DE68911355T2 - Verfahren und Einrichtung zur Signalunterscheidung. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Signalunterscheidung.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft die Unterscheidung zwischen Signale insbesondere zum Erkennen der Anwesenheit eines Audio-Frequenz-Programrnsignals mit einer bestimmten Bandbreite in einem von im wesentlichen stationärem Rauschen beeinflußbarem Eingangssignal.
- Die Erfindung findet eine besonders wichtige Anwendung bei den Sende- oder Übertragungsnetzen mit Zentren, an denen Signale ankommen oder von denen Signale ausgehen, welche entsprechend der geographischen Anordnung und der Bedeutung des Zentrums in dem Netz eine mehr oder weniger beträchtliche Anzahl von Rundfunk- oder Fernsehprogrammen transportieren. Die wichtigsten Zentren werden im allgemeinen von einem örtlichen Angestellten betrieben. Andere aber werden von einer zentralen Stelle aus fernbetrieben. Störungen, die bei den von einem Zentrum aus verbreiteten Signalen auftreten, müssen auf alle Fälle so schnell als möglich erkannt werden, um die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der Kontinuität und der Qualität des Betriebs ergreifen zu können.
- Eine besonders schwerwiegende Störung ist die unvorhersehbare Unterbrechung des Programs, welche sehr schnell erkannt werden muß. Es ist auch wünschenswert, die Parameter, welche einen Einfluß auf die Sende- und die Übertragungsqualität haben, auf dem gesamten Übertragungsweg der Programme bis zum Hörer zu überwachen. In den automatisierten Zentren kann die Kontrolle nur durch einen örtlichen Automaten durchgeführt werden, welcher seiner Entwicklungsstufe entsprechend die erforderlichen Manöver steuert oder sich darauf beschränkt, einen Alarm an eine Zentralstelle zu übermitteln, von welcher dem örtlichen Automaten die erforderlichen Instruktionen (Übergang auf einen Hilfskanal, Umleitung ...) zugeführt werden.
- Gegenwärtig werden verschiedene Verfahren verwendet, um die Anwesenheit eines Signals zu erkennen. Keines derselben kann zwei in einem bestimmten Sinne widersprüchlichen Anforderungen völlig gerecht werden, nämlich die Erfassung aller das Programm unterbrechender störfälle und die Abwesenheit von Fehlalarmen und dies in automatischer Weise.
- Die herkömmlichen Erfassungskriterien basieren auf dem Vergleich zwischen der Amplitude des übertragenen oder ausgesendeten Signals und einem Schwellenwert: Wenn das Signals eine Amplitude aufweist, welche kleiner als ein spezieller, vorbestimmter Schwellenwert ist, wird angenommen, daß ein Fehler vorliegt, und auf die Abwesenheit des Tonsignals geschlossen, wenn der Fehler über eine bestimmte Zeitdauer hinaus andauert.
- Auf dieser Basis wurde bereits ein Verfahren verwendet, welches darin besteht, die von einem Scheitelvoltmeter oder einem VU-Meter gemessene Signalhöhe zu überwachen. Die Trägheit dieser Systeme aber verdeckt die Anwesenheit von programmsignalen schwacher Energie derart, daß der Verwender die Anwesenheit oder die Abwesenheit des Signals durch Hören oder direkte Beobachting verifizieren muß. Darüber hinaus sind alle auf dem Vergleich zwischen einer Signalamplitude und einem Schwellenwert basierenden Verfahren in zahlreichen Fällen fehlerhaft: Wenn z.B. ein sinusförmiges Meß- oder Abgleichssignal anstelle eines Audio-Programmsignals übertragen wird, wird keinerlei Fehler erkannt; die Anwesenheit von Programmsignalen geringer Amplitude (welche z.B. Pianissimo-Stellen eines Orchesters entspricht) wird als eine Abwesen des Signals interpretiert; Programme, z.B. Hörspiele oder Filme, mit langen Passagen sehr schwacher Audio-Frequenzsignale können auch zur ungewollten Alarmauslösung fuhren. Bei sehr verrauschten Signalen kann das Rauschniveau so hoch sein, daß der Schwellenwert angehoben werden muß, wodurch es also nicht mehr möglich ist, mit Sicherheit die Anwesenheit eines Signals zu erkennen. Das Nutzsignal kann sogar vollständig im Rauschen untergehen.
