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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Regal- oder
Schubladenanordnung mit Trägern, einem Boden und einer
Rahmenanordnung, wobei die Träger aufeinander gegenüberliegenden Seiten
des Bodens angeordnet und auf der Rahmenanordnung angebracht
sind.
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Wenn Flaschen, Büchsen (Blechdosen) und andere
Verpackungseinheiten, z.B. verpackten Medizinen, Medikamente usw. in Apotheken,
Drogerien und ähnliche Plätze gelagert werden, werden die
Verpakkungen normalerweise auf zurückziehbaren, geneigten Regalsystem
oder in Kassetten, Schubladen und ähnlichen Lagervorrichtungen
angeordnet. Diese Lagervorrichtungen werden von der Rückseite
einer herausgezogenen oder zurückgezogenen Lagervorrichtung
gefüllt, wobei die gelagerten Verpackungseinheiten von dem vorderen
Teil der Vorrichtung entnommen werden, wobei die Vorrichtung nach
innen versetzt oder in der eingeschobenen Position angeordnet
ist. Kontinuierlich einstellbare Unterteilungen bilden längliche
Abteile entlang der gesamten Länge der Lagervorrichtung in der
Herausgezogenen Richtung, wodurch sichergestellt wird, daß die
Verpackungen in ihrer richtigen Reihenfolge der Benutzung
entnommen werden. Eine solche Anordnung ist zum Beispiel in der
schwedischen Patentschrift 16 278/68 beschrieben.
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Das zuvor erwähnte Kassettenlagersystem ist am besten für häufig
gekaufte Medikamente geeignet, wobei jedes Medikament in großen
Mengen gelagert wird und wo es notwendig ist, die Medikamente in
langen Reihen in der Herauszugsrichtung der Kassette oder
Schublade zu lagern. Medikamente, die weniger häufig gekauft werden
und die daher in kleineren Zahlen gelagert werden, werden in
standardisierten, horizontalen Schubladen gehalten, die über das
volle Ausmaß herausgezogen werden, so wohl wenn die
Verpackungseinheiten in die Schubladen gelegt werden als auch wenn die
Einheiten daraus entfernt werden. Solche Schubladen enthalten
bevorzugt kleinere Abteilungen, die eine hinter der anderen angeordnet
sind.
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Die bis jetzt angewandten Medikamentlagerverfahren benötigen das
Vorsehen zweier voneinander verschiedener Lagersysteme, da die
geneigten Herausziehkassetten oder -schubladen mit Verriegelungen
versehen werden müssen, damit verhindert wird, daß die Schubladen
unter ihrem eigenen Gewicht herausgleiten. Die horizontalen
Schubladen werden andererseits immer in ihrem vollen Ausmaß
herausgezogen und müssen nicht mit Verriegelungen versehen werden,
aber sie sollen sich stattdessen leicht herein- und
herausbewegen.
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Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Anordnung der in der Einleitung beschriebenen Art vorzusehen, die es
möglich macht, ein und dieselbe Lagerstruktur als horizontal
herausziehbare Schubladenstruktur ohne aktive
Verriegelungsmöglichkeit oder als geneigte Kassetten- oder Schubladenstruktur zu
benutzen, die mit einer aktiven Verriegelungsmöglichkeit tätig ist.
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Diese Aufgabe wird gelöst mit der erfindungsgemäßen Anordnung,
die die kennzeichnenden Merkmale aufweist, wie sie in den
folgenden Ansprüchen angegeben sind.
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Die Erfindung wird nun mit mehr Einzelheiten unter Bezugnahme auf
eine beispielhafte Ausführungsform davon beschrieben, die in den
begleitenden Zeichnungen dargestellt ist, in denen
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Figur 1 eine schematische Seitenansicht einer Kassetten- oder
Schubladenlageranordnung ist, die geeignet ist zur Benutzung in
einem horizontalen Schubladenmodus, in dem die
Verriegelungsmöglichkeit passiv ist;
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Figur 2 eine Seitenansicht der Anordnung ähnlich der Figur 1 ist,
wobei die Anordnung für einen schrägen Kassetten- oder
Schubladenmodus eingestellt ist, in dem die Verriegelungsmöglichkeit
aktiv ist;
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Figur 3 eine Schnittansicht ist, die entlang der Linie III-III in
Figur 1 genommen ist; und
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Figur 4 eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Vorderteils
der in Figuren 1 und 2 dargestellten Kassette oder Schublade ist.
