-
Fahrtrichtungsanzeiger, insbesondere für Fahrräder Die Erfindung bezieht
sich auf einen Fahrtrichtungsanzeiger, insbesondere für Fahrräder, mit aus einem
an der Lenkstange anbringbaren Gehäuse ausschiebbarem Richtungspfeil, der unter
der Wirkung einer Spiralfeder steht.
-
Bei einem Fahrtrichtungsanzeiger dieser Art ist der aus dem Gehäuse
ausschiebbare Richtungspfeil selbst elastisch und im Gehäuse aufwickelbar. Dieser
besteht entweder aus einer enggewundenen - Schraubenfeder oder aus feinporösem Kautschuk
o. dgl.
-
Es ist ferner bekannt, einen derartigen Richtungspfeil mixt einer
Spiralfeder, also einer uhrfederartigen Feder, in Verbindung zu bringen. Bei' dieser
bekannten Bauart dient aber die Spiralfeder lediglich zum Zurückziehen des Richtungspfeiles
in das Gehäuse, während zum Vorschieben eine Seilrolle oder ein Drehgriff vorgesehen
ist, die bzw. der unmittelbar auf den damit verbundenen elastischen Richtungspfeil
einwirkt.
-
Auch beim Fahrtrichtungsanzeiger nach der Erfindung dient die Spiralfeder
zum Zurückziehen des Richtungspfeiles in das Gehäuse. Die Erfindung besteht zunächst
darin, daß die Spiralfeder durch Abwickeln aus ihrer aufgerollten Lage auch als
Ausschieb.emittel für den Richtungspfeil dient. Der Richtungspfeil selbst kann dabei
eine grbßere Breite aufweisen und daher leichter wahrnehmbar sein als bei den bekannten
Ausführungen-mit spiralig in das Gehäuse zurückziehbarem Richtungspfeil, bei denen
die Abmessungen des Richtungspfeiles, um ihn im, Gehäuse unterbringen zu können,
begrenzt sind, Gemäß der Erfindung kann,der Richtungspfeil als ,starres Gehäuse
für die ausgeschobene Spiralfeder ausgebildet sein und gegebenenfalls aus fernrohrartig
ineinanderschiebbaren einzelnen Teilen bestehen. Derartige Fahrtrichtungsanzeiger
ergeben infolge ihrer Starrheit eine viel sicherere Anzeige als die bekannten in
sich selbst elastischen Richtungspfeile, die auf holperigen Wegen auf und ab schwingen
und - infolgedessen nicht gut zu erkennen sind. Der Aufbau des Richtungspfeiles
aus fernrohrartig ineinanderschiebbaren
einzelnen Teilen ermöglicht
bei erheblicher Länge des Richtungspfeiles trotzdem seine Unterbring-Lmg beim Nichtgebrauch
in einem kleinen Gehäuse. Aus fernrohrartig ineinanderschiebbaren einzelnen Teilen
bestehende Richtungspfeile sind an sich bekannt, sie sind jedoch neu in Verbindung
mit einer Spiralfeder als Ausschiebemittel für den Richtungspfeil und als starres
Gehäuse für diese Spiralfeder.
-
Zum Aufwickeln der Spiralfeder kann eine Trommel vorgesehen sein.
Diese ist gemäß der Erfindung mit einer steilgängigen, schraubenförmigen inneren
Nut versehen, in der ein mit Nasen oder Gewindegängen ausgebildeter, vorzugsweise
unter der Wirkung einer Rückholfeder stehender Schiebestift geführt ist. Bekannt
ist es, schwenkbare Fahrtrichtungsanzeiger durch Zugorgane von einer Trommel aus
zu betätigen, die durch einen mit ihr verbundenen Stift mit eingearbeiteten Gewindegängen
gedreht wird, in die entsprechende Gegenelemente einer über dem Stift undrehbar
verschiebbaren Hülse eingreifen. Die Bauart gemäß der Erfindung erhält durch die
Verlegung des Gewindes in das Innere der Trommel bedeutend kleinere Abmessungen
und damit wieder ein kleines Gehäuse.
-
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Fahrtrichtungsanzeigers
nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. i den Fahrtrichtungsanzeiger mit herausgeschobenem
Richtungspfeil im Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2, Fig. 2 einen Schnitt nach
der Linie C-D der Fig. i, Fig.3 den Fahrtrichtungsanzeiger mit geschnittenem Richtungspfeil
von der linken Seite der Fig. i aus gesehen, Fig. ¢ einen Schnitt nach der Linie
E'-F der Fig. i, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie G-H der Fig. i und Fig.6 eine
Einzelheit, aus der die Spiralfeder im aufgewickelten Zustande zu erkennen ist.
-
Es bezeichnet i das Gehäuse, aus dem der Richtungspfeil ausgeschoben
wird, 2 und 3 den Richtungspfeil. Dieser kann im Gehäuse i in beliebiger Art, z.
B. in einer röhrenförmigen Führung q, verschiebbar angeordnet sein. 5 ist die Spiralfeder
(der Deutlichkeit wegen übertrieben dick gezeichnet), die in beliebiger Weise mit
ihrem einen Ende an einer Trommel 6 und mit ihrem anderen Ende mi einem Teil des
Richtungspfeiles, z. B. Teil 3, befestigt, z. B. vernietet, ist. Sie kann so gestaltet
sein, daß sie durch ihre Elastizität stets das Bestreben hat, den Richtungspfeil
in die Ruhestellung zu bringen (Fig.6). Wird die Trommel 6 entgegen dem Uhrzeigersinne
gedreht, so schiebt die dabei sich abwickelnde Spiralfeder 5 den Richtungspfeil
2, 3 aus dem Gehäuse i heraus (Fig. i und 2). Der Richtungspfeil 2, 3 bzw. dessen
hülsenartiger Teile bildet .dabei ein starres Gehäuse für die :ausgeschobene Spiralfeder
5.
