DE68909595T2 - Wärmeaustauscher zum Kühlen von Wirbelbetteilchen mit den Betriebsarten für Rückvermischung und Durchfluss. - Google Patents

Wärmeaustauscher zum Kühlen von Wirbelbetteilchen mit den Betriebsarten für Rückvermischung und Durchfluss.

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Description

    Gebiet der Erfindung
  • Diese Erfindung betrifft breit gesehen Verfahren und Wärmetauscher zum Erwärmen oder Kühlen von fluidisiertem feinteiligem Material. Spezieller betrifft diese Erfindung Verfahren zum Erwärmen oder Kühlen heißer Teilchen durch indirekten Wärmetausch und neue Wärmetauscher für die Verwendung hierbei.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Wärmetauscher für das Erwärmen oder Kühlen von fluidisiertem feinteiligem Material oder Feinstoff durch indirekten Kontakt mit einem Heiz- oder Kühlfließmittel sind bekannt. Wärmetauscher dieses Typs halten das feinteilige Material in einem fluidisierten Zustand mit einem fluidisierenden Medium, das durch ein Bett des Materials aufwärtsgeht. Eine Reihe von Leitungen, die Röhren, Kanäle oder Wicklungen umfassen, ist in dem Wirbelbett angeordnet. Ein Fließmittel geht durch die Leitungen, um durch indirekten Wärmeaustausch Wärme den fluidisierten Feststoffen zuzuführen oder von ihnen zu entfernen. Fluidisierte Feststoffe werden dem Wirbelbett kontinuierlich zugeführt, und fluidisierte Feststoffe werden kontinuierlich aus dem Bett abgezogen. Verfahren zur Zuführung oder zum Abziehen fluidisierter Feststoffe aus dem Bett durch Austauscher schließen Durchfluß- und Rückvermischungsaustauscher ein. Es gibt zwei grundsätzliche Strömungsversionen durch Kühler. Eine verwendet Beschickung unter der Schwerkraft, bei der feinteiliges Material in einen oberen Einlaß eintritt und aus einem unteren Auslaß austritt, und die andere verwendet einen fluidisierten Transport, der Teilchen von einem unteren Einlaß an den Kühlleitungen vorbei und aus einem oberen Auslaß bewegt. In einem Rückvermischungsbetrieb werden Teilchen durch einen gemeinsamen Einlaß und Auslaß zirkuliert, was Teilchen mit dem Rest des Verfahrens austauscht.
  • Wärmetauscher für das indirekte Erwärmen oder Kühlen von fludisiertem feinteiligem Material erwiesen sich als weitverbreitet anwendbar in einer Anzahl industrieller Verfahren. Diese Verfahren schließen eine Behandlung von Mineralstoffen, die Handhabung metallurgischer Erze, die Herstellung von Petrochemikalien und die Umwandlung von Kohlenwasserstoffen ein. Eine Anzahl von Austauschergestaltungen wurde entwickelt, um den Notwendigkeiten dieser verschiedenen Verfahren zu genügen.
  • Indirekte Wärmetauscher des oben beschriebenen Typs fanden zunehmende Verwendung als Teilchenkühler auf den Regeneriereinrichtungen von Verfahren für die Umwandlung von Kohlenwasserstoffen mit fluidisiertem Katalysator. Das fluidisierte katalytische Kracken (nachfolgend FCC genannt) befaßte sich in großem Umfang mit der Umwandlung von Kohlenwassertoffströmen, wie Vakuumgasölen und anderer relativ schwerer Öle, in leichtere und wertvollere Produkte. In dem FCC-Verfahren tritt Kohlenwasserstoffausgangsmaterial in Berührung mit einem feinverteilten feinteiligen Katalyator, der durch ein Gas oder durch Dampf fluidisiert wird. Während das feinteilige Material die Krackreaktion katalysiert, wird ein Nebenprodukt der Krackreaktion, das als Koks bezeichnet wird, darauf auf der Oberfläche abgelagert. Eine Regeneriereinrichtung, die ein integrierter Bestandteil des FCC-Verfahrens ist, entfernt kontinuierlich Koks von der Katalysatoroberfläche durch Oxidation. Oxidation des Kokses setzt eine große Wärmemenge frei, die teilweise den für die Krackreaktion erforderlichen Wärmeeingang liefert. Da FCC-Anlagen dazu bestimmt wurden, schwerere Beschickungen zu verarbeiten, müssen größere Koksmengen in der Regenerierzone mit einer entsprechenden Steigerung der darin entwickelten Wärmemenge entfernt werden. Diese zusätzliche Wärme ergibt eine Reihe von Problemen für das FCC-Verfahren. Die überschüssige Wärme kann das thermische Gleichgewicht des Verfahrens belasten und dabei eine Verminderung der Zirkulation von heißem Katalysator aus der Regeneriereinrichtung zu dem Reaktor erfordern, was seinerseits die Ausbeute an wertvollen Produkten senken kann. Außerdem kann die überschüssige Wärme Temperaturen bis zu dem Punkt einer Beschädigung der Anlage oder Zerstörung der Katalysatorteilchen steigern. Daher ist es vorteilhaft, ein Mittel zur Senkung der Regeneriereinrichtungstemperatur zu haben. Aus Gründen der Temperatursteuerung und Verfahrensflexibilität wurden Wärmetauscher mit außerhalb des Regenerierbehälters angeordneten Kühlrohren das Verfahren der Wahl.
  • Eine wichtige Betrachtung in dem FCC-Verfahren sowie in anderen Verfahren, die die Handhabung von feinteiligem Material einschließen, ist der Transport des feinteiligen Materials. Es ist oftmals schwierig, einen Wärmetauscher mit den erforderlichen Abmessungen einzuführen, um den erwünschten Grad an Feinstoffwärmeüberführung in die Abhängigkeiten der Verfahrensanordnung zu bekommen. In der Hauptsache schließen diese Abhängigkeiten ein, daß man eine ausreichende Austauscherlänge erhält, um die erforderliche Oberfläche der Austauscherleitungen anzupassen und Einlässe und Auslässe für die Bewegung der Teilchen zwischen dem Austauscher und dem Rest der Verfahrensanlage zu liefern. Im Falle einer FCC-Verfahrensanlage kann der Zusatz eines Teilchenwärmetauschers die Anhebung der gesamten Struktur oder die Einarbeitung von zusätzlichen Leitungen und Fluidisiereinrichtungen erfordern, um den Erfordernissen der Austauscherkonstruktion zu genügen. Wenn der Teilchenwärmetauscher einer neu konstruierten FCC-Anlage zugefügt wird, steigern die größere Höhe und/oder zusätzliche Leitungen und Fluidisiereinrichtungen die Kosten und die Kompliziertheit der Konstruktion der Anlage. Es ist auch gängig, Feinstoffwärmetauscher in bestehende FCC-Verfahrensanlagen einzupassen. In diesen Fällen können die strukturellen Abhängigkeiten nicht nur die Kosten der Anlage erhöhen, sondern erlauben möglicherweise das Einsetzen eines Feinstoffaustauschers mit der erwünschten Wärmeentfernungskapazität nicht.
