DE68918048T2 - Kernspinresonanzverfahren und -anordnung. - Google Patents

Kernspinresonanzverfahren und -anordnung.

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Kernspinresonanzverfahren, mit dem ein Objekt, das sich in einem statischen homogenen Magnetfeld befindet, mit Hochfrequenzelektromagnetimpulsen zum Erhalten von Kernspinresonanzsignalen angestrahlt wird, die mit Empfangsmitteln empfangen und demoduliert werden, wonach die demodulierten Resonanzsignale zum Erhalten von Abtastwerten abgetastet werden und aus den Abtastwerten eine Kernspinresonanzverteilung bestimmt wird.
  • Die Erfindung bezieht sich gleichfalls auf eine Kernspinresonanzanordnung mit Mitteln zum Erzeugen eines statischen homogenen Magnetfelds, mit Sendemitteln zum Übertragen von Hochfrequenzelektromagnetimpulsen auf ein Objekt, mit Empfangsmitteln zum Empfangen und Demodulieren von Kernspinresonanzsignalen aus dem Objekt, mit Abtastmitteln zum Erzeugen von Abtastwerten aus den demodulierten Kernspinresonanzsignalen und mit Verarbeitungsmitteln, die mit programmierten Berechnungsmitteln zum Bestimmen einer Kernspinresonanzverteilung aus den Abtastwerten versehen sind.
  • Ein derartiges Verfahren und eine derartige Anordnung sind aus der europäischen Patentanmeldung Nr. 0 165 057 bekannt. Obgleich die Empfangsmittel bereits eine weitgehend lineare Übertragungsfunktion aufweiscn, um die Resonanzsignale nicht zu stark zu verzerren - es gibt beispielsweise eine Linearitätsabweichung von 1 % -, wird insbesondere bei der Spektroskopie Rest-Nichtlinearität eine Rolle spiegeln. In der (volumenselektiven) Protonspektroskopie, mit der beispielsweise Resonanzsignale des in verhältnismäßig großen Mengen im Objekt vorhandenen Wassers und Fettes gemessen werden, erscheinen im Spektrum sog. Satellitenspitzen durch nichtlineare Verzerrung in den Empfangsmitteln auf, die als Intermodulationsverzerrung einer ungeradzahligen Ordnung erscheinen. Die Satellitensignale erscheinen im Spektrum als Spitzen an beiden Seiten des im dargestellten Beispiel genannten Wassers und Fettes. Wenn das Spektrum Metaboliten (stoffwechselwirksame Substanzen in einem lebenden Objekt, aus denen Information über den Stoffwechselzustand des Objekts abgeleitbar sind) enthält, die ganz oder zum Teil mit den Satellitensignalen zusammenfallen, überschatten die Satellitensignalen die Metaboliten, die in bezug auf die Satellitensignale verhältnismäßig schwach sein können. Bei Intermodulationsverzerrung der ungeradzahligen Ordnung gibt eine Vergrößerung der Nichtlinearität um den Faktor x eine Verstärkung der Satellitensignale um den Faktor xn-1, wobei n die Ordnung der Intermodulationsverzerrung und x eine Zahl > 0 ist. Allgemein beträgt der dynamische Bereich eines Kernspinresonanzempfängers durch Nichtlinearitäten etwa 40 bis 50 dB, während Metaboliten in bezug auf kräftige Signale, wie Wasser und Fett, um etwa 110 dB schwächer sind. Ein großer dynamischer Bereich der Empfangsmittel ist daher erwünscht.
  • Der Erfindung liegt u.a. die Aufgabe zugrunde, ein Kernspinresonanzverfahren und eine Kernspinresonanzanordnung anzugeben, die Spektren mit einem großen dynamischen Bereich erzeugen und wiedergegeben können.
  • Ein erfindungsgemäßes Kernspinresonanzverfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß nichtlineare Verzerrung der Resonanzsignale durch Verzerrung in den Empfangsmitteln, die an sich eine nahezu lineare Übertragungsfunktion aufweisen, durch Verzerrung der abgetasteten Resonanzsignale mit Hilfe einer Gegenverzerrungsfunktion ausgeglichen wird, die für die nichtlineare Verzerrung gegenverzerrend wirkt. Hierdurch wird Maskierung von Metaboliten durch Satellitensignale stark verringert. Der Ausgleich nach der Signalabtastung bringt auch Nichtlinearitäten in den Abtastmitteln mit sich. Der Erfindung liegt u.a. die Erkenntnis zugrunde, störende Intermodulationsprodukte, die in einem Spektrum Metaboliten überschatten oder in einem Bild Artefakte erzeugen können, mit ausgleichenden zusätzlichen Intermodulationsprodukten auszugleichen.
