12 zu drehen; einer Lieferquelle 20 für Druckluft, um den Bohrkopf 10 anzutreiben; einer dreieckigen Bezugsvorrichtung 22, die normalerweise flach auf dem Boden positioniert ist, jedoch der Klarheit wegen vertikal dargestellt ist; drei Magnetometer-Detektoren 50, 52, 54, einer an jeder Ecke der Bezugsvorrichtung; und einer Signal-Konditionierungs- und Anzeigevorrichtung 24.
  • Fig. 1 enthält ein vergrößertes Detail, das einen Kopf 30 des Bohrkopfes 10 zeigt. Der Kopf 30 besteht aus Edelstahl und hat eine Schrägfläche 32. Der Kopf 30 weist eine Querbohrung auf, die magnetische Mittel in Form eines Stabmagneten 34 enthält; alternativ sind die magnetischen Mittel zwei dünne Abschnitte, Seltenerdemagnete, die in Ausnehmungen auf jeder Seite des Bohrkopfes sitzen; alternativ werden die magnetischen Mittel durch einen Elektromagneten gebildet.
  • Der Strang 12 ist mit drei Stäben 36 dargestellt, und der vordere Stab ist mit dem hinteren Ende des Bohrkopfes 10 verbunden. Im typischen Fall ist jeder Stab 36 1,5 Meter lang.
  • Das System wird beispielsweise dazu verwendet, einen Pilotdurchgang 38 zu bilden, im typischen Fall mit einem Durchmesser von 50 mm, der anschließend auf einen größeren Durchmesser ausgeräumt wird, um ein Gas-Verteilerrohr mit einem Außendurchmesser von beispielsweise 125 mm aufzunehmen.
  • Der Bohrkopf 10 verdrängt Erde, wenn er unter der Schlagwirkung eines durch Pneumatikdruck angetriebenen Innenhammers vorgetrieben wird. Die Schrägfläche 32 am Kopf 30 des Bohrkopfes führt zu einer Querreaktion von der Erde weg, was dazu führt, daß der Weg des Bohrkopfes in der Richtung kurvt, die derjenigen entgegengesetzt ist, in welche die Fläche gerichtet ist. Wenn der Bohrkopf so positioniert ist wie in Fig. 1 dargestellt, so würde der Weg des Bohrkopfes nach unten kurven, wobei davon ausgegangen wird, daß der Bohrkopf nicht um seine Rollachse 40 rotiert, die sich in Längsrichtung des Bohrkopfes erstreckt. Um den Bohrkopf auf einem allgemein geraden Weg zu halten, wird der Hydraulikmotor 18 betätigt, um den Strang 12 zu drehen, wenn der Bohrkopf vorrückt. Der Weg des Bohrkopfes ist dann ein korkenzieherförmiger Weg von sehr kleinem Radius und ist einem geraden Weg angenähert. Der Pilotdurchgang 38 nach Fig. 1 wird anfänglich gebildet, wenn der Bohrkopf 10 vom Rahmen 14 in den Boden in einem kleinen Winkel zur Horizontalen gestartet wird. Dann wird der Weg des Bohrkopfes so gestaltet, daß er zur Horizontalen hin kurvt, und zwar durch Einstellen der Bohrkopf-Winkelstellung um seine Rollachse, so daß die Schrägfläche 32 nach unten zeigt.
  • Sowie der Bohrkopf vorankommt, ist es notwendig, die Bohrkopf-Stellung unter der Erdoberfläche in sowohl der horizontalen als auch der vertikalen Ebene zu überwachen. Es ist außerdem notwendig, die Bohrkopf-Winkelstellung um dessen Rollachse 40 zu überwachen. Eine solche Überwachung wird unter Verwendung der Bezugsvorrichtung 22 und der Signalkonditionierungs- und Anzeigevorrichtung 24 durchgeführt.