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Die in Figur 1 dargestellte Lageranordnung enthält eine Schublade
oder Regal 10 zum Lagern von Verpackungen, z.B. verpackte
Medikamente
oder Medizin in Büchsen- oder Flaschenform. Die Schublade
10 ist herausziehbar in Trägern 12 angebracht, die aus
entsprechenden gegenüberliegenden Seiten der Schublade angeordnet sind,
über eine mittlere Schiene 14, und die Trägerstrukturen 12 und
die Schublade 10 sind jeweils mit entsprechenden Rädern 16, 18
ausgerüstet, die auf U-förmigen Profilen auf der Schiene 14
laufen. Die Schublade 10 weist einen oberen Flansch 20 auf, der die
Schiene 14 und die Trägerstrukturen 12 bedeckt, wenn die
Schublade in eine Rahmenanordnung 22 eingepaßt ist. Die Träger 12 sind
an der Rahmenstruktur 22 auf herkömmliche Weise mit der Hilfe von
Hakenelementen 24, 26 angebracht, die in Schlitze in dem Rahmen
22 eingreifen. Das von dem Rahmen 22 abgewandte Ende der
Schublade 10, d.h. das äußere Ende der Schublade ist mit einem Greifer
28 versehen, der schwenkbar auf Achszapfen 30 angebracht ist, die
auf gegenüberliegenden Seitenflächen der Schublade 10 vorgesehen
sind. Der Greifer weist einen aufrecht stehenden Flansch 32 auf,
der von dem Benutzer ergriffen wird, wenn er die Schublade 10
herausziehen möchte. Der Greifer 28, der aus Kunststoffmaterial
gemacht sein kann, ist ebenfalls mit einer federnden Zunge 34
versehen, die, wenn die Schublade 10 voll eingeschoben ist, zum
Verriegeln einer Schubladenverriegelungsanordnung wirkt, die im
folgenden beschrieben wird. An dem Boden des Greifers 28 ist ein
Arm 36 vorhanden, der sich entlang der Außenseite der
entsprechenden Träger 12 in die Einführungsrichtung der Schublade
erstreckt. Der Arm 36 enthält einen Teil (Fig. 4), der sich quer zu
der Schubladeneinführungsrichtung erstreckt und der, wenn die
Schublade voll gemäß der Figur 2 eingeschoben ist, zum Eingreifen
in einer Ausnehmung 38 bestimmt ist, die in einem entsprechenden
Träger 12 vorgesehen ist, so daß die Schublade daran gehindert
wird, entlang der Träger 12 unter ihrem eigenen Gewicht zu
gleiten. Die zuvor erwähnte federnde Zunge 34 auf dem Greifer 28
stößt an eine geneigte Oberfläche auf dem Träger 12 an, wenn die
Schublade in ihre voll geschlossene Position geschoben wird, und
hindert daran den Arm 36 daran, daß er aus dem Eingriff mit der
Ausnehmung 28 heraus schwenkt. Folglich ist es zum Öffnen der
Schublade notwendig, den oberen Teil des Greifers 28 nach innen
zu drücken gegen die federnde Kraft der federnden Zunge 34.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die Schublade 10 und die
Träger 12 so ausgelegt, daß die Schublade 10 in einem
horizontalen Lagermodus benutzt werden kann, in dem die Verriegelung
passiv ist, oder in einem geneigten Lagermodus, in dem die Schublade
oder die Kassette 10 zusammen mit einer Schubladenverriegelung
zusammenwirkt. In dem Fall der vorliegenden Erfindung wird dieses
ermöglicht durch Versehen der Schublade mit Stoppmittel, die,
wenn die Anordnung in ihrem horizontalen Zugmodus ist, tätig sind
zum Verhindern, daß die Schublade voll eingeführt wird, d.h. voll
in die Ruheposition geschoben wird, wie in Figur 1 dargestellt
ist. In dem Fall der dargestellten Ausführungsform ist das
Stoppmittel vorgesehen durch Auslegen der zehn mit einer geneigten
hinteren Wandoberfläche 40 derart, daß, wenn die Anordnung in
ihrem horizontalen Zugmodus ist, der obere Teil der hinteren
Wandoberfläche in Kontakt mit dem Rahmen 22 kommt, bevor der Arm
oder die Verriegelung 36 die Ausnehmung 38 erreicht. Wie in Figur
1 gezeigt ist, sind in diesem horizontalen Modus der
Lageranordnung die Verriegelungsarme 38 nicht in der Lage, die Ausnehmung
38 in den Trägern 22 zu erreichen und einzugreifen, wodurch