- Die Erfindung zielt auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erkennung der Anwesenheit eines Audiofrequenzprogrammsignals (der Begriff Audio bedeutet lediglich, daß es sich um Töne repräsentierende Signale handelt) ab, welche besser als die bis jetzt bekannten den Anforderungen der Praxis genügen, insbesondere dadurch, daß sie die Nachteile der herkömmlichen Systeme in großem Maße beseitigen; sie zielt insbesondere darauf ab, die Programmsignalunterbrechungen mit einem erhöhten Zuverlässigkeitsgrad zu bestimmen. Dabei basiert die Erfindung auf der Feststellung, daß die Programmsignale stochastische Eigenschaften aufweisen, welche sie von dem durch die häufigsten Störquellen hervorgerufenen Rauschen unterscheiden. Für stationär angeordnete Stationen z.B. sind die Charakteristiken des Rauschens statistisch unveränderlich oder entwickeln sich wenigstens nur langsam mit der Zeit im Gegensatz zu den Charakteristiken eines Audio-Frequenz-Programmsignals. Das Rauschen weist mit anderen Worten im allgemeinen Ergoden- und Stationaritätseigenschaften auf, welche sich von denjenigen eines Nutzsignals unterscheiden.
- Dementsprechend schlägt die Erfindung ein Unterscheidungsverfahren gemäß dem Patentanspruch 1 vor. Die Abtastfrequenz ist vorteilhafterweise wenigstens gleich der Shannon-Frequenz, wenn auch eine Signalanalyse durchgeführt werden soll, z.B. zur Bestimmung seiner Qualität.
- Für eine unterschiedliche Anwendung, nämlich die Unterscheidung zwischen stille, Sprache und übertragenen Daten im Telefonvokalband beschreibt der Artikel von Y. Yatsuzuka "Highly sensitive speech detector and high speed voiceband data discriminator in DSI-AD CPN system", IEEE transactions on communications, Vol COM-30, nº4, April 1982, Seiten 739-750 ein Verfahren, demgemäß die Perioden der stille durch Vergleich des Verhältnisses der Energien zweier aufeinanderfolgender Blöcke mit einem Schwellenwert erfaßt werden. Die Anwesenheit von stimmlosen Lauten wird durch eine erhöhte Frequenz von Null-Passagen erfaßt.
- Das im vorhergehenden definierte Verfahren impliziert eine Entscheidung im statistischen Sinne und berücksichtigt die Variationen der Verteilungsfunktion der Amplitudenwerte oder, in einer entwickelteren Version, die Variationen der Verteilung dieser Werte als Entscheidungskriterium zum Erfassen der Abwesenheit des Programmsignals, welche z.B. durch eine unterbrechung der Verbindung oberhalb der stelle hervorgerufen sein kann, an der die Erfassung stattfindet.
- Wenn nur angestrebt wird, die Abwesenheit des Audio-Programmsignals nachzuweisen, kann die Abtastfrequenz des Eingangsignals relativ tief sein. Es ist aber auch möglich, das Verfahren darüberhinaus zum Bestimmen einer bestimmten Anzahl von Parametern durchzuführen, welche die Qualität des signals und dessen charakteristiken repräsentieren, wodurch es insbesondere möglich wird, entweder die Verschlechterungen zu bestimmen, welche das Signals während seiner späteren Beförderung bis zum Empfänger unter Beibehaltung einer akzeptablen Qualität erfahren kann, oder an ihm vorzunehmende Korrekturen zu bestimmen. In diesem Fall muß die Abtastung zumindest mit der Shannon-Frequenz durchgeführt werden.