  • Die Bezugsvorrichtung 22 ist vorzugsweise z.B. ein Rahmen in Form eines gleichschenkeligen Dreiecks mit zwei gleichen Seiten, das drei Detektor-Positionen 50, 52, 54 vorsieht, in denen Magnetometer-Detektoren positioniert sind.
  • Die Signalkonditionierungs- und Anzeigeeinheit hat ein Meßgerät mit einem Zeiger, der auf das fluktuierende Magnetfeld anspricht, und eine Einrichtung zum Einfangen und Wiedergeben des Wertes des Spitzenamplitudensignals von jedem der drei Detektoren auf einem Digital-Messer.
  • Wenn der Bohrkopf um seine Rollachse rotiert, im typischen Fall z.B. mit 20 bis 60 Umdrehungen pro Minute, dann verursacht die Drehung des Magneten 34 eine Schwankung des Magnetfeldes oberhalb des Erdbodens.
  • Das Ansprechen der Magnetometer-Einrichtung auf diese Schwankung wird dem Effekt des Erd-Feldes überlagert. Die Nadel an der Magnetometer-Einheit 24 oszilliert um Null aufgrund der Erd- und anderer Störmagnetfelder, die entweder durch elektronische Mittel (z.B. Wechselstromkopplung) oder durch magnetische Mittel kompensiert werden. Die Spitze-zu- Spitze-Ablesung von jedem Sensor ist ein Maß für die Entfernung des Magnetometer-Sensors vom Magneten 34.
  • Für jede Umdrehung des Bohrkopfes um seine Rollachse 40 wandert die Nadel von voller Links- nach voller Rechts- und zurück nach voller Linksablenkung. Die Bewegungsrichtung der Nadel wie auch ihre Stellung können somit den winkligen Drehsinn des Bohrkopfes anzeigen und können dazu verwendet werden, die Winkelstellung der Schrägfläche 32 um die Rollachse 40 einzustellen.
  • Beim Überwachen des Vortriebs des Bohrkopfes werden die Magnetometer-Einrichtungen dazu verwendet, für jede von aufeinanderfolgenden Stellungen des Bohrkopfes 10 eine Gruppe von drei Spitzenamplitude-Ablesungen zu erhalten. Jede derartige Stellung wird durch den Bohrkopf erreicht, nachdem der Vorschub für einen gegebenen Stab 36 beendet worden ist. Mit anderen Worten: drei Stellungen kommen alle 1,5 Meter vor. Bei jeder Stellung wird der Vorschub des Bohrkopfes vorübergehend angehalten, aber der Strang 12 und der Bohrkopf werden durch den Motor 18 gedreht. Der Rahmen 22 wird über dem annähernd bekannten Weg des Bohrkopfes flach auf den Boden gelegt, wobei die Spitze des Dreiecks (d.h. die Detektorstellung 50) etwa in die Vorschubrichtung des Bohrkopfes zeigt.
  • Für jede Stellung des Bohrkopfes wird die Gruppe von drei Ablesungen dazu verwendet, die Tiefe, die Längsposition und Planposition des Magneten 34 zu errechnen, wie als nächstes mit Bezug auf die Figuren 2, 3 und 4 erläutert wird.
  • In Fig. 2 entsprechen die drei Ecken A, B, C des dreieckigen Rahmens den jeweiligen Detektor-Positionen 50, 52, 54. Der Punkt G ist in der Ebene des Rahmens und vertikal über der Magnetstellung M. Der dreieckige Rahmen ist in der Form eines gleichschenkeligen Dreiecks konstruiert, wobei sich die gleichen Seiten von der Spitze her erstrecken, die in die Bohrrichtung zeigt. Für das hier beschriebene System sind die Längen der gleichen Seiten so gewählt, daß die Länge der Grundlinie 0,5 m und der Abstand von der Grundlinie zur Spitze 0,5 m beträgt. Wenn auch die Berechnungen, die folgen, für jedes beliebige gleichschenklige Dreieck gültig sein werden, so hängt die Genauigkeit der Berechnung der Bohrkopfposition vom Detektorabstand und von der Tiefe des Bohrkopfes ah. Die Dimensionen des dreieckigen Rahmens sind ein Kompromiß zwischen Lokalisierungsgenauigkeit und einer für den Gebrauch des Detektorrahmens zweckmäßigen Größe.
