DE68920214T2 - Vakuumschalter. - Google Patents

Vakuumschalter.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Vakuumschalter und insbesondere auf eine verbesserte Elektrodenstruktur für einen Vakuumschalter. Genauer gesagt bezieht sich die Erfindung auf einen verbesserten, rohrförmigen Spulenleiter, der einen Teil der Elektroden für einen Vakuumschalter bildet.
  • Ein Vakuumschalter zur Handhabung eines hohen Stroms umfaßt allgemein (siehe zum Beispiel EP0062186A) ein Paar Hauptelektroden, die in einem Vakuumbehälter angeordnet sind, so daß mindestens eine des Paars zu dem anderen hin und davon weg bewegbar ist, wobei die Spulenleiter an den hinteren Oberflächen der Hauptelektroden gebildet sind, und Leiterstäbe, die sich zu dem Äußeren des Vakuumbehälters von den hinteren Oberflächen der Spulenleiter erstreckt. Strom fließt von einem der Leiterstäbe zu dem anderen durch die Spulenleiter und Hauptelektroden. Wenn einer der Leiterstäbe durch eine Betätigungseinrichtung zum Zweck einer Unterbrechung des Stroms gedrückt wird, wird mindestens eine der Hauptelektroden von der anderen wegbewegt und ein Lichtbogenstrom wird verursacht, der zwischen den beabstandeten Elektroden fließt. Dieser Lichtbogenstrom wird in einer Mehrzahl von filamentähnlichen Bogenströmen durch ein magnetisches Feld zerlegt, das durch den Stromfluß durch die Spulenleiter erzeugt wird.
  • Das US-Patent No. 3,946,179 offenbart einen Spulenleiter, der eine Mehrzahl leitender Arme aufweist, die mit gebogenen Abschnitten verbunden sind. Die Arme verbinden sich an einem Ende mit einem Leiterstab und laufen in einer allgemein radialen Richtung davon auseinander, um sich mit einem gebogenen Abschnitt an dem anderen Ende zu verbinden. Die gebogenen Abschnitte erstrecken sich umfangsmäßig von den Armen und verbinden sich mit einer Hauptelektrode. Eine Mehrzahl von Armen und zugeordneter, gebogener Abschnitte mit frei räumen, die zwischen benachbarten, gebogenen Abschnitten gebildet sind, bilden eine imaginäre Spule mit einer Windung. Strom fließt von dem Stab zu der Hauptelektrode durch die beabstandeten Arme und die zugeordneten, gebogenen Abschnitte. Der Strom der einen Windung erzeugt ein gleichförmiges, axiales, magnetisches Feld, das die diffusen, filamentartigen Lichtbogenströme zwischen den Hauptelektroden erzeugt.
  • Die Verwendung des Freiraums in dem US-Patent 3,946,179, um den Spuleneffekt in dem Spulenleiter zu erzeugen, fuhrt zu einem schwachen, axialen, magnetischen Feld in dem Bereich der Freiräume. Lichtbögenströme besitzen eine Tendenz, von einem Bereich niedriger Intensität zu einem Bereich hoher Intensität eines axialen, magnetischen Felds zu wandern. Demzufolge wandert der Lichtbogenstrom, der in der Hauptelektrode fließt, von dem Bereich der Freiräume weg, was eine lokale Überhitzung in der Hauptelektrode verursacht. Zusätzlich wird es, da der gesamte Flächenbereich der Hauptelektrode nicht effektiv für die Stromunterbrechung verwendet werden kann, notwendig, die Größe der Hauptelektrode zu erhöhen.
  • In unserer Europäischen Patentanmeldung Nr. 89301436.5 (Veröffentlichungs-Nr. 0329410A) wird ein gleichförmiges, axiales, magnetisches Feld durch Bildung paralleler Schlitze in den Spulenleitern erzeugt. Allerdings stellt die Konfiguration der Spulenleiter noch bestimmte Beschränkungen in der Größe des axialen, magnetischen Felds dar, das erzeugt werden kann. Das axiale, magnetische Feld wird teilweise durch ein radiales, magnetisches Feld aufgehoben, das durch einen Stromfluß durch den Boden der auseinanderlaufenden Spulenverbinder erzeugt wird. Weiterhin kann die Struktur der Spulenleiter gegen eine mechanische Ermüdung empfindlich sein.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Vakuumschalter geschaffen, wie er im Anspruch 1 angegeben ist.