- Die Erfindung schlägt auch eine Vorrichtung gemäß Patentanspruch 9 vor, welche die Durchführung des im vorhergehenden definierten Verfahrens gestattet.
- Die folgende Beschreibung einer in nicht einschränkender Weise beispielhaften, speziellen Ausführungsform dient dem Verständnis der Erfindung. Die Beschreibung bezieht sich auf die beiliegenden Zeichnungen, in denen:
- Figur 1 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform ist;
- Figur 2 eine mögliche Verteilung der Amplituden zeigt;
- Figur 3 eine mögliche Schwellenwertbestimmungsart zeigt.
- Die Vorrichtung, deren prinzipieller Aufbau in Figur 1 gezeigt ist, ist dazu bestimmt, die Anwesenheit von drei analogen Programmsignalen und eines digitalen Signals permanent zu überwachen, wobei diese Zahlen nicht einschränkend sein sollen.
- Jedem Analogsignal ist ein Kanal zugeordnet, welcher ab der entsprechenden Quelle eine Kopplerstufe 10, eine Eingangsstufe 12, welche dazu bestimmt ist, die Anpassung der Impedanz, die Symmetrie und die Regelung der Verstärkung des Kanals sicherzustellen, und eine Abtast-Sperr-Einheit 14 umfaßt. Die Eingangsstufe kann darüber hinaus eine Frequenzbandfilterung und eine Akzentuierung des Audio-Frequenzsignals sicherstellen, wenn dies notwendig ist. Für den Anfang sei angenommen, daß die Abtast-Sperr-Einheit wenigstens mit der Shannon-Frequenz (z.B. mit 32 kHz oder 48 kHz für den Fall eines eine Bandbreite zwischen 40 Hz und 15 kHz aufweisenden Signals) arbeitet. Eine geringere Abtastfrequenz kann dann gewählt werden, wenn im Falle der Abwesenheit des Audiosignals lediglich ein Alarm gegeben werden soll.
- Die Ausgangssignale der Abtast-sperr-Einheiten 14 aller Analogkanäle werden einem Analogmultiplexer 16 zugeführt, welcher vorgesehen sein kann, um diese entweder zu verschachteln oder um aufeinanderfolgend die verschiedenen Kanäle zu verarbeiten. Sie werden an einen Analog-Digital-Wandler 18 angelegt, welcher die Amplitude jedes Abtastwerts in ein diese Amplitude in digitaler Form repräsentierendes Multiplett umwandelt. Die Abtast-Sperr-Einheiten 14, der Analogmultiplexer 16 und der Analog-Digital-Wandler werden von einer Ablaufsteuerung 20 getaktet, welche eine Zeitgebereinheit aufweist und auf einem Ausgang 21 steuersignale ausgibt, um in jedem Zeitpunkt einen der Kanäle auszuwählen.
- Wenn die Vorrichtung auch ein digitales Datensignal empfängt, wird der entsprechende Kanal 22 einem Dekoder 24 für digitale Daten zugeführt, welcher den digitalen Wert der Amplitude der Abtastwerte in einer Form liefert, welche mit der von dem Analog-Digital-Wandler (ADW) 18 gelieferten Form kompatibel ist. Ein Digitalmultiplexer 26 empfängt die digitalen Ausgangsdaten des ADW 18 und des Decoders 24 und gibt sie auf einen gemeinsamen Ausgang 28. Dieser Digitalmultiplexer empfängt Steuersignale einerseits von der Ablaufsteuerung 20 und andererseits von dem Dekoder 24, der zu diesem Zweck eine Taktgeberregeneration durchführt. Wenn alle zu überwachenden Signale analog sind, ist es möglich, auf die Komponenten 24 und 26 zu verzichten.