  • Es sei bemerkt, daß an sich zwar Nichtlinearitätsausgleich aus der europäischen Patentanmeldung Nr. 0 272 161 bekannt ist. Damit wird für einen Niederfrequenzvierpol mit einem nichtlinearen Element, wie z.B. einer Photodiode, eine Nichtlinearitätskorrektur durch Vor- oder Nachschalten eines Vervielfachers mit einstellbarer Verstärkung beim Vierpol ausgeführt, wobei die Verstärkung mittels eines PROM mit einer die Nichtlinearität ausgleichenden Funktion eingestellt. Die momentane Signalstärke des Vierpols wird dabei mit einem Analog/Digital-Wandler in eine PROM- Adresse umgesetzt und die Verstärkung des Vervielfachers wird auf Basis des PROM- Inhalts auf die betreffende Adresse eingestellt. Diese Korrektur berücksichtigt keine Nichtlinearitäten, die der Analog/Digital-Wandler und der Vervielfacher einführen. Weiter eignet sich dieser Ausgleich nicht für Hochfrequenzvierpole durch die erforderliche Analog/Digital-Wandlung.
  • Es sei bemerkt, daß für Nichtlinearitätsausgleich eines Hochfrequenzverstärkers aus der europäischen Patentanmeldung Nr. 0 121 446 eine ausgleichende Analogschaltung bekannt ist, die dem Hochfrequenzverstärker vorgeschaltet ist. Zwischen dem zu verstärkenden Signal und dem Verstärker ist ein Amplitudenmodulator geschaltet, der das zu verstärkende Signal mit einem Steuersignal amplitudenmoduliert, das von dem zu verstärkenden Signal und dem rückgekoppelten Ausgangssignal des Hochfrequenzverstarkers abgeleitet ist. Der analoge Ausgleich hat die Aufgabe, ungeradzahlige Intermodulationsverzerrung zu verringern. Die Analogschaltung ist kompliziert und es werden der Hardware der Analogschaltung hohe Anforderungen gestellt. Weiter verschlechtert sich der Signalrausch-Abstand durch die zusätzliche Hardware.
  • Weiter sei bemerkt, daß in der Kurzfassung "Quantization Noise Reduction by Nonlinear Amplitude Compression" von K. Kose et al, Book of Abstracts, SMRM 1988, August 20-26 in San Francisco, S. 961, nach einer eingeführten kräftigen Nichtlinearverzerrung, die Kernspinresonanzsignale verzerrt, eine nichtlineare Gegenverzerrung an den abgetasteten Resonanzsignalen durchgeführt wird. Die kräftige Verzerrung (im Artikel wird die Quadratwurzel der Amplitude des Resonanzsignals gezogen) und die anschließende Gegenverzerrung dient zum Verringern von Quantisierungsrauschproblemen. Von vornherein sind sowohl die eingeführte Verzerrung als auch die folgende Gegenverzerrung bekannt, beispielsweise Quadratwurzelverzerrung und Quadratgegenverzerrung. Dieses Verfahren mit Verzerrung und Gegenverzerrung ist als Kompression und Dehnung bekannt und eignet sich nicht zum Ausgleichen verhältnismäßig geringer nichtlinearer Verzerrungen der Empfangsmittel.
  • Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kernspinresonanzverfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenverzerrungsfunktion aus einer Anzahl von Beantwortungen der Empfangsmittel auf Eingangssignale mit einer vorgegebenen Frequenz bei Amplitudenänderung bestimmt ist. Ist die Verzerrung der Empfangsmittel gewissermaßen identifiziert, läßt sich hiermit die Gegenverzerrungsfunktion bestimmen. Die Eingangssignale können mit einem Signalgenerator erzeugt werden, der auf eine vorgegebene Frequenz abgestimmt ist und dessen Amplitude geändert wird. Die vorgegebene Frequenz ist beispielsweise die Protonfrequenz und es sei dabei angenommen, daß Streuung über den Frequenzarbeitsbereich klein bzw. vernachlässigbar ist.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kernspinresonanzverfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude derart geändert wird, daß ein Abtastbereich mit einem vorgegebenen Diskretisierschritt durchlaufen wird, und daß die Gegenverzerrungsfunktion in Suchtabellenform aus den Abtastungen bestimmt wird. Hierdurch können Kernspinresonanzsignale aus dem Objekt in bezug auf Linearverzerrung durch die Empfangsmittel schnell und genau ausgeglichen werden. Dabei wird Nichtlinearität im Analog/Digital-Wandler hier berücksichtigt werden. Die Suchtabelle kann in Form gemessener Signalamplituden aufgebaut werden, die einem Diskretisierschritt zugeordnet sind, d.h. daß bei jedem Diskretisierschritt die Verzerrung bekannt ist. Bei der Messung von Resonanzsignalen kann das digitalisierte Resonanzsignal als Tabelleneingang dienen, um die zugeordnete Amplitude aufzusuchen und so die Verzerrung auszugleichen.
  • Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kernspinresonanzverfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude derart geändert wird, daß ein Abtastbereich für eine vorgegebene Anzahl von Diskretisierschritten durchlaufen wird und aus den Abtastungen ein Verzerrungspolynom der Empfangsmittel bestimmt wird. Hierdurch wird die Verzerrung grober identifiziert. Beispielsweise kann mit einem bekannten Polynompaßverfahren mit den identifizierten Punkten der Übertragungsfunktion ein Verzerrungspolynom paßbar gemacht werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kernspinresonanzverfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Verzerrungspolynom der Empfangsmittel aus unerwünschten Spitzen in einem Spektrum des abgetasteten Resonanzsignals bestimmt wird, indem den Empfangsmitteln wenigstens eine Kombination eines ersten Signals mit einer ersten Frequenz und eines zweiten Signals mit einer zweiten Frequenz zugeführt wird. Ohne Nichtlinearverzerrung (mit Idealempfangsmitteln) würde ein Spektrum, daß aus dem Resonanzsignal bestimmt wird, das mit dem ersten und dem zweiten Signal erzeugt wird, zwei Resonanzspitzen aufweisen. Das Resonanzsignal erfährt jedoch Nichtlinearverzerrung der Empfangsmittel, wodurch Satellitenspitzen entstehen. Über einem Geräuschpegel werden die Satellitenspitzen im Spektrum aufgesucht. Auf der Basis der Analyse der Satellitenspitzen wird das Verzerrungspolynom bestimmt.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kernspinresonanzverfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenverzerrungsfunktion in Suchtabellenform aus dem Verzerrungspolynom bestimmt ist. Es wird aus dem gefundenen Verzerrungspolynom eine Suchtabelle derart aufgebaut, daß bei jedem Diskretisierschritt ein Wert des Verzerrungspolynoms bestimmt wird.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kernspinresnanzverfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenverzerrungsfunktion als Gegenverzerrungspolynom aus dem Verzerrungspolynom bestimmt ist. Die Koeffizienten des Gegenverzerrungspolynoms werden derart gewählt, daß eine möglichst große Dynamik erhalten wird. Die Koeffizienten des Gegenverzerrungspolynoms können in Speichermitteln der Kernspinresonanzanordnung gespeichert werden, so daß das Gegenverzerrungspolynom gemessene Resonanzsignale gegenverzerren können.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
  • Fig. 1A eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Kernspinresonanzanordnung mit einem ersten Ausführungsbeispiel von Sendemitteln und Empfangsmitteln,
  • Fig. 1B ein zweites Ausführungsbeispiel von Sendemitteln und Empfangsmitteln, die sich zur Verwendung in der Kernspinresonanzanordnung eignen,
  • Fig. 2 schematisch die Empfangsmittel, die in einen Hochfrequenzteil und in einen Hochfrequenz/Niederfrequenzteil aufgeteilt sind,
  • Fig. 3A ein Kernspinresonanzspektrum eines Objekts, das einen ersten und einen zweiten für Kernspinresonanz empfindlichen Substanztyp enthält, und in diesem Spektrum Resonanzspitzen durch Intermodulationsprodukte dritter Ordnung auftreten, und
  • Fig. 3B ein Phantom, das den ersten und den zweiten Substanztyp enthält.
  • In Fig. 1A ist schematisch eine erfindungsgemäße Kernspinresonanzanordnung 1 dargestellt, die ein erstes Ausführungsbeispiel von Sendemitteln 2 und Empfangsmitteln 3 zum Aussenden von Hochfrequenzelektromagnetimpulsen über eine Sende/Empfangsspule 4 nach einem Objekt 5 bzw. zum Empfangen von Kernspinresonanzsignalen enthält, die mit den Hochfrequenzelektromagnetimpulsen im Objekt 5 erzeugt werden, das sich in einem statischen homogenen Magnetfeld befindet. Die Anordnung 1 enthält Mittel 6 zum Erzeugen des statischen homogenen Magnetfelds. Die Mittel 6 enthalten Magnetspulen 7 und bei Widerstandsmagneten oder Supraleitmagneten eine Gleichspannungsspeisung 8. Ist die Anordnung 1 im Betrieb und das Objekt in den Magnetspulen 7 angeordnet, ist im Gleichgewichtszustand ein geringer Überschuß