  • In den Figuren 2 und 3 ist die Position D der Mittelpunkt der Linie BC.
  • In Figur 3 ist M die Position des Bohrkopfes, und eine Senkrechte vom Bohrkopf (M) auf die Grundlinie (BC) schneidet diese im Punkt X.
  • In Figur 4 ist die Linie AD die Mittellinie des Detektorrahmens, und diese Linie sollte in Flucht gebracht werden mit dem beabsichtigten Weg des Bohrkopfes (d.h. der Ziellinie). Position Y ist der Schnittpunkt zwischen der Mittellinie des Rahmens (AD) und der Senkrechten, konstruiert von dieser Linie zum Bohrkopf.
  • In jeder Stellung ist der Spitzenausgang von den drei Magnetometer-Detektoren bei den Positionen A, B und C eine Funktion der Abstände dieser Positionen vom Magneten im Punkt M. Mit anderen Worten: Die Abstände AM, BM und CM können bestimmt werden durch Berechnung aus den Detektorausgängen unter Verwendung der Gleichung 1:
  • log S = (-k&sub1;log V) + k&sub2; cos P - k&sub3; ----- Glchg. 1;
  • dabei ist S der Abstand des Magneten vom Detektor, k&sub1;, k&sub2;, k&sub3; sind Konstanten, V ist das Spitzenausgangssignal vom Detektor, und P ist der Winkel aus der Ebene, d.h. der Winkel zwischen der Rotationsebene des Magneten und der Linie, die den Magneten mit dem Detektor verbindet.
  • Es kann gezeigt werden, daß für Detektoren in Positionen B und C der Winkel P aus der Ebene gegeben ist durch Gleichung 2:
  • P = Bogentangente GX/GM ------ Glchg. 2;
  • dabei ist GX² = (BM²-BX²-GM²), und GM ist die vertikale Tiefe des Magneten.
  • Für den Detektor in Position A ist der Winkel aus der Ebene gegeben durch Gleichung 3:
  • P = Bogentangente (AD - YD) / GM ----- Glchg. 3.
  • Der Wert der Strecke S vom Magnet zu einem Detektor (entsprechend den Abständen AM, BM, CM) wird errechnet, indem als ein erster Annäherungswert ein Aus-der-Ebene-Winkel P = 0 verwendet wird. Aus diesen ersten Annäherungswerten kann eine erste Schätzung der Stellung des Magneten in Ausdrücken von XM, YM und GM errechnet werden. Aus der ersten Schätzung der Position des Magneten kann der Aus-der-Ebene-Winkel unter Verwendung jeder der Gleichungen 2 oder 3 abgeleitet werden. Die Magnetposition kann dann umgerechnet und eine bessere Schätzung des Winkels P erhalten werden. Drei Iterationen ergeben eine ausreichend genaue Schätzung der Magnetposition.
  • Die Kalkulation von Tiefe, Plan- und Längsposition wird in drei Teile gespalten. Der erste Teil errechnet die Seitwärts- Planposition (d.h. den X-Wert) unter Verwendung der Gleichung 4:
  • BX = (BC² + BM² - CM²) / 2 BC ----- Glchg. 4;
  • darin ist BC aus den Dimensionen des Detektorrahmens bekannt, und BM und CM werden aus Gleichung 1 errechnet.
  • Der zweite Teil errechnet die Längsposition (d.h. den Y-Wert).
  • Um die Y-Position zu bestimmen, werden die Magnetometer- Ausgänge von den Detektoren bei den Positionen B und C kombiniert, um eine Schätzung des Signals aufzustellen, das durch einen Detektor in der Mittelpunktposition D auf der Grundlinie gesehen würde, und dann wird das geschätzte Signal mit dem Signal vom Detektor an der Spitze A dazu verwendet, die Y-Position zu errechnen.