- Die verarbeitung der Signale nach dem Digitalmultiplexer 26 ist die gleiche, unabhängig davon, auf welchem Kanal sie geliefert werden und unabhängig von der ausgewählten Erfassungsart für die Abwesenheit des Signals (bestimmung der Variation der Verteilung der Amplitude oder Variation der Aufteilungsfunktion der Amplitude). Ein Sortierungs- und Ordnungsvorgang wird durchgeführt, welcher einer Multikanalanalyse vergleichbar ist. Alle in einem gleichen Kanal während eines konstanten Zeitintervalls Δ t genommenen Abtastwerte werden auf eine bestimmte Zahl n von um eine festgelegte Schrittweite ( 1 dB z.B.) voneinander beabstandeten Kanälen verteilt und die in jedem Kanal während der Zeit Δt angesammelten Abtastwerte werden gezählt. Zu diesem Zweck kann der Mulikanalanalysator 30 eine Gesamtheit von Komparatoren 32 und einen Schreib-Lese-Speicher (RAM) 34 umfassen. Die Komparatoren können auf ein programmierbares Umkodierungsnetz verringert werden.
- Jedem der n Kanäle ist in dem Speicher 34 ein Platz mit entsprechender Adresse zugeordnet. Der Kanal der Ordnung Null entspricht der minimalen Amplitude Amin, welche in Betracht gezogen werden soll. Der Kanal n-1 entspricht der maximalen Amplitude Amax. Bei zur Übertragung von Tonprogrammen bestimmten Signalen kann häufig eine Dynamik mit 52 dB verwendet werden, welche in n=52 Kanäle mit jeweiligem Abstand 1 dB aufgeteilt ist; der Kanal 0 kann den Amplitudenabtastwerten entsprechen, welche gleich oder kleiner als -30 dBu* sind. Der Kanal 51 entspricht also den Amplitudenabtastwerten, welche gleich oder größer als + 22 dBu sind. Jedesmal wenn ein Abtastwert, dessen Amplitude dem Kanal der Ordnung i entspricht, erfaßt wird, wird der Inhalt des entsprechenden Platzes des Adreßspeichers i um eine Einheit inkrementiert. Wenn die Eingangssignale digital sind, kann die Multikanalanalyse mittels eines programmierbaren Umkodierungsfestspeichers (PROM) 32 durchgeführt werden, welcher jedem digitalen Abtastwert die adresse einer der n Kanäle zuordnet. Die Reihenfolge der Inkrementierung wird in klassischer E=Weise durch eine Schaltung 38 eingeleitet.
- Nach der Zeit Δt enthält jeder Speicherplatz eine Zahl, welche angibt, wie oft der Signalabtastwert eine bestimmte Amplitude gehabt hat. Man verfügt auf diese Weise über die Verteilung der Signalamplituden während der Aufzeichnungszeit * dBu: Schalldruckpegeleinheit bezogen auf den Bezugsschalldruck 2 10&supmin;&sup5; PaΔt, welche z.B. von der in Figur 2 gezeigten Art sein kann, wobei dies für jedes zu überwachende Signal durchgeführt werden muß.
- Die Abwesenheitserfassungsverarbeitung eines Signals (und eventuell die Bestimmung der Qualität des Signals) wird von einer Recheneinheit 36 durchgeführt. Der Speicher 34 muß zum Lesen und zum Schreiben von dem Festspeicher 32 adressierbar sein, zum Lesen und Schreiben von der Recheneinheit 36.
- Für den Anfang sei angenommen, daß die Verarbeitung darauf abzielt, die Anwesenheit oder Abwesenheit des signals durch Berücksichtigung der Verteilung der Amplituden zu bestimmen.