  • Die Verwendung eines Austauschers vom Rückvermischungstyp, wie oben erwähnt, vereinfacht das Einfügen des Teilchenwärmetauschers in irgendein Verfahren, da er nur die Verwendung einer einzigen Einlaß-/Auslaß-Leitung erfordert. Die Gesamtwärmetauschkapazität dieser Anlagentype ist jedoch durch die Katalysatorzirkulationsmenge begrenzt, die über ihre vertikale Länge erhalten werden kann. Außerdem ist die Gesamtwärmeüberführung je Länge der Kühlleitung, die in dem Rückvermischungskühler verfügbar ist, geringer als in dem Austauscher vom Durchflußtyp, wo Katalysator von einem Einlaß in einem Ende des Wärmetauschers zu einem Auslaß am entgegengesetzten Ende fließt. Schließlich besteht ein zusätzlicher Auslegungszwang des Kühlers vom Rückvermischungstyp darin, daß er eine sehr große Einlaß/- Auslaß-Leitung braucht, um eine geeignete Zirkulation fluidisierter Teilchen zwischen dem Wärmetauscher und dem Bereich, wo die Teilchen abgezogen und wiederbeschafft werden, zu erhalten. Daher kann ein Austauscher vom Rückvermischungstyp viele der Auslegungsprobleme nicht überwinden, die mit der Einfügung eines entfernten Teilchenwärmetauschers in ein Verfahren verbunden sind, welches ein Erwärmen oder Kühlen von feinteiligem Material erfordert.
  • Das Problem indirekten Wärmetausches fluidisierter Teilchen wurde in einer Reihe bekannter Druckschriften angesprochen. Die folgende Diskussion deckt die hauptsächlichen Fälle.
  • Die Lomas et al erteilte US-Patentschrift Nr. 4 439 533 zeigt einen Teilchenwärmetauscher vom Rückvermischungstyp, der FCC-Katalysatoren zwischen dem Wärmetauscher und einer Katalysatorteilchenrückhaltezone in der Regeneriereinrichtung austauscht. Diese Literaturstelle zeigt die Verwendung eines Rückvermischungskatalysatorkühlers in einem FCC-Verfahren.
  • Die Lomas et al erteilte US-Patentschrift Nr. 4 434 245 ist auf die Verwendung eines Teilchenwärmetauschers in einem FCC-Verfahren mit einer Katalysatorlockerungszone und einer getrennten Verbrennungszone gerichtet. Heiße Katalysatorteilchen werden aus der Trennzone genommen, abwärts durch den Kühler in indirektem Wännetausch mit einem Kühlfließmittel befördert und vom Boden des Wärmetauschers zu einem Hebesteigrohr für ein Transport des Katalysators in die Verbrennungszone genommen. Diese Literaturstelle zeigt die Verwendung eines Teilchenwärmetauschers in einem FCC-Verfahren mit einer unteren Verbrennungszone und einer oberen Katalysatorrückhaltezone.
  • In der US-Patentschrift Nr. 4 396 531 führt heißer Katalysator aus der Rückhaltezone einer FCC-Regeneriereinrichtung feinteiligen Katalysator zu einem Wärmeaustauscher für eine Kühlung des feinteiligen Katalysators durch indirekten Kontakt mit Wasser und Überführung des gekühlten Katalysators zu einem FCC-Reaktor. Diese Literaturstelle zeigt die Entfernung von gekühltem feinteiligem Material aus der FCC-Regenerierzone.
  • Die Daviduk et al erteilte US-Patentschrift Nr. 4 238 631 zeigt einen Wärmetauscher für das Kühlen von teinteiligem Katalysator aus einer FCC-Regeneriereinrichtung mit einem Einlaß für heißen Katalysator in der Mitte des Wärmetauscherbehälters, einem Katalysatorauslaß am Boden des Wärmetauscherbehälters für eine Rückführung von Katalysator zu der Regeneriereinrichtung und einer Leitung an der Spitze des Wärmetauschers zum Abblasen von Gas aus dem Wärmeaustauscher zurück zu der Regeneriereinrichtung, Kühlfließmittelleitungen, die unterhalb des Katalysatoreinlasses angeordnet sind, entfernen Wärme aus dem Katalysator durch indirekten Wärmetausch mit ihm. Diese Literaturstelle zeigt einen Teilcheneinlaß in einem Mittelteil eines Teilchenwärmetauschers.
  • Die US-A-2 735 802 zeigt einen Feinstoffwärmetauscher, der feinteiligen Katalysator von einer FCC-Regeneriereinrichtung durch einen Einlaß aufnimmt, der in einem Mittelabschnitt des Wärmetauschers angeordnet ist. Katalysator wird zu der Regeneriereinrichtung durch einen Auslaß, der am Boden des Wärmetauschers angeordnet ist, zurückgeführt, und eine an der Spitze des Wärmetauschers angeordnete Leitung läßt Gase zurück zu der Regeneriereinrichtung ab. Der Wärmetauscher hat Leitungen über und unter dem Katalysatoreinlaß zum Zirkulieren von Kühlmittel. Der Bestand an Katalysatorteilchen in dem Wärmetauscher wird so eingestellt, daß der Katalysatorpegel in dem Wärmetauscher und in Berührung mit den Kühlleitungen variiert, um die Wärmeentfernungsmenge zu variieren. Diese Literaturstelle zeigt einen Wärmetauscher mit Heiz- und Kühlleitungen über und unter einem Teilcheneinlaß.