an Kernspins (von Kernen mit einem Magnetmoment) mit dem statischen homogenen Feld mitgerichtet. Makroskopisch läßt sich dies als eine Magnetisierung M, eine Gleichgewichtsmagnetisierung deuten. Die Anordnung 1 enthält außerdem Bearbeitungsmittel 9, die mit den Sendemitteln 2 und den Empfangsmitteln 3 gekoppelt sind, einen mit den Verarbeitungsmitteln 9 und den Sendemitteln 2 gekoppelten Prozeßcomputer 10, und Wiedergabemittel 11 zum Wiedergeben einer Kernspinmagnetisierungsverteilung, die mit programmierten Mitteln 12 aus mit den Empfangsmitteln 3 empfangenen und demodulierten Resonanzsignalen nach der Signalabtastung bestimmt wird. Insbesondere enthalten die Sendemittel 2 einen Hochfrequenzoszillator 13 zum Erzeugen eines Trägersignals, einen Modulator 14 zum Amplituden-und/oder Phasen- oder Frequenzmodulieren des Trägersignals, einen Leistungsverstärker 15 und einen Richtungskoppler 16, die mit der Sende/Empfangsspule 4 gekoppelt ist. Die Sende/Empfangsspule 4 kann eine das ganze Objekt 5 enthaltende Spule oder eine Spule sein, die einen Teil des Objekts 5 oder eine Oberflächenspule enthält. Der Hochfrequenzoszillator 13 ist mit den Verarbeitungsmitteln 9 und der Modulator 14 mit dem Prozeßcomputer 10 gekoppelt. Werden unter der Steuerung der programmierten Mittel 12 und über die Sendemittel 2 an das Objekt 5 Erregungsimpulse mit einem Frequenzinhalt gelegt, der etwa gleich der Kernspinresonanzfrequenz beispielsweise von Protonen ist, entstehen Kernspinresonanzsignale, aus denen mit den programmierten Mitteln 12 mittels Fourier-Transformation ein Protonspektrum bestimmt werden kann. Die Empfangsmittel 3 zum Empfangen der Resonanzsignale enthalten die Richtungskopplung 16 und eine Empfangs- und Demodulationseinheit 17. Die Einheit 17 ist beispielsweise ein doppelphasenempfindlicher Detektor, dessen Ausgangssignale mit einem ersten und einem zweiten Analog/Digital- Wandler 18 und 19 abgetastet werden. Die ersten und zweiten Analog/Digital-Wandler 18 und 19 sind mit den Verarbeitungsmitteln 9 gekoppelt. Wenn es eine getrennte Sende- und Empfangsspule gibt, fehlt die Richtungskopplung 16. Die Anordnung 1 enthält außerdem Mittel 20 zum Erzeugen dem statischen homogenen Magnetfeld überlagerter Magnetfeldgradienten. Die Mittel 20 enthalten Gradientenmagnetspulen 21, 22 und 23 zum Erzeugen eines Magnetfeldgradienten Gx, Gy bzw. Gz und eine vom Prozeßeomputer 10 ansteuerbare Speisung 24 zum Speisen der Gradientenmagnetspulen 21, 22 und 23, die einzeln ansteuerbar sind. In der dargestellten Ausführungsform ist die räumliche Aufstellung der Gradientenmagnetspulen derart, daß die Feldrichtung der Magnetfeldgradienten Gx, Gy und Gz mit der Richtung des statischen homogenen Magnetfelds zusammenfällt, und daß die Gradientenrichtungen senkrecht aufeinander stehen, wie in Fig. 1A mit drei senkrecht aufeinander stehenden Achsen x, y und z angegeben sind. Wenn dem Objekt 5 Impuls- und Gradientensequenzen zugeführt werden, können die Resonanzsignale für Bildformung, volumenselektive Spektroskopie oder für spektroskopische Bildformung verwendet werden. Werden keine Magnetfeldgradienten zugeführt, werden aus dem ganzen Objekt Kernspinresonanzsignale erhalten. Diese Betriebsarten sind an sich bekannt. Für eine algemeinere Beschreibung einer Kernspinresonanzanordnung und für eine allgemeine Beschreibung der Grundsätze der Kernspinresonanz sei auf das Handbuch "Practical NMR Imaging" von M.A. Foster und J.M.S. Hutchinson, 1987, IRL Press verwiesen. Auf Seiten 18...22 des Handbuchs wird eine Impuls- und Gradientensequenz für Bildformung dargestellt, auf Seiten 28...38 eine Kernspinresonanzanordnung und auf Seite 242 eine Impuls- und Gradientensequenz für spektroskopische Bildformung. Für volumenselektive Spektroskopie sei beispielsweise auf den Artikel "¹H MR Spatially Resolved Spectroscopy of Human Tissues In Situ" (SPARS), P.R. Luyten und J.A. den Hollander, Magnetic Resonance Imaging, Vol. 4, S. 237...239, 1986, verwiesen.