- Für den Fall, daß das empfangene Signal ein Audioprogrammnutzsignal enthält, variieren die Amplitudenaufteilung und die mittlere Amplitude mit der Zeit stark. Es können z.B. Verteilungskurven des durch I und II bezeichneten Typs in zwei aufeinanderfolgenden Zeitintervallen vorliegen. Um Signifikative Daten zu erhalten, können für die Zeitintervalle Δt häufig Werte verwendet werden, welche zwischen 0,8 s und 5 s vorteilhafterweise zwischen 1 s für die Sprachprogramme und ungefähr 3 s für die Musikprogramme, liegen.
- Die Erfassung durch Vergleich der Verteilung der Amplituden kann z.B. dadurch durchgeführt werden, daß von der Recheneinheit 36 der Korrelationsfaktor zwischen mehreren aufeinanderfolgenden Aufzeichnungen bestimmt wird, z.B. zwischen zwei im Speicher 34 gespeicherten Aufteilungen für zwei aufeinanderfolgende Zeitintervalle Δt.
- Es ist möglich, die Erfindung in einfacherer Weise als durch die Berechnung eines Korrelationsfaktors durchzuführen, z.B. durch Bestimmung des prozentualen Anteils derjenigen Abtastwerte, deren Amplitude während jedes Zeitintervalls Δt einen Schwellenwert übersteigt (d.h. durch Bestimmung des Anteils der Zeit Δt, in dem das Signal den Schwellenwert übersteigt).
- Eine erste, diese Vorgehensweise verwendende Ausführungsform umfaßt die Programmierung der Recheneinheit zum:
- 1/ Bestimmen des von dem Signal in dem Zeitintervall Δtj angenommenen Maximalwerts Aj und der Verteilungsfunktion Fj(X) der Amplitude, das ist die Wahrscheinlichkeit P dafür, daß ein Abtastwert des Signals eine Amplitude aufweist, deren Wert X kleiner ist als ein gegebener Referenzwert x, welcher ein für alle Male festgesetzt oder für jedes Zeitintervall berechnet werden kann.
- Häufig wird ein fester Wert verwendet, wenn eine Qualitätsbewertung durchgeführt werden soll. Es ist z.B. bekannt, daß ein Tonband ein absolutes Ausgangsniveau aufweisen muß, welches nicht über einen Schwellenwert hinausgehen darf, um nicht zu übermäßigen Verzerrungen zu führen. Bei den Bändern mit den gegenwärtigen Charakteristiken kann also x = 18 dBu verwendet werden. In ähnlicher Weise kann ein Schwellenwert von 12 dBu genommen werden, um die Abwesenheit des Verzerrungsrisikos am Ausgang eines Senders sicherzustellen.
- Im zweiten Fall, welcher die Unterscheidung zwischen Rauschsignal und Nutzsignal betrifft, wird der Wert von x für jedes Zeitintervall aus dem Maximalewert Aj der Amplitude in dem entsprechenden Zeitintervall Δtj berechnet. Außerhalb von Fehlerperioden kann z.B.
- xj = Aj - 6 dB für Aj > -20 dBu
- xj = Aj - 3 dB für Aj ≤ -20 dBu
- genommen werden.
- Im Gegensatz dazu wird xj solange auf einem konstanten Wert gehalten, solange die Recheneinheit einen Fehler anzeigt, unabhängig von der Entwicklung des Maximalwerts A der Amplitude.
- In diesem Falle läuft der erste Schritt darauf hinaus, die Funktion Fj (X):
- Fj(X) = P[X < x] mit Amin ≤ x ≤ Amax
- zu bestimmen.
- P[X < x] repräsentiert für jedes Zeitintervall Δt, den Anteil der Zeit, in dem X kleiner als der Schwellenwert x ist.
- Der ADW 18 kann insbesondere derart vorgesehen sein, daß die Werte Amin = -30 dBu und Amax = +22 dBu, welche im vorhergehenden erwähnt wurden, vorliegen.
- 2/ Durchführen der gleichen Berechnungen wie im vorhergehenden am Ende der Aufzeichnung der Ordnung j+1, um die maximale Amplitude Aj+1 und die Verteilungsfunktion Fj(X) zu erhalten.