  • Die US-A-4 757 039 betrifft ein Verfahren und eine Apparatur zum Kühlen von FCC- Katalysator, die zwei Betriebsarten für einen entfernten Kühler vom Wärmetauschertyp liefert. In der ersten Betriebsart arbeitet der Austauscher in Rückvermischungsweise, wobei Katalysator zwischen dem Kühler und einer Trennzone zirkuliert. Regenerierter Katalysator wird von einem Auslaß, der nahe dem Wärmetauschereinlaß angeordnet ist, derart abgezogen, daß im wesentlichen die gesamte durch den kühler entfernte Wärme dazu dient, die Temperatur von in die Reaktionszone eintretendem Katalysator zu reduzieren. Diese Betriebsweise ist besonders brauchbar zur Erzielung eines Vorteils von dem kühler, wenn leichte bis mäßige FCC- Beschickungen verarbeitet werden. In der zweiten Betriebsart läßt man den Austauscher in Durchflußweise arbeiten, bei der heißer Katalysator aus der gekühlten Trennzone in dem Austauscher abgezogen und in die Verbrennungszone geführt wird. Die zweite Betriebsart wird verwendet, um Wärme von dem Gesamtregenerierverfahren im Falle einer Umwandlung von schwerem FCC-Beschickungsmaterial abzuziehen.
  • Bei der zweiten Betriebsart ist der Auslaß an einem Bodenabschnitt des Wärmetauschergehäuses angeordnet und mit einem Ventil versehen, das den Fluß aus dem Wärmetauscher reguliert, um so einen Betrieb entweder in vollständiger Rückvermischungsweise (wenn das Ventil geschlossen ist) oder in einer wenigstens teilweisen Durchflußart (wenn das Ventil offen ist) zu gestatten.
  • Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung liefert ein Verfahren zur Durchführung von indirektem Wärmetausch zwischen fluidisierten Teilchen und einem Wärmetauschfließmittel, bei dem man
  • a) heiße Teilchen in einem dichten Bett in einer Teilchensammelzone in einer ersten Höhe sammelt,
  • b) diese Teilchen durch einen Fluß unter Schwerkraft aus dem dichten Bett zu einem Einlaß zu einer Wärmetauschzone überführt, die in einer zweiten Höhe unter dem dichten Bett angeordnet ist,
  • c) die Teilchen in der Wärmetauschzone wenigstens teilweise fluidisert, indem man ein fluidisierendes Gas in die Wärmetauschzone einführt,
  • d) Wärme von den Teilchen in der Wärmetauschzone durch indirekten Wärmetausch mit einem Wärmeüberführungsfließmittel entfernt und
  • e) relativ kühle Teilchen aus der Wärmetauschzone durch einen Auslaß gewinnt und pneumatisch diese Teilchen von dem Auslaß zu der ersten Höhe befördert.
  • Gemäß der Erfindung ist der Auslaß in der Wärmetauschzone angeordnet, wodurch die Wärmetauschzone einen ersten Abschnitt zwischen diesem Einlaß und dem Auslaß und einen zweiten Abschnitt, der unterhalb diese Auslasses angeordnet ist und eine Wärmeentfernungskapazität besitzt, die wenigstens 25 % der gesamten Wärmeentfernungskapazität der Wärmetauschzone ist, hat, wobei es einen Nettoteilchenfluß durch den ersten Abschnitt von dem Einlaß zu dem Auslaß und keinen Nettoteilchenfluß in dem zweiten Abschnitt gibt.
  • Eine weitere Ausführungsform der Erfindung liefert eine Regeneriereinrichtung für eine Krackanlage mit fluidisiertem Katalysator mit einer Vorrichtung zum Kühlen flu idisierter Teilchen mit
  • a) einem vertikal ausgerichteten länglichen Wärmetauscher für indirekten Kontakt der Teilchen mit einem Kühlfließmittel,
  • b) mehreren Wärmetauschrohren,
  • c) einem Teilcheneinlaß und einen Teilchenauslaß für das Einlassen von heißen Teilchen und Abziehen von kühlen Teilchen aus dem Wärmetauscher und
  • d) Einrichtungen zum Einlassen von fluidisierendem Gas in den Boden des Wärmetauschers.
  • Der Auslaß ist in dem mittleren Drittel des Wärmetauschers derart angeordnet, daß der Wärmetauscher einen ersten Abschnitt zwischen dem Einlaß und dem Auslaß und einen zweiten Abschnitt, der unterhalb des Auslasses angeordnet ist, hat.
  • Die Erfindung liefert somit ein Verfahren zum Erwärmen oder Kühlen von feintelligem Material durch indirekten Wärmetausch der Teilchen mit einem Wärmetauschfließmittel in einem Wärmetauscher mit einem oberen Durchflußabschnitt und einem unteren Rückvermischungsabschnitt. Bei Verwendung einer Rückvermischungsaustauscherzone unterhalb einer Durchflußaustauscherzone bekommt man zusätzliche Oberfläche für die Kühlleitungen und erhöht die Gesamtwärmeabführungskapazität des Wärmetauschers. Der Betrieb des Austauschers wird durch diese Konstruktion auch vereinfacht, da die Wärmeabführungskapazität des Wärmetauschers durch Regulierung der Menge an fluidisierendem Gas oder Dampf, die in den Rückvermischungsabschnitt des Austauschers eintritt, variiert werden kann. Der Prozentsatz an Wärmeabführung aus dem Rückvermischungsabschnitt kann bis zu seinem Maximum gesteigert oder auf Null reduziert werden, indem man fluidisierendes Gas variierender Menge von einem Maximum bis zu im wesentlichen gar nichts verwendet.
  • Es ist eine Aufgabe dieser Erfindung, die Wärmeüberführungskapazität von Teilchenwärmetauschern zu erhöhen.
  • Es ist ein weiteres Ziel dieser Erfindung, ein Verfahren zum Kühlen von Teilchen und einen Teilchenwärmetauscher mit verbesserter Wärmeüberführungskapazität und Flexibilität zu liefern.
  • Ein anderes Ziel dieser Erfindung ist es, einen Teilchenwärmetauscher zu bekommen, der leicht an die Gestaltung der die Teilchen liefernden Anlage angepaßt wird.
  • Noch ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist es, das Verfahren zur Regulierung der Wärmeüberführung in dem indirekten Wärmetausch von Teilchen mit einem Wärmetauschfließmittel zu verbessern.