  • Um das Signal vom imaginären Sensor bei D zu erzeugen, wird zunächst der Abstand von X zum Magneten (XM) errechnet aus der Gleichung 5:
  • XM² = (BM² - BX²) ----- Glchg. 5;
  • dann wird der Abstand von D zum Magneten errechnet unter Verwendung der Gleichung 6:
  • DM² = (XM² + DX²) ----- Glchg. 6;
  • dann wird unter Verwendung des Abstandes DM in Gleichung 1 eine Schätzung der Spitzen-Ausgangsspannung gemacht, die durch einen Detektor bei D erzeugt würde. Schließlich wird der Abstand DY (d.h. die Y-Position) errechnet aus der Gleichung 7:
  • DY (AD² + DM² - AM²) / 2 AD -----Glchg. 7;
  • Der dritte Teil des Prozesses errechnet die Tiefe des Bohrkopfes unterhalb des X-Y-Koordinatenpunktes (G) durch Errechnen des Abstandes von Y zum Magneten YH unter Verwendung von
  • YM² = (DM² - DY²)
  • und dann Errechnen der vertikalen Tiefe (GM) aus
  • GM² = (YM² - XD²)
  • Die verschiedenen Kalkulationen werden zweckmäßig und schnell durch einen Mikrocomputer durchgeführt, der ein relativ einfaches Programm verwendet, so daß die Position und Tiefe des Bohrkopfes ohne weiteres draußen vor Ort bei Bohrprozessen ohne nennenswerte Verzögerung des Bohrvorganges ermittelt bzw. festgelegt werden können.
  • Alternativ können die Ausgänge von den drei Detektoren direkt in den Mikrocomputer eingegeben werden, wobei die Schnelligkeit des Systems erhöht und die Möglichkeit eines Bedienungsfehlers vermindert wird.
  • Fig. 1 zeigt einen kleinen Erdaushub 60, der dazu bestimmt ist, beispielsweise die Herstellung einer Verbindung in das Gasrohr oder eine andere Versorgungsleitung zu ermöglichen, das bzw. die entweder im Durchgang 38 oder in einem Durchgang von größerem Durchmesser, der durch Ausräumen des Durchgangs 38 gebildet wird, installiert wird. Der Teil des Durchgangs 38, der von der Erdoberfläche zum Aushub 60 führt, wäre normalerweise nicht erforderlich, um ein Gasrohr oder eine andere Versorgungsleitung aufzunehmen, und fungiert lediglich als Pilot-Eingangspassage für den Stabstrang 12 während des Bohrens.
  • Die Figuren 5 und 6 zeigen ein alternatives System, wobei die folgenden Merkmale dargestellt sind:
  • Detektormittel 150, vorzugsweise ein Luftspaltmagnetometer, z.B. Typ LPM2, verfügbar von Thorn EMI Limited; ferner Detektormittel 152, vorzugsweise eine Empfänger-Einheit Typ RD300, verfügbar von Radiodetection Limited, mit zwei Solenoidspulen übereinander; die Erdoberfläche ist bei 158 dargestellt; der Kopf 130 des Bohrkopfes 110; die Schrägfläche 132 am Kopf 130 und die Querbohrung, die den Permanentmagneten 134 enthält. Der Magnet 134 ist vorzugsweise ein Alnico- Legierung-Typ, verfügbar von Buck & Hickman. Er ist 30 Millimeter lang und 10 mm im Durchmesser. Er liefert eine Spitzen-Feldstärke von 10 Mikro-Tesla bei 0,3 Meter vom Magneten. Die magnetische Achse verläuft quer zur Rollachse 140 des Bohrkopfes 110.
  • Alternativ können Seltenerde-Magneten verwendet werden, wie in der Zusammenstellung nach Fig. 1. Diese ergeben eine Spitzen-Feldstärke von 100 Mikro-Tesla bei 0,3 m vom Magneten.