  • Demgemäß wird hier ein kleiner, kompakter Vakuumschalter geschaffen, der mit einer verbesserten Stromunterbrechungseigenschaft arbeitet. Die Elektrodenstruktur besitzt einen rohrförmigen Spulenleiter zur Erhöhung des axialen, magnetischen Felds innerhalb des Vakuumbehälters. Der Spulenleiter besltzt eine allgemein gleichförmige, zylindrische Konfiguration, die an einem Ende durch eine Leiterscheibe umschlossen ist, die an einen externen Leiterstab angrenzt. Die allgemein gleichförmige, zylindrische Konfiguration verringert das radiale, magnetische Feld, das durch Spulenverbinder nach dem Stand der Technik erzeugt wird, und eliminiert dadurch eine unerwunschte Aufhebung des axialen, magnetischen Felds. Eine Anzahl elektrischer Verbinder erstreckt sich von dem gegenüberliegenden Ende der rohrförmigen Elektrodenstruktur zur Bildung eines Stroms zu der Hauptelektrode. Der Spulenverbinder umfaßt eine Mehrzahl geneigter Schlitze, mindestens zwei, die an einem zylindrischen Körper, der separate Strompfade von ungefähr einer halben Umdrehung jeweils um den Umfang des zylindrischen Spulenleiters herum festlegt. Strom fließt axial durch den externen Leiterstab, radial durch die Leiterscheibe und dann axial durch den Spulenleiter und verschiedene Strompfade, die daran festgelegt sind.
  • Zwei im wesentlichen identische Elektrodenstrukturen sind in dem Vakuumbehälter so vorgesehen, daß die geneigten Schlitze an jedem der gegenüberliegenden Spulenverbinder allgemein parallel sind. Demzufolge fließt Strom von einem ersten, externen Leiterstab, durch eine erste Leiterscheibe und dann durch verschiedene Strompfade, die durch den Spulenleiter festgelegt sind, zu einem elektrischen Verbinder. An dem Verbinder führt der Strom von einer ersten Hauptelektrode zu der gegenüberliegenden Elektrodenstruktur, die tatsächlich eine Spiegelabbildung der ersten Elektrodenstruktur ist. Die Schlitze und die Strompfade an den zwei gegenüberliegenden Leiterspulen sind so zueinander ausgerichtet, daß der Strom effektiv über eine volle Umdrehung fließt, wenn er durch den Vakuumbehälter hindurchführt. Demzufolge wird ein starkes, gleichförmiges, axiales, magnetisches Feld auf die zwei Hauptelektroden beaufschlagt, und Strom, der einen Lichtbogen zwischen den beabstandeten Hauptelektroden bildet, kann gleichförmiger über die gesamten Oberflächen der Hauptelektroden verteilt werden.
  • Die Elektrodenstrukturen des verbesserten Vakuumschalters umfassen auch einen Strukturtragestab, der sich axial von der Hauptelektrode, durch den rohrförmigen Spulenleiter und koaxial innerhalb des externen Leiterstabs erstreckt. Der Leiterstab verringert eine mechanische Beanspruchung an der rohrförmigen Spule und richtet konzentrisch die Elektrodenstruktur aus, wodurch die Integrität der Strompfade um den Spulenleiter beibehalten wird. Diese und verschiedene andere Charakteristika und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden leicht für den Fachmann auf dem betreffenden Fachgebiet beim Lesen der nachfolgenden, detaillierten Beschreibung und der Anspruche und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen ersichtlich.
  • Für eine detailliertere Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird nun Bezug auf die beigefügten Zeichnungen genommen, worin:
  • FIG. 1 eine Teilschnitt-, schematische Seitenaufrißansicht eines Vakuumschalters zeigt, der gemaß der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist;
  • FIG. 2 eine perspektivische Ansicht einer der zwei Elektrodenstrukturen zeigt, die in dem Vakuumschalter eingesetzt sind, der in FIG. 1 dargestellt ist.
  • Der Vakuumschalter der vorliegenden Erfindung weist ein verbessertes Design des Schalters auf, der in der EP-A-329410 offenbart ist.
  • Wie nun die Figur 1 zeigt, umfaßt ein Vakuumschalter, der gemäß der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist, einen Vakuumbehälter 15, eine bewegbare Elektrodenstruktur 25, die entlang der Mittenachse des Behälters 15 verschoben ist, eine stationäre Elektrodenstruktur 30, die entlang der Mittenachse des Vakuumbehälters 15 gegenüberliegend der bewegbaren Elektrodenstruktur 25 angeordnet ist, und einen Faltenbalg 28 zur Verschiebung der bewegbaren Elektrodenstruktur 25 axial innerhalb des Behälters 15. Eine Verschiebung der bewegbaren Elektrodenstruktur 25 von der stationären Elektrodenstruktur 30 aus bewirkt, daß Strom zwischen den zwei Elektrodenstrukturen fließt, um einen Lichtbogen über den Spalt zwischen den Strukturen zu bilden, wie dies vollständiger hier besprochen wird.