  • Nach einer Ausführungsform ist die Erfindung ein Verfahren zum Erwärmen oder Kühlen von Teilchen. Das Verfahren besteht darin, daß man relativ heiße oder kalte Teilchen sammelt, die Teilchen durch einen Teilcheneinlaß zu einer Wärmetauschzone überführt und relativ heiße oder relativ kalte Teilchen aus der Wärmetauschzone durch einen Teilchenauslaß gewinnt. Wärme wird den Teilchen in der Wärmetauschzone durch indirekten Wärmetausch mit einem Wärmüberführungsfließmittel in einem ersten Abschnitt, wo Teilchen durch ihn von dem Einlaß zum Auslaß fließen, und in einem zweiten Abschnitt unterhalb des Einlasses und Auslasses ohne Nettoteilchenfluß durch ihn zugeführt oder aus ihnen entfernt. Ein fluidisierendes Gas wird in die Wärmeentfernungszone eingeführt, um wenigstens einen Teil des Fluidisierungsmediums, das in die Wärmeentfernungszone eintritt, zu liefern.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform ist diese Erfindung ein Verfahren zum Kühlen von heißem fluidisiertem Katalysator. Das Verfahren besteht darin, daß man Katalysatorteilchen mit darauf abgelagertem Koks zu einer Verbrennungszone führt, ein sauerstoffhaltiges Gas in Berührung mit dem Katalysator führt, um den darauf enthaltenen Koks zu oxidieren, heißen Katalysator aus der Regenerierzone abzieht und den heißen Katalysator zu einer entfernten Wärmeentfernungszone durch einen Katalysatoreinlaß führt. Relativ kühle Katalysatorteilchen werden durch einen Katalysatorauslaß aus der Wärmeentfernungszone gewonnen. Wärme wird von dem Katalysator durch indirekten Wärmetausch mit einem Kühlfließmittel in einem oberen Abschnitt der Wärmeentfernungszone und in einem unteren Abschnitt der Wärmeentfernungszone abgeführt. Der obere Abschnitt der Wärmeentfernungszone hat einen Nettokatalysatorteilchenfluß durch ihn, während der untere Abschnitt der Wärmeentfernungszone keinen Nettokatalysatorteilchenfluß durch ihn hat. Der Katalysator in der Wärmeentfernungszone wird durch Hindurchführen eines fluidisierenden Gases fluidisiert.
  • Bei noch einer weiteren Ausführungsform ist die Erfindung auf eine Vorrichtung zum Erwärmen oder Kühlen von fluidisierten Teilchen gerichtet. In Kombination enthält die Vorrichtung einen vertikal ausgerichteten länglichen Wärmetauscher für indirekten Kontakt der Teilchen mit einem Wärmeüberführungsfließmittel, wobei der Austauscher obere und untere Wärmeentfernungsabschnitte besitzt, mehrere Wärmeaustauschrohre, wobei jedes Rohr eine wesentliche Oberfläche in jedem der Abschnitte besitzt, und einen Teilcheneinlaß und Teilchenauslaß an entgegengesetzten Enden des oberen Wärmeentfernungsabschnittes, um Teilchen einzulassen und Teilchen aus dem Austauscher abzuziehen.
  • Andere Ausführungsformen, Einzelheiten und Anordnungen der vorliegenden Erfindung werden in der folgenden detaillierten Beschreibung beschrieben.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnung
  • Fig. 1 ist ein Aufriß einer FCG-Regeneriereinrichtung mit einem Teilchenaustauscher nach dieser Erfindung.
  • Fig. 2 zeigt einen Aufriß einer anderen Form einer FCC-Regeneriereinrichtung mit einer modifizierten Form des Austauschers nach dieser Erfindung.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung besteht in ihrem Verfahrensaspekt aus Stufen zum indirekten Erwärmen oder Kühlen eines fluidisierten feinteiligen Feststoffes. Das Verfahren und die Vorrichtung dieser Erfindung können entweder zum Erwärmen oder zum Kühlen von Teilchen verwendet werden, doch wird aus Gründen der Einfachheit die Beschreibung nur auf das Kühlen von Teilchen Bezug nehmen. Eine wichtige Anwendung der Erfindung liegt in einem Verfahren zur Verbrennung eines verbrennbaren Materials aus fluidisierten festen Teilchen, die das verbrennbare Material enthalten, einschließlich der Stufe einer Einführung von sauerstoffhaltigem Verbrennungsgas und der fluidisierten festen Teilchen in eine Verbrennungszone, die auf einer ausreichenden Temperatur für eine Oxidation des verbrennbaren Materials gehalten wird. Das verbrennbare Material wird darin oxidiert, um ein Wirbelbett dichter Phase von heißen fluidisierten festen Teilchen zu erzeugen, die durch das Verfahren dieser Erfindung gekühlt sind.
  • Die obige Verbrennungszone kann in verdünnter Phase vorliegen, wobei die heißen Teilchen zu einer Auflockerungszone befördert werden, worin die heißen Teilchen gesammelt und als das ersterwähnte Bett gehalten werden, oder die Verbrennungszone kann in dichter Phase vorliegen und in sich selbst das erste Bett umfassen.
  • Bei einer besonders wichtigen Ausführungsform der Erfindung sind Stufen zur regenerativen Verbrennung eines kokshaltigen FCC-Katalysators aus einer Reaktionszone in einer Regenerierzone unter Bildung von heißem Abgas und heißem regeneriertem Katalysator, Trennung und Sammeln des heißen regenerierten Katalysators, Kühlen des heißen regenerierten Katalysators in einer Wärmeentfernungszone oder, wie häufiger bezeichnet, Kühlzone, die den Wärmetauscher nach dieser Erfindung umfaßt, und Rückführung des gekühlten regenerierten Katalysators zu einer Regenerier- oder Reaktionszone zur Steuerung der Temperaturen des Katalysators in der Regenerierzone eingeschlossen. Zum Zwecke eines FCC-Verfahrens bedeutet der Ausdruck "heißer regenerierter Katalysator" regenerierten Katalysator mit der Temperatur, mit der er die Verbrennungszone verläßt, von etwa 1300 bis etwa 1400 ºF (704 bis 760 ºC), während der Ausdruck "kühler regenerierter Katalysator" regenerierten Katalysator mit der Temperatur, mit der er die Kühlzone verläßt, bedeutet, wobei letztere bis zu 200 ºF (111 ºC) geringer als die Temperatur des heißen regenerierten Katalysators ist.