- 3/ Vergleichen der zwei erhaltenen Resultate, welche im Zentralspeicher der Recheneinheit gespeichert sind.
- Bei einer einfachen Durchführungsart werden lediglich die Verteilungsfunktionen Fj+1 und Fj verglichen. Wenn der Absolutwert der Differenz zwischen ihnen (oder zwischen ihren Darstellungen in Form von Prozentwerten der Zeit) kleiner ist als ein festgesetzter Schwellenwert, zeigt die Recheneinheit einen Fehler an (Anzeige des Vor-Alarms). Als Prozentwert der Zeit ausgedrückt, kann der Schwellenwert häufig 0,5& sein. In einer Impulsrauschumgebung kann er jedoch bis auf ungefähr 2% erhöht werden, um die Erfassungsausfälle zu vermeiden.
- Wenn die Differenz zwischen Fj+1 und Fkj der Schwellenwert übersteigt, geht die Recheneinheit zur Verarbeitung der folgenden Aufzeichnungen über, um Fj+1 und Fj zu berechnen.
- Wenn der Fehler eine gegebene Zeit (z.B. 10 aufeinanderfolgende Sekunden) andauert, gibt die Recheneinheit 36 einen Modulationsabwesenheitsalarm aus.
- Bei einer verfeinerteren Durchführungsform gibt es ein doppeltes Entscheidungskriteriuin, welches durch den Logikplan: nein Fehler kein Fehler
- dargestellt wird.
- Diese zweite, sichere Lösung kompliziert das Programm nicht wesentlich und wird im allgemeinen verwendet. In beiden Fällen wird der Wert derSchwelle x solange beibehalten bis ein Fehler angezeigt wird.
- Figur 3 zeigt ein Beispiel dafür, wie x für ein spezielles Signal bestimmt wird. Die erste Messung erfolge zwischen den Zeitpunkten t0 und t1. Die maximale Amplitude ist dann A1. Das ausgewählte Keferenzniveau ist x1 = Al - 6dB.
- Die zweite Messung zwischen t1 und t2 zeigt, daß A1 - A2 < -3 dBu : x wird also auf dem Wert x1 gehalten.
- Die Messung wird in dieser Weise fortgesetzt, wobei jedesmal ein Fehler offenbar wird. Zum Zeitpunkt t5 wird ein Alarm ausgelöst. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt eine neuerliche rechnung von x, selbst für den Fall einer geringen änderung des Maximalwerts der Amplitude. Die in dem Zeitintervall At zwischen t5 und t6 durchgeführte Messung ergibt eine Amplitude A6. Man nimmt also x6 = A6 - 6 dB.
- Eine zweite die Verringerung der Berechnungszeit ermöglichende Durchführungsform besteht darin, den Prozentsatz der Zeit zu berechnen, in welcher x größer als der Wert x im Zeitintervall Δt war. Die Recheneinheit ist derart programmiert, daß sie die Funktion 1-F(X) = P[X > x] berechnet.
- Die auf diese Weise erhaltenen, aufeinanderfolgenden Werte werden durch die gleiche Art von Vergleich wie Fj(X) und Fj+1(X) verarbeitet.
- Der Wert dieser Funktion kann dazu verwendet werden, andere Alarmtypen zu erarbeiten, z.B. einen Übermodulationsalarm, wenn das Programmsignal eine zu starke Amplitude aufweist und zu einer Übermodulation führt.
- Die Recheneinheit kann auch dazu vorgesehen sein, ein Rauschen eines sinusförmigen Signals von z.B. einem Meß- oder Abgleichssignal der Kette zu unterscheiden, indem die Verteilung der Amplituden analysiert wird: In diesem Fall genügt es tatsächlich, die Amplitudenverteilung mit den gespeicherten Verteilungen zu vergleichen, welche den sinusförmigen Signalen entsprechen, die dafür geeignet sind, transportiert zu werden.