  • Der Bohrkopf rotiert mit 20 Umdrehungen pro Minute, das Feld variiert effektiv an der Erdoberfläche bei 0,3 Hz.
  • Der Kopf 130 besteht aus zwei Teilen: dem Vorderteil aus zähem Stahl, der die Schrägfläche 132 bildet, und einem nichtmagnetischen Edelstahlträger 162 für weitere Detektormittel in Form einer Sonde 166. Die Sonde 166 ist vorzugsweise eine neu-gepackte Version einer kleinen Sonde, verfügbar von Radiodetection Limited. Die Sonde 166 sitzt in einem Querschlitz im Träger 162 und wird durch eine Hülse 167 gehalten. Die Sonde 166 hat die typischen Abmessungen 40 mm x 40 mm x 13 mm und wird durch eine Gummihalterung abgestützt, um sie gegen Stoßkräfte zu isolieren. Die Sonde 166 enthält einstückig eingekapselte wiederaufladbare Batterien und sendet ein elektromagnetisches Feld mit einer bevorzugten Frequenz von 33 Kilohertz aus, obwohl ein Bereich von 8-125 kHz zur Verfügung steht. Der Sender ist so ausgelegt, daß das Feld um die Rollachse des Bohrkopf es herum gleichförmig ist.
  • Das Magentometer 150 und der Empfänger 152 bilden vorzugsweise eine einzige transportable Einheit. Der Ausgang der Spulen 154, 156 wird verstärkt, gefiltert, um Interferenz zu mildern, gleichgerichtet und an einem Drehspulenmesser angezeigt. Der Ermittlungsbereich ist besser als 1,5 Meter.
  • Die sensitive Achse 170 des Magnetometers 150 ist vertikal angeordnet. Ein positives Spitzenansprechen ist gegeben, wenn der Nordpol des Magneten 134 vertikal in Richtung auf das Magnetometer 150 zeigt, und ein Null-Ansprechen wird erhalten, wenn die Achse des Magneten 134 horizontal liegt. Die Figuren 7 bis 10 zeigen die Messerausgänge des Magnetometers 150, wenn der Bohrkopf über 360º um seine Rollachse rotiert. Bei Fig. 7 beginnend, mit der Magnetachse vertikal und dem Nordpol zuoberst, ist der Messerausgang ein positives Maximum im Uhrzeigersinn, entsprechend einer Start-Winkelposition von 0º. Fig. 8 zeigt den Messerausgang in der Skalenmitte, d.h. Null, entsprechend einer 90º-Drehung. Fig. 9 zeigt den Messerausgang beim negativen Maximum im Gegenuhrzeigersinn, entsprechend einer 180º-Drehung. Fig. 10 zeigt den Messerausgang in der Skalenmitte, d.h. Null, entsprechend einer 270º-Drehung des Bohrkopfes.
  • Der Ausgang vom Magnetometer wird verstärkt mit einem wechselstromgekoppelten Verstärker mit einem Niederfrequenz- Sperrpunkt bei 0,03 Hz. Die Wechselstromkopplung beseitigt den großen Versatz, der durch die vertikale Komponente des Erdmagnetfeldes verursacht wird. Der Verstärker hat eine regelbare Verstärkung, und der Ausgang wird dem Mittelnull- Drehspulenmesser zugeführt, der die Skalenanzeigen nach den Figuren 7 bis 10 liefert.
  • Wie die der Bohrkopf rotiert, so fluktuiert der Messerausgang, wie bereits erläutert, wobei die Nadel um die Mittelnull schwingt. Die Stärke des Spitzenansprechens ist abhängig vom Abstand des Magneten 134 vom Magnetometer und von der Verstärkungseinstellung des Verstärkers. Die Verstärkungseinstellung wird vorgenommen, sobald die Schwingungen begonnen haben, bis die Messernadel aus der vollen Gegenuhrzeigersinn-Stellung in die volle Uhrzeigersinn-Stellung wandert. Durch Kenntnisnahme der Stellung und Bewegungsrichtung der Nadel kann die augenblickliche Winkelstellung der Schrägfläche 132 bestimmt werden. Die Rotation des Bohrkopfes kann angehalten werden, mit der Schrägfläche 132 in einer vorbestimmten Orientierung, so daß ein anschließender Vorschub des Bohrkopfes ohne Rotation eine gewünschte Änderung der Vorschubrichtung bewirkt.