  • Wie weiterhin die Figur 1 zeigt, weist der Vakuumbehälter 15 vorzugsweise ein Paar Endplatten 8, 9 auf, die an beiden Enden eines zylindrischen Teils 10 gebildet sind. Die Endplatten 8, 9 besitzen eine allgemein kreisförmige Konfiguration mit einem Radius r und einer mittigen, kreisförmigen Öffnung 14 dort hindurch. Das zylindrische Teil 10 besitzt auch einen Radius r und ist aus einem elektrisch isolierenden Material aufgebaut. Die Endplatten 8, 9 sind fest an beiden Enden des zylindrischen Teils 10 befestigt und umschließen diese, um eine kontrollierte Umgebung innerhalb des Behälters 15 zu bilden.
  • Wie nun die Figuren 1 und 2 zeigen, weist die stationäre Elektrodenstruktur 30, die gemäß der bevorzugten Ausführungsform aufgebaut ist, einen externen Leiterstab 35, der sich durch die mittige Öffnung 14 der Endplatte 9 erstreckt, eine Leiterscheibe 19, einen rohrförmigen Spulenleiter 20, der elektrisch an einem Ende mit der Scheibe 19 verbunden ist, eine Hauptelektrode 17, die elektrisch mit dem Spulenleiter 20 verbunden ist, und einen strukturellen Tragstab 23, der sich entlang der Mittenachse der Elektrodenstruktur 30 erstreckt, auf.
  • Der externe Leiterstab 35 ist aus einem elektrisch leitenden Material aufgebaut und umfaßt ein externes Ende 38, ein internes Ende 40, das einen Außendurchmesser geringfügig geringer als derjenige des externen Endes besitzt, und eine umfangsmäßige Lippe 39, die durch die Verbindung des externen und internen Endes 38, 40 festgelegt wird. Der Leiterstab 35 umfaßt auch eine zentrale Bohrung 37, die sich axial durch den Stab 35 erstreckt. Beim Zusammenbau greift die Lippe 39 der Endplatte 9 benachbart der zentralen Öffnung 14 in das externe Ende 38 des Stabs 35, der sich davon nach außen des Vakuumbehälters 15 erstreckt, und das innere Ende 40 des Stabs 35, der durch die Öffnung 14 in das Innere des Vakuumbehälters 15 entlang der zentralen Achse des Behälters vorsteht, ein. Die zentrale Bohrung 37 nimmt ein Ende des strukturellen Tragstabs 23 auf, um konzentrisch die Elektrodenstruktur auszurichten und sie mechanisch zu halten.
  • Die Leiterscheibe 19 weist eine allgemein zylindrische Platte aus elektrisch leitendem Material auf, die einen ersten Außendurchmesser ungefähr derselbe wie der Außendurchmesser des Spulenleiters 20 und einen zweiten Außendurchmesser geringfügig kleiner als der Innendurchmesser des Spulenleiters 20 besitzt, um so eine Schulter 53 zum Eingreifen eines Endes der Leiterspule 20 festzulegen. Die Leiterscheibe 19 umfaßt auch eine sich axial erstreckende Öffnung 49 zur Aufnahme dort hindurch des inneren Endes 40 des Leiterstabs 35.
  • Die Leiterscheibe 19 befestigt sich fest an der Endplatte 9 mit der Öffnung 49 davon koaxial zu der zentralen Öffnung 14 der Endplatte 9 ausgerichtet. Der innere Abschnitt 40 des Stabs 35 erstreckt sich durch die Öffnung 49 der Leiterscheibe 19, um der Elektrodenstruktur 30 eine strukturelle Stabilität zu geben.