  • Nunmehr wird auf Fig. 1 für eine Diskussion des Teilchenwärmetauschers und des Verfahrens nach der Erfindung Bezug genommen. In Fig. 1 tritt Regeneriergas, welches Luft oder ein anderes sauerstoffhaltiges Gas sein kann, in eine Verbrennungszone 10 durch eine Leitung 11 ein und wird durch ein domartiges Verteilergitter 12 verteilt. Das Gitter belastende Luft vermischt sich mit Katalysatorteilchen, die mit Koks verunreinigt sind und in die Verbrennungszone durch eine Leitung 13 eintreten. Diese Ströme sind als getrennt in die Verbrennungszone 10 einfließend gezeigt, doch könnte jeder Strom gemeinsam in eine Mischleitung fließen, bevor er in die Verbrennungszone 10 eintritt. Mit Koks verunreinigter Katalysator enthält gewöhnlich etwa 0,1 bis etwa 5 Gew.-% Kohlenstoff als Koks. Koks umfaßt voherrschend Kohlenstoff, doch kann er auch etwa 5 bis 15 Gew.-% Wasserstoff sowie Schwefel und andere Materialien enthalten. Das Regeneriergas und mitgerissener Katalysator fließen aufwärts von dem unteren Teil der Verbrennungszone 10 zu deren oberem Teil in verdünnter Phase. Der Ausdruck "verdünnte Phase", wie er hier verwendet wird, soll ein Gemisch von Katalysatorteilchen und Gas mit einer Dichte von weniger als 30 lbs/ft³ (480 kg/m³) bedeuten, und "dichte Phase" soll ein Gemisch gleich oder mit mehr als 30 lbs/ft³ (480 kg/m³) bedeuten. Bedingungen verdünnter Phase, d. h. ein Katalysator-/Gas-Gemisch mit weniger als 30 lbs/ft³ (480 kg/m³) und typischerweise mit 2 bis 10 lbs/ft³ (32 bis 160 kg/m³) sind für die Koksbildung am wirksamsten. Während das Katalysator-/Gas- Gemisch in der Verbrennungszone 10 aufsteigt, wird die Verbrennungswärme von Koks freigesetzt und durch den nun relativ kohlenstofffreien Katalysator, mit anderen Worten durch den regenerierten Katalysator, absorbiert.
  • Der aufsteigende Katalysator-/Gas-Strom fließt durch eine Steigleitung 14 und prallt auf die Oberseite einer seitlichen Leitung 15, wobei dieses Aufprallen die Fließrichtung des Stromes verändert und das Gemisch von Katalysator und Gas durch Auslässe 16 lenkt. Das Aufprallen des Katalysator-/Gas-Stromes auf die Oberfläche 15 und die Richtungsveränderung durch Auslässe 16 bewirken, daß der meiste heiße regenerierte Katalysator, der aus der Verbrennungszone strömt, sich von dem Abgas trennt und zu dem Bodenabschnitt der Trennzone 20 fällt, welche eine Sammelkammer für heiße Teilchen oder einen Fließmittelteilchensammelabschnitt umfaßt. Obwohl die Zone 20 als eine Trennzone bezeichnet wird, schließt dieser Ausdruck auch die Möglichkeit ein, daß zusätzliche Regenerierung oder Verbrennung in dieser Zone ausgeführt werden kann. Der Katalysatorsammelbereich der Trennzone kann ein ringförmiges Behältnis sein, wie gezeigt, oder kann irgendeine andere Form haben, die für das Sammeln von Katalysatorteilchen geeignet ist. Katalysator im Boden der Sammelzone wird als ein dichtes Bett 26 mit einem oberen Pegel 27 gehalten. Die gasförmigen Produkte der Koksoxidation und überschüssiges Regeneriergas oder Abgas und der ungesammelte Anteil von heißen regenerierten Katalysatorteilchen fließen aufwärts durch die Trennzone 20 und treten in die Katalysator-/Gas-Trenneinrichtungen, wie Zyklone 21, durch einen Einlaß 22 ein. Von dem Abgas abgetrennte Katalysatorteilchen fallen aus den Zyklonen zum Boden der Trennzone 20 durch Tauchrohre 23 und 24. Das Abgas verläßt die Trennzone 22 über Leitung 25, durch welche es zu verbundenen Energiegewinnungssystemen gehen kann.
  • Heiße Katalysatorteilchen werden aus der Trennzone entfernt und zu einem FCC-Reaktor über eine Leitung 44 überführt oder über Leitung 46 zu der Verbrennungszone zurückgeführt.
  • Ein Ventil 48 reguliert den Katalysatorfluß durch die Leitung 46. Katalysatorteilchen werden auch zu der Verbrennungszone zurückgeführt, nachdem sie vorher durch eine Kühlzone gegangen sind.
  • Mit weiterer Bezugnahme auf Fig. 1 umfaßt die Kühlzone einen Wärmetauscher 30 mit einer vertikalen Ausrichtung mit dem Katalysator in der Gehäuseseite und dem Wärmeaustauschmedium durch die Leitungen 32 und 33 zugeführt und gewonnen und durch ein Rohrbündel 31 gehend. Das bevorzugte Wärmeaustauschmedium wäre Wasser, welches, weiterhin bevorzugt, nur teilweise von der flüssigen in die Gasphase (Wasserdampf) wechseln würde, wenn es durch die Rohre geht. Es ist auch bevorzugt den Wärmetauscher so zu betreiben, daß das Wärmetauschmedium durch die Rohre mit einer konstanten Geschwindigkeit zirkuliert wird. Das Rohrbündel in dem Wärmetauscher ist vorzugsweise vom "Bajonettyp", bei dem ein Ende des Bündels unbefestigt ist, wodurch Probleme infolge der Ausdehnung und Kontraktion der Rohre, wenn sie den hohen Temperaturen des regenerierten Katalysators ausgesetzt und aus ihnen entfernt werden, minimiert werden. Die stattfindende Wärmeüberführung erfolgt von dem Katalysator über die Rohrwände und in das Wärmeüberführungsmedium. Der obere Abschnitt des Wärmetauschers 30 ist in abgedichteter Verbindung mit dem Bodenteil der Trennzone durch einen Leitungsabschnitt 34 und einen Einlaß 35, der als ein Abzugspunkt zur Entfernung von Katalysator aus dem dichten Bett 26 dient. Kühler Katalysator wird von einem Mittelabschnitt des Austauschers 30 abgezogen und zu der Verbrennungszone 10 zurückgeführt. Katalysator wird von dem Mittelabschnitt durch einen Auslaß 37 abgezogen und an eine Leitung 38 mit einem Strömungssteuerventil 39 geliefert. Das Ventil 39 reguliert den Katalysatorteilchenfluß aus der Leitung 38. Jener Teil des Wärmetauschers, der durch Einlaß 35 und Auslaß 37 begrenzt ist, wird als der Durchflußteil oder erste Abschnitt bezeichnet und arbeitet mit einem Nettokatalysatorfluß durch diesen Abschnitt. Der Teil des Wärmetauschers unterhalb des Auslasses 37 wird als der Rückvermischungsteil oder zweite Abschnitt bezeichnet. Der untere oder Rückvermischungsabschnitt des Austauschers hat wenigstens 10 % der Wärmeentfernungskapazität des Austauschers und wird vorzugsweise eine Wärmeentfernung von wenigstens 25 % der Gesamtwärmeentfernungskapazität des Austauschers haben.