  • Die Planposition des Bohrkopfes wird bestimmt, indem die transportable Einheit über den Boden geschwenkt wird. Die Feldstärke des von der Sonde 166 ausgesandten elektromagnetischen Feldes variiert mit dem Abstand so, daß man, wenn ein Maximum-Ausgang vom Empfänger 152 her beobachtet wird, weiß, daß sich der Empfänger über dem Bohrkopf befindet. Die beiden Spulen 154, 156 ermöglichen es, daß die Feldstärke und der Feldgradient gemessen werden, was die Bestimmung der Tiefe des Bohrkopfes ermöglicht.
  • Die Bestimmung der Planposition, Tiefe und Winkelstellung des Bohrkopfes wird in aufeinanderfolgenden Intervallen durchgeführt, vorzugsweise nachdem jeder neue Stab 136 zugefügt ist. Während der Bestimmung wird die Luftzufuhr zum Bohrkopf unterbunden, so daß der Bohrkopf nicht vorgetrieben wird. Der Motor 118 läuft jedoch weiter, so daß der Bohrkopf noch um seine Rollachse 140 rotiert.
  • Wenn die Bestimmung beendet worden ist, dann macht der Bohrkopf weiter wie vorher oder, wenn eine Korrektur seiner Vorschubrichtung erforderlich ist, wird der Bohrkopf ohne Rotation vorgetrieben, wobei die Bohrkopf-Winkelstellung um die Rollachse 140 so eingestellt worden ist, daß die Schrägfläche so ausgerichtet ist, daß sie eine erwünschte Korrektur der Vorschublinie erzeugt. Das Ausmaß der erzielten Korrektur wird bei der nächsten Positionsbestimmung überprüft und, falls nötig, wird ein weiterer Vortrieb ohne Rotation bewirkt u.s.w..
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel des Systems ist in den Figuren 11 bis 14 dargestellt, bei dem zwei Magnetometer- Detektoren den einzelnen Magnetometer-Detektor nach Fig. 5 ersetzen. Die Empfängereinheit 152 würde natürlich noch verwendet.
  • Diese Ausführungsform kann auch bei dem System verwendet werden, das mit Bezug auf die Figuren 1 bis 4 beschrieben wurde, indem vier Magnetometer-Detektoren verwendet werden, wobei zwei Magnetometer-Detektoren an einer der Ecken des dreieckigen Rahmens vorhanden sind. Die beiden Magnetometer-Detektoren sind dicht beieinander direkt über der Magnetposition angeordnet. Die beiden Detektoren sind so angeordnet, daß die sensitive Achse des einen in einer vertikalen Richtung und die sensitive Achse des anderen in einer horizontalen Richtung in der Rotationsebene des Magneten liegt.
  • Wenn der Bohrkopf (und somit der Magnet) rotiert, dann wird das Signal von beiden Detektoren sinusförmig sein, aber wegen der unterschiedlichen Orientierung der beiden Detektoren gibt es eine 90º-Phasenverschiebung zwischen den Ausgängen, so daß der eine Detektorausgang eine Sinusfunktion und der andere Detektorausgang eine Kosinusfunktion beschreibt.
  • Die Signale von den beiden Detektoren enthalten außerdem eine Gleichstromkomponente, die sich aus der Einwirkung des Erdmagnetfeldes und anderer magnetisierter Objekte in der Nähe ergibt. Die Signale werden daher einer Signal- Konditionierungseinheit zugeführt, welche die Gleichstromkomponente herausfiltert, wobei lediglich die sinusförmigen Komponenten der beiden Signale übrigbleiben. Die Signale werden dann einer Wiedergabe- bzw. Anzeigevorrichtung zugeführt, die aus einem Gleichstrom-Resolver besteht, der einen Zeiger um eine runde Skala herum antreibt.