ermöglicht wird, daß die Schublade leicht und glatt in der
Abwesenheit eines aktiven Schubladenverriegelungseffektes herausgezogen
werden kann. Die Hakenelemente 24, 26 auf den Trägern 12 und der
mittlere Trägerteil 42 sind so ausgelegt, daß den Trägern 12
ermöglicht wird, gegen die Vertikale geneigt zu werden, wie in
Figur 2 gezeigt ist, so daß möglich ist, die Schublade zu neigen
und für geneigte Lagerzwecke auf die oben beschriebene Weise zu
benutzen. Die Lageranordnung wird in ihren geneigten Lagermodus
gebracht, in dem entsprechende Hakenelemente 26 in ihren
Schlitzen in dem Rahmen 22 so gedreht werden, daß der mittlere
Trägerteil 42, der zwischen den Hakenelementen 24, 26 angeordnet ist,
in Anschlag mit der vertikalen Fläche des Rahmens 22 gebracht
wird. Die Schublade 10 kann dann vollständig in die Ruheposition
entlang der Träger 12 geschoben werden, wodurch die
Verriegelungsarme 36 in die Ausnehmungen 38 einschnappen können, die in
den Trägern 12 vorgesehen sind, auf die oben genannte Weise,
wobei die Arme in den Ausnehmungen durch die Wirkung der
verriegelnden Zungen 34 verriegelt werden, so daß verhindert wird, daß
sich die Schublade unter ihrem eigenen Gewicht öffnet.
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Es ist aus der obigen Beschreibung ersichtlich, daß die
erfindungsgemäße Anordnung ein und derselben Lagervorrichtung, z.B.
Boden oder Schublade 10 und ein und derselben Trägerstruktur 12
ermöglicht, daß sie in einer horizontal bewegbaren
Schubladenanordnung, in der die Verriegelungsmöglichkeit inaktiver bleibt,
oder in einer geneigten Schubladen- oder Kassettenanordnung, in
der die Verriegelungsmöglichkeit in einen aktiven Zustand
gebracht wird, benutzt werden. Diese Lageranordnung ermöglicht zwei
wichtige Vorteile: der Hersteller kann die
Doppelzwecklageranordnung in großen Zahlen herstellen, anstelle der getrennten
Herstellung von jedem getrennten Aspekt der Anordnung, wodurch der
Benutzer ein Produkt erhält, das leicht zwischen einer
Lageranordnung für die Lagerung häufig gekaufter verpackter Waren und
einer Lageranordnung für verpackte Waren, die weniger häufig
gekauft werden, angepaßt werden kann, z.B. für die Lagerung von
Medikamenten und Medizinen in Apotheken und Drogerien. Beide
Vorteile haben positive ökonomische Konsequenzen, da die Erfindung
das Problem der Verriegelung oder der Nicht-Verriegelung der
Schublade in Abhängigkeit löst, ob der Benutzer eine geneigte
oder horizontale Schubladenposition wählt, wenn die Träger in der
Wand angebracht werden, die die Schienen- oder Rahmenstruktur
tragen, die normalerweise zum Tragen der Lagermodulsysteme
benutzt werden.
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Es ist zu verstehen, daß die Erfindung nicht auf die beschriebene
und dargestellte Ausführungsform beschränkt ist und daß
Modifikationen in dem Bereich der folgenden Ansprüche gernacht werden
können. Obwohl die Erfindung in Bezug auf Schubladen zum Lagern von
verpackten Einheiten beschrieben worden ist, ist zu verstehen,
daß die Erfindung auf andere Lagersysteme angewendet werden kann,
die abwechselnd horizontale und geneigte Lagermöglichkeiten
benutzen, die verschiedene Arten von Lagervorrichtungen verwenden,
wie Regale, Böden, Körbe usw. Weiterhin kann die Anordnung
Schubladen- und Trägerkonfigurationen enthalten, die sich von den
beschriebenen und dargestellten unterscheiden zum Beenden der
horizontalen Einwärtsbewegung der Schublade, bevor die
Verriegelungsanordnung in Tätigkeit treten kann, oder sie kann getrennte
Vorrichtungen enthalten, die zu dem gleichen Ende wirksam sind. Die
dargestellte Ausführungsform kann jedoch leicht und billig
hergestellt
werden und nutzt den zur Verfügung stehenden
Schubladenplatz bis zum letztmöglichen aus.