- Es sind noch andere Lösungen möglich: Insbesondere kann die maximale Amplitude des Signals während der aufeinanderfolgenden Intervalle Δt als Kriterium verwendet werden.
- Die Alarmsignale können in allen Fällen auf einem beliebigen Übertragungsweg übertragen werden, insbesondere über Draht oder Funk.
Claims (9)
1. Verfahren zum Erkennen der Anwesenheit eines
instationären Audio-Frequenzprogrammsignals in einem im
wesentlichen stationäres Rauschen aufweisenden
Eingangssignal, gemäß welchem: das Eingangssignal
abgetastet wird; die Abtastwerte während
aufeinderfolgender Zeitintervalle festgelegter Dauer
einer Amplitudenanalyse unterzogen werden, wobei die Dauer
dazu ausreicht, in jedem Zeitintervall eine signifikante
Amplitudenverteilung zu erhalten; und die für
aufeinanderfolgende Zeitintervalle erhaltenen
Amplitudenverteilungen, oder einfach die diese
repräsentierenden Verteilungsfunktionen der
Amplitudenwerte verglichen werden, um die Anwesenheit des
Programms zu identifizieren durch Verwendung der
stochastischen Eigenschaften des Programmsignals, dessen
Amplitudenverteilung und mittlere Amplitude stark mit der
Zeit variieren.
2.Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Analyse
darin besteht, die maximale Amplitude während der
Zeitintervalle zu bestimmen und ein Programmsignal durch
die Tatsache zu identifizieren, daß die Variationen der
maximalen Amplitude in aufeinanderfolgenden
Zeitintervallen gröser sind als ein gegebener Wert.
3. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der Vergleich
darin besteht, die Verteilungsfunktion der Amplituden
durch Multikanalanalyse zu bestimmen und ein
Programmsignal durch die Tatsache zu identifizieren, daß
die Variationen der Verteilungsfunktion der Amplituden in
ufeinanderfolgenden Zeitintervallen größer sind als ein
gegebener Wert.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei welchem die
Verteilungsfunktion der Amplituden von den Prozentwerten
der Zeit in jedem Intervall gebildet ist, während der die
Amplitude größer (oder kleiner) als eine bestimmte
Schwelle ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem die Schwelle
fest ist.
6. Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem die Schwelle für
ein Intervall festgelegter Zeitdauer durch den Maximalwert
der Amplitude des Signals im vorhergehenden Zeitintervall
verringert um einen festen, zwischen 3 und 6 dB liegenden
Wert bestimmt ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei welchem der Wert der
Schwelle bei Fehlerfassung beibehalten wird bis ein
Alarm auf die Erfassung einer vorbestimmten Anzahl von
Fehlern in aufeinanderfolgenden Zeitintervallen folgend
ausgelöst wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, im
Hinblick auf die Qualitätsanalyse des Signals, bei welchem
Verfahren das Signal mit einer Frequenz abgetastet wird,
welche mindestens gleich der Shannon-Frequenz ist.
9. Vorrichtung zum Erkennen der Anwesenheit eines
Audio-Frequenzprogrammsignals mit einer festgelegten
Bandbreite in einem stationäres Rauschen aufweisenden
Eingangssignal, umfassend
- Mittel zum Abtasten des Eingangssignals,
- Multikanalanalysemittel (30), welche die Verteilung
der Amplituden des Signals speichern, die von den Mitteln
zum Abtasten in einem festgelegten Zeitintervall geliefert
werden, und
- Berechnungsmittel (36), welche den Vergleich der
durch den Multikanalanalysator in zwei
aufeinanderfolgenden Zeitintervallen gespeicherten
Verteilung ermöglichen sowie das Aus senden eines
Alarmsignals für den Fall, daß der Vergleich den
stationären Charakter des Eingangssignals offenbart.
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