  • Fig. 11 zeigt die Anordnung der Detektoren in bezug auf den Bohrkopf. Die Ansicht des Bohrkopfes ist entlang der Längsachse des Bohrkopfes mit querliegender magnetischer Achse. Wenn der Bohrkopf rotiert, dann erzeugt der Magnet ein magnetisches Wechselfeld an der Erdoberfläche. Wenn die Drehgeschwindigkeit einigermaßen konstant ist, dann ändert sich das Magnetfeld an der Erdoberfläche sinusförmig.
  • Der Detektor B ist mit seiner sensitiven Achse in einer vertikalen Richtung angeordnet, so daß bei rotierendem Magneten der Ausgang vom Detektor einen positiven Spitzenwert hat, wenn der Nordpol des Magneten in Richtung auf den Sensor zeigt, und einen negativen Spitzenwert hat, wenn der Südpol des Magneten in Richtung auf den Sensor zeigt.
  • Zusätzlich zu diesem Wechselfeld wird der Detektor auch auf die vertikale Komponente des Erdmagnetfeldes ansprechen. Der sich daraus ergebende Ausgang vom Detektor ist in Fig. 2 dargestellt.
  • Der Detektor A ist mit seiner sensitiven Achse in einer horizontalen Richtung in der Rotationsebene des Magneten angeordnet. Wenn der Kopf rotiert, dann hat der Ausgang von diesem Detektor einen positiven Spitzenwert, wenn der Magnet horizontal liegt, wobei sein Nordpol nach links zeigt, und einen negativen Spitzenwert, wenn der Südpol nach links zeigt. Zusätzlich zu dem Wechselfeld wird der Detektor auch auf die horizontale Komponente des Erdmagnetfeldes ansprechen. Der sich daraus ergebende Ausgang des Detektors A ist in Fig. 2 dargestellt.
  • Die Ausgänge von den Detektoren A und B werden zwei Konditionierungs-Einheiten zugeführt, welche die Gleichstromkomponente herausfiltern und dann das Signal auf den richtigen Pegel verstärken, um den Gleichstrom-Resolver anzutreiben.
  • Der Gleichstrom-Resolver weist zwei Spulen A und B auf, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, wobei ein Magnet um seine Mitte schwenkbar gelagert ist. Die Spule A wird durch das Kosinussignal vom Detektor A angetrieben,und die Spule B wird durch das Sinussignal vom Detektor B angetrieben. Jede Spule erzeugt ein Magnetfeld proportional ihrem Erregungsstrom, und das resultierende Feld ist die algebraische Summe der durch A und B erzeugten Felder.
  • Wenn die Spitzenamplituden der durch die Spulen A und B erzeugten Felder die gleichen sind, dann ist die Resultierende ein Konstantamplituden-Magnetvektor, der mit einer Geschwindigkeit rotiert, die durch die Periode der Erregungssignale bestimmt wird. Der rotierende magnetische Vektor bewirkt somit, daß sich der schwenkbar gelagerte Magnet dreht und die Rotation des Magneten im Kopf des Bohrkopfes nachahmt. Ein Zeiger ist am Magneten im Resolver befestigt, und die runde Skala zeigt die Winkelstellung des Bohrkopfes an. Somit kann durch Stoppen der Rotation, wenn der Kopf sich in einer gewünschten Stellung befindet, der Kurs des Bohrkopfes erforderlichenfalls korrigiert werden.