  • Wie noch die Figuren 1 und 2 zeigen, weist der rohrförmige Spulenleiter 20, der gemäß der bevorzugten Ausführungsform aufgebaut ist, eine gleichförmige, zylindrische Struktur 44 mit einem externen Ende 47, das in die Schulter 53 der Leiterscheibe 19 eingreift, einem inneren Ende 51 und einer Vielzahl geneigter Schlitze 26, die in die zylindrische Struktur 44 spanabhebend eingearbeitet sind, auf. Die zylindrische Struktur 44 ist aus einem elektrisch leitenden Material, das einen allgemein festgelegten Radius besitzt, aufgebaut und verbindet elektrisch die Leiterscheibe 19. Schlitze 26 erstrecken sich von dem inneren Ende 51 der zylindrischen Struktur 44 und winden sich ungefähr 180º entlang des Umfangs der zylindrischen Struktur 44. Die Mehrzahl der Schlitze 26 ist im wesentlichen gleich entlang der Oberfläche der zylindrischen Struktur 44 beabstandet, um eine Mehrzahl Strompfade 55 von ungefähr einer halben Umdrehung jeweils um den Umfang des rohrförmigen Spulenleiters 20 festlegen. In der bevorzugten Ausführungsform der Figur 2 sind drei Schlitze 26 vorgesehen, die drei Strompfade 55 bilden. Allerdings kann irgendeine Anzahl Schlitze 26 (größer als zwei) vorgesehen werden. Der Winkel der Neigung zwischen jedem Schlitz 26 und dem inneren Ende 51 der Spule 20 kann willkürlich ausgewählt werden, allerdings beträgt er in der bevorzugten Ausführungsform ungefähr 20 Grad.
  • Das innere Ende 51 des rohrförmigen Spulenleiters 20 verbindet elektrisch die Hauptelektrode 17 durch eine Mehrzahl elektrischer Verbinder 12, wobei einer jeweils einem entsprechenden Strompfad 55 zugeordnet ist. Wie in der bevorzugten Ausführungsform der Figur 2 dargestellt ist, können die Verbinder 12 elektrisch leitende Klammern aufweisen, die permanent an dem inneren Ende 51 des Spulenleiters 21 an dem Ende des Strompfads 55 benachbart dem Schlitz 26 befestigt sind. Alternativ können die Verbinder 12 integrale Vorsprünge aufweisen, die an dem inneren Ende 51 des Spulenleiters 20 oder an der angrenzenden Oberfläche der Hauptelektrode 17 gebildet sind, wie dies in unserer früheren Anmeldung beschrieben ist.
  • Wie weiterhin die Figuren 1 und 2 zeigen, weist die Hauptelektrode 17 eine elektrisch leitende, kreisförmige Scheibe auf, die sich elektrisch mit den elektrischen Verbindern 12 des Spulenleiters 20 verbindet. Die Hauptelektrode 17 besitzt einen Durchmesser ungefähr gleich dem Durchmesser des Spulenleiters 20 und legt eine innere Oberfläche 57 fest, die zu der Hauptelektrode 17 der gegenüberliegenden Elektrodenstruktur hin gerichtet ist, und eine hintere Oberfläche 28, die zu dem inneren Ende 51 des Spulenleiters 20 hin gerichtet ist und an die elektrischen Verbinder 12 angrenzt.
  • Wie die Figuren 1 und 2 zeigen, ist der strukturelle Tragstab 23 aus einem hoch dielektrischen Material aufgebaut und umfaßt eine Kappe 42, die fest an der hinteren Oberfläche 48 der Hauptelektrode 17 befestigt ist, und einen Stababschnitt 46, der sich durch die Elektrodenstruktur 30 entlang der zentralen Achse des Kessels 15 erstreckt. Die Kappe 42 besitzt einen Durchmesser etwas geringer als derjenige des Spulenleiters 20 und der Hauptelektrode 17. Der Stababschnitt 46 des Tragstabs 23 besitzt einen Durchmesser geringfügig kleiner als der innere Durchmesser der Bohrung 37 in dem Leiterstab 35. Der Stababschnitt 46 erstreckt sich durch den Spulenleiter 20, die Leiterscheibe 19, die Endplatte 9 und in eine Bohrung 37 in dem externen Leiterstab 35, wodurch koaxial die Elektrodenstruktur 30 ausgerichtet wird und eine Beanspruchung an dem Spulenleiter 20 und der Hauptelektrode 17 vermindert wird.