  • In Fig. 1B ist ein zweites Ausführungsbeispiel von Sendemitteln und Empfangsmitteln dargestellt, die sich zur Verwendung in der Kernspinresonanzanordnung 1 eignen, entsprechend der Beschreibung in einer Kurzfassung "A novel, simple and high performance MRI/MRS transmit/receive System", von A.F. Mehlkopf und J.H. den Boef, im Book of Abstracts, Vol. 2, SMRM 1988, August 20...26 in San Francisco, auf S. 857. Bei der Beschreibung werden die der Fig. 1A entsprechende Blöcke mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Die Sendemittel 2 enthalten den Hochfrequenzoszillator 13, den Leitungsverstärker 15 und die Richtungskopplung 16 wie im ersten Ausführungsbeispiel und außerdem einen Digitalsynthesizer 24 und einen Einseitenbandmodulator 25. Die Empfangsmittel 3 enthalten den Hochfrequenzoszillator 13 und den Richtungskoppler 16 wie im ersten Ausführungsbeispiel und neben einem Hochfrequenzvorverstärker 26, einem sog. "image reject mixer" 27, einen Niederfrequenzverstärker 28, und ein Tiefpaßfilter 29. Im weiteren werden Sende- und Empfangsmittel nach dem ersten Ausführungsbeispiel mit herkömmlichem Sende/Empfänger und im zweiten Ausführungsbeispiel mit STRIP-Sende/Empfänger (Simple Transmitter Receiver with Increased Performance) bezeichnet. Kennzeichnend für den STRIP-Sende/Empfänger ist, daß das demodulierte Resonanzsignal einseitig ein Frequenzband in einem bestimmten Frequenzabstand von 0 Hz einnimmt (beispielsweise ein Frequenzabstand von einigen kHz). Neben Vorteilen wie Unempfindlichkeit für Gleichspannungsdrift ist für weitere Signalverarbeitung keine Quadraturdetektion wie beim herkömmlichen Sende/Empfänger erforderlich. Die Wirkung ist wie folgt. Der Einseitenbandmodulator 25 moduliert die Frequenz des (phasenkontinuierlichen) Digitalsynthesizers 24 mit der Frequenz des Hochfrequenzoszillators 13, und es bildet sich ein Erregerimpuls. Über den Leistungsverstarker 15 gelangt der verstärkte Impuls an die Sendespule 4, wodurch im Objekt 5 ein Kernspinresonanzsignal erzeugt wird. Das Resonanzsignal wird im Hochfrequenzvorverstarker 26 verstärkt, wonach Frequenzumwandlung nach einem Niederfrequenzband durch den "image reject mixer" 27 erfolgt. Der "image reject mixer" 27 sorgt dafür, daß das Rauschen an der anderen Seite von 0 Hz vernachlässigbar ist. Das demodulierte Resonanzsignal wird dabei im Niederfrequenzverstärker 28 verstärkt, im Tiefpaßfilter 29 geffltert und dem Analog/- Digital-Wandler zugeleitet. Es sei bemerkt, daß "image reject mixers" an sich allgemein bekannt sind.
  • In Fig. 2 sind schematisch Empfangsmittel 3 nach dem ersten oder dem zweiten Ausführungsbeispiel dargestellt, und in einen Hochfrequenzteil 30 und einen Hochfrequenz/Niederfrequenzteil 31 aufgeteilt (beispielsweise Hochfrequenzvorverstärker bzw. Demodulator). Die Teile 30 und 31 weisen beide Nichtlinearverzerrung auf. Im Hochfrequenzteil 30 ist im allgemeinen harmonische Verzerrung nicht störend. So beträgt bei einem 1,5 T System, in dem die Protonfrequenz etwa 64 MHz ist, die Harmonische dritter Ordnung 192 MHz und fällt daher nahezu neben dem Empfangsband des Hochfrequenz/Niederfrequenzteils 31. Jedoch können durch Intermodulationsprodukte unerwünschte Signale in das Frequenzband des Kernspinresonanzsignals geraten. Ein Eingangssignal Vi(t) verzerren die Empfangsmittel 3 zu einem verzerrten Ausgangssignal Vo(t).
  • Vo(t) = A0 + A1.Vi(t) + A2.Vi(t)² + ... + An.Vi(t)n, wortn A0, A1, ... An Koeffizienten sind und n eine Ganzzahl ist. Beispielsweise wenn das Signal Vi(t) die Frequenzen ω1 und ω2 als gewünschte Frequenzen (beispieisweise aus einem Wasser/Fett-Phantom als Objekt 5) enthält, treten im Signal Vo(t) Harmonische und Intermodulationsprodukte auf. Die Intermodulationsprodukte sind für die dritte Ordnung 2ω1 - ω2 und 2ω2 - ω1. Bei einer chemischen Verschiebung von 3,2 Teilen je Million, wie zwischen Wasser und Fett, geraten diese Intermodulationsprodukte dritter Ordnung in ein Wasser-Fett-Spektrum. Höhere Ordnungen als die dritte Ordnung liefern allgemein keinen wesentlichen Beitrag. Die relative Stärke der Intermodulationsprodukte dritter Ordnung im Spektrum ist von der Signalstärke von Vi(t) abhängig: ein Zuwachs des Eingangssignals Vi(t) ergibt einen quadratischen Zuwachs der Intermodulationsverzerrungsspitzen dritter Ordnung im Spektrum. Im Hochfrequenz/Niederfrequenzteil 31 können im Gegensatz zum Hochfrequenzteil 30 auch geradzahlige Ordnungen unerwünschte Intermodulationsprodukte im gewünschten Frequenzband ergeben. An der Niederfrequenzseite des Hochfrequenz/Niederfrequenzteils 31 kann auch harmonische Verzerrung eine Rolle spielen. Unerwünschte Spitzen im Spektrum