  • Die Vorteile dieser Technik bestehen darin, daß:
  • 1. Der Zeiger eine klare visuelle Anzeige für die Orientierung des Bohrkopfes gibt;
  • 2. der Betrieb des Gleichstrom-Resolvers von den relativen Amplituden der den Spulen A und B zugeführten Signale abhängig ist, die gleichermaßen durch Änderungen in der Tiefe beeinträchtigt werden. Es ist daher für den Operateur weniger notwendig, die Signalamplitude genau einzuregeln, um eine genaue Anzeige des Rollwinkels zu erlangen.

Claims (6)

1. Maulwurfartiges Bohrsystem mit einem Bohrkopf (10) mit einer Schrägfläche (32) am vorderen Ende und mit Mitteln (22; 150, 152; A, B, 22) zum Erhalten von Anzeigen über die Position des Bohrkopfes und die Winkelstellung des Bohrkopfes um eine Rollachse, die sich in Längsrichtung des Bohrkopfes erstreckt, wobei der Bohrkopf eine magnetische Einrichtung (34) aufweist, deren magnetische Achse quer zur genannten Rollachse verläuft und die ein Magnetfeld weg vom Bohrkopf erzeugt, und wobei die genannten Mittel (22; 150; A, B) auf das Magnetfeld ansprechen, um die genannten Anzeigen über die Winkelstellung des Bohrkopfes zu liefern, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Mittel (22; 150, 152; A, B, 152; A, B, 22) Messungen der Planposition und Tiefe des Bohrkopfes (10) erzeugen und die magnetische Einrichtung ein Magnet (34) oder dessen Äquivalent ist und das genannte Magnetfeld von konstanter Amplitude ist und die genannten Mittel Magnetometereinrichtungen (50, 52, 54; 150; A, B) enthalten, die aufgrund von Scheinschwankungen des Magnetfeldes infolge der Rotation des Bohrkopf es um die genannte Rollachse betätigbar sind, um Anzeigen über die Winkelstellung des Bohrkopfes zu liefern, wobei die genannten Mittel (22; 150, 152; A, B, 152; A, B, 22) auf der Erdoberfläche oberhalb des Bohrkopfes entfaltbar sind.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische Einrichtung zwei Magnetometer-Detektoren (A, B) aufweist, der eine mit seiner sensitiven Achse horizontal und der andere mit seiner sensitiven Achse vertikal, wobei die Ausgänge von den Detektoren (A, B) an Filter- und Konditionierungseinrichtungen weitergeleitet und dann in einem Auflöser bzw. Koordinatenwandler kombiniert werden, der einen an einen Zeiger gekoppelten Magneten antreibt, um die Winkelstellung des Bohrkopfes um die Rollachse anzuzeigen.
3. Bohrsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bezugsvorrichtung (22) Detektorpositionen in einer vorbestimmten Beziehung liefert und Detektoreinrichtungen (50, 52, 54) in jeder dieser Detektorpositionen aufgrund von Schwankungen des Magnetfeldes infolge der Rotation der magnetischen Einrichtung (34) mit dem Bohrkopf (10) um die Rollachse (140) betätigbar sind, um eine Anzeige für den Abstand der magnetischen Einrichtung von der Detektorposition vorzusehen.
4. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektoreinrichtungen Magnetometer sind, die in jeder der Detektorpositionen eine Anzeige der Amplitude des Magnetfeldes liefern, wobei die Spitzenamplitude desselben den genannten Abstand wiedergibt und die Amplitude zusammen mit der Richtung der Amplitudenänderung der Anzeige die Winkelstellung des Bohrkopf es um die Rollachse wiedergibt.
5. System nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugsvorrichtung (22) drei Detektorpositionen in einer vorbestimmten Dreiecksbeziehung vorsieht.
6. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Erlangung von Anzeigen eine Sendeeinrichtung (166) im Bohrkopf aufweisen, die betätigbar ist, um ein elektromagnetisches Wechselfeld auszusenden, und ferner eine Empfangseinrichtung (154, 156) aufweist, die betätigbar ist, um das Wechselfeld zu ermitteln und Anzeigen für die Draufsicht bzw. Planposition und Tiefe des Bohrkopfes zu erhalten.
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