  • Wie nun die Figur 1 zeigt, ist die bewegbare Elektrodenstruktur 25 in einer Art und Weise im wesentlichen gleich wie die stationäre Elektrodenstruktur 30 aufgebaut, die oben beschrieben ist. Ein Unterschied bezieht sich allerdings auf die Struktur der Leiterscheibe und des Spulenleiters 20. Die bewegbare Elektrodenstruktur 25 weist einen externen Leiterstab 35', der sich durch die zentrale Öffnung 14 der Endplatte 8 erstreckt, eine Leiterscheibe 21, einen rohrförmigen Spulenleiter 60, der elektrisch mit der Scheibe 21 verbunden ist, eine Hauptelektrode 17', die elektrisch mit dem Spulenleiter 60 verbunden ist, und einen strukturellen Tragstab 23', der sich durch die Mittenachse der Elektrodenstruktur 25 erstreckt, auf. Der externe Leiterstab 35', die Hauptelektrode 17' und der strukturelle Tragstab 23' sind gemäß der vorstehenden Beschreibung der stationären Elektrodenstruktur 30 aufgebaut.
  • Wie noch die Figur 1 zeigt, sind die Leiterscheibe 21 und der rohrförmige Spulenlelter 60 auch entsprechend der vorstehenden Beschreibung der Elektrodenstruktur 30 aufgebaut, mit der Ausnahme, daß die Leiterscheibe 21 von einem gleichförmigen Durchmesser ist (ohne die Schulter 23 an der Scheibe 19) und das äußere Ende des Spulenleiters 60 umfaßt einen Innendurchmesser geringfügig größer als der Außendurchmesser der Leiterscheibe 21 und etwas größer als der Innendurchmesser des inneren Endes des Leiters 60, wodurch eine umfangsmäßige Schulter 58 an der inneren Oberfläche des Leiters 60 ungefähr auf halbem Weg zwischen dem äußeren und dem inneren Ende des Leiters 60 gebildet wird. Die Leiterscheibe 21 der bewegbaren Elektrodenstruktur 25 weist weiterhin eine innere Fläche 64, eine äußere Fläche 66, eine Öffnung 59, die sich axial dort hindurch erstreckt, und eine umfangsmäßige Lippe 63, die sich von der äußeren Fläche 66 um die Öffnung 59 zum Eingreifen mit dem Faltenbalg 28 vorspringt, auf. Die Öffnung 59 nimmt dort hindurch den Leiterstab 35' auf, wobei die umfangsmäßige Lippe 36 in den Stab 35' eingreift. Die Leiterscheibe 21 stößt an die innere Oberfläche des Spulenleiters 60 an, wobei der äußere Umfang der inneren Fläche 64 fest an der Schulter 58 des Spulenleiters 60 befestigt ist. Die umfangsmäßige Lippe 63 ist innerhalb des Faltenbalgs 28 aufgenommen.
  • Der Faltenbalg 28 ist irgendeine herkömmliche Faltenbalganordnung, die ein inneres Ende 75, das in die Leiterscheibe 21 eingreift, ein äußeres Ende 77, das an der Endplatte 8 befestigt ist, und einen Rumpfabschnitt 80, durch den sich der externe Leiterstab 35' erstreckt, besitzt. Das innere Ende 75 nimmt darin eine umfangsmäßige Lippe 63 der Leiterscheibe 21 auf. Ein überwiegender Teil des Rumpfabschnitts 80 liegt Innerhalb des Spulenleiters 60, wodurch der Faltenbalg gegen elektrische Felder innerhalb des Behälters 15 abgeschirmt wird. Der Faltenbalg treibt eine Betätigungseinrichtung (nicht dargestellt) an, die an dem Stab 35' befestigt ist, um den Stab 35' axial zu bewegen.
  • Ein rohrförmiger Spulenleiter 60 der bewegbaren Elektrode 60, ähnlich dem Spulenleiter 20, weist eine Mehrzahl Schlitze 27 und elektrischer Verbinder 24 auf, die eine Mehrzahl Strompfade 56 festlegen. Wie in unserer früheren Anmeldung offenbart ist, sind die geneigten Schlitze 26, 27 ungefähr parallel zueinander positioniert, und zwar mit den elektrischen Verbindern 12, 24 direkt zueinander ausgerichtet. Im Betrieb strömt, wenn sich die bewegbare Elektrodenstruktur 25 von der stationären Elektrodenstruktur 30 trennt, um den Stromfluß zu unterbrechen, ein Lichtbogenstrom über die Elektrodenstrukturen 25, 30. Der Strom fließt durch eine Windung unter Hindurchführung durch einen Strompfad 55, durch den Verbinder 12, die Hauptelektrode 17, durch den Verbinder 24 und durch den Strompfad 56.