können Metaboliten überschatten. Durch Bildformung können Bildartefakte auftreten. Abhängig vom benutzten Sende/Empfängertyp stören die verschiedenen genannten Verzerrungen. Alle genannten Verzerrungen treten in einem herkömmlichen Empfänger auf. Bei einem SRIP-Empfanger stören in einem Protonspektrum im allgemeinen nur Intermodulationsprodukte dritter Ordnung, da die anderen Verzerrungen nicht in den Teil des Niederfrequenzbandes hineingeraten, in dem sich das Kernspinresonanzsignal befindet. In einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel wird das Ausgangssignal Vo(t) nach der Abtastung abermals mit einem Gegenverzerrungspolynom derart von den programmierten Berechnungsmitteln 12 verzerrt, daß ein nahezu unverzerrtes Signal erhalten wird, aus dem mit Fourier-Transformation ein wenigstens nahezu unverzerrtes Spektrum bestimmbar ist. Nachstehend wird das Ausführungsbeispiel näher erläutert, in dem der Einfachheit halber davon ausgegangen wird, daß nur Verzerrung der dritten Ordnung bedeutsam ist, so daß
  • Vo(t) = AO + A1.Vi(t) + A3.Vi(t)³ (1)
  • gibt Gegenverzerrung in. Ordnung folgendes Signal
  • Vc(t) = BO + B1.Vo(t) + B3.Vo(t)³ + ... + Bm.Vo(t)m (2)
  • worin Vc(t) das ausgeglichene Signal ist, und BO, B1, B3...Bm näher zu bestimmende Koeffizienten sind, wobei in ungeradzahlig ist. Die Koeffizienten Bo, B1, B3...Bm werden derart bestimmt, daß ein optimaler dynamischer Bereich erhalten wird, wodurch auch verhältnismäßig schwache Metaboliten in einem Spektrum unterscheidbar sind. Allgemein ist m größer als die Ordnung n der bedeutsamen Verzerrung zum Erhalten ausreichender Linearität. Hat beispielsweise ein herkömmlicher Empfänger einen dynamischen Bereich von 40 bis 50 dB, wird erfindungsgemäß eine Vergrößerung des dynamischen Bereichs um mehr als 20 dB erhalten. Es ist erwünscht, eine derartige Vc(t) zu erhalten, daß Vc(t) = C.Vi(t) gilt, in der c eine Konstante ist. Substitution der Beziehung (1) in die Beziehung (2) ergibt
  • Vc(t) = BO + B1.{AO + A1.Vi(t) + A3.Vi(t)³} + B3.{AO + A1.Vi(t) + A3.Vi(t)³}³ + ... + Bm.{AO + A1.Vi(t) + A3.Vi(t)³}m (3)
  • In guter Annäherung erfüllt sich für m = 3 die Beziehung Vc(t) = c.Vi(t), wenn beispielsweise BO + B1.AO + AO³.B3 = 0 und B1.A3 = -B3.(A1³ + 3.AO².A3) gewählt werden. Wird dabei B1 = A1 = 1 gewählt, läßt sich einfach feststellen, daß BO = -AO + A3.AO²/(1 + 3.AO².A3) und B3 = -A3./(1 + 3.AO².A3) sind. Die Koeffizienten AO, A1 und A3, die die Übertragung der Empfangsmittel 3 übersetzen, werden beispielsweise anhand von Intermodulationsprodukten in einem von vornherein bekannten Spektrum wie einen Phantom oder mit einer Polynomanalyse einer gemessenen Übertragungsfunktion der Empfangsmittel 3 bestimmt. Bei einem STRIP-Empfänger wird allgemein erfüllt, daß nur Intermodulationsprodukte ungeradzahliger Ordnung bedeutsam sind. Bei einem herkömmlichen Empfänger kann weiter Verzerrung geradzahliger Ordnung eine Rolle spielen. Dabei wird auf gleichartige Weise wie nach obiger Beschreibung ein Polynom bestimmt, das auch Glieder geradzahliger Ordnung enthält.
  • In Fig. 3A ist ein Kernspinresonanzspektrum s eines Objekts dargestellt, das einen ersten und einen zweiten für Kernspinresonanz empfindlichen Stoff enthält, wobei im Spektrum Resonanzspitzen durch Intermodulationsverzerrung dritter Ordnung auftreten. Das Spektrum s ist aus Fourier-Transformation eines Resonanzsignals entstanden, das mit den Sendemitteln 2 in einem Wasser/Fett-Phantom p erzeugt wird, das in Fig. 3B dargestellt ist, und dieses Resonanzsignal verzerren die Empfangsmittel 3 beispielsweise eines STRIP-Sende/Empfängers. Das Spektrum s zeigt eine Wasserspitze w bei der Frequenz ω1 und eine Fettspitze bei der Frequenz ω2. Das Phantom ist derart bemessen, daß die Wasser- und Fettspitzen etwa gleich stark sind. In Fig. 3B ist ein schachtelförmiges Phantom dargestellt, das mit 50% Wasser w und 50% Fett v gefüllt ist. Das Spektrum s ist in Teilen pro Million dargestellt. Die sog. chemische Verschiebung zwischen Wasser w und Fett v beträgt etwa 3,2 Teile pro Million. Das bedeutet bei einem 1,5 T System, in dem die Protonfrequenz etwa 64 MHz beträgt, daß die Verschiebung zwischen Wasser und Fett etwa 200 Hz beträgt. Die chemische Verschiebung entsteht durch verschiedene Abschirmung von Protonen in Wasser und Fett mittels Elektronen. Im Spektrum s sind die Satellitensignale S1 und s2 sichtbar durch die Intermodulationsverzerrung dritter Ordnung. Die Satellitensignale s1 und s2 liegen im dargestellten Beispiel an beiden Seiten von Wasser und Fett im Abstand von 3,2 Teilen pro Million. Hat das interessierende Spektrum beispielsweise eine Breite von 10 