  • Fluidisierendes Gas, vorzugsweise Luft, wird in einen unteren Abschnitt der Gehäuseseite des Wärmetauschers 30 über Leitungen 36 und 40 geführt und hält dabei in der Gehäuseseite ein fluidisiertes Teilchenbett dichter Phase. Die Leitungen 36 und 40 haben Ventile 36' bzw. 40 ', die dort angeordnet sind, um den Fluß von fluidisierendem Gas zu regulieren. Das fluidisierende Gas bewirkt turbulentes Rückvermischen in dem Rückvermischabschnitt des Wärmetauschers und gestattet einen Katalysatorteilchentransport durch den Durchflußabschnitt des Austauschers. Es ist lediglich erforderlich, fluidisierendes Gas durch die untere Leitung 36 für fluidisierendes Gas dem Austauscher zuzuführen. Da fluidisierendes Gas aufwärts strömt, bewirkt es das erforderliche Rückvermischen für eine Wärmeüberführung in dem Rückvermischungsabschnitt des Wärmetauschers, und da es in den Durchflußabschnitt des Wärmetauschers geht, liefert es eine Fluidisierung für den Katalysatorteilchentransport. Wärmeentfernung oder mit anderen Worten Wärmetauscherleistung kann auch durch Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit der Gaszugabe durch Leitung 36 gesteuert werden. Eine höhere Strömungsgeschwindigkeit erhöht die Wärmeüberführung und steigert die Austauscherleistung. Obwohl es nur erforderlich ist, das fluidisierende Gas dem Boden des Wärmetauschers zuzuführen, kann fludisierendes Gas an einer Anzahl von Stellen zugeführt werden. Die Zuführung von fluidisierendem Gas an den Stellen, wie in Fig. 1 gezeigt, gestattet eine unabhängige Steuerung der Austauscherleistung in dem Rückvermischungsabschnitt. Eine Mindestmenge von fluidisierendem Gas ist immer erforderlich, um einen guten Katalysatortransport durch den Durchflußabschnitt des Kühlers aufrechtzuhalten. Leitung 40 kann verwendet werden, um das gesamte Minimum an fluidisierendem Gas oder einen Teil davon zuzuführen, wenn die Wärmeentfernungserfordernisse wenig oder keine Leistung aus dem Rückvermischungsabschnitt des Austauschers brauchen. Dies erlaubt, daß der Strom von fluidisierendem Gas durch die Leitung 36 gegebenenfalls auf Null eingesteuert wird, doch wird eine Mindestmenge von fluidisierendem Gas gleich wie oder weniger als 5 % der Gesamtmenge durch die Bodendüse zugegeben, wann immer der Austauscher in Betrieb ist.
  • Das in dem Austauscher gezeigte Rohrbündel ist von dem erwähnten Bajonettyp, bei welchem alle Rohre an einer einzigen Rohrplatte befestigt sind, die am Boden des Wärmetauschers angeordnet ist. Eine typische Gestaltung von Rohren in dem Bündel vom Bajonettyp wäre eine solche, bei welcher jedes Einlaßrohr von einer Einlaßverteilerleitung 42 im Kopf des Austauschers bis in das Gehäuse durch ein längeres, an seiner Spitze abgedichtetes Außenrohr aufsteigt. Jedes Einlaßrohr entleert sich in das Außenrohr, in welchem es enthalten ist, gerade unterhalb des abgedichteten Endes des Außenrohres. Eine Flüssigkeit, wie Wasser, würde in die Einlaßröhren eingeführt werden, würde sich in die Außenrohre entleeren, würde Wärme von dem heißen Katalysator durch die Wand der Außenrohre absorbieren, wenn sie abwärts durch den zwischen dem Einlaß und Auslaßrohr gebildeten Ringraum geht, und würde den Wärmetauscher wenigstens teilweise verdampft durch die Auslaßsammelleitung 43 verlassen. Es ist wichtig in dem FCC-Verfahren, daß die Menge an heißen Teilchen, die in den Wärmetauscher 30 eintritt, ausreicht, um eine Tiefe des fluidisierten Katalysatorbettes dichter Phase aufrechtzuerhalten, die die Rohre wesentlich in dem Bett dichter Phase untertaucht. Untertauchen der Rohre verhindert ein Überhitzen der Rohre, wenn eine Zirkulation des Kühlfließmittels zeitweilig unterbrochen wird. Überhitzen ergibt Probleme, wenn die Rohre aus Kohlenstoffstahl oder anderem metallurgischem Material mit niedriger Wärmetoleranz bestehen.
  • Der Durchflußabschnitt des Austauschers wird verwendet, um gekühlte Katalysatorteilchen von dem Austauscher zu der Verbrennungszone zu überführen. In die Verbrennungszone eintretender gekühlter Katalysator bewirkt eine Gesamttemperaturverminderung in der gesamten Verbrennungs- und Trennzone. Der Betrieb vom Durchflußtyp ist durch große Wärmeüberführungsraten gekennzeichnet, die einen hohen Grad an Katalysatorkühlung ergeben.