  • Aufgrund der gleichförmigen, zyllndrischen Konfiguration der rohrförmigen Spulenleiter wird das radiale, magnetische Feld reduziert, wodurch eine wesentliche Aufhebung des axialen, magnetischen Felds eliminiert wird. Zusätzlich können mehr Schlitze 26, 27 vorgesehen werden, um weiterhin die Erzeugung radialer, magnetischer Felder durch die Spulenleiter 20, 60 zu begrenzen.

Claims (6)

1. Vakuumschalter, der einen Vakuumbehälter (15) umfaßt, der eine erste Elektrodenstruktur (30) mit einer Hauptelektrode (17) aufnimmt; eine zweite Elektrodenstruktur (25) mit einer Hauptelektrode (17'); eine Einrichtung (80), die wenigstens die erste oder die zweite Elektrodenstruktur (25, 30) axial zur anderen bewegt; sowie eine Einrichtung (20, 60), die ein axiales Magnetfeld um die Hauptelektroden (17, 17') der ersten und der zweiten Elektrodenstruktur (25, 30) herum erzeugt und radiale Koinponenten des Magnetfeldes auf ein Minimum verringert, um die Gleichmäßigkeit der Verteilung von Strom zu verbessern, der zwischen den Hauptelektroden (17, 17') einen Lichtbogen bildet, wenn die erste und die zweite Elektrodenstruktur (25, 30) getrennt werden, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die erste Elektrodenstruktur (30) einen Tragstab (23) enthält, der an einem Ende an der Hauptelektrode (17) angebracht ist, durch die Erzeugungseinrichtung (20) verläuft und an seinem anderen Ende verschiebbar in einer Bohrung (37) angebracht ist, die in einem Leiterstab (35) ausgebildet ist, der an einem Wandabschnitt des Vakuumbehälters (15) angebracht ist und sich durch selbigen hindurch erstreckt, wobei der Tragstab (23) aus einem dielektrischen Material besteht, und die Erzeugungseinrichtung (20) die Hauptelektrode (17) und den Leiterstab (35) elektrisch miteinander verbindet.
2. Vakuumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Felderzeugungseinrichtung (20, 60) wenigstens für die erste Elektrodenstruktur (30) einen im allgemeinen zylindrischen Leiter (20) mit einem ersten Ende (51) und einem zweiten Ende (47) umfaßt; eine Vielzahl schräger Schlitze (26, 27) im ersten Ende (51) des zylindrischen Leiters (20), wobei die Schlitze (26, 27) voneinander beabstandet sind und im wesentlichen in Umfangsrichtung vom ersten (51) Ende des zylindrischen Leiters (20) in einem spitzen Winkel dazu verlaufen; sowie eine Leiterscheibe (19), die im wesentlichen das zweite Ende (47) des zylindrischen Leiters (20) umschließt und elektrisch mit ihm verbunden ist, wodurch die Vielzahl von Schlitzen (26, 27) spulenartige Stromwege (55, 56) bilden, die ein axiales Magnetfeld erzeugen, das aufgrund der zylindrischen Form des zylindrischen Leiters (20) eine minimale radiale Komponente aufweist.
3. Vakuumschalter nach Anspruch 2, wobei wenigstens die erste Elektrodenstruktur (30) eine Vielzahl elektrischer Verbindungsteile (12) enthält, die am ersten Ende (51) des elektrischen Spulenleiters (20) angeordnet sind, wobei ein elektrisches Verbindungsteil (12) zu jedem Stromweg (55, 56) gehört.
4. Vakuumschalter nach Anspruch 2 oder 3, wobei jeder Stromweg (55, 56) im wesentlichen eine Halbwindung an dem zylindrischen Spulenleiter (20) bildet.
5. Vakuumschalter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei eine Vielzahl der schrägen Schlitze (26) an der ersten Elektrodenstruktur (30) im wesentlichen parallel zu einer Vielzahl der schrägen Schlitze (27) an der zweiten Elektrodenstruktur (25) angeordnet ist.
6. Vakuumschalter nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei der Vakuumbehälter (15) eine erste und eine zweite Abschlußplatte (9, 8) aufweist und die erste und die zweite Elektrodenstruktur (25, 30) jeweils eine röhrenförmige Verbindungsstange (35, 55) aufweisen, die sich durch eine entsprechende der Abschlußplatten und eine entsprechende Leiterscheibe (19, 21) erstreckt, wobei die Bohrung (37) der entsprechenden Verbindungsstäbe (35, 55) die verschiebbare Anbringung für den betreffenden Tragstab (23, 23) bildet.
DE68920214T 1988-06-29 1989-06-29 Vakuumschalter. Expired - Lifetime DE68920214T2 (de)

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