Teilen pro Million fallen die Intermodulationsprodukte in dieses Spektrum. Beim STRIP-Sende/Empfänger ist harmonische Verzerrung nicht störend, jedoch zwar beim herkömmlichen Empfänger. Da das Phantom nur Stoffe von einem ersten und einem zweiten für Kernspinresonanz empfindlichen Typ (Wasser und Fett) enthält, zeigt ein unverzerrtes Spektrum nur eine Wasser- und eine Fettspitze. Es sei bemerkt, daß es an sich nicht beschwerlich ist, daß das Phantom weitere für Kernspinresonanz empfindliche Stoffe enthält, solange hierdurch im Spektrum gewünschte Spitzen und die zugeordneten Satellitenspitzen nicht überschattet werden, die durch nichtlineare Verzerrung entstanden sind. Im Spektrum s werden die Spitzen s1 und s2 über einem Geräuschpegel r aufgesucht. Die Verzerrung durch die Empfangsmittel 3 ist aus den Satellitenspitzen dadurch ableitbar, daß von vornherein nur eine Wasser- und eine Fettspitze auftreten dürfen. Das Phantom liefert ein Signal Vi(y) = A.cos(ω1.t) + B.cos(ω2.t), worin A und B aus dem Spektrum c näher zu bestimmen sind. Davon ausgehend, daß Verzerrung bis zur dritten Ordnung bedeutsam ist, wird Vo(t) = AO + A1.Vi(t) + A2.Vi(t)² + A3.Vi(t)³. Beispielsweise davon ausgehend, daß ein STRIP-Empfänger verwendet wird, sind hier AO und A2 unwichtig, so daß A1 und A3 aus dem Spektrum s näher bestimmt werden müssen. Ersatz von Vi(t) durch Vo(t) und die Kombination von Gliedern mit entsprechenden Frequenzen ω1, ω2, 2ω1 - ω2 und 2ω2 - ω1 liefern Koeffizienten, die mit A, B, A1 und A3 bezeichnet werden. Die Koeffizienten entsprechen jeweilige Oberflächen unter den gemessenen Spitzen s1, v, w und s2 im Spektrum s. Durch die Lösung der gefundenen Gleichungen werden die Koeffizienten A0, A1 und A3 bestimmt. Bei einem herkömmlichen Empfänger erscheint weiter eine Gleichspannungskomponente, die mit der Wasserspitze zusammenfallen kann. Die Gleichspannungskomponente kann auf eine an sich bekannte Weise vor der Bestimmung der Koeffizienten A0, A1 und A3 ausgetastet werden. So kann die Gleichspannungskomponente durch Subtraktion der Resonanzsignale voneinander aus zwei Messungen mit entgegengesetzten Phasen unterdrückt werden. Sind die Koeffizienten A0, A1 und A3 (n=3) des Verzerrungspolynoms bestimmt, werden die Koeffizienten Bo, B1, B3...Bm des Gegenverzerrungspolynoms auf die beschriebene Weise bestimmt. Die Koeffizienten BO, B1, B3...Bm werden in Speichermittel 32 der Kernspinresonanzanordnung 1 eingeschrieben, wodurch jedes gemessene Kernspinresonanzsignal mit dem Gegenverzerrungspolynom gegenverzerrbar ist. Auf andere Weise werden die Koeffizienten AO, A1 und A3 des Verzerrungspolynoms der Empfangsmittel 3 durch die Messung der Beantwortung der Empfangsmittel mit Hilfe eines Signalgenerators 33 für eine Anzhl von Amplituden des Eingangssignals Vi(t) und durch Bestimmung der Koeffizienten AO, A1 und A3 aus den gemessenen Daten mit einem Polynompaßvorgang bestimmt. Verwendbar ist ein üblicher Paßverfahren, wie z.B. ein Kleinstquadratpaßverfahren. Aus dem Verzerrungspolynom kann mit den programmierten Berechnungsmitteln 12 die Gegenverzerrungsfunktion derart bestimmt werden, daß für jeder Analog/Digital-Wandlerschritt (beispielsweise einen 16-Bit-Analog/Digital-Wandler) ein Gegenverzerrungswert verfügbar ist. Die Gegenverzerrungswerte werden dabei in eine sog. Suchtabelle in die Speichermittel 32 eingeschrieben. Auch ist die Suchtabelle als Zuordnungsspeicherung ausführbar, die mit dem Analog/Digital-Wandler 18 gekoppelt ist, so daß das abgetastete Signal bereits ausgeglichen ist, bevor es den Verarbeitungsmitteln 9 zugeführt wird. Das abgetastete Signal bestimmt eine Adresse der Zuordnungsspeicherung und der Inhalt der Zuordnungsspeicherung ist das ausgeglichene abgetastete Signal. Jedes gemessene Kernspinresonanzsignal kann dabei mit einem dem zugemessenen Kernspinresonanzsignal zugeordneten Gegenverzerrungswert aus der Suchtabelle statt mit dem Gegenverzerrungspolynom gegenverzerrt werden. Auch ist für alle ausgeführten Analog/Digital-Schritten mit Hilfe des Signalgenerators die Beantwortung durch Amplitudenänderung des Signalgenerators bestimmbar, der beispielsweise auf die Protonfrequenz abgestimmt ist, wodurch mit den programmierten Mitteln die Gegenverzerrungsfunktion bestimmbar ist. Dabei kann die Suchtabelle ganz ausgefüllt werden und sind keine Polynome erforderlich. Es sei bemerkt, daß die Verfahren mit der Suchtabelie mit dem heutigen Stand der Technik in bezug auf die Geschwindigkeit der programmierten Mittel 12 bevorzugt werden. Das Verfügbarkeit immer schnellerer Signalprozessoren macht das Verfahren vorteilhaft, mit dem das Gegenverzerrungspolynom verwendet wird.