  • Der Rückvermischungsabschnitt des Austauschers vermindert weiter die Temperatur des Katalysators, wenn er erst einmal durch den Durchflußabschnitt gegangen ist. Es ist bekannt, daß Rückvermischung in dem Wärmetauscher mit wesentlichen Gasoberflächengeschwindigkeiten erhalten werden kann, die Katalysator über die Länge des Rückvermischungsabschnittes abwärts zirkulieren. Die Zugabe von fluidisierendem Gas beeinflußt den Wärmeüberführungskoeffizienten direkt durch Beeinflussung der Oberflächengeschwindigkeit über den Wärmetauscherrohren und indirekt durch Beeinflussung des Massenflusses von Katalysator durch den Rückvermischungsabschnitt des Wärmetauschers. Der größere Massenfluß führt auch zu einer höheren Wärmetauscherleistung, da die mittlere Katalysatortemperatur in dem Rückvermischungsabschnitt höher sein wird und dabei einen größeren Temperaturunterschied liefert, zu welchem die Menge an Wärmeüberführung direkt proportional ist. Weitere Einzelheiten des Betriebs einer Rückvermischungskühlzone kann man in der US-Patentschrift Nr. 4 439 533 finden.
  • Die Verwendung eines unteren Rückvermischungsabschnittes und eines oberen Durchflußabschnittes erlauben es, daß der Wärmetauscher eine einfache Konstruktion behält und einen größere Länge hat, als sie mit jeder Wärmetauschertype allein erhalten werden könnte. Wenn ein Wärmetauscher vom Durchflußtyp mit einer Teilchenbeschickung unter der Schwerkraft verwendet würde, wäre die Länge des Austauschers durch die Höhe zwischen dem Katalysatorabzugspunkt 35 und dem Auslaß 37 begrenzt. Obwohl es genügend Gesamthöhe gibt, um einen Kühler vom Rückvermischungstyp mit der in Fig. 1 gezeigten Länge zu verwenden, würde die Rückvermischungszirkulation von Katalysator über ein solche große Länge übermäßige Mengen an Fluidisierungsgas erfordern und außerdem eine geringe Gesamtwärmeüberführungsleistung haben.
  • Fig. 2 zeigt den Teilchenwärmetauscher nach dieser Erfindung in Kombination mit einer anderen FCC-Regeneriereinrichtungstype. Die Regeneriereinrichtung hat eine einzelne Kammer in dem Behälter 50. Verbrauchter Katalysator, der Koks in einer Menge von 0,1 bis 5 Gew.-% enthält, tritt in die Regeneriereinrichtung durch eine Leitung 52 ein. Eine untere Leitung 54 liefert Luft an die Regeneriereinrichtung, die über den Querschnitt des Behälters 50 durch einen Verteiler 56 verteilt wird. Ein Durchgang der Luft durch den Katalysator oxidiert Koks von der Oberfläche des Katalysators und hält den Katalysator als dichtes Wirbelbett 57 mit einem Pegel 58. Regeneriergas und darin mitgerissener Katalysator werden aufwärts getragen und treten in die Zyklone durch Einlaß 62 ein. Die Zyklontauchrohre 64 führen Katalysatorteilchen zu dem Bett 57 zurück. Eine Düse 66 trägt Regeneriergas von den Zyklonen 60 und aus dem Behälter 50. Regenerierter Katalysator mit einer verminderten Kokskonzentration verläßt den unteren Teil des Behälters 50 durch eine Leitung 68 und tritt wieder in eine (nicht gezeigte) Reaktionszone ein.
  • Ein Wärmetauscher 70 steht in Verbindung mit dem Katalysatorbett 57 über eine Leitung 72. Der Wärmetauscher 70 arbeitet im wesentlichen in der gleichen Weise wie der in Fig. 1 gezeigte Austauscher 30 und unterscheidet sich hauptsächlich durch die Ausrichtung der Bajonettrohre und die Mittel und Methode zur Rückführung von Katalysator zu der Regeneriereinrichtung. Der Austauscher 70 hat mehrere Bajonettrohre 73, die aus einem Innenrohr, welches Wärmeaustauschmedium von einem Einlaßverteilerrohr 74 aufnimmt, und einem Außenrohr mit geschlossenem Ende, das das Wärmeaustauschmedium zu einem Auslaßsammelrohr 76 zurückführt, bestehen. Die Leitungen 78 und 78' führen das Wärmeaustauschmedium von dem Kühler 70 und entfernen es daraus. Ein Auslaß 80, der in einem Mittelabschnitt des Austauschers liegt, trägt kühle Katalysatorteilchen aus dem Austauscher und teilt den Austauscher in einen oberen Abschnitt, der in einer Durchflußweise arbeitet, und einen unteren Abschnitt, der in einer Rückvermischungsweise arbeitet. Fluidisierungsgas kann in den Austauscher durch einen oder beide der beiden Einlässe 82 und 84 für fluidisierendes Gas eintreten, die jeweils gerade unter dem Auslaß 70 und am Boden des Austauschers angeordnet sind. Eine Leitung 86 nimmt kühlen Katalysator aus dem Auslaß 80 mit einer Geschwindigkeit, die durch ein Steuerventil 88 reguliert ist. Kühler Katalysator fließt aus der Leitung 86 in ein äußeres Steigrohr 90. Eine Leitung 92 läßt Fluidisierungsgas in das Steigrohr 90, und dieses tritt in Berührung mit dem relativ kühlen Katalysator und befördert ihn zurück in das dichte Bett 57.
  • Der Wärmetauscher dieser Erfindung ist besonders brauchbar in FCC-Anordnungen des in Fig. 2 gezeigten Typs. In diesen Anordnungen liegt der horizontale Leitungsabschnitt 92 sehr nahe der Bodenhöhe. Daher kann die Länge des Kühlers vom Durchflußtyp nicht ohne Anheben des gesamten Regenerierbehälters 50 gesteigert werden. Diese Erfindung vergrößert die Länge und entsprechend die Wärmeüberführungfläche des Kühlers ohne Anheben der Höhe des gesamten Behälters unter Benutzung von Raum unter dem Austauscherauslaß und Boden, der sonst ungenutzt bliebe. Anordnung der Einlaß- und Auslaß-Verteiler- bzw. Sammelrohre am oberen Ende des Kühlers erleichtert eine Enfernung des Rohrbündels, indem sie gestattet, es von der Spitze des Austauschers wegzuheben.