-
Durch die fernrohrartige Ineinanderschiebbarkeit der Teile 2, 3 des
Richtungspfeiles ergibt sich, wie die Fit>. i und 2 im Vergleich mit Fig.6 zeigen,
eine große Ausladung des Richtungspfeiles in der Anzeigestellung (Fig. i und 2)
und eine kleine Raumbeanspruchung in der Ruhestellung (Fig.6).
-
Zum Drehen der Trommel 6 im und gegen den Uhrzeigersinn ist diese
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit einer Achsbohrung versehen, die zwei
steilgängige, schraubenförmige innere Nuten 7 aufweist. In der Bohrung ist undrehbar
gegen das Gehäuse i ein unter der Wirkung einer Druckfeder 8 stehender Schiebestift
9 gelagert, der an dem in der Bohrung liegenden Ende i i entsprechende vorstehende
Gewindegänge i o hat, die sich in den Nuten 7 führen. An Stelle der Gewindegänge
io können aber auch einfache, in die Nuten 7 eingreifende Stifte oder Nasen treten.
Ferner braucht auch nur eine schraubenförmige Nut 7 vorhanden zu sein. Wird nun
der Stift 9 in die Stellung nach Fig. i verschoben, so dreht er mittels seiner in
den Nuten 7 entlang gleitenden Gewindegänge io oder Nasen die Trommel 6 entgegen
dem Uhrzeigersinne. Der Richtungspfeil 2, 3 wird ausgeschoben. Beim Loslassen des
Stiftes 9 wird dieser durch die Feder 8 in seine gewöhnliche Lage zurückgeführt,
wobei ein Aufrollen der Spiralfeder 5 auf die Trommel 6 stattfindet und der Richtungspfeil
2, 3 eingezogen wird (Fig.6). Bei genügender Spannkraft der Feder 5 in aufgewickelter
Lage kann die Feder 8 auch entbehrt werden.
-
Die Undrehbarkeit des Schiebestiftes 9 kann in beliebiger Weise herbeigeführt
werden. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist der Stift 9 mit einer Längsnut
12 versehen, in die ein Stift 13 eingreift, der in einem Ansatz 2o =einer Lagermuffe
19 für den Stift 9 und die Trommel 6 sitzt. 1 4. ist eine knopfartige Verbreiterung
an dem Schiebestift g, die nach innen gewölbt ist, um dem betätigenden Finger eine
gute und sichere Anlage zu gewähren. 15 ist ein Drehzapfen der Tromme16, die im
übrigen beliebig gelagert sein kann.
-
Hinsichtlich der übrigen Ausführung bedeutet bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel 16 eine Druckplatte zur Befestigung der Spiralfeder 5 auf der
Trommel 6 mittels der Schrauben 17, 18 das Lager für den Drehzapfen 15 der Trommel
6, 21 eine Bohrung in
der Trommel 6 zur Einführung des Stiftes
13,
22 eine Schraube,, die ein Drehen des Lagers i c) und damit des Schieberstiftes
9 nach Einführung des Stiftes 13 verhindert. 23 ist eine Anschlagschraube
in dem Teil 2 des Richtungspfeiles. Die Schraube 23 führt sich in einem Schlitz
24 des Gehäuses i und verhindert so ein zu - weites Ausschiehen des Teiles 2. 25
bezeichnet eine Anschlagschraube an dem Tei13 des Richtungspfeiles, die in einem
Schlitz 26 des Teiles 2 läuft und ein Herausschiehen des Teiles 3 aus dem Teil 2
unmöglich !macht. 27 ist z. B. eine Schelle zur Anbringung des Fahrtrichtungsanzeigers
an einer (strichpunktiert gezeichneten) Lenkstange 28 eines. Fahr- oder Motorrades.
Mit der Schraube 29 ist die Schelle an dem Gehäuse i befestigt.
-
Gezeichnet ist lediglich ein linksseitiger Fahrtrichtungsanzeiger.
Zu jedem Fahrzeug gehört natürlich ein linksseitiger und ein rechtsseitiger Fahrtrichtungsanzeiger,
da dieser aber lediglich das Spiegelbild des gezeichneten ist, ist er nicht dargestellt.
-
Der Druckknopf 1q. befindet sich. zweckmäßigerweise an der Unterseite
des Gehäuses i, wo er, ,ohne daß der Fahrer die Lenkstange loszulassen braucht,
leicht erreichbar ist.
-
Der Fahrtrichtungsanzeiger kann in ,an sich bekannter Weise auch mit
einer Glo-eke vexsehen sein. Eine Glocke ist in der Zeichnung dargestellt. Sie besteht
aus im Gehäuse i sitzenden Stahlplättchen und einem Klöppel, der z. B. mittels eines
gefederten. Druckknopfes, einer elastischen Schubstange und einer Kurbel angetrieben
wird. Diese akustische Signaleinrichtung ist jedoch nicht Gegenstand der Erfindung.