Claims (11)

  1. Kernspinresonanzverfahren, mit dem ein Objekt, das sich in einem statischen homogenen Magnetfeld befindet, mit Hochfrequenzelektromagnetimpulsen zum Erhalten von Kernspinresonanzsignalen angestrahlt wird, die mit Empfangsmitteln empfangen und demoduliert werden, wonach die demodulierten Resonanzsignale zum Erhalten von Abtastwerten abgetastet werden und aus den Abtastwerten eine Kernspinresonanzverteilung bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß nichtlineare Verzerrung der Resonanzsignale durch Verzerrung in den Empfangsmitteln, die an sich eine nahezu lineare Übertragungsfunktion aufweisen, durch Verzerrung der abgetasteten Resonanzsignale mit Hilfe einer Gegenverzerrungsfunktion ausgeglichen wird, die für die nichtlineare Verzerrung gegenverzerrend wirkt.
  2. 2. Kernspinresonanzverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenverzerrungsfunktion aus einer Anzahl von Beantwortungen der Empfangsmittel auf Eingangssignale mit einer vorgegebenen Frequenz bei Amplitudenänderung bestimmt wird.
  3. 3. Kernspinresonanzverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude derart geändert wird, daß ein Abtastbereich mit einem vorgegebenen Diskretisierschritt durchlaufen wird, und daß die Gegenverzerrungsfunktion in Suchtabellenform aus den Abtastungen bestimmt wird.
  4. 4. Kernspinresonanzverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude derart geändert wird, daß ein Abtastbereich für eine vorgegebene Anzahl von Diskretisierschritten durchlaufen und aus den Abtastungen ein Verzerrungspolynom der Empfangsmittel bestimmt wird.
  5. 5. Kernspinresonanzverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verzerrungspolynom der Empfangsmittel aus unerwünschten Spitzen in einem Spektrum des abgetasteten Resonanzsignals bestimmt wird, indem den Empfangsmitteln wenigstens eine Kombination eines ersten Signals mit einer ersten Frequenz und eines zweiten Signals mit einer zweiten Frequenz zugeführt wird.
  6. 6. Kernspinresonanzverfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Signal durch Anregen eines Phantoms mittels Sendemittel erzeugt werden, wobei das Phantom einen ersten und einen zweiten für Kernspinresonanz empfindlichen Substanztyp enthält.
  7. 7. Kernspinresonanzverfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Stofftyp Wasser und der zweite Stofftyp Fett sind.
  8. 8. Kernspinresonanzverfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Signal mittels Signalgeneratoren erzeugt werden.
  9. 9. Kernspinresonanzverfahren nach Anspruch 4, 5, 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenverzerrungsfunktion in Suchtabellenform aus dem Verzerrungspolynom bestimmt wird.
  10. 10. Kernspinresonanzverfahren nach Anspruch 4, 5, 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenverzerrungsfunktion als Gegenverzerrungspolynom aus dem Verzerrungspolynom bestimmt wird.
  11. 11. Kernspinresonanzanordnung mit Mitteln zum Erzeugen eines statischen homogenen Magnetfelds, mit Sendemitteln zum Übertragen elektromagnetischer Hf- Impulse auf ein Objekt, mit Empfangsmitteln zum Empfangen und Demodulieren von Kernspinresonanzsignalen aus dem Objekt, mit Abtastmitteln zum Erzeugen von Abtastwerten aus den demodulierten Kernspinresonanzsignalen und mit Verarbeitungsmitteln, die mit programmierten Berechnungsmitteln zum Bestimmen einer Kernspinresonanzverteilung aus den Abtastwerten versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die programmierten Mittel sich zum Ausgleichen nichtlinearer Verzerrung der Resonanzsignale durch von den Empfangsmitteln eingeführte Verzerrung eignen, die selbst eine im wesentlichen lineare Übertragungsfunktion durch Verzerrung der abgetasteten Resonanzsignale mittels einer Gegenverzerrungsfunktion haben, die die nichtlineare Verzerrung gegenwirkt.
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