  • Das folgende Beispiel demonstriert die Vorteile einer Verwendung des Austauschers nach dieser Erfindung zur Verminderung der Temperatur des Katalysators, der in die Reaktionszone eintritt, wenn ein mäßig schweres FCC-Beschickungsmaterial verarbeitet wird. Diese Beispiele beruhen teilweise auf Ingenieurberechnungen und industrieller Erfahrung mit ähnlichen Betriebsanlagen. Die Beschickung in diesem Beispiel ist ein Gemisch von Vakuumgasöl und Rückstandsöl mit den in Tabelle 1 aufgeführten Eigenschaften. Tabelle 1 Dichte Schwefel, Gew.-% Conradson-Kohle, Gew.-% Nickel, Gew.-ppm Vanadin, Gew.-ppm Vol.-% bei 1050 ºF (566 ºC)
  • Beispiel
  • In diesem Beispiel wurde die FCC-Beschickung in einem FCC-Reaktor-Regenerator mit einer FCC-Steigrohrreaktionszone bei den in Tabelle 2 zusammengestellten Verfahrensbedingungen behandelt. Dieses Beispiel verwendete einen Teilchenwärmetauscher, der gemäß dieser Erfindung konstruiert war, in einer FCC-Anlage der Gestaltung von Fig. 1. Der Austauscher hatte eine Oberfläche von 975 ft² (90,6 m²) in dem Rückvermischungsabschnitt und von 975 ft² (90,6 m²) in dem Durchflußabschnitt. Fluidisierungsgas wurde nur am Boden des Austauschers mit einer Geschwindigkeit von 166 000 Standard-ft³/h (4691 m³/h) zugegeben. Die Ergebnisse für die Beschickungsumwandlung und Bedingungen bei ausgewählten Stellen in der Verfahrensanlage sind in Tabelle 2 aufgeführt. Tabelle 2 Verfahrensbedingungen Temperatur des verbrauchten Katalysators zur Verbrennungszone Temperatur des regenerierten Katalysators zum Reaktor Katalysatortemperatur beim Kühlereinlaß Katalysatortemperatur beim Kühlerauslaß Kühlerleistung im Rückvermischungsabschnitt des Kühlers Leistung im Durchflußabschnitt Katalysatorzugabe Ausbeuten C&sub2;-Gew.-% C&sub3;-Flüssigkeits-Vol.-% C&sub4;-Flüssigkeits-Vol.-% C&sub5;-Benzin-Flüsigkeits-Vol.-% LCO-Flüssigkeits-Vol.-% CO-Flüssigkeits-Vol.-% Koks-Gew.-% Gesamte Flüssigkeits-Vol.-%
  • Die durch die Figuren und das Beispiel erläuterte FCC-Ausführungsform ist nur eine mögliche der Anwendung vorliegenden Erfindung, die im breitesten Sinne ein Verfahren zum Erwärmen oder Kühlen von fluidisierten Teilchen für irgendeinen Zweck ist. Der Vorrichtungsaspekt der vorliegenden Erfindung kann im breitesten Sinne, wie oben zusammengestellt, auch in den Figuren identifiziert werden.

Claims (6)

1. Verfahren zur Durchführung eines indirekten Wärmeaustausches zwischen fluidisierten Teilchen und einem Wärmeaustauschfließmittel, bei dem man
a) heiße Teilchen in einem dichten Bett (26; 57) in einer Teilchensammelzone (20; 50) in einer ersten Höhe sammelt,
b) diese Teilchen durch Fluß unter Schwerkraft aus dem dichten Bett durch einen Einlaß (35; 72) in eine Wärmeaustauschzone (30; 70) überführt, die in einer zweiten Höhe unter der ersten Höhe angeordnet ist,
c) die Teilchen in der Wärmeaustauschzone wenigstens teilweise fluidisiert, indem man ein fluidisierendes Gas (40, 36; 84, 82) in die Wärmeaustauschzone einführt,
d) Wärme von den Teilchen in der Wärmeaustauschzone durch indirekten Wärmeaustausch mit einem Wärmeüberführungsfließmittel (32; 78) entfernt und
e) relativ kühle Teilchen aus der Wärmeaustauschzone durch einen Auslaß (37; 80) gewinnt und diese Teilchen von dem Auslaß zu dem dichten Bett pneumatisch befördert,
dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß (37; 80) in der Wärmeaustauschzone angeordnet ist, wobei diese Wärmeaustauschzone einen ersten Abschnitt zwischen dem Einlaß (35; 72) und dem Auslaß (37; 80) und einen zweiten Abschnitt, der unter dem Auslaß angeordnet ist und eine Wärmeentfernungskapazität hat, die wenigstens 25 % der gesamten Wärmeentfernungskapazität der Wärmeaustauschzone beträgt, hat und wobei es einen Nettoteilchenfluß durch den ersten Abschnitt von dem Einlaß zu dem Auslaß und keinen Nettoteilchenfluß in dem zweiten Abschnitt gibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß heiße Teilchen an der Spitze des ersten Abschnittes eintreten und durch den Boden dieses ersten Abschnittes austreten.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die heißen Teilchen zu dem Boden des ersten Abschnittes geführt werden, Teilchen aufwärts durch den ersten Abschnitt befördert werden und von einem oberen Teil des ersten Abschnittes der Wärmeentfernungszone zu der Sammelzone zurückgeführt werden.
4. Regeneriereinrichtung für eine Krackanlage mit fluidisiertem Katalysator mit einer Vorrichtung zum Kühlen von fluidisierten Teilchen mit
a) einem vertikal ausgerichteten länglichen Wärmetauscher (30; 70) für indirekten Kontakt der Teilchen mit einem Kühlfließmittel,
b) mehreren Wärmetauschrohren (31; 73),
c) einem Teilcheneinlaß (35; 72) und einem Teilchenauslaß (37; 80) zur Einführung heißer Teilchen und zum Abziehen kühler Teilchen aus dem Wärmetauscher und
d) Einrichtungen (36; 84) zur Einführung von fluidisierendem Gas in den Boden des Wärmetauschers,
dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß (37; 80) in dem mittleren Drittel des Wärmetauschers angeordnet ist, wobei der Wärmetauscher einen ersten Abschnitt zwischen dem Einlaß und dem Auslaß und einen zweiten unterhalb des Auslasses gelegenen Abschnitt hat.
5. Regeneriereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen (40; 82) für die Zugabe von fluidisierendem Gas am Boden des ersten Abschnittes vorgesehen sind.
6. Regeneriereinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaß (35) an einem oberen Teil des ersten Abschnittes angeordnet ist und der Auslaß (37) am Boden des ersten Abschnittes angeordnet ist.
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